Rechtsanwalt und Strafverteidiger

 

Björn Schüller

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Ärztliches Gutachten beim Verdacht des Konsums von Cannabis

 

Ein nur einmaliger Konsum von Cannabis ohne Zusammenhang mit dem Führen eines Kraftfahrzeugs und ohne das Vorliegen sog. "weiterer Umstände" rechtfertigt nicht die Anordnung eines Drogenscreenings oder gar einer fachärztlichen Untersuchung (ärztliches Gutachten, äG). Ein einmaliger Konsument von Cannabis braucht daher einer Aufforderung zum ärztlichen Gutachten oder zum Screening nicht Folge zu leisten. Dann kann die Fahrerlaubnisbehörde zwar die Fahrerlaubnis entziehen, aber diese Entziehung wird dann vom Verwaltungsgericht (hoffentlich) aufgehoben werden, denn sowohl das BVerfG (in DAR 2002, 405 ff = NJW 2002, 2378 ff) als auch das BVerwG (in DAR 2001, 522 f = NJW 2002, 78 ff.) waren der Meinung, dass der einmalige Konsum von Cannabis ohne Zusammenhang mit dem Führen eines Kraftfahrzeugs und der genannten "weiteren Umstände" keine fahrerlaubnisrechtlichen Maßnahmen der Behörde rechtfertigt.

 

Dieselben Grundsätze gelten für den gelegentlichen Konsum von Cannabis, der fahrerlaubnisrechtlich unbedenklich ist, sobald nicht ein weiterer Umstand wie fehlendes Trennungsvermögen hinzukommt. Kommt eine Fahrerlaubnisbehörde auf die Idee, bei Ihnen eine MPU anzuordnen, weil Sie im Rahmen eines Strafverfahrens wegen des Besitzes von etwa 5 Gramm "Utopia Haze" von Barneys den gelegentlichen Konsum ("am Wochenende rauche ich gerne mal die Bong warm, teste dann gerne mal die Sieger vom High Times Cannabis Cup") zugegeben haben, dann ist diese Anordnung falsch. Solange man trennen kann zwischen dem Konsum und dem Führen eines Kraftfahrzeugs ist man einigermaßen auf der sicheren Seite.

 

Also: Wenn man nur gelegentlicher Konsument von Cannabis ist, droht kein Ungemach. Wenn man aber dazu im Auto abgegriffen wurde und im Blut wenigstens 1,0 ng/ml THC gemessen worden sind, dann fehlt das Trennungsvermögen (=weitere Tatsache) und der Führerschein ist oft nur noch dann zu retten, wenn man bis zur Entscheidung einen Verhaltenswandel im Sinne der Vorbemerkung 3 der Anlage 4 FeV darlegt und auch dokumentiert (sprich: Abstinenznachweise für mehrere Monate und eine abgeschlossene Verkehrstherapie vorlegt). Das ist eine etwas versteckte und häufig übersehene Ausnahmeregelung, die Behörde kann dann von der Entziehung absehen und eine MPU anordnen - allerdings ohne den Führerschein einzuziehen).

 

Nach einigen Stimmen in der Literatur soll die Anordnung eines ärztlichen Gutachtens auch dann rechtswidrig sein, wenn der gelegentliche Konsum zwar bejaht wurde, aber anläßlich einer Blutabnahme bei einer Verkehrskontrolle der aktive THC Wert unter 1,0 ng/ml lag. Der Wert für das fehlende Trennungsvermögen von nur 1,0 ng/ml THC wurde kürzlich etwa vom OVG Münster bestätigt. Ein wissenschaftlich einigermaßen gesicherter gelegentlicher Konsum wird man erst ab 100 ng/ml THC COOH annehmen können, aber auch hier gilt: Hier wird von 10 ng/ml - 100 ng/ml THC COOH alles vertreten. Oder es wird gleich gesagt, dass man gelegentlicher Konsument sei, weil es nicht wahrscheinlich wäre, gleich nach dem ersten Konsum auch noch in eine Verkehrskontrolle zu geraten.

 

 

Das ärztliche Gutachten oder ein Screening kann aber beim Verdacht auf regelmäßigen Konsum angeordnet werden. Aber dieser Verdacht muss schon durch hinreichend durch Tatsachen unterfüttert sein (zB. Auffinden großer Mengen Cannabis bei einer Hausdurchsuchung und die Einlassung zur Verteidigung, man konsumiere selber viel und verkaufe nur, um sich den eigenen Konsum zu finanzieren).

 

Es müssen also ausreichende Anhaltspunkte für die Annahme bestehen, dass die betreffende Person Dauerkonsument (also täglich bzw. beinahe täglich Cannabis konsumiert) ist.

 

Ist der regelmäßige Konsum aber etwa durch das Ergebnis einer Blutprobe bei einer Verkehrskontrollte belegt (dies ist ab 150 ng/ml THC COOH der Fall), dann entfällt die Anordnung des ärztlichen Gutachtens oder eines Screenings, denn Dauerkiffer sind im Regelfall nicht geeignet, ein Kraftfahrzeug zu führen. Auch das ist logisch. Allerdings kann auch ein Dauerkonsument versuchen, sich über den Notausgang der Ausnahmeregelung der Vorbemerkung 3 zur Anlage 4 der FeV den Führerschein zu retten.

 

Es ist aber nach richtiger Auffassung rechtswidrig, bei hinreichenden Verdachtsmomenten auf einen Dauerkonsum von Cannabis direkt eine MPU anzuordnen (BVerfG, NJW 2002, 2378 ff.).

 

 

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Kommentare: 223
  • #1

    Michael (Sonntag, 11 Juni 2017 14:50)

    Guten Tag Herr Schüller,

    Ich würde mich über hilfreichende Antworten bezüglich meines Falles, zu welchem ich jetzt zu sprechen komme, sehr freuen.

    Ich wurde am 01.05.16 von der Polizei angehalten und mir wurden folgende Werte zu Grunde gelegt: THC 1,9 ng/ml THC-COOH 32 ng/ml. Ich habe keine Auffälligkeiten gezeigt und mir wurde vermeintlich gelegentlicher Konsum vorgeworfen. Ich selbst habe zudem die Aussage getätigt, dass ich 4 Stunden vor Fahrtantritt konsumiert habe. Mir wurde ein Fahrverbot und ein Bußgeld auferlegt, welche ich beide erfüllt habe. Nach diesem Vorfall habe ich ein halbes Jahr aufgehört zu konsumieren. Bis zum 31.05.17 habe ich gelegentlich wieder konsumiert und dann dem Ganzen komplett entsagt. Nachdem ich Post von der FSSE am 29.05.17 bekommen habe, dass es beabsichtigt ist, mir die Erlaubnis zu entziehen. Nun wurde ich herzlichst zum FäG eingeladen und habe bis Ende des Monats Zeit, mir Blut abnehmen zu lassen. Da ich stark davon ausgehe, dass mir noch ein gewisser THC-COOH Wert in meinem
    Blut nachgewiesen werden kann, habe ich nun Bange, dass sie mir nun den Führerschein entziehen aufgrund restlicher THC-COOH Werte. Nun beläuft sich meine Frage darauf, ob ich trotz dieser Werte meinen Führerschein behalten darf oder ob der Wert = 0 sein muss, um dem Entzug zu entkommen.

    Ich hoffe, ich konnte meinen Fall so detailliert schildern..

    Vielen Dank vorab und Gruß,
    Michael

  • #2

    Bukem (Montag, 12 Juni 2017 12:49)

    @Michael: Ich würde dir dringend raten, Dich asap bei Herrn Schüller zu melden. Die Daten stehen oben rechts.
    Grds reicht bei einem begangenen Cannabisverstoss mit mehr als 1,0 ng aktiv der durch eigene Aussage oder durch Untersuchung belegte wenigstens gelegentliche Konsum aus, um die Fahreignung und damit die FE zu verlieren.
    Ohne anwaltliche Hilfe wird es hier realistisch nicht weitergehen, zunächst muss Akteneinsicht genommen werden, um überhaupt eine Arbeitsgrundlage und einen genauen Sachverhalt zu haben.
    Ein Anwalt kann hier evt noch was retten, evt aber eben auch nicht, immerhin wäre dann Hr Schüller genau der Richtige für die einfache Wiedererlangnung deiner FE.
    Dein zwischenzeitlicher weiterer Konsum ist nicht gut, genau. Vermutlich dürfte, je nach deinem Konsumverhalten ( Menge, Dauer, Wiederholung, Qualität) noch THC COOH nachgewiesen werden können. Ja, eigentlich dann Ende der Fahnenstange.
    Aber nicht zwangsläufig, deshalb gibt es Spezialisten wie Herrn Schüller. Es gibt Ausnahmeregeln, etwa wenn zusätzlich verkehrspsychologisch eine Betreuung erfolgt ist und ein Verhaltenswandel dargestellt werden kann. Bock? Dann bitte JETZT Kontakt aufnehmen. Viel Erfolg

  • #3

    jons (Dienstag, 13 Juni 2017 15:51)

    Hallo Herr Schüller

    Habe vor gut 2 Jahren folgende Diagnose von unserem freund und helfer bekommen

    ...Ausweislich des nach entnommener Blutprobe erstellten forensisch-toxikologischen Gutachtens wurden Cannabis in einer Konzentration von 10 ng/ml und THC-Carbonsäure in einer Konzentration von 270 ng/ml im blut nachgewiesen...

    Es wurde stets (15Jahre) darauf geachtet nicht unter direcktem Drogeneinfluss ein Fahrzeug zu fuehren. War auch bei der Kontrolle nicht bekifft. Aber das scheint nicht zu interessieren.
    Irgendwelche Aussichten auf Wiedererteilung der Fahrerlaubnis ohne MPU oder den kompletten Fuehrerschein neu machen zu muessen?

    mit freundlichen Gruessen
    jons

  • #4

    Bukem (Dienstag, 13 Juni 2017 19:48)

    @jons: von solchen Spässen wie einer EU-Fahrerlaubnis und den damit verbundenen Anforderungen abgesehen: spätestens 15 Jahre nach dem Entzug der FE kannst Du einen Antrag auf Neuerteilung stellen, ohne dass eine MPU verlangt werden darf. Aber nur, wenn bis dahin keine neuen Auffälligkeiten vorleigen sollten, sonst nur mit MPU
    Bei den genannten Werten würde ich persönlich stark von ausgehen, dass Du bekifft warst

  • #5

    Rechtsanwalt Schüller (Mittwoch, 14 Juni 2017 12:18)

    ..bei 270 ng/ml THC COOH müssen Sie ein Jahr Abstinenz und eine Verkehrstherapie nachweisen und mit diesen Nachweisen zur MPU gehen. Kann Ihnen dabei gerne bißchen unter die Arme greifen, aber vor der Klammer ziehen müssen Sie die Frage, ob Sie aufhören wollen. Und mit 10 ng/ml THC sind Sie jedenfalls vor dem Gesetz breit gefahren. Und der THC COOH Wert ist schon amtlich und spricht meiner Meinung für einen täglichen Konsum...und damit meine ich nicht die kleine Tüte mit 0,2 Gramm Cannabis am Abend. Es sei denn, es handelte sich um SEHR starkes Gras.

  • #6

    Marc werther (Montag, 19 Juni 2017 21:05)

    Schönen guten Abend
    Ich habe ein großes Problem! Bei mir wurden 30 Gramm Grass gefunden ich hatte meine Verhandlung und habe darauf einen Brief vom Straßenverkehrsamt bekommen ich solle einen drogentest machen habe ihn dann 2 mal verschoben und jetzt musste ich einen haartest abgeben habe aber bis 6 Wochen vor dem Test noch geraucht bin aber jetzt schon 7 Wochen Klien! Meine Frage ist kann man gegen das Test Ergebnis angehen und einen 2 Test verlangen weil der Arzt mir sagte das man auf jeden Fall nicht sieht das ich noch nicht auf gehört habe! Oder ist mein Lappen jetzt weg?

  • #7

    Bukem (Freitag, 23 Juni 2017 07:40)

    @Marc: Bist du denn im Verkehr angehalten worden, als das Gras gefunden wurde? Gab es eine Blutuntersuchung?
    Solange du nicht unter THC Einfluss im Strassenverkehr ein Fahrzeug mit mehr als 1,0 ng /mlTHC aktiv geführt hast, ist alles nicht so schlimm. Sollte dazu der Nachweis wenigstens gelegentlichen Konsums treten, reicht das für die FE Entziehung.
    Du hast ein Strafverfahren wg BtM Verstosses und zusätzlich jetzt ein Verfahren bei der Führerscheinstelle, solange das oben geschriebene nicht vorliegt, ist wenigstens da alles gut.

  • #8

    Rechtsanwalt Verkehrsrecht (Montag, 26 Juni 2017 14:42)

    @Marc: Es heißt "clean": Haben Sie nach der Anordnung des ärztlichen Gutachtens noch weiter konsumiert?

    Wenn im Haar unter 75 ng/ml THC COOH gefunden werden, ist die Fahrerlaubnis zu retten, bei Werten darüber vermutlich nicht. Für alles andere müsste ich mir die Akte anschauen, es kommt auch darauf an, was im Strafverfahren ausgesagt wurde. Ziemlich kommt es darauf sogar an. Ist zb ein Unterschied ob das für Sie gewesen sein sollte oder nur teilweise oder ganz für andere. Ich denke, dass es Sinn macht, dass man sich hier die Akte mal anschaut. Wurde nur ein Haartest angeordnet oder ein ärztliches Gutachten? Mussten Sie mit dem Arzt sprechen über Ihr Konsumverhalten?

  • #9

    Julz (Donnerstag, 29 Juni 2017 19:48)

    Guten Abend,
    Ich habe folgendes Problem: vor einem Festival wurde mir eine Menge von 1,8g Cannabis gefunden. Zum Konsum habe ich hierbei keine Angaben gemacht. Vorher bin ich außerdem noch nie polizeilich aufgefallen.Ich bin zur Zeit noch in der Probezeit und habe Angst vor dem, was mir blühen könnte.
    Ist diese Angst berechtigt? Könnte bald ein Brief von der FSST bei mir ankommen mit der Aufforderung zu einem Screening?

  • #10

    Rechtsanwalt Strafrecht Bremen (Montag, 03 Juli 2017 18:15)

    Hallo Julz,

    für die Anordnung eines ärztlichen Gutachtens reicht das nicht (dafür muss der konkrete Verdacht auf Dauerkonsum bestehen). Wenn die Behörde sich trotzdem meldet, kontaktieren Sie mich. Sie brauchen bis dahin nicht mit dem Konsum aufhören, nur lassen Sie danach 48, besser 72 Stunden das Auto stehen.

  • #11

    Johann (Dienstag, 11 Juli 2017 09:53)

    Hallo,
    Ich war im Jahr 2005 aufgrund von Krampfanfällen in Behandlung (bzw. Wurde ich nur untersucht). Dabei wurde auch ein screening durchgeführt und ich habe angegeben, dass ich damals regelmäßig Cannabis konsumiert habe. Aufgrund der Krampfanfälle wurde mir von Arzt gesagt, dass ich kein Auto fahren sollte.
    Im Jahr 2011 habe ich dann begonnen den Führerschein zu machen. Meinen damaligen Fahrlehrer habe ich davon erzählt, woraufhin die Fahrschule den Bericht des Krankenhauses sehen wollte. In meiner damaligen Gutgläubigkeit habe ich den Bericht der fahrschule gezeigt. Diese hat ihm jedoch ohne meine Zustimmung an das Straßenverkehrsamt weitergegeben, woraufhin ich damals vom SVA zur Durchführung einer Haaranalyse aufgefordert wurde. Da ich mir dies zum damaligen Zeitpunkt finanziell nicht leisten konnte, habe ich den Erwerb des Führerscheins abgebrochen.
    Nun habe ich dieses Jahr in einer neuen Fahrschule einen neuen Anlauf gewagt. Jetzt habe ich allerdings erneut die Auflage zur Abgabe einer Haaranalyse. Ist dies nach so einem langen Zeitraum noch rechtens? Kann mir hier noch eine komplette MPU auferlegt werden? Und wenn ja, kann ich mich dagegen wehren? Zu erwähnen wäre hier noch, dass ich seit 2005 auch keine weiteren Drogen konsumiert habe.

  • #12

    Rechtsanwalt Schüller (Dienstag, 11 Juli 2017 16:32)

    @Johann: Also ganz pragmatisch gefragt: Warum machen Sie nicht eine Haaranalyse und legen das hoffentliche saubere Ergebnis vor? Oder sind die Haare zu kurz?

    Hat die Behörde damals wegen der Krampfanfälle schon Eignungsbedenken angemeldet? Die Frage, ob und wann eine Anordnung von Gutachten durch Zeitablauf rechtswidrig wird, ist strittig. In der Regel entscheiden die Gerichte gerne zugunsten der Verkehrssicherheit. Also wenn Sie nicht mehr unter Krampfanfällen leiden und die Haaranalyse keine Werte mit mindestens 75 ng/ml THC COOH ergibt, dann sollten sich keine Probleme ergeben, der gelegentliche Konsum von Cannabis ist ja nicht problematisch, solange man zwischen Fahren und Konsum trennen kann...

  • #13

    Johann (Mittwoch, 12 Juli 2017 18:42)

    Hatte gedacht, dass ich nach so vielen Jahren um die Kosten umher kommen könnte. Aber dann werde ich die Haaranalyse einfach machen, da dort eh nichts negatives bei raus kommen kann. Ich wollte nur sicher gehen, dass auch bei keinem Fund von thc nicht anschließend doch noch eine mpu angeordnet werden kann.
    Vielen Dank für die rasche Antwort .

  • #14

    Marius (Freitag, 21 Juli 2017 12:46)

    Hallo hatte letztens ein AG..
    Nun kam heute das AG, dass mich ziemlich irritiert..
    Die fragestellung der Behörde war:
    "Nimmt der untersuchende Betäubungsmittel, die die Fahreignung in Frage stellen?"
    Die Antwort des AG ist nun:
    " Herr .. nimmt zwar aktuell keine Betäubungsmittel oder andere psychoaktiv wirkende Stoffe ein, die die Fahreignung in Frage stellen. Die fragestellung der behörde kann jedoch aufgrund mangelnder verwertbarkeit der angaben nicht beantwortet werden."
    Was vermutet ihr, wie sich die führerscheinbehörde entscheiden wird?
    LG

  • #15

    Rechtsanwalt Drogen (Freitag, 21 Juli 2017 16:00)

    @Marius: Das kann man so nicht sagen, eine Entziehung liegt nahe, da die Eignungszweifel nicht ausgeräumt wurden. Zudem kann das Gutachten auch falsch sein und es liegt nahe, dass sich das mal jemand genauer anschaut. Wenn Sie Hilfe brauchen, melden Sie sich per Mail bei mir, danke.

  • #16

    Franz (Donnerstag, 10 August 2017 15:31)

    Guten Tag,

    ich hatte am 04.05.17 eine Polizeikontrolle in München (komme aus MV). Heute (10.08.17) habe ich Post bekommen. Das Ermittlungsverfahren wurde eingestellt (THC 0,71 µg/L). Leider steht auf dem Schreiben nicht der THC-COOH Wert den ich aber auch gerne wissen möchte... Bisher konnte ich telefonisch niemanden bei der Polizeistelle erreichen. Könnte die Polizei die Herausgabe des Wertes verweigern? Und ist es wahrscheinlich dass sich die Führerscheinstelle bei einem Aktivwert von unter 1 µg/L meldet? Hier ist wahrscheinlich der THC-COOH Wert relevanter oder?

    Mit freundlichen Grüßen
    Franz

    P.S.:
    Übrigens finde ich Ihre Seite äußerst hilfreich. Ich habe hier viel gelesen und konnte auch sehr viel für mich mitnehmen. Vorallem die Kommentarfunktion und dass Sie unvoreingenommen und offen antworten empfinde ich als besonders löblich! An dieser Stelle schon mal vorab vielen Dank dafür!

  • #17

    Bukem (Samstag, 12 August 2017 12:15)

    @Franz: Danke für die Blumen, ich werde es weiterleiten.
    Relevant ist allein der aktive Wert für das Vorliegen einer Ordnungswidrigkeit. der THC COOH Wert gibt nur Auskunft über Umfang des erfolgten Konsums, der ja an sich nicht verboten ist.
    Die Führerscheinstelle kann und wird sich vermutlich auch zur Erforschung deines Konsumverhaltens melden und ein äG anfordern. Guck mal hier rein: https://www.gesetze-im-internet.de/fev_2010/__14.html
    Da hast du eine sehr weitgehende Wahrheitspflicht, am besten liest du unsere weiterführenden Artikel hier auf der homepage und klickst dich mal durchs Menü. Wenn du Fragen hast oder die Ladung kommt, meld dich bitte.

  • #18

    Nicole (Sonntag, 17 September 2017 17:10)

    Lieber Herr Schüller,

    Ende Mai wurde ich von 3 Beamten kurz vorm ersten Konsumversuch von Speed auf freier Fläche eines öffentlichen Fest erwischt. Sie haben es mir abgenommen und die FSST informiert, welche mich dann am 17.06. zu einem Drogenscreening (Blut&Urin) innerhalb von 3 Tagen geladen haben. Da ich seit Jahren fast täglich Cannabis konsumiere, wusste ich, sie würden das finden und so war es auch.
    Die Ergebnisse vom 21.06. lauteten 2,7 ng/ml THC und 17 ng/ml THC-COOH.
    Daraufhin folgte am 19.07. eine weitere Aufforderung zur Überprüfung der Kraftfahreignung in Form eines äG mit drogenscreening. Daraufhin habe ich den Konsum gänzlich eingestellt und wurde am 30.08. eingeladen.
    Danach müsste ich dann am 06.09. wieder rauchen, nur blöderweise rief am 07.09. die mpu Stelle an, mein kreatinin wert wäre zu niedrig und ich müsste nochmal Urin abgeben. (Geforderter K wert muss 20 sein, meiner lag bei 19)
    Mein erster Test war komplett negativ, der zuletzt am Mittwoch den 13.09. wiederholte Test wird wohl ziemlich positiv ausfallen.
    Ist das alles rechtens?
    Im äG habe ich gelegentlichen Konsum seit Beginn 2017 eingeräumt, da ich unter Morbus Bechterew leide und dies auch mit Attest bestätigt habe. Ein Rezept gab es nicht, aber es ist wissenschaftlich belegt, dass Konsum von Cannabis die Symptome signifikant reduziert.
    Ich wollte mich dem ja stellen, aber langsam komme ich mir vor, als würde man hier einfach nur abzocken wollen. Über ihren Rat würde ich mich sehr freuen. Dachte immer, ein Anwalt hilft da nicht- bis ich Ihre Seite entdeckt habe.

  • #19

    Bukem (Montag, 18 September 2017 12:08)

    @Nicole: Ich fürchte, nur mit einem Rat kommst Du hier nicht weiter. Du solltest hier ein Mandat erteilen, damit sich Herr Schüller bei der FSST zu Deiner Akte melden und Einsicht nehmen kann. Daten stehen oben. Meld dich gern
    Es gab zu keinem Zeitpunkt einen Verstoß im Verkehr beim Fahrzeugführen? Das ist schon mal positiv. Grds reicht auch der einmalige Konsum von jedem anderem BtM außer Cannabis zum Verlust der FE bzw zur Anordnung einer MPU.ast Du da irgendwelche Aussagen getroffen?
    Grds solltest Du dich auch fragen, wenn du seit Jahren täglich kiffst, wozu dann die FE? Dein Leben wäre deutlich entspannter ohne FE, wenn Dein Schwerpunkt auf Konsum liegt. Du machst dir selbst vermutlich einigen Stress, zudem gefährdest Du dich und andere.
    Die FSST macht sicher keine Abzocke, die haben eben den klaren gesetzlichen Auftrag, ungeeignete Fahrer auszusieben.

  • #20

    Kojak (Sonntag, 24 September 2017 17:23)

    Hallo.
    Wie schon soviele vor mir stehen ich jetzt auch vor einem Problem. Ich bin von den Cops Sonntag Mittag mit dem Auto angehalten worden.Bin seit 20 Jahren Cannabis user. Jeden Abend nen kleinen Joint.ca 1g in 1 Woche. Ritual. Am Vorabend auch ungefähr 10 Stunden vor der Kontrolle. Kam wie es kommen musste Alk-und Drogentest..Hab mich dämlicher weise selber rein geritten. Hab angegeben 5 Bier am Vorabend getrunken zu haben. Habe gehofft damit um den Drogentest rum zu kommen... Hat nicht geklappt�. Test hat leicht angeschlagen(Aussage Cops)Hab mich dann auch noch dazu hinreißen lassen zu sagen das ich vor 4 Wochen Mal an was gezogen habe. Dääämlich. Der Blutabnahme auch noch freiwillig zugestimmt. Noch dämlicher. Wie sollte ich mich jetzt verhalten? Also das ich ab sofort Clean bin die Frage stellt sich nicht. Aber wie komm ich jetzt am besten aus der Nummer raus? Ich hoffe darauf das die Werte nicht zu hoch sind. Das ist auch das erste Mal das ich wegen Btm auffällig bin. Mfg

  • #21

    Alex (Sonntag, 01 Oktober 2017 16:54)

    Guten Tag,
    Ich wurde vor zwei Wochen mit einem Joint im Auto erwischt.. Ich(wir) standen jedoch parkend und der Motor war zudem kalt also wurde keine Anzeige bezüglich BTM im Verkehr erhoben("Nur" Besitz von ca. 2g). Urin/Blut Werte wurden von der Polizei nicht genommen jedoch habe ich dummerweise zugegeben, dass dies nicht mein erster Konsum war (regelmäßgen Konsum habe ich jedoch auch nicht zugegeben).
    Die Beamten haben mir dennoch gesagt, dass der Vorfall an das Verkehrsamt weiter geleitet wird.
    Was habe ich nun zu befürchten bezüglich des Führerscheins(MPU, Screenings, äG, gar nichts ? )

  • #22

    Bukem (Montag, 02 Oktober 2017 09:52)

    @Kojak: Hmm, klingt mies. Also erstens: bitte jeden Konsum einstellen und eingestellt halten.
    Zweitens: Bitte ienen fachkundigen Anwalt suchen, denn es geht um deine Fahrerlaubnis. Du hast da eine Menge unnötiges, aber brandgefährliches Zeug erzählt, deine FE steht ernsthaft auf dem Spiel-
    Du kannsz die Werte abwarten oder schon jetzt einen Anwalt mandatieren. Herr Schüller ist bundesweit tätig.

    @Alex: Du wirst vermutlich eine Ladung zum äG erhalten. Gut ist, dass immerhin keine Verkehrsverstoß mit mehr als 1,0 ng aktiv erfolgt ist. Gelegentlicher Konsum ohne Verkehrsverstoß ist grds ok
    Du musst jetzt immer auf die richtige Trennung zwischen Konsum und Fahren achten und auch nichts im Auto bei dir haben. Immer bitte bsi zu drei Tage warten mit dem Fahren. Meld dich dich, wenn du hilfe brauchst

  • #23

    Alex (Montag, 02 Oktober 2017 15:40)

    Vielen Dank für die schnelle Antwort.. Nun bin ich noch verwirrt, da ich auch den Artikel unter "Fahrelaubnisrecht"->"äG wegen cannabis(6 Stunden etc.) gelesen habe. Dort wird geschildert, dass es wichtig ist, keinen gelegentlichen Konsum nachgewiesen zu bekommen. Ist dies bei mir nun anders, da ich nur mit dem Auto aber nicht im Verkehr erwischt wurde?
    Ich stelle mir nämlich vor, dass die Beamten den Vorfall ja auch so melden (Strafverfahren wegen Besitzes, Auto Durchsuchung, ... ) oder geben die solche Details nicht weiter.
    Wären nun THC COOH Werte in meiner äG in Ordnung wenn ich aktives THC im Verkehr nun vollständig ausschließe?

    Bisher habe ich den Konsum vollständig eingestellt, wie in dem anderen Artikel geschildert.

  • #24

    Rechtsanwalt Schüller (Montag, 02 Oktober 2017 16:45)

    @Alex: Die Anordnung eines Gutachtens wäre hier rechtswidrig, da kein Verdacht auf Dauerkonsum besteht - und den braucht es für die Anordnung bei bloßen Konsumfällen. Da Du aber im Auto gesessen hast, könnte die FSST ganz schlau einen Zusammenhang mit dem Verkehr zurechtschustern und damit versuchen, die Rechtmäßigkeit der Anordnung des ärztlichen Gutachtens zu herzustellen (was öfter mal probiert wird, unter dem Strich aber Unsinn ist). Das Problem ist, dass die Anordnung eines ärztlichen Gutachtens mangels Verwaltungsaktscharakters (was für ein Wort!) nicht direkt angefochten werden kann sondern nur die Entziehung, die auf der Nichtvorlage des äG beruht. Warum sollte es auch einfacher sein. Im Zweifel kann also ratsam sein, auch ein rechtswidrig angeordnetes Gutachten durchzuführen, um sich den Stress mit der Klage und dem Eilrechtsverfahren zu sparen. Der Konsum muss nicht eingestellt werden, aber mehr als 1 - 2 mal die Woche geht nicht, damit die THC Werte nicht in die Nähe des Wertes kommen, der bei nicht anläßlich einer Verkehrskontrolle genommenen Blutprobe den Dauerkonsum belegen, hier 75 ng/ml THC COOH. Das würde dann im Gutachten ziemlich uncool sein. Das Verfahren wegen Besitzes dürfte eingestellt werden, keine Aussage machen - sprich: Einer Vorladung zur Polizei NICHT Folge leisten. Wenn noch Fragen offen sind, wissen Sie ja, wo Sie schreiben oder wen Sie kontaktieren können...

  • #25

    MrX (Samstag, 07 Oktober 2017 17:29)

    Sehr geehrter Hr.Schüller ,

    folgendes hat sich gestern zugetragen:
    Bei einem Ausflug mit einer Gruppe von 11 Personen nach Düsseldorf wurden 2 Personen dieser Gruppe von einem Türsteher einer Diskothek durchsucht und bei Beschuldigtem Nr.1 wurde ein Vaporizer sichergestellt (Kopf fast gänzlich aufgeraucht, quasi nur noch Reste). Bei Beschuldigtem Nr.2 wurde der Aufsatz zum Befüllen des Vaporizers (und gleichzeitig auch Grinder) mit einer geringen Menge Cannabis ( schätzungsweise 0,5 - max. 1,5 Gramm) gefunden. Beschuldigter Nr.1 hat diesen Aufsatz mit Gras unwissentlich in der Jacke von Beschuldigtem Nr.2 deponiert. Die beiden Herren wurden von den Türstehern "festgehalten" und die Polizei wurde informiert. Beide sind wohnhaft in Rheinland Pfalz. Als die Polizei dazukam wurde seitens der Türsteher der Sachverhalt dargestellt und die Personalien von beiden aufgenommen (Personalausweis: Name,Anschrift,Geburtsdatum, keine weiteren Daten). Der Vaporizer wurde einbehalten und der Aufsatz mit Cannabis natürlich auch. Beide wurden einer Straftat beschudigt. Beide machten keine Angaben und verweigerten jegliche Aussage. Nach kurzer Diskussion der beiden Polizisten wurde auf eine Mitnahme auf das Revier verzichtet. Es wurde nichts unterschrieben und keine Tests vorgenommen. Es wurde auch nicht nach einem vorhanden Führerschein gefragt. Die beiden "Täter" bekamen ihren Ausweis zurück, die Personalien hat sich die Polizistin in einen Block vermerkt und die Beweismittel wurden einbehalten. Danach durften wir dann weiterziehen. Eine Anzeige wäre die Folge. Nach Recherche auf dieser Seite bei ähnlichen Fällen käme für mich jetzt als Konsequenz in Frage:

    - Beide erhalten eine Anzeige , die mit einer hohen Wahrscheinlichkeit eingestellt wird ( Straftrechtliche Auswirkung ) (?)

    - Beide bekommen (eventuell?) Post von der Führerscheinstelle und haben was zu befürchten ? (ÄG, MPU ? )

    - Beide sind nicht vorbestraft und haben keine Vorstrafen/Vermerkungen wegen BTM / Drogen ,...

    Wenn Post von der FSS käme würde ich sie gerne mit dem Fall beauftragen.
    Ich erhoffe mir durch die Schilderung des Falles eine erste Einschätzung ihrerseits und danke im Voraus für die Beantwortung der Fragen.

    Beschuldigter Nummer 1 ist Dauerkonsument seit Jahren .
    Beschuldigter Nummer 2, der quasi nichts gemacht hat da er von dem Gras in seiner Jacke nichts wusste, ist Gelegenheitskonsument. (5-6 mal jährlich, aber in den letzten 2 Wochen wegen einer Reise und Urlaub für 14 Tage täglich geringe Mengen a 0,2-0,3 Gramm).

  • #26

    Bukem (Sonntag, 08 Oktober 2017 08:25)

    @MrX: Feiner zug von dem einen, dem anderen das Zeug in die Jacke zu stecken. Evt mag der das ja noch polizeilich richtig stellen. Ansonsten ist ja schlimmes nicht passiert. Beide erwartet ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren wg des Besitzes des Cannabis. Das wird tatsächlich entweder gg eine geringe Geldauflage eingestellt und führt zu einer ebenso geringen Geldstrafe.
    Weil kein Verkehrsbezug vorliegt, ist jetzt eigentlich auch Ende der Geschichte. Es kann aber tatsächlich sein, dass beide von der FSST zu einem äG geladen werden. Da könnte m,an sogar einen gewissen Konsum einräumen, Nr. 1 müßte aber aufpassen, dass die Werte nicht zu hoch sind, wichtig ist, dass dargelegt wird, dass trotz gelegentlichen Konsums keine Gefahr für den Verkehr ausgeht, da auch die richtige Trennung zwischen Konsum und Fahren geachtet wird. Bitte also immer 72 Stunden warten, dann ist alles gut.

  • #27

    MrX (Sonntag, 08 Oktober 2017 10:04)

    @Burkem: Danke für die zügige Antwort. Ja, da lag jetzt auch kein böser Wille vor das war eher im Kontext das derjenige keine Jacke hatte und dann den Kram bei jemand anderem verstaut hat , ging natürlich niemand davon aus das man da so intensiv durchsucht wird und da es eine große Gruppe war hat man untereinander halt geguckt das man alles unter bekommt an privaten Sachen. War ja dann auch irrelevant da wir auch nicht befragt wurden und erst mal durch die Vorinfos die ich hätte lieber zu allem geschwiegen haben. Ob ich das jetzt im Nachhinein nochmal klarstellen sollte kommt halt jetzt auch darauf an was die Folgen wären denn in erster Linie geht es uns um ausbleibende Folgen für den Führerschein und keine Vorstrafen. Wie sieht es bei Einstellung des Verfahrens mit Eintragungen aus ? Wer verfolgt den Fall eigentlich ? Sind ja aus RLP , bekommen wir jetzt eine Vorladung in das hier ansässige Polizeirevier? Oder müsste ich jetzt da anrufen in Düsseldorf und das klarstellen und mich dann quasi doch dazu äußern ? Bekommt Beschuldigter 1 eigentlich seinen Vaporizer zurück , das ist ja ein legale Gerät? Kann man sich wenn man zu einem äG aufgerufen wird einen Arzt aussuchen ? Kosten variieren laut Recherchen stark kann man von ca. 250€ ausgehen oder mehr ? Grüße

  • #28

    KoMen (Dienstag, 10 Oktober 2017 06:06)

    Moin Moin Ihnen Allen,

    kurz zu meinem Fall: Ich bin am 11.05.2017 in eine Verkehrskontrolle der Polizei geraten, bei der ich (bedauerlicherweise) positiv auf Cannabis getest wurde.
    Ich "musste" zuerst einen Urintest machen (ja, so ist es mir gesagt worden). Nachdem der positiv ausfiel, hat man mich vor die Wahl gestellt, einer Blutentnahme freiwillig zuzustimmen oder man hätte diese, von einer sich vor Ort befindlichen Staatsanwältin, anordenen lassen. Ich habe zwar gelegentlichen Konsum zugegeben, aber das Wort 'regelmäßig', partout vermieden!
    Ergebnis: (THC-Wert 3ng/ml) 12/13 Wochen später kam ein Bußgeldbescheid über knapp 900€ (Bußgeld, Blutuntersuchung etc.)und 1 Monat Fahrverbot. Das Bußgeld zahle ich in Raten ab, das Fahrverbot trete ich in den kommenden Wochen an.
    Jedoch habe ich bis heute keine Meldung von der Fahreignungsbehörde erhalten, was mich stark verunsichert.
    Ich hatte nach dem Erhalt des Bußgeldbescheides bei der FEB angerufen, THC-COOH-Wert konnte mir nicht genannt werden. Jedoch sagte mir die Leiterin der Behörde, dass bei Cannabis prinzipiell ein ärztliches Gutachten angeordnet wird.
    Ich habe gefragt, ob es sinnvoll ist, bspw. bei der Dekra schon mal einen Abstinenznachweis durchführen zu lassen, worauf die Leiterin mir sagte, dass ich deren Schreiben abwarten solle, vorher könne ich gar nichts tun. In dem Schreiben würde man mir auch schildern, wo ich den Abstinenznachweis zu erbringen habe.
    Jetzt stellt sich mir die Frage, wie ich mich verhalten soll?!
    Weitere Abstinenz ist klar, aber kann ich irgendetwas tun, damit ich meinen Führerschein behalten kann. Bzw. sollte ich doch eigeninitiativ einen Nachweis erbringen?

    Ich weiß, dass ich einen Fehler gemacht habe, deswegen akzeptiere ich auch das Bußgeld und den Monat Fahrverbot.
    Da ich noch in der Probezeit bin würde ich ebenfalls eine Verlängerung dieser und die Anordnung zum AFN akzeptieren. (auch darüber gibt es bisher keine Mitteilung) Jedoch will ich mich gegen eine Entziehung der Fahrerlaubnis mit allen verfügbaren Mitteln wehren, da ich der Auffassung bin, dass aufgrund einer einmaligen Tat nicht auf fehlendes Trennungsvermögen plädiert werden kann.

    Was sollte ich Ihrer Meinung machen um das Risiko der Entziehung gering zu halten? Abstinenznachweis selbst erbringen oder einfach weiter abwarten?
    Ist es überhaupt möglich nach 5 Monaten noch ein ärztliches Gutachten anzuordnen? Da ich bereits seit 5 Monaten 'clean' bin, wäre ein Screening doch eher unnötig, oder missverstehe ich da etwas?

    Über eine Antwort von Ihnen würde ich mich sehr freuen.

    Ps: Pardon für den langen Text.

    Ich wünsche einen angenehmen Tag.
    Gruß KoMen


  • #29

    Hugo (Donnerstag, 12 Oktober 2017 21:02)

    Sehr geehrter Herr Schüller,

    ich musste ein ärztliches Gutachten machen, wegen Cannabis am Steuer.
    Alle Urinproben waren clean.
    Nun steht in diesem Gutachten folgender Satz:

    In der Regel können nur aus den Angaben des Betroffenen und den festgestellten aktenkundigen Blutwerten Rückschlüsse auf das vorherige Konsumverhalten gezogen werden. Im vorliegenden Fall sind gedoch die Angaben wenig realitätsnah, gleichzeitig lassen die aktenkundigen toxikologischen Befunde keine eindeutigen Rückschüsse auf Umfang und Ausmaß des vorherigen Drogenkonsums zu. Die Angaben zum Drogenkonsum sind somit auch nicht zu widerlegen.

    Was bedeutet dies? Sollte ich das Gutachten so abgeben?
    Über Ihre Hilfe wäre ich sehr dankbar,
    herzlichen Dank,
    Hugo

  • #30

    Sem (Dienstag, 24 Oktober 2017 01:55)

    Hallo,
    Zwei Freunde und ich wurden einer Personenkontrolle unterzogen, da Cannabisgeruch von uns kam. Es wurden Crusher und ca 1g Cannabis (+leere Plastiktüten mit BTM-Anhaftung) sichergestellt, welche keiner sich selbst zugeordnet hat.
    Keiner von uns ist vorbestraft oder hatte aus polizeilicher Sicht jemals was mit Cannabis zu tun. Eine Angabe zum Konsumverhalten und Wischtests o.ä. wurde nicht gemacht.
    Wir gehen davon aus, dass das Verfahren eingestellt wird.
    Jedoch behaupteten die Polizisten diese Angelegenheit der Führerscheinstelle zu übermitteln, obwohl wir vom Straßenverkehr ausgeschlossen waren.
    Sind wir nun verpflichtet auf das äG und die eventuellen Folgen einer MPU etc. einzugehen? (Falls noch was von der FSST kommt)
    LG

  • #31

    Max (Freitag, 27 Oktober 2017 01:20)

    Hallo Herr Schüller,
    bei einer Verkehrskontrolle im März wurden mir 1,1ng THC und 9,9THC COOH nachgewiesen. Dies hatte ein 1 Monatiges fahrverbot und eine Geldstrafe zu Folge. Gestern habe ich Post von der Führerscheinstelle bekommen das ich ein Ärztliches Gutachten machen muss. Ich habe bei der polizei den konsum verneint und sonst auch keine Angaben gemacht. Ich habe zu diesem Zeitpunkt noch gelegentlich Konsumiert. Meine Frage ist nun, welche glaubwürdigen Angaben soll ich zu meinem Konsum bei dem Ärztlichen Gutachten machen?
    Ich bedanke mich schoneinmal im vorraus für eine Antwort. Mfg Max

  • #32

    Bukem (Samstag, 28 Oktober 2017 12:27)

    KoMen: Bitte unbedingt weiter sauber bleiben, die Führerscheinstelle wird sich sehr sehr wahrscheinlich melden.Grds kann ich Dir nicht zwingend sagen, ob du bereits eigene Abstinenznachweise erbringen solltest. Ich kenne deine Akte nicht, da kommt es auf jedes Detail an, etwa, was genau du für Angaben ggü der Polizei getätigt hast, was dein Konsumverhalten betrifft.

    Ganz grds: die Hälfte der Miete zum Entzug der FE liegt mit dem Verstoß vor, deshalb jetzt unbedingt clean bleiben
    Hier kann und mag anwaltliche Hilfe beruhigend sein, ob sie schon jetzt notwendig, bezweifel ich. Herr Schüller ist bundesweit tätig


    @Hugo: Ohne näheres zu kennen: Um Gottes willen, nein! Bitte anwaltlich abklären lassen. Wie so oft hier: Ohne Aktenkenntnis deines Falles kann ich da nichts zu sagen, außer dass es gut und richtig ist, dass du die Gutachterstelle nicht von der Schweigepflicht entbunden hast
    Bei Bedarf: Die Kontaktdaten stehen oben

    @Sem: Erzähl mal bitte genauer: Ihr seid Auto gefahren? Oder nicht? Ihr habt eine Fahrerlaubnis?
    Das Strafverfahren ist von späteren Maßnahmen der FSST losgelöst,
    diese Norm hier regelt, was die FSSt darf:
    https://www.gesetze-im-internet.de/fev_2010/__14.html

    Sofern ihr eine Fahrerlaubnis habt und behalten wollt oder irgendwann mal haben wollt, ja, müßt ihr da mitmachen. Bei weiteren Fragen bitte direkt per Mail an Herrn Schüller schreiben. Daten stehen oben

    @Max: Das dürfen wir so konkret doch nicht beantworten..Hast du noch seitdem konsumiert? Also belegter mehrfacher Konsum plus Verkehrsverstoß reichen für die Entziehung der FE.
    Du wirst demnach ja also das erste Mal in deinem Leben konsumiert haben, dazu auf gar keinen Fall Alkohol getrunken und auch generell noch nie anderes BtM angefasst haben.
    Das Ding ist, du hast ne absolute Wahrheitspflicht im äg. Ich würde mich dazu persönlich avon Herrn Schüller bearten lassen. dann machst du nichts verkehrt

  • #33

    Xander (Mittwoch, 08 November 2017 22:56)

    Hallo,
    ich wohne in Bayern und bin vergangen Woche in eine Personenkontrolle der Polizei geraten. Ich war zu Fuß unterwegs und die Polizisten fanden in meiner Jackentasche einen Grinder mit ca. 0.2-0.3g Cannabis Resten und longpapes. Ich bin zuvor schon einmal mit Cannabis aufgefallen, wobei es jedoch nur um den versuchten Erwerb und Handel ging was jedoch nicht nachgewiesen werden konnte und so auch nie stattgefunden hat. Der Polizist stellte keine Fragen über mein Konsumverhalten weshalb hierzu auch keine Angaben gemacht wurden. Lediglich die Frage ob ich am besagten Tag schon konsumiert hätte verneinte ich, was auch stimmte und der Polizist glaubte es mir auch. Am Ende der Kontrolle sagte mir der Beamte, dass er den Vorfall an die Führerscheinstelle melden würde und sich diese wahrscheinlich bei mir melden wird um ein ärztliches Gutachten oder ähnliches zu verlangen. Meine Frage ist nun ob sich die Führerscheinstelle tatsächlich meldet, da ich ja weder Angaben zum Konsum gemacht habe und auch kein Konsum festgestellt wurde, am Straßenverkehr habe ich auch nicht teilgenommen, da ich ja zu Fuß unterwegs war.
    Meinen Führerschein habe ich schon seit ca. einem Jahr und ich bin 18 Jahre alt.
    Vielen Dank für Ihre Anwort!

  • #34

    ms15 (Sonntag, 12 November 2017 19:19)

    Hallo, ich wurde circa im Abstand von einem halben Jahr zwei Mal mit einer geringen Menge (ca. 0.5 g) Cannabis erwischt. Dabei stand ich in keinerlei Zusammenhang mit dem Strassenverkehr, auch Urintests oder Ähnliches wurden nicht gemacht. Habe ich nun mit einem Drogenscreening oder ärztlichen Gutachten zu rechnen?
    Vielen Dank!

  • #35

    Rechtsanwalt Schüller (Montag, 13 November 2017 01:00)

    @Max: Also das Thema mit dem äG habe ich nun schon wirklich oft durchgekaut...schau mal hier:

    https://www.strafverteidiger-schueller.de/schwerpunkte/formular-aussageverweigerung-f%C3%BCr-die-polizei/

    Eintrag #121. Akteneinsicht sollte dennoch bei jedem Verfahren genommen werden.

    Ansonsten hat Bukem Recht: Ich kann Ihnen an dieser Stelle nicht sagen, dass Sie bei der FSST Grimm´s Märchen erzählen sollen. Aber ich kann Ihnen sagen, dass nur eine Variante statistisch gesehen zum gewünschten Ergebnis führt (also Ihr Wunschergebnis, wobei ich unterstelle, dieses Ergebnis zu kennen).

    @Xander: Die Voraussetzungen für die Anordnung eines ärztlichen Gutachtens dürften dem Grunde nach nicht vorliegen, was allerdings so manche Behörde einen feuchten Kericht kümmert. Insofern sollten SIe zumindest die Kifferei zumindest auf maximal einmal die Woche reduzieren. Mehr ist eh nicht gut für die Entwicklung, ausser Sie haben Bock drauf, Ihren Kopfsalat richtig gut anzudüngen. Also: Ab und zu mal was rauchen ist ok, ein Konsummuster von mehr als 1 x pro Woche ist nicht sinnvoll, da dann die Birne irgendwann zu Gulasch wird und das wollen wir doch nicht, oder?

    @MS15...im Grunde gilt für Sie dasselbe wie ich eben geschrieben habe.

  • #36

    ms15 (Montag, 13 November 2017 22:07)

    ich bedanke mich für Ihre schnelle Antwort.
    Ich hatte nur Angst weil derjenige Beamte, der mich beim zweiten Vorfall untersucht hat, angedeutet hat, dass ich mit Post von der Führerscheinstelle zu rechnen habe.

  • #37

    Horst (Mittwoch, 15 November 2017 16:32)

    Hallo ich Wohne in Bayern, war letzte Woche in Amsterdam im Urlaub und rauche des öfteren Cannabis. Ich wurde vor 2 Tagen von der Polizei mit dem PKW aufgehalten -> Urin Test -> Positiv und anschließender Blutentnahme. Was habe ich zu befürchten ? Ist ein Anwalt hilfreich ? Bin Beruflich auf meinen Führerschein angewiesen...

  • #38

    Bukem (Donnerstag, 16 November 2017 00:30)

    @Horst: Vielleicht solltest du dich zur Informationsvertiefung hier etwas mehr bei uns einlesen. Insbesondere unter Fahrerlaubnisrecht und Drogen Verhaltens-know-how ( Nachweiszeiten THC) wirst du einiges zu lesen haben.
    Es kommt schlicht auf deine Werte an und darauf, ob du etwaige unvorteilhafte Angaben zu deinem Konsumverhalten getätigt hast.
    Im denkbar schlimmsten Fall droht der Entzug der FE, das sollte deine Frage nach einem Anwalt bereits beantworten.
    Deine Blutwerte hängen davon ab, wann und wieviel du zuletzt konsumiert hast. solltest du mehr als 1,0 ng aktives THC aufweisen, liegt eine Ordnungswidrigkeit mit Punkten, Bußgeld und einem Monat Fahrverbot vor, solltest du zusätzlich noch gesagt haben, jo, war grade in Amsterdam, war geil und ich rauch gerne, wäre es das schon mit der FE gewesen.
    Möchtest du mehr wissen? dann erzähl bitte konkret, wann du zuletzt konsumiert hast und ob du irgendwelche Angaben gemacht hast. Schon mal der Hinweis: Herr Schüller ist bundesweit tätig

  • #39

    Demirbas (Sonntag, 19 November 2017 10:26)

    Sehr geehrter Herr Schueller,

    Durch die Aufforderung der FSST binnen 8 Tagen zur Blut- und Urinprobe, um meine Konsumgewohnheiten zu bestimmen, habe ich dies gemacht.
    Num kamen die Ergebnisse
    Thc 0,6
    THC COOH 5,1
    Beurteilung: erheblicher Konsum mit Verdacht auf Regelmaßigen Konsum
    İch hab das Gutachten erhalten und habe noch bis 18.12 Zeit abzugeben. İch komme aus naehe Köln (Rhein-Erft-Kreis) und würde gerne nach ihrer Hilfe bitten, mit welchen Maßnahmen ich eine etwaige Entziehung meiner FE zu verhindern.
    İch bedanke mich vielmals und schaetze İhre Arbeit hier sehr.
    Mit freundlichen Grüßen

    Demirbas

  • #40

    Demirbas (Sonntag, 19 November 2017 12:14)

    Ebenso ist im Gutachten zu lesen, dass ich in einem engen zeitlichen zusammenhang mit der untersuchung cannabis konsumiert haette. İch bedenke dass dies auch zur FE entzug führen koennte, obwohl ich ab dem zeitpunkt nachdem ich die Anordnung erhalten habe nicht konsumiert.

  • #41

    Bukem (Sonntag, 19 November 2017 13:47)

    @Demirbas: Dann möchte ich Dich bitten, Dich unter den oben rechts aufgeführten Kontaktdaten direkt bei Herrn Schüller zu melden. Alleine solltest du das nicht mehr machen, das geht leider ins Auge.
    Das ist grundsätzlich eine vernünftige Entscheidung, das schnell anwaltlich beschauen zu lassen, hier kann sicherlich verschiedenes unternommen werden, evt kommt eine verkehrspsychologische Betreuung in Betracht, um einen Verhaltenswandel zu belegen. Alleine bitte nicht machen

  • #42

    Rechtsanwalt Schüller (Sonntag, 19 November 2017 20:34)

    @Demirbas: Wann war denn die Rauschfahrt? Ich muss das Gutachten sehen, das klingt unsauber..

  • #43

    Bernd (Mittwoch, 22 November 2017 12:19)

    Ich habe im Jahr 2008 eine MPU gemacht und im Januar 2009 meinen Führerschein wieder bekommen. Am 19.09.2017 wurde ich abends um 17:15Uhr von der Polizei kontrolliert. Keine Aussage gemacht. Blutentnahme um 19:15Uhr auf der Wache. 1,6ng/thc und 15ng/thc carbonsäure. Am 07.11.2017 würde mir vom LBV die Aufforderung zur Erbringung eines ärztlichen Gutachtens zugestellt. Sollte ich dort die Wahrheit sagen und meinen 9 Jahre zurückliegenden Konsum angeben?

    MfG Bernd

  • #44

    Nina (Mittwoch, 22 November 2017 16:18)

    Guten Tag Herr Schüller,

    Ich wurde im Mai von einem örtlichen Politzisten im Straßenverkehr angehalten,
    Ums kurz zu fassen:
    Erstens: Ich wurde von den Polizisten nicht belehrt
    Zweitens: Mir wurde gesagt dass eine Verweigerung des Urintests (den ich Anfangs verweigerte) gleichbedeutend mit einem vollem Schuldeingeständnis und dem sofortigen Einzug meiner Fahrerlaubnis ist. Den Urintest konnte ich nicht in einem abgeschlossenen Raum absolvieren sondern musste diesen bei offener Tür in der Wache vollziehen (Ich bin weiblich) wobei mich mehrere Polizisten beobachten konnten.
    Drittens: Wir wurde strickt untersagt meinen Anwalt oder Arbeitgeber per Handy zu kontaktieren

    Der eingeschaltete Anwalt forderte Akteneinsicht die uns volle 6 Monate verweigert wurde.

    Die darauffolgenede Blutuntersuchung mit Ergebnissen dauerte bis November (6 Monate)

    Jetzt liegt mir ein schreiben von der Kreisverwaltung mit Aufforderung zu MPU vor. Der unfreiwillige Blutentnahme ergab: THC 2,1 ng/ml Hydroxy THC 0,7ng/ml und THC -Carbonsäure 24 ng/ml. Desweiteren wurde hier geschrieben das ich die Tests freiwilig vollzog. Von den zuständigen Politziten wurden zudem viele weitere Unwahrheiten an die Führerscheinstelle übermittelt. (z.b eine stark verzöferte Reaktion nach hell/dunkel Adaption, verengte Pupillen,zittrige Fingerkuppen etc etc etc.Zum Konsumverwahlten habe ich jegliche Angaben verweigert.

    Zu mir: Ich kiffe nicht gelegentlich geschweige denn regelmäßig. Ich rauchte nur einen Joint in meinem Leben und das war 1 Tag vor der "Drogenfahrt". Im Internet habe ich mich schon belehrt dass nur bei keiner aussreichenden Trennung von Konsum und Verkehrsteilnahme (Die vom Polizisten erfunden wurde) und den Grenzwerten eine MPU angeordnet werden darf.
    Für mich ist es ein absolutes Unding so von dem Rechtsstaat Deutschland behandelt zu werden!
    Ist es sinnvoll hier einen Anwalt einzuschalten oder soll ich mich hier der Willkür des Rechtssystems unterwerfen?



  • #45

    Bernd (Mittwoch, 22 November 2017 18:02)

    Ach Mist. Könnten Sie meinen Nachnamen aus meinem vorherigen Beitrag entfernen? Der sollte dort eigentlich nicht stehen.

    Danke schön.

  • #46

    Bukem (Sonntag, 26 November 2017 09:29)

    @Bernd: Das mit dem Namen kann ich hier nicht erledigen, leite ich aber weiter.
    Grds besteht im äG eine umfangreiche Wahrheitspflicht, ich würde sowieso davon ausgehen, dass der frühere Vorfall bereits in den dortigen Unterlagen aktenkundig ist. Ganz generell wg der Wahrheitspflicht und der erheblichen Folgen ihrer Nichtbeachtung würde ich hier ein persönliches Beratungsgespräch mit Herrn Schüller anraten, das geht bestimmt auch telephonisch. Die Kontaktdaten stehen hier oben rechts auf dieser Seite
    Die Gutachterstelle nicht von der Schweigepflicht zu entbinden, ist völlig richtig.

    @Nina: Ich denke, da ist bereits ein Anwalt eingeschaltet? Eine Doppelvertretung macht keinen Sinn.
    Grds würde ich immer raten, evt ein paar Gänge rauszunehmen. Unrechtsstaat, Willkür; Polizeigewalt? Halte ich eher für nicht soo naheliegend.
    Mal eben zu den Fakten: Gegen die Anordnung der MPU bestehen keine Rechtsmittel. Ich weiß nicht, was Du für Angaben genau gemacht hast und was da genau passiert ist. Ich kann mir das eigentlich nicht vorstellen, was du da geschildert hast.
    Dazu müßte man Akteneinsicht nehmen.
    Deine Werte objektiv belegen eben einen Verstoss, darauf können wir uns bestimmt einigen. Sofern Du bereit bist, dir evt auch unbequeme Wahrheiten von Herrn Schüller sagen zu lassen, kannst du ihn gerne mandatieren. Herr Schüller hilft auch bei der MPU Vorbereitung, check doch hierzu das Skript zum download auf dieser Seite
    Grds läufst du Gefahr, deine FE zu verlieren, bisher hast du hier trotz der vielleicht auch berechtigten Kritik an dem polizeilichen Vorgehen für deinen Teil nur sehr wenig bis gar keine Einsichtsfähigkeit gezeigt. Das wird dir bei der MPU das Genick brechen, befürchte ich

  • #47

    Rechtsanwalt Schüller (Sonntag, 26 November 2017 13:15)

    @Bernd: Habe den Eintrag samt Namen entfernt.

    @Nina: Ich lese ungern von der Willkür des Rechtssystems. Wir sind hier im Vergleich mit anderen Ländern noch gut gelandet, das können Sie mir glauben. Was die Frage nach dem Anwalt angeht: Ich kenne Ihren Kollegen nicht und weiß nicht, ob er sich entsprechend auskennt. Das Verhalten der Polizei war nicht in Ordnung, den Anwalt darf man IMMER kontaktieren. Die Werte sprechen zunächst einmal dafür, dass Sie wohl einen Monat den Führerschein abgeben müssen. Ob daraus hinaus ein ärztliches Gutachten angeordnet wird oder die Fahrerlaubnis entzogen wird, hängt von verschiedenen Umständen ab, u.a. von dem Bundesland, in dem Sie leben. Wenn Sie sicher gehen wollen, melden Sie sich sofort, nachdem Ihr Urin frei von Drogenrückständen ist, bei einem Abstinenzprogramm auf Drogen bei TüV, AVUS, Dekra, PIMA o.ä. an. 6 Monate mindestens. Wann wurde das letzte mal konsumiert? Es gibt die Ausnahmeregelung der Vorbemerkung 3 der Anlage 4 der FeV, dazu braucht es Abstinenznachweise und den Nachweis einer möglichst abgeschlossenen Verkehrstherapie bis zur Entscheidung der FSST über die Sache. Ist also bißchen vom Glück abhängig, ob man die Sachen rechtzeitig durchkriegt, bevor die FSST sich meldet. Diese Ausnahmeregelung kann greifen, auch wenn dem Grunde nach im Moment der Rauschfahrt die Voraussetzungen für die Entziehung der Fahrerlaubnis vorlagen.

    Darüber sollte Sie Ihr Anwalt informiert haben, wenn er sich auf dieser Spielwiese auskennt, wo überall Leute stehen, die über dieses und jenes streiten.

    Bei Bedarf melden Sie sich bei mir.

  • #48

    Andreas (Donnerstag, 30 November 2017 19:27)

    Guten Abend liebes A- Team,
    der Sachverhalt bei mir zeigt sich so.

    Ich wurde am 7.8.2017 von der Polizei angehalten. Habe einen Urintest machen lassen, der positiv ausfiel. Darauf wurde mir auf der Wache Blut abgenommen. Selbst habe ich keine Angaben zu meinem Konsumverhalten gemacht. Soweit so gut. Jetzt am 25.11.2017 kam der Brief der FSST. In diesem Schreiben steht, dass die Blutwerte 2.2ng/ml THC; 52.0 ng/ml THC- Carbonsäure und 1.3ng/ml 11-Hydroxy- THC ergaben. Ausserdem wurde ich jetzt auffgefordert ein äG durchzuführen mit 3 Urintests und eine Begutachtungsstelle aufzusuchen, mit einer Frist von 3 Monaten.
    Ich muss dszu sagen, ich habe erst am 19.10.2017 komplett mit dem Rauchen aufgehört. Davor nur gelegentlich/unregelmäßig mal an einem Joint gezogen. Nun meine Fragen. Habe ich gute Chancen, dass der THC- COOH Wert gleich null ist und wie sollte ich mich bei dem Gutachter verhalten? Was möchte dieser alles Wissen?
    Bedanke mich schon jetzt bei Ihnen für die Antwort. MfG. Andi.

  • #49

    Bukem (Freitag, 01 Dezember 2017 15:53)

    @Andreas: Also: Es ist zunächst überaus unvorteilhaft, dass Du noch weiter konsumiert hast. Die Hälfte der Voraussetzungen für einen Entzug deiner Fahrerlaubnis liegen bereits vor. Die FSST will jetzt sehen, ob sie die andere Hälfte auch noch findet. Immerhin warst du klug genug, keine weiteren Angaben zu machen. Fällt man im Verkehr mit mehr als 1,0 ng aktivem THC auf (bist du bereits) und wird dann noch der Nachweis eines wenigstens gelegentlichen Konsums ( mehr als zweimal) erbracht durch ein äG oder unbedachte eigene Angaben, dann kann bereits die FE entzogen werden.

    Je nach deinem Konsumverhalten ( Dauer, Menge und Häufigkeit) wird das THC COOH bei dir unterschiedlich lange nachweisen lassen. Du erkennst jetzt das Problem? Recht frisches THC COOH , was dir jetzt nachgewiesen wird, kann nur noch kaum aus einem Konsum im August stammen. Dh, du hast dazwischen schon konsumiert.
    Du solltest dich schon jetzt um akute anwaltliche Hilfe bemühen, hier mag auch zusätzlich eine verkehrspsychologische Betreuung helfen, um einen sog Verhaltenswandel belegen zu können. Ernsthaft, deine FE ist in Gefahr, du hättest dich bereits im August hier melden sollen.

    Die Daten von Herrn Schüller stehen oben, ich wünsche dir aufrichtig viel Glück

  • #50

    Salva (Mittwoch, 13 Dezember 2017 22:13)

    Guten Abend,
    Mit einem Strafbefehl des Amtsgerichts vom September wurde mir wegen vorsätzlichen Erwerbs von Betäubungsmitteln (marihuana) jetzt eine Eignung verordnet. Nach Paragraph 14 Absatz 2 Fahrerlaubnis-Verordnung kann die Beibeingung eines ärztlichen Gutachtens angeordnet werden, wenn der Betroffene Bätäibungsmittel im Sinne des Betäubungsmittelgesetzes wiederrechtlich Besitz oder besessen hat.
    Auszug des letzten Briefes der Führerscheinstelle.

    Bis Ende Juli war ich täglicher Konsument von einem joint.
    Und vor 5 Tagen habe ich ein paar mal an einem joint gezogen. Dann kam heute der Brief.
    Ich würde nicht beim fahren angehalten oder ähnliches.
    Meinen sie man kann was tun das ich das MPU umgehen kann. Ich würde vor 10 Jahren schon mal auch aufgefallen und hab ein mpu machen müssen und bestanden aber da wurde ich beim fahren erwischt.
    Ich hab zwar schon einen Anwalt eingeschaltet bin aber nicht ganz davon überzeugt. Er hat vor, 2 Tage bevor die 14 tägige frist abläuft, das ich mich melde wo ich das Drogenscreening machen will beim Amt. Das er dann sagt das ich nicht da war und ich nochmal 14 Tage Frist haben wollen würde. Auf gut deutsch auf dumm tun. Damit ich mehr Zeit habe das sich Mein Abbauprodukt abbaut. Was meinen Sie?

  • #51

    Lee (Donnerstag, 14 Dezember 2017 17:53)

    Hallo erstmal bin ich begeistert von der Möglichkeit hier das Gemüt etwas beruhigen zu können. Vielen Dank für die Zeit und die Mühe auf jede Frage einzugehen!

    Mein Anliegen: ich besitze einen Führerschein, musste ihn aber aufgrund einer Geschwindigkeitsverletzung im Januar einen Monat abgeben.
    Jetzt wurde ich an Halloween als Fußgänger kontrolliert. Ich bejate die Frage ob ich Betäubungsmittel dabei hätte und gab an vom Nebenjob auf den Weg zu einem Kumpel zu sein. Bei mir wurden zwei Bier und weniger als 0,4g grüne Pflänzche Substanz gefunden sowie eine Mühle zum zerkleinern von Kräutern, Papier und Filter.
    Ich bekam eine Vorladung und bin der Einladung nachgekommen. Habe meine Personalien bestätigt und Aussage sowie Unterschrift verweigert.
    Außer die Geschwindigkeitsübertretung hatte ich noch nie Kontakt zur Polizei und befinde mich derzeit nach dem Studium auf der Suche nach einer Vollzeitstelle.

    Ich mache mir große sorgen eine MPU aufgedrückt zu bekommen. Ist die Sorge gerechtfertigt, oder kann ich aufatmen?
    Vielen Dank!

  • #52

    Bukem (Donnerstag, 14 Dezember 2017 21:54)

    @Salva: Keine Ahnung, wer der Anwalt ist. Daher weiß ich nicht, ob der wirklich vertieft Ahnung von der Materie hat oder jemand ist, der dreimal im Jahr so ein bißchen Verkehrsrecht nebenbei macht.
    Was er da genau mit dir vor hat, habe ich nicht genau verstanden, aber an den Erfolgsaussichten schon jetzt aber ganz große Zweifel.
    Es ist sehr fraglich, ob die Anordnung einer MPU wg Cannabis Besitzes überhaupt rechtmäßig wäre.
    Wir bräuchten hier deutlich mehr Details, Herr Schüller ist bundesweit tätig. Ohne Akteneinsicht kann man hier nichts sagen, ein guter Anwalt kann dir helfen, ein schlechter kostet nur unnötiges Geld. Etwaige Anwaltswechsel sind Gang und Gäbe. Kontaktdaten stehen oben

    @Lee: Was ganz genau hast Du gesagt? Das ist leider von erheblicher Wichtigkeit. Es liegt zwar kein Verkehrsverstoß vor, aber mit viel Anlauf kann man sich auch so die Fahrerlaubnis vom Hals schaffen.
    ZB, wenn man ggü der Polizei einräumt, schon mal vor drei Jahren Koks oder 1993 auf der loveparade ne Pille genommen zu haben. Gleiches gilt für den Mischkonsum von Alkohol und Cannabis. Lächerlich, ich weiß, aber so sieht es der Gesetzgeber. Dann ist man schlicht ungeeignet, ein Fahrzeug zu führen. Meld dich bitte

  • #53

    Lee (Donnerstag, 14 Dezember 2017)

    Danke für die Antwort Bukem.

    Ich habe gesagt, dass ich Cannabis dabei habe. Zum Konsum habe ich mich nicht geäußert. Ich habe gesagt "es ist Halloween, ich komm von der Arbeit und bin unterwegs zu nem Kumpel".
    Dann folgten Fragen zu den Gegenständen im Rucksack. Ich sagte es handle sich um eine Mühle um Kräuter zu zerkleinern. Filter und Papier und gab an wo sich das Gras im Rucksack befindet.
    Ich hatte aber Angst, dass mir mehr untergejubelt wird. Deswegen wollte ich, dass vermerkt wird, dass es sich im eine geringe Menge handelt. "Ein Gramm?" Nein sagte ich, weniger. "halbes Gramm?" Nein weniger. Dann schreib er "laut Beschuligtem 0,5g" auf. Ich meinte, dass ich das nicht gesagt habe und es nicht unterschreiben werde. Worauf der Polizist sagte ich solle unterschreiben und erst dann bekäme ich meinen Rucksack und meine Jacke wieder. Deshalb Unterschied ich.
    Zum Abschied bedankte ich mich und sagte; das war gar nicht so schlimm wie ich es jetzt erwartet habe. (der Schock des Horns hat mich irgendwie betäubt).

    Ich hoffe sehr, dass ich mich jetzt an alles erinnert habe.

    Danach war ich beim Arzt aufgrund von Albträumen. Er hat mir eine Überweisung zum Psychologen gegeben, den ich noch nicht aufgesucht habe und mir Neurexan verschrieben hatt.

  • #54

    Bukem (Sonntag, 17 Dezember 2017 14:07)

    @Lee: Entspann Dich bitte. Es liegt kein Verkehrsverstoß vor, das ist schon mal gut. Wenn überhaupt könnte hier eine Ladung zu einem äG erfolgen, guck hier mal bitte rein. https://www.gesetze-im-internet.de/fev_2010/__14.html

    Ein solches äG ist völlig unproblematisch, lies dich erst mal in Ruhe ein und frag, wenn du Fragen hast . Bei Bedarf nimmt Herr Schüller dich auch sprichwörtlich an die Hand, wenn du Hilfe brauchst.


    Ein Konsum ist ja überhaupt nicht belegt worden, selbst wenn, wäre dieser völlig unbedenklich.
    Das einzige, was grad wirklich passiert, ist ein Strafverfahren wg einer geringen Menge Cannabis. Du solltest trotzdem nicht einräumen, dass du das Cannabis zum Eigenbedarf besessen hast, auch wenn es strafmildernd wirken würde.

    Ein kleiner Tipp: Nicht weil es grad wichtig wäre in rechtlicher Hinsicht: Alpträume? Psychologe? Medikation? Tu Dir bitte selbst einen Gefallen und konsumier einfach mal weniger, es tut dir anscheinend nicht gut. Dann sollte sich mancher Gedankensalat selbst lösen.
    Wenn Du Hilfe brauchst, meld dich gerne

  • #55

    Malina (Dienstag, 19 Dezember 2017 16:13)

    Hallo.
    Ich habe meinen Führerschein angefangen und habe Post von der führerscheinstelle bekommen das ich ein ärztliches Gutachten mit drogenscreening machen soll um meine fahreignung zu prüfen.
    Bin 2015 verurteilt worden im Besitz von Cannabis zu sein für Eigenbedarf. Ich rauche seit vier Wochen nicht mehr und werde dieses Zeug auch nie wieder anpacken. Soll bis zum 20.1 ein Gutachten vorlegen. Hätte ich denn eine Chance dieses zu bestehen? Lieben Gruß

  • #56

    Samble (Mittwoch, 20 Dezember 2017 13:40)

    Hallo,
    ich ich habe Post von der Polizei erhalten. Es wurde ein Päckchen an mich Adressiert an einer Poststelle gefunden, Inhalt 5g Amphetamin. Bei der Polizeilichen Vorladung habe ich die Aussage verweigert. Nun habe ich einen weiteren Brief der Staatsanwaltschaft erhalten, in dem mir versuchter Unerlaubter Erwerb von Btm vorgeworfen wird. Gegen eine Zahlung von 500€ würde von einer öffentlichen Klage abgesehen und es gäbe keine Eintragungen in Führungszeugnisse noch im Fahreignungsregister.
    Wenn ich nun diesem Vorgehen zustimme, frage ich mich ob mit einem Brief der FSST zu rechnen ist. Eine Entscheidungsfrist habe ich bis zum 06.01.2018. Frist zur Erfüllung der Auflagen(Geldstrafe) wäre der 06.02.2018. Da ich bis vor wenigen Tagen über längeren Zeitraum THC konsumiert habe(was ich nun gänzlich eingestellt habe) stellt sich mir auch die Frage, wie lange es dauern kann bis ein Brief der FSST kommt, da ich bei evtl anstehenden Tests natürlich keinerlei Rückstände haben möchte.
    Bis THC vollständig abgebaut ist, dauert es ja eine gewisse Zeit, vorallem bei längerem Konsum. Halten Sie es für realistisch, dass sich die FSST erst im Februar/ März meldet, wodurch ich genug Zeit hätte keine Rückstände zu haben? Bis jetzt hatte ich auch nie Kontakt mit der Polizei und besitze selbst nicht einmal ein Auto, ist dies evtl relevant für ein äG, da ich kein Kraftfahrzeug führe?
    Über eine Einschätzung von Ihnen würde ich mich freuen,
    Liebe Grüße Samble

  • #57

    Bukem (Mittwoch, 20 Dezember 2017 20:47)

    @Malina: Ja klar.
    Es liegt ja kein Verkehrsverstoß unter Cannabiseinfluss vor, der Zweifel an deiner Eignung begründen würde. Es ist sicher gut, wenn du bis dahin auf den Konsum verzichtest, du würdest ein solches Gutachten aber sogar als gelegentlicher Konsument bestehen, sofern du dort angibst, immer zwischen etwaigem Konsum und der Verkehrsteilnahme, also dem Fahrzeugführen zu trennen. Immer den Wagen bis zu drei Tagen stehen lassen.
    Konsum ist hier deshalb unter Beachtung dieser Regeln ok.Jedenfalls vermeidest du dann größeren Ärger.
    Lies dich bitte bei uns weiter ein. Insbesondere interessant ist unter Drogen know how der Artikel zu den Nachweiszeiten von Cannabis.
    Wenn du fragen hast, meld dich.

    @Samble: Das Verfahren bei der StA wg des etwaigen Erwerbs des BtM ist lösgelöst davon, was die FSST macht.
    Dies Schreiben müßte man sich genauer ansehen. Ist das eine Verfahrenseinstellung unf wenn ja, weswegen genau? Nenn mal die Normen bitte.
    Sollte das eine Verfahrenseinstellung gg Geldauflage sein, kaufst du dich quasi raus. Das ist dann kein Schuldeingeständnis, man kauft sich nur von dem Risiko der Strafverfolgung frei. Also reicht das nach meinem dafürhalten nicht aus, dass die FSST aktiv werden kann, weil kein ausreichender Verdacht wg Drogenbesitzes gg dich vorliegen würde.

    Guck mal hier bitte: https://www.gesetze-im-internet.de/fev_2010/__14.html

    Trotzdem macht die FSST ganz oft, was sie will, auch wenn es rechtswidrig ist.
    Jeder eingeräumte Konsum von Drogen außer Cannabis führt quasi automatisch zum FE Verlust. Also pass auf.
    Was den Cannabiskonsum betrifft: Es liegt ja kein Verkehrsverstoß von dir vor unter Cannabiseinfluß. Also ist erstmal alles ok, auch wenn ein Gutachten kommen sollte.
    Du hast anscheinend viel Fragebedarf. Lies dich gerne bei uns ein und frag dann, wenn du durch bist

  • #58

    Malina (Sonntag, 24 Dezember 2017 08:48)

    Das hört sich doch schon mal gut an. Habe meinen Termin am 23.1 und bis dahin bin ich 9 Wochen rauchfrei. Müsste ich doch hoffe ich schaffen. Ich hoffe es sehr. Ich Danke schon mal für die Antwort, dass hat mir schon mal etwas die Angst genommen. Werde dieses Zeug nicht mehr anfassen, das hat mir echt den Rest gegeben. �

  • #59

    habub (Mittwoch, 17 Januar 2018 19:36)

    Guten Tag, erst mal Kompliment für diese Seite, sehr informativ und verständlich, danke dafür. Aus dem Text kann man nur die Folgen eines einmaligen oder gelegentlichen Konsums entnehmen, jedoch nicht die folgen des Verdachts auf Konsum. Kann ein ärztliches Gutachten überhaupt angeordnet werden, wenn nur der besitz von cannabis (nicht im straßenverkehr) nachgewiesen werden kann?
    MfG habub

  • #60

    Marco (Samstag, 20 Januar 2018 04:28)

    Guten Tag
    Ich hätte ein paar Fragen zu meiner aktuellen Situation..
    Und zwar wurde bei mir vor ca. 6 Monaten eine Hausdurchsuchung aufgrund einer handyauswertung und der dabei gefundenen Nachrichten durchgeführt.
    Bei dieser wurden 5 Gramm cannabis eine Bong ein wiegemesser mit brettchen ein grinder (mühle)und 20 leere gripptütchen gefunden.
    Außerdem wurde auf meinem handy eine Nachricht gelesen in dieser ich 18 Gramm cannabis anforderte...
    Ein paar Tage später habe ich Post bekommen in der Stand das ein Strafverfahren gegen mich eingeleitet wurde und ich des Handels mit cannabis verdächtigt werde.
    Habe einen Anwalt eingeschaltet und konnte den verdacht das Handels ausräumen, da dieser der Staatsanwaltschaft erklärte das die von mir geforderten 18 Gramm aus einer gruppenbestellung unter Freunden zum erziehlen eines besseren Preises herbeiführen.
    Auch die gefundenen gripptütchen erklärte er damit das die Bestellung in 1gramm Tütchen erfolgte und diese bei mir aufgeteilt entleert und umgefüllt worden.
    Das strafverfahren wird gegen folgende Auflagen eingestellt: 1 drogenscreening und besuchen eines FRED Kurses.
    Desweiteren bekam ich Post von der Führerschein stelle das diese ein Fachärtztliches gutachten zur Feststellung meiner fahrtauglichkeit anortnet.
    Bei dem ersten Termin des FäG habe ich eine urinprobe abgegeben und die fragen der Ärztin beantwortet.
    Bei diesen fragen kam z.b. zur Sprache wie es zu den bei mir vorgefundenen Gegenständen komme.
    Ich erklärte ihr das diese nicht mir gehören und aus den gelegentlichen treffen mit Freunden bei mir stehen geblieben sind und das ich nur 5-6 mal mitkonsumiert habe. Ihre Antwort war ein Lächeln und das sie das nicht ganz glauben könne und das es deswegen für sie auch nicht nach gelegentlichem cannabis Konsum aussieht.
    Jetzt meine Fragen:

    Muss ich damit rechnen das mir der Führerschein entzogen wird nur weil die Ärztin denkt das es sich hierbei nicht um gelegentlichen Konsum handelt, oder sind die Testergebnisse der Ausschlag gebende Punkt?

    Und ist es möglich das in einer urin oder haaranalyse unzulässige Werte festgestellt werden weil ich mal in einem geschlossenen Raum war in dem gekifft(1joint) wurde?

    Und ist es schlimm bzw. Möglich das bei einer haaranalyse der letzte Konsum vor 6 Monaten (haarlänge 5-6 cm) verstgestellt wird?

  • #61

    Marco (Samstag, 20 Januar 2018 04:51)

    Habe gerade noch gelesen das bei einem mischkonsum (cannabis alkohol) der Führerschein entzogen werden kann..
    Hoffe das das nicht zwangläufig dazu führt
    Dann das habe ich bei dem ärztlichem Gutachten angegeben...
    Bitte um schnelle Antwort
    Danke schon mal im voraus

  • #62

    Malina (Dienstag, 23 Januar 2018 13:38)

    Hallo, ich hätte nochmal eine Frage. Ich habe am 13.2 ein äg zur Feststellung zur fahreignung da ich meinen Führerschein mache. Habe bis dahin 12 Wochen nicht mehr Cannabis konsumiert. Kann ich bis dahin denn unter den thc-cooh Wert kommen um mein Führerschein weiter machen zu können. Bei den nachweiszeiten steht ja 6-8 Wochen. Kann man nach 12 Wochen noch etwas finden bzw so viel das ich nicht weiter machen kann.
    LG

  • #63

    Malina (Dienstag, 23 Januar 2018 14:57)

    Achso, habe ich vergessen, es wird ein Urin Test durchgeführt.
    Habe vor 3 Jahren eine Verurteilung bekommen im Besitz von Cannabis zu sein für Eigenbedarf.
    Lg

  • #64

    marko (Freitag, 26 Januar 2018 15:48)

    High Leute folgende Situation :
    MPU nach Cannabis Fahrt 2012
    Bestanden aufgrund fehlender Kohle erst 2017.
    Januar 2018 überführt bei Einkauf von Cannabis - nach eigener Aussage einmal in der Woche was geholt..ab und an nach Feierabend Joint Genuss zugegeben ...Fund Menge 4 g
    Muss ich um den Führerschein bangen? Bin zu Fuß aufgegriffen worden ...Fahre sowieso keine Auto mehr trotz vorhanden Führerscheins .....Ort : NRW

  • #65

    Bukem (Samstag, 27 Januar 2018 14:47)

    @all. Ich werde die Fragen asap beantworten

  • #66

    Rechtsanwalt Führerschein (Samstag, 27 Januar 2018 15:49)

    @Marco: Wenn angegeben wurde, das der Konsum von Alkohol und Cannabis gemischt wurde, dann ist der Führerschein ziemlich in Gefahr. Seit wann sind Sie denn abstinent? Es wäre hier sinnvoll, zur Sicherheit Screeningnachweise für die letzten Monate beizubringen, pro aktiv zum Verkehrspsychologen zu gehen, um evtl noch kurzfristig auf die Ausnahmeregelung der Vorbemerkung 3 der Anlage 4 FeV Zugriff zu kriegen. Für Abwarten und Tee trinken ist es hier jetzt zu spät.

    @Habub: Ein ärztliches Gutachten kann angeordnet werden, auch wenn nur Cannabis gefunden wurde. Aus dem Umständen muss sich aber der konkrete Verdacht eines regelmäßigen Konsums ergeben (sagen jedenfalls Bundesverwaltungsgericht und Bundesverfassungsgericht). Und wann dies der Fall ist, darüber streiten die Gelehrten und noch viel mehr die Halbgelehrten. Jeder Jeck macht da, was er will....

  • #67

    Rechtsanwalt Schüller (Samstag, 27 Januar 2018 16:55)

    @Malina:

    Sollen Urinproben genommen werden?

    Wenn das der Fall ist, sollte das Urin sauber sein. Aber die Frage ist, ob es das überhaupt sein muss. Und das hängt davon ab, ob der Anlass der Begutachtung eine Fahrt unter Wirkung von Cannabis war oder ob das Gutachten wegen Besitzes von Drogen angeordnet wurde. Und dazu haben Sie irgendwie nichts geschrieben :-)

    @Marko: Da kommt vermutlich ein ärztliches Gutachten. Allerdings hängt das auch von der Fragestellung der MPU damals ab...

  • #68

    Malina (Sonntag, 28 Januar 2018 17:48)

    Ja wurde wegen Besitz von Cannabis angeordnet.hatte zu der Zeit keinen Führerschein, den mache ich gerade erst. Ja wird eine urin probe genommen. Hatte ich oben nochmal dazu geschrieben gehabt.

  • #69

    Marco (Sonntag, 04 Februar 2018 08:36)

    Danke schon mal für die antwort herr Schiller.
    Ich bin seid 6 Monaten Abstinent und habe beim ärztlichem Gutachten auch schon 4-5 cm hast abgegeben
    Was meinen Sie denn mit Ausnahme Regelung und dem Rest? Was würde das für mich bedeuten?

  • #70

    Bukem: (Freitag, 09 Februar 2018 13:44)

    @Marco:Das bedeutet kurz gesagt, dass dir die FE erhalten bleiben kann, wenn der damalige Drogenverstoß eine Art einmaliger Ausrutscher wäre, etwa wegen besonderer akuter Lebenskrisen ( Jobverlust, Freundin weg usw)
    Das kann dann der Psychologe bestätigen und ein besonders guter Anwalt wie hier, hüstel, Herr Schüller, dafür sorgen, dass die FE eben nicht entzogen werden darf.
    Du siehst die Chance? Kontaktdaten von Herrn Schüller stehen oben

  • #71

    Patrick A. (Dienstag, 13 Februar 2018 09:46)

    Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Schueller,
    aufgrund vieler lobender Einträge im Internet bin ich auf Sie gestoßen. Ich möchte Ihnen kurz den Sachverhalt erörtern. Letzte Woche fand bei mir eine Hausdurchsuchung statt. Mir wird Btm Handel in Bezug auf Amphetamine in nicht geringer Menge zur Last gelegt. Die Ermittlungsbeamten haben nichts in der Hinsicht gefunden. Kein Amphetamin und keine Utensilien zum Gebrauch, Verbrauch, Verkauf, Abwiegen oder Verpacken von Betäubungsmitteln. Allerdings wurde eine indoor Plantage mit 40 Cannabispflanzen sicher gestellt. Die Angabe und Abgabe der Plantage erfolgte freiwillig. Des Weiteren habe ich die Aussage verweigert. Die Beamten erwähnten, dass sie verpflichtet seien die Fűhrerscheinstelle über den Sachverhalt zu informieren und dies auch tun werden. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen und die Akte liegt noch nicht beim Staatsanwalt vor. Ich habe keine Vorstrafen in Bezug auf Betäubungsmittel.
    Nun meine Fragen an Sie.
    Darf die Fűhrerscheinstelle eine ärztliche Untersuchung aufgrund der gefundenen Pflanzen und des Verdachts (Handel mit Btm) während der laufenden Ermittlungen anordnen? Wann kann ich, Ihrer Meinung nach, mit Forderungen der Fűhrerscheinstelle rechnen?
    Ich habe unregelmäßig Amphetamine konsumiert. Das letzte Mal vor 4 Wochen. Mein Urin ist sauber aber eine Haarprobenanalyse wäre meines Erachtens bedenklich. Natürlich lebe ich derzeit Abstinenz. Erachten Sie es für sinnvoll, wenn ich präventiv monatlich bei einem zugelassenen Institut eine Urinprobe zur Analyse abgeben würde, noch bevor die Fűhrerscheinstelle dies anordnet? Ich lebe sehr ländlich und mein Fűhrerschein hat eine außerordentliche Wichtigkeit.
    Auf baldige Antwort hoffend verbleibe ich mit freundlichen Grüßen.

  • #72

    Bukem (Mittwoch, 14 Februar 2018 22:01)

    Test

  • #73

    Bukem: (Mittwoch, 14 Februar 2018 22:14)

    @Patrick: Nur so am Rande als kleiner Tipp: Wenn Du weiter Pech hast, wächst Dir der BtM Handel Vorwurf bald über den Kopf. Wegen der erheblichen Strafandrohung solltest du ganz ganz dringend über einen versierten Strafverteidiger nachdenken. Etwaiger Ärger mit der Führerscheinstelle ist vermutlich dein kleinstes Problem.

    Was die Führerscheinstelle darf, regelt § 14 FeV: www.gesetze-im-internet.de/fev_2010/__14.html
    "Die Beibringung eines ärztlichen Gutachtens kann angeordnet werden, wenn der Betroffene Betäubungsmittel im Sinne des Betäubungsmittelgesetzes widerrechtlich besitzt oder besessen hat. Die Beibringung eines medizinisch-psychologischen Gutachtens kann angeordnet werden, wenn gelegentliche Einnahme von Cannabis vorliegt und weitere Tatsachen Zweifel an der Eignung begründen."

    Grundsätzlich liegt ja keinerlei Verkehrsbezug vor, dennoch kann hier wenigstens die Anordnung eines ärztlichen Gutachtens erfolgen, um herauszubekommen, ob du auch konsumierst.

    Was hast du für Angaben gemacht? Jeder eingeräumte oder belegter Konsum von hartem BtM ( alles von Cannabis aufwärts) führt nahezu zwangsläufig zum Verlust der Fahrerlaubnis.
    Eine präventive Analyse kann sicher nicht schaden.

    Ich würde dir insgesamt wg der Strafandrohung deines BtM Handel Verfahrens dringend anraten, Dich direkt an Herrn Schüller zu wenden und dich von ihm vertreten zu lassen

  • #74

    Lina (Donnerstag, 15 Februar 2018 09:52)

    Hallo, habe am Dienstag mein ärztliches Gutachten mit Urin probe gehabt. Da ich einen Führerschein mache.ich habe bis dahin 12 Wochen nicht mehr Cannabis konsumiert, davor aber täglich geraucht. Kann mein Test denn negativ ausfallen? Muss die Ergebnisse jetzt abwarten habe aber irgendwie total Angst davor das es schlecht ausgeht. Habe das äg bekommen wegen Besitz von Cannabis für Eigenbedarf. Hatte zu der Zeit ja auch noch keinen Führerschein, den mache ich gerade erst. Um Antwort würde ich mich sehr freuen. Lg

  • #75

    Thomas (Donnerstag, 15 Februar 2018 11:46)

    Hallo, ich musste wegen einer Fahrt unter THC ein ÄG erbringen, die Werte waren bei 1,3ng THC und 11ng THC-COOH. Bei der Polizei habe ich die Aussage verweigert und bei dem erstellen des Gutachtens wahrheitsgemäß angegeben das mein letzter und einmaliger Konsum vor 14 Jahren stattfand und aufgrund der damals ausgebliebenen erhofften Wirkung kein weiteres Interesse an Cannabis bestand. Mir wurde an diesem Abend, als ich ein weiteres mal probierte Medizinisches Cannabis angeboten, dass verursachte bei mir aber ehr Anspannung und Herzrasen als das es mir gut gefiel. Das Ärztliche Gutachten viel Positiv aus ich habe dazu einen ausführlichen Bericht des Psychologen/Neurologen erhalten. Jetzt bin ich allerdings etwas verunsichert ob die Führerscheinstelle einen Gelegentlichen Konsum annimmt obwohl ich einen Konsumabstand von 14 Jahren habe. Wie wird so etwas i.d.R. entschieden, womit muss ich noch rechen. LG Thomas

  • #76

    RIA (Donnerstag, 22 Februar 2018 17:02)

    Hallo Herr Schüller,
    Ich bin 20 Jahre alt und wohne in Baden-Württemberg.
    Ich würde vor 2 Jahren, zweimal innerhalb einer stunde mit je 0,7 Gramm erwischt (ich weiß wie kann man sich zweimal in einer std erwischen lassen) habe mich für meinen Führerschein letztes Jahr angemeldet und im November die Zusage bekommen das ich es machen darf. Jedoch würde ich jetzt vor 1,5 Wochen mit einem Joint erwischt.. (beide Male vom Zoll) habe keine Aussagen gemacht.
    Was würde jetzt auf mich zukommen? Oder würde überhaupt was auf mich zukommen da ich ja meine Zusage zum Führerschein machen bekommen hab?
    Habe mein Konsum eingestellt.
    Falls ein äg kommt was soll ich angeben? Da es schon der zweite Fall bei mir ist..
    ich bitte um Ihre Hilfe..

  • #77

    Zender (Donnerstag, 22 Februar 2018 21:12)

    Folgender Sachverhalt:
    Türsteher erwischt mich in NRW mit Cannabis, wird von der verständigten Polizei konfisziert. Wohnsitz in RLP. Tatzeitpunkt: 10/2017
    Gestern bekomme ich einen Strafbefehl
    Besitz: 0,7 Gramm Cannabis
    Strafe: 30 Tagessätze a 30 Euro = 900 Euro.
    Frage:
    1. Hinnehmen oder Einspruch einlegen
    2. Muss ich auch noch mit Post von der FSST rechnen ( Aussage wurde verweigert am Tatabend)
    Randnotiz: Der Strafbefehl ist die erste Meldung seit der Tat. Es kam nie eine Vorladung o.ä.
    Mfg
    Zender

  • #78

    Hakan (Freitag, 23 Februar 2018 00:53)

    Ich habe einen btm Eintrag. Aber noch nie ein Strafverfahren gehabt. Und auch noch nie am Steuer erwischt worden. Nur thc Utensilien wurden gefunden auch nicht nachweisbar das es mir gehört. Nun kam ein Brief vom Straßenverkehrsordnung. Muss zum Gutachter. Bin leider Dauerkonsumierer. Aber wie gesagt nicht am Steuer erwischt worden. Was passiert mit meinem Führerschein?

  • #79

    Bukem: (Montag, 26 Februar 2018 23:13)

    @Lina: Wenn Du dir Mühe machst, die verschiedenen relevanten Aufsätze zu lesen, dann wüßtest Du: THC COOH als Abbaubauprodukt ist durchaus drei Monate oder länger nachweisbar. Genaueres hängt vom individuellen Stoffwechsel und Konsummuster . Du musst jetzt schlicht abwarten. Und vorsichtshalber nicht weiter konsumieren.

    @Thomas: Das ist zu komplex für dieses Forum, denn evt sollte anwaltliche Hilfe beansprucht werden, falls da "was kommt".
    Grundsätzlich kann ein experimenteller Konsum dann auch behauptet werden klar, ob dir das abgenommen wird ohne entsprechende anwaltlichen Vortrag würde ich eher bezweifeln

    @RIA: Wir können und dürfen dir das hier so konkret nicht beantworten.Mit einem äG soll erforscht werden, OB du auch konsumierst.
    Ich würde dir ein entsprechendes tel Beratungsgespräch bei Herrn Schüller empfehlen. Es gilt nämlich zusätzlich eine absolute Wahrheitspflicht im Gutachten

    @Zender: Ein Strafbefehl ist ein verkürztes Verfahren. Ein Einspruch führt zur normalen gerichtlichen Verhandlung, die auch mit mehr Strafe ausgehen kann.
    Danach kommt sicher Post von der FSST und wohl die Ladung zum äG, um herauszubekommen, ob du auch konsumierst. Deshalb ist Vorsicht geboten. Bitte keine Angaben machen und über anwaltliche Hilfe nachdenken. Herr Schüller ist bundesweit tätig

    @Hakan: wann? Konsum und Fahren sind solange ok, wie man eben richtig zeitlich trennt. Immer bitte 72 Stunden warten und sich dran halten.
    Sollte dein THC COOH Wert, das Abbauproduk, zu hoch sein, droht dir auch ohne Verkehrsverstoß der Verlust der FE

  • #80

    Lina (Dienstag, 27 Februar 2018 14:43)

    Danke für die Antwort. Und ja, die Mühe habe ich mir schon einige Male gemacht, und das es drei Monate oder auch länger nachzuweisen ist weiss ich ja. Aber da ich ja, so wie ich das verstehe, ja nicht komplett auf null sein muss, steht mir halt noch die Frage, dass nach 3 monaten der thc cooh wert doch nicht mehr all zu hoch sein müsste. Oder verstehe ich das falsch? Mich macht das halt alles total wahnsinnig, und dieses lange warten, die sagten eine Woche dauert es, jetzt ist es schon 2 Wochen her. Ich mache mich schon als selber glaube ich total verrückt. Und rauchen tue ich dieses Zeug sowieso nie wieder, das war mir eine Lehre!

  • #81

    Gustav (Dienstag, 06 März 2018 17:52)

    Guten Tag,
    folgende Situation: Hatte vor 5 Jahren einen Unfall. Bin in eine Laterne und einen Zaun gefahren. Hatte noch keinen Führerschein und stand unter der Einwirkung von Cannabis und Alkohol (THC: 2,6 ng/ml, THC-COOH: 88,5ng/ml, Alk:. 0,19 mg/g Blutalkoholkonzentration)

    Ich habe vor ein paar Monaten mit dem Führerschein angefangen und bin fast fertig habe nur noch auf die Zulassung für beide Prüfungen gewartet. Nun habe ich stattdessen einen Brief bekommen das ich zur MPU soll.

    Meine Frage ist nun ob ich ein Jahr lang warten muss bis ich zur MPU kann oder ob man diese verkürzen kann? Immerhin ist der Vorfall 5 Jahre her und ich habe mir seit dem nichts mehr zu Schulden kommen lassen und auch kein Cannabis konsumiert. Meine Haare sind leider sehr kurz. Ja, damals habe ich relativ regelmäßig konsumiert.

    Vorab danke für die Antworten.
    Mit freundlichen Grüßen Gustav.

  • #82

    Lina (Freitag, 09 März 2018 14:34)

    App, wollte nur mal mitteilen das mein warten ein Ende hat. Ich habe mein äg geschafft und war nach 83 tagen sauber. Werde nun bald in meine fahschul Prüfungen starten. Und bin überglücklich. :-) allen anderen auch noch viel Erfolg die so was durch machen. :-)

  • #83

    Benni (Samstag, 10 März 2018 08:35)

    Hallo zum Sachverhalt am 06.11.2017 wurde ich angehalten und positiv auf Cannabis getestet. Musste meinen Führerschein für 4 Wochen abgeben. Jetzt habe ich noch ein Brief für Überprüfung zur Eignung von Führen von Kraftfahrzeugen (THC 11ng/ml THC-COOH 87ng/ml) muss jetzt zur ärztlichen Untersuchung und habe seitdem Tag 06.11.2017 nicht mehr gekifft. Muss ich mir jetzt noch Sorgen machen wegen Mpu oder muss ich da iwelche Fragen beantworten wie oft ich gekifft habe. Kann ich noch weitere Sachen bekommen auch wenn jetzt die ärztliche Untersuchung alles clean ist. Was ja auch sein muss.

  • #84

    Bukem: (Donnerstag, 15 März 2018 21:18)

    @all Antworten kommen grippebedingt bisserl später.

  • #85

    Bukem: (Sonntag, 18 März 2018 09:23)

    @Lina: Also, ganz so schlimm ists ja auch nicht. Du musst in Zukunft einfach auf die zeitliche ausreichende Trennung zwischen Konsum und dem Fahrzeug führen achten. Wenn Du jeweils bis zu 72 Stunden einplanst und erst dann fährst, ist alles recht sicher. Ganz grds tust du dir einen weiteren Gefallen, wenn du darauf achtest, eben kein BtM mit dir herum zu führen. Dann sind beide Hauptärgerquellen ziemlich sicher im Griff

    @Gustav: Grds sollten wir einen solchen Brief lieber sehen, bevor man verbindlich deine Frage beantworten kann. Was steht denn genau drin? Ist da ein Zeitraum als Abstinenznachweis genannt? Hättest du längere Haare ließe sich der Jahreszeitraum ja schon jetzt durch die Haaranalyse belegen.

    @Benni: Das ist ja bereits die MPU, mein Lieber. Deine Werte waren zugegeben auch recht zornig.
    Das du nicht weiter konsumiert hast, ist sicher richtig und die einzige Möglichkeit, deine Fe zu erhalten.
    Es soll hier ermittelt werden, ob du charakterlich geeignet bist, weiterhin ein Fahrzeug führen zu dürfen.
    Es kommt hier drauf an, ob du auch weiterhin konsumierst und wenn ja, wie. Konsum und Fahrzeugführen schließen sich nämlich nicht aus, solange man auf die richtige zeitliche Trennung achtet. Zb Freitags rauchen und erst Montag fahren ginge, da dann die THC Werte sich soweit abgebaut haben würden. Immer bis zu 72 Stunden warten,.
    Es hängt hier eben auch davon ab, was du da behauptest , ob gelegentlicher Konsum bei richtiger Trennung oder eben kein Konsum,dann wird die Eignung anders bewertet.

  • #86

    Jones (Montag, 19 März 2018 12:49)

    Hallo Herr Schüller,

    zu aller erst ein ganz großes Kompliment und Respekt an Ihre Seite !!!

    Nun zu meinem Problem:

    Ich wurde am .03.11.17 in München routinemäßig und ohne Fahrauffälligkeiten kontrolliert und musste pinkeln sowie Blut abgeben. -> Resultat 3,1 ng/ml, 1,2 ng/ml Hydroxy-THC und 41 ng/ml THC carbonsäure. Ich selbst komme aus Hessen und wurde nun aufgefordert, bis zum 3.5.18 ein äG abzuliefern oder FS Entzug.
    Ich selbst war Dauerkonsument, habe allerdings am 18.12.17 zum letzten mal konsumiert und im November gar nicht.
    Meine Frage: Kann ich angeben dass ich dort einen Kumpel besucht habe und mit Ihm den Konsum ausprobiert habe bzw glauben Sie,sie werden hinterfragen wer es war und es prüfen, ob er z.B wirklich dort wohnhaft ist ?
    Wie sieht es rechtlich aus wenn es auffliegt dass man eine Falschangabe gemacht hat ?
    Ich habe bei der Polizei laut Akte ´´angeblich´´ angegeben dass ich vor 1-2 Tagen das letzte mal einen Joint geraucht hätte aber das habe ich nie gesagt...
    Meinen Sie es funktioniert,wenn ich das überzeugend abstreite,dass ich das nur gesagt hätte weil ich glaubte, dass die Strafe dann geringer ausfallen würde als ein Konsum vor ein paar Stunden oder haben die mich mit dieser ´´Angabe`` am Sack ?
    Bisher habe ich keinen Rückwirkenden Abstinenznachweis durch eine Haaranalyse, allerdings werde ich dies noch für drei Monate versuchen nachzuweisen. Ich habe mir jedoch die Haare nie ganz abgeschnitten sondern nur zweimal nach, ich habe gelesen das 10-20 Prozent der Haare in der Stillstandphase sind und erst nach bis zu 6 Monaten ausfallen, sodass diese noch THC ´´verseucht sind´´ Können Sie mir etwas dazu sagen und glauben Sie ich hätte mir ohne zusätzlichen Abstinenznachweis ein ein Eigentor geschossen ?

    LG und vielen Dank für Ihre Kompetenz im voraus ;)

  • #87

    Gustav (Dienstag, 20 März 2018 14:48)

    In dem Brief stehen die oben angegebenen Werte, die Tat und das ich gelegentlich Cannabis konsumiere und nicht zwischen Konsum und Fahrt getrennt würde. Außerdem das in der Regel erst nach 1 Jahr Abstinenz wieder eine Eignung angenommen werden kann. Aufgrund des zeitlichen Verlaufs gibt man mir die Möglichkeit die Zweifel durch eine medizinisch-psychologische Begutachtung auszuräumen. Ich soll mitteilen ob ich das in 3 Monaten schaffe.

    Was soll ich darunter verstehen.
    Kann ich die MPU direkt machen oder soll ich 1 Jahr Nachweise bringen?

    (Das ganze spielt sich in Braunburger ab)

    Andere Frage: Nach 5 Jahren werden Einträge aus dem bzrg gelöscht, sofern nichts neues dazu kommt. Zählt es wenn man Mal mit dem Gram Gras erwischt wurde, aber die Anklage nicht erhoben wurde. Icih meine verlängert sich der Löschzeitraum dann auf 10 Jahre?

    Mit freundlichen Grüßen,

    Gustav

  • #88

    Gustav (Dienstag, 20 März 2018 14:50)

    In Brandenburg, nicht Braunburg.

  • #89

    Daniela (Dienstag, 20 März 2018 23:54)

    Guten Abend,

    habe im Nov.17 einen Verkehrsunfall mit dem Fahrrad verursacht. ( Sachschaden, kein Personenschaden) .Habe einen Führerschein, war aber an diesem Tag mit dem Fahrrad unterwegs. Mir wurde im Krankenhaus Blut entnommen. War einmal zur Akteneinsicht bei der Polizei, dort wurde kurz erwähnt, dass bei der Blutentnahme etwas gefunden wurde (Alkohol trinke ich NICHT), aber keine Einzelheiten genannt. Ich hatte auch nicht nachgefragt. Dachte mir, es wird alles per Post kommen.

    Bis heute habe ich noch kein Schreiben erhalten, weder zum eigentlichen Unfall noch zum BTM.

    Ich war bis zu diesem Zeitpunkt Dauerkifferin. Dann sofort eingestellt mit einem jetzt kurzen einwöchigem Rückfall, werde es wieder einstellen. Ich benötige den Führerschein beruflich. Bin bisher nie strafrechtlich aufgefallen.

    Womit muss ich rechnen? Was kommt auf mich zu? Wird auf jeden Fall ein äG angeordnet werden? Lassen die Behörden sich absichtlich Zeit um dann ein äG anzufordern, um gelentlichen/regelmäßigen Konsum nachweisen zu können?

    Was raten Sie mir?

    Herzlichen Dank für Ihre Antwort im Voraus...

    MfG

  • #90

    Bukem (Mittwoch, 21 März 2018 21:35)

    Test

  • #91

    Karl (Freitag, 23 März 2018 16:58)

    Ich wurde im Verkehr angehalten und bei einer Blutprobe wurden mir 3,1ng THC und 42 TH COOH nachgewiesen. Nun muss ich ein ärztliches Gutachten vorlegen mit zwei Screenings, die negativ ausfallen werden. Wie kann ich den Gutachter davon überzeugen, dass ich einen Einmalkonsum hatte?

  • #92

    Bukem: (Mittwoch, 28 März 2018 23:38)

    @Karl: Das kann ich dir hier leider nicht in concreto vordiktieren.
    Ehrlich und glaubwürdig sein wird bestimmt helfen. Alles andere riechen die.
    Vielleicht war das alles ein heilsamer Schock für dich? Eventuell gab es einen bestimmten Grund bzw Auslöser für den Konsum? Etwa private Probleme wie Trennung, Streß oder Jobverlust?

  • #93

    Thomas (Freitag, 30 März 2018 17:22)

    Hallo eine Frage 2013 eheprobleme meine Frau hat der polizei 1.5 gram mariuhaner abgegeben und die haben mich mitgenommen urintest positiv zugegeben das ich gelernt mich rauche am mai 2017 e zigarette geraucht liquid zu stark gewesen 18 mligram Nikotin sie dachte das ich drogen konsomirt habe war nicht der Fall Krankenwagen gekommen mit ins kranken Haus bin dann auf eigener Verantwortung wieder nachhause 30 Minuten später klingelt es an der Tür polizei die sagten das ich einfach das Krankenhaus verlassen hätte und die haben auch gleich Krankenwagen geholt und ab in die Klapse drogentest war negativ am nächsten Tag wieder nachhause august habe ich dan angefangen xliquid zu rauchen meine Frau hätt das mitbekommen im Oktober sie hat mir das xliquid weggekommen am nächsten Tag Ruf sie Krankenwagen wegen Selbstmord Gedanken das war von mir nicht so gemeinde polizei Kamm mit Krankenwagen die haben mit mir geredet aber dann bin ich weggelaufen die polizei hinterher wieder ab in die Klapse meine Frau hat wieder das xliquid der polizei gegeben diesmal war ich dann freiwillig 18 Tage drin würde dan auf tapletten eingestellt wegen Depressionen ab Ende Dezember nichts mehr geraucht und bin nie unter Drogen Auto gefahren jetzt muß ich ein ärtztliches gutachten machen

  • #94

    Loghog (Samstag, 31 März 2018 12:46)

    Hallo.
    Am 31.03 um circa 1:30 Uhr wurden ein Kollege und ich auf dem Nachhauseweg kontrolliert. Wichtig: Wir sind zu Fuß gelaufen. Bei ihm wurde etwa 0,4g gefunden bei mir garnichts. Jedoch wurde uns Konsum vorgeworfen, da wir stark nach Cannabis gerochen haben. Hatte bereits einen Fall wo ich Cannabis (0,7g und ein Joint) mitführte, dieser wurde aber fallen gelassen. Bei der Kontrolle stellte eine Polizistin, die zufälligerweise auch beim ersten Fall dabei war, fest, dass ich einen Führerschein habe und meinte dass sie diesen Vorfall dem STVA melden müssen. Sie ging von nicht einmaligen Konsum aus, aber hatte nichts konkretes gesagt, ob Verdacht auf gelegentlich oder häufiger Konsum vorliegt. In wiefern hab ich mit Konsequenzen zu rechnen?

  • #95

    Tim (Donnerstag, 05 April 2018 21:55)

    Hallo Herr Schüller,
    Ich wurde am 26.01.18 bei einer allgemeinen Verkehrskontrolle angehalten. Da mein Wagen von innen nach Cannabis gerochen hat haben die meinen Wagen durchsucht aber kein Cannabis gefunden sofern nur Utensilien. Daraufhin musste ich zur Wache und mir wurde Blut abgenommen.
    Gestern kamen meine Werte an. THC 3,8ng und THC COOH 30ng. Der schock nach der Polizeikontrolle saß so tief das ich nicht mehr konsumiert habe. Allerdings habe ich nicht mit einer erneuten Blutkontrolle gerechnet und war anwesend wenn meine Freund geraucht haben (passivrauchen). Jetzt muss ich innerhalb der nächsten 8 Tage zur Kontrolle und ein Gutachten innerhalb der nächsten 30 Tage einreichen.

    1. Habe ich eine Chance auf Einmalkonsum?
    2. Wird mir nur Blut abgenommen oder muss ich auch direkt ein psychologisches Gespräch führen?
    3. Wird mir der FS entzogen auch wenn ich minimale THC Spuren im Blut habe durch das Passivrauchen?
    Vielen Dank im Voraus!

  • #96

    Stephan (Freitag, 06 April 2018 19:28)

    Hallo ihr verständnisvollen Helden!
    Ich habe natürlich auch eine Frage zu einem Problem.
    Angehalten vormittags am 5.2, zugegeben Sonntags in der Nacht zum Super-Bowl einen Joint geraucht zu haben, Blutwerte trotz jahrelangem Konsum 2,3 aktiv und 35,0 Abbauprodukt.
    Jetzt zum äG. Seit 8Wochen natürlich nicht mehr konsumiert.
    Könnte ich auf Einmalkonsum plädieren oder lieber auf glgl mit dem Hinweis das ich immer trennen kann und diesmal dummerweise einmal die 72std nicht eingehalten habe wg einem familiären Notfall und dies natürlich nie wieder passiert?!?

    Liebe Grüße mit Dank im voraus

  • #97

    Axel (Mittwoch, 11 April 2018 16:50)

    Hallo, ich wurde im April 2017 auf thc getestet, Urin und Blut. Bußgeldbescheid im Juli 2017 bekommen. Geldbuße 500 Euro + 172 Euro Auslagen der Polizei , Fahrverbot 1 Monat. Im Bußgeldbescheid steht als Beweismittel Toxologisches Gutachten. Ein Toxologisches Gutachten habe ich bis zum heutigen Zeitpunkt nicht bekommen. Hab also keine Werte. Meine Frage : wo kann ich das Toxologische Gutachten einsehen oder anfordern?

    Mein Führerschein musste ich im Oktober beim Straßenverkehrsamt abgeben mit einer Sperrfrist von 6 Monaten.

    Mich interessiert in erster Linie das toxologische Gutachten.

    Danke im voraus
    Axel

  • #98

    Bukem: (Mittwoch, 11 April 2018 21:02)

    @Thomas: Ich habe das jetzt mehrfach lesen müssen, aber noch nicht verstanden, was Du jetzt möchtest bzw, wo und ob Du Hilfe brauchst. Magst Dich nochmal melden?

    @Loghog: Du hast keine Angaben gemacht? So ist es recht. Es ist eigentlich alles cool, du hast nichts dabei gehabt, deshalb im Gegensatz zu deinem Kollegen auch kein strafrechtliches Ermittlungsverfahren wg BtM Besitzes.
    Trotzdessen kann und wird die Führerscheinstelle auf dich zukommen, um deine Fahreignung zu überprüfen. Das bedeutet ein ärztliches Gutachten mit screening
    Das ist aber nicht schlimm, denn du hast ja keinen Verkehrsverstoß begangen und ein Fahrzeug mit mehr als 1,0 ng aktiven THC geführt.
    Du musst also keine Angst haben, lies dich unter den Schwerpunktthemen entspannt ein und frag, wenn du Fragen hast

    @Tim: Puh. Gute Fragen, die im Einzelfall so und so ausfallen können. Du brauchst anwaltliche Hilfe und zwar asap. Herr Schüller ist bundesweit tätig.

    Ja, schlimmstenfalls kann dir die FE entzogen werden. Darum ab zum Anwalt

    @Stephan: Das ist genau die Fragestellung. Es gibt ja Ausnahmetatbestände. Allerdings würde ich aus verschiedenen Gründen abraten, dies selbst mit der Behörde zu kommunizieren. Das führt ganz regelmäßig zu nichts. Dafür gibt es spezialisierte Anwälte, die das hauptberuflich und in deinem Interesse regeln und dir eine faire Chance bieten, die FE zu behalten

    @Axel? Ein Fahrverbot ist das eine, eine Sperrfrist wird aber nur bei dem Entzug der Fahrerlaubnis festgesetzt. Erzähl mal bitte genauer, was und warum da passiert ist

  • #99

    Axel (Donnerstag, 12 April 2018 15:45)

    Hallo, ich hatte eine verkehrskontrolle. Bin einen 50er roller bei Regen gefahren. Grund der Kontrolle laut Polizist, es ist ungewöhnlich das man bei Regen mit dem Roller fährt. Es wurde ein Augen test wegen Reaktion vor Ort durchgeführt und ich musste eine Urin Probe abgeben, die positive war. Der Polizist fragte mich ob ich Marihuana geraucht habe ich. Ich habe "leider" geantwortet das ich letzte Samstag geraucht hätte aber nicht am Tag der Kontrolle. Darauf hin musste ich mit zur Polizeiwache und ein Arzt hat mir eine Blutprobe entnommen und ich musste Übungen wie auf einer Linie gehen und die Fingerspitzen zusammen führen. Der Polizist sagte dann ich könnte gehen soll meinen roller aber 24 Stunden nicht mehr fahren. Habe noch gefragt was mich erwarten würde und der Polizist sagte, das ich mindestens 4 Wochen Fahrverbot bekomme. Das war im April 2017. Im Juli 2017 kam der Bußgeldbescheid. Anfang Oktober hab ich ein Schreiben des Straßenverkehrsamt bekommen, das ich bis zum 05.10.2017 meinen Führerschein abgeben soll. Wenn ich dieses nicht mache, ich 3000 Euro Strafe zahlen müsste. Hab ich natürlich gemacht und ist auch bestätigt worden. In dem Schreiben was ich ausgehändigt bekommen habe steht die Sperrfrist von 6 Monaten und wie ich meinen Führerschein wieder bekommen kann. Ein Ergebnis der Blutbrobe ist mir aber nicht zugestellt worden. Weiß nicht wie hoch oder niedrig mein thc Wert zum Zeitpunkt der Kontrolle war.
    Gruß Axel

  • #100

    Stephan (Donnerstag, 12 April 2018 17:35)

    Vielen Dank für die Antwort.
    Der Urintest ist bereits morgen(ist ja nur Freitag der 13.) und so muss ich hoffen das bei mir kein Abbauprodukt hängen geblieben ist und ich so tatsächlich nur einmal im Leben geraucht habe.
    Liebe Grüße

  • #101

    Lisa (Sonntag, 15 April 2018 01:30)

    Ich lebe in bayern und wurde ende februar von der polizei mit einer geringen Menge haschisch und einem joint erwischt, mache meinen Führerschein aber derzeit erst. Ich habe bisher noch keinen brief erhalten, ob das verfahren eingestellt wurde oder nicht, jedoch letzte woche einen brief von der führerscheinstelle, dass sie informiert wurden, dass gegen mich ein Verfahren anhängig ist und der Antrag bis zum Abschluss des gerichtlichen Verfahrens zurückgestellt wird. Ich soll den Ausgang des Verfahrens mitteilen und dann wird geprüft, ob meinem antrag entsprochen werden kann. Kann ein äG angeordnet werden, auch wenn ich mich zu der zeit zu Fuß im wald befunden habe? Ich habe ehrlich gesagt zuvor regelmäßig konsumiert und den konsum bis zu dem brief von der fss nicht eingestellt, da ich nicht mit folgen gerechnet hatte, nun habe ich jedoch angst, dass ich meinen Führerschein gar nicht erst machen kann

  • #102

    Lisa (Sonntag, 15 April 2018 01:33)

    Außerdem muss ich noch hinzufügen, dass an dem Tag, an dem ich erwischt wurde keinerlei Tests gemacht wurden und nur dee joint daraufhinweist, dass ich konsumiere. Angaben dazu musste ich auch keine machen. Der Polizist hatte jedoch gefragt wieso ich um diese uhrzeit hier rauche und ich habe ihm geantwortet, dass ich nach der arbeit nur einen rauchen wollte.. war das ein Fehler?

  • #103

    Daniela (Sonntag, 15 April 2018 04:39)

    Gibt es einen Grund, warum mir nicht geantwortet wird? Schaue seit Wochen nach, aber leider keine Antwort ...

  • #104

    Loghog (Sonntag, 15 April 2018 19:40)

    @Bukem Also eine genaue Aussage hab ich nicht getätigt, aber ich meinte, dass ich ja nicht bekifft gefahren bin und es auch nicht tue. bzw. Dass ich verantwortlich konsumiere. Hoffe, dass das kein Fehler war, wollte mich aber dennoch verteidigen, da ich nicht nachvollziehen konnte warum die Polizisten einen Bericht an die Führerscheinstelle schicken wollten.

  • #105

    Loghog (Sonntag, 15 April 2018 21:12)

    Zusätzlich dazu. Ich habe ein Reizdarmsyndrom, was auf der Liste der für med. Marihuana geeigneten Krankheiten der Bundesregierung aufgelistet ist. Bin jedoch nicht beim Arzt gewesen um mir ein Rezept ausschreiben zu lassen. Würde es für mich zuvorkommender sein, wenn ich mir ein Rezept aneigne? Dass dann es wahrscheinlicher ist, dass dabei für die Führerscheinstelle nichts rumkommt?

  • #106

    Bukem: (Montag, 16 April 2018 19:21)

    @Daniela: Dann bist du hier anscheinend durch gerutscht, was bei dem Input hier auch mal schnell passieren kann.Entschuldigung dafür. Ich weise gern drauf hin: Das hier ist ein kostenloser Service, wenn du Wert auf schnelle Beantwortung legst, kannst du jederzeit Herrn Schüller kostenpflichtig mandatieren, Daten stehen oben.
    Ich habe jetzt einmal durchgescrollt, aber dich nicht gefunden. Magst Du die Frage dann einfach wiederholen?

    @Loghog: Naja, die machen och nur ihren Job.
    Für den Vorfall jetzt brächte eine Cannabis Verordnung sicher nichts. Betroffene mit einer Cannabisverordnung dürften aber straffrei unter THC Einfluß fahren, wenn sie sich selbst für fahrfähig halten. Find ich sehr grenzwertig. So wie du das machst ist es cooler

    @Axel: Das klingt wie eine schlechte Räuberpistole. Irgendwas in der Geschichte fehlt oder ist falsch.
    Vermutlich solltest du immer noch über anwaltliche Hilfe und Aufklärung nachdenken. Damit das mal nachvollzogen werden kann. Herr Schüller hilft übrigens auch bei der schnellen Neuerteilung der FE. Daten stehen oben

    @Stephan: Viel Glück!

    @Lisa: Klingt schlimmer als es ist. Im Zweifel gäbe es ein ärztliches Gutachten. Du hast ja nicht unter Cannabiseinfluß ein Fahrzeug geführt. Hast Du Angaben zu deinem Konsumverhalten gemacht? Also wieviel, wie oft oder was? Alles außer Cannabis ist Gift für die FE. Zweitens Cannabis in Verbindung Alkohol auch. Also hast Du noch nie was anderes als da Cannabis probiert und nichts dazu getrunken, sonst gibt es Aus von der Führerscheinstelle

  • #107

    Lisa (Dienstag, 17 April 2018 16:04)

    Nein ich habe gar keine Angaben zum Konsumverhalten gemacht. Sollte ich falls ich befragt werde oder es zu einem äG kommt also behaupten ich hätte nur an dem tag etwas gemacht? Denn ich habe es täglich geraucht davor und eben auch danach noch bis zu dem brief der führerscheinstelle. Und ich habe noch eine frage, wäre es überhaupt möglich, dass ich deswegen getestet werde? Oder darf man ein äG erst anfordern wenn beweise vorliegen dass ich konsumiert habe. Und falls ja, wäre der Joint ein beweis? Vielen dank!

  • #108

    Daniela (Mittwoch, 18 April 2018 20:39)

    Guten Abend,

    finde es ganz toll, dass Sie das kostenlos machen. Wenn ich dann endlich mal was Näheres weiß, werde ich mich mit Herrn Schüller in Verbindung setzen. Kämpfe im Moment mit der Sucht und habe an und zu nachgegeben aber im Großen und ganzen rauche ich kaum noch. Also hier ist die damals gestellte Frage

    Ich habe im Nov.17 einen Verkehrsunfall mit dem Fahrrad verursacht. ( Sachschaden, kein Personenschaden) .Habe einen Führerschein, war aber an diesem Tag mit dem Fahrrad unterwegs. Mir wurde im Krankenhaus Blut entnommen. War einmal zur Akteneinsicht bei der Polizei, dort wurde kurz erwähnt, dass bei der Blutentnahme etwas gefunden wurde (Alkohol trinke ich NICHT), aber keine Einzelheiten genannt. Ich hatte auch nicht nachgefragt. Dachte mir, es wird alles per Post kommen.

    Bis heute habe ich noch kein Schreiben erhalten, weder zum eigentlichen Unfall noch zum BTM.

    Ich war bis zu diesem Zeitpunkt Dauerkifferin. Dann sofort eingestellt mit einem jetzt kurzen einwöchigem Rückfall, werde es wieder einstellen. Ich benötige den Führerschein beruflich. Bin bisher nie strafrechtlich aufgefallen.

    Womit muss ich rechnen? Was kommt auf mich zu? Wird auf jeden Fall ein äG angeordnet werden? Lassen die Behörden sich absichtlich Zeit um dann ein äG anzufordern, um gelentlichen/regelmäßigen Konsum nachweisen zu können?

    Was raten Sie mir?

    Herzlichen Dank für Ihre Antwort im Voraus...

    MfG

  • #109

    Armin Wenz (Freitag, 20 April 2018 18:32)

    Guten abend
    Ich wurde am 05.02.2018 Angehalten und habe einen tag zuvor gras geraucht
    Am ende kam raus THC 0,5ng/ml und Thc cooh 15ng/ml
    ich bin noch fahranfaenger weiss nicht ob das relevant ist
    aufjedenfall muss ich bis zum 17.10.2018 Ein drogen screening machen von min 3 proben
    3Urin und/oder Blut und/oder haaruntersuchung in unregelmäßigen Abständen ab zu geben
    meine frage ist ob ich aussuchen kann bei dem gutachten ( von einem amtsartzt) was ich von den dreien mache soll oder ob die mir dann sagen was fuer eine probe ich ab zu geben habe
    MFG
    und schonmal vielen dank fuer die antworten

  • #110

    Horst (Freitag, 20 April 2018 20:24)

    Ich kam in eine große Polizei und zoll Kontrolle. Musste Blut lassen nachdem der Urin test positiv war.
    Fahre 25.000km im Jahr es kam in den letzten 15jahren zu einem Unfall mit leichtem blechschaden dieses passierte in einer fremden Stadt mit ungewohnten zwei Spuren pro Seite.
    Der Konsum kommt dadurch das dieses besseren Erfolg hat für mich in der Wirkung als Arzneimittel wie telfast oder l thyrox. Seit dem ich sativa konsumieren brauche ich keine Tabletten mehr nehmen bzgl allergien und Schilddrüse und habe nicht mehr mit den Nebenwirkungen zu tun wie zu. B. appetitlosigkeit antribslosigkeit . Dieses ist allerdings nicht mit einem Arzt besprochen.
    Ich arbeite 15jahre im sozialen Bereich bzw einen Arbeitgeber, wo wir starken Mangel an Mitarbeiter haben.
    . Der Verlust der fahrerlaubniss würde unter anderem mit sich führen das ich nicht mehr zu meim Arbeittsplstz komme. Keine Versorgung an Nahrungsmittel und sauberer Bekleidung durch den Mangel von öffentlichen Verkehrsmittel.
    Da mein Job psychisch sehr belastend ist und viele Kollegen mit Burnout out ausfallen ( nach kurzer Zeit). Hilft mir indica zu Entspannen und ggf Schlaf losigkeit die auch unteranderem durch diese Medikamente kommen.
    Ich hoffe sie können mir helfen meine Existenz zu behalten. Mfg

  • #111

    Rechtsanwalt Cannabis (Dienstag, 24 April 2018 00:55)

    @Horst: Man kann und sollte die Voraussetzungen für eine Ausnahmeregelung erarbeiten. Das muss so schnell wie möglich erledigt werden, da wir nicht wissen, wann die Fahrerlaubnisbehörde an Sie herantritt. In Betracht kommt (wenn der THC Wert mindestens 1,0 beträgt): Anordnung ärztliches Gutachten, Entziehung oder MPU ohne Entziehung. Je nach Bundesland und je nachdem, ob der Sachbearbeiter eher locker oder sehr unlocker ist. Ich kann Ihnen gerne helfen dabei, aber wir sollten das so schnell wie möglich angehen. Sie können hier nachlesen, wie das funktionieren kann (gilt für alle Drogen): https://www.strafverteidiger-schueller.de/2018/01/24/entziehung-des-fs-abgewendet-durch-ausnahmeregelung-bei-33-ng-ml-thc-206-ng-ml-thc-cooh-und-16-9-ng-ml-amphetamin/

    Schreiben Sie mir eine Mail, wenn ich Ihnen helfen soll, Ihre Existenz zu sichern. Bei drohenden Verlust des Arbeitsplatzes muss man sofort aktiv werden. Aber der Konsum muss eingestellt werden, also kein Cannabis mehr rauchen.

  • #112

    Rechtsanwalt Führerschein (Dienstag, 24 April 2018 01:05)

    @Daniela: Im Grunde gilt auf für Sie das, was ich im Beitrag #111 geschrieben habe. Über Screeningmaßnahmen und eine Verkehrstherapie kann man oft die Entziehung der Fahrerlaubnis noch verhindern. Ab 3 Monaten Abstinenznachweisen und einer abgeschlossenen Verkehrstherapie bestehen gute Chancen. Ich helfe gerne. Schreiben Sie mir bei Bedarf eine Mail.

    @Armin Wenz: Urinproben machen. Konsum einstellen. Ohne Akteneinsicht sollte man ein solches Gutachten nicht durchführen. Der gelegentliche Konsum von Cannabis kann hier eingeräumt werden. Hier ist allerdings schon fraglich, ob die Anordnung des Gutachtens an sich rechtmäßig ist. So oder so sehe ich gute Chancen für Sie. Ein Mischkonsum Cannabis / Alkohol führt zur sofortigen Entziehung. Man sollte also überlegen, ob man das einräumt. Auch wenn man einräumt, schon mal harte Drogen versucht zu haben (Kokain, Speed, MDMA etc), dann ist der Führerschein auch weg. Ich übernehme das gerne als Mandat und erkläre die Sache Ihnen genauer.

  • #113

    Thies* (Mittwoch, 25 April 2018 19:42)

    *Name geändert

    Guten Abend Herr Schüller,

    tolle Arbeit, die Sie hier leisten. Musste beim Lesen Ihrer Beiträge auch das ein oder andere Mal schmunzeln (Stichwort "im Herzen Raver").
    Nun zu meinem Sachverhalt:
    Bei mir wurden bei einem Musikfestival in Baden-Württemberg Anfang März 2 Cannabiszigaretten, die nicht mehr als 0,7g Cannabis enthalten haben dürften, sichergestellt. Es wurde seitens der Zivilpolizisten keine Befragung bzgl. des Konsums vorgenommen, weiterhin auch keine Tests durchgeführt. Ich habe die Aussage komplett verweigert und auch nichts unterschrieben. Es lag kein Bezug zum Straßenverkehr vor, des Weiteren ist es meine erste Auffälligkeit mit den Ermittlungsbehörden gewesen. Vor zwei Wochen kam dann wie erwartet der Brief der Staatsanwaltschaft Mannheim, mit der Aussage, dass von der Verfolgung gemäß § 31a Abs. 1 BtMG abgesehen wird.
    So weit, so gut. Nun stellt sich mir die Frage, ob ich trotz all dessen noch Post von der Führerscheinstelle erhalten werde. Ich bin mittlerweile seit vier Jahren nicht mehr in der Probezeit und noch nie auffällig geworden im Straßenverkehr. Falls es der Beantwortung der Frage dienlich ist, kann ich ihnen auch gerne noch meinen Wohnort zukommen lassen (liegt in Schleswig-Holstein).
    Stutzig macht mich nämlich dieser Artikel, wonach einer Frau bei bloßem Besitz von einer als geringfügig zu betrachtenden Menge Cannabis (sie fuhr im Taxi zu einem Festival) ein ärztliches Gutachten angeordnet wurde. Sie kam der Aufforderung nicht nach, klagte dagegen und Stadt und Land haben sich schriftlich bei ihr entschuldigt. Zu beachten ist, dass dieser Artikel bereits drei einhalb Jahre alt ist:
    https://www.zeit.de/wissen/2014-10/marihuana-kiffen-fuehrerscheinentzug
    Weitere Informationen:
    https://hanfverband.de/nachrichten/news/fall-nr-1-jennifer-westhauser-ueber-ihren-fuehrerscheinverlust-video

    Muss ich nun noch mit einem Brief der Führerscheinstelle rechnen?

    Ich freue mich über eine Antwort!

    Mit freundlichen Grüßen

  • #114

    XTC gefunden (Mittwoch, 25 April 2018 21:06)

    Sehr geehrter Herr Schüller,

    ich wurde auf einer Tanzveranstaltung bei einer Personenkontrolle mit einer halben Tablette XTC erwischt. Ich habe gegenüber der Polizei keine Aussage gemacht. Es wurden keine Test's gemacht. Letzte Woche habe ich Post vom "Landesbetrieb Verkehr Hamburg" bekommen. Ich soll ein fachärztlich toxikologisches Gutachten vorlegen. Gefordert sind Zitat "mindestens drei Urinproben und eine Haarprobenentnahme unter Sichtkontrolle".

    Ich habe seit dem Vorfall (2 Monate her) nicht mehr konsumiert und die Anzeige wurde fallengelassen.

    Muss ich mit einer MPU rechnen obwohl ich keine Drogen mehr zu mir genommen habe seit dem Vorfall?

    Gibt es eine Toleranz in der Haaranalyse oder wird bei geringstem Befund direkt eine MPU angeordnet?

    Muss ich eine Urinprobe und Haarprobe abgeben oder reicht die Urinprobe? Sind zwei Test erlaubt?

    Kann ich meine Haare auf 2cm schneiden ohne das ein Verdacht geschöpft wird?

    Vielen Dank für Ihre Mühen und Antworten

  • #115

    Carsten (Samstag, 28 April 2018 02:34)

    Kurz zum Ist-Stand. 2014 MPU bestanden, musste damals ran, wegen positiver Testung im Straßenverkehr. So, nun wurde ich Mitte 2017 beim Kauf von 1,4g Hasch erwischt, ohne gafahren zu sein, ein DrugWipe Test war negativ, dieser wurde nur gemacht, weil ich noch fahren wollte. Durfte dann auch ohne Probleme losfahren. Das Verfahren wurde eingestellt. Nun kam aber leider die FahrerlaubnisBehörde und wollte ein ärztl.Gutachten. In diesem THC-COOH mit 8,4ng/ml positiv, zweiter Test negativ. Desweiteren wurde mir in dem Gutachten negativ angerechnet, das ich Freunde habe die kiffen, sowie das ich keine "Vorbereitungsmaßnahme" für das ärztliche Gutachten ergriffen habe (so Marke MPU Vorbereitungskurs). Und ich wurde indirekt der Lüge bezichtigt, da ich angegeben habe, seit o.g. Fall nicht mehr konsumiert zu haben. obwohl ich angegeben habe, das ich einen Passiv-Konsum nicht ausschließen kann.

    Nun die große Preisfrage. Gutachten abgeben und eine MPU in kauf nehmen? oder Gutachten nicht abgeben, FE verlieren und lieber direkt Abstinenzbelege sammeln? Denn wenn ich es abgebe und eine MPU machen muss, wird die Zeit für ausreichende Abstinenzbelege nicht ausreichen... Habe keine Lust die schon wieder zweimal zu machen, nur weil denen am ende schon wieder die 3 Screenings nicht reichen. Zumal ich ja in dem Fall gewisser Maßen Wiederholungstäter bin. Obwohl ich ja gar nicht gefahren bin... es wurde auch kein Blut bei der Kontrolle abgenommen nur der DrugWipe test.

    Ein Anwalt mit dem ich schon gesprochen habe, meinte glg. Konsum sei kein Grund für einen FE Entzug. Macht mit aber nicht viel Hoffnung. Kann man dieses gutachten im Nachgang noch anfechten? Bin bissl verwirrt wegen dieser ganzen rechtlichen Geschichte. Hätte auch eine Verkehrsrechtschutz. Problem nur. Abgabe Termin ist Montag...

    Hoffe mir kann jemand helfen. Lg

  • #116

    Bukem: (Sonntag, 29 April 2018 18:25)

    @Thies: Mit ziemlicher Sicherheit, ja. Und zwar mit der Ladung zum äG, um herauszufinden, ob du eben konsumierst. Ist soweit Usus. Solange keine Owi im Verkehr erfolgt, also du nicht mit mehr als 1,0 ng aktiv ein Fahrzeug führst, ist und bleibt alles cool. Heißt aber eben auch, dass Du konsequent richtig trennen musst, also nach einem etwaigen Konsum bitte schön bis zu 72 Stunden wartest.

    @XTC gefunden: Was machst Du beruflich? Bist du irgendwo in der Personenbeförderung oder im öffentl. Dienst tätig? Dieses Schreiben ist richtig zitiert ? Da steht ein "und" und kein "oder"?
    Der belegte Konsum harter Drogen führt eigentlich umgehend zum Verlust der Fahreignung und damit zum Entzug der Fahrerlaubnis. Genau das wollen die klären, eben ob du harte Drogen konsumiert hast. Meld dich bitte zurück, klingt ominös

    @Carsten: Das wird hierfür zu umfangreich und Du solltest im ganz eigenen Interesse Dich bitte zwecks weiterer Beratung und/oder Vertretung bei Herrn Schüller melden. HandyNr steht oben. Im Zweifel hilft es, sich vorher zu melden.

  • #117

    Marcel M. (Sonntag, 29 April 2018 22:24)

    Hallo,
    schildere nun folgenden Sachverhalt.
    Nachdem bei einer Hausdurchsuchung bei mir bei der etwa über 20 gramm Grass festgestellt wurden eine gerichtsverhandlung folgte, die am 12.01.2012 stattfand und anschließend eingestellt wurde soll ich nun wegen Verdacht auf Cannabiskonsum ein Ärztliches Gutachten vorlegen.
    Jetzt wäre meine Frage da ich schon in der zwischenzeit 3 mal den Antrag auf Neuerteilung stellte und nicht beendete. Ob das an der Rechtfertigung des Gutachtens was beeinflusst.

    Kann ich dagegen nun noch vorgehen oder ist es Zeitverschwendung?

    MfG Marcel M.

  • #118

    Marcel M. (Sonntag, 29 April 2018 22:38)

    Ich möchte noch hinzufügen das ich in meinem Leben noch von keiner behörde Positiv auf irgendwas getestet wurde. Denke das trägt einen großen Teil zur Sache bei.

  • #119

    Rechtsanwalt Schüller (Montag, 30 April 2018 21:54)

    @Marcel M

    Rechtfertigung des Gutachtens? Was meinen Sie? Die 20 Gramm könnten doch ohne Probleme für einen gelegentlichen Konsum von Cannabis gekauft worden sein, also wo ist jetzt ihr Problem? Das Gutachten sollte man schaffen können.

  • #120

    Marcel M (Dienstag, 01 Mai 2018 12:16)

    Es war so das die 20 gramm in der küche des Hauses sichergestellt wurden in dem ich und meine Schwester gemeldet waren. Und da es dann keiner von uns auf sich nahm wurde es nicht zugeordnet und das verfahren daraufhin eingestellt.

  • #121

    Rechtsanwalt Schüller (Mittwoch, 02 Mai 2018 09:44)

    Wenn das wirklich eingestellt worden ist, war das ein Sechser im Lotto. Laden Sie mir bitte mal die Aufforderung zum ärztlichen Gutachten hoch, dann kann ich Ihnen gerne mehr dazu sagen. Bitte an meine Mail Adresse kontakt@strafverteidiger-schueller.de. Danke.

  • #122

    Marcel M. (Donnerstag, 03 Mai 2018 09:01)

    Alles klar werde mich nach Feierabend direkt darum kümmern.

  • #123

    Fynn B. (Donnerstag, 03 Mai 2018 11:46)

    Guten Tag,
    ich habe auch eine Frage, und zwar wurde ich vor 10 Monate am See beim Joint rauchen erwischt am See zu Fuß. Es wurde mein Grinder sichergestellt und mit 0,5g Gras drinnen. Da der Polizist auf mich zugerannt kam und mir Angst gemacht hatte, hatte ich leider den Konsum zugegeben. Aber ich habe keine weiteren Aussagen gemacht und es wurde auch kein Test gemacht. Ich habe 2 Tage später eine Niederschrift bekommen, wo als Beweismittel nur "Grinder" stand. Bisher habe ich auch nichts weiter bekommen. Nun bin ich seit Dezember von Schleswig Holstein nach Hamburg gezogen und bin auch dort gemeldet. Und seit letztem Monat bin ich auch aus der Probezeit.
    Vorher aufgefallen bin ich auch nie, und einer der zwei Polizisten kannte mich vom Sport.
    Viele meiner Freunde sagen, ich solle mir da nicht so große Sorgen machen, da nichts mehr komme. Wie sehen Sie das?
    Danke für die Antwort!

  • #124

    Bukem: (Montag, 07 Mai 2018 19:02)

    @Fynn: Es läuft ja , wenn überhaupt, ein Strafverfahren wg Verstoßes gg das BtMG wegen des Besitzes. Wie da der Verfahrensstand ist, kann ich jetzt auch nur mutmaßen. Evt ist das bereits längst eingestellt worden. Evt waren die Hr. Wachtmester auch nett und haben das Gras entsorgt. Mag vorkommen.
    Zum Glück gibt es hier keinen Verkehrsbezug, du bist also nicht beim Fahren erwischt worden. Das ist und bleibt wichtig. Wenn Du geraucht hast, ist für die nä Tage Fahrpause.
    In deinem Fall kann sich immer noch die Führerscheinstelle melden, ist zwar vermutlich nicht rechtmäßig, passiert aber eben laufend. Dann könnte ein ärztliches Gutachten kommen. Da könntest du sogar in engen Voraussetzungen einräumen, dass du ab und an rauchst. Wichtig ist eben, dass kein Fahrverstoß unter THC Einfluss erfolgt. Lies dich hier ruhig auf der Seite ein. Wenn Du Fragen hast, bist du jeder zeit willkommen

  • #125

    Fabio (Mittwoch, 09 Mai 2018 15:17)

    Hallo, vielleicht kann mir jemand bei meinem Problem weiterhelfen.#

    Und zwar wurde ich im September 2017 in einem Park in München beim Drehen eines Joints erwischt und es konnten <0,5 g Cannabis sichergestellt werden.
    Im weiteren Verlauf wurde mein Reisegepäck, welches im Schließfach im Bahnhof verstaut war angefordert. (Ich hatte noch ein Flug am Abend)

    Aufgrund der Angst den Flug zu verpassen und der Tatsache dass ich ein ehrlicher Mensch bin, hab ich den Cops, als wir das Gepäck holten, mitgeteilt, dass sie in diesem noch eine Tablette Ecstasy vorfinden werden. (was für jemand anderes bestimmt war)
    Nach Durchsuchung meines Gepäcks und Aufnahme von sämtlichen Personalien, Fotos und Fingerabdrücken, wurde ich dann entlassen und konnte meinen Flug noch bekommen.

    Paar Monate später hab ich dann einen Brief erhalten, dass die Anzeige wegen doppeltem Verstoß gegen das BtMG fallen gelassen wird, so wie von mir und den Cops bereits zuvor angenommen.

    Zu meinem Pech befinden wir uns leider in Deutschland, wo man auch Ende April, also 7 Monate (!) später, in meinen Augen völlig sinnfrei, einen Brief von der Fahrerlaubnisbehörde Dresden erhalten kann in dem man regelmäßigem Konsum und weiterhin einer Fahruntauglichkeit verdächtigt wird.

    In Folge des Briefes werde ich nun aufgefordert ein ärztliches Gutachten in Form von zwei Urintests oder einer Haarprobe zu erbringen, wobei ich mich natürlich für Ersteres entscheiden würde.

    Es gab nie einen Zusammenhang zwischen einer Verkehrsteilnahme und dem Drogenbesitz noch irgendeinen anderen Nachweis oder Test, welcher mit Drogen oder Alkohol in Verbindung steht.

    Meine Frage ist jetzt, warum das Ganze und was habe ich zu befürchten?

    Ist das Ecstasy das Problem und wie sollte ich weiter verfahren?

    MfG,

    vielen Dank!

  • #126

    Hüdi (Donnerstag, 10 Mai 2018 23:51)

    Hallo Herr Schüller
    Habe vor 15 Jahren meine Führerschein abgeben wegen Cannabis jetzt brauche keine Mpu zumachen aber Behörde haben trotzdem von mir äg verlangt habe die auch gemacht ist positiv aufgefallen 10 ng / l conobilion . Ist es Zuviel

  • #127

    Tobias (Montag, 14 Mai 2018 03:55)

    Hallo.wurde positiv auf the 1,3 ng getestet.
    War morgens vor der Arbeit.saß noch im Auto und hab eine Zigarette geraucht und Zeitung gelesen und mein Kaffee getrunken.bin selber aber nicht gefahren da mein Bruder gefahren ist.der ist aber schon früher in den Betrieb gegangen.kontroliert worden bin ich weile Polizei meinte meine Beleuchtung am Auto währe illegal was aber nicht so war.da die Beleuchtung nur angeht wen die Türen geöffnet sind.jetzt hab ich eine owi bekommen mit 500 Strafe 2 Punkte und 1 Monat Fahrverbot.soll ich wieserspruch einlegen.bin ja nicht gefahren.

  • #128

    Sero (Montag, 04 Juni 2018 13:15)

    Guten Tag,
    Am 14.05. habe ich einen Unfall gebaut (in einen Graben gefahren) und wurde anschließend von der Polizei zu diversen Alkohol- und Drogentests aufgefordert. Der Drogentest fiel negativ aus dank eines Fake-Urin Beutels, welchen ich unbemerkt entsorgen konnte. Jedoch wollte der Polizist es nicht so stehen lassen und kontrollierte meine Taschen. Hier fand er einen weiteren ungeöffneten Beutel der mir von einem Kollegen eingesteckt wurde, was ich selbst nicht einmal merkte (er dachte er hilft mir damit). Nun wurde ich aufgefordert noch einen Urintest im Revier zu abzugeben(wurde mit Handschellen abgeführt also sozusagen gezwungen) und dieser fiel positiv aus. Danach habe ich noch eine Blutprobe im Krankenhaus abgegeben.
    Leider habe ich den Polizisten die lange auf mich eingeredet haben, zugegeben gelegentlich (ca. 1 mal im Monat zu konsumieren), dazu sagte ich ihnen leider auch, dass der letzte Konsum am Donnerstag, dem 10.05. erfolgte in Form von Cookies.

    Nun wurde ich am Samstag, den 02.06. angerufen vom Polizisten, der meinte ich hätte exakt 1,0 ng THC im Blut gehabt.

    Nach dem Anruf habe ich den Konsum eingestellt, vorher habe ich regelmäßig konsumiert (1-3 Joints, 4-5 mal die Woche, aber nie alleine)

    Würde gerne wissen, was mich jetzt erwartet und ob ich mit einer MPU rechnen muss, mit Führerscheinentzug für ein paar Monate mit Geldstrafe würde ich gut klarkommen nur eine MPU will ich mir nicht geben.

    Vielen Dank schon mal für die Antwort!

  • #129

    Fabi (Mittwoch, 06 Juni 2018 19:49)

    Hallo,
    ich wurde am Montag dem 04.06. auf dem Rückweg von Holland nach Deutschland hinter der Grenze mit dem Auto von der Polizei rausgewunken.
    Nachdem klar war, dass der Verdacht auf den Konsum und das Mitführen von Cannabis bestand, habe ich meine 4g sowie die 2g meines Beifahrers freiwillig herausgegeben. Auf die Frage wann ich das letze Mal etwas geraucht habe, habe ich nach kurzem Zögern das vergangene Wochenende angegeben ohne einen genauen Zeitpunkt zu nennen. Ich hatte am Vorabend noch einen Joint geraucht. Im Anschluss wurde ein Urintest durchgeführt, welcher auch positiv auf THC ausgefallen ist.
    Auf der Wache, zu welcher wir dann mitgenommen wurden, wurde nach Aufnahme der Personalien und Dokumentation des Sachverhaltes noch eine Blutabnahme durchgeführt. Fragen zur Häufigkeit des Konsums wurden nicht gestellt, jedoch wurde in der Bestandsaufnahme angegeben, dass ich mich bei der Kontrolle nervös und auffällig verhalten habe, was für mich eigentlich nur ein Nachweis sein kann, dass man sich seines Fehlers durchaus bewusst ist und dementsprechend von seinem Gewissen geplagt wird.
    Da noch keinerlei Vorstrafen oder Auffälligkeiten bzgl. BTM verzeichnet sind, wurde mir gesagt, dass bei einem Wert von <1ng/ml die gesamte Anzeige fallen gelassen wird, da es sich um ein Erstvergehen sowie nur eine Mindestmenge zum Eigenbedarf gehandelt hat.Da aber schon der Urintest positiv ausgefallen ist, fürchte ich, dass auch der Bluttest über der Grenze liegen wird. Wenn der Wert darüber liegt, müsste ich mit einer Geldstrafe von 500€ sowie einem Fahrverbot von einem Monat rechnen. Diese Konsequenz akzeptiere ich bereitwillig, da allein der jetzige Stress mich belehrt hat die ganze Prozedur nie wieder wiederholen zu wollen. Ich konsumiere in der Regel 4-5x die Woche, jedoch nie große Mengen (1-3g/Woche) und war immer darauf bedacht erst mit "klarem Kopf" am Folgetag wieder ins Auto zu steigen.
    Jetzt lese ich hier jedoch vermehrt, dass im Anschluss zu der Buße und dem Fahrverbot das Ganze noch nicht abgeschlossen ist und noch einiges mehr inklusive komplettem Entzug der Fahrerlaubnis folgen kann. Stimmt das? Dann hätten die Polizisten mir ja nur eine Halbwahrheit erzählt.
    Mit welchen weiteren Konsequenzen muss ich nun rechnen?


  • #130

    Peter (Donnerstag, 07 Juni 2018 11:04)

    Hallo,
    Ich wurde am 16.03.18 von der Polizei in München aufgehalten und der Polizist redete ewig auf mich ein worauf ich gestand am vorigen Abend einen kleinen Joint geraucht zu haben. Ein paar Wochen später kam ein schreiben, dass die Ordnungswidrigkeit eingestellt wurde weil der THC wert bei 0,32 ng/ml lag. Jetzt bekam ich ein schreiben von der Zulassungsbehörde, dass meine Daten verarbeitet werden. Muss ich Angst um eine MPU haben und habe ich mich mit der Aussage in Schwierigkeiten gebracht? Wie gehe ich jetzt am besten vor?
    Liebe Grüße
    Peter

  • #131

    Bukem: (Montag, 11 Juni 2018 10:09)

    @Fabio: Tschuldige die späte Rückmeldung. Ja, das Ectasy ist sicher auch ein großes Problem, das Cannabis evt auch, je nach deinen Angaben kann das leider ganz schnell vorbei sein mit Deiner Fahreignung und Fahrerlaubnis.

    Was genau hast Du für Angaben zu deinem Konsumverhalten getätigt? Der gleichzeitige Konsum von Cannabis und Alkohol oder auch der schon einmalige KOnsum härterer Betäubungsmittel auch ohne irgendeinen Bezug zur Verkehrsteilnahme reicht schon zum Verlust der FE.
    Mit dem äG soll überprüft werden, ob und was du konsumierst. Immerhin wird ein äG durchgeführt, du scheinst dich also bisher nicht um Kopf und Kragen geredet zu haben

  • #132

    Bukem: (Dienstag, 12 Juni 2018 10:21)

    @Hüdi: Ist das noch aktuell? Grundsätzlich schliessen sich halbwegs gemäßigter Cannabiskonsum und die Fahreignung nicht aus, solange man auf die richtige zeitliche Trennung dazwischen achtet. Wenn Du dies entsprechend vorträgst, also sagst, wenn du mal was rauchst, OHNE dabei Alkohol zu konsumieren oder gar noch andere BtM zu nehmen und nach einem Konsum etwa am Freitag bis mindestens Montag zu warten, bevor du fahren würdest, ist das eigentlich ok

    @Tobias: Auch noch aktuell? Ist unter anderem eine Frage der Glaubwürdigkeit. Wo und wie soll das Auto denn gestanden haben, damit du nicht gefahren bist oder hättest fahren wollen? Hier bräuchtest du entsprechende anwaltliche Hilfe, mehr kann ich so nicht sagen. Ein Anwalt kann Akteneinsicht nehmen. Herrn Schüller bitte direkt unter obigen Kontaktdaten anschreiben.
    Der eigentliche Spaß wird erst später durch die Fahrerlaubnisbehörde kommen, weil die Eignung überprüfen wollen, bitte bitte nicht mehr konsumieren für erste.

    @Sero: Bitte unbedingt direkt bei Herrn Schüller melden, wenn du mit anwaltlicher Hilfe liebäugeln solltest. Gelegenheitskiffer haben keinen Fremdurinbeutel dabei, deshalb, auch wegen des Unfalls, sollte das dringend anwaltlich abgeklärt werden.
    Ob hier eine MPU rechtmäßig wäre, muss genau geprüft werden. Ganz oft handelt die Behörde selbst fehlerhaft und rechtswidrig. Garantiert wird die FE Behörde auf dich deswegen zukommen, ob per äG oder MPU hängt halt auch von deinen getätigten Aussagen ab.
    Herrn Schüller erreichst unter obigen Daten. NICHT weiter konsumieren!

    @Fabi: Wir bieten hier auf dieser homepage dutzende Artikel und Aufsätze in dem Menü an, die sich mit deinen Fragen beschäftigen.
    Du musst zunächst unterscheiden zwischen der straf- bzw. ordnungswidrigkeitsrechtlichen Schiene wegen des Besitzes und Einführen und evt Fahren unter Cannabiseinfluß und dem, was später verwaltungsrechtlich die Fahrerlaubnisbehörde wegen der Überprüfung deiner Fahreignung machen kann bzw wird. Diese Verfahren laufen getrennt, bedingen sich aber gegenseitig. D.h. Angaben, die zB strafmildernd wegen des Besitzes als BtMG Verstoß wirken können wie Besitz zum Eigenbedarf, können dir verwaltungsrechtlich das Genick brechen, weil du damit einen regelmäßigen Konsum einräumst. Schon viele Strafverteidiger machen hier unglaubliche Fehler, einem Autobahnpolizisten wirst du das daher nicht wirklich vorwerfen können.
    Nächstes Missverständnis: Am nächsten Morgen nach einem Konsum hast du definitiv keinen klaren Kopf, sondern evt erst zwei drei Tage später, solange sind deine wichtigen aktiven THC Werte einfach zu hoch.

    Du solltest unbedingt in Zukunft nicht konsumieren und abwarten, wie die Werte waren. Ebenso solltest du schon jetzt überlegen, wie wichtig dir die FE ist und ggfs anwaltliche Hilfe suchen. Herr Schüller ist bundesweit tätig. Daten siehe oben

    @Peter: Neine, Angst brauchst du wohl nicht zu haben, da du nicht auf die wichtigen 1,0 ng/ml aktiven THC gekommen bist. Dennoch könnte eine Ladung zu einem äG kommen. Ist nicht schlimm, lies dir ide diversen Aufsätze hier durch und frag, wenn Du Fragen hast

  • #133

    Sonja (Mittwoch, 13 Juni 2018 16:10)

    Am 19.10.2017 wurde Ich und ein Freund ( Flüchtling) als Passagiere des Flixbusses auf dem weg aus den Niederlanden nach Deutschland aufgegriffen. Uns wurde zur Last gelegt Betäubungsmittel eingeführt zu haben. Bei diesen Betäubungsmitteln handelte es sich um 2 Gläser mit Keksen und je Glas 3 Gramm Mariuana im Deckel. Beide dieser Gläser habe Ich in Amsterdam in einem Souvenirshop gekauft. Fälschlicherweise wurde meinem Freund eines davon zur Last gelegt. Bei diesen Keksen und dem Mariuana im Deckel handelte es sich um Deko, was den Gläsern auch zu entnehmen ist. Um Ihnen einmal das Verständnis zum Verhältnis zu geben:
    Ein Glas hat 9,99 € gekostet. Wenn Sie in einem Coffeeshop in Amsterdam gehen kostet ein Gramm Mariuana schon mindestens 12,00€. Man kann also Rückschlüsse darauf beziehen das 53 Gramm echtes Mariuana kaum so wenig kosten kann. Das würde in keinem Verhältnis stehen. Am 13.12.2017 wurde mir ein Schriftstück gesendet mit der Einstellung des Ermittlungsverfahren im Hinblick darauf das Die in Rede stehenden Betäubungsmittel noch als sogenannte geringe Menge einzustufen ist. Hinzu kommt das meinem Freund noch zusätzllich 4,22 Gramm Mariuana- Tabak Gemisch zur Last gelegt wird, wo Ich Mich auch als Zeugin zu Wort melde. Denn wir hatten zu keiner Zeit so etwas in unsere Tasche mitgeführt! Ich weiss das Unwissenheit nicht vor Strafe schützt. Doch Ich hatte in keinster Weise vor echtes Betäubungsmittel einzuführen. Und wie kann es sein das meinem Freund Beweismittel angedichtet wird und dann noch zusätzlich mit zweierlei Maß gemessen wird. Und vorallem wie wehrt man sich dagegen?Das grösste Problem ist das seit der Strafe meinem Freund die Aufenthaltserlaubnis anstatt 3 Jahre jetzt immer nur 3 Monate gewährt wird.Das führt natürlich zu vielen Problemen. Kein Mieter würde Ihn so aufnehmen. Er arbeitet und hat sich sonst nie etwas zu schulden kommen lassen.Nun steht aber diese eine Sache und erschwert ihm so sein ganzes Leben.

  • #134

    Bukem: (Donnerstag, 14 Juni 2018 09:36)

    @Sonja: Dazu vermag ich ohne tiefere Kenntnis des Falls nichts zu sagen. Sie bräuchten einen Verteidiger, der sich Akteneinsicht verschafft. Erst dann weiß man, was wie genau vorgeworfen und bewiesen werden kann.
    Herr Schüller ist bundesweit tätig. Daten stehen hier oben auf der Seite

  • #135

    TF (Donnerstag, 14 Juni 2018 13:25)

    Hallo,

    ich habe eine Frage.

    Ich bin ich vor vier Tagen an der holländischen Grenze (Gronau, NRW) zusammen mit meiner Freundin vom Zoll angehalten worden. Bei mir wurden 4,8g brutto Marihuana gefunden und sichergestellt. Ich habe keinerlei Aussagen gemacht, weder zum Konsummuster oder sonstiges. Ein Drogentest wurde nicht gemacht (ich war Beifahrer). Der Beamte sagte, in 6-8 Wochen würde uns Post zugehen, also mir wegen des Besitzes und meiner Freundin wegen "Erbringung der Fahrleistung" wie der Beamte so schön sagte. Bei meiner Freundin mache ich mir keine Sorgen, sie hat noch nie was mit der Polizei zutun gehabt, konsumiert auch nicht und daher denke ich, wird das Verfahren gegen sie wohl eingestellt. Bei mir ist es so, dass ich bereits als 18jähriger (heute bin ich 31) mal erwischt wurde, damals wurde das Verfahren aufgrund von Geringfügigkeit eingestellt. Zwischenzeitlich hatte ich nichts mit der Polizei zutun, außer einem von mir verschuldeten Verkehrsunfall vor drei Jahren. Ich frage mich nun, was nun passieren wird? Kann ich damit rechnen, dass dieses Mal auch die Ermittlungen gegen mich eingestellt werden oder gelte ich nicht mehr als "Ersttäter"? Die Einträge von damals als ich 18 war müssten doch mittlerweile gelöscht sein (leider findet man dazu keine klaren Angaben im Netz)? Die nächste Frage wäre, ob ich mit Post von der FSST zu rechnen habe (sowohl meine Freundin, als auch ich)? Wie gesagt, es wurde kein Drogentest gemacht und auch keinerlei Angaben zum Konsummuster getätigt. Ich habe natürlich seitdem den Konsum vollständig eingestellt. Da ich mir mittlerweile die Augen im Netz wundgelesen habe und auf Ihrer Seite viele wertvolle Informationen gefunden habe, dachte ich mir, dass ich einmal meine Fragen hier stelle. Mein Plan ist es, bei Zugang des Schreiben der Staatsanwaltschaft, unabhängig davon, was in dem Brief stehen wird, also auch bei Einstellung, über einen Anwalt Akteneinsicht nehmen zu lassen, um herauszufinden, ob eine Meldung an die FSST ging (oder geht die immer, in jedem Fall, zu 100% raus)? Wie ist Ihre Meinung? Was erwartet mich/meine Freundin?

    Ich hoffe, ich bekomme eine Antwort.

    Sie machen hier wirklich eine super Arbeit, chapeau!


    Äußerst freundliche Grüße an Sie!

  • #136

    Bukem: (Freitag, 15 Juni 2018 09:38)

    @TF: Das ist recht übersichtlich: Hier geht es nur um einen Verstoß gg das BtMG wg des Besitzes und der Einfuhr ins Bundesgebiet. Das ist zwar ein strafrechtliches Verfahren, sollte aber entweder wg Geringfügigkeit an sich eingestellt werden oder gg eine Geldauflage eingestellt werden. Die Höhe eines Tagessatzes is von deinem Einkommen abhängig. ( Verdienst im Zweifel durch 30). Wieviel Tagessätze bei einer Geldauflage oder Geldstrafe gebildet werden würden,ist abhängig von vielen Faktoren. Ein Geständnis würde strafmildernd wirken, könnte aber wieder nachteilige Folgen bei der FSSt haben.
    Ganz kurz: Du machst dir wahrscheinlich viel zu viel Gedanken. Kommt vom Kiffen ;)
    Deiner Freundin kann starfrechtlich eigentlich nichts passieren, außer ihr sagt aus, dass sie wußte, daß Du was dabei hast und dir bewußt helfen wollte, dies ins Bundesgebiet zu verbringen. Klingt eher theoretisch.
    Du bekommst vermutlich ne Einstellung gg Geldauflage. So oder so wird es grade weil du keine Angaben zum Konsumverhalten gemacht hast, eine Ladung imAnschluß zum äG geben. Das ist aber nicht schlimm, denn du bist ja nicht unter THC Einfluss gefahren. Deshalb kannst du in einem gemäßigten Rahmen auch jetzt weiter schmöken.
    Wichtig: Im äG hast du eine Wahrheitspflicht, anders als jetzt im Strafverfahren. Deshalb erzähl denen keinen Mist, mögen die nicht und merken die anhand der Werte. Rauchen und Fahren ist bei hinreichender zeitlicher Trennung dazwischen völlig ok. Zb Freitag rauchen und Dienstags fahren.
    Lies dich hier bei uns ein und frag gern weiter

  • #137

    TF (Freitag, 15 Juni 2018 10:09)

    Hi Bukem,

    super, vielen Dank für die Antwort, das nimmt mir ein paar Sorgen.

    Bedeutet ja quasi, wenn die Einladung zum äG kommt, darf ich bei den evtl. Screenings nur nicht über die 75ng/ml schießen und ich bin safe? Oder werden dort auch nachträglich noch aktive Werte gemessen (Blutuntersuchung)? Würde es Sinn machen, gegen die Anordnung des äG Rechtsmittel einzulegen, da ja kein konkreter Bezug zum Straßenverkehr und des Führen eines Fahrzeuges vorliegt? Oder ist das aussichtslos?

    Ja, das mit der Gedankenmacherei ist wohl so eine Sache, ich gebe mir Mühe das zu ändern :)

    Auf jeden Fall nochmals vielen Dank an dieser Stelle, großartige Arbeit!


    Wünsche Eurer ganzen Kanzlei ein schönes Wochenende!

  • #138

    Rechtsanwalt Schüller (Freitag, 15 Juni 2018 10:22)

    @TF:

    Ob hier eine Ladung zum ärztlichen Gutachten erfolgt, ist fraglich, aber nicht unwahrscheinlich. Rechtlich betrachtet braucht es eine Menge Cannabis, die den Rückschluss auf einen Dauerkonsum zulässt. Und das ist hieraus nur schwer abzuleiten.

    Aber die Fahrerlaubnisbehörden neigen dazu, diese Rspr zu ignorieren. Der Grund ist klar: Ignoriert man die Weisung, ist der Führerschein erstmal weg. Dann bleibt der Weg über das Klage- oder Widerspruchsverfahren. Und das Risiko wollen viele Betroffene zu Recht nicht eingehen.


    Die Anordnung des ärztlichen Gutachtens wäre hier rechtswidrig. Selbst ein nachgewiesener gelegentlicher Konsum von Cannabis (der hier noch gar nicht feststeht) ohne Zusammenhang und Verknüpfung mit der Teilnahme am Straßenverkehr und ohne das Hinzutreten „weiterer Umstände“ rechtfertigt keine Aufforderung, sich einem Drogenscreening zu unterziehen oder sich fachärztlich untersuchen zu lassen (BVerwG, DAR 2001, 522 f.; NJW 2002, 78 ff.).

    Die Anordnung einer Behörde, ein Screening oder ein ärztliches Gutachten beizubringen, verstößt bei fehlenden „weiteren Umständen“ (wie z.B. fehlenden Trennungsvermögen) nur dann nicht gegen das Übermaßverbot und gegen das allgemeine Persönlichkeitsrecht, wenn aussagekräftige Anzeichen für den verdacht bestehen, dass ein Betroffener regelmäßig (also nicht nur gelegentlich oder einmalig) Cannabis konsumiert hat (BVerfG v. 20.06.2002, NJW 2002, 2378 ff., BVerwG). Und für einen regelmäßigen Konsum gibt es keine Anhaltspunkte.

    Bei 5 Gramm liegen diese Voraussetzungen meiner Ansicht nach nicht vor.

    Sie können weiter Cannabis konsumieren. Aber nur gelegentlich. 1 - 2 x die Woche. Wenn die Fahrerlaubnisbehörde sich meldet, stoppen Sie den Konsum sofort und machen hier Meldung. Auto 48-72 Stunden nach dem Konsum stehen lassen. Im Falle einer Verkehrskontrolle KEINE Aussagen machen.

  • #139

    TF (Freitag, 15 Juni 2018 12:07)

    Vielen Dank für diese sehr ausführliche und informative Antwort Herr Schüller!

    Ich werde mich melden hier melden, sobald ich Post bekommen habe.


    Liebe Grüße!

  • #140

    VerunsicherterPatient (Freitag, 22 Juni 2018 13:51)

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich habe folgende Frage: Wie verhält man sich als Cannabis-Patient bei einer Verkehrskontrolle? Ich unterstelle hier einfach mal eine allgemeine Verkehrskontrolle - also keine Ausfallerscheinungen.

    Sollte man bei einem unterstellten Drogenkonsum die Medikation darlegen und mit den Unterlagen (Rezept etc.) belegen oder den unterstellten Drogenkonsum leugnen (was ja in der Tat zutrifft da hier ein Medikament verwendet wird)?

    Wie sieht es im Falle einer anstehenden Blutentnahme (im Rahmen der Verkehrskontrolle) aus? Dann evtl. die Medikation belegen?

    Werden "offizielle Dokumente" z.B. ein Patientenausweis überhaupt anerkannt?

    Vielen Dank im Voraus!

  • #141

    Maxi (Samstag, 23 Juni 2018 11:58)

    Hallo. Ich muss ein ärztliches Gutachten anhand einer Haaranalyse erstellen lassen (THC). Gibt es eine maximale Länge die bei dem Gutachten untersucht werden darf oder darf prinzipiell die gesamte Länge getestet werden? Ich weiss nicht ob die 6 cm nur für Abstinenznachweise gelten oder auch für äG's.

  • #142

    Chris Pflock(i) (Samstag, 23 Juni 2018 19:03)

    Werter Herr Schüller,

    ich arbeite als Auslieferungsfahrer (3,5t) in Berlin

    Am 27.02.2018 wurde ich um 10:58 Uhr angehalten. Vorgeworfen wurde mir ein Rotlichtverstoß (war aber gelb----> 90 Euro plus Gebühr ohne Punkt).

    Allerdings wurde eine Drogenkontrolle durchgeführt, wobei Cannabis positiv war.
    Da ich davon total überrumpelt wurde, machte ich den dummen Fehler, erzählte der Polizei etwas von einmaligen Konsum beim Kumpel und das es Wochen her sei. Das es den Abend vor dem schlafen gehen war, konnte ich den ja schlecht erzählen. Es folgte die Blutentnahme. Da ich aber keine Ausfallerscheinungen hatte, durfte ich den Führerschein behalten. Die Polizisten gaben mir einen weiteren Drogentest für Zuhause mit.

    Am 07.05.2018 erhielt ich das Schreiben der Verkehrsbehörde. Es wird ein ärztliches Gutachten bis 02.08.2018 verlangt, ansonsten entziehen sie mir die Fahrerlaubnis.

    Aber jetzt kommt der eigentliche Haken: Nach Erhalt des Schreibens stoppte ich den schon eingeschränkten Konsum komplett und meldete mich bei einem medizinischen Gutachter an. Den Abend vor der ersten Ladung zur Urinabgabe verwendete ich den, von der Polizei, mitgegebenen Urintest. Der war negativ.
    Bei der 2. Urinabgabe erfuhr das Ergebnis des 1. Urintests und der war mit 18 ng/ml immernoch positiv. Weswegen ich keine 2. Urinprobe mehr abgeben musste. Denke mal die Schnelltests springen erst bei einem höheren Wert an.

    Gibt es noch irgendwie eine Möglichkeit, den Führerscheinentzug abzuwenden oder ist der Drops jetzt gelutscht?

    Wenn ja, bräuchte ich wirklich dringends Ihre Hilfe.

    Vielen Dank schon mal im Vorraus.

  • #143

    Bukem: (Montag, 25 Juni 2018 11:04)

    @Verunsicherter Patient: Definier mal eben bitte, was genau du mit Cannabispatient meinst: Wir hören hier nämlich mitunter sehr krude Vorträge. Cannabispatient i.S einer schweren, nicht anders therapierbaren Erkrankung mit entsprechender ärztlicher Verordnung und Kostenübernahme durch die Krankenkasse? oder selbst verordnet? Das macht leider erhebliche Unterschiede..
    Cannabispatienten mit der genannten ärztlichen Verordnung sind von einer Strafbarkeit des Führens eines Fahrzeuges unter BtM-Einfluss solange befreit, wie sich sich selbst auch unter Cannabiseinfluß für fahrfähig halten. Auch wenn ihre Werte eben deutlich über den 1,0 ng aktiven THC liegen.

    Ich würde immer grds im Falle einer Kontrolle erstmal überhaupt nichts sagen, außer den Angaben zur Person.
    Du wirst auch als Cannabispatient immer regelmäßig Kontakt und Zeitaufwand mit den Herrschaften haben. Neulich lief dazu ein Film bei spiegel TV über einen Betroffenen aus München, der ständig trotz Polizeibekanntheit kontrolliert wurde und immer mit zur Wache mußte ( war leicht konfliktfreudig der Gute).
    Die Frage ist: willst Du dir das auch bei keinem strafrechtlichen Risiko antun? Oder was passiert, wenn du einen Unfall mit Fremdbeteiligung verwickelt wirst oder diesen verursachst?

    @Maxi: Das hängt von deiner konkreten Fallgestaltung ab, wie lange welche Zeitraum nachträglich überprüft werden soll. Worum gehts genau, was hast du gesagt und vor allem: lässt sich da was finden? Haare sind ein Langzeitspeicher

    @Chris Pflock: Bitte asap direkt bei Herrn Schüller melden, nicht warten. Daten stehen oben.

  • #144

    Rechtsanwalt Schüller (Montag, 25 Juni 2018 13:54)

    @Maxi: Warum muss das äztliche Gutachten gemacht werden?

    @Chris: Ist ein Termin für die Begutachtung schon terminiert? Alles steht und fällt mit den Ergebnissen der Blutuntersuchung und das wird eine enge Kiste. Ich würde dringend anraten, parallel schnellstmöglich ein Screeningprogramm zu beginnen (sobald Urin sauber) und pro aktiv bei einem Verkehrspsychologen vorzusprechen, vgl. https://www.strafverteidiger-schueller.de/2018/01/24/entziehung-des-fs-abgewendet-durch-ausnahmeregelung-bei-33-ng-ml-thc-206-ng-ml-thc-cooh-und-16-9-ng-ml-amphetamin/


    Es kommt dann noch auf weitere Fragen wie Ihren Wohnort an. Wenn die Fahrerlaubnis wichtig ist, schreiben Sie mir.

    Bukem und ich haben heute offenbar ziemlich dasselbe Timing. Und ungefähr die gleichen Ratschläge. Wenn die Fahrerlaubnis wichtig ist, kann ich mich gerne kümmern. Bitte Mail an: kontakt@strafverteidiger-schueller.de - Ladung zur Begutachtung mit hochladen, danke.

  • #145

    Maxi (Donnerstag, 28 Juni 2018 07:08)

    Hallo Herr Schüller, vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.

    Ich denke eigentlich, dass bei 6 cm nichts gefunden werden sollte. Ich habe direkt als ich erwischt wurde jeglichen Konsum eingestellt (ist über 6 Monate her). Das äG musste ich machen, weil ich im Strassenverkehr erwischt worden bin.

    Es verlief soweit ganz gut, es wurden 6cm entnommen (meine Haarlänge war wie auch immer bereits aktenkundig). Wenn nichts gefunden wird, sollte das Gutachten positiv sein denke ich. Falls nicht: Könnte ich mich diesbezüglich an Sie wenden oder sind solche Gutachten nicht anfechtbar wenn etwas gefunden werden sollte? (Stichwort Fremdkontamination) In Kontakt mit anderen Drogen bin ich noch nie (bewusst) gekommen.

  • #146

    Bukem: (Donnerstag, 28 Juni 2018 09:50)

    @Maxi: Ein Gutachten ist mangels Außenwirkung nicht anfechtbar, nein. Aber eine Entscheidung der FSST, für die dieses Gutachten Entscheidungsgrundlage werden könnte, die kann man überprüfen und dabei auch dann das Gutachten auseinandernehmen.
    Meld Dich bitte bei Bedarf

  • #147

    Flo (Donnerstag, 28 Juni 2018 19:37)

    Hallo zusammen!

    Erstmal vielen Dank für die gesammelten Informationen und die Möglichkeit hier Auskunft zu erhalten.

    Anfang des Jahres war ich für 4 Wochen im Urlaub und habe in dem Zeitraum eine Vorladung als Beschuldigter erhalten, Verstoß gegen BtmG. Anfang 2017 habe ich mir mal eine kleinere Menge Cannabis per Post kommen lassen wollen, welche aber nie den Weg in meinen Briefkasten fand. Aufgrund des Urlaubs konnte ich der Vorladung weder nachkommen noch absagen, habe aber direkt einen befreundeten Anwalt (nicht auf dieses Fachgebiet spezialisiert) um Rat gebeten. Er hat mir erstmal einen Antrag auf Akteneinsicht angeboten. Diesem Antrag entgegnete die Staatsanwaltschaft postwendend mit einer Einstellung des Verfahrens nach §31 a.

    Meine Frage bezieht sich nun auf ein eventuelles Nachspiel. Die Einstellung des Verfahrens ist mittlerweile 4 Monate her und ich habe bisher nichts weiter gehört. Bezüglich des Ausgangs eines möglichen Gutachtens mache ich mir auch gar keine Sorgen, da der letzte Konsum mehr als ein Jahr her ist.

    Problematisch ist für mich eher die Terminierung: Beruflich und privat bin ich demnächst mehrfach außer Landes. Zwar jeweils nur für überschaubare Zeit, aber je nach Kurzfristigkeit und bei ungünstiger Terminierung könnte das zum Problem werden. Deshalb meine Frage: Gibt es Richtlinien, wie so ein äG zeitlich abgesteckt wird? Wie lange im Voraus erfahre ich von dem Termin, bis wann das Gutachten eingereicht sein muss? Und gibt es eine Möglichkeit, bzw besteht die Notwendigkeit, hier selbstständig aktiv zu werden oder kann dieses Gutachten erst auf Anfrage erstellt werden?

    Vielen Dank schon mal im Voraus!

  • #148

    Mogli (Sonntag, 01 Juli 2018 14:03)

    Hallo Herr Schüller,

    vor einigen Tagen wurde ich (außerhalb des Straßenverkehrs) mit einem Grinder und Long Papes von Polizisten durchsucht, wobei sie die genannten Utensilien eingezogen haben und meinen Namen notiert haben. Ein Protokoll oder ähnliches haben sie nicht ausgefüllt. Der Grinder war geleert. ( Eine Menge von < 0,1 war noch enthalten) Die Polizistin erwähnte, dass ich Post von der KriPo bekommen würde. Angaben zu Konsum habe ich nicht gemacht und ich bin volljährig. Bundesland: Brandenburg
    Dazu muss gesagt werden, dass mir das Gleiche schon mal vor 2 Jahren passiert ist, wobei das Verfahren eingestellt wurde und die FSSt nichts beantragt hat. Nun ist meine Frage, ob ich mit einer Verurteilung und/oder einem ÄG/ einer MPU zu rechnen habe.

    Im Voraus vielen Dank für ihre Antwort

  • #149

    Bukem: (Montag, 02 Juli 2018 10:11)

    @Flo: Grundsätzlich kann da eine Ladung zum äG kommen, ja. Es liegt zwar keinerlei Verkehrsbezug vor, eine Ladung wäre meistens rechtswidrig, aber FSST nehmen das nicht zwingend so eng, d.h. hier wird oftmals sehenden Auges durch die Behörde Recht nicht nur falsch angewandt, sondern wider besseren Wissens gebrochen.
    Angaben zu einem etwaigen Konsummuster sind ja grade nicht erfolgt, mit einem äG soll daher erforscht werden, ob Du eben konsumierst und ob Du trotzdessen ein zuverlässiger Verkehrsteilnehmer wärst.
    Ganz generell, auch wegen sonstiger behördlicher, gerichtlicher oder anderweitig rechtlich relevanter Post: Du musst ganz dringend darauf achten, dass dein Briefkasten geleert wird. Bestimmte Fristen beginnen eben allgemein mit der Zustellung und zugestellt gilt ein Schreiben, wenn es in Deinem Herrschaftsbereich landet, sprich, in den Briefkasten wandert. Ob Du es dann zur Kenntnis genommen hast oder nicht, ist irrelevant.
    Was ich als Erfahrungswert bei THC Verstößen sagen kann: Ladungen erfolgen frühestens drei Monate nach dem verstoß wg der THC COOH Abbauzeiten. In deinem Fall kann man nur mutmaßen, geh ruhig davon aus, dass die Ladung kommt.
    Du selbst meldest dich dort auf keinen Fall! Für weitergehende Fragen wende Dich bite direkt an Herrn Schüller unter obiger Mail. Ich seh dafür momentan aber keine Notwendigkeit

    @Mogli: Nee, musst Du nicht. Jedenfalls im strafrechtlichen Sinn. Das Verfahren dort wird sicher eingestellt werden, wird aber eine kleine Geldstrafe oder Geldbetrag als Auflage nachsichziehen.
    Ob hier nun von der FSST eine Ladung zum äG kommt? Vermutlich ja, wäre aber wohl rechtswidrig.. Es leigt ja kein THC Verstoß bei dir im Verkehr vor, daher ist alles halb so wild. Du kannst da sogar einen gelegentlichen Konsum einräumen, solange du auf die richtige zeitliche Trennung zwischen Fahren und Konsum achtest. Immer bitte bis zu 72 Stunden warten.
    Hier sind Tonnen an Infos auf der Seite. Klick dich oben links bitte durchs Menü und frag, wenn du Fragen hast

  • #150

    Flo (Montag, 02 Juli 2018 19:11)

    @Bukem: Danke für die Auskunft. Eine kleine Rückfrage:

    "Ladungen erfolgen frühestens drei Monate nach dem verstoß"

    Dem Tatzeitpunkt, der Vorladung zur Beschuldigtenaussage oder zur Einstellung des Verfahrens?

  • #151

    Bukem: (Dienstag, 03 Juli 2018 10:07)

    @Flo: Dem Tatzeitpunkt. Das hängt damit zusammen, dass im Regelfall nach ca drei Monaten altes THC COOH vollständig abgebaut sein dürft. Lassen sich dann bei einer Untersuchung THC COOH nachweisen, hat der Betroffene in dem Zwischenzeitraum wieder konsumiert. Und dann liegen bei einem vorherigen THC Verstoß im Verkehr bereits beide Voraussetzungen zur Versagung der Fahreignung und zum Entzug der FE vor

  • #152

    Flo (Montag, 09 Juli 2018 12:23)

    @Bukem: Nochmal danke für die Information. Sicher, dass das auch auf mein Szenario zutrifft? Zwischen Tatzeitpunkt und Vorladung lag ja ein Jahr. Deiner Information nach hätte sich die FSST ja dann vor der Polizei melden müssen!

    Außerdem lag in meinem Fall ja gar kein Bezug zum Straßenverkehr vor, noch habe oder konnte ich überhaupt Informationen zum Konsumverhalten geben...

    Ist dieses Verhalten der FSST nicht eh viel mehr Gängelung als tatsächliche Kontrolle? Angenommen es gibt Teilnehmer im Straßenverkehr, die bedingt durch ihren Konsum nicht geeignet sind, am Verkehr teilzunehmen, sollten diese noch möglichst zeitnah auf ihre Tauglichkeit hin geprüft werden und nicht ein Vierteljahr abgewartet werden.

  • #153

    M2theW (Dienstag, 10 Juli 2018 03:34)

    Hey Leute,

    bin 26 Jahre Jung und mir in letzter Zeit folgenes widerfahren:
    unzwar wurde ich Ende April vom Amtsgericht verurteilt, innerhalb von 2 Jahren 6 x 5g Cannabis erworben zu haben.
    Jedoch habe ich diese Menge an BTM nie besessen sondern habe es quasi weitergeleitet.
    Der Erwerb erfolget über das Darknet. Das Cannabis war auch überwiegend für meinen kollegen, weshalb ich auch immer seine Lieferdrasse nutze als Empfängeradresse. Aufgefallen ist das ganze, als uns seine Freundin verraten hatte (§31 btm). Bei einer Hausdurchsung konnte die Polizei aber garnichts bei mir finden. Weder BTM noch Rauchgeräte. Konsumangaben habe ich auch nicht getätigt. Polizei hat zwar meine Gerätschaften mitgenommen, konnte aber, außer den "Tor-Browser", sonst nichts finden.
    Und dann kam das gerichtsverfahren, wurde rechtskräftig verurteilt und damit hat sichs. Während des Gerichtsverfahrens wurde auch klar, dass das alles über das Darknet getätigt worden ist und mir somit kein klarer Besitz bzw. Konsum nachgewiesen werden konnte. Aber erworben haben ich es trotzdem.

    Jedenfalls kam vor kurzem ein Schreiben der Führerrscheinstelle rein,wo geschrieben stand, das aufgrund dieses erwerbs zweifel an meiner Fahreignung bestehe und ich mich zu den Tatsachen äußern soll. Ansonsten drohen sie mir mit einem äG.

    Daraufhin habe ich meinen Antwalt erstmal kontaktiert, welcher sich in den kommenden Tagen wieder bei mir meldet.

    Ich habe aber das Gefühl das ich schlimmeres abwenden könnte, wenn ich mich zu den Tatsachen äußere da ich.
    1. von den 6 * 5g Cannabis maximal nur 6* 0,5g für mich waren (zum testen halt) und ich stark bezweifle das ich wegen 3 maligen Konsum im Jahr ungeeignet bin, ein Fahrzeug zu führen.
    2. noch nie im Strassenverkehr negativ aufgefallen bin
    3. noch nie ein eigenen PKW hatte/habe, daher kann ich auch sehr wohl zwischen Autofahren und Konsum trennen.
    4. auch vorher noch nie mit BTM aufgefallen bin, bis zum jetzigen Zeitpunkt und habe auch noch nie vorher ein verbrechen begangen oder sonstiges

    Ich wollte hier mal grob fragen, was ich darüber denkts?


    PS: schöne Grüße aus Bayern ^^

  • #154

    Bukem: (Dienstag, 10 Juli 2018 12:48)

    @Flo: ein äG kann eben kommen, es gibt dafür keine Fristen. Ist ja auch nicht weiter schlimm, weil ja eben kein Verkehrsverstoß vorliegt. Du könntest also auch einen gelegentlichen Konsum einräumen, solange du die richtige zeitliche Trennung zwischen Konsum und Fahrzeugführen darstellst. Immer 72 Stunden warten, nur Cannabiskonsum, auch kein Alkohol dazu.

    @M2theW: Um das genauer beantworten zu können, müßte man deine Akte kennen, Du bezahlst bereits einen Anwalt für solche Dinge.
    Es liegt keine Verkehrsverstoß vor, du könntest auch hier einen gelegentlichen Konsum einräumen, achte dar auf die richtige zeitliche Trennung ( mind 72 Stunden warten!) .
    Wir haben hier viele interessante weiterführende Artikel auf der Seite. Lies dich ein und frag bei Bedarf. Klingt grds gut

  • #155

    McGregor (Freitag, 20 Juli 2018 17:01)

    Servus,
    wurde vor 8 Monaten bei einer Kontrolle im Diskobereich mit 0,7 gramm cannabis erwischt. Bußgeldbescheid im Februar 900 Euro . Über Herrn Schüller Einspruch eingelegt, dieser wurde abgelehnt und eine Hauptverhandlung angesetzt. Da stehen natürlich finanzieller Aufwand in keinerlei Verhältnis zum Ergebnis. Daher werde ich wohl zähneknirschend den Strafbefehl bezahlen. Vorher keinerlei Vorstrafen oder andere Auffälligkeiten. Durch die erweiterte Akteneinsicht weiß ich das im November 2017 die Führerscheinstelle informiert wurde. Was ist da noch zu erwarten? Wie sollte ich mich im Fall einer Ladung zum äG verhalten??? Konsummuster: Abstinent seit 3 Monaten , vorher in unregelmäßigen Abständen am Wochenende und wenn dann wenig (ca halber Joint pro Konsum). Danke Mfg

  • #156

    Bukem: (Montag, 23 Juli 2018 13:57)

    @McGregor: Wenn Sie bereits Mandant von Herrn Schüller sind, würde ich anraten, ihn auch auf dem normalen Dienstweg über seine eigene Mail zu kontaktieren.
    Darum führen Behörden und Anwälte Akten, weil man da immer so gut reingucken kann.
    Ganz grundsätzlich: Ja, da kann die Führerscheinstelle auf Sie zukommen, nein, dafür gibt es keinerlei gesetzlichen Fristvorgaben, ja, das ist mies.Deshalb: Auf keine Fall irgendetwas konsumieren ( ich werde hier auch keine Tipps und Hinweise geben, weil das Haar ein Langzeitspeicher ist) und bitte direkt an Herr Schüller wenden.

  • #157

    FillipFunghi (Montag, 23 Juli 2018 15:19)

    Hallo! Vorerst bedanke ich mich für die Hilfestellung, die hier angeboten wird.

    Ich wurde Anfang Juni vor einer Diskothek mit 1 Gramm Cannabis und 0,6 Gramm Amphetamin erwischt. Ich habe keine Aussage getätigt und anschließend meinen Konsum eingestellt. Ende Juni bekam ich die Aufforderung ein äG durchzuführen. Bald ist es nun so weit. Mein privates Screening ergab vor 10 Tagen einen Wert von 33ng/ml.

    Meine Idee ist auf Gelegenheitskonsum mit Trennvermögen zu "plädieren", da ich ja zu Fuß erwischt wurde und somit Trennvermögen vorliegt (oder irre ich mich hier?) Laut Daldrup Tabelle liege ich unter 75ng/ml und falle nicht in das Muster "regelmäßiger Konsument" (der ich aber auch nicht war). Andere Drogen sind bei mir nicht nachzuweisen.

    Ich werde jeglichen anderen Drogenkonsum von harten Drogen glasklar verneinen (da die FE dann auch weg ist) sowie Mischkonsum von Cannabis & Alkohol. Kontrollverlust möchte ich auch verneinen, da ich nach Erhalt des äGs nicht mehr konsumiert habe.

    Darüber hinaus möchte ich das Trennvermögen besonders stark hervorheben, dass ich die anderen Leute nicht gefährden möchte, dass ich mich der Verantwortung bewusst bin etc. und deshalb das Auto einige Zeit stehen lassen habe, sofern ich überhaupt konsumiert habe.

    Habe ich dadurch eine Chance das äG positiv zu bestehen? Würde mich über eine kleine Einschätzung freuen - habe ich eventuell noch Denkfehler?

    Viele Grüße und vielen herzlichen Dank!

  • #158

    Johann Sebastian Flach (Montag, 23 Juli 2018 16:20)

    @Funghi: Generell gilt im Rahmen von ärztlichen Gutachten, die wegen BtM angeordnet worden sind: NUR und wirklich NUR der gelegentliche Konsum von Cannabis ohne Alk kann eingeräumt werden. Und man sollte nicht sagen, dass man nach Zugang der Aufforderung zum ärztlichen Gutachten noch weiter konsumiert hat. Ist zwar eigentlich nicht verboten - gelegentlicher Konsum ist ja gerade erlaubt- wird aber schnell zum Kontrollverlust hochgejazzt. Irgendwie muss man ja an den Führerschein kommen. Und klar: Wenn man einräumt, andere Drogen nicht nur besessen, sondern auch konsumiert zu haben, dann ist der Führerschein weg.

    Warum man 0,6 Gramm dabei hatte, spielt keine Rolle. Kann einem ein Freund mitgegeben haben. Wichtig ist, dass man keinen Konsum einräumt, denn der Besitz beweist nicht den Konsum.

    Also. Bei Werten unter 75 ng/ml sollte kein Ungemach drohen. Wann war der letzte Konsum?

    Schöne Grüße

    DJ Flach

  • #159

    FillipFunghi (Montag, 23 Juli 2018 16:59)

    Hallo DJ Flach,

    vielen herzlichen Dank für deine Antwort.

    Der letzte Konsum war am 11.06.2018. Am liebsten würde ich aussagen, dass ich noch nie Cannabis geraucht hätte, allerdings verrät der COOH-Wert in meinem Urin das Gegenteil, weshalb ich auf Gelegenheitskonsum aus bin.

    Die Aussage, dass ich nach Erhalt des äG weiter konsumiert habe, werde ich natürlich nich tätigen - das ist mir bewusst.

    Nach meiner intensiven Recherche sind mir folgende Punkte bewusst, die zu einem Entzug der FE führen:

    o Konsum harter Drogen
    o kein Trennvermögen (bei gelegentlichen Konsum)
    o Mischkonsum
    o Konsum nach Erhalt des äG

    Meinst du mit Konsum von Cannabis ohne Alk den Mischkonsum. Genereller getrennter Konsum von Cannabis und Alk ist doch erlaubt?

    Danke dir!

  • #160

    giga (Dienstag, 24 Juli 2018 12:04)

    Hallo ich hatte 2012 ne pflanze im garten mal stehen,die die polizei einkassiert hatte,vor gericht habe ich gesagt das es eigenbedarf wäre.Hatte noch nie einen FS.habe kurz danach mit dem FS begonnen und kurz vor der prüfung,schrieb mir das Strassenverkehrsamt das ich eine ärtztliche untersuchung zwecks cannabiskonsums machen soll..ich hatte eine pinkelprobe abgegeben,war mir sicher das ich clean war,wegen mehreren monat abstinenz,habe dann komplett aufgehört mit rauchen.nachdem ich die ärztin fragte wann der nächste termin zur abgabe sei: sagte sie das liege in deren entscheidung,schliesslich kann jeder mal ein halbes jahr mit kiffen aufhören war ihre antwort,was ich echt fies fand,da ich den FS brauchte zwecks einer verbindlichen einstellungszusage.naja ich hatte den FS dann aus frustration quasi abgebrochen,und die ärztin hatte sich bis jetzt nicht 1 mal gemeldet,sie wollten 700 euro für den test. So jetzt 2018 ich arbeite im sicherheitsgewerbe und wollte den FS jetzt nochmal neu beginnen.Wird nun wieder das gleich prozedere auf mich zukommen?..ich wäre um antworten sehr dankbar..gruß giga

  • #161

    giga (Dienstag, 24 Juli 2018 12:11)

    anmerkung:die 700 euro habe ich natürlich nicht bezahlt,hatte soviel geld nicht über.

  • #162

    giga (Dienstag, 24 Juli 2018 12:15)

    anmerkung 2: an der pflanze waren ca. 70 g von sehr geringer qualität laut aussage des richters.
    hatte eine geldstrafe bekommen von ca. 1000 euro,was alles bezahlt wurde,hbabe auch post deswegen vom amtsgericht bekommen das alles eingestellt ist oder abgeschlossen,bzw.bezahlt ist.

  • #163

    giga (Dienstag, 24 Juli 2018 14:51)

    so wie ich rausgelesen habe,könnte das rechtswiedrig gewesen sein mit dem ärtztlichen gutachten damals,aber in dem moment lief dann ja ein verfahren gegen mich wegen anbaus,70 g ca. aber mindere qualität,so das der richter mir "nur" eine geldstrafe anhing,mein polizeiliches führungszeugnis (das normale),ist mit keinem eintrag versehen,aber das strassenverkehrsamt will ja das erweiterte FZ,so dass, das mit dem anbau noch drin einzusehen ist.I n der zwischenzeit von 2012 bis heute habe ich absolut kein eintrag wegen cannabis.da ich ja kurz nachdem aufgehört hatte es zu konsumieren,wäre ein ärtzliches gutachten heutzutage aufgrund meiner vergangenheit rechtswiedrig?bin nur einmal aufgefallen wegen einer pflanze im garten,was auch unter eigenkonsum eingestuft wurde. wie gesagt ich habe noch nie einen FS besessen.

  • #164

    Bukem: (Dienstag, 24 Juli 2018 17:00)

    @Funghi: Deine Schilderung sollte unbedingt zu Deinen Werten passen, Du hast eine Wahrheitspflicht im Gutachten. Das ist anders als zuvor im strafrechtlichen Verfahren wg BtM Besitz usw.
    Zudem sind die Gutachter Profis und erschreckend humorlos.
    Also bleib bei der Wahrheit.
    Generell getrennter Konsum von Alkohol und Cannabis ist ok, klar. der gleichzeitige ist der gefährliche.

    @Giga: schau mal hier rein: https://www.gesetze-im-internet.de/fev_2010/__14.html
    Die FSST wird im Zweifel wieder auf Dich zukommen. Punkt. Was genau Gegenstand des früheren Strafverfahrens war, ist hier völlig egal. Die wollen Deine Eignung überprüfen und Du wirst da erstmal nichts gegen unternehmen können.

  • #165

    giga (Dienstag, 24 Juli 2018 23:55)

    hallo nochmal, danke für die Antwort soweit.
    nennt sich das ersatzstrafrecht? was die dann anwenden?
    kann mann da nicht rechtlich gegen vorgehen?
    immerhin sind das 700 euro ca.
    gruß

  • #166

    giga (Mittwoch, 25 Juli 2018 00:45)

    und gilt das lebenslang? das die strassenverkehrsbehörde ein arztliches gutachten einfordern kann,oder gibt es auch verjährungsfristen für Menschen die noch nie einen FS besessen haben?
    danke!

  • #167

    FillipFunghi (Donnerstag, 26 Juli 2018 12:58)

    Danke Bukem für die Antwort.

    Gibt es erfahrungsgemäß Konsumangaben die regelmäßigen Konsum zugeordnet werden und welche die gelegentlichen Konsum?

    Ich meine, einmal im Monat kann ja auch schon als regelmäßig angesehen werden - finde diese Trennung sehr schwierig. Ich selber habe einmal die Woche geraucht, denke aber, dass das schon als regelmäßiger Konsum geahndet wird und ich damit die FE verliere.

    Ist einmal im Monat als Gelegenheitskonsum zu werten? Ich muss ja irgendwie plausibel meine Restwerte im Urin erklären können (25ng Test ist negativ). Wenn ich angebe, dass der letzte Konsum am 25.6 erfolgte, ich aber einmal im Monat kiffe, kann es ja nicht so wahrscheinlich sein, dass sich immer noch Restwerte im Urin besitze oder?

    Vielen Dank für die Hilfe!!!!

  • #168

    Bukem: (Freitag, 03 August 2018 14:59)

    test

  • #169

    Bukem: (Freitag, 03 August 2018 15:08)

    @Giga: Gute Frage, frage bitte Herrn Schüller direkt, das übersteigt meine ogerhaften Sklvenkenntnisse

    @FillipFunghi: Das darf man hier schlicht nicht beantworten. Wenn Du die Aufstze zu dem Thema auf der homepage fleißig durchgehst, kommste drauf.

  • #170

    Fritz.Walter (Samstag, 04 August 2018 16:30)

    Hallo, bei mir wurde eine Hausdurchsuchung durchgeführt.
    Angeblich 5g Marihuana vor 2 Jahren im Darknet bestellt und "angenommen".
    Bei der Hausdurchsuchung wurde ein Crusher gefunden.
    Sonst nichts. Kein Marihuana oder Sonstiges.
    Wohnort Bayern.

    Ich habe keinerlei Aussagen gemacht.

    1.Droht mir Post von der Führerscheinstelle?

    2. Ich habe einen Brief vom Staatsanwalt bekommen,
    "Von der Verfolgung wird gemäß 31a Abs.1 BtMG abgesehen.
    Die Frage die ich mir stelle ist, wie kann hier nach 31a Abs. 1 entschieden werden, wenn überhaupt nichts gefunden wurde, und es überhaupt nicht nachweisbar ist das ich irgendetwas angenommen habe?
    Das kann ja theoretisch jeder gewesen sein der Zugriff auf den Briefkasten hat...
    Bedeutet dies nicht, dass es als erwiesen gilt das ich im Besitz von Cannabis war, jedoch von einer Verfolgung abgesehen wird?

    Können mir irgendwelche Nachteile entstehen wenn ich es einfach gut sein lasse? Bei der nächsten Personen- oder Führerscheinkontrolle, können mich die Polizisten jetzt ja immerhin durchsuchen, weil ein Anfangsverdacht wegen dieser Sache besteht, verstehe ich das so richtig?

  • #171

    Robert (Montag, 06 August 2018 12:33)

    Hallo,
    ich wurde vor zwei Wochen bei einer Verkehrskontrolle angehalten und war so dämlich zuzugeben, dass ich am Vortag einen Joint geraucht habe.
    Der Konsum lag 14 Stunden zurück.
    Ich bin mit den Beamten ins Krankenhaus gefahren. Heute kam Post: das gegen mich eingeleitete Ordnungswidrigkeiten-Verfahren wurde gemäß § 47 Abs.1 eingstellt, da die Blutprobe keinen Nachweis von Betäubungsmitteln in dem Maßen in meinem Blut belegen konnte, dass es im Sinne von § 24a StVG strafbar gewesen wäre.
    In meinem Blut konnte lediglich ein Abbauprodukt von THC festgestellt werden; das belegt zwar einen zurückliegenden Konsum von THC, ist aber hinsichtlich des Straßenverkehrsgesetzes nicht relevant (so der Text).

    Bin ich nun komplett aus dem Schneider? Oder ist es wahrscheinlich, dass sich die Führerscheinstelle noch meldet?
    Ich hatte drei Monate vor der Kontrolle nichts geraucht. Der Wert sollte daher gering ausgefallen sein.
    Da ich alles andere als ein Dauerkonsument bin (2-3x Mal im Jahr gönne ich mir mit Freunden einen Filmeabend), hätte ich vermutlich bei einem Test keine großen Probleme.
    Allerdings frage ich mich, ob und wann ich mir dann überhaupt noch mal einen Joint gönnen darf... ?!
    Auf jeden Fall habe ich gelernt, dass ich mindestens 48 Stunden nach dem letzten nicht fahren sollte und gegenüber der Polizei nicht frech sein sollte ;-)
    Vielen Dank für Eure Hilfe.
    Gruß
    Rob

  • #172

    Bukem: (Montag, 06 August 2018 20:14)

    @Fritz.Walter: Ja, trotzdessen kann eine Ladung der FSST zum äG kommen, halte ich aber für eher unwahrscheinlich und dürfte auch rechtswidirig sein, was dir aber zunächst nichts bringen würde.
    Sollte eine Ladung kommen, meld dich bitte. Ein etwaiger gemäßigter Konsum bis dahin sollte unproblematisch sein

    @Robert: Genau, die zeitliche Trennung zwischen Konsum und dem Führen eines Fahrzeugs ist das A und O. Die FSST kann noch immer theoretisch eine Ladung zum äG schicken, aber einen etwaigen Konsum und die richtige Trennung hast du ja schon aufgezeigt, insoweit sollte das ins Leere laufen und das sollte die Behörde eigentlich auch wissen.
    Ein gelegentlicher Konsum bis dahin ist völlig ok bei richtiger Trennung, warte lieber bis zu 72 Stunden ;)

  • #173

    Fritz.Walter (Dienstag, 07 August 2018 18:51)

    Bei der nächsten Personen- oder Führerscheinkontrolle, können mich die Polizisten jetzt einfach durchsuchen, weil ein Anfangsverdacht wegen dieser Sache besteht oder?
    Hat die Polizei Einsicht in darauf? In meiner Akte?

  • #174

    Bukem: (Montag, 13 August 2018 19:43)

    @Fritz Walter: Jo. Da blinkt im Zweifel ein kleines Lämpchen auf mit dem Vermerk BtM Bezug. Handele also entsprechend. Ist alles gut bei richtiger zeitlicher Trennung zwischen Konsum und Fahrzeugführen ( mind 72 Stunden!) und klugerweise solltest du auch keine BtM oder Zubehör mit dir rumführen

  • #175

    Frederic (Montag, 13 August 2018 23:21)

    Schönen guten Abend,

    Ich wurde am Donnerstag auf einem Festival (genauer auf dem dazugehörigen Campingplatz) beim Rauchen eines Joints von der Zivilpolizei erwischt.
    Der Joint war schon quasi fertig geraucht und es wurden zudem keine weiteren Drogen bei mir gefunden.
    Auf die Frage des (doch sehr freundlichen) Polizisten hin wo mein Führerschein sei, habe ich geantwortet, dass ich diesen zu Hause gelassen habe da ich nicht mit dem Auto angereist bin.
    Zu meinem Konsumverhalten wurde ich (meiner Erinnerung nach) nicht gefragt, mit der Ausnahme das ich gefragt wurde ob ich auch weitere Drogen nehmen würde, was ich wahrheitsgemäß verneinte.
    Ich bin vorher nie in irgendeiner Weise polizeilich aufgefallen.

    Was ich mich nun frage, ist ob ich neben dem strafrechtlichen Verfahren (von dem ich, nachdem was ich bisher so gelesen habe, davon ausgehe das es eingestellt wird), noch mit anderen Konsequenzen seitens der Verkehrsbehörde zu befürchten habe.

    Meinen Konsum würde ich selbst als gelegentlich einschätzen (nicht täglich und auch nicht "beinahe täglich"). Aber dennoch würde ich einem Drogenscreening gerne aus dem Weg gehen, da ich auf Grund eines Bandscheibenproblems in letzter Zeit mehr geraucht habe als üblich.

    Sollte ich die nächste Zeit vollständig auf den Konsum verzichten, oder ist ein gelegentlicher Konsum in Ordnung?

  • #176

    Otmar (Dienstag, 14 August 2018 07:51)

    Hallo
    Ich fuhr durch einen verkehrsberuigten bereich mit dem rad und mir ist ein kind ins rad gelaufen. polizei kam kurz darauf vorbei und nahm den unfall auf und stellte anzeige zur fahrlässigen Körperverletzung
    Es wurde ein Alkoholtest gemacht und hatte 0,1 im atem
    Daraufhin kam ich mit aufs revier und wurde untersucht ohne verdacht auf drogen
    Es wurden eine waage und 7g aufgeteilt in einer cliptüte und einem briefumschlag gefunden
    Ich gab an dass ich nicht konsumiere und dass es für freunde bestimmt ist. Sie machten den wischtest am blasrohr vom alkoholtest und dieser war negativ. Muss ich angst um meinen führerschein haben. Bin noch in der probezeit

  • #177

    Bukem: (Mittwoch, 15 August 2018 19:29)

    @Frederic: Das hört sich doch gar nicht schlimm an.
    Ob überhaupt noch ein strafrechtliches Verfahren nach dem BtMG eingeleitet werden würde, ist erstmal fraglich. Der Konsum an sich ist nämlich straflos, nur der Besitz, die Einfuhr, Handel usw sind strafbewehrt. Wenn der Joint fertig war, kann man auch nichts besitzen.
    Davon losgelöst kann es tatsächlich zu einer Ladung zu einem ärztlichen Gutachten kommen. Ganz wichtig erstmal: Es hat sich alles außerhalb des Straßenverkehrs abgespielt und es liegt deshalb auch kein Verstoß im Verkehr beim Fahrzeugführen mit mehr als 1,0 ng aktiven Thc vor. Du kannst daher ruhig zum Gutachten, diese Ladung wäre wohl auch rechtswidrig, bringt dir aber nix.
    Du kannst bis dahin ruhig und gelegentlich rauchenund dies da auch unproblematisch einräumen, sehen die eh anhand deiner THC COOH Werte. Wichtig ist immer auch für die Zukunft: Du musst richtig trennen zwischen Konsum und Fahren , genauer Fahrzeugführen, immer bitte 72 Stunden warten, dann kann auch bei der FSST nichts passieren. Dass Du dort auf dem Festival geraucht hast, zeigt ja schon die richtige Trennung.
    Ebenso wichtig: Nie einräumen, anderes BtM oder Cannabis zusammen mit Alkohol zu konsumieren. In beiden Fällen ist die FE sofort weg, sollte man so etwas einräumen

    @Ottmar: Soweit ich es grad verstanden habe: nein. Es kann trotzdem eine Ladung zu einem ärztlichen Gutachten kommen, weil ermittelt werden soll, ob du doch konsumierst. Waage usw hat man ja nicht zufällig dabei. Mag auch sein, dass da Ermittlungen laufen, weil sie sich fragen, ob das bestimmte gewerbliche Gründe für die Waage gibt.
    Wenn du jetzt weitere Fragen hast, stell sie ruhig

  • #178

    Frederic (Mittwoch, 15 August 2018 20:27)

    Vielen Lieben Dank für die Antwort Bukem!
    Das ist auf jeden Fall schonmal beruhigend zu hören!
    Dann warte ich jetzt einfach ab und harre der Dinge die da kommen mögen.

    Mal schauen ob und wann sich die netten Herrschaften bei mir melden.

    Beste Grüße

    Frederic

    PS: Eine ganz starke Nummer von euch das ihr diesen Service hier anbietet!

  • #179

    Otmar (Donnerstag, 16 August 2018 08:33)

    Ich habe angegeben dass ich sie von einem Freund geliehen habe damit ich die menge nachwiegen kann weil ich für eine feier etwas geholt habe und selbst nicht konsumiere
    Rauchzubehör wie papes oder tips hatte ich ebenfalls nicht dabei

  • #180

    Daniel (Freitag, 17 August 2018 08:50)

    Hallo,

    ich wurde vor ca. 2 Monaten durch eine allgemeinen Verkehrskontrolle erwischt. Ich hatte da ca 48h vorher das letzte mal geraucht und hatte dann laut dem Blut test 1,0ng thc im blut und 7 ng thc cooh.
    die test bei der kontrolle habe ich alle bestanden und meinen führerschein durfte ich auch behalten.
    ich muss diese woche das ärztliche gutachten einreichen und bekomme doch langsam bammel.

    Ich frage mich jetzt ob es nützlich wäre ein peröhnliches anschreiben zusammen mit dem gutachten einzureichen.
    Bei dem Arzt besuch musste ich ja sachverhalte von vor 20 jahren angeben, damals habe ich natürlich viel mehr geraucht (3g/woche) als vor 2 monaten (2 joints im monat)

    LG Daniel

  • #181

    Pascal (Freitag, 17 August 2018 13:51)

    Guten Tag,

    Ich habe folgendes Problem: momentan ist der Wunsch nach einem Führerschein groß, jedoch wurde ich schon 3 Mal mit Gras erwischt. Das erste Mal mit 0,1g, das zweite mal mit ca. 6g und das letzte Mal mit einem 0,9g Joint und 7g. Die ersten beiden Male wurde ich nach Jugendstrafrecht verurteilt, das letzte Mal nach Erwachsenenstrafrecht.

    Den Konsum habe ich dummerweise in 2 Fällen zugegeben, in dem Urteil für das zweite Mal steht auch das ich regelmäßiger Konsument sei.

    Kommt es nun beim Führerscheinantrag zu einem äG oder muss ich eine Mpu befürchten?

    Vielen Dank im Vorraus

  • #182

    Pascal (Freitag, 17 August 2018 13:57)

    Nachtrag Konsum Muster: früher gewohnheitsmäßig, seit 3 Monaten jedoch clean.

  • #183

    Bukem: (Samstag, 18 August 2018 08:46)

    @Frederic: Vielen Dank ;), leite ich gerne so weiter. Herr Schüller freut sich natürlich sonst auch über Weiterempfehlungen oder ne gute google Bewertung.

    @Ottmar: Wie gesagt, ein äG kann kommen, Angst um deine Fahrerlaubnis brauchst du nicht zu haben.
    Weitere Ausführungen zum äG findest du hier bei uns auf der Seite

    @Daniel: Hast du denn seitdem wieder konsumiert?
    Bitte auf keinen Fall irgendwas selbst an die Behörde schreiben, auch wenn es nachvollziehbar ist, als Laie begibst du dich da einfach aufs Glatteis und redest dich unfreiwillig um Kopf und Kragen
    Was steht denn im Gutachten?

    @Pascal: Du hast noch keine FE, willst die aber machen? Dann solltest du dich eh zur Vermeidung von Ärger und unnötigen Kosten an ein paar Regeln halten.
    Konsum ist auch mit FE ok, solange du ganz klar zeitlich zwischen Konsum und dem Führen eines Fahrzeugs zeitlich trennst. Machst du das ist alles cool, zumindest theoretisch. Du trennst richtig, wenn dein sog aktiver THC Wert beim Fahren unter 1,0 ng/ ml beträgt.Deshalb musst du nach dem Konsum bis zu 72 Stunden warten, dann ist der Wert gering genug.
    Trotzdem gibt es vom FE unabhängig immer Ärger, auch wenn du der Papst oder Bundeskanzler bist, wenn du mit dope auf der Tasche rumläufst.
    Der Konsum ist straflos, für den Besitz ( bei sich haben) gibt es Ärger.
    Es kann jetzt sein, wenn du die FE beantragst, dass du ein äG machen musst, dann erzählst du das mit der richtigen zeitlichen Trennung.

  • #184

    Daniel (Mittwoch, 22 August 2018 18:14)

    Hallo bukem,

    Danke für deine antwort! Ich habe das gutachten heut bekommen. Die beiden screenings waren negativ. Es wurde aber folgender schweregrad festgestellt:

    Regelmäßige einnahme von cannabis

    Gekifft habe ich seid dem nicht wieder...

    Ich werd kein anschreiben mitschicken du hast da vollkommen recht mit dem glatteis.
    falls die sich dazu entscheiden mir den schein abzunehmen: kann ich dann noch zum anwalt und das anfechten?

  • #185

    Bukem: (Samstag, 25 August 2018 18:50)

    @Daniel: Voraussetzung für den Verlust der FE sind neben dem THC Verstoß mit 1,o oder mehr ng/ml auch der Nachweis des wenigstens gelegentlichen Konsums. Wenn Deine Gutachten negativ sind und eben nicht weiter konsumiert hast, sind diese Voraussetzungen auch nicht erfüllt.

    Natürlich kannst Du immer und jederzeit zum Anwalt. Einen extrem guten und gutaussehenden findest Du hier.
    Herr Schüller ist btw bundesweit tätig

  • #186

    Michael (Montag, 10 September 2018 17:02)

    Hallo, und zwar wurde mir die FE entzogen aufgrund meiner 3 Punkte in der Probezeit alle wegen geschwindigkeitsvertöße hab ihn am 30.04.18 abgeben und hätte ihn ja ganz normal am 30.07.18 wieder erhalten, da ich aber ein Verfahren wegen vertoßes gegen das Btm am laufen hatte verlangt die FS einen Haarscrenning wenn dieses nicht möglich sei dann 2 Urin Screenings auf 8 Monate und während der 8 Monate würde die FE weiterhin entzogen sein. Leider sind meine Haare zu kurz weswegen nur letzteres möglich sei. Weil jemand von der Polizei hochgenommen worden ist hat er behauptet an 12 Leute was verkauft zu haben darunter auch ich, mit 36G Cannabis auf einen Zeitraum von 3 Monaten. Die Geschichte stimmt aber nicht so habe keine Aussage bei der Polizei gemacht war auch beim Anwalt und der meinte wir haben keine Chance dagegen, wie es oft so ist siegt nicht immer das Recht habe verloren und musste 980€ Strafe zahlen es wurde mir kein Konsum nachgewiesen ich bin nicht vorbestraft das war meine erste Strafe und jetzt geht die FS davon aus ich würde konsumieren. Im Mai 2017 wurde ich angehalten und im Blut wurden 0,5 ng/ml nachgewiesen alles wurde fallen gelassen ich glaube persönlich nicht das das hiermit was zu tun hat. Komme ich irgendwie gegen die 8 Monate an das ich mehr Screenings abgeben kann auf einen längeren Zeitraum dafür aber meine FE wieder erhalte? MPU wurde mir keine aufgedrückt nur das Ärtzliche Gutachten mein Anwalt meint gegen alles wäre nichts möglich ich solle froh sein das ich keine MPU machen müsse, wüssten sie da noch was oder muss ich das leider glauben?

  • #187

    Bukem: (Samstag, 15 September 2018 17:59)

    @Michael: Du kannst jederzeit den bisherigen Anwalt "kündigen" und Herrn Schüller beauftragen. Im Regelfall ist er deutlich spezialisierter als die Kollegen.
    In dem Fall selbst können ganz viele kleine Details entscheidend sein, ohne anwaltliche Akteneinsicht kann man deshalb auch wirklich nichts näheres sagen.
    Die Alternativen heißen abwarten oder Herrn Schüller prüfen lassen, evt kann es dann doch schneller gehen

  • #188

    Daniel (Sonntag, 16 September 2018 09:17)

    Guten Tag,
    vor 2 Tagen wurde ich in Sachsen an der Grenze zu Tschechien als Fahrer von Zoll durchsucht. Dabei wurde 1g Cannabis sowie 0,6g Haschisch zwischen meinem Campinggeschirr gut verschlossen in einem Glas gefunden. Ein Drogentest wurde nicht durchgeführt. Ich gab an, dass es meins sei. Die Frage, ob ich schonmal mit drogen zu tun hatte bejate ich. Mir wird nun Bannbruch i.V.m Btm vorgeworfen. Dafür kam es noch nie zu einer Verurteilung im Bereich des BtmG. Lediglich ein 5 Jahre zurückliegendes Verfahren, bei dem mir am Steuer 0.98ng/ml im Blut nachgewiesen wurden, wurde einstestellt. Bisher kam noch kein Brief. Was habe ich zu befürchten bezüglich eines Strafverfahrens und kommt die Führerscheinstelle ins Spiel? Vielen Dank

  • #189

    Bukem: (Dienstag, 18 September 2018 19:10)

    @Daniel: Geldstrafe, in übersichtlicher Höhe wg des BtM Besitzes sowie wohl mit einiger Wahrscheinlichkeit die Ladung zum äG von der FSST. Bestehst du einfach, wenn du auf die richtige zeitliche Trennung zwischen Konsum und Fahrzeugführen abstellst. Hier bitte einlesen. 72 Stunden warten im Zweifel

  • #190

    Bestala (Dienstag, 18 September 2018 19:24)

    Hallo,

    Mein Sohn war auf einer Feier , wo auch Cannabis die Runde machte.
    Die Polizei hat davon Wind bekommen und machte Kontrolle. Es wurden aber weder Blut-nochUrinprobe angeordnet.
    Auch ist niemand mit dem Auto gefahren.
    Ein Jahr danach wurde meinem Sohn der Führerschein entzogen, und mit einer MPU gedroht, wenn er den Führerschein zurück haben möchte.
    Da er eine Ausbildung zum Erzieher macht Kann er die Kosten für den
    Abstinenz Nachweis nicht erbringen. Der Führerschein ist jetzt seit 20 Monaten bei der Führerscheinstelle.

    Ist das rechtens, dass man ohne Nachweis von Cannabis und ohne Auto zu fahren zur MPU muss?

    Es wurde lediglich auf der Feier ausprobiert.

  • #191

    Bukem: (Dienstag, 18 September 2018 20:35)

    @ Bestala Ich habe da aus irgendeinem Grund, dass die sich die sache so zugetragen hat.
    Wenn überhaupt, dürfte nur ein ärztliches Gutachten angeordnet worden sein, keine MPU. Kommt man dieser Ladung aber nicht nach, kann schon das zum Entzug der Fahrerlaubnis führen, ja
    Wenn Sie oder er Hilfe brauchen, bitte melden

  • #192

    Bestala (Dienstag, 18 September 2018 20:47)

    Hallo,

    Die Führerscheinstelle hat geschrieben, dass der bloße Verdacht ausreicht, um eine MPU anzuordnen.

    Jetzt soll er einen Abstinenznachweis erbringen, Urinkontrolle beim TÜV. Wir wissen aber nicht in welchen Abständen und danach zur MPU.

    Es hat sich tatsächlich so zugetragen. Er wurde nicht beim Fahren erwischt.
    Er ist nie mit Drogen oder Alkohol Auto gefahren.

    Keiner kann das nachvollziehen.
    Er wurde zwar aufgefordert eine Untersuchung machen zu lassen, der Brief kam in den Ferien, als er bei uns war.
    Außerdem hat sich die Führerscheinstelle erst 1,5 Jahre nach dieser Fete gemeldet. Seit dem hat er nichts mehr konsumiert.

  • #193

    Bukem: (Dienstag, 18 September 2018 21:03)

    @Bestala: Dann sollten Sie bitte umgehend anwaltliche Hilfe suchen. Dazu muss ein richtiges Mandatsverhältnis geschlossen und Akteneinsicht genommen werden.
    Herr Schüller ist bundesweit tätig

  • #194

    Daniel (Dienstag, 18 September 2018 21:15)

    Danke für die Rückmeldung.
    Wäre eine Anordnung eines aG übehaupt rechtmäßig?

  • #195

    Thomas (Mittwoch, 19 September 2018 11:06)

    Hallo.
    Ich wurde von der Polizei Mitte Juli angehalten und zur Blutprobe gebeten. Diese ergab 5,9ng/ml aktives thc und 35,3 ng/ml thc cooh. (für einem täglichen Konsumenten in den letzten Jahren ziemlich niedrig, wie ich finde)
    Nun darf ich in den nächsten Tagen zur ärztlichen Untersuchung. Ich bin seit knapp zwei Wochen clean, zudem garantiert nicht der typische kiffer. Habe das Auto am selben Tag nie bewegt, treibe zudem viel Sport, achte auf Ernährung, etc.
    Nun habe ich etwas Panik vor der ärztlichen Untersuchung, da ich bzgl der Halbwertszeiten evtl ja noch was im Blut haben könnte.
    Gibt's hier irgendeine Möglichkeit, ohne mpu und Führerscheinentzug davon zu kommen? Beste grüße, Thomas

  • #196

    Bestala (Donnerstag, 20 September 2018 13:35)

    Vielen Dank für die schnelle Antwort. Wir werden das in Angriff nehmen.

  • #197

    Bukem: (Samstag, 22 September 2018 16:33)

    @Daniel: Im Zweifel ja, https://www.gesetze-im-internet.de/fev_2010/__14.html
    Selbst wenn nicht, wäre es der Behörde aber herzlich schnurz

    @Thomas: Du scheinst das alles ja recht und sportlich locker zu nehmen.
    1.Du solltest zunächst froh sein, dass Du niemanden umgefahren und verletzt hast
    2. So hast Du im Straßenverkehr leider nix verloren
    3. Du wirst noch bis unter die Haarspitzen voll mit mit THC COOH sein, welches bis zu drei Monaten nachweisbar ist. Damit ist deine Fe im Zweifel weg,sorry.
    Wenn Du evt was retten willst, bitte asap bei Herrn Schüller melden und auf ein Wunder hoffen ( seine Spezialität)

  • #198

    Claus (Donnerstag, 27 September 2018 16:27)

    Guten Tag,

    wurde vor knapp einem Monat positiv getestet und musste einen Bluttest abgeben.
    Heute kamen die Werte: 1,3 ng/ml THC und 15 ng/ml THC COOH (zudem war zwischen diesen beiden Werten noch der Wert 0,34 aber ich weiß leider nicht mehr für was der stand)
    Mit welcher Strafe kann ich rechnen?

    Zur Info: Wurde mit einem Kollegen vor 2-3 Monaten angehalten und kontrolliert dabei wurden 2 gramm Haschisch gefunden, habe wohl seitdem ein BTM Eintrag von dem ich nicht wusste. Habe zu dem Zeitpunkt nicht angegeben wie viel ich rauche, als ich vor einem Monat angehalten wurde meinte ich das es daran liegen könnte das ich passiv mitgeraucht habe da wir in einem geschlossenen Raum waren, als meine Freunde geraucht haben, da ich seit der 1. Kontrolle damit nix mehr zu tun haben wollte. Hab im Bericht auch angegeben das mein letzer Konsum an dem Tag der 1. Kontrolle war.

  • #199

    Bukem: (Samstag, 29 September 2018 15:19)

    @Claus: Du musst zwischen zwei Themen differenzieren.
    Für das mit mehr als 1,0 ng aktiven THC Autofahren gibt es ein Bussgeld mit Fahrverbot und Punkten.
    Damit ist die Sache aber nicht durch und deshalb musst du jetzt aufpassen, nicht mehr zu konsumieren und dich von Kiffern auch fernhalten wg einer sog externen Kontamination. Die FSST wird aufgrund deiner ja richtigen Angaben, nämlich keine zum Konsumverhalten, dein Konsumverhalten überprüfen wollen und dich zum äG laden. Lies dich hier bei uns im Menü bitte weitere ein, insb MenüPunkt Fahrerlaubnisrecht. Meld dich bei Fragen

  • #200

    Georg (Freitag, 05 Oktober 2018 10:23)

    Guten Tag,
    erstmal vorab, tolle Seite mit wirklich informativen Artikeln.

    Nun zu meinem Problem, ich wurde Anfang August 2018 nach vorhergehenden Cannabiskonsum angehalten und es wurden 1,9ng THC und 21ng THC-COOH festgestellt. Ich habe nun Ende September eine Aufforderung zur Erbringung eines FäG seitens meiner zuständigen FsSt erhalten.
    Mit der Maastricht-Studie (Daldrup etc.) kenne ich mich aus und ich weiß eigentlich ganz genau wie ich auf einmaligen Probierkonsum plädieren kann und was ich erzähle, dass es schlüssig klingt (auch dank eurer Seite). Der Delikttag war schließlich auch genau mein 30ster Geburtstag (toller Tag um das erste Mal Cannabis zu probieren oder). Das stimmt aber nicht, ich habe Jahre lang gelegentlich Cannabis konsumiert. Zur Erbringung des FäG's muss ich 2 kurzfristige Urinproben abgeben, angemeldet bin ich bereits auch schon. Mein Urin wird auch clean sein, ich treibe viel Sport, habe einen sehr guten Stoffwechsel und bin nun seit knapp 9 Wochen komplett rauchfrei, da mache ich mir auch keine Sorgen.

    Jedoch zu meiner eigentlichen Frage, wenn ich nun auf einmaligen Konsum plädiere, in der Aufforderung zum FäG definitiv von Urinproben geredet wird und ich nun auch schon mehrmals mit der ausführenden BfF gesprochen habe und es nie die Rede war eine Haarprobe abgeben zu müssen, wie wahrscheinlich ist dennoch eine Haaranalyse? Ich meine wäre schon doof die Kontrollen zu bestehen, den Arzt eine tolle Geschichte aufzutischen und dann wird im Nachgang gesagt, hey beweis uns doch deinen einmaligen Probierkonsum durch die Abgabe einer Haarprobe. Wäre das rechtens? Schließlich wird die nicht geforfert, ich wurde nie darauf hingewiesen und ich bin ja im Endeffekt auch der Auftraggeber des FäG's und nicht die FsSt. Falls ja was passiert wenn ich diese aus uneinsicht oder finzanziellen Gründen ablehne?
    Mit freundlichen Grüßen

  • #201

    Apple (Freitag, 05 Oktober 2018 14:44)

    Hallo, wurde am 3.10.2018 auf dem Canatatter Wasen in Stuttgart beim Rauchen eines Joints mit einem Freund erwischt. Wir wurden daraufhin kontrolliert, jedoch wurden keine Tests und auch keine Fragen zum Konsumverhalten gestellt. Der fast leere Joint wurde beschlagnahmt. Es gab keinen Zusammenhang zum Straßenverkehr und sonst gab es noch nie Probleme mit der Polizei.
    Meine einzigste Sorge ist, dass ein äG von der FSST gefordert wird. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass eins angefordert wird? Und wenn, ist es rechtmäßig? Was müsste ich tun um ein äG zu verhindern?

  • #202

    Bukem: (Sonntag, 07 Oktober 2018 14:26)

    @Georg: Ich will dir ja deinen Plan nicht versauen, aber das ist alles andere als ein Selbstläufer. Deine Werte sollten schon zu deiner Version passen, ansonsten hast du schnell mehr Probleme.
    Wenn Du regelmäßiger vor dem Vorfall konsumiert haben solltest, wird das auch durch deinen THC COOH Wert so wiedergegeben werden. THC COOH ist durch aus bis drei Monate nachweisbar. Deine zusammengebastelte Geschichte kann dann wg eines offenkundigen Verstoßes gg die bestehende Wahrheitspflicht extrem unfunky Folgen haben.
    Dass spontan eine Haarprobe entnommen werden sollte, wird ohne Ankündigung nicht passieren. Dennoch, damit du dir weniger Kopfsalat machst, wie lang trägst du denn so dein Haar? Würdest du dich verweigern, kann schlimmstenfalls der Entzug der FE auch so erfolgen.
    Generell wirkt dein sehr konstruierter Plan und deine Geschichte nach der klassischen Kifferparanoia.
    Ich muss dir ganz ehrlich raten, dich lieber vorher bei Herrn Schüller zu melden, und zwar asap per mail oben, und dringend über einen völligen Strategiewechsel nachzudenken. Da seh ich höhere Chancen für den Erhalt deiner FE.


    @Apple: Ohne Verkehrsbezug ist die Anordnung nach ständiger Rechtsprechung rechtswidrig.Aber da schert sich die FSST nicht drum. Gegegn die Anordnung gibt es keine Rechtsmittel. Du musst folgen oder die Fe wird entzogen. Alles weitere klärt dann ein ambitionierter Verteidiger wie Herr Schüller

  • #203

    Georg (Sonntag, 07 Oktober 2018 17:13)

    @Bukem

    Danke erstmal für die Antwort. Dass das FäG kein Selbstläufer wird ist mir schon durchaus bewusst, habe auch größten Respekt vor der ganzen Nummer. Ich hatte den besagten Joint gg. 20 Uhr konsumiert, wurde gg. 22:30 angehalten und gg. 23:30 wurde man dann das Blut abgenommen. Nach der Maastricht-Studie passt das schon ganz gut zu den Werten. Und mit den 3 Monaten, dass ist mir auch bewusst, jedoch habe ich nicht täglich konsumiert und des Weiteren wird meine erste Einbestellung zur Urinabgabe auch noch rund 2-3 Wochen auf sich warten lassen, dann sind es über 12 Wochen rauchfreiheit.
    Wie sehe denn ein Strategiewechsel aus? Auf Ihren Seiten steht doch, ist der THC wert über 1.0 ng liegt eine berauschte Fahrt vor und die FE ist nur durch die Plädierung auf einmaligen Konsum zu retten.?
    Meine Haare sind gut 4-5 cm lang, also sollte dort noch genug Material gespeichert sein. Zu mal ja die Einlagerung solange erfolgt, wie sich Cannaboide im Körper befinden. Also müsste ich mir ja eine komplette Glatze schneiden lassen. Da werd ich aber Probleme auf Arbeit bekommen und des Weiteren würde das ja nicht besonders vertrauenswürdig auf den Arzt wirken.

  • #204

    Bukem: (Mittwoch, 10 Oktober 2018 13:14)

    @Georg: Du kannst dich in den verschiedenen Menüpunkten gern weiter bei uns einlesen, da werden alle deine Fragen bereits sehr ausführlich beantwortet.

    Es gibt Ausnahmeregeln, die trotz eigentlich vorliegender Voraussetzungen zum Entzug der FE den Entzug eben verneinen. Etwa, weil man sich in einer besonderen Lebenssituation befand. Das ganze funktioniert auch nur mit zusätzlicher verkehrspsychologischer Hilfe bei gleichzeitigem anwaltlichen Mandat. Herr Schüller steht hier gern zur Verfügung. Daten stehen oben. Ohne Anwalt und "Waffengleichheit" mit der Behörde geht es ins Auge
    Ich weiß leider nicht, wie lang dein Haar sonst ist. Es ist übrigens anders als von dir vermutet. Nach dem Konsum gibt es eine ca einmonatige Einwachsphase, dann wird nichts mehr abgespeichert. Dh ca 2 Monate und damit 2cm dürften schon dran bleiben
    Und warum sollte das Probleme auf der Arbeit geben?

  • #205

    Julian (Mittwoch, 17 Oktober 2018 13:35)

    Hallo, ich wurde am 13.10 in Niedersachsen von Securitys mit einem Jay im Mund, den ich gerade anmachen wollte, entdeckt und wurde komplett durchsucht. Sie haben nichts weiter gefunden bis auf einen Grinder, bei dem sie das Scuff rausgeklopft habem. Ich hatte vorher auch noch keinen Kontakt mit der Polizei. Ich wurde gefragt, ob ich einen Führerschein habe, den ich besitze, jedoch war ich zu der Zeit auf einem Markt noch am Trinken, wodurch kein Bezug zum Fahren hergestellt werden konnte. Ich habe denen nichts zur Tat oder meinem Konsumverhalten gesagt. Was wird nun passieren? Darf eine Blutuntersuchung oder ähnliches durchgeführt werden und soll ich aufhören zu konsumieren?

  • #206

    Bukem: (Sonntag, 21 Oktober 2018 16:11)

    @Julian: Ist die Polizei denn verständigt worden? Das kann leider wichtig werden, wenn dort bei der Polizei aktenkundig geworden sein sollte, dass Du gleichzeitig THC und Alkohol konsumiert haben solltest.
    Das wäre nämlich Grund genug für eine Entziehung der Fahrerlaubnis auch ohne etwaigen THC Verstoß im Verkehr.

  • #207

    Julian (Sonntag, 21 Oktober 2018 20:46)

    Die Polizei wurde direkt verständigt. Es wurde vom Vorstoß gegen BTM geredet und im Bezug auf Alkohol nichts gesagt. Wann kann man denn einen Brief der Polizei erwartet werden? Nach 3 Monaten?

  • #208

    Sophie (Montag, 22 Oktober 2018 11:48)

    Hallo und danke vorab für so viele tolle Informationen.

    Mein Freund und Ich sind vorgestern in eine Kontrolle der Polizei geraten. Wir saßen in einem stehenden Auto auf einem Parkplatz und die Zündung war aus. Mein Freund saß auf dem Fahrersitz und ich war Beifahrer. Die Polizisten haben das Auto durchsucht und 2g Cannabis sowie Utensilien (Paper,Grinder,Tabak...) in der Tasche meines Freundes gefunden. Er gab auch zu,dass es seine Tasche ist. Die Polizisten haben uns beiden dann in die Augen geleuchtet und meinten damit festzustellen,dass wir vorher konsumiert hätten. Wir haben keine Angaben diesbezüglich gemacht und es wurden auch keine weiteren Tests angeordnet. Nachdem die Polizisten dann weggefahren sind haben wir das Auto stehen lassen und sind zu Fuß nach Hause gegangen. Die Polizisten meinten zu uns sie würden noch am Abend kontrollieren,ob das Auto bewegt wurde (Was ja nicht der Fall ist) und dass sie den Vorfall der Führerscheinstelle melden. Mein Freund ist schon außerhalb der Probezeit und ich bin noch für 2 Monate innerhalb der Probezeit.

    Meine Fragen wären nun:
    Was hat man Freund zu erwarten? Was habe ich zu erwarten? Kann ein äG oder sogar eine MPU angeordnet werden ?

  • #209

    Bukem: (Montag, 22 Oktober 2018 19:30)

    @Julian: Post von der Polizei dürfte deutlich schneller kommen. das betrifft aber nur das Strafverfahren. Keine Angaben dort bitte zu Konsum usw
    Wenn Du keine Angaben bzgl deines Konsumverhalten gemacht hast, wird die Führerscheinstelle Dich zu einem ärztlichen Gutachten laden. Dies bestehst du aber recht unkompliziert. wie das geht, findest du hier bei uns im Menü. Wenn Du Fragen hast, meld dich

    @Sophie. Ach, die Wachtmeister wieder..
    Ja, dein Freund kann neben einem Strafverfahren wg des BtM Besitzes ( endet bitte ohne weitere Angaben zu machen mit einer geringen Geldstrafe, wenn überhaupt.) mit Post von der FSST mit Ladung zum ärztlichen Gutachten rechnen.
    Da kein Fahrverstoß unter Cannabiseinfluß vorliegt, ist das recht entspannt. Gelegentlicher Konsum bis dahin ist in Maßen durchaus drin.
    Immer bitte auf die richtige zeitliche Trennung zwischen Konsum und Fahrzeugführen achten, beibehalten und im Gutachten auch so schildern.
    Bedeutet, immer am besten 72 Stunden oder mehr nicht fahren

  • #210

    Sophie (Montag, 22 Oktober 2018 23:53)

    Danke für die schnelle Antwort.

    Nur noch eine weitere Frage.. Da sie mir unterstellt haben auch konsumiert zu haben,aber keinen Test gemacht haben muss ich nichts erwarten oder ? Bzw anders gefragt was müsste ich im Zweifel erwarten?

  • #211

    Mirko (Dienstag, 23 Oktober 2018 16:32)

    Hallo, ich bin Medizinalcannabis Nutzer aufgrund meiner Krankheit. Ist denn schon etwas bekannt, dass Informationen an die FSst weitergegeben werden, zb wenn man zu Fuss kontrolliert wird und seine Medikamente dabei hat aber belegen kann dass man Patient ist? Bin da leider noch sehr verunsichert aufgrund eines früheren Verfahrens...

    Danke und Grüsse

  • #212

    Bukem: (Mittwoch, 24 Oktober 2018 18:46)

    @Sophie: Strafrechtlich ist der reine Konsum nicht verboten.
    Auch du kannst aber eine Ladung zum äG bekommen, ob das rechtmäßig wäre, halte ich für zweifelhaft, wird aber oft gemacht. Gilt insoweit das Gleiche wie für deinen Freund

    @Mirko: Im Zweifel kannst du eine Kopie des ärztlichen Attestes oder Kostenübernahme der Krankenkasse nach Verordnung in die Brieftasche stecken.

    Als Cannabispatient dürftest du sogar unter THC Einfluss ein Fahrzeug führen, solange DU Dich für fahrtüchtig hälst.
    Würde ich aber dringend von abraten

  • #213

    Seb (Dienstag, 30 Oktober 2018 17:42)

    Hallo

    Ich wurde im April diesen Jahres mit einem aktiven THC wert von 14 ng und einem passiven THC Cooh wert von 66 ng angehalten.(Bundesland Hessen)

    Nun wurde ein Ärztliches Gutachten veranlasst.

    "Nimmt Herr ... aktuell Betäubungsmittel im Sinne des Betäubungsmittelgesetzes oder andere psychoaktive wirkende Stoffe ein, die die Fahreigung nach Anlage 4 FeV in Frage Stellen? Ist von einem gelegentlichen oder einem regelmäßigen / gewohnheitsmäßigem Konsum von Cannabis auszugehen?"

    nun meine Frage:

    Kann ich dieses Gutachten bestehen, wenn ich die wahrheit sage, sprich gelegentlichen Konsum in der vergangenheit zugebe? Ich bin aktuell selbstverständlich clean und möchte das auch bleiben, ich habe mit Cannabis abgeschlossen.Selbstverständlich ist mir ebenfalls bewusst das es unverantwortlich war in diesem Zustand überhaupt zu fahren.

    Die frage ist nur ob ich das auch so sagen darf oder ob ich in meinem fall auf einmaligen Konsum plädieren muss um das Gutachten Positiv für mich zu erbringen.

    Urinscreenings sind seit aktuell Juni beim Tüv nachgewiesen sauber, diese Screenings kann ich natürlich auch bei der Untersuchung vorlegen, 2 soll ich ja ohnehin machen, die habe ich bereits.

    Viele Grüße und vielen Dank für Ihre kurze einschätzung

  • #214

    Bukem: (Mittwoch, 31 Oktober 2018 12:44)

    @Seb: Muss Dir ganz ehrlich raten, Dich dringend bei Herrn Schüller zu melden. Das übersteigt meine recht bescheidenen Sachkenntnisse. Grds kann die FE entzogen werden, wenn bei einem auch nur einmaligen THC Verstoß im Verkehr der zumindest gelegentliche Konsum belegt wird, etwa durch entsprechendes Ergebnis des Gutachtens oder auch durch entsprechendes Einlassung des Betroffenen. Ob deshalb deine geplante Einlassung, nun nicht mehr zu konsumieren oder wenigstens auf die richtige zeitliche Trennung zwischen Konsum und Fahrzeugführen zu achten, erstens hilfreich und zweitens evt ein gewaltiges Eigentor wäre, kann ich ganz ehrlich nicht absehen.
    Deshalb bei Herrn Schüller direkt und dringend vorsprechen, sollte dir der Erhalt der FE wert sein.

  • #215

    Seb (Mittwoch, 31 Oktober 2018 19:33)

    Das Ist Korrekt, der Erhalt der FE ist das wert.

    Ich habe vorhin direkt eine E-Mail geschrieben.

    Vielen Dank trotzdem für Ihre schnelle Antwort.

    Viele Grüße

  • #216

    Rick (Donnerstag, 01 November 2018 15:05)

    Hallo Herr Schüller, vielen lieben Dank für dieses tolle Forum.

    Ich wurde nach dem Kaufen mir ca. 3g gepackt. Ich war gut angezogen, weil ich von einer standesamtl. Hochzeit am Nachmittag kam. Kein Zusammenhang mit Autofahrt usw... Einfach an einem Hotspot (diletantisch). Ich hab nix gesagt, ausser dass ich aus der Nachbarstadt komme (frage nicht verstanden, dachte, die meinen, wo ich wohne, personalien und so) und dass ich zugebe, dass es in der Tasche war. Sonst behaarlich geschwiegen. Die fragten, ob ich von der Arbeit komme, usw, usw. Ich hab nur das mit dem woherkommen und das mit der Tasche gesagt.

    Hab als Identifikation den Führerschein gezeigt, weil kein perso dabei. Wurde fotografiert.

    Wirds das weitergeleietet. Kann ein äG kommen? Danke!

  • #217

    Bukem: (Sonntag, 04 November 2018 14:50)

    @Rick: Das strafrechtliche Verfahren wg des Erwerbs bzw Besitz des BtM wird wohl wahlweise gg eine Geldauflage oder geringe Geldstrafe beendet werden.
    Ja, das wird weitergeleitet an die FSST
    und Ja, da wird aller Voraussicht nach eine Ladung zum äG kommen. Gerade weil Du eben keine Angaben gemacht hast, wollen die herausfinden, ob Du auch und in welchem Muster konsumierst. Lies Dich hier weiter ein und verinnerliche und beherzige insb alles zur richtigen zeitlichen Trennung zwischen Konsum und dem Fahrzeugführen, dann sollte es keine Probleme geben

  • #218

    Rechtsanwalt Schüller (Sonntag, 04 November 2018 15:17)

    @Rick:
    Ich darf mal etwas relativierend in die Diskussion eingreifen. Ob das Strafverfahren eingestellt wird, ist keinesfalls ohne weiteres klar. Gerade wenn man an einem Hotspot erwischt wird, sieht die StA (und auch das Gericht!) von einer Einstellung nach § 31 a BtMG ab. In NRW wird das zB sehr oft so gehandhabt. Und besonders gerne etwa in Düsseldorf. Da kann es dann schon mal 60 Tagessätze geben für die paar Gramm.

    Ob die Fahrerlaubnisbehörde Wind bekommt? Ja. Ob Sie ein ärztliches Gutachen anordnet? Unklar. Das BVerwG fordert, dass man aus den gefundenen Mengen an Drogen einen Dauerkonsum von Cannabis schließen kann. Das ist hier die Quizfrage. Eigentlich wohl kaum wird man sagen. Aber wenn das Gutachten angeordnet und mit dem Hinweis auf die Rechtmäßigkeit nicht abgegeben wird, folgt die Entziehung. Und erst diese Entziehung kann man rechtlich angreifen mit dem Hinweis, dass die Anordnung des Gutachtens welches später nicht abgegeben worden ist und weswegen dann der Führerschein gemeinersweise entzogen wurde, nicht korrekt war. So aus rechtlicher Perspektive. Und nicht nur aus der Kleingeistperspektive des Sachbearbeiters der FSST dessen Frau fremdgegangen ist mit dem Behördenleiter und der jetzt deshalb voll brass auf die Welt hat. Und vor allem auf Sie.

    Was können Sie tun? Beten. Und was noch? Den Konsum harter Drogen einstellen. Und nicht öfter als 1- 2 mal die Woche Cannabis konsumieren. Und danach das Auto 72 Stunden stehen lassen und im Fall einer Kontrolle jede Aussage verweigern. Wann haben Sie das letzte mal konsumiert? "Keine Aussage" (lustiger: Habe ich vergessen, muss nochmal drüber schlafen). Wie oft konsumieren Sie? Täglich oder nur ab und an? "Keine Aussage" (lustiger: Ich verstehe Ihre Sprache nicht! Können Sie das bitte nochmal sagen?)

  • #219

    Rick (Sonntag, 04 November 2018 18:53)

    Danke. Ich bete. Mein Anwalt is im Urlaub. Wenn was kommt, kann sein Kollege sagen, dass er das nach dem Urlaub macht? Oder is das Kind im Brunnen?

  • #220

    Rick (Montag, 05 November 2018 16:40)

    Wobei.. is ne dreiste Frage, entschuldigung. Wenn was kommt, melde ich mich bei Ihnen! Danke nochmal!

  • #221

    Tobias (Mittwoch, 07 November 2018 16:01)

    Ich wurde vor ca 10 Wochen mit 2.1 Gramm Cannabi erwischt, dies war das zweite mal, etwa ein Jahr zuvor wurde ich bereits einmal mit ca 1 gramm erwischt. beide Verahren wurden zeitnah wegen geringfügiger Menge von der Staatsanwaltschaft eingestellt. Beim zweiten mal wurde auch die führerscheinbehörde kontaktiert, ob es beim ersten mal auch der Fall war kann ich niht sagen, dass wurde mir damals nicht gesagt. Beim zweiten mal hatte ich auch konsumiert, allerdings an dem Tag kein Fahrzeug geführt, ich war beide male im Bahnhof unterwegs. Beim zweiten mal war ich so doof den Konsum am betreffenden Tag auch zuzugeben, weitere Aussagen habe ich nicht gemacht. Mir wurde gesagt die Führerscheinstelle werde sich definitiv melden, das könnte aber dauern und ich müsste dann ziemlich sicher zu einem Drogenscreening oder evtl direkt zur mpu. Ihren vorangegangenen antworten entnehme ich dass dies nicht der Fall sein wird bzw darf? Habe ich dies soweit richtig verstanden oder kann es Probleme geben hinsichtlich des Führerscheins weil ich Wiederholungstäter bin? Obwohl ich ja nie verurteilt wurde
    Mit besten grüßen und vielen dank im vorraus, Tobias

  • #222

    Daniel (Dienstag, 13 November 2018 18:43)

    Hallo
    Hatte heute eine verkehrskontrolle und war ziemlich am zittern da ich sehr aufgeregt war. Sollte dann einige test (Stift mit dem Augen folge etc.) Und sollte dann einen Urin test machen. Hab ihn dann auch nach der Frage :Muss das unbedingt sein? probiert. Urin kam dennoch nicht raus. Wurd mir dann auch zu blöd und hab dann gefragt ob ich nicht doch verweigern kann. Polizist hat na klar gesagt und die Dame hat mir gesagt ,da ich immer noch gezittert habe, ich könne mich beruhigen, sei ja nur eine verkwhrskontrolle und es passiert ja nichts. Dennoch kann ich einfach nicht aufhören darüber nach zu denken, dass jetzt was von der führerscheinstelle kommt. Da ich zur Zeit in einer Ausbildung bin kann ich diesen zusätzlichen unnötigen Stress nicht ertragen und wollte deswegen fragen, ob auch bei Verdacht so ein Test durchgeführt werden kann.

    Greetings and thankfully
    Daniel

  • #223

    Elisa (Dienstag, 13 November 2018 20:05)

    Hallo,

    im Juli fand bei mir und meinem damaligen Partner eine Hausdurchsuchung statt, da sich der Nachbar wegen Gerüchen beschwerte. Die Polizei fand 6 gr Marihuana, Grinder und Papers. Mein Ex ist Beschuldigter, ich Zeugin. Nun hatten wir Akteneinsicht und dort steht, dass bei mir der Verdacht auf straffreien Mitkonsum besteht und dies an die FSST weitergegeben wurde. Ich habe allerdings absolut keine Aussage gemacht. Ich bin verkehrsrechtlich noch nie in Erscheinung getreten. Strafrechtlich wurde 2016 eine Anzeige wg Erwerb von Drogen gegen mich fallen gelassen, da diese Drogen nachweislich von einem anderen auf meinen Namen bestellt wurden. Ansonsten bin ich nie auffällig gewesen.
    Mit was müsste ich rechnen?
    Danke schon mal für die Antwort.