Rechtsanwalt und Strafverteidiger

 

Björn Schüller

Altenwall 14

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Termine nur nach Vereinbarung!

Das Fahrerlaubnisrecht ist eines meiner Lieblingsfelder. Spannend in allen Facetten, zudem machen die Behörden hier recht häufig Fehler und wenn man diese aufdeckt, kann das  Ihnen den Führerschein retten.


Gerade in diesem Bereich gilt: Wer als Betroffener (etwa bei einer Polizeikontrolle) den Mund nicht halten kann, hat oft schnell verloren. Also bitte immer an das Schweigerecht denken. Damit meine ich nicht, dass Sie ein bißchen daher palavern dürfen, damit meine ich, dass Sie einfach komplett den Mund halten, wenn die Polizei Ihnen eine Rauschfahrt oder sonstwas vorwirft.


Auch die Begutachtung bei der MPU unterliegt festen Regeln und ist eben nicht wie manch Stammtischparole es suggeriert, kaum zu schaffen. Klar, für Stammtischsäufer kann es eng werden, aber allen anderen Leuten, die bereit sind, mir zuzuhören und sich etwas zu disziplinieren, kann ich eine gute Chance erarbeiten, die Fahrerlaubnis bald wiederzuerhalten. Garantien wird Ihnen kein seriöser Anbieter machen. Wer sowas anbietet, zählt zu den schwarzen Schafen, wenn Sie Ihr Geld trotzdem gerne dort abgeben wollen: Nur zu.


Im Bereich des Fahrerlaubnisrechts gibt es viele Fallen und eine unbedachte Äußerung kann schwerwiegende Folgen haben. Bevor Sie also gegenüber der Fahrerlaubnisbehörde, der Polizei oder dem Gutachter bei der MPU etwas sagen wollen, sprechen Sie es bitte mit mir ab. Ich weiß worum es geht, was der Prüfer hören will und denke es ist besser, wenn Sie das auch wissen.

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Kommentare: 44
  • #1

    König (Mittwoch, 02 März 2016 22:44)

    mir wurde 2005 der führerschein entzogen wegen alkehol wie lange muss ich warten bis ich ihn wieder bekomme

  • #2

    Sina Wehle (Sonntag, 07 August 2016 02:19)

    Noch 2 Jahre Bewährung und 2-3 polizeiliche Anzeigen mit den Vorwürfen des Diebstahls sowie einmal betrug.
    Ich benötige dringend einen wirklich guten Verteidiger, nochmal in Haft und dazu noch unschuldig, gehe ich nur über meine Leiche.bitte helfen Sie mir!! Ich bedanke mich im voraus und verbleibe. Mit freundlichen Grüßen
    S. Wehle

  • #3

    Bukem (Montag, 08 August 2016 12:20)

    @Sina: Bitte mit Herr Schüller Kontakt aufnehmen über

    kontakt@strafverteidiger-schueller.de

    mit kurzer Sachverhaltsschilderung und bitte zusätzlich eine RückrufNr hinterlassen.

  • #4

    Herklotz (Mittwoch, 23 November 2016 13:27)

    Sehr gehrte Damen und Herren,
    habe nach 21 Jahren die Fahrerlaubnis am 30.09.2016 neu beantragt.
    Die Gründe meiner so langen Abstinenz sind vielfältig.
    Nach einreichen der geforderten Unterlagen, Passbild, Führungszeugnis,
    Selbsthilfekurs und Sehtest wurde mir mitgeteilt, das ich eine neue Fahrprüfung und Theorie machen muß.
    Wie muss ich mich jetzt verhalten?
    Grüsse aus dem Südwesten

  • #5

    Bukem (Sonntag, 27 November 2016)

    @Herklotz: Thats simple: Machen oder lassen. Steht halt so im Gesetz: https://www.gesetze-im-internet.de/fev_2010/__20.html in Absatz 2. So ist es eben, wenn die Behörde meint, Dir fehlen die Kenntnisse wg der langen Pause

  • #6

    Christian (Donnerstag, 26 Januar 2017 19:40)

    Hallo,

    ich habe am 13.1 und 14.1 ca. 0,7g 'Cannabis konsumiert.
    Ich habe mich seit dem 2 mal mit einem Schnelltest selbst kontrolliert.
    Einmal am 20.1 und dann nochmal heute den 25.1.
    Die Test scheinen positiv zu sein.
    Gelsen hab ich,dass die Dauer der Nachweisbarkeit im Blut geringer sein soll.
    Das war das erste mal seit über einem Jahr gekifft habe.
    Bin ich somit der Gelegenheitskiffer bei dem die Nachweisbarkeit ca. +-14 Tage beträgt?
    Im Auszug vom KBA gibt es eine Eintragung das ich mal unter dem Einfluss von Cannabis gefahren bin. Danach musste ich auch zur MPU und hab bestanden und den Führerschein wiederbekommen nach Antrag auf Neuerteilung.
    Gibt das den Beamten direkt Anlass mich auf Cannabis zu prüfen?
    Würde jetzt bei einer Kontrolle ein äG verlangt werden?
    Wie beurteilen die meine MPU?
    Sind diese Schnelltest (Cut-Off 50ng/ml) ähnlich die der Polizei?
    Also weiter "schnell testen" bis zum fahren?
    Unterschied Nachweisbarkeitsdauer Blut - Urin?

    Grüße

  • #7

    Bukem (Samstag, 11 Februar 2017 12:34)

    @Christian: Hatte dir bereits auf der anderen Unterseite geantwortet

  • #8

    Patricia (Freitag, 07 April 2017 21:49)

    Habe eine neuerteilung für meinen Führerschein beantragt! Landratsamt schreibt muss zur mpu und wenn ich damit zu lange warte bekomme ich ihn nicht zurück! Leider bekomme ich wegen gesundlicher Probleme, zur zeit alg 2 und habe kein Geld dafür! Muss also sparen! Nun meine Frage: wie lange bleibt mir zeit mit der MPU? Denn dafür muss ich min. 9 Monate sparen! Gibt es da eine gesetzliche Frist oder liegt das im Ermessen des Landrats?

  • #9

    Bukem (Samstag, 08 April 2017 11:23)

    @Patricia: Da sollte Dir eigentlich in dem Schreiben eine Frist gesetzt worden sein.
    Mal was anderes: Wenn Du im ALG 2 Bezug bist, sollte eigentlich das Jobcenter bzw Sozialamt ein großes Interesse daran haben, dass Du wieder deine Fahrerlaubnis erhälst, weil du damit doch leichter auf dem Arbeitsmarkt einen Job finden wirst. Was ich sagen will: evt tragen die die Kosten einer MPU bzw gewähren dir dafür wenigstens ein Darlehen. Klär das mal bitte ab

  • #10

    Markus (Montag, 01 Mai 2017 18:20)

    Hallo,

    Mir droht wegen Cannabis der Entzug der Fahrerlaubnis. Wahrscheinlich mit Sperrfrist und MPU nach nem Jahr.

    Nun habe ich aber auch einen Sportbootführerschein. Wird der automatisch auch entzogen? Ist der in Gefahr? Ich war auf der Strasse in eine Kontrolle geraten, also nix mit Boot und Wasserverkehr...

    Danke im Voraus!

  • #11

    Bukem (Samstag, 06 Mai 2017 18:56)

    @ Markus: Nach diesem Artikel
    http://www.sportbootfuehrerschein.de/blog/2009/02/25/alkohol-am-steuer-%E2%80%93-aber-ohne-verlust-des-kfz-fuhrerscheins/

    und im Umkehrschluss des da genannten Urteils würde ich, allerdings recht unverbindlich, nein sagen. Ich kenn jetzt aber deinen Fall nicht genau. Ob Du wirklich absolut fahruntüchtig gewesen sein könntest zb.
    Möchtest du das konkret prüfen lassen, meld Dich bitte unter obiger Kontaktmail bei Herrn Schüller

  • #12

    insomnia (Donnerstag, 11 Mai 2017 00:35)

    hallo,

    ich bin seit 2010 mit adhs diagnostiziert. nach langen irrfahrten bin ich seit 2 jahren auf amphetamisulfat eingestellt. damit geht es mir endlich gut. ich kann arbeiten und mein umfeld dankt mir im allgemeinen. ich bin ruhiger, logischer und nicht mehr so impulsiv wie früher.
    ich habe letztes jahr ein festival besucht. und bin zwei tage später in einer kontrolle rausgezogen worden. dabei gab es dann eine eher unangenehme situation zwischen mir und der polizei. meine logik hat ausgesetzt und ich bin ziemlich aggro geworden. zu der zeit wusste ich echt nicht, dass bereits einmaliger konsum von extasy zum entzug der fahrerlaubnis führt. und gleiche eine mpu folgt. das war natürlich der downer schlechthin. ich wusste nicht, dass konsum 2 tage vorher, härter als eine besoffene autofahrt bestraft wird. schön blöd von mir. jetzt kommt der tricky part. das eine ist ein medikament und das andere war dämlichkeit.
    ich war bei einer beratung und die meinten zu mir, dass den führerschein zurückzubekommen sehr schwierig wird. bääähm, ich bin am boden zerstört. ich habe seitdem gar nichts mehr konsumiert, schiebe aber die mpu vor mir her. seit der nachricht liegen meine nerven blank und ich haab noch weniger bock da hinzugehen. will aber meinen führerschein wieder. kann es wirklich sein, dass die bei der mpu nicht trennen zwischen medis und drogen? was mach ich denn jetzt. ich kann doch nicht einfach aufhören meine medis zu nehmen. damit wäre die psychokatastrophe schon vorprogrammiert, mal abgesehen von den arbeitsausfällen die dann folgen. habt ihr einen rat für mich?

  • #13

    Bukem (Sonntag, 14 Mai 2017 12:35)

    @insomnia: Natürlich wird da zwischen BtM und Medikamenten getrennt, natürlich lässt sich das entsprechend im Gutachten darstellen, um was es sich handelt.. Dein Fall sollte nur fachkundig kommuniziert und betreut werden. Natürlich muss man der Behörde entsprechende Befunde des Arztes vorlegen. Ähnlich ist das bei Krebspatienten, die zb morphiumhaltige Schmerzmittel nehmen müssen.
    Meld Dich bitte bei Herrn Schüller, wenn Du Dir helfen lassen möchtest.

  • #14

    M. H. (Montag, 15 Mai 2017 22:48)

    Hallo Herr Schüller, hallo Bukem,
    auch von mir zunächst vielen Dank für das Bereitstellen so vieler Informationen zum Thema BtmG, Fahrerlaubnisrecht etc. Leider muss ich Ihren Rat in Anspruch nehmen. Ich bin in eine Verkehrskontrolle geraten, die mir im Ergebnis wohl noch
    Schwierigkeiten machen wird, da ich mich nicht besonders klug verhalten und gleich mehrere Fehler begangen habe.
    Zum Sachverhalt:
    Ich geriet am Donnerstag,16.03.2017 gegen 16:30 in eine allgemeine Verkehrskontrolle und wurde zunächst zum Konsum von Alkohol oder Drogen befragt. Beides verneinte ich und das entsprach für diesen Tag auch der Wahrheit. Allerdings hatte ich am Abend zuvor mit einem Freund zwei Joints geraucht. Nun wurde ich gefragt, ob ich bereit wäre, einige Reaktionstests durchzuführen und stimmte zu. Ergebnis: Mir wurde unterstellt, unter dem Einfluss von Btm zu stehen, da meine Pupillen angeblich etwas langsam reagieren würden und ich zittrige Finger hatte. Ich wurde aufgefordert, einen Urin-Schnelltest zu machen, mit dem Hinweis, dass man sich im Falle einer Weigerung einen richterlichen Beschluss für eine Blutentnahme besorgen würde. Der Test schlug natürlich positiv auf THC an. Auf die Frage, wann ich zum letzten Mal konsumiert habe, antwortete ich, dass es ein paar Tage her sei. Es folgte die
    Blutentnahme. Bei der anschliessenden Durchsuchung meines Fahrzeugs, der ich zugestimmt hatte, wurden 2-3 Gramm Gras (von mir geschätzt, die Polizei hatte anscheinend keine Waage dabei) in meinem Gepäck gefunden. Ich bejahte, dass ich der Besitzer sei. Nach Aushändigung des Beschlagnahmeprotokolls war ich aus der Maßnahme entlassen. Meinen Führerschein durfte ich behalten, musste aber mein Fahrzeug für 24 Std. stehen lassen. Seitdem habe ich weder von der Polizei noch von der Staatsanwaltschaft oder gar Führerscheinstelle Post bekommen. Zur Häufigkeit meines Konsums wurde ich nicht befragt, zumindest kann ich mich nicht an derartige Fragen erinnern.
    Mein Konsumverhalten:
    Ich bin langjähriger THC-Konsument (insgesamt ca. 25 Jahre, in den letzten Jahren abends einen Feierabend-Joint, im Schnitt rauche
    ich an 5 von 7 Wochentagen, Grasverbrauch im Monat ca. 6-7 Gramm). Selten konsumierte ich in der Vergangenheit auch andere Drogen
    (Amphetamin, Kokain, max. 3-4x im Jahr, zuletzt Ende 2016). Mein letztmaliger THC-Konsum fand am 01.04.2017, also etwa 2 Wochen nach
    der Kontrolle statt, seitdem bin ich vollständig abstinent.
    Ich habe die Problematik in den letzten Wochen eher verdrängt, mich heute Abend dann aber doch endlich mal auf die Suche nach tiefergehenden Informationen gemacht und bin dabei auf Ihre Seite gestoßen. Nach dem Lesen einiger Beiträge reifte dann die Erkenntnis, dass es wohl schlauer wäre, endlich proaktiv an die Sache heranzugehen… Ich bin zuletzt 1994 wg. BtmG-Verstoß aufgefallen (Besitz von ein paar Gramm Haschisch, Einstellung der Ermittlungen, Führerschein war kein Thema). Meinen Führerschein habe ich seit 1990. Ich habe ihn noch nie wegen Btm-oder Alkoholverstößen verloren.
    Für Tipps zum weiteren Vorgehen wäre ich sehr dankbar. Sollten diese bereits kostenpflichtig sein, lassen Sie es mich wissen. Ich nehme dann
    per Mail Kontakt mit Ihnen auf.

  • #15

    Bukem (Sonntag, 21 Mai 2017 09:07)

    @M.H: Ich schätze es immer sehr, wenn Erkenntnisse reifen ;)
    Also, wir haben grundsätzlich hier zwei verschiedene Verfahren und Problemkreise. Wegen des Cannabisbesitzes läuft ein Strafverfahren wg Verstosses gegen das BtMG. In Zukunft bitte nie im Auto BtM oder "szeneübliches Material" wie Paper oder das goldene Escobar-Gedächtnis-Röhrchen bei sich führen, das ist schlicht vermeidbar. Auch Jointstummel im Aschenbecher sind nicht cool und nicht hilfreich. Dies Verfahren dürfte, wenn vorher nicht schon eingestellt, zeitnah mit einer geringen Geldstrafe enden.

    Das Problem ist jetzt, dass der Cannabis Besitz und die (übrigens auch nicht hilfreiche) Angabe des letzten Konsums der Türöffner für weitere Maßnahmen der Führerscheinstelle sind und sein werden. Was die darf, regelt § 14 FeV

    https://www.gesetze-im-internet.de/fev_2010/__14.html

    Nächstes Problem ist, dass die Werte der Blutentnahme noch nicht vorliegen. Deshalb zunächst als erstes nicht weiter konsumieren. Zwei Tüten am Abend zuvor mit einem Freund ist durchaus kritisch, es kann daher sein, dass ein THC Verstoß mit mehr als 1,0 ng aktiv vorliegt. Dann besteht zumindest im worst case die Gefahr von echtem FE Ärger, denn ein Verstoss mit mehr als 1,0 ng und der Nachweis des gelegentlichen Konsums ( ob durch eigene Angaben oder behördliche/ärztliche Ermittlungen) kann bereits zum Entzug der FE reichen.
    Es sollte zeitnah mehr kommen von der Fahrerlaubnisbehörde, meist genau nach drei Monaten nach Verstoss wg THC COOH Abbauzeiten.
    Ich möchte ungern Panik verbreiten, aber bei entsprechenden Werten der damaligen Blutentnahme wird es schnell sehr ernst. Dann drohen FE Entzug oder Ladung zur MPU. Die Zeit bis dahin sollte genutzt werden, sich anwaltlich beraten zu lassen. Auch empfiehlt sich der Besuch eines Verkehrspsychologen, damit man a) eine etwaige nachvollziehbare Lebenskrise und b) einen sogenannten Verhaltenswandel belegen kann. Dann wird einem ein einmaliger THC Ausrutscher verziehen, wenn der Rest stimmt.

    Von etwaigem anderem BtM Konsum darf die Fahrerlaubnisbehörde nie erfahren. Denn alles andere als THC führt sofort zum Verlust der Fahreignung und sei es noch so lange her. Also keine Angaben dazu und das Haar sollte vorsichtshalber kurz genug sein
    Also, bei Interesse bitte Herrn Schüller kontaktieren, der mag kluge und reflektierende Mandanten am liebsten, das sollte also passen. Das wäre dann tatsächlich kostenpflichtig, allerdings in Hinblick auf Nachteile für Job und Privatleben etc sicherlich sehr gut angelegtes Geld. Viel Erfolg

  • #16

    Rechtsanwalt Schüller (Montag, 22 Mai 2017 13:08)

    @M.H.

    Wenn der Konsumstop fortbesteht: Nächste Woche Einmalscreening bei TüV / Dekra o.ä machen. Wenn sauber: Sofort zum Screeningprogramm anmelden und bei einem Verkehrspsycholgen melden, damit wir für den worst case (ENtziehungsvoraussetzungen liegen dem Grunde nach vor) auf die Ausnahmeregelung der Vorbemerkung 3 der Anlage 4 der FeV zurückgereifen können. Wenn man einen Verhaltenswandel dokumentieren kann, bevor die Behörde die Fahrerlaubnis entziehen möchte, dann kann die Behörde eine MPU anordnen, ohne dass die Fahrerlaubnis entzogen wird. Dann wäre man schon einen Schritt weiter. Für eine klarere Ansage wird man an einer Akteneinsicht nicht vorbeikommen. Will heißen: Man kann und sollte den Schwebezeitraum zwischen der Rauschfahrt und der Entscheidung der Fahrerlaubnisbehörde (dazwischen können Monate liegen, manchmal sogar länger!) nutzen, um einen Verhaltenswandel zu erarbeiten. Jedenfalls dann, wenn der Führerschein wichtig ist. Ich helfe gerne dabei, melden Sie sich bei Bedarf. "Mal abwarten" ist in solchen Verfahren meist keine gute Entscheidung, weil die dann ungenutzte Zeit gegen Sie Arbeit. Schreiben Sie mir eine Mail bei Bedarf. Der Konsum MUSS eingestellt bleiben.

  • #17

    Nille Lee (Freitag, 26 Mai 2017 11:53)

    Hallo Zusammen,

    Ich wurde vor etwa 5 Wochen rausgezogen. Gleich den Konsum auch eingeräumt und eben voll verplaudert...

    Hab nun ein Schreien von der Fahrerlaubnisbehörde bekommen, mit dem sofortigen Führerschein Entzug. - Begründung waren zum einen die Werte 3,6ng THC und 68ng THC COOH. Zum anderen, dass ich gegenüber der polente gemeint habe, dass mein letzter Konsum vor mehreren Tagen war. Daraus haben die dann geschlussfolgert dass ich zumindest gelegentlich konsumiere... Laut dem Arzt und den Cops hatte ich wohl keine Ausfallerscheinungen...

    Ich habe bis jetzt noch kein Bußgeldbescheid erhalten. Der von der Zulassungsstelle ist das erste Schreiben. Muss ich mit nem Strafverfahren rechnen oder bleibts bei nem Bußgeld?

    Ich habe mich hier mal ein wenig eingelesen, und bin über die Vorbemerkung 3 Anlage 4 gestoßen. Die Fahrerlaubnisstelle hat nun aber schon quasi entschieden bevor das andere Bußgeldverfahren durch ist.

    Kann man jetzt überhaupt noch mittels Psychologen oder Urintest darauf hinarbeiten, dass die FE erhalten bleibt? oder ist das ding schon mit dieser Entscheidung der Behörde damit durch... In dem Schreibens steht nämlich nichts über MPU oder Sperre. Da steht nur dass sie mir Aufgrund der Werte und meiner Aussage die Fahrerlaubnis sofort entziehen...

  • #18

    Nille Lee (Freitag, 26 Mai 2017 12:17)

    Ich bin jetzt seit dem Vorfall, bis auf einen kleinen ausrutscher vor 4 Wochen komplett sauber. Wenn ich mir jetzt HIlfe suchen würde bei nem Psychologen, könnte ich dann die FE erhalten oder ist es zu spät dafür? Zudem bin ich ein ziemilch moderater Konsument (ausschließlich pur in der Bong, etwa 2g die Woche), weshalb es wahrscheinlich noch paar wochen länger dauern könnte bis mein Urin Clean ist. Was würde das alles in allem Kosten wenn ich diesen Weg ginge? Und wer gibt die Screeningzeit vor, wenn noch kein Schreiben da ist. (6 oder 12Monate?).

    Lässt sich durch diesen Weg die MPU komplett vermeiden? Sprich Verkehrspsychologisches Gutachten STATT MPU? Oder ist das nur um bis zur MPU weiter Fahren zu dürfen...


    Kann man das Strafmaß hier schon absehen?
    Wird durch ein solches Vorgehen das Strafmaß verkürzt? Sprich statt 1 Jahr nur 6 Monate oder so?

    Ich bin beruflich nicht unbedingt auf den Führerschein angewiesen, da mein Büro sich in der Innenstadt befindet, und es eh am Besten mit der Bahn zu erreichen ist. Insofern ist der Entzug jetzt einfach nur sehr ärgerlich, aber nicht zwingend existensbedrohend. Weshalb ich nicht davon ausgehe, dass man damit argumentieren kann.

    Es ist letztlich ne reine Kosten-Nutzen Frage. Wenn ich jetzt ein halbes Jahr mit der Bahn fahren müsste wär das noch verkraftbar.

    Was für ein Vorgehen ist hier anzuraten?

  • #19

    Dominik (Samstag, 27 Mai 2017 00:45)

    Hallo Herr Schüller,
    vielen Dank im voraus für ihr Engagement!
    Zu meiner Frage:
    Mir wurde gestern bei einer Polizeikontrolle Blut entnommen. Da mein täglicher Konsum in den letzten Monaten bei ca. 0,2 Gramm Gras am Abend lag und die Zeit zwischen letztem Konsum und Blutabnahme bei 12 bis 13 Stunden lag gehe ich von einem aktiven Wert über 1,0 ng/ml aus. Ein tiefer Griff in den Geldbeutel, Punkte und ein FS Entzug wird, so glaube ich wohl kaum zu vermeiden sein. Ich habe die Aussage verweigert. Muss ich zusätzlich mit einer MPU rechnen?
    Vielen Dank im voraus.

  • #20

    Bukem (Samstag, 27 Mai 2017 09:08)

    @Nille Lee: Versteh ich Dich richtig, Du willst das alleine machen? Verzeih bitte, aber es gibt Gründe , warum bestimmte Personen so etwas hauptberuflich machen. Bei einer Blinddarmentzündung kämest du ja hoffentlich auch nicht auf die Idee, dich ein wenig auf Arztseiten einzulesen und dann dich selbst zu operieren?
    Ganz viele Deiner Fragen kann man so nicht beantworten, ohne die Ermittlungsakten zu kennen. Das ist immer der Hauptgrund anwaltlicher Tätigkeit. Wir kriegen die Akten auf Antrag zur Einsicht, Du nicht.
    Ja, da kommt sicher noch ein Bußgeldbescheid. Ja, man kann was machen, zumindest anwaltlich. Genaueres kann ein Anwalt aber eben erst nach Kenntnis deiner Akte sagen. Wie hilfreich dein eigenes Verhalten bereits war, siehst du an den Angaben zu deinem Konsumverhalten und den daraus erwachsenen Folgen.
    Wenn Du nur nach Kosten argumentierst, rechne bitte die Kosten einer späteren MPU dazu. Ganz ehrlich Anwalt lohnt sich. Herr Schüller ist auch nicht irgendwer, der das mal ab und zu macht, wie die Anwälte in deiner Nähe. Herr Schüller ist Spezialist und bundesweit tätig. Solche Verfahren werden eh schriftlich geführt. Wenn also dir jemand helfen kann, dann er. Meld dich bitte asap bei ihm. Daten stehen oben

    @Dominik: Eine MPU? Hoffentlich nicht. Erst einmal gut, dass Du keine Angaben gemacht hast, vgl andersrum oben.
    Alles weitere hängt von deinen Werten ab, wer weiss, evt sind sie auch unter den wichtigen 1,0 ng. Eine MPU würde nur drohen als Alternative zum Entzug der FE, wenn also mehr als 1,0 ng aktiv vorlägen und der gelegentliche Konsum bereits nachgewiesen worden wäre, etwa durch eigene Angaben. Dann würde direkt entzogen werden oder netterweise eine MPU angeordnet werden als letzte Chance.
    Du hast klugerweise vieles richtig gemacht, auch wenn Du vermutlich nicht richtig getrennt hast zwischen Konsum und Fahren. Besser 24 oder mehr Stunden bis 72 h warten. wenn überhaupt käme eine Ladung zum ärztlichen Gutachten. Bitte auch nicht weiter konsumieren die nächste Zeit. ÄG kommt ca drei Monate nach dem Vorfall

  • #21

    dominik (Samstag, 27 Mai 2017 12:35)

    Vielen lieben Dank für die schnelle Antwort.
    Am Konsum ist mir im Moment auch die Lust vergangen. Klar habe ich diesen eingestellt.
    Habe nur ziemliche Panik den Lappen zu verliere, da ich auf diesen beruflich angewiesen bin. Bin Stud. Ref. für das Lehramt und Beamter auf Probe. Kann dieser Vorfall auch berufliche Konsequenzen haben?
    Liebe Grüße.

  • #22

    Dominik (Samstag, 27 Mai 2017 12:43)

    Entscheidung. Beamter auf Widerruf natürlich.

  • #23

    Nille Lee (Montag, 29 Mai 2017 08:59)

    Hallo Bukem,

    Danke für die Antwort! Auch nochmal großes Lob an eure Seite! Danke!

    Wenn ich dich richtig verstanden habe, kann man die ganze MPU damit komplett umgehen, wenn man mittels Hr. Schüller von dieser Ausnahmeregelung gebrauch macht? oder muss man danach trotzdem eine MPU machen?

  • #24

    Bukem (Montag, 29 Mai 2017 19:26)

    @Dominik: Warten wir erst mal die Werte ab. Berufsrechtliche Konsequenzen würden ab einer Geldstrafe von 90 und mehr Tagessätzen drohen. Dazu müsstest Du aber wirklich was anstellen, eine Owi wg Cannabiskonsums reicht da bestimmt nicht. Aber ganz grds solltest Du deshalb vorsichtig sein, also nichts in der Öffentlichkeit mit sich führen an BtM oder Paper usw.

    @Nille Lee: Nein, das hast Du falsch verstanden. Die MPU wäre hier der letzte Grashalm, an dem deine FE dank juristischer und psychologischer Hilfe hinge. Die Anordnung einer MPU wäre dann die Alternative zum sonstigen direkten Entzug der FE. Entscheiden wird das die Führerscheinstelle

  • #25

    larry (Mittwoch, 14 Juni 2017 19:55)

    Guten Tag Herr Schuller,

    ich Studiere zur Zeit an einem Finanzamt und bin Beamter auf Widerruf.
    Gegen mich ist ein Ermittlungsverfahren eingeitet wurden wegen Verstoßes gegen das BtMG. Erfolgt automatisch eine Meldung über Mistra? Erfolgt eine Meldung überhaupt bei Einstellung?

    Ich bin zuversichtlich, dass das Verfahren eingestellt wird, da ich noch nie etwas mit dem BtMG zu tun hatte..... Was erwarten mich für berufliche Konsequenzen?

    Ich bin beschuldigter und es handelt sich um einen halben joint, der 5 Meter von mir entfernt gefunden wurde.

  • #26

    Bukem (Donnerstag, 15 Juni 2017 22:44)

    @Larry: Mistra Mitteilungen oder auch andere verwaltungsrechtliche Mitteilungen erfolgen erst nach positivem Abschluss eines Verfahrens, also wenn ein Verstoß bejaht werden würde.
    Weil einfach nur neben dir ein Joint gefunden wurde, reicht dies sicher nicht zu einem beweisbaren Fehlverhalten von dir. Der Teufel steckt natürlich im Detail. Wichtig, ob und was Du für Angaben gemacht hast, etwa zu etwaigem eigenen Konsum usw.
    Eigentlich ist das eine Bagatelle, aber wg etwaiger Konsequenzen schreit das hier eigentlich nach anwaltlicher Hilfe, um überhaupt durch Akteneinsicht herauszubekommen, was dir wie genau vorgeworfen wird und was belegt werden könnte.Herr Schüller ist bundesweit tätig. Überlegs dir.

  • #27

    jochen (Sonntag, 16 Juli 2017 17:16)

    Hallo Herr Schuller,

    in meinem auto wurden an der holländischen grenze rund 50 gr cannabis bzw hash gefunden. Ich gab zu dies für meinen sommerjob in der schweiz gekauft zu haben für den eigenkonsum (für ganzen sommer). Es wurden kein urintest/bluttest bei dem fund von der polizei durchgeführt. Meine frage nun ist: kann direkt eine mpu verordnet werden? eine ärztlicher nachweiß wird mir vermutlich schon blühen. da der fund nun allerdings schon 6 wochen her ist, und ich danach strikt mit dem Konsum aufgehört habe, wird ein Test wahrscheinlich nun negativ ausfallen. können trotzdem weitere screenings verlangt werden?

    Wenn sie mir kurz antworten könnten wär ich sehr erleichtert und äusserst dankbar.

    Grüße
    Jochen

  • #28

    Bukem (Freitag, 21 Juli 2017 08:13)

    @Jochen: Wenn ich das richtig verstehe, läuft nur ein strafrechtliches Verfahren wg des BtM Besitzes. Hier hast du ja eingeräumt, gelegentlich zu konsumieren, das ist aber grds verkehrsrechtlich neutral, solange man sich an Regeln hält und eben nicht im Verkehr mit einem erhöhten THC Wert von mehr als 1,0 ng/ml aktiv auffällt.
    Es kann sein, dass sich die Führerscheinstelle irgendwann bei dir meldet wg eines ärztlichen Gutachtens. Da könntest du sogar den gelegentlichen Konsum angeben. Wichtig ist nur, dass du auch in Zukunft nie auffällst mit den erhöhten Werten im Verkehr. Wenn du richtig trennst, etwa freitags konsumierst und erst am Montag wieder fahren würdest, ist alles gut. Das müsste dann mit der Trennung im Verkehr beim Gutachten auch so vorgetragen werden. Also entspann dich, achte aber bitte auf eine richtige zeitliche Trennung zwischen Konsum und Fahren. Immer mind 24, besser 48 oder noch besser 72 Stunden warten.

  • #29

    Rechtsanwalt Cannabis (Freitag, 21 Juli 2017 16:19)

    @Jochen: Die Einfuhr von Cannabis ist hochriskant, vgl. § 30 Abs. I Nr 4 BtMG. Wenn die 50 Gramm mindestens 7,5 Gramm THC enthalten, drohen mindestens 2 Jahre Freiheitsstrafe, es sei denn, man kriegt Sie in den minder schweren Fall.

    MPU direkt nein, aber ein ärztliches Gutachten kann angeordnet werden. Würde das als wahrscheinlich bezeichnen. Allerdings ist der gelegentliche Konsum von Cannabis ja gerade nicht verboten. Nur nach Aufforderung zum äG sollte man den Konsum stoppen, da sonst schnell mit Kontrollverlust argumentiert wird.

    Aber das ist ein Randproblem: Ich würde eher zusehen, dass ich mich schnellstmöglich wegen der Strafsache um Akteneinsicht bemühe, denn je nach Richter kann das eine ziemlich enge Sache werden mit Bewährung. Einfuhr von Drogen in nicht geringer Menge ist ein übler Fehler, der schnell hart bestraft wird (=Freiheitsstrafe ohne Bewährung). Ggfls melden Sie sich bitte per Mail bei mir, das wird da eine Regelung reinkriegen...

  • #30

    Jochen (Freitag, 21 Juli 2017)

    @Bukem: Danke für die schnelle Antwort. Wie bereits geschildert hat mich der Deutsche Zoll direkt nach der Grenze von den NL angehalten. Zu nächst habe ich natürlich verneint etwas dabei zu haben, hat aber nichts genutzt. Hatten direkt nen Hund dabei und selbiger hat mein Gras und Hasch gefunden. Brutto bei der Polizei dann gewogen knapp 50 gr. Netto schätze ich dürfte das allerdings nicht mehr als 35 gr gewesen sein. Alles in Holland gekauft und auch so der Polizei mitgeteilt.

    War kooperativ und hab auch direkt nach dem Fund nicht rumgezickt oder beleidigt. War alles eigentlich eine entspannte Situation. Ich habe erläutert, dass die gefundene Menge so hoch ist, da ich den ganzen Sommer in den Schweizer Alpen arbeite und es quasi die Ration für ein halbes Jahr ist. Es wurde gefragt warum ich nicht meine Drogen in der Schweiz kaufe. Darauf hin habe ich gesagt, dass ich eigentlich nicht kriminell bin und den illegalen handel und die Probleme damit nicht unterstützen möchte.

    Auf die Frage, was den nun auf mich zu käme, bekam ich die Antwort ich soll mich mal nicht verrückt machen, es würde wohl eine Geldstrafe auf mich zukommen, die in der Höhe von meinem Gehalt abhängig sein wird.

    Bei dem Bericht haben die Beamten mir auch mit einem Augenzwinkern Tipps gegeben was sie, an meiner stelle, ins protokoll schreiben würden um das strafmildernt ausfallen zu lassen. Ich bin vorher nie Auffällig gewesen was Drogen oder andere Dinge betrifft. Zu meiner Konsumgewohnheiten/historie wurde nichts gefragt und, wie bereits erwähnt, kein Test in irgendeiner Form verlangt.

    Da ich nicht unbedingt kiffen muss, habe ich auch seit dem Vorfall nichts mehr geraucht und werde das in absehbarer Zeit wohl auch nicht mehr machen.

    Wichtig für mich ist die Frage, wer meldet den Vorfall der Führerscheinstelle: Die Polizei oder die Staatsanwaltschaft? und... wird diese Meldung generell gemacht oder liegt das quasi im ermessen der Polizei/Staatsanwaltschaft.

    Für den Fall das es so wäre, wenn meine Infos aus meinen Recherchen so stimmen, sprechen wir bei einem ärztlichen Gutachten von einem Screening von einem Jahr? Denn das wär für mich deshalb ein Problem, da ich wegen meiner Arbeit im Sommer unmöglich in 6 stunden in deutschland eine Urinprobe abgeben kann, selbst wenn die negativ sein wird, worüber ich keine Zweifel hätte. Also kurz gesagt kann ich bei der Ausgangslage juristisch dieses Screening umgehen oder ist das unrealistisch.

    @ Rechtsantwalt Cannabis: Auch an Sie vielen Dank für die Antwort. Nein, das ist keine Kleinigkeit, dies ist mir auch bewusst. Danke für das Angebot, ich hoffe nicht das dieser Fall eintritt.

  • #31

    Bukem (Montag, 24 Juli 2017 20:03)

    @Jochen: Ganz grds solltest Du skeptisch werden, wenn Polizisten mit den Augen zwinkern. Ob nun überhaupt ein äG kommt, bleibt ja erstmal abzuwarten, auch wenn Herr Schüller ganz bestimmt recht hat, wenn er sagt, dass es wahrscheinlich ist.
    Nach den sog MiStra Mitteilungen erfolgt, glaube ich, erst nach Abschluss strafrechtlicher Mitteilungen durch die StA die Mitteilungen an die FS-Behörde. Kann aber gut sein, dass nach irgendeiner Owi-Vorschrift auch die Polizei schon vorab eine Mitteilung macht. Grds spielt ja die Zeit für dich. vermutlich kann, so meine Hoffnung, das screening auch von einem Schweizer Arzt gemacht werden? Am besten fragst mal Herrn Schüller direkt per mail

  • #32

    Henry (Sonntag, 22 Oktober 2017 23:02)

    Hallo,
    bei mir steht bald die MPU an, wenn nichts dazwischen kommt. Ich bin jetzt in der Vorbereitung und habe festgestellt, dass ich ein Problem damit habe, wie ich meine Geschichte beim Psychologen "präsentieren" soll. Also erzähl mal wie es ist: Ich habe seit Anfang 2010 täglich 4 bis 5 kleine / mittelgroße Joints geraucht. Also ich hab eine Zigarette zerbröselt dazu etwas Gras mit hohem THC Gehalt gemischt und das ganze in 2-3 Blättchen eingerollt. Ich hab das nie abgewogen und kann nicht einschätzen wieviel Gras ich am Tag geraucht habe. Aber was ich sagen kann: Habe immer nur nach der Arbeit geraucht also ab 17.30 und den letzten nachts um 1 - 3 Uhr. So.. Ich wurde dann im Juli 2014 nachmittags (also ca. 12 Stunden nach dem letzten Joint) beim Führen eine Kfz erwischt, mit zur Wache genommen, erst Urintest, dann Blutentnahme mit richterlicher Anordnung. Auto musste ich dann stehen lassen. Die Laborergebnisse kamen dann auch bald: 2,5 ng/ml und THC-COOH 205,1.

    Was kann ich da jetzt draus machen ? Bin ich wegen der Werte automatisch in D2 fortgeschrittene Drogenproblematik oder wäre auch D3 Drogengefährdung ohne Anzeichen einer fortgeschrittenen Drogenproblematik realistisch ?
    Oder anders gefragt, wenn ich dem erzähle, dass ich 4 Jahre täglich mehrere Joints geraucht habe, dann wird er mich in D2 kategorisieren oder..also könnte ich es glaubhaft machen, dass ich vielleicht nur einige Monate täglich geraucht habe ? Oder würde das keinen Unterschied machen weil süchtig ist süchtig, egal ob 6 Monate oder 4 Jahre ? Ist süchtig überhaupt der richtige Begriff oder war ich abhängig ? Und ist es normal, das man nach 12 Stunden noch so einen hohen Aktivwert von 2,5 hat ?

  • #33

    Rechtsanwalt Schüller (Montag, 23 Oktober 2017 15:47)

    @ Drogengefährdung dürfte die richtige Kategorisierung sein, die Lösungskriterien für diese Anlassgruppe können Sie hier nachlesen:

    https://www.strafverteidiger-schueller.de/schwerpunkte/fahrerlaubnisrecht/mpu-gutachten-idiotentest-bestehen-anleitung-fahrerlaubnis-f%C3%BChrerschein/

    Sinnvoll ist natürlich anzugeben, dass Sie keine anderen BtM genommen haben.

    Ihre Werte beweisen aus Sicht der Fahrerlaubnisbehörde den Dauerkonsum. Der aktive Wert von 2,5 ng/ml THC ist nach 12 Stunden nicht hoch, das ist auch bei gelegentlichen Konsumenten von Cannabis eher normal als ungewöhnlich, gerade bei den starken Cannabis Sorten heutzutage. Allerdings machen Sie sich meines Erachtens ein wenig zuviel Sorge um die richtige Kategorisierung. Wichtiger ist aber der Nachweis der Aufarbeitung durch einen Verkehrspsychologen. Es ist essentiell, dass Sie die Gründe für Ihren Konsum benennen können und dem Gutachter überzeugen können, wie Sie jetzt zB mit Stress umgehen (gehe jetzt zum Sport anstatt zu Kiffen). Wenn der Vortrag dann noch mit den Erfordernissen aus meinem Skript angedickt wird, dann stehen die Chancen gut auf eine positive MPU. Sie brauchen einen Abstinenznachweis für ein Jahr, eine günstige Prognose seitens des Verkehrspsychologen und -das ist das wichtigste- Sie müssen selber erkannt haben, dass täglicher Konsum nicht sinnvoll ist und Ihre Probleme nicht löst. Mir kann man erzählen, was man will: Auf Dauer ist Gras nicht gut für den Kopf (ja ich weiß, Alkohol auch nicht und Zigaretten auch nicht).

    Ich würde dem Gutachter bei der Befundlage allerdings nicht sagen, dass ich über den Tag verteilt mehrere Joints geraucht hätte (also quasi immer -je nach Sorte- high oder stoned war), sondern dass ich abends und nur abends gekifft hätte. Das nimmt der Sache die Schärfe. Ein "ich konnte damit besser einschlafen, die Einschlafprobleme habe ich jetzt aber durch autogenes Training und viel Kraftsport (wenn Sie eher unsportlich sind = durch Laufen, wenn Sie noch unsportlicher sind = durch Spaziergänge) in den Griff bekommen hört sich besser an als: "Ich habe von morgens bis abends gekifft, hatte keinen Job und war die letzten 6 - 7 Jahre eigentlich immer breit, weil ich sonst keine Lebensinhalte hatte.

    Es geht weniger um die Einordnung in die richtige Kategorie sondern vielmehr darum, dass Sie dem Gutachter klar verklickern können, dass Ihr Leben jetzt eine neue Ausrichtung hat. Dazu gehören Arbeit, Sport etc.

    Es gibt einen Grund für die Wahl, sich jahrelang im Rauschzustand zu verstecken. Und diesen Grund müssen Sie benennen können. Und diese wunde Stelle muss aufgearbeitet worden sein. Nachweislich durch psychologische Hilfe. Ich habe keine Ahnung, was dem Gutachter über Ihre Suchthistorie bekannt ist (was also aktenkundig ist). Wenn sich die Kifferei seit 2010 nicht aus der Akte ergibt, würde ich das auch nicht so erwähnen, sondern den Zeitraum kürzer fassen. Aber das ist das, was ich machen würde.

    Ohne genaue Aktenkenntnis ist das schwer. Auch weiß ich nicht, was Sie zur Vorbereitung so gemacht haben. Ich kann mir kein Bild von Ihnen machen, weiß nichts über damals und heute bzgl Ihres Lebens. Ich schicke meine Mandanten gerne zu Psychologen und auch Sozialarbeitern, damit ich mir anhand deren Erkenntnisse ein Bild machen kann, wie weit Sie sind und wo noch Bedarf besteht...

    Wenn ich mir die Sache mal genauer anschauen soll, schreiben Sie mir bitte eine Mail, danke.

  • #34

    Henry (Dienstag, 24 Oktober 2017 00:14)

    Okay vielen Dank, da wollte ich mich ohnehin schon einlesen.

    Ich habe keine anderen BTM genommen, auch kein Alk oder Zigaretten. Und ich bin tatsächlich angefangen viel zu wandern (mehrere Stunden in der Woche) und Laufe gelegentlich. Ausserdem fahre ich viel Rad, mache Yoga und auch leichtes Zirkeltraining und etwas Hanteltraining.
    Andererseits bin ich letztes Jahr arbeitslos geworden und lebe sehr zurückgezogen, habe auch privat fast keine sozialen Bindungen oder Beziehungen.
    Aber immerhin habe ich anfang des Jahres eine kleine Firma gegründet, die mir auch schon einen 4 stelligen Betrag eingebracht hat. Und ich bin ausserdem seit einem Jahr sehr (relativ) kreativ: Video- und Bildbearbeitung, 3D Modeling, Webdesign, Javascript Programmierung.

    Ich habe nur eine Stunde bei einer Verkehrspychologin genommen, ansonsten bereite ich mir nur mit Büchern und dem Internet vor und denke viel über die Sitution udn deren Ursachen nach. Reicht das ? Oder besteht man nur, wenn man eine Bescheinigung über Vorbereitungskurse vorlegen kann ?

    Ich schreibe parallel hierzu eine Nachricht, die ich Ihnen (morgen) zukommen lasse. Vielen Dank für das Angebot und für diese hilfreiche Seite.

  • #35

    Dominik (Freitag, 10 November 2017 13:57)

    Hallo Herr Schüler,
    Heute bekam ich die Post von meinem geschilderten Fall (siehe oben: 24.05.17). Wie bereits befürchtet liege ich über dem Grenzwert.
    Die Analyse hat folgende Werte ergeben:
    THC: 1,7ng/mL, Hydroxy- THC: 0,9 ng/mL, THC- Carbonsäure: 10 ng/mL

    Der THC-COOH Wert scheint mir gering. Ich gehe weiterhin von einer Geldbuße und zwei Punkten in Flensburg aus.
    Mit was muss ich die Tage rechnen?

    Vielen Dank im Voraus,
    liebe Grüße
    Dominik

  • #36

    Bukem (Freitag, 10 November 2017 16:56)

    @Dominik: Du hast die Ordnungswidrigkeit erfüllt, also gibt es ein Fahrverbot, Punkte, Bußgeld.
    Ich habe jetzt nicht alles von dir vorher nachlesen können, Angaben zum Konsum hattest du aber nicht getroffen?
    Dann kommt recht sicher die Ladung zum ärztlichen Gutachten hinterher

  • #37

    Bukem (Freitag, 10 November 2017 16:58)

    @Dominik, zu früh auf senden gekommen..heißt für Dich: Die Hälfte der Voraussetzungen zum Entzug der FE liegen bereits vor. Sollte jetzt noch der gelegentliche Konsum nachgewiesen werden, kann die FE entzogen werden.
    Also nicht mehr konsumieren, hoffe auch, dass du das seitdem nicht mehr getan hast

  • #38

    Dominik (Freitag, 10 November 2017 19:13)

    Danke Bukem für die schnelle Antwort,
    Habe meine Aussage verweigert. Muss ich trotzdem mit dem ÄG rechnen?
    Grüße
    Dominik

  • #39

    Bukem (Freitag, 10 November 2017 19:51)

    @Dominik: Ja, grade dann soll ja ermittelt werden, ob du weiter konsumierst.

  • #40

    Dominik (Dienstag, 21 November 2017 14:34)

    Hallo Bukem,
    habe heute Post von der Kreisverwaltung bekommen. Mir soll die Fahrerlaubnis sofort entzogen werden. Das Trennungsvermögen ist mit einer THC - Konzentration von 1,7 ng/ml erwiesen.
    Was mich etwas verwundert, das mir direkt ein gelegentlicher Konsum aufgrund von 10 ng/mL unterstellt wird. Also keine Möglichkeit eines ÄGs eingeräumt wird.
    Ich habe Zeit mich im Rahmen einer Anhörung bis zum 30.11 zu äußern.
    Wie soll ich mich verhalten?

    Vielen Dank im Voraus,
    Grüße
    Dominik

  • #41

    Dominik (Dienstag, 21 November 2017 14:35)

    Sorry, meinte natürlich fehlendes Trennungsvermögen.

  • #42

    Bukem (Dienstag, 21 November 2017 19:19)

    @Dominik: Sofort zu einem entsprechend möglichst kompetenten Anwalt in diesem Bereich. Zufällig arbeitet Herr Schüller bundesweit.
    Ja, ein Anwalt kostet Geld, ja, einen Erfolg kann dir niemand seriöserweise versprechen, aber sofern du deine FE magst und behalten möchtest aus verschiedenen beruflichen und privaten Gründen, hilft jetzt nur noch ein Anwalt. Und nicht irgendein Blender

  • #43

    Dominik (Dienstag, 21 November 2017 19:38)

    Danke Bukem, werde Herrn Schüller umgehend eine Mail schicken mit dem Brief als Anhang. Ich brauche meinen FE und ein Spezialist an meiner Seite ist da mit Sicherheit das Richtige!

  • #44

    Bukem (Sonntag, 26 November 2017 09:36)

    @Dominik: Viel Erfolg!