Rechtsanwalt und Strafverteidiger

 

Björn Schüller

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Generelles  

Bupropion gehört chemisch gesehen zu der Gruppe der Amphetamine. Es wird vor allem bei Depressionen, aber auch zur Raucherentwöhnung eingesetzt. In der Praxis wird es auch bei ADHS eingesetzt, eine Zulassung als Medikament für diesen Bereich gibt es aber nicht.

Rechtliches

 

Bupropion unterliegt nicht dem BtMG, es unterliegt im Bereich des Dopings auch nicht mehr der aktuellen WADA -Liste.

 

Das bedeutet, das Spitzensportler es einsetzen können, ohne Gefahr zu laufen, mit der Doping-Behörde Probleme zu bekommen. Da sich die Liste aber schnell ändert, sollten betroffene Personen die Liste selber prüfen, ob es diesbezüglich zu Veränderungen gekommen ist.

 

Im Hinblick auf die Fahrerlaubnis kann es vorkommen, dass aufgrund der chemischen Verwandschaft zum Amphetamin bei einem Drogentest ein positives Ergebnis auf Amphetamin angezeigt wird - die Fahrerlaubnis wird dann aber natürlich erhalten bleiben, wenn das vernünftig aufgeklärt wird.

 

Szenenamen  

Aufnahme

Oral

Wirkung

Angeblich gute Wirksamkeit bei erhöhter körperlicher und psychischer Ermüdbarkeit. Bei der Raucherentwöhnung kommt es bei der Behandlung der Patienten zu ähnlich guten Resultaten wie bei der Behandlung mit Nikotinpflastern.

Risiken

Als Nebenwirkungen konnten oft Mundtrockenheit, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Konzentrations- störungen und Angstzustände beobachtet werden. Ab Einnahme von ca. 600 mg des Wirkstoffs/Tag steigt das Krampfanfall-Risiko deutlich an. Ebenso kann der Wirkstoff latente Psychosen auslösen. Vorsicht ist ebenfalls bei Personen mit Magersucht geboten, da dieses Medikament als Nebenwirkung eine Gewichtsabnahme nach sich zieht. Bupropion darf auf keinen Fall zusammen mit MAO-Hemmern eingenommen werden.

LD 50 (=tödliche Dosis)

 544 mg pro KG (Tierversuch Maus)
Gegengifte  

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Kommentare: 25
  • #1

    CAP (Dienstag, 14 Januar 2020 23:37)

    Hallo , ich würde gerne Busfahrer werden , im Internet steht das der Drogentest bei Bupropin positiv ausfallen kann , bei der Medizinischen Untersuchung . Wie gehe ich damit um , oder setze ich das Medikament vorher ab ?

  • #2

    Dominic (Donnerstag, 13 Februar 2020 23:44)

    So ein Schwachsinn habe ich schon lange nicht mehr gelesen.

    Buprenorphin ist ein stark wirksames Schmerzmittel aus der Gruppe der Opioide, das zur Behandlung ausgeprägter Schmerzen eingesetzt wird. Es gilt im höheren Alter aufgrund seines guten Sicherheitsprofils als Mittel der ersten Wahl zur Behandlung starker chronischer Schmerzen


    Ich glaube, da hat jemand buprenorphin mit Amphetamine verwechselt.

  • #3

    KayMedicheck (Freitag, 14 Februar 2020 23:47)

    Hey Domenic
    Wer lesen kann ist klar im Vorteil
    Dieser Artikel handelt von Elontril (Bupropion) und nicht und nicht von dem dir beschriebenen nsmentlich ähnlichen Schmerzmittel.
    LG

  • #4

    Gina (Freitag, 01 Mai 2020 19:41)

    Ja immer diese Klugscheißer � Bubropion ist gegen Depressionen bzw. zur Raucherentwöhnung und kann durchaus zu einen positiven Drogentest führen.

  • #5

    Rechtsanwalt Schüller (Samstag, 02 Mai 2020 12:20)

    Bleiben Sie doch mal entspannt. Fehler können doch immer passieren. Wenn das falsch ist, kann es gerne korrigiert werden. Heutzutage gibt es offenbar auch keine Kritik mehr, die nicht mit Beleidigungen gepaart ist. Sonderbar. Und irgendwie spaßbefreit.

  • #6

    Denny (Montag, 11 Mai 2020 17:48)

    Mein Arzt meinte das Elontril überspitzt gesehen wie Kokain wirkt?Hatte bisher immer Citalopram aber aus gegebenen Anlass muss ich jetzt umsteigen!Hat das Auswirkungen beim Auto fahren?

    Will ja nicht zu gedröhnt durch die Gegend fahren.

  • #7

    Holger (Freitag, 15 Mai 2020 22:21)

    Denny Dein Arzt muss es ja wissen ... da kann ich jetzt wohl elontril am Bahnhof aber kaufen ??? Son Quatsch weiß nicht wie Dein Arzt das Vergleichen kann ??? Ich bin froh, dass es mir in der Depression Antrieb gibt , wenn ich jetzt meiner Ärztin sagen würde das ich laut Deinem Arzt mir morgens auch erstmal Kokain reinpfeifen könnte fällt die vom Glauben ab . Es gibt seltsame Ärzte ! Einer Preiste mir mal Venlaflaxin als den Daimler unter den Psychopharmaka an ... kurze Zeit später stand ich davon vorm Zug ... und der Arzt schrie mich am Morgen danach noch an, was mir einfällt ohne Termin in seiner Praxis aufzutauchen! Ich saß auf der Treppe und war soo fertig überhaupt die Nacht überlebt zu haben ...heute frag ich mich , was sich einige Ärzte so reinpfeifen , wenn Sie alles so genau wissen wollen ???

  • #8

    Holger (Mittwoch, 20 Mai 2020 19:50)

    Denny sorry Dein Arzt ist fachlich wie Trump in der Politik ! Wer Elontril mit Koks vergleicht hat seine Praxis wohl eher unter ner Bahnhofsbrücke oder vertickt Pillen aus seinem Bauchladen. Hab heute mit meiner langjährig Psychatrie erfahrenen Stationsleiterin gesprochen, selbst Elontril mit Amphetamin auf eine Stufe zu stellen ist falsch. Sagt Sie ! Da steht also soviel Mist im Netz, womit Dein Arzt wohl noch durchs Studium kommen will. Mein Tip such Dir eine Praxis wo Du nicht der einzigste Patient mit Psychopharmaka per Rezept bist ! Und Auto fahren kann ich mit Elontril super , und zugedröhnt bin ich von Bupropionhydrochlorid auch nicht ! LG und einen schönen Feiertag ! Wollte das hier nochmal deutlich klarstellen !

  • #9

    Stady (Donnerstag, 25 Juni 2020 14:24)

    Mal ein Zitat zu zu Bupropion aus der Deutschen Apothekerzeitung ( ich geh mal davonlaufen, dass die wissen was sie da schreiben ^^ )
    „ Während ein oraler Missbrauch von Bupropion (z. B. Elontril®) als unwahrscheinlich angesehen wird, kommt der nasalen Applikation besondere Bedeutung zu [17]. Der hierbei erzeugte Effekt wird als Kokain-ähnlich beschrieben und mit der Umgehung des First-pass-Effekts begründet, wodurch erhöhte Plasma-Konzentrationen erzielt werden. Bupropion ähnelt strukturell den Amphetaminen und endogenen Monoaminen und inhibiert die Wiederaufnahme von Dopamin und Norepinephrin bzw. potenziert die dopaminerge Neurotransmission.“

    Für mich steht da klar, dass Bupropion ganz gerne mal zweckentfremdet wird. Ich habe es heute verschrieben bekommen und bin mich deswegen gerade am schlau lesen. Da ich ehemalige Drogensüchtige bin hat meine Ärztin mich klar vor dem Mißbrauch gewarnt. Das hätte sie nicht getan wenn es diesen nicht geben würde ;)

  • #10

    Michel Ka (Donnerstag, 23 Juli 2020 21:06)

    Also ich beschreibe mal nur was ich täglich mit einen Menschen erlebe, der Bupropion Missbraucht > ihm wurde von seiner Psychiaterin trotz langjährigen Drogenmissbrauch und bestehender Bipolaritat sowie Neigung zu Psychosen Bupropion verschrieben!? Was mir grob fahrlässig erscheint! Gleich zu Beginn der Behandlung hat er mehr als die 3 fache Tagesdosis eingenommen > mit dem Ergebnis, dass er ein paar Stunden nach Einnahme mein Zimmer verlassen wollte > leider durch den Kleiderschrank und nicht durch die Tür �
    Seit Beginn des Corona Shutdowns schnupft er es jetzt > leider kann ich nicht sagen wie viel, da er mich nach 5 jähriger enger Freundschaft > zwischen uns passte kein Blatt Papier < nach und nach zu seinen Erzfeind und Objekt seines ganzen aufgestauten Hasses machte, sodass er mich einfach nur zerstören will!
    Ich selbst habe jahrzehntelange Drogenerfahrung - doch so etwas habe ich noch nie erlebt! Ich kenne diese Person nicht mehr und dann behauptet er immer dass er 100%LG Clean sei. Jetzt verhält er sich auch anderen Personen gegenüber mehr als merkwürdig und mein Arzt denkt dass er in einer Psychose steckt!?
    Nun frag ich mich ob das alles auch ohne Bupropion so gekommen wäre?

  • #11

    Ben (Dienstag, 18 August 2020 17:14)

    @Dominic
    Da hast du dich wirklich komplett verlesen. Der Artikel behandelt den Wirkstoff Bupropion, der zur Stoffgruppe der Amphetamine gehört, und nicht das Opioid Buprenorphin.
    LG

  • #12

    Ben (Freitag, 21 August 2020 14:30)

    Sehr geehrter Herr Schüller,

    ich gehe mal davon aus, dass im Falle einer positiven Urinprobe (auf Amphetamin) nach Bupropioneinnahme, zwangsläufig ein Bluttest seitens der Polizeibeamten durchgeführt werden wird. Kann denn in der Blutanalyse zwischen Bupropion und Amphetamin unterschieden werden? Denn andernfalls käme es ja zum Verlust der Fahrerlaubnis durch Einnahme eines legalen, verschriebenen Medikaments.

    Viele Grüße

  • #13

    Rechtsanwalt Schüller (Freitag, 21 August 2020 21:21)

    @Ben:

    Wenn das falsch positive Ergebnis einer Blutprobe durch ein legal verschriebenes Medikament erklärbar ist, wird sich in der Regel die Entziehung der FE vermeiden lassen. Gleiches gilt auch für ein Verfahren wegen § 24 a StVG.

  • #14

    Alicija (Mittwoch, 02 Dezember 2020 11:00)

    Erstmal Guten Morgen Miteinander,

    Ich nehme das Medikament nun seit 7 Tagen auf der höchsten Dosis. Leider wirkt es (noch) nicht. ABER was man eben nicht erwarten sollte ist, dass Antidepressiva alle Probleme lösen. Natürlich soll es einem irgendwie Antrieb verschaffen, und naja immerhin, habe ich seit ewiger Zeit einmal wieder den Elan gehabt, mir etwas gesundes zu kochen. Ja, und frühstück mache ich mir auch wieder seit langem.
    Nun gut, von Nebenwirkungen absolut keine Spur.
    Lustigerweise bekomme ich tatsächlich auch Buprenorphin, weil ich im Substitutionsprogramm bin.
    Ja, also um eine Therapie, oder eine Änderung seiner Lebensumstände und/oder der Sichtweise auf die Umstände und das Leben, kommt man nicht herum.

    Und naja selbst als Ex-Junkie kann ich sagen, dass es wirklich traurig ist, wenn man sich Antidepressiva durch die Nase zieht... also Entschuldigung, Ich möchte niemandem zu Nahe treten, aber man sollte zumindest einmal die Packungsbeilage lesen, auf welcher deutlich mehrfach erwähnt wird, dass man die Tablette unzerkaut, unterteilt und so gesagt retardiert einnehmen muss.

    Und wer sich Speed ziehen will, der soll sich das doch einfach kaufen... Entschuldigung dass ich das mal so direkt schreibe. Aber ich schätze mal dass es schon mal ein wenig gesünder ist, als Antidepressiva zu missbrauchen.

    Übrigens zur Info... aus persönlicher Erfahrung kann ich sagen, dass sich das Medikament mit Alkohol nicht verträgt. Man wird wahnsinnig schnell betrunken... aber es ist sehr hinterlistig, weil man dadurch eben dann auch mehr trinken mag. Und ich hatte einen Filmriss von 4 Bier, also bitte aufpassen.

    Liebe Grüße
    Alicija K.

  • #15

    Claus (Freitag, 06 August 2021 00:27)

    Habe seit ich elontril länger geschnupft habe ernsthafte herzbeschwerden.kann jemand dazu etwas sagen?

  • #16

    Bukem: (Freitag, 06 August 2021 00:55)

    @Claus: https://www.apotheken-umschau.de/medikamente/beipackzettel/elontril-150-mg-tabletten-mveraendwirkst-frs-2084774.html
    Typische Nebenwirkung. Finger weg davon

  • #17

    Lena (Montag, 16 August 2021)

    Hey Leute, also wenn man bupropiontabletten zerkleinert und oral einnimmt passiert was?

  • #18

    Rechtsanwalt Schüller (Donnerstag, 19 August 2021 18:01)

    Unzulässige Frage....

  • #19

    Jule S. (Dienstag, 09 November 2021 14:44)

    Sehr geehrter Herr Schüller,

    ich bin einige Jahre nicht mehr Auto gefahren (war in Stadt auch nicht nötig). Nun aber, da ich aufs Land gezogen bin, plane ich, wieder ein Auto zu kaufen und versuche gerade herauszukriegen, ob die Medikamente, die ich inzwischen nehme, da einen Strich durch die Rechnung machen könnten.

    Ich nehme auch Sedativa zur Nacht, würde dann (Vergleich Alkohol getrunken) aber natürlich nicht fahren. Die Frage ist: Wie lange...
    Mein Arzt würde da auf mich vertrauen und grünes Licht geben.
    Nur: Ein Drogentest würde auch nach Tagen noch positiv anschlagen (Tavor), wenn (bei verschriebener und gleichbleibender Dosis, keine Erhöhung - Abgrenzung Sucht) und dann, wenn meine Reaktionsfähigkeit auch nicht mehr eingeschränkt wäre, noch positiv anschlagen.
    Muss ich diese Medikamente erst komplett absetzen, d. h. aufgrund medizinischer Indikation noch auf Autofahren verzichten, auch wenn ich einen objektiven Test z. B. 15 Std nach Einnahme machen würde, der die Reaktionsfähigkeit überprüft (hätte)?

    Ich fürchte, auch wenn hier das Ergebnis zeigen würde, objektiver von Psychologin durchgeführter "Fahrtauglichkeitstest" zur Unterstützung der Selbsteinschätzung, dass es bei einem potentiell immer möglichen Unfall dann heißen würde, ausgelegt würde, als sei die Substanzeinnahme Schuld bzw. ich... mit Entzug Fahrerlaubnis?

    Dasselbe mit der Einnahme durch Elontril/Buprobion morgens.
    Sie schreiben (#13 - bzgl. #12 Bluttest nach positiver Urintestung auf Amphetamin nach Buprobioneinnahme)

    "Wenn das falsch positive Ergebnis einer Blutprobe durch ein legal verschriebenes Medikament erklärbar ist, wird sich in der Regel die Entziehung der FE vermeiden lassen. Gleiches gilt auch für ein Verfahren wegen § 24 a StVG."

    Was heißt "in der Regel"? Wovon kann das abhängen? Oder kann es eben einfach auch manchmal trotz med. Nachweis ohne andere Gründe einen Entzug der FE geben (weil man bei Justiz/Gerichten nie weiß,... z. B. auch ob alle sicher gleich entscheiden)?

    Würde ich mit dem Führen eines Kraftfahrzeugs bei willkürlichem Drogentest oder sogar einem tatsächlichen Unfall meine Fahrerlaubnis unter Einnahme der verschriebenen Medikamente (wie Buprobion) eben doch zumindest erheblich gefährden?

    Auch wenn die Fahrtauglichkeit damit eigentlich mit größter Wahrscheinlichkeit einfach nichts zu tun hätte, weil eben "nur" verschriebenes Antidepressivum (das ich bisher gar nicht diesbzgl. im Blick hatte) bzw. verschriebene Sedativa zur Nacht (Angstlinderung) - mit bewusstem Fahren danach NICHT in einem Zeitraum x (den ich unabhängig von relativ klarer subjektiver Einschätzung + zeitl. Sicherheitspuffer über o. g. Testung noch versuche, objektiv zu überprüfen, ggf. anzupassen oder zu bestätigen).

    Wird es nicht quasi automatisch immer auch mit darauf geschoben, selbst wenn ein Unfall ganz andere Ursachen hätte, die ja leider immer vorkommen können, sei es von meiner Seite und/oder anderen Verkehrsteilnehmern?

  • #20

    Jule S. (Fortsetzung) (Dienstag, 09 November 2021 14:45)

    Ich bin sehr verunsichert.
    Wenn mir deshalb (!) Schuld zugesprochen würde und wirklich einem Menschen etwas passieren würde, hätte ich wohl auch wirklich Schwierigkeiten, das für mich objektiv zu trennen und nicht dazu überzugehen, mir auch deshalb selbst innerseelisch extreme Schuldvorwürfe zu machen.

    Liegt hier Auslegung sehr im Ermessen des Richters?
    Wie klar genügt die Erklärung eines falsch positiven Tests auf Amphetamin bei med. indizierter Einnahme von Buprobion z. B.?
    Oder auch ein Nachweis über grds. Fahrtüchtigkeit - nach nächtl. ebenfalls medizinisch indizierter Einnahme (mit Verschreibung natürlich) von Sedativa - nach einem bestimmten Zeitraum, auch wenn im Blut weiter eine Einnahme zu sehen sein würde, die die Fahrtauglichkeit aber (getestetest) nicht mehr beeinflusst?

    Anscheinend sind es zwei unterschiedliche Problematiken, die im selben Punkt münden.

    Einmal Buprobion, das anscheinend missbraucht werden kann aufgrund von Ähnlichkeit zu Amphetamin bei nicht oraler Einnahme (? Oder auch dann?)
    und das fälschlicherweise als Drogeneinnahme positiv getestet wird.

    Und Tavor, das i. d. R. in jedem Fall auch sedierend wirkt, aber eben bei mir zumindest deutlich spürbar v. a. direkt nach Einnahme - aber auch einige Zeit danach (Vgl. Alkohol).
    Nur wird im Blut danach auch Tage später nicht vergleichbar 0 Promille rauskommen, weil anders verstoffwechselt, länger nachweisbar.

    Aber gibt es hier einen Referenzwert, der juristisch ok wäre?
    Oder ist das nicht abgrenzbar wie bei jemandem, ich sag mal, der Alkohol "gewöhnt ist (nicht medizinische Indikation aber) und deshalb mit, kenne mich nicht aus, vielleicht mit 1 Promille (extrem skzizziert) auch keine Einschränkung spüren würde (insb. in Reaktionsfähigkeit/Situationseinschätzung), wenn es das (wahrscheinlich) in hoffentlich seltenster Ausnahme schon auch gibt.
    Da wird auch nicht weiter differenziert, wie viele Promille bei wem individuell ok.
    Halte ich hier auch absolut für richtig.

    Es gibt keine medizinische Indikation, im Gegenteil...

    Aber gibt es eine Differenzierung auch bei Sedativa (wie anscheinend bei Buprobion), wenn medizinisch notwendig UND Einfluss auf Fahrtauglichkeit nachvollziehbar sehr unwahrscheinlich (Test zuvor schon, um Zeitraum x objektiv zu bestimmen, in dem ich definitiv nicht fahren würde)?

    Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen, weil ich mich genau damit im Moment beschäftige.

    Arzt würde mir Ok geben. Aber was wäre bei Kontrolle UND im hoffentlich nicht eintretenden Fall von Unfall?

  • #21

    Jule S. (Dienstag, 09 November 2021 15:10)

    LD 50 (=tödliche Dosis)

    544 mg pro KG (Tierversuch Maus)



    Naja, das sollte so gut wie nicht "erreicht" werden können. Interessanter Vergleich - mit Maus... (ja klar, geht nicht anders und auch Tierversuch ethisch sehr fraglich)

    Aber: Nehme tgl. 300 mg, seit Jahren. Falsch, habe tgl. 300 mg genommen, bis bei (zufällig mal) gezielter Blutspiegelmessung mein Arzt anrief, dass Wert im toxischen Bereich war...!?
    Daher sofortiges Absetzen und nach 2 Wochen Einstellen auf nur noch 150 mg.

    Woran das liegt, ist völlig unbekannt
    Evtl. Wechselwirkung o. ä. - aber nichts bekannt.
    (Aber keine Sorge, scheint absolute Ausnahme zu sein - müsste ich noch ans PEI melden, die ja Nebenwirkungen überwachen)

    Ich hätte das auch nicht gemerkt. Nur der Bluttest, den (ein anderer Arzt) einfach mal mit gemacht hat, hat das offenbart.

    Weiß nicht, ob hier interessant. Aber vielleicht für den einen oder anderen schon.
    Es heißt ja auch, dass sich auch bei Elontril ein Blutspiegel aufbaut (was mir bis dahin auch nicht klar war wie bei anderen eindeutigen Spiegelmedikamenten) und dass auch bei Elontril wohl noch Wochen nach Einnahme dann diese nachweisbar ist

    (ich spreche absolut nur vom med. indizierten Bereich in Dosis und Einnahmeform; vom anderen habe ich überhaupt keine Ahnung und das interessiert mich auch nicht)

    Was ist dann aber noch der Unterschied zu Sedativa (die ebenfalls Missbrauchspotential haben), vielleicht dass sie tatsächlich und klar spürbar ziemlich sicher vorübergehend wirklich auch Einfluss auf die Fahrtauglichkeit haben

    Elontril (ebenfalls) medizinisch überwacht nicht?
    Ich staune überhaupt über die hier neuen Erkenntnisse, hätte bei Elontril gar nicht damit gerechnet, dass auch das Probleme machen könnte bzgl. Fahrtauglichkeitsfrage UND SOGAR Strafrecht!?

  • #22

    Jule S. (Dienstag, 09 November 2021 16:14)

    Exkurs:
    "Wie lange können Benzodiazepine im Körper nachgewiesen werden?
    Bei einem Urintest lassen sich Benzodiazepine noch drei bis sieben Tage lang nachweisen. Bei einem Bluttest beträgt die Nachweisbarkeit wenige Stunden bis Tage.

    Darf ich unter dem Einfluss von Benzodiazepine Auto fahren?
    Sie dürfen grundsätzlich kein Kfz führen, wenn Ihre Fahrtüchtigkeit eingeschränkt ist. Das gilt auch dann, wenn es sich um ein Medikament handelt, das Benzodiazepine enthält. Illegal ist die Einnahme in nicht geringen Mengen.
    (...)
    Durchschnittlich wirken Benzodiazepine wenige Stunden an und sie lassen sich nach der Einnahme im Blut einige Stunden bis Tage und im Urin drei bis sieben Tage nachweisen. Aber je nach Präparat variieren für Benzodiazepine Wirkdauer oder Nachweisbarkeit der Substanz erheblich.

    Benzodiazepine, wie Diazepam oder Bromazepam, gehören zu den weltweit mit am häufigsten verschriebenen Medikamenten. Allein in Deutschland nehmen durchschnittlich 10 bis 17 Prozent der Bevölkerung innerhalb eines Jahres Benzodiazepine bei Depression, Schlafstörungen oder Unruhe ein.

    (...)

    Darf ich unter dem Einfluss von Benzodiazepinen Auto fahren?
    Wie bereits erklärt, sind einige Benzodiazepine in Medikamenten enthalten. Nun dürfen Sie jedoch grundsätzlich nicht unter dem Einfluss von Medikamenten fahren, die Ihre Fahrtüchtigkeit einschränken. Aus der Rechtsprechung geht hervor, dass der Konsum in nicht geringen Mengen geahndet wird.

    (...)

    Benzodiazepine: Nebenwirkungen und Risiken
    Neben diesen positiven Effekten existieren bei jedem Arzneimittel immer Risiken, dies gilt entsprechend auch für die Benzodiazepine. Eine Nebenwirkung ist beispielsweise eine geminderte Fahrtüchtigkeit.

    Benzodiazepine gehören demnach zu den Medikamenten, die im Straßenverkehr eine hohe Unfallgefahr begründen können und daher nicht vor einer Autofahrt eingenommen werden sollten."



    https://www.bussgeldkatalog.org/benzodiazepine/

    ... sagt auch nicht mehr aus :-/
    WIE LANGE vor einer Autofahrt? Kann ja nicht sein, so lange überhaupt im Blut noch nachweisbar...? Bis 7 Tage?

  • #23

    Bukem (Dienstag, 09 November 2021 18:57)

    @Jule: das ist mit Abstand die längste und vermutlich komplexeste Fragestellung, die ich hier je jemanden habe stellen sehen. Nach mehreren Lese-Versuchen muss ich aufgeben
    Das sprengt inhaltlich absolut jeden Rahmen, da viele Ihrer verschiedenen Fragen so pauschal gar nicht beantwortet werden können, da es hier auf so viele Details des jeweiligen Einfalls ankäme.
    Was und warum nehmen Sie denn überhaupt ein?
    Ich würde Ihnen tatsächlich vorschlagen, sich wg eines zb telefonischen ausführlichen Beratungsgesprächs mit Herrn Schüller direkt in Verbindung zu setzen.
    Dort können all Ihre Fragen beantwortet und Sorgen hoffentlich genommen werden.
    Den entsprechenden Beratungsbedarf haben Sie ganz bestimmt.

    kontakt@strafverteidiger-schueller.de

  • #24

    Sascha (Mittwoch, 02 März 2022 16:11)

    Hallo , ich mache gerade meine MPU und wurde jetzt von meinem Psychiater von citalopram 20 mg auf bupropion 150 mg umgestellt . Werde ich da Probleme bei der MPU bekommen?

  • #25

    Rechtsanwalt Schüller (Mittwoch, 09 März 2022 21:07)

    Das könnte im Hinblick auf https://www.gesetze-im-internet.de/fev_2010/anlage_4.html ein kleines Problem sein. Jedenfalls sollte bei der Gutachterstelle mit offenen Karten diesbezüglich gespielt werden.

    Weswegen wird genau Bupropion verschrieben bei Ihnen? Und warum wurde die MPU angeordnet?