Rechtsanwalt und Strafverteidiger

 

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Generelles  

Das schwarze Bilsenkraut gehört zur Familie der Nachtschattengewächse. Es enthält hochwirksame Tropanalkaloide, darunter Atropin, L-Hyoscyamin und Scopolamin. 

 

Es handelt sich um eine klassische "Hexenpflanze" des Mittelalters, die z.B. Bestandteil von Flugsalben war.

 

Laut Christian Rätsch leitet sich der Begriff "Pilsener" nicht von der Stadt Plzen (Pilsen) ab, sondern von dem Bilsenkraut, welches vor Erlass des deutschen Reinheitsgebots häufig dem Bier beigemischt wurde.

 

Auch heute gibt es noch diverse Brauanleitung für derart psychedelische Biere in der Literatur (vgl. z.B. das Buch "Urbock" von Christian Rätsch).

 

Aufgrund der hohen Toxizität der Pflanzen ist jedoch von einem Konsum -in welcher Form auch immer- des Bilsenkrauts strikt abzuraten.

 

Todesfälle aufgrund von Atemlähmung sind bereits häufiger aufgetreten.

 

Unabhängig davon sollen auch die meist sehr diabolischen und düsteren Inhalte der teilweise über Tage anhaltenden Halluzinationen die meisten Leute davon abhalten, diese Pflanze als Experimetierfeld zu verwenden. Personen, die diese Pflanze zu Rauschzwecken konsumiert haben, verzichten in der Regel aus diesem Grund darauf, es nochmal zu versuchen.

 

Rechtliches

Bilsenkraut unterliegt nicht dem BtMG.  Das Hauptalkaloid Scopolamin unterliegt nach der Anlage I zur AMVV der Verschreibungspflicht. Wenn die Planze oder Teile der Pflanze (etwa getrochnete Blätter und Blüten) zur mißbräuchlichen Verwendung an Mensch und Tier abgegeben werden,  kommt eine Bestrafung nach § 95 Arzneimittelgesetz in Betracht, dies gilt natürlich auch, wenn Arzneimittel ohne Genehmigung vertrieben werden, die diese Substanz enthalten. Dies gilt auch hinsichtlich der einzelnen psychotropen Inhaltsstoffe.

Szenenamen  

Aufnahme

 

Wirkung

Krampflösend, halluzinogen

Risiken

Vergiftungserscheinungen bis zum Tod durch Atemlähmung. Wie immer bei stark psychotropen Stoffen droht auch der Ausbruch latenter Psychosen.

LD 50 (=tödliche Dosis)

Atropin: 435 mg Mensch (oral)

Hyoscyamin: 95 mg pro KG (Tierversuch Maus)

Scopolamin: 1275 mg pro KG (Tierversuch Maus)

Gegengifte