Rechtsanwalt und Strafverteidiger

 

Björn Schüller

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Generelles  

Bupropion gehört chemisch gesehen zu der Gruppe der Amphetamine. Es wird vor allem bei Depressionen, aber auch zur Raucherentwöhnung eingesetzt. In der Praxis wird es auch bei ADHS eingesetzt, eine Zulassung als Medikament für diesen Bereich gibt es aber nicht.

Rechtliches

 

Bupropion unterliegt nicht dem BtMG, es unterliegt im Bereich des Dopings auch nicht mehr der aktuellen WADA -Liste.

 

Das bedeutet, das Spitzensportler es einsetzen können, ohne Gefahr zu laufen, mit der Doping-Behörde Probleme zu bekommen. Da sich die Liste aber schnell ändert, sollten betroffene Personen die Liste selber prüfen, ob es diesbezüglich zu Veränderungen gekommen ist.

 

Im Hinblick auf die Fahrerlaubnis kann es vorkommen, dass aufgrund der chemischen Verwandschaft zum Amphetamin bei einem Drogentest ein positives Ergebnis auf Amphetamin angezeigt wird - die Fahrerlaubnis wird dann aber natürlich erhalten bleiben, wenn das vernünftig aufgeklärt wird.

 

Szenenamen  

Aufnahme

Oral

Wirkung

Angeblich gute Wirksamkeit bei erhöhter körperlicher und psychischer Ermüdbarkeit. Bei der Raucherentwöhnung kommt es bei der Behandlung der Patienten zu ähnlich guten Resultaten wie bei der Behandlung mit Nikotinpflastern.

Risiken

Als Nebenwirkungen konnten oft Mundtrockenheit, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Konzentrations- störungen und Angstzustände beobachtet werden. Ab Einnahme von ca. 600 mg des Wirkstoffs/Tag steigt das Krampfanfall-Risiko deutlich an. Ebenso kann der Wirkstoff latente Psychosen auslösen. Vorsicht ist ebenfalls bei Personen mit Magersucht geboten, da dieses Medikament als Nebenwirkung eine Gewichtsabnahme nach sich zieht. Bupropion darf auf keinen Fall zusammen mit MAO-Hemmern eingenommen werden.

LD 50 (=tödliche Dosis)

 544 mg pro KG (Tierversuch Maus)
Gegengifte  

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Kommentare: 13
  • #1

    CAP (Dienstag, 14 Januar 2020 23:37)

    Hallo , ich würde gerne Busfahrer werden , im Internet steht das der Drogentest bei Bupropin positiv ausfallen kann , bei der Medizinischen Untersuchung . Wie gehe ich damit um , oder setze ich das Medikament vorher ab ?

  • #2

    Dominic (Donnerstag, 13 Februar 2020 23:44)

    So ein Schwachsinn habe ich schon lange nicht mehr gelesen.

    Buprenorphin ist ein stark wirksames Schmerzmittel aus der Gruppe der Opioide, das zur Behandlung ausgeprägter Schmerzen eingesetzt wird. Es gilt im höheren Alter aufgrund seines guten Sicherheitsprofils als Mittel der ersten Wahl zur Behandlung starker chronischer Schmerzen


    Ich glaube, da hat jemand buprenorphin mit Amphetamine verwechselt.

  • #3

    KayMedicheck (Freitag, 14 Februar 2020 23:47)

    Hey Domenic
    Wer lesen kann ist klar im Vorteil
    Dieser Artikel handelt von Elontril (Bupropion) und nicht und nicht von dem dir beschriebenen nsmentlich ähnlichen Schmerzmittel.
    LG

  • #4

    Gina (Freitag, 01 Mai 2020 19:41)

    Ja immer diese Klugscheißer � Bubropion ist gegen Depressionen bzw. zur Raucherentwöhnung und kann durchaus zu einen positiven Drogentest führen.

  • #5

    Rechtsanwalt Schüller (Samstag, 02 Mai 2020 12:20)

    Bleiben Sie doch mal entspannt. Fehler können doch immer passieren. Wenn das falsch ist, kann es gerne korrigiert werden. Heutzutage gibt es offenbar auch keine Kritik mehr, die nicht mit Beleidigungen gepaart ist. Sonderbar. Und irgendwie spaßbefreit.

  • #6

    Denny (Montag, 11 Mai 2020 17:48)

    Mein Arzt meinte das Elontril überspitzt gesehen wie Kokain wirkt?Hatte bisher immer Citalopram aber aus gegebenen Anlass muss ich jetzt umsteigen!Hat das Auswirkungen beim Auto fahren?

    Will ja nicht zu gedröhnt durch die Gegend fahren.

  • #7

    Holger (Freitag, 15 Mai 2020 22:21)

    Denny Dein Arzt muss es ja wissen ... da kann ich jetzt wohl elontril am Bahnhof aber kaufen ??? Son Quatsch weiß nicht wie Dein Arzt das Vergleichen kann ??? Ich bin froh, dass es mir in der Depression Antrieb gibt , wenn ich jetzt meiner Ärztin sagen würde das ich laut Deinem Arzt mir morgens auch erstmal Kokain reinpfeifen könnte fällt die vom Glauben ab . Es gibt seltsame Ärzte ! Einer Preiste mir mal Venlaflaxin als den Daimler unter den Psychopharmaka an ... kurze Zeit später stand ich davon vorm Zug ... und der Arzt schrie mich am Morgen danach noch an, was mir einfällt ohne Termin in seiner Praxis aufzutauchen! Ich saß auf der Treppe und war soo fertig überhaupt die Nacht überlebt zu haben ...heute frag ich mich , was sich einige Ärzte so reinpfeifen , wenn Sie alles so genau wissen wollen ???

  • #8

    Holger (Mittwoch, 20 Mai 2020 19:50)

    Denny sorry Dein Arzt ist fachlich wie Trump in der Politik ! Wer Elontril mit Koks vergleicht hat seine Praxis wohl eher unter ner Bahnhofsbrücke oder vertickt Pillen aus seinem Bauchladen. Hab heute mit meiner langjährig Psychatrie erfahrenen Stationsleiterin gesprochen, selbst Elontril mit Amphetamin auf eine Stufe zu stellen ist falsch. Sagt Sie ! Da steht also soviel Mist im Netz, womit Dein Arzt wohl noch durchs Studium kommen will. Mein Tip such Dir eine Praxis wo Du nicht der einzigste Patient mit Psychopharmaka per Rezept bist ! Und Auto fahren kann ich mit Elontril super , und zugedröhnt bin ich von Bupropionhydrochlorid auch nicht ! LG und einen schönen Feiertag ! Wollte das hier nochmal deutlich klarstellen !

  • #9

    Stady (Donnerstag, 25 Juni 2020 14:24)

    Mal ein Zitat zu zu Bupropion aus der Deutschen Apothekerzeitung ( ich geh mal davonlaufen, dass die wissen was sie da schreiben ^^ )
    „ Während ein oraler Missbrauch von Bupropion (z. B. Elontril®) als unwahrscheinlich angesehen wird, kommt der nasalen Applikation besondere Bedeutung zu [17]. Der hierbei erzeugte Effekt wird als Kokain-ähnlich beschrieben und mit der Umgehung des First-pass-Effekts begründet, wodurch erhöhte Plasma-Konzentrationen erzielt werden. Bupropion ähnelt strukturell den Amphetaminen und endogenen Monoaminen und inhibiert die Wiederaufnahme von Dopamin und Norepinephrin bzw. potenziert die dopaminerge Neurotransmission.“

    Für mich steht da klar, dass Bupropion ganz gerne mal zweckentfremdet wird. Ich habe es heute verschrieben bekommen und bin mich deswegen gerade am schlau lesen. Da ich ehemalige Drogensüchtige bin hat meine Ärztin mich klar vor dem Mißbrauch gewarnt. Das hätte sie nicht getan wenn es diesen nicht geben würde ;)

  • #10

    Michel Ka (Donnerstag, 23 Juli 2020 21:06)

    Also ich beschreibe mal nur was ich täglich mit einen Menschen erlebe, der Bupropion Missbraucht > ihm wurde von seiner Psychiaterin trotz langjährigen Drogenmissbrauch und bestehender Bipolaritat sowie Neigung zu Psychosen Bupropion verschrieben!? Was mir grob fahrlässig erscheint! Gleich zu Beginn der Behandlung hat er mehr als die 3 fache Tagesdosis eingenommen > mit dem Ergebnis, dass er ein paar Stunden nach Einnahme mein Zimmer verlassen wollte > leider durch den Kleiderschrank und nicht durch die Tür �
    Seit Beginn des Corona Shutdowns schnupft er es jetzt > leider kann ich nicht sagen wie viel, da er mich nach 5 jähriger enger Freundschaft > zwischen uns passte kein Blatt Papier < nach und nach zu seinen Erzfeind und Objekt seines ganzen aufgestauten Hasses machte, sodass er mich einfach nur zerstören will!
    Ich selbst habe jahrzehntelange Drogenerfahrung - doch so etwas habe ich noch nie erlebt! Ich kenne diese Person nicht mehr und dann behauptet er immer dass er 100%LG Clean sei. Jetzt verhält er sich auch anderen Personen gegenüber mehr als merkwürdig und mein Arzt denkt dass er in einer Psychose steckt!?
    Nun frag ich mich ob das alles auch ohne Bupropion so gekommen wäre?

  • #11

    Ben (Dienstag, 18 August 2020 17:14)

    @Dominic
    Da hast du dich wirklich komplett verlesen. Der Artikel behandelt den Wirkstoff Bupropion, der zur Stoffgruppe der Amphetamine gehört, und nicht das Opioid Buprenorphin.
    LG

  • #12

    Ben (Freitag, 21 August 2020 14:30)

    Sehr geehrter Herr Schüller,

    ich gehe mal davon aus, dass im Falle einer positiven Urinprobe (auf Amphetamin) nach Bupropioneinnahme, zwangsläufig ein Bluttest seitens der Polizeibeamten durchgeführt werden wird. Kann denn in der Blutanalyse zwischen Bupropion und Amphetamin unterschieden werden? Denn andernfalls käme es ja zum Verlust der Fahrerlaubnis durch Einnahme eines legalen, verschriebenen Medikaments.

    Viele Grüße

  • #13

    Rechtsanwalt Schüller (Freitag, 21 August 2020 21:21)

    @Ben:

    Wenn das falsch positive Ergebnis einer Blutprobe durch ein legal verschriebenes Medikament erklärbar ist, wird sich in der Regel die Entziehung der FE vermeiden lassen. Gleiches gilt auch für ein Verfahren wegen § 24 a StVG.