Rechtsanwalt und Strafverteidiger

 

Björn Schüller

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Termine nur nach Vereinbarung!

Hier soll es um ein Thema gehen, dass im Bereich Drogen leider ziemlich allgegenwärtig ist:

 

Der viel zu naive Umgang im Umgang mit modernen oder gar nicht mehr so modernen Kommunikationsmitteln.

 

Eigentlich sollte für jeden klar sein, dass man über seinen Grow oder den bevorstehenden Deal am Wochenende keine Informationen über abhörbare / einsehbare / verfolgbare Kanäle austauscht, oder? Warum sagen ich das?

 

Weil die Leute das offensichtlich nicht in den Kopf kriegen, sei es, weil sie zu naiv sind. Oder zu dumm. Oder beides. Und weil sich ein Großteil der Leute genau wegen diesem Gequatsche und Geschreibe ans Messer liefert. Der restliche Teil hat psychopathische Freundinnen, die in alles eingeweiht sind und nach der Trennung eine Anzeige erstatten, entweder, um es Dir heimzuzahlen oder Dir zu helfen. Oder beides.

 

Man unterhält sich nicht über heikle Dinge am Telefon, man mailt oder skypt nicht und schickt auch keine SMS über solche Dinge. Auch WhatsApp ist ein absolutes Tabu. Ebenso ist Facebook der falsche Ort für sowas. Auch und gerade nicht in verklausulierter Form ("denk an die Schokolade", "Bist Du da?", "Wollen wir ein Bier trinken?"). Wenn Sie dennoch nicht die Finger vom Computer lassen können, sollten Begriffe wie OpenVPN, SSH-Socks5 und Socks5-Zugänge keine böhmischen Dörfer für Sie sein.

 

Eine ziemlich gute Zusammenfassung zum Thema Surfen und Sicherheit finden Sie hier! Sehr lesenswert!

 

Wenn man schon jemand etwas über das Internet mitteilen möchte, kann man ziemlich anonym Nachrichten über diesen Anbieter hier versenden: https://privnote.com/

Hier kann man die Nachricht genau 1 x lesen lassen, danach wird sie automatisch gelöscht. Sie wird weder auf einem Server noch sonstwo gespeichert.

 

Auch muss man davon ausgehen, dass nicht alle Leute im Bekanntenkreis Ihre Vorliebe und den Enthusiasmus etwa für Cannabis und das Growen teilen, sondern sich aus Unwissenheit ernsthafte Sorgen machen. Etwa um Ihr Kind. Und aus dieser vermeintlichen Sorge heraus eine offizielle Meldung machen, ohne abzusehen, welche Lawine sie damit lostreten. 

 

Sie hunderte Bilder Ihres Grows auf dem PC und wissen nicht, was True Crypt ist? Das könnte sich ziemlich nachtteilig für Sie auswirken! Ein guter und anonymer Bilder-Hoster ist www.anony.ws.

 

Sie ghören der Generation Smartphone an und laden fleißig Bilder in das Forum Deiner Wahl, haben aber keine Ahnung davon, dass beim Bildermachen mit diesen unnützen technischen Kram womöglich die GPS-Daten von dem Ort, wo die Bilder gemacht wurden, von jedermann ausgelesen werden können? Das findest Du nicht so gut? Dann lies mal hier genauer nach. Oder noch besser: Verzichte auf GPS-fähige Smartphones. Die Daten kann man aus  den Bildern übrigens mit den Programmen Exifer oder Geostetter entfernen.

 

Überhaupt Handys: Mit diesen kann man ohne weiteres rückwirkend Bewegungsprofile erstellen. Sie können ohne Handy nicht leben und nehmen es überall mit hin, am besten noch an Ihren "streng geheimen" Outdoorspot? Denken Sie nochmal drüber nach, ob das so eine gute Idee ist. Selbst ausschalten hilft im Zweifel nicht weiter.

 

Ohne jetzt hier zu weit auszuholen: Unterschätzten Sie niemals die Risiken, die moderne Medien für Sie mit sich bringen. Wenn man wegen einer SMS, die von einer falschen Person gelesen wurde, plötzlich wieder SIngle ist, ist unschön. Wenn man deswegen in den Knast muss, ist es eine Katastrophe.

 

Wer wissen will, welche Firmen IP´s, IMEI´s und dergleichen wie lange speichert, dem sei diese Übersicht empfohlen.

 

Jeder, der Verantwortung buchstabieren kann, sollte das Risiko seines Tuns auf ein Minimum reduzieren. Wer verschwiegen ist, kriegt seltener Besuch. Seien Sie vorsichtig und unterschätzen Sie niemals die technischen Möglichkeiten der Ermittlungsbehörden und die Anordnungsfreudigkeit von Strafrichtern hinsichtlich technischer Überwachungsmaßnahmen (TÜ-Maßnahmen). Diese Maßnahmen sind Tagesgeschäft. Sie haben im letzten Jahr 20 mal bei Ihrem Hanffachverkäufer angerufen und gefragt, ob er zuhause ist? Dann wunderen Sie sich nicht über eine Hausdurchsuchung und eine Anklage. Ohne Anrufe hat die Polizei weniger Beweise, ist doch recht logisch, oder?

 

Nochmal: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste!

 

 


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