Rechtsanwalt und Strafverteidiger

 

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Generelles  

Die Alraune (Mandragora Officinarum) ist eine seit tausenden von Jahren als Droge verwendete Pflanze aus der Familie der Nachtschattengewächse. In vorchristlicher Zeit wurde die Alraune -natürlich dosisabhängig- als Narkosemittel oder als Aufputschmittel in Kriegen verwendet. Im Mittelalter fand sie als Liebeszauber und Heilmittel Verwendung, häufig mit der Konsequenz, dass die kräuterkundigen Frauen, die z.B. psychotrope Salben herstellten, auf dem Scheiterhaufen landeten. Der Alraunen-Konsum galt in den Hexenprozessen als sicheres Indiz, mit dem Teufel im Bunde zu stehen. Es gibt eine große Mythologie zu dieser Pflanze und ihren Wirkungen. Fest verankert war z.B. der Glaube daran, dass die Alraune genau da wuchsen, wo einst Galgen standen und das Blut, der Harn oder das Sperma der Gehängten in den Boden getropft waren.
Szenenamen / Synonyme  
Rechtliches Die Alraune untersteht nicht dem BtMG, kann aber unter die Verbotsvorschriften des Arzneimittelgesetz fallen, es kommt auf den Verwendungszweck an.

Aufnahme

Die Blätter werden geraucht, es werden Tees v.a. aus der Wurzel der Alraune hergestellt.

Wirkung

Dosisabhängiges Spektrum: Von der Nutzung als Aphrodisiakum bis zu heftigsten, tagelangen Halluzinationen, die oft erotisch eingefärbt sind, auch Flugträume sollen gehäuft vorkommen. Allgemein werden die Rauschzustände nach Konsum der Alraune (selbiges gilt auch für die anderen klassischen Hexenkräutern des Mittelalters wie Stechapfel, Bilsenkraut und Tollkirsche) als düster, dämonisch und verängstigend beschrieben.
Nebenwirkungen

Die enthaltenen Hauptalkaloide der Alraune, Hyoscyamin, Atropin, Mandragonin und v.a. Scopolamin sind allesamt sehr giftige Toxine. Die psychotrop wirksame Dosis liegt bei der Alraune nicht allzuweit von der tödlichen Dosis entfernt. Bereits bei der Aufnahme von 50 mg Scopolamin muss mit einer Atemlähmung und dem Tod durch Ersticken gerechnet werden. Anhand der kaum sicher handzuhaben Dosierung (jede Pflanze enthält z.B. unterschiedlich viele Alkaloide) und der erheblichen Risiken, die mit dem Konsum verbunden sind, muss vor Experimenten mit dieser Pflanze dringend abgeraten werden.

Nachweiszeit  

LD 50 (=tödliche Dosis)