Rechtsanwalt und Strafverteidiger

 

Björn Schüller

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Generelles 


Zauberpilze (Psilocybinhaltige Pilze) sind psychoaktive Pilze, die die Wirkstoffe Psilocybin oder Psilocin enthalten. Das Psilocybin wird dann spätestens im Körper zu Psilocin umgewandelt. Psilocin wirkt als psychedelisches Halluzinogen (vergleichbar mit LSD).


Psychoaktive Pilze wachsen besonders an feuchten Gebieten wie Wälder, Wiesen und gerne auf Kuhweiden. Sie sind in verschiedenster Form in der Natur aufzufinden.


Das wohl bekannteste Beispiel eines psychoaktiven Pilzes in unserer Region ist der Spitzkegelige Kahlkopf (Psilocybe semilnceata). Dieser enthält einen Psilocybingehalt von 0,8-1% in der Trockenmasse. Insgesamt wurden ungefähr 150 psilocybinhaltige Pilze entdeckt, von denen aber nur etwas mehr als die Hälfte halluzinogene Wirkungen haben. Ein anderes bekanntes Beispiel ist der Teonanacatl-Pilz (Psilocybe mexikana), der aus südamerikanischen Gegenden stammt.


Die halluzinogenen Rauschpilze können nochmal in verschiedene Gattungen unterteilt werden:


Psilocybe (Kahlkopfpilze)

Stropharia (Täuschlingspilze)

Gymnopilus (Flämmlinge)

Panaeolus (Düngerlinge)

Hypholoma (Schwefelköpfe)

Pluteus (Dachpilze)

Conocybe (Samthäubchen)


Der Wirkstoffgehalt in den psychoaktiven Pilzen ist nicht konkret zu bestimmen, da er oft nicht gleichmäßig in den Pilzen verteilt ist, weswegen einige Pilzteile eine stärkere Wirkung haben und andere Teile wirkungslos sind. Eine genaue Dosierung ist kaum möglich und dadurch entsteht das Risiko unerwarteter Komplikationen. Um dem Problem zu umgehen, werden die Pilze oft zu einem Pulver verarbeitet. Ein Pilz-Trip dauert ungefähr zwei bis vier Stunden. Bei hohen Dosen kann er sogar bis zu acht Stunden dauern. Sobald die Wirkung nachlässt bricht der Trip auch abrupt ab.


Psychoaktive Pilze sind sog. Biodrogen. Sie haben zahlreiche, in ihrer Auswirkung unbekannte, Inhaltsstoffe. Besonders problematisch ist, dass der Wirkstoffgehalt bei Pilz zu Pilz variiert und auch bei einem Pilz selber bestimmte Stellen stärker wirken als andere. Gestreckt werden psychoaktive Pilze wegen ihrer Konsumform jedoch in der Regel nicht.


Typische Szenenamen für die Zauberpilze sind:


Magic Mushrooms, Mushrooms, Psilos, Psylos, Zauberpilze, Kahlkopf und die einzelnen Pilznamen



Historie


Psilocybinhaltige Pilze wurden bereits von den Urvölkern bei spirituellen Zeremonien verwendet und gehören somit zu den ältesten Drogen der Menschheit. 1955 wurde die Droge für die zivilisierte Welt neu entdeckt, woraufhin es Albert Hofmann 1958 gelang die psychoaktiven Substanzen der Pilze zu isolieren und zu identifizieren. In den 60er Jahren wurde das in den Pilzen enthaltene Psilocybin als Medikament in der Psychoanalyse und Psychotherapie eingesetzt. Nachdem Missbrauch der Droge und steigendem medialen und politischen Druck wurden Pilze 1966/67 in den USA verboten. 1971 wurden die Pilze dann auch in Deutschland verboten. Somit wurde der Umgang mit der wohl ältesten Kulturdroge kriminalisiert. Seit dem Ende der 90er Jahre haben die Zauberpilze wieder eine Hochphase. Sowohl Freizeitmykologen (vgl. das Buch „Das Pilzzucht-Buch“ von Bert Marco Schuldes und Sam Lanceata) als auch Drogenkonsumenten interessieren sich immer mehr für die psychoaktiven Pilze.



Konsumform


Die Pilze werden roh oder getrocknet gegessen. In Asien gibt es psychoaktive Pilz-Omelettes und ähnliche Speisen. Sie werden auch regelmäßig zermahlen , um eine psychoaktive Schokolade oder Honig herzustellen.



Wirkung


Die Wirkung der psychoaktiven Pilze ist ähnlich zu anderen klassischen Halluzinogenen (z.B. LSD). Aufgrund des stark schwankenden Wirkstoffgehalts der Pilze schwer zu sagen wie der konkrete Pilz wirken wird. Grundsätzlich setzt die Wirkung ca. nach 20-30 Minuten ein. Dieses führt zu einem Gefühl , dass einem Alkoholrausch ähnelt. Zudem verspürt man ein inneres Wärmegefühl und gesteigerte Lust auf Sex, ähnlich wie bei einem Aphrodisiakum ( Liebesspiel und Orgasmus werden dann oft in einer neuen Dimension erlebt ). Die typischen Halluzinationen beginnen jedoch erst nach einer Stunde und erreichen erst nach zwei Stunden ihren Höhepunkt. Ähnlich wie bei LSD hängt die Wirkung nicht nur von der Dosis ab, sondern auch von den Erwartungen des Konsumenten, seiner Stimmung, seinen Erwartungen und der Umgebung, in der er die Droge benutzt (Set & Setting). In der Regel bedarf es für einen Rausch von 4-6 Stunden mindestens 10 g frischer Pilze oder 2 g getrockneter Pilze. Psychoaktive Pilze haben kaum körperliche Effekte, dafür jedoch gravierende psychische Effekte. Wie im Umgang mit allen Drogen ist zu empfehlen, erstmal mit geringen Mengen (also hier mit deutlich weniger als 2 Gramm zu experimentieren, um sich so an die Menge heranzutasten, die persönlich noch als angenehm empfunden wird. Der eine mag halt einen Berauschungsgrad, der mit einem Sektschwips mit leicht psychedelischer Note zu vergleichen ist und ohne optische Halluzinationen auskommt, der andere braucht das komplette Spektrum, dass diesen mächtigen Pilzen innewohnt. Diese magischen Pilze können phantastische Halluzinationen auslösen, es wird häufig so beschrieben, dass es sich so anfühlt, als ob man in einen reißenden Strom aus Eindrücken taucht. Ob man dann eher bei Alice im Wunderland landet oder in zutiefst verstörenden Reichen, die von Dämonen und Toten beherrscht werden, lässt sich nicht sagen. Genau das meint Set und Setting. Wer ohnehin schon psychisch nicht auf der Höhe und instabil ist, sollte die Finger nicht nur von Pilzen, sondern auch von Psychedelika aller Art lassen. Es handelt sich bei Pilzen eben nicht um eine Partydroge, die man sich mal eben so einklinken sollte, sondern um „Lehrer“, die ans Licht oder eben in die finstersten Ecken der eigenen Seele führen können. Das ist ein riskantes Spiel und dies sollte klar sein.



Körperliche Effekte


a) Positiv beschriebene Effekte


Möglicherweise gesteigerte Energie und Herzschlag

Entspanntheit und Muskelentspannung


b) Negativ beschriebene Effekte


Körpertemperatur steigt und Pupillen erweitern sich

Schwindel und Übelkeit, sowie Appetitverlust

Schüttelfrost

Muskel- und Bauchschmerzen



Psychische Effekte


Das Psilocybin in den Pilzen imitiert aufgrund seiner strukturellen Ähnlichkeit den körpereigenen Botenstoff Serotonin. Dadurch wird eine Überflutung von Reizen ermöglicht. Das hat sowohl positive als auch negative Effekte.


a) Positiv beschriebene Effekte


Halluzinationen die zur Bewusstseinserweiterung führen können

Eine Art Traumzustand, der als euphorisierend und angenehm empfunden wird

Farben werden intensiver, Konturen schärfer

Geräusche werden klarer gehört

Synästhesien ("die Farbe gelb riechen können")

Ein Gefühl des inneren Wohlbefindens

Ein Gefühl von gelöster Entspanntheit

Lachdrang( sog. Lachflash)

tiefgehendes Verständnis der Dinge, sowie kreativer, philosophischer Gedankenfluss

Eine besondere Verbindung mit anderen Menschen und der Welt


b) Negativ beschriebene Effekte


Fundamentale Veränderung des Ich und der Umwelterfahrung

Kein klares Raumgefühl

Das Zeitgefühl wird verwischt

Halluzinationen die Angstzustände, Verfolgungswahn und Panikattacken auslösen können

Verändertes Körperempfinden bis hin zum Gefühl der Körperlosigkeit

Mögliche Reizüberflutung bei zu vielen Reizen

Verdrängte traumatische Erlebnisse können aus dem Unterbewusstsein wieder an die Oberfläche gelangen

Depressionen, sowie Angstgefühle und Gewalttätigkeiten

Verlust der Realitätskontrolle



Risiken


Auch bei langfristigen Konsum moderater Dosen sind keine körperlichen Schäden zu erwarten. Jedoch kann das Psilocybin, aber auch andere in den Pilzen enthaltene Wirkstoffe (Baecocystin, Bufotenin, etc.) anfänglich zu neurovegetativen Nebenwirkungen wie Atembeschwerden, Herzrasen und Veränderung im Blutdruck oder Puls kommen. Auf psychischer Ebene sind besonders psychisch labile Personen stark gefährdet. So kann es geschehen, dass wieder traumatische Erlebnisse, die während des Pilz-Trips aufgetaucht sind, ohne fremde Hilfe nicht mehr verarbeitet werden können. Dies führt zu Psychosen und Verwirrtheitszuständen.



Rechtslage


Psilocybinhaltige Pilze die zum Konsum als Droge bestimmt sind, fallen seit 1998 unter das Betäubungsmittelgesetz. Sie sind als nicht verkehrsfähige Betäubungsmittel in Anlage 1 des BtMG erfasst. Die Pilze an sich stehen nicht im BtMG, jedoch deren Wirkstoffe Psilocin und Psilocybin.


Gem. § 29 Abs. 1 wird mit Freiheitsstrafe von fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft, wer Pilze, die diese Wirkstoffe enthalten, unerlaubt anbaut, herstellt, mit ihnen Handel treibt, sie, ohne Handel zu treiben einführt, ausführt, veräußert, abgibt oder sonst in den Verkehr bringt, erwirbt oder sich in sonstiger Weise verschafft.


Gem. §§ 29 Abs. 5 und 31a BtMG kann das Gericht bzw. bereits die Staatsanwaltschaft von einer Strafverfolgung absehen, wenn dem Täter nur der Erwerb oder Besitz einer geringen Menge ausschließlich zum Eigengebrauch nachgewiesen wird.


Die nicht geringe Menge Psilocin(also die Menge, ab der es nach § 29 a BtMG mindestens 1 Jahr Freiheitsstrafe gibt) liegt bei:

einem Wirkstoffgehalt von 1,2 g Psilocin ( 120 Konsumeinheiten á 10 mg)


Die nicht geringe Menge Psilocybin(also die Menge, ab der es nach § 29 a BtMG mindestens 1 Jahr Freiheitsstrafe gibt) liegt bei:


einem Wirkstoffgehalt von 1,7 g Psilocybin ( 120 Konsumeinheiten á 14 mg)


Zudem dürfen psychoaktive Pilze aufgrund der Aufführung in Anlage 1 BtMG nicht verschrieben, nicht verabreicht und nicht zum unmittelbaren Verbrauch überlassen werden.


Im Hinblick auf die Teilnahme am Straßenverkehr kann es zu folgenden Problemen kommen: Beim Fahren unter Halluzinogeneinwirkung kommt es zu Fehleinschätzungen der Geschwindigkeit und der Entfernungen. Zudem besteht eine starke Blendempfindlichkeit. Daher kommt es leicht zu einer Gefährdung des Straßenverkehrs nach § 315c StGB. Wer also ein Fahrzeug führt, obwohl er infolge geistiger und körperlicher Mängel (hier aufgrund des Pilz-Trips) nicht in der Lage ist, das Fahrzeug sicher zu führen und dadurch Leib und Leben eines anderen Menschen oder fremde Sachen von bedeutendem Wert gefährdet, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafen bestraft.


Auch ohne die konkrete Gefährdung der genannten Rechtsgüter droht ein Ermittlungsverfahren nach § 316 StGB (Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr), wenn man unter dem Einfluss von psychoaktiven Pilzen ein Kraftfahrzeug geführt hat und rauschbedingt nicht in der Lage war, dies sicher zu führen. Hierbei wird von äußerlich auftretenden Umständen auf die Fahrunsicherheit geschlossen. Auf die Fahrunsicherheit kann bereits dann geschlossen werden, wenn der Fahrer Schlangenlinien fährt.


Also sollte sich jeder Betroffene zunächst Gedanken machen, ob es sich wirklich lohnt, sich auf psilocybinhaltige Pilze einzulassen. Man sollte die Risiken dabei jedoch immer vorher vor Augen führen. Wie gesagt bedarf es nicht erst einiger Kilo von Zauberpilzen, um jahrelange Gefängnisstrafen zu bekommen. Daher tut man gut daran, einen Rechtsanwalt bzw. Strafverteidiger bereits im Vorfeld zu fragen, welche Sachverhalte unter welchen Umständen welche Strafe nach sich ziehen können.


Des weiteren ist ein Konsument bereits bei einmaligem Konsum als nicht mehr geeignet zum Führen von Kraftfahrzeugen anzusehen. Der Führerschein kann ihm also ohne weitere Untersuchungen entzogen werden. Das ist damit zu begründen, dass Zauberpilze psychoaktiv wirkende Stoffe i.S. der Anlage 4 Nr. 9.1 zur Fahrererlaubnisverordnung sind. Demnach sind als Führer eines Fahrzeugs nicht geeignet, wer BtM i.S. des Betäubungsmittelgesetzes einnimmt. Der Betroffene muss noch nicht mal unter Einfluss der Droge am Straßenverkehr teilgenommen haben. Zu diesem Entschluss ist das Verwaltungsgericht in München mit Beschluss v. 07.11.2011 gekommen. Dieser Meinung folgen bereits mehrere Gerichte und ist absolut gängige Praxis.


Selbst wenn das Straf-, bzw. Bußgeldverfahren eingestellt wurde, prüft die Fahrerlaubnisbehörde bei entsprechenden Verdachtsmomenten, ob der Konsument die Fahreignung besitzt. Das macht sie, indem sie zu einem ärztlichen Gutachten (inklusive Screenings) oder einer MPU auffordert. Das ärztliche Gutachten besteht aus einer Untersuchung und einem oder mehreren Drogenscreenings. Die MPU besteht aus insgesamt fünf Teilen (dazu gehören die ärztliche Untersuchung und Drogenscreenings, aber auch Reaktionstests, Fragebögen und ein psychologisches Gespräch). Es ist zu empfehlen sich für die MPU gründlich vorzubereiten, ich bereite Sie gerne hierauf vor.

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Kommentare: 34
  • #1

    Anne Stephanos (Freitag, 06 Januar 2017 16:22)

    Lieber Herr Schüller,

    danke für diesen Artikel. Selbst ich konnte noch etwas lernen (die recht großzügig gestaltete "geringe Menge" Psilocybin zB). Allerdings vermisse ich einen rechtlichen Aspekt: Nämlich die Einfuhr von Magic Mushrooms aus dem Ausland nach Deutschland. Dies ist ja oft der Fall, da sie in Holland legal sind. Was sagt das Gesetz hierzu? Auch wären Vergleichsurteile toll.

    Liebste Grüße!

  • #2

    Repeater (Freitag, 06 Januar 2017 23:34)

    Hallo Anne Stephanos, das steht doch auch im Text.....

    ... Gem. § 29 Abs. 1 wird mit Freiheitsstrafe von fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft, wer Pilze, die diese Wirkstoffe enthalten, unerlaubt anbaut, herstellt, mit ihnen Handel treibt, sie, ohne Handel zu treiben einführt, ausführt, veräußert, abgibt oder sonst in den Verkehr bringt, erwirbt oder sich in sonstiger Weise verschafft

  • #3

    Bukem (Samstag, 07 Januar 2017 18:28)

    @Repeater: Du hast recht, Gesetzeslektüre erleichtert eben doch die Rechtsfindung. Vollständig heißt es allerdings "bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe".

  • #4

    H. Mertz (Dienstag, 14 Februar 2017 22:40)

    @Bukem Interessante Diskussion.

    Wie sieht es denn beispielsweise aus wenn Online-Redakteure Werbebanner von Sensi Seeds und ähnlichen Firmen auf Ihrer Webseite schalten ?

    Beispiel: http://www.drogen-info-berlin.de/

    Die Betreiber (siehe Impressum) der Webseite erhalten ja sicher eine monetäre Vergütung für die Werbung und die vermittelten Kunden.

    Kann man hier auch schon von Handel, Weitergabe oder Inverkehrbringung im strafrechtlichen Sinne sprechen ? Oder ist die reine Vermittlung/Bewerbung solcher Produkte im Internet okay ? Bzw. anders gefragt, sind die bestellenden Kunden juristisch allein verantwortlich und die Shops bzw. Werbepartner trifft keine Schuld ?

    Weiterhin frage ich mich ja auch, wieso die Samen, Kakteen, etc, überhaupt noch aus Holland verschickt werden. Den Holländern muss doch klar sein, dass das hier nicht gern gesehen wird. Aber diese Debatte würde hier sicher den Rahmen sprengen. Politk.. ;-)

  • #5

    Manuel (Dienstag, 15 Mai 2018 01:22)

    Hallo liebe Leser Person X hat übers Internet 1x a15 g Mexicana Trüffel bestellt .diese Trüffel kommen aus Holland Und kommen nach Deutschland.So jetzt meine Frage wie hoch wäre die Strafe für diese Menge dazu diese Person ist 17 . Diese Person wollte es nur 1x ausprobieren. LG Manu

  • #6

    Die Raupe Nimmersatt (Dienstag, 15 Mai 2018 18:58)

    @Manuel: In Jugendstrafsachen wirst Du vor den Jugendrichter zitiert. Kommt nicht viel bei rum. Evtl Geldstrafe und paar Sozialstunden. Aber über das Aussageverhalten vor Gericht sollte man im Fall der Fälle nochmal reden, weil das auch Rückwirkungen auf den Führerschein haben kann und den, den man noch machen will. In dem Alter würde ich Psychedelica aus dem Hals lassen. Ist zu gefährlich, dass Du abschmierst, die Jugendpsychatrien sind voll von solchen Kandidaten. Wenn überhaupt abwarten bis mindestens 21 Jahre. Und dann aber nicht mehr bestellen aus dem Ausland.

  • #7

    Fee (Sonntag, 27 Mai 2018 22:33)

    Hey, sind diese auch bei der MOI nachweisbar?
    LG

  • #8

    Fee (Sonntag, 27 Mai 2018 22:34)

    Ich korrigiere, MPU *

  • #9

    Rechtsanwalt Schüller (Sonntag, 27 Mai 2018 23:33)

    @Fee: In der Regel wird nicht auf diese Substanzen gescreent - aber wenn Du ohnehin schon Probleme hast wegen der Fahrerlaubnis und Drogen: Macht es dann nicht irgendwie Sinn, die Birne mal klar zu lassen?

  • #10

    Rob (Sonntag, 07 Oktober 2018 01:09)

    Hallo,
    Wie ist das, wenn man etwas aus Holland bestellt, dieses dann abgefangen wird( und dann z. B wegen geringer Menge fallen gelassen wird) . Wird das dann trotzdem an die fahrerlaubnisbehörde weitergeleitet?

  • #11

    Rechtsanwalt Schüller (Sonntag, 02 Dezember 2018 12:49)

    @Rob:

    Ja, das wird weitergeleitet. Und zwar mit 99,999 % Sicherheit.

    Die Einfuhr von Drogen (Zauperpilze gelten als harte Betäubungsmittel) zieht immer fahrerlaubisrechtliche Maßnahmen nach sich. Und die Bestrafung ist zudem härter als wenn man das Zeug nur so besitzt. Wer hier in Deutschland eine nicht geringe Menge besitzt, kriegt 1 Jahr Strafe mindestens...wer dieselbe Menge einführt 2 Jahre Strafe aufwärts, vgl die Unterschiede zwischen § 29 a und 30 BtMG...

  • #12

    Luis (Montag, 17 Dezember 2018 14:21)

    Hey.
    Wie sieht denn die Strafe aus wenn man Pilze mit Verkaufsabsicht anbaut? Wie sieht es bei Jugendlichen aus?
    Wie wird geschaut ob die Grenzemenge übertroffen wird, werden die Pilze ins Labor gesendet?

  • #13

    Rechtsanwalt Schüller (Montag, 17 Dezember 2018 17:28)

    @Luis:

    Wer anbaut, um später mit Gewinnabsicht zu verkaufen, der treibt Handel. Nicht geringe Menge steht oben. Es gibt also wegen § 29 I, III BtMG oder § 29 a BtMG einen auf den Deckel. Lohnt nicht. Und ja: Die Pilze werden auf Wirkstoffgehalt analysiert. Mit Drogen Geld verdienen lohnt sich in der Regel nicht. Ertrag und mögliche Strafe stehen meist in krassen Mißverhältnis.

  • #14

    Jolly (Dienstag, 12 Februar 2019 11:30)

    Wenn ein 18 Jähriger ein Set aus den Niederlanden bestellt und das die Polizei anfängt, was ist dann für eine Strafe zu erwarten? Es ist "nur" ein Set, mit dem man Pilze züchten könnte und es sind keine Pilze dabei.

  • #15

    Jolly (Dienstag, 12 Februar 2019 11:31)

    Da kann man ja keinen Wert an Psilocin bzw Psilocybin messen.

  • #16

    Bukem: (Mittwoch, 13 Februar 2019 17:00)

    Jolly: Wir hatten so was früher nicht und mußten bei dem Sauwetter auf die Weide raus, aber das ist nu wirklich eine andere Geschichte.
    Ganz genau kann ich das erst beantworten, wenn man Einsicht in die polizeiliche Ermittlungsakte nimmt.
    Auf jeden Fall läuft ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren wg des Verstoßes gg das BtMG. Mag auch sein, dass man mit einer Hausdurchsuchung heruasfinden möchte, was da sonst noch los ist.
    Und je nach Ausgang des Verfahrens ist evt noch Ärger mit der Führerscheinstelle vorprogrammiert.
    Hier brauchst Du Hilfe mit Köpfchen und Übersicht, Herr Schüller ist da gern behilflich

  • #17

    Jolly (Dienstag, 19 Februar 2019 20:24)

    Dankeschön. Hausdurchsuchung kam bisher noch nicht. Das Set könnte ja jeder Hinz und Kunz zu mir gesendet haben. Akteneinsicht wird gerade genommen. Ich hoffe Sie verzeihen mir, dass ich einen Anwalt in meiner Nähe konsultiert habe ^^. Meinen Sie dass die FS-Stelle sich mit Drogenscreenings zufrieden gibt? Der Konsum kann ja theoretisch gar nicht stattgefunden haben, wenn das Paket nie ankam.

  • #18

    Jolly (Dienstag, 19 Februar 2019 20:25)

    Könnte das Verfahren eingestellt werden, wenn weder Konsum noch Besitz nachgewiesen werden kann?

  • #19

    Bukem (Dienstag, 05 März 2019 15:49)

    @jolly :klar jedes Verfahren kann eingestellt werden. Ob das passiert, ist eine Frage des Einzelfalls, wozu man Einsicht in die Akten bräuchte..
    Was die FSST macht, ist wiederum auch eine Frage des Einzelfalls, abhängig vom. Ausgang des strafrechtlichen Ermittlungsverfahrens.
    Deshalb ja der Hinweis auf anwaltliche Vertretung mit Köpfchen

  • #20

    störtebecker (Samstag, 20 April 2019 12:18)

    darf ich pilze nun haben oder nicht ?

  • #21

    Jolly (Dienstag, 14 Mai 2019 17:38)

    Erstmal großes Lob an dich Bukem, der alle Fragen super beantwortet und an Herrn Schüller, der es überhaupt erst möglich macht sich so super zu informieren. Empfehle ich gerne weiter. Ich hätte aber eine finale Frage:

    Wie schon geschrieben wurde ein Aufzuchtset für psychoaktive Pilze bei DPD mit meinem Namen und meiner Adresse aufgegriffen. Die Führerscheinstelle wurde laut Akte informiert. Vorladung zur Polizei kam am 12.2.19. Das Strafverfahren wurde am 10.4.19 nach §45 jgg eingestellt. Wann meldet sich die Führerscheinstelle ungefähr? Oder tut sie das überhaupt nicht? Das Paket kam ja nie an, kann also auch nie konsumiert haben. (Bei fahren unter cannabis melden die sich ja meistens nach ca 3 Monaten nach dem Vorfall. Dann sind ja die thc cooh werte komplett auf null.)

    Ach ja noch was. Die Staatsanwaltschaft hat von mir wissen wollen, ob ich die Sets wiederhaben will. Hab natürlich abgelehnt (die sind bestimmt schon lange vergammelt) was wäre passiert, wenn ich ja gesagt hätte? War das nur um das evtl der FS-Stelle mitzuteilen, dass das Paket doch bei mir ankam. Sodass davon ausgegangen werden kann, dass ich konsumieren werde?

    Mit freundlichen Grüßen
    Jolly

  • #22

    Björn Schüller (Dienstag, 14 Mai 2019 21:06)

    @Störtbecker:

    Rechtlich betrachtet nein. Es sind Betäubungsmittel im Sinne des BtMG. Ohne Erlaubnis ist der Besitz strafbar.

    @Jolly:

    Das kann ein paar Monate dauern. Allerdings wäre es rechtlich erstmal wichtig, was das für ein Set war. Myzel auf Roggen in Styroporbox wie üblich? Nur zum Fertigzüchten? Oder Sporenspritze etc?

    Keine anderen Drogen nehmen ausser Cannabis. Und das nicht öfter als 2 x die Woche. THC COOH muss beim ärztlichen Gutachten nicht auf zero sein. Aber wenn die FSST sich schriftlich meldet, muss der Konsum eingestellt werden.

    Die StA hätte es so oder so nicht rausgerückt. Dann hätte sie halt die formalen Schritte eingeleitet, damit sie es nicht wiederkriegen. Ist aber oft nicht so gut, die StA zu ärgern. Die Frage auf die Herausgabe der Boxen hatte nicht mit dem Konsum zu tun oder mit einem beabsichtigen Konsum. Das ist mal wieder ne richtige Kifferdenke :-)

  • #23

    jolly (Mittwoch, 15 Mai 2019 13:11)

    Ja. Plastikbox mit Myzelium drin. Verfahren wurde nach negativem Drogenscreening eingesellt. Es geht jetzt eigentlich nur noch um den Führerschein. Konsum von (nachweisbaren) Drogen erfolgt ohnehin nicht mehr. ich denke mal, wenn ein jahr rum ist, dass dann vermutlich nichts mehr kommt, oder? Vielen Dank für ihre Hilfe.

  • #24

    Castiel (Freitag, 31 Mai 2019 07:44)

    Ist die Einfuhr eines Aufzuchtsetz mit Myzel von Zauberpilzen nach Deutschland legal, wenn werder der Anbau/Zucht, Konsum, Besitz oder Verkauf von Pilzen, die daraus gewonnen werden provoziert wird? Meines Erachtens bewegt man sich in einer Grauzone. Soweit ist es nur der Handel mit Myzel und nicht mit Zauberpilzen, die den haluzinogenen Wirkstoff enthalten. Wie ist Ihre Meinung dazu?

  • #25

    Psilo (Freitag, 21 Juni 2019 06:45)

    Hallo, gibt es viele Verfahren wegen Einfuhr aus Holland? Die Pilze werden laut Internet von Hunden nicht erkannt. Werden da Stichproben vom Zoll geöffnet oder gibt es inzwischen elektronische Detektoren?

  • #26

    Rechtsanwalt Schüller (Freitag, 21 Juni 2019 10:43)

    Bei mir trudeln nicht oft Verfahren wegen Pilzen ein, die aus Holland bestellt worden sind. Dieser Tage war mal wieder jemand mit Trüffeln dabei. Aber eins darf man nicht vergessen: Die nicht geringe Menge an Wirkstoff ist hier nicht eben hoch angesetzt und dann gibt es gleich ein Jahr aufwärts. Spezielle elektronische Detektoren? Hm, da müsste ich mal meinen Nachbarn fragen...der hat einen Laden: "Ali´s Aluhüte"....wenn das einer weiß, dann der!

    @Castiel:

    Der Einfuhr von Myzel ist nicht legal. Myzel ist ein Betäubungsmittel der Anlage III des BtMG. Jedenfalls das Myzel, aus dem sich die Pilze züchten lassen, die dann für die hübschen Kaleidoskop Effekte in der Birne verantwortlich sind. Oder die Sie glauben lassen, dass Sie gerade wegfließen. Oder die Sie denken lassen, dass Sie 1 km groß sind usw.

    Das Myzel enthält keinen Wirkstoff. Aber es wird Ihnen immer unterstellt werden, dass das Myzel zum illegalen Anbau von Magic Mushrooms gedacht ist. Alles andere ist völlig lebensfremd. Ist ähnlich wie bei den Cannabis Samen: Die kauft auch keiner, um sie sich nur anzuschauen...

    Klar ist aber, dass -wenn ich in der Situation wäre- eher das Myzel bestellen und dann die Pilze hier anbauen würde. Und zwar immer nur ein paar. Das beschränkt das straftrechtliche Risiko und wenn man sonst nichts mit Drogen zu tun hat, dann ist das Risiko auch nicht so hoch, dass man von der Polizei Besuch bekommt. Aber alles was mit Handel von BtM zu tun hat, ist zu riskant. Gibt viel zu viel Strafe für Kleinigkeiten. Pilzmyzel strafbar. Pflanzen strafbar. Was für ein bigottes Gerede!

  • #27

    Psilo und RA Schüller (Dienstag, 25 Juni 2019 21:27)

    Danke für die schnelle Antwort. Die kleinsten bestellbaren Einheiten liegen immer bei 15-20g (getrocknet). Bei ca. 1% Wirkstoffgehalt wären wir damit bei ca. 1/8 der "nicht geringen" Menge, wenn ich richtig rechne. Aber ich vermute mal, dass auch bei den nicht nicht-geringen Mengen die beschriebene Führerscheinnummer und sonstige Schikanen in Kraft treten?

    Mit den Detektoren meinte ich elektronische Schnüffler, leider schon traurige Realität in Überwachungsstaaten...

    Wie sieht es denn mit den "2 Magic Mushrooms Pills" aus? Die sollen legal sein: LINK gelöscht...

    Da sollen Hawaiianische Holzrose oder Trichterwinde drin sein, die noch nicht unter das BtmG fallen. Oder wurde das alles mit dem NpSG ausgehebelt?

    @Psilo:

    Ich würde wie gesagt auf die Einfuhr von BtM verzichten. Wenn die Sachen an der Grenze abgefangen werden, droht dann nicht selten eine Hausdurchsuchung und natürlich das ganze Procedere mit der Führerscheinstelle: Ärztliches Gutachten usw.

    Bitte hier keine Spamlinks posten, danke.

    Das wäre mir die Sache nicht wert.

  • #28

    Alex (Samstag, 29 Juni 2019 22:05)

    Hallo,
    ist bei folgendem Verfahren mit einer Strafe zu rechnen und falls ja mit welcher?:

    Ein Deutscher bestellt Zauberpilze bei einem niederländischen Shop, schickt das Geld per Einschreiben an den Shop und bei der Lieferadresse wird zwar der eigene Nachname aber ein falscher Vorname angegeben. Bei der Paketannahme wird lediglich mit Initialen unterschrieben.

  • #29

    Rechtsanwalt Schüller (Montag, 01 Juli 2019 09:45)

    @Alex:

    Sie fordern von mir, dass Ihnen verklickere, wie Sie einen Straftatbestand verwirklichen können, ohne dass die Justiz Sie dafür dran kriegt? Abgesehen davon, dass Ihr Plan dämlich ist und die Behörden Mitarbeiter nicht auf Bäumen pennen:

    Ich kann solche Fragen nicht beantworten. Und ich will es auch nicht. Warum:
    Deswegen vielleicht:
    https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__258.html

    Und wegen dem Standesrecht vielleicht.

    Und weil ich hier nicht derjenige sein möchte, der Ihren Kreativitätsmangel ausgleicht. Lassen Sie es und bestellen Sie keine BtM im Netz.

  • #30

    The duke (Freitag, 05 Juli 2019 12:35)

    Hatte eine Vorladung als beschuldigter Verdacht auf erwerb von btmg beabsichtigt.
    War nun bei der örtlichen polizei, die haben mir chatverlauf gezeigt in der von meinem mobilnummer 20g pilze geordert zu haben. 1. Habe weder noch so eine sms auf meinem handy. ( hatte mal es dem typ ausgehändigt gehabt denke das es dann mit der sms zur stande kam. ) habe sms Nachrichten seit 2014 die ich nie gelöscht habe und war verwundert über den chat. Habe jegliche Beschuldigungen abgelehnt und von mir abgewiesen. Nur der typ hat von meinem Handy auf sein eigenes geschrieben . So mir bekannt ist hatte er mehrere nummern. Evt. Weitergabe an jemand anderen der nummer. Zu meiner person: keine Vorstrafen in jeglicher weise und noch nie auf eine art und weise aufgefallen bis auf paar Strafzetteln. Womit muss ich rechnen ? Laut dem Beamten wird es eingestellt. Und diesen Typ kenne ich nur schlicht durch andere freunde.
    Danke für ihr Antwort.

  • #31

    The duke (Freitag, 05 Juli 2019 12:43)

    Und zudem besitze und habe ich auch nichts! Also gibt es nur diese Beweise mit dem chatverlauf gegen mich. Von der man auch nicht 100% wissen kann das ich es bestellt oder beabsichtigt hätte es zu kaufen.

  • #32

    Rechtsanwalt Schüller (Sonntag, 07 Juli 2019 20:47)

    @TheDuke:

    Das kann ich ohne Akteneinsicht nicht sagen. Von Einstellung des Strafverfahrens bis zu x Tagessätze plus ärztliches Gutachten von der Führerscheinstelle ist einiges denkbar...

  • #33

    Psilofrage (Donnerstag, 19 September 2019 15:09)

    Ist es erlaubt Sporenspritze von PsyloPilzen zu erwerben, ohne die Absicht auf Anbau, sondern nur für den mykologischen Gebrauch?

    Ich besitze ein Mikroskop und hatte noch nie mit Drogen zu tun. Auf der Internetseite, wo diese verkauft werden, werden die Sporen ausdrücklich zu mykologischen Zwecken beschrieben.

    Würde mir etwas drohen, sollten die Sporenspritzen von der Polizei abgefangen werden? (Ich weiß sehr unwahrscheinlich aber sicher ist sicher)

    Im BTM Gesetz steht, dass der Erwerb für Rauschzwecke verboten ist, was ich ja nicht machen möchte.

    Vielen Dank

  • #34

    benedens (Samstag, 02 November 2019 06:42)

    Guten Morgen Herr Schüller ich habe eine Frage an sie ich habe für's indernet Pilze bestellt und das Paket ist bei Zoll fest gehalten Ich habe eine Brief bekommen ich soll der Bogenfrage Aus füllen und zurück senden, die Pilze sind 15g gewesen was kann jetzt bei mir vor kommen kann Ich in Knast da von landet viel Dank

    Mit freundlichen Grüßen

    Benedens