Rechtsanwalt und Strafverteidiger

 

Björn Schüller

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Das ärztliche Gutachten gemäß § 14 Abs.1 S.1 Nr.2 FeV (Verdacht auf Konsum harter Drogen)

 

Ist der Konsum von Betäubungsmitteln nicht erwiesen, aber wird dieser anhand konkreter Tatsachen vermutet (z.B. beim Fund von 1 Gramm Cannabis oder Kokain bei der betreffenden Person), ordnet die Fahrerlaubnisbehörde regelmäßig ein sogenanntes ärztliches Gutachten an.

 

Dieses Gutachten ist quasi eine Art MPU light, sie umfasst ein kurzes Gespräch mit dem Gutachter sowie zwei Urinscreening (oder eine Haarprobe).

 

Mit dem ärztlichen Gutachten soll die Frage geklärt werden, ob Betäubungsmittel (=Drogen, die in den Anlagen I - III des BtMG gelistet sind) konsumiert worden sind oder nicht. Die MPU wird hingegen angeordnet, wenn das feststeht (anders nur beim Sonderfall Cannabis).

 

Steht der Konsum eines Betäubungsmittel außer Cannabis wie Speed, MDMA, Kokain, Crystal fest, so führt dies nach § 14 Abs.1 S.1 Nr.2 FeV und § 11 Abs.1 S.2 FeV zur Nichteignung und damit zur Entziehung der Fahrerlaubnis.

 

Beachte: Wenn Sie mit BtM im Blut im Verkehr aufgegriffen wurden, dauert es nicht selten Monate, bis die Fahrerlaubnisbehörde sich meldet (wegen überlasteter Mitarbeiter und/oder Labore). Da die Anlage 4 zur FeV die Möglichkeit eines Abweichens vom Regelfall der Entziehung vorsieht, wenn etwa ein Verhaltenswandel dargelegt werden kann (z.B. wenn die Nichteignung im Moment der Entscheidung der Fahrerlaubnisbehörde zB wegen zwischenzeitlich vorgelegter Abstinenznachweise und einer abgeschlossenen verkehrspsychologischen Aufarbeitung nicht mehr ohne weiteres anzunehmen ist), sollten Sie den Zeitraum bis die Fahrerlaubnisbehörde sich meldet, dringend nutzen. Ich helfe Ihnen gerne dabei.

 

Machen Sie sich keine falschen Hoffnungen: Wenn die Fahrerlaubnisbehörde von irgendwo her Wind bekommt, dass Sie mit sog. harten Drogen erwischt wurden, werden Sie eine Einladung zum ärztlichen Gutachten erhalten.

 

Hart sind alle Drogen, die nicht weich sind. Und weich ist nur Cannabis. Mittelharte oder halbweiche Drogen gibt es hingegen nicht und die Stimmen, die auch Cannabis als harte Droge einstufen wollen, halten sich wacker.

 

Und dann sollte Ihr Urin sauber sein und das Haar auch. Wobei es ja auch schlaue Köpfe gibt, die im Moment der Begutachtung dann schlaue Kahlköpfe sind. Auch hier ist aber Vorsicht anzuraten: Die Behörden bestehen manchmal auf Haarproben und wenn dann kurzfristig das Haar abrasiert worden ist und man dann siegesgewiss im Meister Propper Look beim ärztlichen Gutachten auftaucht, dann bastelt die Behörde daraus sehr schnell sowas, was man im Strafrecht Verdunklungsgefahr nennt - sprich: Wenn man Beweismittel einfach dem Friseur oder dem heimischen Mach 3 überlässt.

 

Anhaltspunkten für die Einnahme von harten Drogen muss (und nicht darf) die Behörde nachgehen, §§ 14 Abs.1 S.1, 11 Abs.2 S.1 FeV.

 

Die Behörde kann ein Drogenscreening oder ein ärztliches Gutachten anordnen. Der Unterschied besteht darin, dass beim Screening nur nach Drogen untersucht wird, während beim ärztlichen Gutachten noch ein Gespräch mit einem mehr oder minder verständnisvollen Gutachter vorgesehen ist. Und wie man sich denken kann, sind da einige Spezialisten dabei, die meinen, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben. Wenn Sie also ein negatives ärztliches Gutachten erhalten haben, sollten Sie prüfen lassen, ob es rechtmäßig ist. Nicht selten ist es grob fehlerhaft und darf deshalb nicht verwendet werden.

 

 

Welche konkreten Verdachtsmomente und/oder dürfen zur Anordnung eines ärztlichen Gutachtens führen?

 

Sie ahnen es bereits: § 14 Abs.1 S.1 Nr.2 FeV liefert keinen konkreten Hinweise darauf, wann irgendwas konkret sein genug sein soll.

 

Klar ist jedenfalls, dass die Anordnung nur aufgrund eines drogentypischen Aussehens nicht gerechtfertigt ist. Will heißen: Auch wenn die Dreads schon über den Hintern hängen und eines ausgewaschenes Marley-Shirt Ihre Hühnerbrust ziert, ist das noch lange kein Grund zur Anordnung eines ärztlichen Gutachtens.

 

Eine Anordnung mit dem Ziel "mal schauen, ob der sich was reinpfeifft, so aussehen tut er ja!" ist deshalb nicht erlaubt.

 

Fehlerquelle: Anordnen kann die Behörde das Gutachten aber trotzdem. Das Problem ist, dass diese Anordnung nicht separat angegriffen werden kann, da sie kein eigenständiger Verwaltungsakt ist. Gefinkelt, nicht wahr? Wenn Sie der Aufforderung zum äG nicht Folge leisten, wird die Behörde die Fahrerlaubnis entziehen. Erst diese Entziehung können Sie dann mit dem Argument vor dem Verwaltungsgericht anfechten, das die Anordnung des äG rechtswidrig war und das Gutachten deshalb nicht gemacht werden musste. Die Entziehung wegen Nichtvorlage eines Gutachtens nur wegen Ihres Hippielooks wird deshalb (hoffentlich) von dem Verwaltungsgericht kassiert werden.

 

Aber - und hierauf achte man besonders: Nach der Rspr. des BVerwG kann der Inhalt eines rechtswidrig angeordneten ärztlichen Gutachtens von der Behörde sehr wohl verwertet werden, wenn die betreffende Person es dort vorgelegt hat.

 

Ergibt sich aus dem rechtswidrig angeordeneten Hippielook Gutachten dann der Konsum von MDMA (weil Sie nur wie Janis Joplin aussehen, aber im Herzen schon immer Raver waren), dann darf die Führerscheinstelle Ihnen die Fahrerlaubnis entziehen und das hat rechtlich bestand.

 

Wichtig ist deshalb:

 

  • Bei der Anordnung eines ärztlichen Gutachtens sofort den von Drogen einstellen und anwaltlichen Rat einholen und
  • das Ergebnis des Gutachtens niemals (!!!) direkt durch die begutachtende Stelle an die Behörde senden lassen. Eine oft durch den TüV/Dekra/AVUS beigefügte Schweigepflichtsentbindung unterzeichnen Sie nicht.

 

Also: Der Behörde müssen wegen des Verhältnismäßigkeitsprinzips hinreichende und vor allen Dingen objektive Tatsachen vorliegen, die es naheliegend erscheinen lässt, dass eine bestimmte Person Drogen konsumiert hat. Die Behörde darf also nicht einfach so ein Gutachten anordnen. Dass verschiedene Fahrerlaubnisbehörden so tun, als hätten sie vom Verhältnismäßigkeitsprinzip noch nie etwas gehört, steht freilich auf einen anderen Blatt.

 

Gerne ziehen sich die Behörden etwa zur Begründung der Anordnung eines ärztlichen Gutachtens auf den Hinweis zurück, dass die betroffene Person bei der Vekehrskontrolle gerötete Augen oder auffällige Pupillen gehabt habe oder der Drogenschnelltest eben positiv war. Hierbei lässt die Behörde gerne außer Betracht, dass etwa gerötete Augen durch eine Bindehautentzündung erklärbar sind und die Pinkeltests alles andere als zuverlässig sind und keine belastbare Aussagen liefern, sondern nur Vermutungen. Nach wohl herrschender Meinung bei den Gerichten muss die Einnahme von BtM deshalb von einer Blutuntersuchung bestätigt werden. Finden sich dort entgegen der Vermutung aus dem Schnelltest keine Nachweise von BtM, scheidet auch die Anordnung einer ärztlichen Begutachtung (oder direkt die Entziehung der Fahrerlaubnis oder die Anordnung einer MPU) aus. Aber auch hier gilt: Manche Gerichte sehen das anders (so etwa der VGH Bayern, SVR 2006, 76 f.).

 

Noch unbeantwortet ist offenbar die Frage, ob die Polizei die Führerscheinstelle auch unterrichten darf, wenn der gemessene THC unter 1,0 ng/ml THC betrug.

 

§ 49 a Abs. 2 OWiG spricht bei richtiger Auslegung eher dagegen, dass die Polizei solche niedrigen THC Werte an die Fahrerlaubnisbehörde weiterleiten darf. Aber auch das ist umstritten. Und natürlich leitet die Polizei fast alles weiter, was ihr bekannt wird. Mir ist jedenfalls noch kein Urteil bekannt, welches diese spezielle Frage mit hoher Praxisrelevanz beantwortet.

 

Umso "lustiger" mutet es dann an, wenn selbst niedrige THC COOH Werte weitergeleitet werden wie kürzlich bei einem Mandanten 17 ng/ml THC COOH und die Führerscheinstelle diesen Ball auch noch aufnimmt und deswegen rechtswidrig die ärztliche Begutachtung anordnet.

 

Wenn ein Betroffener sich in der Probezeit befindet, sorgt auch das Kraftfahrtbundesamt dafür, dass Ordnungswidrigkeiten, die mit mindestens einem Punkt in Flensburg "belohnt" werden, auch an die Fahrerlaubnisbehörde gemeldet werden, § 2 c StVG. Auch während eines laufenden Ermittlungsverfahrens etwa wegen eines Verstoßes gegen §§ 29 f. BtMG gibt die Staatsanwaltschaft die entsprechenden Informationen an die FSST weiter. Und nicht, weil sie sonst nichts zu tun hat, sondern weil sich das aus Nr. 45 Abs.II Mistra ergibt.

 

 

Kann ein laufendes Strafverfahren (nicht: Bußgeldverfahren nach § 24 s StVG!) die Entziehung einer Fahrerlaubnis verzögern?

 

Besonderheiten ergeben sich, wenn gegen einen Betroffenen ein Strafverfahren anhängig ist, in dem die Entziehung der Fahrerlaubnis nach § 69 StGB droht.

 

Das Strafverfagreb ist vom Bußgeldverfahren nach § 24 a StVG zu unterscheiden: Bei dem Bußgeldtatbestand des § 24 a StVG muss man "nur" unter der Wirkung von Drogen gefahren sein, bei §§ 315 f StGB kommen neben des Nachweis des Fahrens unter Wirkung von Drogen noch paar Besonderheiten hinzu, wie etwa ein Unfall oder Fahrauffälligkeiten, die die Sache dann von der Bußgeldebene auf die Ebene einer Straftat hochqualifizieren)

 

Solange dieses Strafverfahren läuft, darf die Fahrerlaubnisbehörde den Sachverhalt, der Gegenstand des Strafverfahrens ist, nicht für eigene Zwecke -insbesondere nicht für den sofortigen Entzug der Fahrerlaubnis nutzen. Will heißen: Das Gericht hat das Erstzugriffsrecht auf den Führerschein und solange das so ist, sind die Erkenntnisse für die Fahrerlaubnisbehörde gesperrt. Natürlich nicht als geheime Verschlusssache, aber der Führerschein darf halt dann noch nicht entzogen werden. Die Fahrerlaubnisbehörde muss warten, wie das Gericht sich entscheidet, § 3 Abs. 3 S.1 StVG (Ausnahmen gelten für Fahrerlaubnisse zur Fahrgastbeförderung oder bei solchen, die von der Polizei, dem Bundesgrenzschutz oder der Bundeswehr ausgestellt wurden). Ein Strafverfahren gilt erst dann als abgeschlossen, wenn es rechtskräftig geworden ist.

 

Aber: Wenn es bei dem Strafverfahren um einen bestimmten Sachverhalt geht (etwa dem Vorwurf nach § 316 StGB nach dem Führen eines PKW unter der Wirkung vom MDMA mit Ausfallerscheinung und druckreifen Schlangenlinien) und der geneigte Drogenfreund dann nochmal wegen einer anderen Sache auffällt, dann darf die Fahrerlaubnisbehörde diesen Sachverhalt zum Anlass nehmen, den Führerschein dennoch zu entziehen (so etwa, wenn der o.g. Schlangenlinienprofi zwei Wochen später nochmal frisch nach der gerauchten Bong schnell von seinem Kumpel nachhause fährt und nach überraschender Verkehrskontrolle mindestens 1,0 ng/ml THC festgestellt wird und der Typ den Polizisten noch locker erzählt hat, dass er gelegentlicher Konsument ist).

 

Vorteilhaft kann es bei Strafverfahren natürlich sein, wenn das Verfahren lange läuft und man den Zwischenzeitraum bis zu einer Entscheidung des Strafgerichts nutzen kann, um sich in diesem Schwebezeitraum über Screeningsprogramme, Schulungen beim Verkehrspsychologen usw. wieder ein gutes Blatt erarbeiten zu können etwa für die Ausnahmeregelung, die etwas versteckt in der Fahrerlaubnisverordnung unter Vorbemerkung 3 zur Anlage 4 zur FeV auf Entdeckung wartet.

 

Selbst viele Fachanwälte für Verkehrsrecht haben laut Aussage vieler meiner Mandanten hierauf nicht hingewiesen. Das ist sonderbar, denn dort steht unüblich unverklausuliert, dass von der Entziehung der Fahrerlaubnis abgesehen werden kann, wenn seit der Rauschfahrt ein Verhaltenswandel bei der betroffenen Person stattgefunden hat und sich dieser auch noch (natürlich) dokumentieren lässt. Es handelt sich hier also wirklich um so etwas wie den fahrerlaubnisrechtlichen Rettungsanker, der kurz vor der Entziehung des Führerscheins nochmal die Option eröffnet, meist Monate später noch eine MPU machen zu dürfen, wobei man während des ganzen Prozesses aber die Fahrerlaubnis behalten darf. Und das ist eine gute Sache, die man durchaus mal erwähnen darf.

 

 

Wie sieht es aus, wenn die Erkenntnisse in dem Bußgeld- oder Strafverfahren nicht verwertbar waren? Darf die Verwaltungsbehörde die Erkenntnisse verwerten?

 

Auch wenn im Strafverfahren bzw. im Bußgeldverfahren etwa wegen verbotener Vermehmungsmethoden oder wegen Verfahrensfehler eine Nichtverwertbarkeit der Beweismittel (zB. der Blutprobe) galt, kann die Fahrerlaubnisbehörde trotzdem diese Erkenntnisse heranziehen, um die Fahrerlaubnis zu entziehen. Das Verwertungsverbot wirkt nicht auf die Verwaltungsebene fort. Finden Sie nicht fair? Ist es auch nicht, kümmert aber niemanden.

 

 

Können Einlassungen des Betroffenen zum Konsum von Drogen (etwa Einlassungen zum Eigenverbrauch im Strafrecht) als Grundlage für einen ärztliche Begutachtung herangezogen werden? Muss der Betroffene sich die Aussagen seines Rechtsanwalts zurechnen lassen?

 

In Strafverfahren räumem Beschuldigte und/oder deren Anwälte gerne ein, dass die gefundenden Betäubungsmittel zum Eigenverbrauch bestimmt waren bzw. der Mandant Betäubungsmittelkonsument ist. Der Vorteil ist hier, dass man strafrechtlich dann bei kleineren Mengen Cannabis, Kokain, Speed etc häufig eine Einstellung des Strafverfahrens hinkriegt. Generell wirkt es immer strafmildernd, wenn eingeräumt wird, dass die gefundenden Drogen zum Eigenkonsum gedacht waren (oder die Verkaufserlöse aus dem Handeltreiben zumindest auch der Finanzierung des eigenen Konsums dienten).

 

Ein solches Aussageverhalten kann strafrechtlich sinnvoll sein, aber es muss klar sein: Die Fahrerlaubnisbehörde wird davon Wind bekommen und wenn der Konsum harter Drogen (auch nur der einmalige Konsum ohne Kontext mit dem Führen eines Fahrzeugs!) aktenkundig wird, wird die Fahrerlaubnis entzogen.

 

Eine Ausnahme davon wird es geben, wenn seit der Zeit, an dem der Konsum statgefunden haben soll (wenn es nicht um einen fortlaufenden Konsum geht), ein Zeitraum vergangen ist, in dem der Betroffene die Fahreignung theoretisch hätte wiedererlangen können (häufig also ein Jahr). Dann wird die Fahrerlaubnis nicht entzogen, sondern eine MPU angeordnet. Allerdings darf man in diesem Fall erstmal den Führerschein behalten.

 

Die Einlassungen des Verteidigers/Rechtsanwalts muss sich der Betroffene zurechnen lassen, egal ob die Aussage jetzt schlau war oder nicht.

 

Wichtig:

 

Das Aussageverhalten im Strafverfahren muss auf die Wichtigkeit der Fahrerlaubnis abgestimmt werden. Je nachdem, welche Strafe zu erwarten ist, macht es Sinn, diese Strafe hinzunehmen und dafür die Fahrerlaubnis zu retten. Ein Eintrag im Führungszeugnis kann im Einzelfall weniger schmerzhaft sein als der Verlust der Fahrerlaubnis für einen Berufskraftfahrer oder jemand, der anderweitig zwingend auf den Führerschein angewiesen ist, etwa weil er auf dem Land wohnt und täglich einen weiten Weg zur Arbeit hat. Es ist essentiell wichtig, in so einen Fall vorher mit dem Anwalt zu besprechen, wie man zur Sicherung der Fahrerlaubnis am besten taktisch vorgeht.

 

Und noch wichtiger:

 

Gerade dann, wenn man mit Drogen erwischt worden ist, ist es im Hinblick auf die Fahrerlaubnis von größter Wichtigkeit, zunächst keine Aussagen zu machen.

 

Beispiel: A wird mit 5 Ecstasy (XTC, MDMA) Pillen auf dem Hinweg zum Fusion Festival erwischt. Weil er total nervös ist, räumt er auf die Fangfrage des Polizisten "Nehmen Sie die regelmäßig ein oder nur ab und an mal? Wann  das letzte mal?" folgendes ein: "Ich habe die bisher nur einmal genommen, vor ein paar Monaten". Ergebnis: Fahrerlaubnis weiß, dass der Mann harte Drogen konsumiert hat - Führerscheinentziehung folgt ohne wenn und aber. Es sei denn, die Behörde meldet sich erst über ein Jahr später. Dann MPU, denn der Betroffene hättezumindest theoretisch die Eignung in diesem Jahr wiedererlangen können. Es bedarf aber keines Hinweises, dass die Behörden diese Fristenregelung gerne "übersehen". Das kommt in der Praxis sehr oft vor.

 

Variante:

 

A wird wieder erwischt und macht keine Aussage. Blutprobe wird nicht genommen. Nachher lässt er über seinen Verteidiger mitteilen, dass er diese von einem Kumpel gekriegt hat und erst nehmen wollte, aber eben wegen dieser Polizeimaßnahme nicht mehr konnte. Zudem wird mitgeteilt, dass noch nie Drogen konsumiert worden sind. Klar, denken sich da die Mitarbeiter der Fahrerlaubnisbehörde. Wer soll das denn glauben? Niemand. Aber der Witz daran ist: Das muss auch niemand. Denn für die Entziehung der Fahrerlaubnis reicht eine solche Aussage oder keine Aussage eben nicht aus. Dann muss ein Gutachten her. Und zwar meist ein ärztliches Gutachten, um abzuklopfen, ob Betäubungsmittel genommen werden oder wurden. Und aus dem ärztlichen Gutachten kann man -sofern das Urin sauber ist und man keine ungünstigen Angaben macht- mit recht hoher Sicherheit herauskommen, ohne die Fahrerlaubnis zu verlieren.

 

Also: Wer den Mund halten kann, fährt im Zweifel weniger Fahrrad (bitte nicht vergessen, dass die Fahrerlaubnisbehörde auch das Radfahren verbieten kann, wenn sie es möchte und die Voraussetzungen dafür vorliegen. Und nein: Das ist kein Witz.)

 

Übrigens: Handeltreiben ist für sich genommen kein Anlass für ein Fahreignungsverfahren. Man kann das Zeug ja nur verkauft haben. Wenn man einräumt, bißchen Kohle von dem Gewinn für die Finanzierung des eigenen Konsums abgezwackt zu haben, sieht das natürlich wieder anders aus, sagte ich ja bereits.

 

Wir merken uns:

 

Im Strafverfahren kann man als Betroffener einfach schweigen oder aber auch lügen, dass sich die Balken biegen, denn man unterliegt im Strafverfahren gegen sich selbst keiner Wahrheitspflicht. Sie lügen das Blaue vom Himmel runter, um die 500 Gramm Cannabis in Ihrer Wohnung erklären zu können (Vortrag: "Das war nicht für den Verkauf, ich rauche 5 Gramm am Tag, anders kann ich abends nicht einschlafen und mein ADHS kriege ich anderweitig auch nicht unter Kontrolle, von meinem Tourette Syndrom mal ganz abgesehen!" Wahrheit: Sie nehmen gar keine Drogen, vertragen das nicht, das Zeug war nur für den Verkauf).

 

Die Lüge wird bei Ihnen vermutlich für eine mildere Strafe sorgen und lügen dürfen Sie ja als Betroffener im Strafverfahren, da Sie nicht die Wahrheit sagen müssen.

 

Aber: Wenn die Fahrerlaubnisbehörde dann die Fahrerlaubnis wegen Ihres erfundenen Dauerkonsums entzieht, dann werden Sie mit dem Argument "Das stimmte gar nicht, in Wirklichkeit war das nur für den Verkauf, Sie wissen doch, dass ich im Strafverfahren keiner Wahrheitspflicht unterliege - die wirkliche Wahrheit war folgende: Ich bin strait edge und zwar schon immer, Drogen und Alkohol und Kippen und Rumhuren sind nichts für mich!" nicht gehört werden. Man wird Ihnen entgegenhalten, dass Ihre Wahrheit eine Schutzbehauptung ist.

 

Sie sehen: Vieles hängt hier vom Einzelfall ab. Von der drohenden Strafe im Strafprozess und natürlich von der Wichtigkeit des Führerscheins für die eigene berufliche Existenz.

 

Wenn Sie als Betroffener im Ermittlungsverfahren angeben, dass Sie selber auch harte Drogen nehmen, dann war es das in der Regel mit Ihrem Führerschein. Taktisch klüger ist die Einlassung, dass der Konsum nur beabsichtigt war. Wenn bei Ihnen etwa 2 Pillen XTC gefunden worden sind, kann man natürlich sagen, dass man die auf dem nahenden Besuch im Berghain gönnen wollte. Dann ist der Nachweis des Konsums nicht erbracht und Sie werden "nur" mit einem ärztlichen Gutachten zu rechnen haben (indem die Aussage, man habe jemals BtM ausser Cannabis genommen, besser unterbleiben sollte).

 

Die Aussagen "beabsichtigter Eigenverbrauch" endet also meist mit dem ärztlichen Gutachten, eingeräumter Konsum (wenn auch nur der einmalige) harter Drogen wie Kokain und Amphetamin endet mit der Entziehung der Fahrerlaubnis.

 

Man kann sich die Argumentation mit dem bloß beabsichtigen Konsum natürlich von der Backe schmieren, wenn bereits im Zusammenhang mit dem Strafverfahren Blutproben gezogen und BtM nachgewiesen wurden. Dann hilft nur noch die Rettung über die Ausnahmeregelung der Vorbemerkung 3 zur Anlage 4 der FeV.

 

 

 

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Kommentare: 293
  • #1

    Christian H. (Mittwoch, 15 März 2017 11:10)


    Hallo H. Schüller!
    Vorab, absolut Klasse was sie hier auf die Beine stellen!
    Ich hätte eine Frage zu Ihrer Aussage, das man es bei einem ÄG besser 
    unterlassen sollte zu sagen, das man außer Cannabis keine Btm konsumiert.
    Folgender Sachverhalt:
    -Abgefangene Internetbestellung von 9g Cannabis im Nov.2015 
     gegen Zahlung von 100€ eingestellt (Frühjahr 2016)
    -Abgefangene Internetbestellung von 12g Amphetamin im Aug.2015
     Strafe 1350€ (30 Tagessätze) akzeptiert (Dez.2016)
    Geschah alles in Absprache mit einem Ra.
    Jetzt kam die Aufforderung zu einem ÄG, ich denke mal an der Rechtmäßigkeit 
    daran ist nicht zu rütteln!?
    Mein "Plan" wäre eigentlich gewesen zu sagen,
    das ich das Amphetamin für jemand
    anderen mitbestellt habe und ich selbst noch nie was mit solchen Drogen 
    zu tun hatte...die Cannabisbestellung wollte ich eigentlich zugeben, mit der 
    Aussage, das mir der erste Sraftbefehl vom Nov.2015 eine Lehre war und ich
    natürlich seitdem nichts mehr bestellt und auch nicht konsumiert habe!
    Jetzt habe ich allerdings meine Zweifel ob das ein guter Plan ist!?
    Es wäre wirklich super wenn sie, falls es ihre Zeit erlaubt,
    dazu bitte kurz Stellung nehmen könnten?
    Liebe Grüße
    Christian H.

  • #2

    Rechtsanwalt Schüller (Donnerstag, 16 März 2017 17:51)

    @Christian H: Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich Ihnen hier nicht raten kann, die Unwahrheit zu sagen. Ich kann und darf aber folgendes sagen: Wenn der Konsum harter BtM im bei der Begutachtung eingeräumt wird, ist der Führerschein weg. Ob das ärztliche Gutachten rechtmäßig ist, kann ich nicht ohne weiteres sagen. Kommt darauf an, was im Strafverfahren gesagt wurde, wofür das Zeug war. Wenn nicht gerade gesagt wurde, dass es verkauft werden sollte, gehe ich mal über den Daumen gepeilt davon aus, dass die Anordnung des äG in Ordnung ist, aber dazu müsste ich schon mehr wissen und v.a. mal die Akte ins Visier nehmen. Wie gesagt: In der Begutachtung führt jede Aussage, dass Sie schon mal harte BtM genommen haben und das Zeug für Sie war, zur Entziehung der Fahrerlaubnis. Was Sie aus dieser Info machen, bleibt Ihnen überlassen. Melden Sie sich bei mir, wenn ich die Sache mal genauer unter die Lupe nehmen soll. Bauchgefühl sagt: Sollte gutgehen bei Ihnen :-)

  • #3

    Christian H. (Freitag, 17 März 2017 08:06)

    Hallo H. Schüller!
    Vielen, vielen Dank für ihre Einschätzung!
    Aussagen wurden von mir gar keine gemacht, jedoch wurde der Strafbefehl wegen 12g A. akzeptiert in dem Stand "zum Eigenkonsum"...Hoffe das kann nicht problematisch werden? Akzeptiert deshalb, da die Tagessätze relativ niedrig angesetzt waren und der RA meinte bei einer Verhandlung könnte es noch einiges teurer werden....
    Dann werde ich wohl an meinem Plan festhalten;-)
    ....und nochmals Danke für ihre Antwort!!
    Herzliche Grüße
    C.H.

  • #4

    Markus O. (Freitag, 21 April 2017 00:02)

    Guten Tag Herr Schüller,
    ich würde Sie bitten mir kurz eine Antwort zukommen zu lassen da ich extrem verzweifelt bin. Bitte nehmen Sie sich kurz die Zeit , ich wäre ihnen sehr dankbar.
    Passiert ist folgendes. Ich habe im Januar diesen Jahres, Crystal Meth konsumiert. Es ging ca 3 tage lang und am letzten Tag des Konsums stellten sich extreme wahnvorstellungen bei mir ein.
    Ich konnte Realität nicht mehr im geringsten von Wahnvorstellung unterscheiden und so glaubte ich zu dem Zeitpunkt das einige Menschen in meiner Wohnung anwesend waren obwohl ich alleine war. Ich wurde von diesen eingebildeten Leuten in meinen Augen und in dem Moment gezwungen die Polizei zu rufen und denen mit zu teilen das ich 125 gr. Crystal in der Wohnung hätte und ich darum bitte das diese abgeholt werden und ich verhaftet werden solle. Ich habe also wirklich in meinem extrem paranoiden Zustand die Nummer der Polizei gewählt und teilte eben erwähntes der Polizei am Telefon mit. Eine halbe Stunde später kamen 8 Polizisten mit Rammbock an meine Wohnung, dies sah ich durch das Küchenfenster, und öffnete daraufhin meine Wohnungstür. Zwischenzeitlich hatten die Beamten bei meinem Nachbarn geläutet der ebenfalls die Türe öffnete. Die Beamten kamen mit gezogenen Waffen die Treppe hoch und ich sagte im selben Moment zu ihnen , das ich selbst derjenige gewesen ist, der Sie gerufen hatte. Daraufhin schrien die Beamten das ich mich umdrehen solle , mich hin Knien und die Hände hinter dem Kopf verschränken solle, woraufhin mir Handschellen angelegt wurden. Die 8 Beamten traten in die Wohnung und erklärten mir meine rechte und fragten mich aus warum ich angerufen habe , ich erklärte ihnen daraufhin , versuchend, einigermaßen normal zu antworten , das ich einen anonymen Anruf bekommen hätte wo mir gedroht wurde das ich die Polizei verständigen soll und in 3 stofftieren die am Küchentisch lagen, sich 125 g Crystal befinden , wenn ich das nicht tue, würde ich das Sorgerecht für meine Tochter verlieren. Sie fragten mich weiterhin ob ich konsumiert habe, daraufhin antwortete ich, das ich am Vorabend konsumiert hätte. Sie durchsuchten dann meine komplette Wohnung und öffneten die stofftiere. Wobei in beiden Fällen nichts gefunden wurde. Ich wurde gefragt ob sich Crystal in der Wohnung befindet und ich sagte den Beamten ohne zu zögern das im Kühlschrank etwas befindet . Dies wurde auch gefunden , 0,59 g mit einem wirkstoffgehalt von 20%. Dies wurde beschlagnahmt und die Beamten stellten Anzeige wegen des Besitzes von btm. Ich suchte daraufhin einen Anwalt auf und letztendlich kam es zur Verhandlung in der ich mich des Vorwurfes des Besitzes im vollen Umfang geständig zeigen sollte ohne weitere Angaben zu machen. Die Richterin verurteilte mich wegen des Besitzes von btm von 0,59 g zu einer Geldstrafe von 50 Tagessätzen zu 50 Euro. Jetzt teilte mir mein Anwalt mit das ich mit Konsequenzen der Führerschein stelle zu rechnen habe und ich fing bereits im März ein drogenscreening an, weil ich absolut kein Problem damit habe und auch nicht regelmässig konsumiere. Ich habe jetzt einfach extrem bedenken wie ich aus dieser Nummer wieder raus komme und was überhaupt auf mich zu kommt. Ist es so das weil mir nur der Besitz angelastet wurde es zu einer ärztlichen begutachtung kommt oder ist die Aussage die ich vor Ort getroffen habe , das ich am Vorabend konsumiert habe ausreichend um einen sofortigen Entzug der Fahrerlaubnis mit anschliessender mpu zu Folge hat! Des weiteren frag ich mich auch das das konsumieren in dem Fall eine absolute Ausnahme war, das mir aber doch keine Sau glauben wird, überhaupt eine Rolle spielt. Ich wäre ihnen wirklich überaus dankbar über ihre Einschätzung und über Hilfestellung da ich das Gefühl habe das mein Anwalt nicht so richtig weiss wie wir uns am besten verhalten sollen , denn seine Aussagen schwanken fast bei jedem Treffen in eine andere Richtung als beim vorherigen.
    Nehmen Sie sich bitte kurz die Zeit und sind sie so nett und geben mir in irgendeiner Form Hilfe Stellung. Ich wäre ihnen mehr als dankbar denn ein Verlust der Fahrerlaubnis hätte in meinem Fall verheerende Folgen. Da ich beruflich absolut abgängig vom Führerschein bin und es den Ruin meiner Existenz zur Folge hätte.
    Im voraus bedanke ich mich und verbleibe mit freundlichen Grüßen
    O.

  • #5

    Bukem (Montag, 12 Juni 2017 12:36)

    @Markus: Entschuldige,ich habe einen Eintrag jetzt gesehen.
    Grundsätzlich handelt es sich in einem Fall um verschiedene Vorgänge. Zum einen liegt ein erledigtes Strafverfahren wg BtM Besitzes vor, zum anderen schließt sich hier jetzt die Tätigkeit der Führerscheinstelle an. Die sortieren gesundheitlich oder charakterlich u geeignete Personen von der Erlaubnis zum Kraftfahrzeug führen aus.
    Jenachdem, welche Angaben in dem vorherigen Strafverfahren ggü den Ermittlungsbehörden getätigt worden sind, wirkt sich diese auch in dem Verfahren ggü der Führerscheinstelle aus. Etwa Angaben zum tatsächlichen eigenen Konsum oder Angaben, dass gefundene Betäubungsmittel nur zum Eigenverbrauch gedacht sind. Das kann sich zwar bei Gericht strafmildernd auswirken, ist aber fahrerlaubnisrechtlich meist ein Kopfschuss. Viele Kollegen machen sich über solche wechselseitigen Konsequenzen keine oder kaum Gedanken, vermutlich hätte der Kollege dich explizit über etwaige Auswirkungen aufklären müssen. Wir sehen das leider immer wieder.

    Der durch Untersuchung oder durch eigene Aussage belegte Konsum vonjedem anderem BtM als Cannabis führt regelmäßig zum Verlust der Fahreignung und damit zum Entzug der FE. Evt ordnet die FSST vor Entzug noch eine MPU an, verpflichtet wäre sie dazu nicht. Was bei dir ausgesagt wurde, ist mir nicht recht klar. Hier wäre Akteneinsicht notwendig.

    Hr Schüller ist bundesweit tätig, ein Anwaltswechsel passiert ständig, überleg dir das also. Kontaktdaten stehen oben

  • #6

    max w. (Dienstag, 25 Juli 2017)

    Hallo herr schüller,

    ich wurde vor einigen monaten mit dem auto angehalten und hatte 0,9g amphetamine in meiner tasche (dieses verfahren wurde bereits eingestellt).
    Vor einem monat erhielt ich allerdings einen brief von der verkehrsbehörde mit der bedingung ein ärztliches gutachten durchführen zu lassen. Als ich damals von der polizei kontrolliert wurde, wurde ein urintest sowie ein bluttest entnommen. Es folgte ein positiver test im thc bereich, allerdings lediglich 20ng/ml thc-carbonsäure (rauschunwirskam).
    Ich habs nun einen termin ausgemacht. Ich konsumiere schon lange nichts mehr.

    Ist es rechtens, dass mir ein ärztliches gutachten aufgedrängt wurde? Bei so einem geringen und vor allem unrauschwirksamen ergebnis?

    Oder ist es jetzt sowieso zu spät weil ich bereits ein termin vereinbart habe?
    Ich habe es als sinnlos erachtet einen anwalt aufzusuchen.

    Vielen Dank vorab!

    MfG

  • #7

    Bukem (Mittwoch, 26 Juli 2017 18:57)

    @Max W: Das ist eine enge Geschichte, die du da erzählst. ein äG kann grds nach § 14 FeV https://www.gesetze-im-internet.de/fev_2010/__14.html
    schon bei Verdacht auf Konsum oder bei reinem Besitz von BtM angeordnet werden, jdfs dann, wenn ein sog. Verkehrsbezug vorliegt. Amphetamin im Auto haben ist eine sehr uncoole Idee für deine Fahrerlaubnis.
    Immerhin scheinst du was richtig gemacht und keine Angaben zu Selbstkonsum getätigt zu haben. Hättest du das nämlich getan, wäre die FE schon im Zweifel entzogen worden.
    Du hast in dem äG eine sehr ausgeprägte Wahrheitspflicht, nur zur Verdeutlichung: Der eingeräumte oder nachgewiesene Mischkonsum von Cannabis mit Alkohol oder der Konsum von jedem anderen Btm als Cannabis führen zum Entzug der FE
    Ich würde dir ganz dringend raten, dich zB zwecks eines vertraulichen telephonischen Beratungsgesprächs bei Herrn Schüller zu melden. Viel Glück

  • #8

    Rechtsanwalt Schüller (Freitag, 28 Juli 2017 17:06)

    @Max: Die Anordnung des äG ist rechtmäßig wegen des Besitzes des äG. Aber Besitz ist nicht gleich Konsum....was wiederrum wichtig für das äG ist.

  • #9

    Manfred (Dienstag, 22 August 2017 18:11)

    Hallo,
    folgende Situation:
    Mir wurde Anfang des Jahres mitgeteilt, dass gegen mich ein Strafverfahren eingeleitet wurde, da ich Ende 2015 1g Amphetamin im einem illegalen Shop im Internet bestellt haben soll. Der Polizei habe ich mitgeteilt, dass ich mich dazu nicht äußern werde und jeglichen Konsum eingestellt.
    Nun habe ich einen großen Fehler begangen: Ich bin davon ausgegangen, ab dem Erhalt einer Verfahrenseinstellung noch 1-2 Monate Zeit zu haben bis die FSST sich meldet. So ist es auch gekommen, leider wurde ich jedoch nicht über die Verfahrenseinstellung informiert, so dass ich mich vor Kurzem im Sommerurlaub dazu hinreißen habe lassen an 2-3 Tagen einen Joint zu rauchen, weil ich dachte es dauert alles noch ewig. Jetzt ist es nicht einmal zwei Wochen später und der Brief der FSST ist da. Gefordert wird ein ÄG mit zwei Screenings, es wird darauf hingewiesen, dass das Verfahren bereits im Juni eingestellt wurde.
    Meine Fragen sind: Gibt es einen geforderten Mindestabstand zwischen den Screenings?
    und
    Sollte ich, trotz, dass mir der Kauf des Amphetamins für die Fsst als "nachgewiesen" gilt beim Arzt darauf beharren, dies nicht konsumiert zu haben? Die Substanz könnte ja zB nicht einmal bei mir angekommen sein.
    Was den Cannabiskonsum angeht sollte ich bis zum Screening einen sehr niedrigen Wert haben, diesen weiß ich ja aber vor dem Gespräch nicht. Es würde also durchaus Sinn machen von vorneherein einen einmaligen Erstkonsum im Urlaub einzuräumen, richtig? Zu Behaupten nie gekifft zu haben und dann einen Thc-CooH nachgewiesen zu bekommen wäre sicher nicht vorteilhaft für das Gutachten?
    Über den Nachweis harter Drogen mache ich mir keine Sorgen, da ich diese ewig nicht konsumiert habe. Mit Cannabis-Erstkonsum sollte ich theoretisch durchkommen können, oder?

    Vielen Dank und viele Grüße
    Manfred

  • #10

    Manfred (Dienstag, 22 August 2017 18:14)

    *Ergänzung*
    Bei der Einverständniserklärung für die FSST entsteht mir kein Nachteil wenn ich mich dafür entscheide beide Gutachten an mich weiterleiten zu lassen und den Arzt nicht von seiner Schweigepflicht zu entbinden?

  • #11

    Bukem (Sonntag, 10 September 2017 09:39)

    @Manfred: Entschuldige, ich habe deine Frage erst jetzt gesehen; wir müssen neue Beiträge erst freischalten, da wir sonst dichtgespammt werden.

    Erstens:Ja: Gutachten an dich. Zweitens: Das Ganze ist kritisch. Du hast im äG eine absolute Wahrheitspflicht, an die du dich halten solltest. Andrerseits reicht jeder eingeräumte BtM Konsum außer Cannabis auch ohne Verkehrsbezug schon zum Entzug der FE.
    Ich würde dir raten, dich zwecks telephonischer Beratung bei Herrn Schüller zu melden.
    Ist das äG jetzt schon erfolgt?

  • #12

    Ralf (Samstag, 04 November 2017 18:02)

    Guten Abend Herr Schüller,

    mir wurde vor einiger Zeit von der Polizei mitgeteilt, dass ein Verfahren gegen mich eröffnet wurde wegen des Kaufs einer geringer Menge XTC im Darknet.
    Das Paket wurde auf dem Postweg von der Polizei beschlagnahmt, mit meinem Namen darauf.
    Die Aussage dazu habe ich verweigert.
    Letztendlich wurde das Verfahren wegen nicht nachweisbarer Schuld eingestellt.
    XTC ist sollte nicht in Blut oder Haaren sein.
    THC wurde jedoch noch bis zur Mitteilung der Polizei konsumiert befindet sich noch im Haar ggf. auch noch im Urin.
    Meine Fragen an Sie:
    Mit welchen Maßnahmen ist Seitens der FSST zu rechnen?
    Eher ein Urin Screening oder eine Haaranalyse und noch dazu ein äG?

    Vielen Dank und viele Grüße

    Ralf

  • #13

    Bukem (Sonntag, 05 November 2017 17:15)

    @Ralf: Was die FFST dürfte, regelt hier wie so oft § 14 FeV

    https://www.gesetze-im-internet.de/fev_2010/__14.html

    (1) Zur Vorbereitung von Entscheidungen über die Erteilung oder die Verlängerung der Fahrerlaubnis oder über die Anordnung von Beschränkungen oder Auflagen ordnet die Fahrerlaubnisbehörde an, dass ein ärztliches Gutachten (§ 11 Absatz 2 Satz 3) beizubringen ist, wenn Tatsachen die Annahme begründen, dass
    1.
    Abhängigkeit von Betäubungsmitteln im Sinne des Betäubungsmittelgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 1. März 1994 (BGBl. I S. 358), das zuletzt durch Artikel 1 der Verordnung vom 11. Mai 2011 (BGBl. I S. 821) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung oder von anderen psychoaktiv wirkenden Stoffen,
    2.
    Einnahme von Betäubungsmitteln im Sinne des Betäubungsmittelgesetzes oder
    3.
    missbräuchliche Einnahme von psychoaktiv wirkenden Arzneimitteln oder anderen psychoaktiv wirkenden Stoffen
    vorliegt. Die Beibringung eines ärztlichen Gutachtens kann angeordnet werden, wenn der Betroffene Betäubungsmittel im Sinne des Betäubungsmittelgesetzes widerrechtlich besitzt oder besessen hat.

    ES kann also ein äG angeordnet werden, ob eine Blut- oder Haaranalyse verlangt wird, wird sich zeigen. Du kannst da auch Einfluß drauf nehmen. Was wäre dir denn lieber? Vorteilhaft ist immerhin, dass kein Verkehrsverstoß erfolgt ist. Gelegentlicher Cannabiskonsum in Maßen bei richtiger Trennung sollte weiter ok sein, aber bitte richtig auf die Trennung und deren Einhaltung achten und dies später auch so kommunizieren.
    Sollte dir der irgendwann auch ohne Verkehrsverstoß Konsum von XtC nachgewiesen werden können, reicht das für die direkte Entziehung der FE

  • #14

    Ralf (Sonntag, 05 November 2017 22:38)

    Guten Abend Bukem,

    vielen Dank für die schnelle Antwort.
    Es könnte also auch sein, dass ich nichts mehr von der FSST zu hören bekomme?
    Wie genau kann darauf Einfluss genommen werden?
    Mit dem XTC im Haar bin ich mir nämlich nicht mehr so ganz sicher, da der letzte Konsum doch nur drei Monate zurück liegt. Ich trage jedoch eher kurze Haare.
    Ein Bluttest oder Urintest wäre mir natürlich lieber.
    Ich habe schon sehr oft gelesen dass eine absolute Wahrheitspflicht im äG einzuhalten ist. Falls die Fragestellung aufkommt ob ich harte Drogen konsumiert habe, müsste ich mich ja selbst belasten?

  • #15

    Bukem (Montag, 06 November 2017 14:52)

    @Ralf: Siehste, gut, dass du nachfragst. Ich hab mich gestern verschrieben. Eine Blutuntersuchung wird eh nicht erfolgen, sondern entweder zwei Urinscreenings oder eine Haaruntersuchung. Sollte jetzt ein screening verfügt werden, kannst du eine Haaruntersuchung anregen.
    Es kann zwar theoretisch sein, dass keine Ladung erfolgt, in der Praxis ist das aber wohl nahezu ausgeschlossen. Mit dem äG soll herausgefunden werden, ob ein Konsum harter Drogen erfolgte, wird dies bestätigt etwa durch die Untersuchung oder weil du das eingeräumt hast oder einräumst, sind die Voraussetzungen zum FE Entzug erfüllt. Stichwort Wahrheitspflicht.
    Es kommt vor, dass dennoch vor dem Entzug eine MPU angeordnet wird als Art Rettungsring.
    Du verstehst jetzt den Problemkreis, ich werde dir hier auch nicht raten können oder dürfen, in dem Gespräch falsche Angaben zu machen. Es würde sich aber bei Interesse ein Beratungsgespräch mit Herrn Schüller anbieten.
    Solltest du XtC konsumiert haben, ist dies nach der sog Einwachsphase von mehreren Wochen im Haar für immer nachweisbar, solang und so lang man sein Haar trägt. Du hast eine durchschnittliche Wachstumsgeschwindigkeit von einem cm pro Monat.
    Du musst jetzt die richtigen Schlüsse ziehen. Lies bitte noch mal den Aufsatz oben und den zur Haaranalyse gründlich.
    Herr Schüllers Lieblingsthema lautet: "Da die Anlage 4 zur FeV die Möglichkeit eines Abweichens vom Regelfall der Entziehung vorsieht, wenn etwa ein Verhaltenswandel dargelegt werden kann (z.B. wenn die Nichteignung im Moment der Entscheidung der Fahrerlaubnisbehörde zB wegen zwischenzeitlich vorgelegter Abstinenznachweise und einer abgeschlossenen verkehrspsychologischen Aufarbeitung nicht mehr ohne weiteres anzunehmen ist), sollten Sie den Zeitraum bis die Fahrerlaubnisbehörde sich meldet, dringend nutzen."
    Denk da mal bitte gründlich drüber nach. Herr Schüller hilft gerne und bundesweit

  • #16

    David (Freitag, 10 November 2017 10:58)

    Sehr geehrter Herr Schüller,

    momentan plagt mich eine wichtige Frage:

    Ich wurde Anfang Oktober, in München (auf einem Volksfest), mit einem Freund mit Speed erwischt.

    Im Brief der Staatsanwaltschaft wurde mir vorsätzlicher gemeinschaftlich unerlaubter Erwerb von Betäubungsmitteln vorgeworfen. Dabei soll es sich um eine unbekannte Menge zwischen 0,5 und 1 Gramm Speed-Pulver mit einem Wirkstoffgehalt von mind. 20% handeln.

    Das Verfahren wurde gegen eine Geldauflage gem. § 153a Abs. 1 StPO eingestellt.

    Bei der Polizei habe ich auf der Wache ausgesagt, dass wir das konsumieren wollten. Dass wir es noch nicht getan haben, habe ich nicht extra betont.
    Drogen-Tests, außer einem Alkohol-Test (Ergebnis: 0,8‰), wurden nicht gemacht.

    Habe ich eine MPU zu erwarten oder nur ein äG?

    Weitere Angaben, die eventuell wichtig sein könnten:
    Ich bin nicht vorbestraft, wurde zum ersten Mal mit BtM auffällig und musste vor ca. 4 Jahren ein Aufbauseminar machen, weil ich über eine Rote Ampel gefahren bin. Zu der Zeit war ich noch in der Probezeit.


    vielen Dank & liebe Grüße

  • #17

    Bukem (Donnerstag, 16 November 2017 00:34)

    @David: das regelt § 14 FeV: https://www.gesetze-im-internet.de/fev_2010/__14.html
    Mit einem äG soll herausgefunden werden, OB ein Konsum erfolgt ist. Das dürfte also kommen, klugerweise hast du hoffentlich jeden Konsum von hartem BtM eingestellt, denn jeder Konsum davon, auch ohne Verkehrsverstoß reicht zur Entziehung der FE

  • #18

    Robert (Freitag, 24 November 2017 15:30)

    Guten Tag,

    vielen Dank schon einmal vorab für Ihre Mühen und die ausgiebigen Antworten auf vorherige Fragen hier auf der Seite.
    Folgende Situation:
    Am Dienstag morgen um 6 Uhr standen 6-8 Bundespolizisten, wegen der Durchsuchung des kompletten Gebäudekomplexes in dem ich wohne, vor meiner Tür und haben sich zutritt zu meiner Wohnung verschafft, bzw ich habe Ihnen die Tür geöffnet. Die Durchsuchung galt definitv nicht mir, sondern mehreren Wohnungen im Gebäude, in denen sich Personen ohne Aufenthaltsrecht, bzw. Arbeitserlaubnis befunden haben.

    Nachdem man dann ohne jede vorab Erklärung meine Wohnung gestürmt hatte wurde ein Joint und eine geringfügige Menge Cannabis (ca.1g) sichergestellt. Beides lag offen auf meinem Wohn/Schlafzimmertisch, jedoch konnte ich trotzdem die Unterschrift auf dem Beschlagnahmungsformular verweigern.
    Auf die Aussage, dass es in der Wohnung doch sehr nach Cannabis riecht, habe ich den Konsum am Vorabend als Grund dafür angegeben.
    Als die "netten" Jungs der BP, die einen ganz nebenbei behandelt haben wie eine kriminelle Person, dann endlich aus meiner Wohnung verschwunden sind, konnte ich natürlich nicht sofort zur Arbeit fahren, da ich Angst hatte sofort angehalten und positiv auf THC getestet zu werden. Deshalb habe ich mehrere Stunden zuhause gewartet bis der gesamte Einsatz abgeschlossen war und bin dann erst gefahren(natürlich nüchtern!).

    Nun meine Frage: Muss ich bei der ganzen Geschichte mit der Anordnung eines medizinischen/ärztlichen Gutachtens rechnen?

    Bis auf das oben genannte bin ich noch nie strafrechtlich aufgefallen.

    Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

    Mit freundlichen Grüßen

  • #19

    Bukem (Sonntag, 26 November 2017 09:35)

    @Robert: Ganz wichtig: Nach JEDEM Konsum solltest du drauf achten, erst dann zu fahren, wenn kein aktives THC mehr nachgewiesen werden kann. Stichwort richtige Trennung! Immer mind 24, besser mehr Stunden warten! Lies dazu bitte unter BtM know how hier das Kapitel THC Nachweiszeiten.
    Es liegt ja kein Verkehrsverstoß vor, das ist die gute Nachricht. Trotzdem musst du spä ab jetzt aufpassen und richtig zwischen Konsum und Fahren trennen!
    Ein äG kann angeordnet werden, auch wenn das wohl rechtswidrig wäre, wehren kannst du dich dagegen leider erstmal nicht. Ein äG bestehst du sogar mit dem Einräumen einnes gelegentlichen Konsums bei richtiger Trennung. Du darfst eben nie mit mehr als 1,0 ng aktivem THC auffalllen.
    Lies dich hier bitte durch die verschiedenen Aufsätze oben links.

  • #20

    Johannes (Montag, 27 November 2017 14:31)

    Guten Tag,

    erstmal: Dankeschön für die informative Auskunft. Dennoch hätte ich eine Frage zu meinem Fall, der vor kurzem passiert ist. Ich (hatte vorher noch nie eine Anzeige, nur einmal eine fallengelassene anzeige wegen Cannabisbesitz -> War eine „gemeinschaftsanzeige“ weil neben uns (5 Leute) Ein gramm cannbis gefunden worden ist (kein konsum nachweisbar))

    wurde An der holländischen Grenze mit 3 Freunden angehalten. Keine Tests, nur Kontrolle. An mir wurden 2 Gramm Gras gefunden und im auto 1,5 (d.h eine anzeige für mich und wieder eine zweite „gemeinschaftsanzeige“). Der Polizist meinte, dass die Anzeige wahrscheinlich fallen gelassen wird, da wir vorher nicht auffällig geworden sind.
    Ich bin bei sowas grundsätzlich skeptisch und wollte hier mal fragen, womit ich zu rechnen habe.

    Wird die anzeige fallen gelassen? Wenn ja, muss ich trotzdem einen Urin Test ablegen?

    Und falls sie nicht fallen gelassen wird:
    dann muss ich zu 100% ein äG machen oder? und wie lange würde der BTM eintrag in meiner Akte stehen?

    Würde mich über antworten freuen
    Mit freundlichen Grüßen

  • #21

    Bukem (Freitag, 01 Dezember 2017 15:56)

    @Johannes: Klassische Antwort: Ich brauche mehr Details ;)
    Erzähl mal bitte genauer: Ihr wart im Auto unterwegs? Du hast eine FE?

  • #22

    Johannes (Freitag, 01 Dezember 2017 18:34)

    @Bukem
    Genau, waren mit dem Auto. Allerdings war ich natürlich nicht der Fahrer und wir wurden nicht getestet. Lediglich kontrolliert und dann haben uns die Beamten weiterfahren lassen. Ich habe Eine FE.

  • #23

    Bukem (Sonntag, 03 Dezember 2017 15:34)

    @Johannes: Ihr habt auch keine Angaben gemacht, etwa wie viel oder oft ihr sonst so konsumiert?
    Grds laufen immer zwei mögliche Verfahren: Das ordnungsrechtliche fällt aus, weil ihr anscheinend nicht konsumiert habt und vor allem auch nichts gemessen wurde.Gut.
    Dann bleibt nur der Verstoß gg das BtmG wg des Besitzes des Betäubungsmittels. Strafmildernd würde hier wirken, wenn ihr den Besitz zum Selbstkonsum einräumen würdet, das würde aber die FSST später verwerten dürfen und ihr würdet noch mehr Gefahr laufen, ein äG zu machen.
    Grds sagt ihr einfach vorsichtshalber nichts, das Verfahren wird entweder so eingestellt oder gg eine kleine Geldstrafe eingestellt.

    In deiner "Akte" steht davon nichts, jdfs nicht im polizeilichen Führungszeugnis. Intern bei der Polizei-Datenbank wird im Zweifel dieser Besitz auftauchen, wenn du genau überprüft wirst. Grds also in Zukunft im Zug , in Grenznähe usw lieber nichts mit sich tragen

  • #24

    Johannes (Sonntag, 03 Dezember 2017 19:41)

    @Bukem
    Genau, also wir wurden bezüglich Konsum nicht gefragt. Und wie gesagt, getestet wurden wir ebenfalls nicht.
    Okay, aber was sollen wir denn sonst sagen, wenn es nicht zum Eigenkonsum gedacht war? Ich habe überlegt, falls es zu einer Aussage kommt, die Wahrheit zu sagen. Also einen Tag bevor wir gepackt wurden, hätte ein Freund von uns (ebenfalls im Auto gewesen) Geburtstag gehabt. Ich hätte gesagt, dass wir mal Gras zu diesem Anlass ausprobieren wollten und nichts von der „Straße“ in Deutschland kaufen wollten. Darüberhinaus, hätte ich, falls es zum konsum gekommen wäre, das Autofahren für die nächsten 2 Wochen unterlassen. Würde das trotzdem zu einem äG hinauslaufen?

    Okay, und ja, wir haben unsere Lektion bezüglich „schmuggeln“ gelernt.
    Ich bedanke mich für Ihre Antworten, sehr informativ. :)

    Schönen ersten Advent noch.

  • #25

    Bukem (Donnerstag, 07 Dezember 2017 18:29)

    @Johannes: Schauen wir doch mal ins Gesetz: www.gesetze-im-internet.de/fev_2010/__14.html
    Ja, grundsätzlich KANN ein äG angeordnet werden. Das dürfte vermutlich zwar rechtswidrig sein, aber gegen die Anordnung eines äG bestehen keine Rechtsmittel. Wenn Du Bedarf hast, meld Dich gern wieder

  • #26

    Dennis F. (Donnerstag, 07 Dezember 2017 23:22)

    Hallo Herr Schüller,
    Im April wurde bei mir ein Hausbesuch abgestattet bei dem Anhaftungen von Amphetamin und Mahriuanna gefunden wurden.
    Es fand ein Gericht statt, indem ich zugab, Mahriuanna ausprobiert zu haben es jedoch seitdem nicht mehr konsumiert habe. Das Amphetamin gehörte Freunden und damit hätte ich nichts zu tun gehabt. Im Urteil steht dass ich neben dem Mahriuanna auch Kontakt zu Amphetamin hatte. Nun bekam ich ein Schreiben von der Führerscheinstelle, dass sie nun ein ärztliches Gutachten von mir erhalten wollen, da sie sich sicher gehen wollen, ob ich das Amphetamin nicht doch auch ausprobierte. Leider habe ich eine Woche vor dem Besuch wenig konsumiert. Wie soll ich mich nun beim ärztlichen Gutachten verhalten ? Wird mich ein Haartest erwarten ? Und wenn sicher gestellt wird, dass ich konsumiert habe, es aber seit Monaten gelassen habe, verliere ich dann trotzdem meinen Führerschein?

    Es wäre super, wenn Sie dazu kurz Stellung nehmen könnten.

  • #27

    Rechtsanwalt Führerschein (Freitag, 08 Dezember 2017 17:32)

    @Dennis F: Wenn im ärztlichen Gutachten der Konsum von harten BtM eingeräumt wird, ist der Führerschein weg. Was die Frage mit den Haaren angeht: Das macht die Behörde gerne, aber wenn man keine Haare hat, dann ist das nicht möglich. Man darf offiziell die Haare nicht mehr nach Zugang des Schreibens der Fahrerlaubnisbehörde mit der Aufforderung zum Gutachten schneiden. Haare wachsen 1 cm pro Monat. Wenn die also kurz wären, könnte es möglich sein, dass das Amphetamin nicht mehr im Urin nachgewiesen werden kann. Wenn Sie mal meine Meinung hören wollen: Harte Drogen und Führerschein vertragen sich nicht nur rechtlich nicht. Scheinbar spielen Drogen eine größere Rolle in Ihrem Leben. Gibt schon Stress mit der Polizei und trotzdem wird das Pink Champagne tief in die Nase gezogen. Kann man machen. Aber cooler ist es, während der Lebensphase mit all den bunten Nächten und der Feierei den Führerschein an den Nagel zu hängen. Wenn Sie irgendwann einen Unfall bauen sollten und man findet Rückstände harter BtM in Ihrem Blut, dann wird das schnell sehr häßlich. Vor allen Dingen dann, wenn ein Unfallopfer im Wackkoma liegt. Dann können Sie neben der moralischen Schuld den Rest Ihres Leben die Zeche zahlen. Ich vermisse immer die coolen, verantwortungsvollen User. Sie gehören offenbar noch nicht dazu. Party on. Aber verantwortungsvoll.

  • #28

    Dennis F (Samstag, 09 Dezember 2017 02:37)

    Seit dem Hausbesuch habe ich weder das eine noch das andere konsumiert. Es war eine Probierphase die ich im Nachhinein bereue und niemals wiederholen würde. Der Besuch hat sich nicht durch mich sondern durch eine andere Person ergeben auf der es den Verdacht gab bei mir möglicherweise Drogen finden zu können. Es wurden leider Anhaftungen von Beidem gefunden. Jedenfalls habe ich seitdem zu 100% die Finger davon gelassen und werde das auch in Zukunft. Sollte ich also damit rechnen, wenn es herauskommt das ich Amphetamin eingenommen habe, ich meinen Führerschein verliere?

  • #29

    Rechtsanwalt Schüller (Samstag, 09 Dezember 2017 23:19)

    Hallo Dennis,

    sorry. War dann wohl etwas vorverurteilend Dir gegenüber. Also: Ich kann hier schlecht raten, die Unwahrheit zu sagen.

    Ich kann nur sagen, wie die Möglichkeiten sind:

    Variante 1) Du gibst neben den Konsum von Cannabis auch den Konsum von Speed zu. Ergebnis: Führerschein weg.

    Variante 2) Es wird nur der gelegentliche Konsum von Cannabis ohne Mischkonsum mit Alkohol eingeräumt. Das Speed gehörte Freunden, man hat es zwar besessen, aber eben nicht konsumiert. Wenn dann in der Urinprobe keine Nachweise von harten Drogen gefunden werden, bleibt der Führerschein in der Regel erhalten. Allerdings solltest Du nachdem Du das Schreiben erhalten hast wegen dem äG kein Cannabis (und natürlich erst Recht keine anderen Drogen) mehr konsumieren. Haarprobe...weiß nicht, das steht doch in der Anordnung. Offiziell dürfen die Haare NACH Zugang des Schreibens der Fahrerlaubnisbehörde nicht mehr geschnitten werden. Soll aber Leute geben, die die noch kurz vorher geschnitten haben. Haare wachsen ca. 1 cm pro Monat. Entbinden Sie die Gutachterstelle NICHT von der Schweigepflicht.

  • #30

    Dennis F (Sonntag, 10 Dezember 2017 10:13)

    Vielen Dank für die Antwort. Sie haben mir schon sehr geholfen! Seit April habe ich nichts mehr konsumiert und das wird auch so bleiben.
    Mein Führerschein ist mir sehr viel wichtiger, deswegen hoffe ich, dass ich ihn nach dem ärztlichen Gutachten weiterhin behalten darf. Demnächst bekomme ich die Bestätigung der bestimmten Stelle in der ich das ärztliche Gutachten absolvieren muss. Ich hoffe das dort drin stehen wird welche Tests mich erwarten. Wäre es ein Urintest, würde man nichts mehr feststellen können.
    Ich kann nur hoffen...

  • #31

    Laurits (Montag, 25 Dezember 2017 16:56)

    Hallo Herr Schüller,

    Schonmal vorab Danke für eine etwaige Antwort!

    Mir wurde der Führerschein letztes Jahr im November entzogen und ich war jetzt mehr als 1 Jahr ohne Führerschein.
    Aber der Reihe nach:

    Ich wurde nach einem Festival kontrolliert und musste einen Drogenvortest machen. Dieser war positiv. Daraufhin wurde ich mit ins Krankenhaus genommen zum Blutnehmen. Auf der Fahrt gab ich zu, 2 Monate vorher eine Ecstasy Tablette genommen zu haben; zudem unterschrieb ich meine Aussage. Dies entsprach allerdings nicht der Warheit, nur aufgrund des Drucks des Polizisten gab ich das zu.
    2 Monate später wurde mir der Führerschein entzogen und eine MPU angeordnet. Mein Anwalt wollte aber die Blutergebnisse sehen, und siehe da: KEIN Befund. Die Fahrerlaubnisbehörde ließ sich aufrgunddessen noch zu einer MU umstimmen, durch welche ich dann meinen Führerschein zurückerlangen konnte. Mein Anwalt schrieb aber auch der zuständigen Sachbearbeiterin, dass ich nur aus experimentellen Gründen die Tablette auf einer Party nahm.

    Jetzt die Frage: War es rechtens, mir nur aufgrund meiner Aussage, aber ohne medizinischen Befund den Führerschein zu entziehen?
    Und wenn nein, könnte man dies anfechten, auch wenn mein Anwalt dummerweise In einem Schreiben noch zugab, dass ich einmalig harte Drogen komsumiert habe? Finde die Argumentation nämlich sehr schwammig und würde das gerne anfechten, da es mich brutal viel Nerven und noch mehr Geld gekostet hat.

  • #32

    Mk32 (Donnerstag, 04 Januar 2018 14:35)

    Hallo, danke im Voraus für die aufschlussreiche Internetseite.
    Meine Situation:
    16g Mary am Bahnhof zu Fuß abgenommen bekommen, spontane Aussage nur ein Teil wäre für mich. Nun keine Aussage bei der Vorladung wegen Verdacht von Handel abgegeben. Vor vielen Monaten 0,6g im Geldbeutel gefunden, den ich verlor und dann bei der Polizei abgeholt habe, natürlich fallengelassen. (Das war in Bad-Cannstatt, vlt weiß die FS ja gar nix davon. Ich besitze den Führerschein.
    Mein Problem: Ich muss in einem äG, was möglicherweise ja angeordnet wird (oder kann noch Anderes passieren?) auf jeden Fall auf Urinprobe hoffen. Wobei ich nicht die Kohle für das äG blechen will. Gibt es vlt eine Möglichkeit auf freiwilliger Basis? Ich habe nie gedealt, und Konsumnachweis besteht auch nicht. Ich könnte mit dem Cannabis ja rauschfreie Inhalation ausüben (lol). Irgendwelche Aussagen nachreichen?
    Danke danke :))

  • #33

    Agulabo (Sonntag, 07 Januar 2018 12:19)

    Hallo,
    ein Freund ist einer ähnlichen Situation wie Dennis.
    Er darf sich auswählen, ob er eine Haaranalyse oder 2 Urinprobe machen will.
    Ist es nicht taktisch klüger sich für die Urinproben zu entscheiden aufgrund der viel kürzeren Nachweisbarkeit? Wenn der letzte Konsum mehrere Monate her ist, kann bei einer Urinprobe doch nichts nachgewiesen werden, während es bei einer Haarprobe rauskommen würde.

  • #34

    Rechtsanwalt Führerschein (Sonntag, 07 Januar 2018 21:41)

    @Agulabo:

    Urinproben sind immer sicherer, die Haaranalytik ist leider sehr anfällig für Kontaminationen von aussen. Das heißt, es werden häufig positive Ergebnisse angezeigt, obwohl keine Drogen genommen worden sind. Jedenfalls behaupten das viele Mandanten und ich glaube das.

    Die Urinprobe ist nach mehreren Monaten mit ziemlicher Sicherheit nicht, auf die Haarprobe würde ich es nicht ankommen lassen.

    @MK32: "Mary" das ist ja mal echter oldschool slang. Erinnert mich spontan an einer meiner Lieblingssongs von Nick Drake (dessen Scheibe "5 leaves left" ein absolutes Masterpiece von Gottes Gnaden ist): https://www.youtube.com/watch?v=oiZlAmHa7QI

    Aber ich schweife ab. Wegen Handeltreiben sollte sich gekümmert werden, da ist nach § 29 III BtMG ja ein Jahr aufwärts in der Lostrommel und das wäre mir zu heikel.

    Fahrerlaubnisrechtlich wird die FSST Bescheid wissen, die Polizei leitet sowas in der Regel weiter. Anordnung eines ärztlichen Gutachtens erfordert konkreten Verdacht auf Dauerkonsum. Rechtlich fraglich hier, aber das interessiert die Behörden einen feuchten Kericht. Anordnung Gutachten wahrscheinlich. Urinprobe ist eh besser. Und geht ja auch nicht anders, wenn die Haare zu kurz sind. Die Probe muss nicht sauber von THC COOH sein, denn der gelegentliche Konsum ist nicht verboten. Nur nach Erhalt der Anordnung des Gutachtens darf nicht mehr geraucht werden. Cannabis meine ich. Heroin, Crack oder Freebase sind nicht erlaubt. Auch DMT ist fahrerlaubnisrechtlich nicht in Ordnung. Zum Thema "ich will die Kohle für das Gutachten nicht blechen" : Ich will auch so vieles nicht, junger Skywalker. "Kohle hat man zu haben" wird die Behörde sagen...ausgelutscht, das Thema.

  • #35

    Rechtsanwalt Führerschein (Sonntag, 07 Januar 2018 21:47)

    @Laurits:

    Solange nicht klar ist, was in der Pille drin war, ist gar nichts rechtmäßig. Die Aussage des Anwalts, das nur einmal gemacht zu haben, war töricht. Die Entziehung ist jetzt rechtskräftig und nicht mehr anfechtbar. Eine Wiedereinsetzung mit dem Grund "falsche Anwaltstaktig" gibt´s nicht. Sind Sie im Abstinenzprogramm und beim Verkehrspsychologen?

  • #36

    Agulabo (Montag, 08 Januar 2018 10:05)

    Vielen Dank für die Antwort!
    Der Vorfall ist nun 6 Monate her und in 2 Wochen muss eine Probe abgegeben werden. Seit dem Vorfall wurde nichts mehr konsumiert.
    Ist dann die Urinprobe gleichgestellt mit der Haaranalyse? Theoretisch dürfte bei der Urinprobe sicher nichts rauskommen, während die Haaranalyse (6cm) noch positiv ausgehen kann. Man wäre ja blöd, wenn man die Haaranalyse auswählt, oder? Aber damit kann man doch nicht nachweisen, dass man die letzten 6 Monate sauber war, oder reicht das aus um das ärztliche Gutachten zu bestehen?

  • #37

    Marcus (Donnerstag, 11 Januar 2018 17:49)

    Hallo Herr Schüller,
    vor einigen Monaten hats es mich auch erwischt mit 6 ng/ml aktiven THC im Straßenverkehr. Habe den Konsum sofort eingestellt und mache mir diesbezüglich keine Bedenken beim bald bevorstehenden äG.
    Allerdings bin ich vor einigen Jahren mit einer kleinen Menge THC erwischt worden, das Verfahren wurde eingestellt. Wenn ich beim äG nun sage, ich habe damals und heute einmal gekifft, ist der Schein weg oder? Das wäre näher an der Wahrheit dran, als das was ich mir eigentlich überlegt habe: Das damals war nicht von mir und gekifft habe ich vor ein paar Monaten das erste mal. (Allerdings bin ich mir nicht mehr sicher, ob ich damals den Konsum eingestanden habe, ich glaube allerdings nicht.)
    Und noch etwas, was mich irritiert: die Behörde, bei der ich das äG mache, verlangt eine Untersuchung mit Urintest + 3 weitere Urintests, obwohl die FS insgesamt nur 3 verlangt. Kann ich mich dagegen irgendwie wehren? Ist ja nicht ganz billig der Spaß.

    Haben Sie vielen Dank, auch in Bezug auf die 6 Stunden Regel!

  • #38

    Johannes (Montag, 15 Januar 2018 03:32)

    Guten Abend, ich bin es wieder.
    Ich hatte ja vor einigen wochen (November, Post #20) meinen Fall geschildert. Wollte noch ergänzen, dass die beamten meinten, dass der Brief in ca 6-8 ankommen wird.
    ich habe seitdem halt den konsum komplett eingestellt und würde mal ihre meinung wissen, ob da überhaupt noch was kommt? viele meiner freunde berichten von ähnlichen fällen, in denen sie einfach nichts mehr von der Polizei gehört haben. aber ich bin da skeptisch.

    Mit freundlichen Grüßen

  • #39

    Xaver (Mittwoch, 17 Januar 2018 01:26)

    Hallo Herr Schüller,

    vor ein paar Jahren wurde ich mit einer verschwindend kleinen Menge Amphetamin bei einer Personenkontrolle erwischt. Wenige Monate später wurde auch noch ein weiteres Ermittlungsverfahren gegen mich eröffnet, da scheinbar ein Brief mit Btm (LSD), der an mich adressiert war, von der Polizei abgefangen wurde.

    Kurz darauf erhielt ich von der Fsst die Aufforderung ein ÄG abzulegen. Zum Zeitpunkt des Gutachtens war weder das 1. Verfahren (Geldstrafe am Ende) noch das 2. Verfahren (wurde eingestellt am Ende) durch. Mir war klar, dass das ÄG aufgrund des 1. Verfahrens (Besitz erwiesen) gerechtfertigt war. Aber: Beim ÄG wurde angeordnet, dass ich auch auf LSD getestet werde, wodurch die UKs doppelt so teuer waren, und auch bei der Anamnese wurde detailliert auf das 2. Verfahren eingegangen.
    War das zu diesem Zeitpunkt gerechtfertigt, obwohl im 2. Verfahren noch nicht erwiesen war, dass ich auch die Bestellung der Btm durchgeführt habe?

    Ich habe noch eine weitere Frage: Sollte in Zukunft ein weiteres Verfahren gegen mich eröffnet werden, weil zum Beispiel meine Adresse bei einem hochgenommen Händler auftaucht, könnte dann die Fsst aufgrund meiner Vorgeschichte bereits tätig werden, bevor das (neue) Verfahren abgeschlossen ist?

    Danke und liebe Grüße

  • #40

    Jens (Mittwoch, 17 Januar 2018 18:06)

    Guten Abend,
    ich hätte eine Frage. Und zwar wurde ich letztes Jahr im August angehalten und ich wurde auf THC positiv getestet. Werte sind: 3,3ng aktiv und 39ng Carbonsäure.

    Leider war meine Aussage gegenüber der Polizei, dass ich zuletzt vor 4-5 Tagen konsumiert habe. Dies war eine Schutzbehauptung.

    Nun muss ich Anfang Februar zu einem ärztlichen Gutachten. Ich absolviere bereits seit September ein Screening (Urin - 6 Monate) bei der gleichen Stelle, wo ich das Gutachten machen lasse, um darauf vorbereitet zu sein.

    Bei dem Gutachten werde ich sagen, dass es sich an dem besagten Tag um eine Schutzbehauptung gehandelt hat und ich 6 Stunden vor der Fahrt zum erstmal Canabis konsumiert habe, was auch der Wahrheit entspricht.

    Wie sehen Sie meine Chancen damit durch zukommen, da ich bei der Polizeiaussage gelogen habe.

    P.s. Ich habe ebenfalls eine Bescheinigung, dass ich 4 Termine bei einer Drogenberatung wahrgenommen habe.

  • #41

    Aljonka (Samstag, 20 Januar 2018 23:16)

    Hallo Herr Schuller,
    wurde im Juli mit Verdacht auf drogeninduzierte Psychose in eine psychiatrische Klinik eingeliefert. Die Screenings dort waren negativ. Allerdings habe ich den Ärzten erzählt, dass ich MDPV probiert habe. Dies steht auch in dem Befundbericht.
    Nun kam Post von der FSST. Eine Einladung beim Gesundheitsamt hatte ich auch schon. Da habe ich natürlich jeglichen Konsum verneint und auch keine Schweigepflichtsentbindung unterschrieben.
    Folge: Aufforderung zum ärztlichem Gutachten.
    Da war ich mittlerweile auch schon. Screening wird negativ ausfallen und die Tests liefen sehr gut. Nun fordert der TÜV auch dass ich den Bericht der Psychiatrie freigebe. Wenn ich das nicht tue, wird das Gutachten negativ ausfallen.
    Da aber der Bericht der Psychiatrie eher nicht für mich spricht, weiß ich nicht, was ich machen soll.
    Es wurden ja keine Btm gefunden, allerdings gibt es diese Behauptung von mir zum Konsum.
    Kann der Bericht zu einem negativen Gutachten führen?
    Beste Grüße

  • #42

    Larissa (Freitag, 26 Januar 2018)

    Hallo Herr Schüller,

    sehr hilfreiche Informationen haben Sie hier bereitgestellt!

    Nun eine Frage: Im Dezember 2015 wurde mir die Erlaubnis zum Führen von KFZ entzogen. Vorangegangen ist eine Anordnung zur Erbringung eines ärztlichen Gutachtens, welcher ich nicht nachgekommen bin (Grund: Strafbefehl wegen unerlaubtem Besitz von 0,3 Gramm Amphetamin).
    Ist es mittlerweile noch denkbar das ärztliche Gutachten nachzubringen, um meinen Führerschein zurück zu erlangen oder kann ich mit großer Sicherheit von einer MPU ausgehen?

  • #43

    Chris (Dienstag, 06 Februar 2018 13:44)

    Sehr geehrter Herr Schüller,
    Ich habe nun mein ÄG hinter mir und die Führerscheinstelle hat sich dem Ergebnis angeschlossen. Was heißt das nun für mich ? Welche Regeln bezüglich Grenzwerten gelten als Fußgänger ? Ich meine wirklich nur als Fußgänger, ordentlich trennen ist jetzt angesagt!
    Liebe Grüße und vielen Dank im Voraus !

  • #44

    Jakob (Mittwoch, 07 Februar 2018 13:17)

    Hallo mal ne frage ,hab ein fachärztliches Gutachten bekommen ,da ich am 20.07.16 angegeben habe Crystel konsumiert zu haben ,der letzte konsum war jedoch vor 5 jahren plus 4 monate tehrapie gemacht jedoch hatte ich in meiner bewährungszeit von 4 jahren haartest und alle waren negativ und das landratsamt weiss es auch aber schickt mir trotzdem einen test der 700 Euro kostet .kann ich da irgendwie gerichtlich vorgehen ?

  • #45

    #36@Alexander (Freitag, 09 Februar 2018 21:51)

    Hallo Herr Schueller
    Ich wurde 2011 wegen Besitz und Handel von 15 Gramm Kokain verurteilt. Ich hab 2012 die MPU gemacht und 6 Monate bei der MPU Stelle und 1,5 Jahre bei einer Gerichtstelle mein Drogen Screening gemacht. Mein Führerschein wurde nicht entzogen! Danach war alles erledigt! Seit dem habe ich mir nichts mehr zu Schulden kommen lassen. Im Januar 2018 kam ein Brief von der Führerscheinstelle in dem Stand das ich ein Ärztliches Gutachten machen muss mit Drogen Screening. Falls nicht wird mir der Führerschein entzogen!!! Kann ich für eine Sache die 7 Jahre zurückliegt und ich bereits eine MPU und Drogen Screening gemacht habe noch mal belangt werden?
    Vielen Dank

  • #46

    Queen (Mittwoch, 14 Februar 2018 13:10)

    Guten Tag,

    bei einer Hausdurchsuchung 06/
    17 wurde 1 Extasy gefunden. Darauf hin mußte ich nun zum äG. Frage: Muß ich jetzt zur MPU, weil ich zugegeben habe1x Extasy und 1x THC konsumiert zu haben im letzten Jahr beim TÜV? Natürlich finden sie nichts im Urin, war ja schon im November THC. und August 2017 Extasy. Die zur untersuchenden Ärztin sagte das ich nun mit MPU rechnen soll. Kann das wirklich sein ?

  • #47

    Agulabo (Samstag, 17 Februar 2018 03:04)

    Mal eine andere Frage:
    Angenommen man hat jetzt einen BtM-Eintrag.
    Muss man einen Drogentest machen, wenn man am Bahnhof kontrolliert wird?
    Und auf was darf man sich einstellen, wenn man von Beamten aus dem Verkehr gezogen wird?
    Grüße

  • #48

    David (Sonntag, 18 Februar 2018 00:50)

    Hallo Herr Schüller,

    Schonmal vorab Danke für eine etwaige Antwort.

    Zu meiner Situation:
    Ich würde im Mai 2017 auf einem Festival kontrolliert und es wurde eine halbe Ecstasy Pille bei mir gefunden. Zu dem Zeitpunkt hatte ich bereits konsumiert was auch zu erkennen war jedoch stritt ich jeglichen Konsum ab und beharrte darauf das mein erscheinen auf Grund der Nervosität sei. Später fragten sie mich noch wie ich zu dem Festival Gelände gekommen sei auf diese Frage Antwortete ich nicht da ich schon befürchtete das sie mir den Führerschein direkt entziehen wollen. Seit dem Vorfall habe ich noch einmal im September einpaar mal gekifft das war es aber auch. Zum jetzigen Zeitpunkt weis ich dass das Verfahren gegen mich eingestellt wurde da ich davor noch nie Strafrechtlich aufgefallen bin.

    Meine Fragen lauten nun:
    1. Ist das Vergegen im Mai evtl bereits verjährt
    2. Falls erstens nicht der Fall ist soll ich bei der Führerscheinstelle anrufen und fragen was Sache ist da ich im September 2018 ein Auslandsjahr absolvieren möchte da ich langsam das warten satt habe und bereits von Kollegen gehört habe das es Fälle gab wo es 2 Jahre dauerte bis sich die Führerscheinstelle meldete.
    3.Ich befinde mich bis Mai noch in der Probezeit soll ich falls ich anrufen sollte mich erst Ende Mai dort melden damit es keinen Punkt für mich gibt oder kann ich diesem nicht entgehen.

  • #49

    Nicolas S. (Montag, 26 Februar 2018 18:21)

    Hallo Herr Schüller,

    Vielen Dank erstmal für die vielen Hilfreichen Infos die Sie bereitstellen.

    Ich habe am 1. März 2017 ein ärztliches Gutachten beim Tüv Hessen. Die Fragestellung ist gelegentlicher Konsum (fehlendes Trennvermögen) Grund dafür ist eine Fahrt unter THC Einfluss.
    Heute habe ich mein Urin in einem Labor analysieren lassen, der COOH-Wert liegt stand heute bei 4/ng. Kann ich mit diesem Wert das Gutachten bestehen bzw. auf einmaligen Konsum plädieren?

    Vielen Dank im Voraus.

    VG Nicolas

  • #50

    Eddie (Mittwoch, 28 Februar 2018 16:55)

    Hallo,
    Habe heute meine Ergebnisse von einer Gutachtenstelle bekommen, in der am Ende steht das ich als gelegentlicher Canabis raucher bin, die Urinproben waren negativ, sonst keine Mängel, ich hatte auch ein gespräch mit psychologen alles o.k, womit kann ich rechnenen,wird mir mein Führschein entzogen werden, bitte um Antwort

  • #51

    maren (Montag, 05 März 2018 16:17)

    Hallo,
    ich wurde aufgrund vergangener Delikte (6 jahre liegen diese zurück) zum Ärztlichen Gutachten von der Führerscheinstelle aufgefordert(mache gerade den taxischein) , weil ich aber zu dem Zeitpunkt noch Konsument war bin ich nicht hingegangen und habe den cannabis Konsum direkt eingestellt (4 Wochen her). Ich will mich bei der FS wieder melden wenn ich in wieder clean bin. Meine Frage ist jetzt kann die FSST mir den Taxischein jetzt verwähren oder mir was unterstellen , kann ich den Taxischein noch machen wenn ich in 6 Wochen mich wieder dort melde ?

  • #52

    Peter (Dienstag, 13 März 2018 17:56)

    Guten Tag
    Vorab bedanke ich mich bereits für etwaige Antworten.
    Nun zu meiner Frage:

    Ich wurde letztes Jahr von meinem Dealer angeschwärzt nachdem dieser Hochgenommen wurde und dessen Handy mit Chatverläufen zwischen uns gefunden wurde. Insgesamt hatte ich 15 g Amphetamin bei ihm gekauft. Die Strafe über 1800€ habe ich bereits Ende letzten Jahres bezahlt. Im Verfahren habe ich alle Aussagen verweigert.
    Nun kam vor kurzem ein Brief von der Fsst in dem allerdings nur stand, dass ich EVTL ein Äg ablegen muss. Seither habe ich keinen weiteren Brief mehr erhalten. Seit silvester habe ich nichts mehr konsumiert weshalb eine Haarprobe nicht besonders gut für mich wäre. Nun zu der eigentlichen Frage: Wenn der Arzt mich bei dem Äg fragt ob ich konsumiert habe, reicht als Antwort ein simples nein, oder muss ich explizit sagen "nein ich wollte es verkaufen"? Und mache ich mich mit dieser Aussage erneut Strafbar?

    Vielen dank für ihre Zeit!

  • #53

    Tim (Dienstag, 03 April 2018 23:02)

    Wie sieht es aus wenn der konsum schon jahre her ist?
    Ich hatte vor Jahren eine gerichtsverhhandlung wegen allen möglichen btms. Und klar hab ich in der gerichtsverhandlung auch preis gegeben dass ich süchtig bin. Bin allerdings seit fast 2 Jahren komplett clean. Heißt das jetzt ich fall trotzdem durch das gutachten wenn die mitkriegen dass ich jemals konsumiert hab?
    Mpu kann ich mir echt nicht leisten, dann bleib ich halt beim fahrrad...
    Hatte noch extra erst mit dem führerschein angefangen als ich über 1 jahr clean war..

  • #54

    Emre (Freitag, 06 April 2018 20:44)

    Hallo,
    ich wurde im Dez letzten Jahres mit 0.5g Kokain auf einem Festival erwischt. Nun wurde ich von Amtsgericht aufgefordert ein Ärztlichen Gutachten durchführen zu lassen bis ende Mai 2018. Habe seit Dez die Finger davon gelassen es aber davor 1x im Monat kosumiert. Im Brief steht das entweder eine Haaranalyse oder Urinprobe durchgeführt wird. Darf man sich das aussuchen? Das Problem dabei ist das man es in den Haaren bis zu 6monate oder länger nachweisen kann. Kommt drauf an wie lange die Haare sind und meine Kopfhaare sind bis zu 10-12cm lang. Soll ich um auf nummer sicher zu gehen meine Haare kürzen. Was meinen Sie?
    Auf was für Fragen muss ich mich vorbeireiten bei dem Ärztlichen Gespräch? So das es ein Einzellfall war das ich auch nie Alkohol Trinke ect.?
    Als sie mich erwischt haben habe ich halt alles gestanden da ich mir dachte zu kooperieren... Haben aber kein Drogentest bei mir durchgeführt.
    Vielen Dank

  • #55

    Luke (Dienstag, 10 April 2018 16:31)

    Hallo Herr Schüller, hatte 2015 eine grössere Menge Drogen im Internet bestellt, dann Hausdurchsuchung 2016 bei der leider oder zum Glück nur ca. 3g Weed und 2g MDMA sichergestellt wurden. Habe zu keinem Zeitpunkt eine Aussage gemacht. Verfahren wurde gegen Geldauflage eingestellt. Jetzt verlangt die FSST ein äG. War und bin kein Konsument sondern habe verkauft, kann ich das gefahrlos beim Gutachter aussagen?

  • #56

    Yannick (Mittwoch, 18 April 2018 22:09)

    eute wurde ich, zur Aufklärung eines eventuell zurückliegenden Drogenkonsums, zur Beibringung eines (fach-)ärztlichen Gutachtens aufgefordert.

    Dazu sollen ein Drogenscreening in Form einer Haaranalyse (ein Haarsegment von mind. 3cm ist erforderlich) und zwei Urinscreenings durchgeführt werden.

    Warum werden bei mir ein Haar- UND Urin-Screenings verlangt?

  • #57

    Rechtsanwalt Drogen (Dienstag, 24 April 2018 01:12)

    @Yannick: Es liegt im Ermessen der Behörde, was sie anordnet. Sie darf beides anordnen. Wenn durch die Haaranalyse der Verlust der Fahrerlaubnis droht, etwa weil Sie harte Drogen wie Kokain oder Speed genommen haben, dann sollten Sie die Voraussetzungen der Ausnahmeregelung der Vorbemerkung 3 der Anlage 4 FeV erarbeiten, dabei helfe ich Ihnen gerne. Sie sollten dann rasch mit mir Kontakt aufnehmen.

    Vgl. zum ganzen:

    https://www.strafverteidiger-schueller.de/2018/01/24/entziehung-des-fs-abgewendet-durch-ausnahmeregelung-bei-33-ng-ml-thc-206-ng-ml-thc-cooh-und-16-9-ng-ml-amphetamin/

  • #58

    Rechtsanwalt Drogen (Dienstag, 24 April 2018 01:16)

    @Luke: Warum sollten Sie etwas einräumen, was Sie letztlich strafrechtlich noch belasten könnte (=Handeltreiben!). In solchen Fällen ist die Einlassung, man habe das zwar gekauft aber eben nicht konsumiert, wesentlich eleganter und risikoärmer. Der Besitz allein kann zwar zur Anordnung des Gutachtens, aber nicht zur Entziehung der Fahrerlaubnis führen. Urin und Haare sollten dann natürlich sauber sein von harten BtM.

  • #59

    Bukem: (Dienstag, 24 April 2018 18:31)

    @Emre: Wir reden aber schon aber noch von einem Verfahren, wo es umDeine Fahreignung geht? Oder geht es nur strafrechtlich um den Drogenbesitz? Wie alt bist du? Der erfolgte Nachweis, harte Drogen konsumiert zu haben, führt zum Verlust der Fahreignung und damit zum Verlust der Fahrerlaubnis.
    Ja, Haare sind extreme Langzeitspeicher, dh. so lange das Haar da ist, ist BtM darin auch nachweisbar. Nach dem Konsum dauert die sog Einwachsphase ca einen Monat, dann wächst das Haar ca einen cm pro Monat. Bei dir ist also aus dem letzten Jahr nachweisbar.
    Ich kann und darf dir jetzt nicht genau sagen, was du wie tun oder sagen solltest, du erkennst aber die Gefährlichkeit der Situation? Du hast in einem äG übrigens eine absolute Wahrheitspflicht, die lassen sich also nicht veräppeln. Wäre auch nicht gut für dich.
    Evt solltest Du also über ein Beratungsgespräch mit Herrn Schüller nachdenken, ist zwar kostenpflichtig, aber eben echt überschaubar und du hast nen Plan

  • #60

    Leon (Mittwoch, 25 April 2018 16:59)

    Wurde vor 7 Wochen mit einer geringer Menge Cannabis erwischt - zu Fuß! Habe vor ca 1 Woche einen Brief erhalten dass der Antrag auf meinen Führerschein zurückgestellt wird, bis ich weiß was im Verfahren rauskam. (Mache den Führerschein erst) Jetzt kam heute der Brief, dass das Verfahren eingestellt wurde. Muss ich mit einem äG rechnen? Was wäre wenn der positiv ausfallen würde? Musste keine Angaben bezüglich des Konsums machen

  • #61

    Mike (Mittwoch, 25 April 2018 18:10)

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    ich habe am Samstag einen Strafbefehl erhalten. Ich würde kurz und konkret auflisten was drin steht.
    Der Angeklagte erstand und übernahm in mindestens 4 Einzelfällen Marihuana (Wirkstoff ca. 10 %) zu seinen Gunsten unterstellten Eigenkonsum von dem gesondert verurteilten Mr. X nämlich:
    1 Pack mit 1 g
    4 Pack mit 2 g
    1 Pack mit 2 g
    5 Pack mit 2 g

    Der Angeklagte verfügte, wie er wusste, bei seinem Tun nicht über die zum Umgang mit Rauschgift erforderliche Erlaubnis. Dies kümmerte ihn indessen nicht.
    Als Zeuge steht ein Polizist, der Dealer (was er ausgesagt hat weiß ich nicht), und Chatverlauf.

    Ich wurde durch einen Dealer, der hochgenommen wurde, sozusagen verpfiffen, sein Handy wurde eingezogen, so kamen sie auf mich. Wir haben nie konkret über Deals geschrieben, nur verdeckt.

    Es steht noch 4 Vergehen des vorsätzlichen unerlaubten Erwerbs von BtMG gemäß........


    Ich bin gerade etwas am Boden zerstört da ich nicht weiß was noch auf mch zu kommt.
    Momentan ist es nur eine Gesamtgeldstrafe von 900 €.

    Habe bei der Polizei nichts ausgesagt !
    Ich wurde nicht erwischt, es wurde nichts gefunden, ich bin nicht vorbestraft, lediglich nur der Chat und die Aussage des Dealers wurde aufgenommen.
    Leider habe ich auch keinen Anwalt.

    Wie ist es mit der FSST, kann da noch was kommen ?
    Wie soll ich am besten vorgehen ?
    Ich kann kaum Schlafen dadurch.

    Ich danke im vorraus

  • #62

    Yannick (Donnerstag, 26 April 2018 14:57)

    Vielen Dank für Ihre Antwort!

    Ich habe vor genau 7 Monaten und einem Tag das letzte Mal Amphetamin konsumiert und mir gestern die Haare auf 5cm runter schneiden lassen. Damit sollten meine Haare sauber sein, oder?

    Verlangt wird eine Haar-Probe von mind. 3cm.

    Heute habe ich mir außerdem mal meine Führerschein-Akte angeschaut und da steht im Ermittlungs-Vermerk, dass ich beim Konsum von weißen Pulver beobachtet wurde.
    Ist das ein Konsum-Nachweiß, mit dem sich eine MPU begründen lässt?
    Bedeutet das, dass mir eine MPU sicher bevor steht und ich mir das fäG sparen kann?

    Falls es zu Problemen kommt, werde ich mich definitiv an Sie wenden.

  • #63

    Heiko M. (Samstag, 28 April 2018 11:29)

    Hallo, schon mal danke für diese vielen Informationen auf der Seite.
    Ich habe im Sommer 2017 mit meinen Freund zum ersten mal Drogen konsumiert/ probiert. Dabei handelte es sich um Cannabis und LSD. Mir wurde schlecht mit zuckungen und mein Freund hatte einen RTW gerufen. Am Steuer habe ich nicht gesessen es war in der Wohnung. An den Abend war die Polizei natürlich auch dabei...Im Bericht von dem Abend wurde von meinen Freund zugegeben das wir konsumiert haben und auch Drogen beim Freund gefunden wurden. Zudem habe ich es selber im Krankenhaus den Probierkonsum zugegeben. Die Fahrerlaubnisbehörde hat nun dieses Jahr ein Fachärtzliches Gutachten angeordnet. Dieses habe ich auch machen lassen da ich bei einem einmaligen Probierkonsum keine weiteren rechtlichen folgen erahnte und ich auch nie wieder kosumierte oder konsumieren werde. Folgende Fragestellung von der Fahrerlaubnissbehörde war zu beantworten: Nimmt der Untersuchte Betäubungsmittel im Sinne des BtMG oder andere psychoaktive wirkende Stoffe ein, die die Fahrsicherheit in Frage stellen. In den Gutachten sind alle Drogentests negativ ausgefallen Verhaltenstest auch alles gut, bis auf die zugabe eines Filmrisses. Leider wurde ein Bericht vom Krankenhaus mit erwähnt wo ich alles zugegeben hatte aber selbst im Krankenhausbericht stand es wurden keine Blut und Urintests gemacht an den Abend im Sommer 2017. Im Abschluss des Gutachten wurde auch geschrieben. Die Analyse ergab keine Hinweise auf Drogenkonsum und steht damit in Übereinstimmung Angaben aktuellen Kosumverhaltens. Trotzdem im Schlusswort der Zusammenfassung steht Hr. M hat in der Vergangenheit Betäubungsmittel (Cannabis) im Sinne des BtMG und andere psychoaktive wirkende Substanzen (LSD) eingenommen. Für einen aktuellen Kosum besteht kein Anhalt. /// Meine Frage nun was heißt das nun für mich ? Das Gutachten muss ich ja abschicken anfechten kann ich das Urteil bzw. Entschluss von der Fahrerlaubnisbehörde sollten diese doch Führerscheintzug vorschreiben erst hinterher wie ich hier gelesen habe. Oder können bzw. sollten nun vorab Schritte eingeleitet werden die den Führerscheinentzug abwenden können bevor ich das Gutachten weiterleite an die Fahrerlaubnisbehörde ??

  • #64

    Bukem: (Sonntag, 29 April 2018 18:57)

    @all ab Nr 36: Entschuldigt die Verspätung. Das freischalten der verschiedenen Fragen wird uns manchmal technisch erschwert.

    @Agulabo: Ja, grds sind beide Probenarten gleich gestellt. Wie ist es gelaufen?

    @Marcus: Der beschriebene Besitz vor ein paar Jahren lässt ja nicht einfach so auch auf einen Konsum schließen. Gibt ja zb auch Dealer, die besitzen, aber nicht konsumieren. Was ist draus geworden?

    @Johannes: Das Problem ist nicht der Brief von der Polizei oder StA, sondern die weitere Tätigkeit der FSST. Eigentlich müßte ein äG kommen und Du mittlerweile Post haben

    @Xaver: rein akademische Fragestellung, weil eh vor Jahren passiert und damit nicht mehr überprüfbar. Wenn Verdachtsmomente auch für einen LSD Konsum gesprochen haben, dann im Zweifel, ja, dann war es gerechtfertigt.

    @Jens: Deine Werte passen zur zweiten Version, ja. Aber was ein Gutachter draus macht? Erzähl mal, was draus geworden ist

    @Aljonka: Bin da überfragt und würde dir raten, sofern noch relevant, Dich bei Herrn Schüller direkt zu melden. Daten stehen oben

    @Larissa: Die FSSt wird für eine Neuerteilung auf eine MPU bestehen, ja. Für den Entzug wie für die Neuerteilung gelten da die selben Regeln

    @Chris: Find deine erste Schilderung nicht, erzähl nochmal bitte

    @Jakob: Nein, kannst du vermutlich nicht nach dem, was du geschildert hast. Eigentlich kannst du froh sein, dass nur ein äG kommt, was ich nicht ganz verstehe, da hier der direkte Entzug oder wenigstens eine MPU kommen müßte

    @Alexander: Weiß ich ehrlich gesagt nicht, wend dich bitte direkt unter obigen Daten an Herrn Schüller. Geht immerhin um deine FE

    @Queen: Joah, so siehts aus. Der völlig unnötig von dir eingeräumte Konsum harter Drogen ( von THC aufwärts) rechtfertigt eigentlich direkt die Entziehung der FE, du solltest daher froh und dankbar sein, dass netterweise nur eine MPU angeordnet worden ist

    @Agalubao: Auf jede Menge Spass jedes Mal. Deshalb solltest du in Zukunft ganz besonders aufpassen und besser nichts konsumiert und auch nichts bei dir haben

    @David: Du musst trennen zwischen etwaigen strafrechtlichen Verfahren und Verfahren von der FSST. Du machst besser gar nichts, ohne dich zuvor entsprechend anwaltlich beraten haben zu lassen. Der Konsum der Pille allein rechtfertigt schon den Verlust deiner Fahreigung, sofern irgendwie belegt.
    Ich würde an deiner Stelle über anwaltliche Hilfe sehr gründlich nachdenken. Und bitte bitte nicht allein sich bei der FSST um Kopf und Kragen quatschen

    @all Rest kommt später

  • #65

    Rechtsanwalt Schüller (Montag, 30 April 2018 21:45)

    @Heiko M: Wenn das mit dem LSD im Gutachten steht, dann wird die Behörde die Fahrerlaubnis entziehen, wenn Sie das Gutachten in die Finger kriegt. Parallel sollten deshalb dringend Abstinenznachweise und der Nachweis einer abgeschlossenen Verkehrstherapie beigebracht werden, vgl. https://www.strafverteidiger-schueller.de/2018/01/24/entziehung-des-fs-abgewendet-durch-ausnahmeregelung-bei-33-ng-ml-thc-206-ng-ml-thc-cooh-und-16-9-ng-ml-amphetamin/

    Ich helfe gerne bei der Sache, brauche aber mehr Details und v.a. Akteneinsicht.

    @Yannick: Ist ja unklar, was das für Pulver war, also ob das ein BtM war. Die Haare sollten sauber sein, aber beschwören würde ich das nicht, die Haaranlytik ist SEHR anfällig für Fremdkontaminationen und eigentlich nicht das Mittel der Wahl. Wird nur eine Haarprobe verlangt oder gibt es ein richtiges Gutachten mit Frage- Antwort Spiel?

    @Mike: Die Fahrerlaubnis ist nur dann in Gefahr, wenn Ihnen der tägliche Konsum nachgewiesen wird, was angesichts der nachgewiesenen Menge an Cannabis nicht zu befürchten steht. Es wird mit ziemlicher Sicherheit ein ärztliches Gutachten seitens der FSST angeordnet werden, welches Sie mit ziemlicher Sicherheit bestehen werden, wenn das Urin nicht mehr hergibt als den gelegentlichen Konsum. Ergo: Konsum von Cannabis auf 1-2 die Woche begrenzen, keine anderen Drogen nehmen. Wenn die Aufforderung zum ärztlichen Gutachten kommt, stellen Sie den Konsum sofort ein. Und melden sich gerne bei mir. Dann kriegen wir das mit hoher Wahrscheinlichkeit hin. Also: Schlafstörungen einstellen, ist keine direkte Entziehung zu erwarten. Don´t panic.

    @Leon: Die Voraussetzungen für die Anordnung eines äG sind nach der Rspr des BVerwG hinreichende Indizien für einen Dauerkonsum. Das ist bei Ihnen nicht der Fall. Problem: Die Behörde juckt das oft wenig. Mit einem ärztlichen Gutachten kann also gerechnet werden. Konsum einschränken auf ein-zweimal die Woche. Der bloß gelegentliche Konsum ist ja gerade nicht verboten. Aber die Behörde will gerne wissen, ob Sie nicht doch jeden Tag oder fast jeden Tag Cannabis konsumieren. Und das ist -wie wir wissen- ohnehin nicht so gut wegen der Gefahr, dass die Birne irgendwann weich wird. Ok? Rufen Sie mich bei Bedarf mal an, ich rede Sie gerne bißchen runter. Kann ich ganz gut :-)

  • #66

    Leon (Mittwoch, 02 Mai 2018 06:10)

    Ich war bei der Führerscheinstelle und hab denen den Brief von der Staatsanwaltschaft vorgelegt. Jetzt kommt noch ein Brief von ihnen und wenn mit der Polizei sonst nichts weiter vorgefallen ist (was auch nicht passiert ist) können die meinen Antrag weiterbearbeiten hat die Frau dort gemeint. Wenn jetzt aber ein äG angefordert werden würde, stünde das in dem Brief? Oder könnte das auch Monate später kommen? Und wie viel Tage vorher müsste das äG mindestens angekündigt werden? Vielen Dank für die Beratung im Vorraus!
    (Meine erste Schilderung war am 25.04, falls Sie die gerade nicht finden sollten)

  • #67

    Heiko M. (Donnerstag, 03 Mai 2018 08:17)

    @ Rechtsanwalt Schüller: Vielen Dank für die Antwort. Mein Abgabetermin ist bis 15.06.2018 für das Gutachten. Gehe ich Recht der Annahme das es nun für Abstinenznachweise und Nachweis abgeschlossener Verkehrstherapie bereits
    zu spät schon ist ??

  • #68

    Pascal S (Donnerstag, 03 Mai 2018 15:39)

    Hallo Herr Schüller,
    bei mir wurde ein Ermittlungsverfahren wegen BTMg nach §153 eingestellt. Ich soll im internet harte drogen gekauft haben.
    Letztendlich konnte mir der tatsächliche Besitz oder Konsum nie nachgewiesen werden da alles nur auf einer Bestellliste des Internetdealers stand.
    Leider bin ich damals nicht weiter dagegen vorgegangen.
    Nun droht mir eine MPU. Ist das rechtens?
    Denn ist ja keine Tatsache das ich jemals drogen besessen oder konsumiert habe. Selbst die Bestellung kann nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden. Es wird nur angenommen das ich es war und angenommen das ich es dann auch erhalten und besessen habe. Eine Annahme ist doch aber keine Tatsache oder?

  • #69

    Johannes (Montag, 07 Mai 2018 16:52)

    Hallo Herr Schueller,

    Ich wurde neulich als Fußgänger bei einer Kontrolle durch die Polizei gefragt, ob ich Drogen genommen hätte. Diese Frage habe ich mit Nein beantwortet. Daraufhin behauptetet der Beamte, man könne anhand meiener Pupillen "klar und deutlich" erkennen, dass dies der Fall wäre. Im Weiteren Verlauf der kontrolle habe ich Fragen diesbezüglich mit "Ich werde diesbezüglich keine Stellung beziehen" beantwortet.

    Desweiteren wurde ich Durchsucht. Wie anzunehmen wurden keine Drogen oder Sonstiges gefunden.

    Nach der Überprüfung meiner Personalien merkte der Polizist an, dass mir schonmal aufgrund von Alkohol am steur die Fahrerlaubniss entzogen wurde.

    Mir wurde gedroht, dass man die Sache der Führerscheinstelle Melden wolle, wenn ich nicht ehrlich sei. (Ich vermute das hinter dieser [des öfteren wiederholte] Aussage das Motiv steckte, mir eine belastenden Aussage entlocken zu wollen.)

    Meine Frage daher lautet: Kann die Führerscheinstelle aufgrund der reinern Beobachtugn des Polizisten ein äG oder MPU, Screening anordnen.

    Ich habe weder was unterschrieben, noch habe ich was belastendes Gesagt oder Mitgeführt. Ein Foto wurde nicht gemacht.

    Das größte Problem bei der Sache ist zum einen eine zu unrecht entstehende finazielle Belastung für mich, sowie ein längere Auslandsaufenthalt, der aufgrund solcher Maßnahmen probelamtisch werden könnte, da man ja sehr kurzfristig zu solchen Screenings erscheinen muss.

  • #70

    Bukem: (Montag, 07 Mai 2018 19:14)

    @Nikolas S: Wie ist es gelaufen?

    @Eddie: Auch noch aktuell? Die Beantwortung deiner Frage hängt von deiner Geschichte ab. Gab es einen Verkehrsverstoß mit als 1,0 ng/ml aktiven THC?

    @Maren: Eigentlich gibt es schon für normale Kraftzeugfahrer entsprechende Ahndungen, wenn gesetzte Fristen nicht eingehalten worden sind. Die Schreiben sollte man kennen vor einer Antwort. Mag sein, dass es jetzt Probleme gibt, ja. BtM Konsumieren und Taxi fahren wollen wird nicht funktionieren

    @Peter: DAS ist kein Thema für dieses Forum. Ich dürfte dir auch nicht sagen, was du da vorteilshafterweise sagen solltest.
    Wegen der Komplexität der Fragestellungen würde ich dir dringend ein persönliches Beratungsgespräch, etwa auch tel., bei Herrn Schüller empfehlen

    @Tim: Wenn ich deine Frage richtig verstehe, ja, in solchen Fällen kann eine MPU angeordnet werden.

  • #71

    Frank (Dienstag, 08 Mai 2018 11:38)

    Guten Tag!
    Ich war mit einem Kollegen auf einer Party, als wir dann auf der Toilette ( jeder in einer anderen Kabine) von den Türstehern freundlich erwartet wurden, als wir diese verließen. Diese meinten gesehen zu haben, wie etwas unter der Kabine hergereicht wurde. War im Endeffekt auch der Fall. Bei meinem Kollegen wurden zwei XTC Pillen gefunden und Longpapes. Bei mir wurde nichts derartiges gefunden. Die Polizei kontrollierte uns noch gründlich, leuchtete uns mit einer Taschenlampe in die Augen. Ich kam zu dem Zeitpunkt gut klar, war nur leicht angetrunken, hatte aber 4 Std. vorher eine halbe Pille konsumiert gehabt. Die Polizei nahm die Daten von meinem Kollegen und mir auf. Dies geschah alles vor ca. genau 3 Monaten. Heute ist der Tag an dem mein Kollege einen Brief bekommen hat. Werde ich auch noch einen zu erwarten haben? Weil im Endeffekt wurde bei mir nichts gefunden, aber könnte die FSSt trotzdem noch ein äG anordnen? Und wie wäre die beste Vorgehensweise, falls was kommen sollte?
    Zur Polizei haben wir keine Äußerungen zum Konsumverhalten oder ähnliches getätigt.
    Liebe Grüße und danke im Voraus!

  • #72

    Frank (Mittwoch, 09 Mai 2018 09:29)

    Ich hatte einen Text schon abgeschickt. Es hat sich rausgestellt, dass ich einen Brief bekommen habe in dem drin Steht, dass das Verfahren eingestellt wurde. Tatvorwurf war im Endeffekt, Anbau Herstellung, Handeltreibende, Schmuggel, Erwerb von BtM, obwohl ich nichts bei mir hatte. §31a hat letztendlich gegriffen.
    Die Frage die sich mir jetzt stellt ist, ob ich von der FSSt noch einen Brief bekommen könnte und ob ich einen Eintrag im Führungszeugnis oder einen BtM Eintrag habe.
    Beste Grüße und danke!

  • #73

    Marie M. (Donnerstag, 10 Mai 2018 06:00)

    Vor ca 5 Jahren waren Polizeibeamte in meiner Wohnung wegen eines Haftbefehls der meinen damaligen Mitbewohner betraf. Dabei kam es zu einem Zufallsfund von einer geringen Menge Cannabis in meinem Zimmer. Das Strafverfahren wurde eingestellt da die Menge unter 0.5g lag. Ich habe zwar bestritten das es meins war, das hat aber niemanden interessiert da es in meinem Zimmer gefunden wurde. Der Beamte meinte noch, da ich keinen Führerschein habe, müsste ich nichts befürchten. Wenn ich aber den Führerschein machen möchte, müsste ich einmalig eine Urinprobe abgeben, was mich ja aber nicht stören dürfte, wenn ich nichts zu verbergen habe.
    Jetzt, ca 5 Jahre später, möchte ich meinen Führerschein machen und habe meinen Konsum seit 5 Wochen eingestellt, so dass die Urintests die ich zur Kontrolle durchgeführt habe alle negativ waren.
    Wie sieht hier die rechtliche Grundlage aus? Darf die Führerscheinstelle anstatt auf eine Urinprobe auch auf eine Haarprobe bestehen? Hier könnte auch der Konsum von harten Drogen nachgewiesen werden. Werde ich zu einem Gespräch eingeladen bei dem ich Rede und Antwort stehen muss? Wie verhalte ich mich hier am besten? Wenn ich leugnen jemals etwas damit zu tun gehabt haben, könnten sie ja eher auf die Haarprobe kommen?
    Über eine ausführliche Antwort würde ich mich freuen, da mich dieses Thema schon Jahre quält und man in jedem Internetforum andere Informationen findet.

  • #74

    Andy (Montag, 14 Mai 2018 18:12)

    Hallo Herr Schüler.
    Habe folgendes Problem. Bin von meiner früheren Freundin wegen mehrerer Delikte angezeigt worden. Unter anderem wegen Drogenhandel, und andauernden Konsums. Im Laufe der Ermittlungen, hatte ich eine Hausdurchsuchung, bei der 0,03 Haschisch gefunden wurde. Dummerweise habe ich aus Panik den Fehler gemacht, gelegentlichen Konsum ein zu räumen. Das Verfahren wurde mittlerweile eingestellt. Nun habe ich die Frage was mich von der Führerscheinstelle erwartet. Bin seit 30 Jahren nicht mehr auffällig gewesen. Muss ich eine mpu ablegen, oder erwartet mich ein ärztliches Gutachten.

  • #75

    Yannick (Mittwoch, 16 Mai 2018 14:07)

    Verlangt wird ein (fach-)ärztliches Gutachten mit 2 Urin-Screenings und einer Haaranalyse.

  • #76

    Nina Christina Leo (Freitag, 18 Mai 2018 16:10)

    Wie komme ich an den Anwalt der den obersten Text veranlasst hat?

  • #77

    Gerald (Sonntag, 03 Juni 2018 19:11)

    Hallo, bei mir wurde vor ca 2 Wochen eine Personenkontrolle durchgeführt, kein Bezug zum Straßenverkehr die Beamten fanden einen fertig gedrehten joint mit höchsten 0,5G bin aus der Probezeit raus und habe vorher noch nie mit der Polizei Stress gehabt Bzw Kontakt gehabt. Meine Frage ist wird ein ärztlicher artest folgen? Wie gesagt wurde nicht beim Konsum erwischt lediglich im Besitz von denn 0,5 bei fragen zu meinem Konsumverhalten sagte ich habe ich noch nie.

  • #78

    Alexander West (Montag, 04 Juni 2018 15:42)

    Hallo, wurde beim Autofahren kontrolliert habe einen positiven urin test und warte noch auf die Ergebnisse vom Bluttest. War nüchtern Konsum war ca 18 Stunden her. Denke er ist bei 1ng/ml da ich am Wochenende geraucht habe. hoffe natülich nicht. Habe keinen Cannabis oder anderen Drogenkonsum zugegeben. Hatte nie Probleme im Straßenverkehr oder sonstig mit der Polizei. Muss warscheinlich mit einer MPU rechnen oder kann ich das ganze über eine ärztliches Gutachten regeln. Rauch wirklich wenig nur an dem Wochenende. Bin Clean seit dem Tag.
    danke für die Hilfe

  • #79

    Philip (Mittwoch, 06 Juni 2018 15:13)

    Hallo Herr Schüller!

    Vielen Dank für Ihre detailgetreue Ausarbeitung! Trotzdem ist bei mir eine Frage offen geblieben:
    Ich wurde Anfang Januar bei einer Verkehrskontrolle angehalten und hatte nach einer Blutkontrolle 1.3 ng THC und 7.9 ng THC COOH im Blut. Bei der Kontrolle war ich so durch den Wind und panisch (hatte vorher noch nie was mit der Polizei zu tun), dass ich gesagt hab ich hätte das letzte mal vor 5 Jahren THC konsumiert. Heute habe ich dann mein ärztliches Gutachten bei der Führerscheinstelle abgegeben. Darin steht, dass es keine Bedenken an meiner Fahreignung gebe und es wurde mein Fall beschrieben, indem ich am Abend vor der Kontrolle bis in die Morgenstunden (ca 4 Uhr) mit einem Freund Marihuana konsumiert habe und dann nach ein paar Stunden Schlaf wieder ins Auto gestiegen bin. Zudem steht geschrieben, dass dies mein erstmaliger Konsum war und keine anderen Drogen konsumiert werden.
    Dieses Gutachten schien der Frau von der Führerscheinstelle nicht zu gefallen und sie meinte, dass sie das nicht für schlüssig hält und man ja so unfassbar viel Pech haben müsste, damit so viele Faktoren zusammenspielen und ich dann noch kontrolliert werde. Dann meinte sie noch, dass sie die Aussage mit den 5 Jahren widersprüchlig findet, worauf ich nur entgegnet habe, dass ich mich an nichts erinnern könnte, was ich bei der Kontrolle gesagt habe. Zum Abschluss hat sie dann noch gesagt, dass sie mir den Führerschein vllt doch entzieht und sie mir Post schreibt ...
    Jetzt bin ich natürlich erstmal reichlich verärgert und ratlos! Was ist an den Drohungen dran und was kann jetzt noch passieren bzw wie kann ich handeln? Liegt mit dem Gutachten nicht ein für mich rechtskräftiger Beweis vor, dass ich meinen Führerschein behalten kann?
    Bitte um Hilfe!

  • #80

    Christin (Donnerstag, 14 Juni 2018 05:12)

    Guten Tag,

    im Januar 2017 wurden in unserem Haus im Dachboden fünf Cannabis Pflanzen durch die Polizei aufgegriffen. Mein Partner meinte dort heimlich anpflanzen zu müssen! Er wollte sozusagen sein Taschengeld damit aufbessern.
    Die Gerichtsverhandlung war im Februar 2018,er als Angeklagter, ich als Mitangeklagte!
    Ende vom Lied, Geldstrafe für uns beider, er als Verteiber, ich als Mitwissende.
    Wir sind trotz allem immer noch zusammen und lassen die Finger davon.

    Vor vier Wochen erhielt ich nun von der Führerscheinstelle ein Schreiben mit der Mitteilung das ich mich einer Fahreignungsbegutachtung unterziehen soll.
    Ich bin bereit mich den Forderungen zu stellen, da ich weder konsumiere noch damit Handel treibe! Das Problem ist das ich für die Untersuchung eben mal 695€ plechen soll zusätzlich zu den Gebühren der Führerscheinstelle!
    Dies ist mir jedoch im Moment nicht möglich, da ich seit April erwerbslos bin und ein Kind zu ernähren habe! In Kürze nehme ich einen 450€ Job an, aber das macht die 695€ auch nicht besser.
    Die TÜV Süd Stelle lässt sich allerdings aber auch nicht auf eine Ratenzahlung ein, mit der Aussage „Ratenzahlungen dürfen wir nicht anbieten“.

    Was soll ich denn jetzt tun? Für meinen neuen Job benötige ich dringend den Führerschein.

    Vielen Dank.

    Christin

  • #81

    Rechtsanwalt Schüller (Donnerstag, 14 Juni 2018 18:04)

    @68:

    Hier dürfte nur ein ärztliches Gutachten, nicht aber eine MPU angeordnet werden...das wäre unverhältnismäßig....

    @69:

    Wenn nichts gefunden wurde, kein Blut genommen wurde und Sie auch nicht gesagt haben, dass Sie schon mal was genommen haben, dann passiert da nichts weiter....

    @71:

    Wenn nach § 31 a BtMG eingestellt worden ist, heißt das, dass der Besitz von BtM bejaht worden ist seitens der Staatsanwaltschaft. Und wenn da harte Drogen bei waren (=XTC), dann reicht das für die Anordnung eines ärztlichen Gutachtens. Das ist sehr wahrscheinlich. Kann noch nach Monaten kommen. Keine harten BtM nehmen. Gelegentlicher Konsum von Cannabis ist in Ordnung.

    @73:

    Bei dem Fund von 0,5 Gramm Cannabis ist die Anordnung von Screenings und / oder ärztlichen Gutachten rechtswidrig.

    @74:

    Maximal ein ärztliches Gutachten könnte kommen wegen der Aussage Ihr wenig feinen Ex. Gelegentlich können Sie Cannabis ruhig konsumieren, das ist nicht verboten. Keine harten Drogen nehmen, ist eh nicht gesund. Wenn die FSST sich melden sollte: Konsum einstellen und hier melden. Wir regeln das dann. Don´t panic.

    @76: kontakt@strafverteidiger-schueller.de / 0421 40 898 364 / Brieftaube / Flaschenpost / Medium / Rauchzeichen /

  • #82

    Rechtsanwalt Schüller (Donnerstag, 14 Juni 2018 18:15)

    @77:

    Die Anordnung eines ärztlichen Gutachtens wäre rechtswidrig, kann aber kommen. Gelegentlicher Konsum von Cannabis ist aber trotzdem noch erlaubt.

    @78:

    Das kann man so pauschal nicht beantworten, vgl: https://www.strafverteidiger-schueller.de/2018/06/01/bremen-polizeigro%C3%9Faufgebot-bei-verkehrskontrollen-wegen-drogen/

    @79:

    Wie ist denn jetzt hier der Sachstand?

    Wenn der Führerschein wichtig ist, kann ich mir das gerne mal anschauen: kontakt@strafverteidiger-schueller.de

    @80:

    Mal bei einer anderen Begutachtungsstelle fragen. Meistens ist das aber immer dasselbe: Wenn man kein Geld hat und deswegen das Gutachten nicht machen und abgeben konnte, wird die Fahrerlaubnis entzogen. Also besser irgendwo her das Geld besorgen. Die Fahrerlaubnisbehörden sind komplett spaßfrei in diesen Dingen...

  • #83

    Thorsten (Samstag, 16 Juni 2018 12:58)

    Hallo,bei einer Verkehrskontrolle blies ich beim 1.mal 1,18 und bei ².mal 1,08, da ich Longpapers dabei hatte,gab ich zu das ich abends Cannabis konsumiere,somit das letzte mal so ca. 20 Stunden zurückliegt. Auf der Wache wurde eine Blutprobe genommen. Jetzt meine Frage,wird auch auf andere Drogen getestet oder nur Alkohol und Cannabis?
    Danke im voraus.
    Mfg

  • #84

    Sonja (Sonntag, 17 Juni 2018 22:44)

    Hallo Herr Schueller,

    ich wurde zu einer Anhörung eingeladen wegen einem Chatverlauf in dem ich eingeräumt habe legales cbd (cannabis mit bis zu 0.2 % thc) gekauft zu haben und konsumiert zu haben. zudem machte ich noch nicht eindeutige aussagen über dauerkonsum, den ich unterlassen will und dass dieses legale cbd eine alternative sei und ich umsteigen werde, allein aucg wegen dem Führerschein. Meine Frage ist, ob dieser chatverlauf an die Führerscheinstelle weitergeleitet wird und ich mit einem Führerscheinentzug bzw. ÄG rechnen muss? Ich muss dazu erwähnen dass ich vor 9 Jahren bereits eine MPU gemacht habe wegen Cannabis und Amphetaminen. Wenn mein Anwalt eine Einstellung des Verfahrens wegen Mangel an Beweisen erreicht, müssen die Unterlagen dann ohne weiterleitung an die FSST vernichtet werden? Vielen Dank.

  • #85

    Bernd (Dienstag, 19 Juni 2018 20:38)

    Guten Abend Herr Schüller,

    bei mir wurde im Februar amphetamin gefunden. Das Verfahren wurde eingestellt.
    Nun habe ich Post vom Landratsamt bekommen ich solle ein äG abgeben.
    Bringt es etwas dagegen Widerspruch einzulegen?
    Und kann das Amt sich das Medium für die Untersuchung aussuchen, bzw. Was passiert wenn meine Haare sehr kurz sind?
    Ich hoffe Sie können mir helfen.

  • #86

    Lisa (Mittwoch, 04 Juli 2018 21:51)

    Hallo,
    Würde mit 1 Gramm Cannabis als Fußgänger erwischt wurde auch alles schon fallen gelassen. Kann jetzt aber was von der FSS kommen ? Bin noch in der Probezeit (4jahre Probezeit wegen rotblitzer) ? Und wie lange dauert das in der Regel .. und muss ich mein Konsum einstellen?

  • #87

    Rechtsanwalt Schüller (Donnerstag, 05 Juli 2018 20:30)

    @Lisa:

    Da kann was kommen - ein ärztliches Gutachten. Glaube nicht daran, aber kann eben passieren. Der Konsum von Cannabis muss nicht eingestellt werden, aber öfter als 1-2 x die Woche geht nicht mehr. Und alle anderen Drogen sind ohnehin nicht gut. Es kann zwischen 3 und 12 Monaten dauern, bis die sich melden. Grund zur Panik besteht aber nicht :-)

    @Bernd:

    Die Anordnung des Gutachtens dürfte rechtmäßig sein. Wenn die Haare zu kurz sind, kann eben keine Haaranalyse gemacht werden. Aber die Haare dürfen nur VOR dem Zugang der Aufforderung der Führerscheinstelle rasiert worden sein. Wenn die Haare danach geschnitten werden, wird schnell argumentiert, dass man etwas vertuschen will.

    Häufig wird bei solchen Gutachten der gelegentliche Konsum von Cannabis eingeräumt (ohne zusätzlichen Konsum von Alkohol). Die harten Drogen hat man besessen, aber eben nicht konsumiert. Wenn das Urin dann sauber ist, dann geht das meistens gut aus.

    Ohne Akteneinsicht ist das freilich immer bißchen ein Drahtseilakt. Ggfls melden Sie sich bitte bei mir. Ein Widerspruch ist gegen die Anordnung nicht möglich, da es sich bei der Anordnung zu einem ärztlichen Gutachten nicht um einen Verwaltungsakt handelt. Tja, die Juristenwelt weiß sich halt schon zu schützen...

    @Sonja:

    Persönliche Vorsprachen bei der Behörde ohne anwaltliche Akteneinsicht vorher sind sehr risikoreich. Ein belastbarer Hinweis auf einen Dauerkonsum würde jedenfalls die Anordnung eines ärztlichen Gutachtens rechtfertigen zur Konsummusteranalyse.

    @Torsten:

    Wenn der Mischkonsum zwischen Alkohol und Cannabis nachgewiesen wird, ist der Führerschein nur zu retten, wenn im Vorfeld der Entscheidung der Fahrerlaubnis die Voraussetzungen für eine Ausnahmeregelung geschaffen werden, vgl. Vorbemerkung 3 der Anlage 4 FeV. Das müssen Sie jetzt machen. Ich helfe bei Bedarf gerne dabei. Kann dann so laufen:

    https://www.strafverteidiger-schueller.de/2018/01/24/entziehung-des-fs-abgewendet-durch-ausnahmeregelung-bei-33-ng-ml-thc-206-ng-ml-thc-cooh-und-16-9-ng-ml-amphetamin/

  • #88

    Jane (Montag, 09 Juli 2018 11:47)

    Lieber Herr Schüller,

    ich wurde Ende März raus gezogen für eine Verkehrskontrolle und habe idiotischer Weise ein Urintest gemacht der positiv auf Kokain und Cannabis angeschlagen hat. Darauf folgte das übliche Verfahren, Blutabnahme, Post von der Polizei und Führerscheinstelle. Ich hatte 2,4 ng/ml THC und 31 ng/ml THC-COOH im Blut. Dadurch das ich ein Termin habe, nächste Woche beim ärztlichen Gutachten, habe ich nochmal Akteneinsicht genommen, wo drin steht das mein Urin im Labor untersucht wurde und der Konsum von Cannabis und Kokain bewiesen wurde. Meine Frage ist jetzt, ob das mit dem ärztliche Gutachten noch Sinn macht oder ob ich mir das Geld gleich sparen kann für die MPU ?

  • #89

    Rechtsanwalt Schüller (Montag, 09 Juli 2018 14:54)

    @Jane:

    Der Konsum von Kokain wurde sich nachgewiesen? Wie waren die Werte? Kokain und Benzoylecgonin bitte. Ich brauche die Werte aus dem Gutachten. Dieses muss der Akte beigelegen haben. Wenn das stimmt, kann ich mir die Anordnung nur eines ärztlichen Gutachtens nicht erklären.

  • #90

    Jane (Dienstag, 10 Juli 2018 14:56)

    Lieber Herr Schüller,

    erstmal vielen Dank für die schnelle Antwort. Die Sache ist so, das im Blut kein Kokain oder Benzoylecgoin nachgewiesen wurden. Aber mein abgegebener Urin wurde im Labor untersucht und auf der letzten Seite der Akteneinsicht steht: Der massenspektrometeische Nachweis von Kokain usw beweist den Konsum von Kokain. Die Sache ist also, das im Blut nichts nachgewiesen werden konnte, jedoch im Urin ...

  • #91

    Jane (Dienstag, 10 Juli 2018 15:01)

    * ich wollte noch hinzufügen, das mir somit keine Werte vorliegen was Kokain betrifft sondern nur THC und seine Abbauprodukte.

    Vielen Dank nochmal.

  • #92

    Jonas (Freitag, 13 Juli 2018 13:06)

    Lieber Herr Schüller.

    Ich wurde gegen Ende Januar 2018 unter BTM (Cannabis) am Steuer angehalten und es wurde eine Blutprobe veranlasst.
    Heute erst hatte ich ein Gespräch in der FSS. Diese hat mir die zwei Optionen gegeben: MPU oder erst ein ärztliches Gutachten und dann MPU.
    die Menge THC,welche ich im Blut hatte beträgt 11,2 mg.
    Seit dem Ereignis habe ich nie wieder Cannabis konsumiert.
    der Sachbearbeiter hat mir bis Dienstag Zeit gegeben um mich für eines dieser beiden optionen zu entscheiden.
    Nun meine Frage: werden bei der Haarprobe die Zeit berücksicht bevor ich aufgehört habe zu konsumieren ? Meine haare sind jetzt c.a 7 cm lang, macht das Sinn Mehrkosten auf sich zu nehmen um das Risiko einzugehen dass dieser Test positiv ist?

  • #93

    Martin (Sonntag, 15 Juli 2018 11:37)

    Sehr geehrter Herr Schüller,

    ich wurde vor etwas mehr als drei Monaten in einer Verkehrskontrolle (Berlin) raus gezogen und habe einen Urin- und Bluttest abgegeben.
    Nun habe ich Post bekommen und wurde positiv auf Cannabis getestet:

    2,3 ng/ ml Tetrahydrocannabinol, der Wirkstoff des Haschisch
    24,0 ng/ ml THC-Carbonsäure
    0,84 ng/ml 11-Hydroxy- THC

    Zudem habe ich jetzt drei Monate Zeit ein ärztliches Gutachten anfertigen zu lassen, was drei Urinscreenings und ein Padagogengespräch vorsieht.
    Bis zum Zeitpunkt der Kontrolle habe ich regelmäßig konsumiert, zuletzt 16 Stunden vor Kontrolle
    Seit dem Zeitpunkt bin ich clean, weswegen ich bei den Urinscreenings keine Sorge habe, jedoch vor dem Gespräch mit dem Pädagogen zum vorherigen Konsumverhalten, da ich auf meinen Führerschein beruflich angewiesen bin und mein Job daran hängt.
    Ich habe bei der Polizei angegeben unwissentlich Kekse gegessen zu haben aber kein Zeitpunkt genannt.

    Nun meine Frage:
    Was sagen diese analysierten Werte aus?
    Wie kann ich am besten zum Konsumverhalten argumentieren (Häufigkeit, Zeitpunkt des letzten Konsum vor der Kontrolle)
    Kann man schon eine Strafe abschätzen?

    Vielen Dank für Antwort und Rat

  • #94

    George (Montag, 23 Juli 2018 18:39)

    Sehr geehrter Herr Schüller,

    Vorab vielen Dank für die vielen informativen Antworten auf die Fragen von anderen (leider ebenfalls aufgefallenen Kollegen)

    Nun zu mir, ich bin vor etwa 2 Wochen im Club mit ca. 1g kokain erwischt worden ich kann mich nicht genau daran errinern zugegeben zu haben konsumiert zu haben da ich auch ne Menge getrunken hatte an dem Abend, es wurde kein Test von der Polizei gemacht, meine Frage also muss ich als erstmalig auffälliger mit einem Führerschein Entzug rechnen? Ich bin unendlich auf den Führerschein angewiesen davon hängt mein Leben ab, da ich im Ausland arbeite und zusätzlich LKWs bewege um auf den Baustellen zu arbeiten, besteht Hoffnung den Führerschein zu behalten? (Obwohl wie gesagt zu Fuß und nicht beim fahren erwischt, zu der Zeit hatte ich Urlaub und wollte mir mal was "gönnen" ich bin selbstverständlich clean seit dem und werde Defintiv nichts anrühren da ich Angst vor den Tests habe die mich wohl erwarten (oder?) Führerscheinbehörde wurde ebenfalls informiert das weiß ich aus verlässlicher Quelle da ein bekannter bei der polizei arbeitet
    Dazu muss ich sagen das ich in einer Großstadt in NRW lebe, ich bitte um eine Antwort von Ihnen und ob es ratsam wäre jetzt schon einen Anwalt einzuschalten, ich brauche meinen Führerschein wirklich sehr und würde mit einem Entzug wohl alles verlieren was mir lieb ist wegen einer einmaligen Dummheit...

    Vielen lieben Dank vorab Herr Schüller.

  • #95

    Jannis (Mittwoch, 25 Juli 2018 13:37)

    Hallo Herr Schüller,

    am 01. Juli 2018 wurde ich auf einer Party in München mit 3 XTC Tabletten erwischt. Ich habe den Besitz zugegeben. Jedoch keinen Konsum und es wurden auch keine Tests gemacht. Ich wurde zwar gefragt ob ich was genommen hatte aber meine Antwort war: Wieso? Da liegt ws doch! Der Polizist sagte zu mir: Willst Du mir sagen dass Du 4 Pillen genommen hast? Ich: Erstmal liegen da nur 3, und wer sagt denn dass ich überhaupt was genommen habe? Heute kam der Brief vom Gericht. Die Geldstrafe ist 900 Euro! 30 Tagessätze zu 30 Euro! Sonst steht nichts drin eben nur der Besitz. Paralel kam ein Brief von der Führerscheinstelle indem drin steht dass das gemeldet wurde und es geprüft wird. Ich bin im Aussendienst das heisst meine Existenz basiert auf dem Führerschein! Wie soll ich vorgehen? Ich muss den Führerschein behalten!
    Danke!

  • #96

    Maja (Mittwoch, 25 Juli 2018 15:55)

    Guten Tag Herr Schüller,
    Ich wurde am 01.07.2018 von der Polizeiangehalten.
    Ich musste einen Bluttest machen. Von diesem habe ich zwar noch keine Ergebnisse, aber er dürfte einen hohen Amphetamingehalt nachweisen. Außerdem hatten mein Freund und ich 4g Cannabis, sowie (Plastiktütchen nicht abgezogen) 0,5h Amphetamin dabei.
    Am 22.07.18 geriet ich mit einem Freund in eine Kontrolle. Er als Fahrer durfte nicht weiterfahren. Da wir 4 Stunden von zuhause entfernt waren, entschied ich mich einen Urintest zu machen um sicher zu gehen, dass ich fahren könne. Er fiel positiv aus und ich bekam erneut eine Anzeige wegen dem Konsum und dem Besitz (Ich trug keine Drogen bei mir) von Amphetamin.

    Nun stellen sich mir einige Fragen:
    Was habe ich zu erwarten? Eine MU oder doch direkt eine MPU?

    Was sollte ich bevor ich überhaupt Post bekomme tun? Ein psychologisches Gutachten inklusive 6 Sitzungen einholen? Ein ärztliches Gutachten explizit im Bezug auf Drogen bei meinem Betriebsarzt einholen? (Haare kann ich auf keinen Fall abgeben, sie sind sehr lang und ich hatte bis zum ersten Vorfall Anfang Juli einen regelmäßigen Konsum)

    Ist das Ergebnis des Urintests vom 22.07.18 überhaupt rechtens? (Es war freiwillig und ein weiterer Test wurde nicht gemacht)

    Meinen Führerschein habe ich noch. Deswegen würde ich gerne so viel wie ich kann im Voraus erledigen.


    Mit freundlichen Grüßen und schon mal Danke für Ihre Hilfe

    Maja Ebeling

  • #97

    Moritz W (Mittwoch, 01 August 2018 17:27)

    Die toxikologischen Befunde meines ärztlichen Gutachtens sind allesamt negativ ausgefallen, da ich keine Drogen konsumiere, allerdings wird mir nun trotzdem die Fahrerlaubnis entzogen. Wie das und was kann ich noch tun?

  • #98

    Felix (Mittwoch, 01 August 2018 17:54)

    Lieber Herr Schüller,
    Ich wurde vor 2 jahren mit 5 Kapseln MDMA erwischt, das Verfahren wurde jedoch gegen das Leisten von Sozialstunden eingestellt. Nun habe ich vor gut 2 Wochen die Aufforderung bekommen ein äG machen zu lassen, welches 1 haarprobe und 2 urintests umfassen soll. Ich habe vor 11 Monaten das letzte mal MDMA konsumiert und nur sehr unregelmäßig(5-8 züge alle 2 monate) gras konsumiert. Meine Haare sind 4-5 cm lang der letzte Graßkonsum liegt un gefähr 1 Monat zurück. Muss ich mir Ernsthafte Sorgen über einen Führerscheinentzug machen?
    Vielen Dank für ihre Antworten und Mühen

  • #99

    jan (Donnerstag, 02 August 2018 20:36)

    hallo sehr geehrter schüller,
    ich habe ein kleines anliegen, ich bin vorgestern leider in eine polizei kontrolle geraten wo der polizist mich nach einem freiwilligen drogentest befragte,den test befürwortete ich da ich mir sicher nichts vorzuwerfen hatte da ich keine betäubungsmittel konsumiert hatte, komischerweise war ein streifen bei dem test leicht angerizt was ich mir nicht erklären konnte, aber angeblich der beweis sein sollte drogen konsumiert zuhaben... durch den angeblichen beweis was eigentlich keiner war durften die polizisten mich nun durchsuchen und leider hatte ich eine kleine tüte (mit einer 2g koffeein alkohol mischung wo eventuell auch ein wenig amphetamin mit drinnen war was ich aber nicht genau weiß ob da überhaupt ampfetamin mit drinnen war da ich das nur von einer freundin zu ihrem freund transportieren sollte) mit dabei, dadurch wurde auf der wache mir ein beschlagnahmungsprotokoll vorgelegt zur unterzeichnung wo drauf stand "eine tüte mit betäubungsmittel ähnlicher substanz " !!! nun meine frage bei der blutuntersuchung kann nix bei rum kommen da ich nichts konsumiert hatte, aber was ist mit dieser tüte? diese polizisten hätten mich doch dann eigentlich gar nicht kontrolieren dürfen, es war kein durchgehender test streifen nur angeritzt! muss ich jetzt urin screening abgeben und wenn ja wieviele bzw. wielange (trage schon 18 jahre lang eine glatze können sie trotzdem eine haarprobe anordnen so das ich mir extra dafür haare wachsen lassen muss ? oder muss ich ein ärztliches gutachten abgeben?und wenn ja wie sieht das dann genau aus? oder gar nichts wegen dieser besagten tüte welche vielleicht ja gar keine unerlaubten substanzen enthielt ? oder sollte ich jetzt schon im vorfeld mit einem abstinenz nachweis besser beginnen (wenn ja wielange wäre wichtig?) da die behörde eh geld verdienen möchte und sich mit dieser besagten tüte sich es eventuell hinlegt wie sie wollen?
    über ihre ehrliche meinung wäre ich sehr dankbar mit freundlichen grüßen

  • #100

    Tobias (Dienstag, 07 August 2018 18:04)

    Hallo Herr Schüller,
    Ich wurde bei einer allgemeinen Verkehrskontrolle positiv auf Cannabis getestet. Das Ergebnis nach dem Bluttest war 1,3 ng/ml. Ein paar Monate später habe einen Bußgeldbescheid mit 1 Monat Fahrverbot bekommen. Meinen Führerschein habe ich genau vor einem Monat bei der zuständigen Polizeistelle abgegeben, und auch eine Bestätigung des Vollzugs der Fahrerlaubnis erhalten, auf ser steht, dass ich meinen Führerschein morgen wieder abholen kann. Allerdings kam heute ein Brief vom Kreisverwaltungsreferat München, dass eine Begutachtung der Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen nötig ist. Ich habe ab Erhalt des Schreibens (ab heute) 3 Monate Zeit, ein amtlich anerkanntes (fach-)ärztliches Gutachten vorzulegen. Heißt das jetzt, dass ich meinen Führerschein doch morgen nicht wiederbekomme? Außerdem werde ich ab nächste Woche Dienstag, 14.8., für mindestens 1 Jahr nach Kanada gehen. Wenn alles gut läuft werde ich noch länger in Kanada bleiben. Ich habe also keine Möglichkeit ein Gutachten von einer amtlich anerkannten Begutachtungsstelle anfertigen zu lassen. Also würde mir nach Ablauf der 3 monatigen Frist der Führerschein entzogen. Auch wenn ich in Kanada bin? Angenommen ich bekomme meinen Schein morgen zurück, und nehme ihn mit nach Kanada, was können die deutschen Behörden dann tun? Ich bedanke mich im Voraus für Ihre Hilfe!

  • #101

    Markus (Mittwoch, 08 August 2018 23:46)

    Sehr geehrter Herr Schüler,

    ich wurde mit einer nicht wiegbaren Menge einer weißen Substanz erwischt.
    Angaben zur Substanz wurden gegenüber der Polizei nicht gemacht.
    Auch der Konsum dieses Pulvers wurde abgestritten.

    Jedoch kam jetzt ein Brief des LRAs, in dem Steht, ich wäre einer Kontrolle unterzogen worden, da ich anscheinend zu diesem Zeitpunkt Drogen Konsumiert hätte. Und anschließend das Pulver gefunden wurde,
    welches sich durch einen Esa-Test (aussagekräftig?) als Kokain herausstellte?

    Ist der Esa-Test + die Annahme der Beamten, dass kurz bevor der 'Zugriff' erfolgte konsumiert wurde ausreichend für ein äG bzgl der Fahreignung.

    Viele Grüße (aus Bayern)

  • #102

    Hans (Montag, 13 August 2018 18:05)

    Mir wurde vorgeworfen Vorsätzliche Einfuhr von 4 Extasy Pillen mit der Post.
    Hausdurchsuchung negativ
    Keine Aussage gemacht.

    Was erwartet mich von der Führerscheinstelle?
    Äg oder gar eine Mpu? Oder Entziehung der Fahrerlaubnis?
    Urin ist clean, kann ich Vorbereitungen Treffen?
    Zum ersten mal auffällig geworden.

  • #103

    Julian (Freitag, 24 August 2018 23:02)

    Lieber Herr Schüller,

    Ich wurde im April im Straßenverkehr herausgezogen und bei der Blutentnahme wurden 6,60 ng/ml THC festgestellt. Ich lebe inzwischen absolut clean, doch das fachärztliche Gutachten steht unmittelbar vor der Tür. Welche Möglichkeit gibt sich für mich, um sauber aus der Sache rauszukommen? Was sage ich den Bearbeitern über meinen vergangenen Konsum, um meinen Führerschein behalten zu können?
    Ich hoffe Sie können mir weiterhelfen!

    Liebe Grüße

  • #104

    Jan (Sonntag, 26 August 2018 17:54)

    Guten Tag Herr Schüller
    Ich hatte vor ca. 10 Monaten eine Polizeikontrolle bei der ein Urintest auf Cannabis positiv ausfiel.
    Ich musste auf die Wache Blut abnehmen und es hat sich herausgestellt das der Wert 0.12ng/ml betrug,da bin ich also gut raus gekommen. Vor ca. 5 Monaten wurde bei einer Kontrolle ein LSDplättchen bei mir gefunden,allerdings nicht im zusammenhang mit dem Führen eines Fahrzeuges. Habe vor ca. einer Woche Post bekommen das von der Verfolgung des Falles abgesehen wird. Auch vor ca. einer Woche war ich allerdings bei der führerscheinstelle um meinen Antrag auf einen A2 Führerschein abzugeben(Besitze B2).Da hat mir die nette Dame dann gesagt sie hätten auch seit kurzem von dem Besitz von LSD erfahren,ich solle mich darauf vorbereiten Post zubekommen mit Antrag auf ein Ärztliches Gutachten.Sie betonte ich solle mir bis dato nicht die Haare rasieren:). Ich habe jetzt Folgendes Problem: Ich war vor ca. einem Monat auf einem Electrofestival auf dem ich mich tatsächlich dagegen entschieden habe harte Drogen zu konsumieren woraufhin meine Freundin und ich von irgendjemandem was ins Getränk gemischt bekommen haben(es war wahrscheinlich Liquid xtc). Einen geraucht habe ich das letzte mal vor 4 Wochen und davor auch nicht mehr als 1 mal im Monat.Außerdem habe ich vor zwei Wochen eine Tilidintablette mit 100mg wirkstoffgehalt eingenommen. Den A2 Antrag werde ich zurücknehmen. Ich würde außerdem liebendgerne eine Ganzkörperrasur vornehmen,da ich bis jetzt gelesen habe das sobald der Konsum von harten Drogen bewiesen wurde der Lappen weg ist. Meine Frage an sie: Gibt es überhaupt möglichkeiten den Führerscheinverlust zu verhindern?Wenn ja wie? Und ich habe keine Aussage über den Konsum von harten Drogen getätigt oder sonst irgendwelche belastenden Aussagen.

  • #105

    Rechtsanwalt Schüller (Sonntag, 02 September 2018 16:50)

    @Jan:

    Ich darf hier keine Handlungsanweisungen geben, wie man den Nachweis bestimmter Substanzen verhindern kann.

    Die Sache mit den Drogen im Getränk glaubt niemand. Wenn in den Haaren was gefunden wird, ist das schlecht.

    Wenn keine Haare da sind, kann nichts gefunden werden ausser im Urin. Soweit die Theorie. Haareschneiden darf man vor dem schriftlichen Zugang der Aufforderung zum ärztlichen Gutachten noch. Danach nicht mehr. Was die Frau mündlich sagt, ist zweitrangig. Solange nichts schriftliches vorliegt, bestehen da noch Möglichkeiten. Ist das Urin denn sauber?

    Wann war der letzte Konsum harter BtM?

    @Julian:

    Sind Sie sicher, dass ein ärztliches Gutachten kommt und nicht doch die direkte Entziehung droht? Die Bestimmung des gelegentlichen Konsums als zweite Voraussetzung für die Entziehung ist ein heikles Feld. Viele Behörden sagen einfach, dass es unwahrscheinlich ist, dass Sie im Auto erwischt worden sind und dann kurz vorher das erste mal konsumiert haben. In vielen Bundesländern wie NRW, Schleswig Holstein ua. kommt es deshalb schnell zur Entziehung und nicht zur Begutachtung. Wenn Sie dann noch was retten wollen, müssen Sie Voraussetzungen der fahrerlaubnisrechtlichen Ausnahmeregelungen erfüllen. (Screenings, Verkehrstherapie, Nachweis eines Verhaltenswandels im Sinne der Vorbemerkung 3 der Anlage 4 FeV). Wenn Sie jetzt nur Bahnhof verstehen, schreiben Sie mir bitte. Und v.a. dann, wenn der Führerschein wichtig ist.

    @Hans:
    Es wird ein ärztliches Gutachten angeordnet werden. Die FSST muss das tun, es besteht kein Ermessen. Harte Drogen aus dem Hals lassen. Konsum von Cannabis nicht öfter als 1 - 2 x die Woche. Wenn die FSST sich meldet, melden Sie sich bei mir.

    @Markus und die anderen: Sind die Fragen noch aktuell?

  • #106

    Jakob (Mittwoch, 05 September 2018 23:35)

    Hallo Herr Schüller,

    ich hatte vor kurzem ein äG in dem ich den gelegentlichen Konsum von Cannabis zugegeben habe(1-2 Mal im Monat). Seit der Anordnung des äG hatte ich nichts mehr konsumiert. Am Ende des Gespräches wurden mir Haare von ungefähr 5cm Länge entnommen in dem natürlich der Cannabiskonsum nachgewiesen werden kann. Nun habe ich erfahren, dass die Labore nur den Konsum, nicht jedoch den Zeitpunkt des Konsums feststellen können und mache mir Sorgen, dass mir eventuell ein Kontrollverlust angehängt werden könnte. Ich musste auch 2 Urintests machen, die eigentlich negativ sein sollten, da ich vor dem 1. Test über 40Tage nichts konsumiert hatte. Wie würde die FSS auf ein solches Gutachten reagieren in dem der gelegentliche Konsum zugegeben und in den Haaren nachgewiesen werden konnte? Erwartet mich eine MPU?
    Das äG wurde wegen Drogenbesitzes außerhalb des Straßenverkehrs angeordnet. Davor bin ich nie wegen Drogen aufgefallen

    Vielen Dank für ihre Hilfe

  • #107

    Bukem: (Donnerstag, 06 September 2018 07:29)

    Antworten kommen noch.

  • #108

    Bukem: (Sonntag, 16 September 2018 09:04)

    @Markus: Schau wir ins Gesetz: www.gesetze-im-internet.de/fev_2010/__14.html
    Ja, die Anordnung ist rechtmäßig. Die Behörde MUSS sogar ermitteln, ob ein Konsum harter BtM erfolgt. Wird dieser nun belegt, wird die FE entzogen. Interesse an anwaltlicher Hilfe? Kontaktdaten stehen oben, sollte eilig behandelt werden

    @Tobias: Auch hier sollte ein Anwalt eingeschaltet werden, Herr Schüller ist bundesweit tätig .
    Grds musst du unterscheiden zwischen dem Verfahren wg des BtM Verstoßes an sich und dem auch deshalb dort verhängten Fahrverbotes und dem Tätigwerden der Fahrerlaubnisbehörde im weiteren Anschluss.
    Die wollen und dürfen nun deine generelle Fahreignung überprüfen. Ist gesetzlich hier auch geregelt

    www.gesetze-im-internet.de/fev_2010/__14.html

    Wenn du jetzt zeitlich durch die Reise verhindert bist, muss das ggü der Behörde kommuniziert und auch belegt werden. Dazu lieber der Anwalt



    @Felix: Nee, sollte alles gut ausgegangen sein? Gelegentlicher THC KOnsum ist unschädlich, solange man richtig zeitlich zwischen Konsum und Fahrzeugführen trennt, am besten bis zu 72 Stunden warten.
    Konsum harter Drogen würde jedoch die Fahreignung wegfallen lassen. In deinem Haar dürfte nichts mehr nachweisbar gewesen sein.
    Angaben von dir, dass du harte Drogen konsumierst, würden jedoch genau so zählen.
    Ich gehe mal davon aus, dass du dies nicht ausgesagt hast

  • #109

    Nico (Dienstag, 02 Oktober 2018 17:50)

    Hallo ich hätte mal eine frage
    Ich wurde mit einem halben joint erwischt und bin grad dabei den führerschein zu machen was ich noch dazu sagen muss hab schon ein paar btm einträge aus dem jahr 2014
    Mit was muss ich rechnen soll ich den führerschein noch machen oder erstmal warten
    Möchte ihn nicht machen und den gleich wieder abgenommen bekommen !?

  • #110

    Mike (Dienstag, 09 Oktober 2018 12:24)

    Hallo Herr Schüller,
    Mitte August wurden von mir 1g Marihuanna und 0.5g Amphetamin durch den Zoll im Zug beschlagnahmt. Habe nun Post von meiner Führerscheinstelle bekommen, dass zwei ärztliche Gutachten mit integrierten Drogencheck bis Anfang Dezember verlangt werden. Der letzte Mdma Konsum war Ende Juli am Tomorrowlandfestival. Wie verhalte ich mich am Besten ? LG

  • #111

    Ängstlicher Hase (Dienstag, 16 Oktober 2018 21:33)

    Hallo Herr Schüller,

    zuerst einmal vielen herzlichen Dank für die zahlreichen Informationen die Sie hier bereitstellen. Mein Fall könnte dämlicher nicht sein. Mir wurde meine Fahrerlaubnis im Jahr 2009 aufgrund einer Alkoholfahrt mit 2,24 Promille entzogen (Restalkohol an einem Sonntag Abend). Etwa ein Jahr später war ich zu einer sechzehn-wöchigen Entwöhnungstherapie in einem Fachkrankenhaus.

    Die Diagnose Alkoholabhängigkeit wurde dort gestellt und auch von mir so akzeptiert. Ich lebe mein Leben seit dem abstinent und bin glücklich damit. Im Rahmen dieser Entwöhnungstherapie habe ich meinem Therapeuten auch unter dem Deckmantel der - vermeintlichen - Verschwiegenheit von verschiedenen Drogendelikten in der vergangenen Zeit berichtet. Ich dachte seinerzeit, dass das therapeutisch wichtig sein könnte...

    Nun habe ich im Januar diesen Jahres die MPU gemacht und bestanden. Alle Abstinenzbelege über einen Zeitraum von 18 Monaten waren negativ. Allerdings wurde auch nur auf das Alkoholabbauprodukt Ethylglucuronid getestet.

    Mein damaliger MPU-Gutachter hatte allerdings den Therapiebericht aus dem Fachkrankenhaus angefordert. Und neben Informationen zur erfolgreich beendeten Therapiemaßnahme finden sich in diesem Bericht noch Informationen zum damaligen Konsum von Cannabis, Amphetamin, Kokain und Benzodiazepinen.

    Da der Konsum durch mich aber schon lange Zeit vor dieser Therapie eingestellt wurde, lautete die zusätzlich zur Alkoholkrankheit gestellte Diagnose "Zustand nach Polytoxikomanie".

    Ich bin im Bereich Betäubungsmittel nie Straf- oder Verkehrsrechtlich aufgefallen. Der MPU-Gutachter gab mir Anfang 2018 eine positive Prognose und damit auch ein positives MPU-Gutachten. Leider befinden sich in diesem Gutachten nun auch Informationen über meinen damaligen Drogenkonsum. Die Führerscheinstelle hat sich damals nur die letzte Seite des Gutachtens angesehen. Meine Fahrerlaubnis Klasse B habe ich Anfang 2018 erteilt bekommen.

    Nun zu meinem Problem. Da ich mein Berufsbild erweitern möchte, plane ich in der nächsten Zeit die Erweiterung meiner Fahrerlaubnis auf LKW. Ich möchte die Fahrerlaubnisklasse CE beantragen.

    Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich jemand noch einmal das Gutachten zur Hand nimmt, von vorne bis hinten durchliest und den anschließend den roten Knopf drückt? Ist es für mich sinnvoll die Haare wachsen zu lassen und mit der Aufforderung zu einem ärztlichen Gutachten zu rechnen?



  • #112

    Sophie (Sonntag, 21 Oktober 2018 20:59)

    Hallo Herr Schüller,

    Mein Freund (Fahrersitz,Fahrzeugführer) und Ich saßen in einem stehenden Auto,Zündung war nicht an. Die Polizei sah das stehende Auto und führte eine Kontrolle und eine Durchsuchung des Autos durch. Es wurden 2g Cannabis und verschiedene Drehutensilien (Drehtabak,Grinder etc.) gefunden und mein Freund hat zugegeben,dass es seine Sachen sind. Uns wurde nur in die Augen geleuchtet.Dadurch wurde laut Aussage der Polizei festgestellt, dass wir konsumiert haben. Es folgten keine weiteren Tests. Wir machten keine Angaben zu der Situation oder zum Konsum und besitzen keinen Eintrag in einer Polizeiakte und waren vorher nie auffällig,somit ist es ein Erstvergehen. Die Polizei gab an den Fall dem Straßenverkehrsamt weiterzuleiten. Nachdem die Polizei gefahren ist haben wir das Auto stehen lassen und sind zu Fuß nach Hause gegangen. Nach dem Vorfall haben wir jetzt beschlossen den Konsum einzustellen. Mit welchen weiteren Folgen muss mein Freund und Ich rechnen? Müssen wir beide mit einer äG und/oder einer MPU rechnen ? Wie lange dauert es bis ein eventueller Bescheid per Post eingeht ?

  • #113

    Rechtsanwalt Schüller (Montag, 22 Oktober 2018 20:09)

    @Sophie:

    Ärztliches Gutachten kann kommen. MPU nicht. Konsum einstellen ist generell eine gute Idee.

    Zeitraum: 3 - 12 Monate. Manchmal länger, aber eher unwahrscheinlich. Und es läuft noch ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen § 29 BtMG.

    @Ängstlicher Hase:

    Das Gutachten befindet sich noch in der Akte der Fahrerlaubnisbehörde und die wird eingesehen, wenn Sie auf LKW Führerschein umstatteln wollen.

    Ein Abstinenznachweis kann im Zweifel immer hilfreich sein, aber die MPU damals ging doch positiv aus, obwohl die Vorgeschichte schon bekannt war, oder? Insofern kann ich nicht verstehen, wovor Sie sich gerade fürchten...

    @Mike:

    Die Urinproben müssen sauber von harten BtM sein. Cannabis sollte nach Zugang des Schreibens mit der Aufforderung auch nicht mehr konsumiert werden. Nach Zugang dieses Schreibens dürfen die Haare nicht mehr geschnitten werden. Klingt so, also könnte man Sie da durch kriegen. Ich helfe Ihnen gerne im Rahmen eines Mandats, melden Sie sich gerne bei Bedarf. Ich muss die Akte sehen um Sie richtig vorbereiten zu können. Klingt nicht so dramatisch. Vorausgesetzt, man verhält sich richtig.

    @Nico: Es kann ein ärztliches Gutachten kommen. Was sind das für Eintragungen von früher?

    @Jacob:

    Warum wurde das ärztliche Gutachten angeordnet?

  • #114

    Tiffi (Dienstag, 27 November 2018 20:42)

    Hallo Herr Schüller

    Ich wurde wegen Cannabis besitz verurteilt (150g) nun wurde ich von der Fahrerlaubnisbehörde zu einer Blutprobe aufgefordert. Seit 4 Monaten hab ich nichts Geraucht,bis auf eine tüte am Samstag.Nun muss ich Freitag die blutprobe abgeben, meine frage wäre muss diese probe vollkommen frei von thc sein?

  • #115

    Rechtsanwalt Schüller (Sonntag, 02 Dezember 2018 12:54)

    @Tiffi (oldschool Name der Sesamstraße...)

    Nichts geraucht und jetzt eine Tüte, läuft. Die Frage kann ich nicht sicher so beantworten. Aber es wird sich vermutlich nur um eine Konsummusteranalyse handeln...der gelegentliche Konsum von Cannabis ist nicht verboten. Generell jedenfalls nicht. Aber wer nach Anordnung der Begutachtung durch die Behörde noch weiter konsumiert, dem wird oft ein Problem unterstellt. Mangelndes Kontrollvermögen über die Substanz. Und bißchen was dran ist da ja...Sie wissen, dass es zu einer Begutachtung kommt und rauchen trotzdem weiter. Klaro dass Sie dadurch ins Visier geraten...

  • #116

    Tomas (Mittwoch, 05 Dezember 2018 20:59)

    Hallo Herr Schüller. Wurde vor 3 Wochen angehalten und musste erst eine Urinprobe abgeben. Das diese positiv war musste ich eine Blutprobe abgeben. Ich habe am dem Zeitpunkt nichts mehr konsumiert. Meine Frage: kommt auf mich eher eine Äg oder eine MPU in frage und wie kann ich diese Prozesse beschleunigen, denn ich brauch den Führerschein für die Arbeit.
    Danke im Vorraus

  • #117

    Rechtsanwalt Schüller (Mittwoch, 05 Dezember 2018 23:13)

    @Tomas:

    Ob ein ärztliches Gutachten oder eine MPU (mit oder ohne Entziehung) auf Sie zukommt, hängt von diversen Faktoren ab...meist von der Frage, wie der zumindest gelegentliche Konsum von Cannabis bestimmt wird. Immer mehr Behörden machen dies nicht mehr anhand des THC COOH Wertes sondern unterstellen, dass man gelegentlicher Konsument sei. Es sei unwahrscheinlich, gleich nach dem ersten Konsum in eine Kontrolle zu geraten. Deshalb sei es wahrscheinlich, dass man schön öfter konsumiert hat. Die Logik ist so billig, dass es schmerzt, aber so läuft das ab. Oft jedenfalls. Wenn die Fahrerlaubnis wichtig ist, müssen Sie jetzt aktiv werden, um was in der Hand zu haben, wenn es ernst wird. Es gibt fahrerlaubnisrechtliche Ausnahmeregelungen wie diese hier:

    https://www.strafverteidiger-schueller.de/2018/01/24/entziehung-des-fs-abgewendet-durch-ausnahmeregelung-bei-33-ng-ml-thc-206-ng-ml-thc-cooh-und-16-9-ng-ml-amphetamin/

    Diese Ausnahmeregelungen gelten für alle Drogen. Wenn der Führerschein wichtig ist, muss ich so schnell es geht die Bußgeldakte sehen und Sie dann richtig vorbereiten. Konsum einstellen und bei mir melden per Mail, wenn Sie wollen, dass Sie die Chancen wahren, den Führerschein zu behalten.

  • #118

    Björn (Samstag, 08 Dezember 2018 15:40)

    Guten Tag Herr Schüller,

    vielen Dank für die auf Ihrer Seite bereitgestellten Informationen, die mir schon sehr weitergeholfen haben. 2 - 3 Fragen sind jedoch offen geblieben.
    Vor 2 Tagen hat mich ein  Schreiben des Landratsamts erreicht in dem ein äG gefordert wird. Hintergrund war eine Pers.Kontrolle mit dem Fund eines psilocybin Pilzes .. so steht es auch in meiner Führerscheinakte.
    Eine Liste mit möglichen neurologischen bzw. psychologischen Arztpraxen war auch dabei.
    Über ein Screening stand nichts im Brief.
    Mich würde interessieren wann ich mit bekomme ob Urin oder Haare getestet werden. Da ich Haare habe die länger als 6 cm sind und ich erst seit ca 7 Monaten komplet clean bin habe ich Angst das Haare gestestet werden und evtl. psilocybin gefunden wird. Dürfen die die gesamte Haarlänge testen?
    Urin wäre mir viel lieber da der sicher sauber ist und ich meine Haare nur wirklich seeehr ungern abschneiden würde.
    Auch soll nur ein Termin vereinbart werden.. ich hab hier immer gelesen das es zu 2 Urinproben kommt. Ich bin daher sehr verunsichert was mich erwartet und auch wie ich mich bei dem Gespräch verhalten soll.
    Da ich auch beruflich auf den Führerschein angewiesen bin ist der Druck sehr hoch. Ich hoffe sie können etwas Licht ins Dunkel bringen.
    Vorab schonmal vielen herzlichen Dank und viele Grüße

  • #119

    Rechtsanwalt Schüller (Montag, 10 Dezember 2018 13:47)

    @Namensvetter Björn:

    Ein Kumpel vom Sport sagt immer, nur vollbekiffte Hippies aus den 70ern hätten ihre Kinder "Björn" genannt. Ich finde den Namen aber ganz ok. Und passt ja thematisch auch, wenn diese These stimmen sollte.

    Ich schweife ab.

    Zu Deiner Frage:

    Im Grunde gilt das, was ich hier unter Antwort Nr 5 geschrieben habe:

    https://www.strafverteidiger-schueller.de/schwerpunkte/drogen-im-straßenverkehrsrecht/ärztliches-gutachten-beim-besitz-von-betäubungsmitteln-btm-mit-und-ohne-bezug-zur-teilnahme-am-straßenverkehr/

    Üblicherweise wird beim ärztlichen Gutachten nur auf Cannabinoide, Opiate, Kokain (und dem Abbaustoff Bencylecgonin), Amphetamine, Methadon auf Benzodiazepine gescreent.

    Da hier aber klar ist, dass es sich bei Dir wohl um einen eher mykologisch interessierten Typus Drogenkonsument handelt (Typus "Maria Sabina"), ist nicht auszuschließen, dass auf diese Substanzen gescreent wird. Das ist wie beim LSD mit einem Mehraufwand verbunden.

    Wenn dem aber so ist, würde jedenfalls ich an Deiner Stelle nicht das Risiko einer Haaranalyse eingehen. Die werden natürlich 6 cm Haare nehmen. Und wenn sich dort aktive Komponenten oder Abbaustoffe von sogenannten harten Betäubungsmitteln finden, dann ist der Führerschein mindestens 1 Jahr weg. Dann brauchst Du ein Jahr Abstinenznachweise und eine Verkehrstherapie um bei der MPU auf einen grünen Zweig zu kommen. Wenn ich das jetzt in Relation zu Deinen paar cm Haaren setze, dann wüsste ich, was ich machen würde. Aber klar: Wenn die Eitelkeit wichtiger ist als die Fahrerlaubnis, dann behalte die Haare. Für mich als überzeugten Kurzhaarträger kann ich für solche hippieesken Denkmuster ohnehin keinerlei Verständnis aufbringen.

  • #120

    Björn (Montag, 10 Dezember 2018 22:59)

    Hi Björn :))
    Das mit den vollbekifften Hippies, denen ich meinen Namen verdanke könnte hinkommen :)
    Danke erstmal für die erste Einschätzung .. die Haare werd ich mir kurz schneiden für den Termin auch wenns weh tut.
    Könntest du mir einen Tip geben wie ich mich bei dem Gespräch verhalten sollte? Ich dachte von der Storry an etwas wie : den Pilz hat mir jemand bei einer party aufgedrängt ... ich wollte nicht unhöflich sein also hab ich ihn eingesteckt und vergessen zu entsorgen ... ich wusste nicht mal das es einen Pilz gibt der illegal ist usw... oder ist das zu dick aufgetragen? Macht es Sinn zu sagen das man schonmal gekifft hat als man in Amsterdam war?
    Sorry für die vielen Fragen aber ich bin wirklich nervös wegen der ganzen Geschichte!
    Vielen lieben Dank nochmal!

  • #121

    Marian K. (Dienstag, 11 Dezember 2018 12:25)

    Sehr geehrter Herr Schueller,ich hätte da mal ein Frage bezüglich meines Drogen und Alkoholabstinenzprogramms was 6 Monate geht.Bin da schon fast in der Entphase.Leider ist nach meiner letzten Urinkontrolle Morphin 43,4ng und Codein 13,6ng festgestellt worden.Habe mit meiner Begutachtungsstelle TÜVNORD telefoniert und die sagten ich muss deswegen eine Haarprobe machen lassen.Es kann sein das ich mohnhaltige Speisen zu mir genommen habe.Jetzt meine Frage.Wird dann nur auf die besagten Substanzen getestet oder auch auf Alkohol??Lg

  • #122

    Rechtsanwalt Schüller (Dienstag, 11 Dezember 2018 12:35)

    @Björn:

    Ohne Dir zu nahe treten zu wollen. Ich kann hier keine direkten Handlungsanweisungen geben und Dir in die Feder diktieren, was Du sagen sollst. Das ist standesrechtlich unzulässig.

    Generell kann man sagen:

    Der Besitz ist ja bekannt. Warum man harte Betäubungsmittel besessen hat, ist zweitrangig. Dir Variante mit dem Freund, der einem das zugesteckt hat zu Testzwecken, soll recht häufig vorkommen.

    Der gelegentliche Konsum von Cannabis ist in Ordnung, kann auch eingeräumt werden. Am Freitag und Samstag kann man Cannabis konsumieren. Sonst nicht. Und Alkohol dazu ist tabu. Die Gutachter machen oft Druck. Dann heißt es Spur halten.

    @Marian K:

    Vermutlich wird auf beides gescreent. Ist immer so, wenn die Lunte riechen. Und das wird hier vermutlich der Fall sein. Der gemessene Morphin Wert ist nicht eben niedrig. Nehmen Sie noch verschriebene Medikamente oder wie erklären Sie sich diesen Wert?

  • #123

    Marian K (Dienstag, 11 Dezember 2018 15:58)

    Nein ich nehme keine Medikamente zu mir.Kann mir das nicht erklären wovon der hohe Wert kommt.Alles was ich vor einem Jahr genommen habe war Marijuana.Seit dem nichts mehr angefasst außer Alkohol ab und an und das auch nur in Maßen.Der Drogenabstinenzvertrag ist somit warscheinlich hin.Der Alkoholabstinenzvertrag läuft durch meine Zustimmung weiter bis Ende Januar.

  • #124

    Marian K (Dienstag, 11 Dezember 2018 16:36)

    Nein ich nehme keine Medikamente zu mir.Seit einem Jahr kiffe ich auch nicht mehr.Ab und an trinke ich in Maßen Alkohol.Mehr nicht.So wie es aussieht ist mein Drogenabstinenzprogramm hinfällig wegen so einem Mist.Das Alkoholabstinenzprogramm läuft weiter bis Ende Januar nach meiner Zustimmung da werden dann weiterhin Urinproben genommen.Beim Drogenabstinenzprogramm sieht es ja jetzt anders aus zwecks Haarprobe die ich machen soll.Nun habe ich natürlich Angst das durch gelegentlichen Konsum von Alkohol alles für die Katz ist.Danke schonmal für ihre Antwort.

  • #125

    Niko.K (Dienstag, 11 Dezember 2018 20:36)

    Sehr geehrter Herr Schüller,
    folgendes Anliegen habe ich persönlich ich wurde letzte Woche Mittwoch von der Polizei angehalten und musste eine orinprobe auf Verdacht abgeben ich bin vorher noch nie straffällig geworden bzw man hat mich nie erwischt damit..der Test schlug auf Amphetamine an und ich wurde direkt zur Sache für die Blutprobe mitgenommen..mein Konsum lag 24/36 stden zurück und es waren auch (nur) zwei lines da ich allerdings in der probezeit bin sagte mir die Polizei das ich somit eine Ordnungswidrigkeit begangen habe die mit 500 Euro Strafe 2 Punkte und 1 Monat Fahrverbot bestraft wird...
    Nun meine Frage kommt auf mich nun eine MPU zusätzlich in frage oder ein aufbausiminar? Post habe ich noch nicht bekommen da die bluttests bis zu 3/4 Wochen dauern..lieben Gruß und danke für eine Antwort

  • #126

    Rechtsanwalt Schüller (Dienstag, 11 Dezember 2018 22:26)

    @Niko.K:

    Wenn Amphetamine in Ihrem Blut gefunden werden und Sie nicht sofort Maßnahmen einleiten, um den Führerschein zu retten, dann wird Ihnen die Fahrerlaubnis entzogen werden. Es gibt eine Ausnahmeregelung, auf die Sie sich vorbereiten können (und mit anwaltlicher Hilfe auch sollten, wenn die Fahrerlaubnis wichtig ist...abwarten kostet den Führerschein, Sie müssen jetzt handeln):

    https://www.strafverteidiger-schueller.de/2018/01/24/entziehung-des-fs-abgewendet-durch-ausnahmeregelung-bei-33-ng-ml-thc-206-ng-ml-thc-cooh-und-16-9-ng-ml-amphetamin/

    So sieht das aus. Aufbauseminar ist hier nicht das Problem. Hier droht ohne die richtigen Schritte die Entziehung des Führerscheins. Konsum von Drogen komplett stoppen. Wenn Sie Hilfe brauchen, melden Sie sich bitte bei mir. Oder einem anderen Kollegen vom Fach.

    @Marian K:

    Solche sonderbaren Fälle gibt es immer wieder. Vielleicht wurden hier Proben vertauscht? Gibt es eine Rückstellprobe? Mit einem DNA Test könnte man checken lassen, ob das Ihr Urin ist. Zudem könnte man die Rückstellprobe ggfls nachprüfen lassen.

  • #127

    Marian K (Mittwoch, 12 Dezember 2018 08:22)

    Guten Morgen.Na das wäre ja der Hammer wenn es so ist.Ich weiß das die im Labor die Proben 18 Monate aufbewahren müssen.Ist es dann mein Recht jetzt die Probe nochmals prüfen zu lassen??Die Haarprobe kostet ja auch wieder Geld.Liebe Grüsse.

  • #128

    @rechtanwalt schüller (Mittwoch, 12 Dezember 2018 10:29)

    Erstmal herzlichen Dank für Ihre sofortige Hilfe und den Beistand.
    Ich habe mir das nun alles durchgelesen vermute ich also richtig ich kann jetzt sofort jeden Monaten einen urinscrenning machen der sich später positiv auf mich auswirken kann? Und wo am besten mache ich den beim Arzt oder wo genau?
    Leider lebe ich von hatte 4 und habe kein Geld um mir jetzt schon einen Anwalt zu nehmen für diesen Fall allerdings ist mir mein Führerschein auch für die Zukunft (gefundene Arbeitsstelle in spee) wichtig.
    Also angenommen ich habe diese 5/6 urinscrenning in einen halben Jahr zusammen und würde dann den Anwalt einschalten und ihn meinen Fall erklären Reicht das aus um von einer ausnahmereglung Gebrauch zu machen? Bitte helfen Sie mir ein wenig weiter im Detail..lieben Gruß

  • #129

    Rechtsanwalt Schüller (Donnerstag, 13 Dezember 2018 14:56)

    @Marian K:

    Wenn die Haare noch lang genug sind, könnten Sie auch so noch mal screenen lassen. Dass eine Gutachterstelle beim Screenen der eigenen Rückstellprobe ein anderes Ergebnis als bei der Erstanalyse zugibt, ist praktisch undenkbar.

    Man müsste die Probe extern begutachten lassen...

    @127:

    Sie sollten auf jeden Fall das Urinscreeningprogramm machen. Und pro aktiv zum Verkehrspsychologen. Wenn dafür das Geld nicht reicht, muss das Screeningprogramm erstmal reichen. Wenn die Behörde sich meldet, schreiben Sie mir bitte.

  • #130

    DanyX (Mittwoch, 16 Januar 2019 23:33)

    Hallo,ich habe mein äG bekommen. Abstinenznachweis 3 Monate wegen Besitz und Konsum von Kokain.Alle 3 Urinkontrollen sind negativ.
    Haaranalyse konnte wegen weniger als 3cm nicht durchgeführt werden.
    Jetzt steht in dem äG aber als Abschließende Stellungnahme folgendes:
    Ich nehme bzw. nahm Betäubungsmittel im Sinne des BtMG oder andere psychoaktiv wirkende Stoffe ein, die die Fahrsicherheit in Frage stellen(Kokain)"

    Ich habe das äG. jetzt schon zur Führerscheinstelle geschickt.

    Verliere ich jetzt meinen Führerschein obwohl ich seit über 4 Monaten Abstinenz bin?
    Vielen Dank für eine Antwort

  • #131

    James (Dienstag, 22 Januar 2019 23:14)

    Hallo Herr Schüller,

    erst einmal möchte ich mich bei Ihnen für die gute Arbeit bedanken.

    Sie haben mir in der Vergangenheit mit Ihren ausführlichen Ausführungen weitergeholfen.

    Folgendes Problem:

    Mitte 2014 - Trunkenheitsfahrt, es wurde ohne Vortest/Aussage gezapft THC 4,9 ng/ml zu 79 ng/ml festgestellt.

    3 Monate später gab es ein FäG. Ohne Befund.

    Nun 5 Jahre später wurde ein befreundeter Dealer hochgenommen. Bestelldaten (um die 10 Gramm (1x12,5 gramm) alle 4-6 Wochen auf dem Smartphone über ca. ein halbes Jahr festgestellt. Keine Angaben zu einem eigenen Konsum. HD bin ich gewappnet.

    Mein letzter Konsum war im Nov.. Da zzt noch ermittelt wird, stellt sich mir die Frage ob es nochmal auf ein FäG hinausläuft oder ich nach dem Verfahren (unabhängig ob Einstellung oder Geldbuße) mich auf Jamaika absetzen soll. Ich trage bereits seit längerem einen sportlichen Kurzhaarschnitt.

    Kann ich im Falle eines zweiten FäG Einlassungen zu meinem gelegentlichen Cannabis Konsum machen?

    Schöne Grüße

    James

  • #132

    Björn (Sonntag, 27 Januar 2019 21:05)

    Hi, ich weiss leider nicht mehr weiter und bin mit meinem Latein am ende wie man so schön sagt. Beim abschließenden Gesprächs des ÄG sagte mir der Artzt, das eine meiner zwei Urin Proben positiv auf Morphin getestet wurde und ob bzw. wie ich mir das erklären könne? Da ich noch nie etwas mit derartigen Substanzen am Hut hatte war das ein ziemlicher Schock für mich da ich beim besten Willen keine Erklärung dafür habe. Er meinte das eine Kontaminierung der Probe durch Mohnhaltige Speißen möglich sei. Meine Mutter erzählte mir nun das ich einen Tag vor dem ersten Screening 2 Stück Streußelkuchen mit Mohn bei ihr gegessen habe. Nach Internet Recherche bin ich auf die ''Mohnkuchenstudie'' gestoßen die genau das bestätigt und zwar das bereits nach dem Verzehr von einem Stück Werte von 1500 nanogram und darüber möglich sind. Der cut off wert liegt hier bei 1000 meine werte liegen bei 1700. Ich wurde nie darauf hingewiesen vor dem screening auf Mohn zu verzichten woher soll man das auch wissen!?? Der Artzt meint das er nicht denkt das die FSST etwas daraus dreht allerdings habe ich jetzt große Angst um den Führerschein da dieser für meine Arbeit unverzichtbar ist. Das ÄG ist unklar sagt der Artzt die Werte können keiner Droge zugeordnet werden da keine Abbau Stoffe vorhanden. Die zweite Probe nur 5 Tage danach ist komplett sauber. Sollte ich das Gutachten abgeben wenn ich es bekomme oder was kann ich tun. Für eine Wiederhohlung dürfte es zu spät sein da Abgabe am 08.02.19. Welche Möglichkeiten gibt es? Haare hab ich vor dem screening vorsichtshalber komplet entfernt .. daher keine Haarprobe mehr möglich.
    Danke und viele Grüße

  • #133

    Richard (Montag, 28 Januar 2019 18:37)

    Sehr geehrter Herr Schüller,
    ich könnte einer Einstellung gemäß § 153a StPO zustimmen, allerdings würde sich da vermutlich die Führerscheinstelle melden, weil die Schuld nicht geklärt wurde. Ebenso müsste die Auflage gezahlt werden.
    Alternativ könnte man das "Angebot" ablehnen und dann in der später folgenden Verhandlung - falls die überhaupt stattfindet? - einen Freispruch erwirken. Nehmen wir mal an, dass die Chancen für einen Freispruch gut sind und dieser auch eintritt, dann würden ja auch entstehende Anwaltskosten ersetzt werden. Selbst wenn die Anwaltskosten nicht vollständig ersetzt werden, wäre dies ja vermutlich immer noch günstiger als ein ä. G. zu bezahlen. Oder wäre trotz Freispruch eine Aufforderung zum ä. G. durch die Führerscheinstelle wahrscheinlich?

    Liebe Grüße

  • #134

    Johan (Mittwoch, 06 Februar 2019 11:02)

    Hallo Herr Schüller,
    In diesem Monat habe ich Äg, 5 Monate habe nix konsumiert, aber ich war viermal dabei wenn andere Leute geraucht haben (passive rauchen). meine Frage ist kann ich Urinprobe oder Haaranalyse bestanden? Und was wird der Arzt/in von mir nehmen, Urinprobe ode Haar? Vor Urinprobe habe ich kein Angst, aber Haarprobe macht mir Sorgen wegen mögliche “Falsch-positive” Ergebnis durch passiv rauchen. Vielen dank im Voraus!

  • #135

    Pablo (Freitag, 15 Februar 2019 00:57)

    Sehr geehrte Herr Schüller,

    Erstmal ein großes Lob an diesen wertvollen Informationen und an diese tolle Homepage !!!

    Und zwar ich mach es kurz und knapp.

    Ich wurde vor knapp 7 Monaten mit Thc am Steuer erwischt. Es war ein niedriger wert 1,2 ng und mein choo wert war auch sehr geringen deshalb hat mir die Führerscheinstelle nur ein medizinisches Gutachten angeordnet.
    Dies habe ich bezahlt und es finden am 28.02 statt.

    Mein Konsum verhalten: knapp über 2 Jahre ca.10-20 joints pro Monat konsumiert. (Jedoch viel Sport getrieben deswegen viel der Wert so niedrig aus)

    Jez zu meinem Problem, ich habe leider auf einer Party am 25.12.2018 das letzte mal konsumiert das war auch nur 1 Joint, davor war ich bestimmt wieder 4 Monate „clean“....
    Das Problem ist jedoch, dass ich jez am 28.02.19 mein Medizinisches Gutachten habe beim TÜV, ich bin mir sehr sicher das im Urin und im Blut nichts zu finden ist, jedoch steht im schreiben das der TÜV meine Haare haben möchte ....

    Ist beim einmaligen Konsum nach langer Residenz Trzdm etwas im Haar erkennbar ?! Und reicht dieser geringe wert aus um mir eine Mpu aufzudrücken ????

    Kann ich die Haare auf 2.5 cm kürzen lassen oder würde dies auffallen ???

    Sobald das Schreiben gekommen ist darf man ja die Haare nichtmehr schneiden, man sagt ja das im Monat die Haare 1cm wachsen aber das ist ja bei jedem Mensch anders ... ich könnt ja sagen das die Haare bei mir länger brauchen um zu wachsen, noch dazu kommt das ich gelesen habe das jeder Cm im Haar ein Monat nachweisen kann ob man clean war oder eben halt nicht. Stimmt diese Aussage ?!

    Kann ich den MaG bestehen auch ohne eine haarprobe abzugeben ?

    Kann ich dort auftauchen mit Haaren die ca 2,5 cm lang sind oder wird es Probleme auf sich ziehen ???


    Letzte Frage: sollte ich einfach beim Termin ein Tag vorher mir ein ärztliches Attest (Krankmeldung) holen ? Das ich somit den Termin nach hinten verschiebt oder ist das negativ??

    Über eine schnelle Rückmeldung würde ich mich sehr freuen.

    M.F.G. Pablo :)

  • #136

    Timo (Dienstag, 26 Februar 2019 09:35)

    Hallo, ich wurde mit parkendem Fahrzeug vor dem Fahrzeug kontrolliert. Ein Beweis das ich das Fahrzeug bewegt habe könnte nicht erbracht werden. Es wurde ein Crusher und ein Jonit gefunden.
    Anschließend wurde mir Blut abgenommen.
    Nun wird mir vorgehalten Fahren unter Einfluss von Betäubungsmitteln. Ist dies gerechtfertigt? Kann mir der Führerschein entzogen werden? Befinde mich noch in der Probezeit, welche auch schon um 2 Jahre verlängert wurde.

  • #137

    Markus (Sonntag, 17 März 2019 12:51)

    Sehr geehrter Herr Schiller,
    ich wurde am 30.12. letzten Jahres von der Polizei kontrolliert, die 0.08 Gramm Crack bei mir gefunden haben...ich war nicht mit dem Fahrzeug unterwegs. Bei der Polizei selbst wurde ein Speicheltest durchgeführt, da erkennbar war, dass ich konsumiert habe, nähere Angaben zu meinem Konsum habe ich leider bei der Polizei auch gemacht, wenn auch nicht zu 100% wahrheitsgemäss. Ich habe seid dieser Zeit noch einmal konsumiert. Jetzt flatterte für mich sehr überraschend gestern die Aufforderung von der Fsst in Haus, ein Gutachten von einem Arzt in einer Beguchatuchungsstelle machen zu lassen. in der Erläuterungen ist der Drogenfund aufgeführt, aber nicht der Konsum. Ich habe sehr selten zu Drogen gegriffen, gerade im Hinblick, dass ich vorletztes Jahr an Krebs erkrank war und dort natürlich total abstinent war. Der eigentliche Drogenkonsum lag vor dieser Zeit. Jetzt habe ich folgende Frage:
    1. Kann mir der damalige Konsum, der knapp 2 Jahre zurückliegt, noch angekreidet werden, wenn ich das bei der Untersuchung zugebe
    2. hat die Fsst denn eine Auswertung über diesen Speicheltest von der Polizei vorliegen? Wenn ja..warum ordnet man nicht direkt eine MPU an
    3. Wird direkt eine Haarprobe verlangt oder kann man die Abstinenz auch mit Urinproben in meinem Fall belegen? Der letzte Konsum war vor ein paar Wochen, deswegen wäre mir die Urinprobe natürlich lieber.
    Vielen herzlichen Dank schonmal für Ihre Hilfe im Vorraus.. lieben Gruss

  • #138

    Rechtsanwalt Schüller (Sonntag, 17 März 2019 19:40)

    @Markus:

    Die Aufforderung zur Begutachtung ist nach dem Fund von harten Drogen obligatorisch.

    Wenn Sie den Konsum zugeben, ist der Führerschein für mindestens 1 Jahr weg.

    Ein Speicheltest ist nicht gerichtsfest. Kann also nicht herangezogen werden für die direkte Entziehung.

    Haar- und Urinprobe werden in der Regel genommen. Aber es können nur Haare genommen werden, die auch da sind. Die Haare dürfen letztmalig vor dem Zugang des Schreibens der Führerscheinstelle geschnitten worden sein.

    Haare wachsen mit einem Zentimeter pro Monat.

    Angesichts der Sachlage wäre es ratsam, einen Anwalt einzuschalten. Bei Bedarf melden Sie sich gerne bei mir.

    @Timo: Wenn das Fahrzeug nicht bewegt worden ist, wurde es nicht geführt im Sinne des § 24 a StVG. Insofern erschließt sich der Tatvorwurf nicht ohne weiteres.

    Rate auch dazu, dass Sie sich einen Anwalt nehmen. Geht ja nicht nur um das Bußgeldverfahren. Kommt ja auch noch immer ein Fahrerlaubnisverfahren dazu.

    @Alle anderen: Bitte melden, wenn die Fragen noch aktuell sind. Danke.

  • #139

    Markus (Montag, 18 März 2019 07:45)

    Hallo Herr Schüller,
    vielen herzlichen Dank für die schnelle und schonmal hilfreiche Antwort. Ich werde mich später bei Ihnen melden. :-) Bis Dahin...lieben Gruss

  • #140

    Bukem (Montag, 18 März 2019 13:25)

    @Dany x: sofern jetzt noch relevant :ja, vom Verlust der FE ist leider auszugehen.
    Herr Schüller kann jedoch auch bei der schnellen Wiedererlangung bzw Neuerteilung der FE helfen.
    Dazu ist allerdings auch ein reflektierter Umgang mit deinem Fehlverhalten notwendig.
    Meld dich bitte bei Interesse unter den obigen Kontaktdaten

  • #141

    Timo (Mittwoch, 20 März 2019 11:18)

    Guten Tag Herr Schueller,

    Anfang Februar 2017 wurde ich wegen Urkundenfälschung angeklagt, nachdem meine damalige Freundin, ohne meines Beiseins ein gefälschtes Rezept für Diazepam in der Apotheke abgegeben hat. Sie gab das Rezept ab, während ich nicht anwesend war. Als ich sie gegen Mittag zur Apotheke fuhr und vor der Apotheke im Auto wartete, wollte Sie das bestellte Medikament abholen. Als heraus kam, dass es sich um eine Fälschung handelte, rief die Apothekerin die Polizei und meine Freundin flüchtete.
    Mein Kennzeichen wurde notiert und so wurde ich mit angeklagt.

    Ende 2018 kam es zur Verhandlung, an der ich aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen konnte. Meine damalige Freundin wurde jedoch verhandelt. Sie gestand die Tat, gestand Drogenabhängig gewesen zu sein und dass ich eben so Drogenabhängig gewesen war.

    Mein Anwalt hat der Staatsanwaltschaft in einem Schrieb mitgeteilt, dass die Straftat begonnen wurde, als ich nicht anwesend war. Er bewirkte dass das Verfahren gegen eine Zahlung von 500€ gem. Paragraph 153a StPO eingestellt wurde.

    Mein Anwalt widersprach gegenüber der Staatsanwaltschaft jedoch dass bei mir eine Drogenproblematik bestand oder besteht und ausserdem, dass die Medikamente für meine Ex Freundin waren, da Sie eine Diagnostizierte Angststörung hat und die Tabletten ergänzend zu Ihrem Btmg Konsum genutzt hat.

    Er schrieb dass ich, soweit ich überhaupt Aktiv geworden bin, dann um meiner Ehemaligen Freundin einen Gefallen getan zu haben.

    Ist unter diesen Gegebenheiten davon auszugehen, dass die Führerscheinstelle ein Ärztliches Gutachten anordnen wird?

    Mit freundlichen Grüßen

  • #142

    Bukem (Donnerstag, 21 März 2019 10:30)

    @Timo :Das käme wohl auf den genauen Akten - und Verfahrensinhalt an. Das Verfahren ist ja gg die Zahlung einer Geldauflage eingestellt worden, du hast dich quasi damit von dem Risiko des Tatvorwurfs bzw der Strafverfolgung freigekauft.
    Die Frage ist, ob dies eingestellte Verfahren der FSST mitgeteilt wird. Da solltest du vorsorglich von ausgehen. Ich meine, dass dies so ist.
    Mal andersrum gefragt, ein evt BtM Konsum ist von dir ja nicht eingeräumt worden.
    Stünde denn das was zu befürchten?

  • #143

    Timo (Donnerstag, 21 März 2019 14:51)

    @Burkem
    Ja richtig, es ist kein Konsum eingeräumt werden. Ich habe seit 08.08.2018 keine btm mehr genommen, jedoch bis vor kurzer Zeit gelegentlich Kratom genommen

    (Kratom ist ein rein pflanzlicher Stoff mit alkaloiden, welche eine psychoaktive Wirkung haben. Kratom ist nicht illegal in Deutschland und es wird von in Deutschland ansässigen Deutschen Unternehmen vertrieben.)

    Aber ich gehe davon aus, dass sich dies dennoch negativ im äG auswirken würde, deshalb nehme ich dies nicht mehr und der Plan ist, 4 Wochen nach der letzten Einnahme, meine Haare auf 5mm zu machen, damit dies nicht mehr in den Haaren ist.

    Ich frage hier aber, da ich mir dies nur zu gerne ersparen würde. Aber vermutlich kann mir niemand eine verlässliche Antwort geben, ob bei meinem Fall ein äG veranlasst wird.

  • #144

    Bukem (Samstag, 23 März 2019 14:50)

    @Timo :Das würde ich an Deiner Stelle direkt Herrn Schüller zu befragen.
    Soweit ich grad recherchiert hab, unterliegt es nicht nicht BtM oder Arzneimittel Recht und ist auch in Standarduntersuchungen nicht nachweisbar. Du hast grundsätzlich im äG eine weitgehende Wahrheitspflicht. Bitte Herrn Schüller zu befragen.

    kontakt@strafverteidiger-schueller.de

  • #145

    Tolga (Samstag, 23 März 2019 15:28)

    Hallo @Bukem

    ich habe mal eine Frage ich habe Post von der Polizei bekommen wegen der Straftat kokain im darknet bestellt zu haben. Bin dann zum Anwalt haben Akteneinsicht beantragt und in der Akte stand drin 3 Gramm bestellt zu haben mit meiner Adresse und Namen mehr stand da nicht drin.

    Mein Anwalt meinte wir machen dann nichts wir warten ab was kommt, die müssten mir beweisen das ich was bestellt habe.

    Gestern habe ich dann Post bekommen von meinem Anwalt das das Verfahren eingestellt ist.

    Das Ermittlungsverfahren wird gemäß § 31a BtmG eingestellt.

    Aber bedeutet das nicht ich würde zugeben das Kokain für den Eigengebrauch bestellt zu haben?

    Weil ich habe keine Angaben gemacht und dann würde ich doch sicher was von der Führerscheinstelle hören und ne MPU machen müssen bei harten Drogen. Weil das wurde sicher doch der Führerscheinstelle übermittelt.

    Mein Anwalt meinte nur er hätte mit dem Staatsanwalt telefoniert aber nichts vom Eigenkonsum erzählt.


  • #146

    Erwin (Samstag, 23 März 2019 15:55)

    Guten Tag Herr Schüller und Kollege(n),
    Person A schickt Person B ca. 7 gr. Cannabisprodukte via Post. Diese wurden vermutlich von der Post als solche erkannt und folglich nicht zugestellt. Verbleib unklar. Person A hat in geistiger Umnachtung die eigene Adresse als Absender auf dem Brief notiert und logischerweise die Adresse des Empfängers.
    Bisher ist unklar, ob der Brief noch zugestellt wird oder wie vermutet bereits als BtM aus dem Verkehr gezogen wurde.
    Gegeben der Fall die Sendung liegt nun bei der ausführenden Gewalt, in welche Richtung wird wohl ermittelt? Kann es Person B zum Verhängnis werden bezüglich des Führerscheines? Es liegt ja kein Besitz vor. Wie beurteilen Sie dies? Vlt finden Sie Zeit für eine kleine Einschätzung.
    Beste Grüße

  • #147

    Timo (Montag, 25 März 2019 14:47)

    Hallo @Burkem
    Vielen Dank für Ihren Einsatz. Mittels Massenspektrometer Test kann man Kratom feststellen. Ich frage mich auch, ob bei einem Ärztlichen Gutachten nur mit Massenspektrometer getestet wird, nachdem ein positiver Assey test stattgefunden hat oder nicht.

    Wenn ich Herr Schueller diesbezüglich befrage, kommen dann nach dem erstkontakt bereits kosten auf mich zu?

  • #148

    Bukem (Dienstag, 26 März 2019 13:10)

    @Tolga:das kann ich dir so nicht beantworten. Dazu müsste man den Akteninhalt und etwaige Schreiben deines Bevollmächtigten genau kennen.
    Die FSST handelt, wenn sie hinreichende Verdachtsmomente für den Besitz oder den Konsum von BtM für gegeben hält. Das muss häufig nicht richtig sein, wird aber gemacht.
    Viele Strafverteidiger lassen leider mangels Fachwissen im Fahrerlaubnisrecht solche Aspekte weg.
    Kann dich leider nicht da in Sicherheit wiegen. Mal was anderes, würde denn BtM nachgewiesen werden können? Meld dich bei Interesse gern bei Herrn Schüller.
    Das Strafverfahren ist erledigt, die FSST kann sich zukünftig bei dir melden. Handel danach und bleib lieber sauber. Jeder Nachweis harten BtM Konsums führt zum Verlust der FE

    @Erwin das kann für A und B Konsequenzen haben. Und wenn man sich weiter ungeschickt verhält und zb unnötig ggü den Behörden um Kopf und Kragen redet, strafrechtlich und auch in Hinsicht auf die Fahrerlaubnis.
    Meld dich doch bitte und erzähl ein wenig deutlicher

    @Timo :ich kann dir das nicht sagen bzw auch nicht beantworten, als ich schon getan habe.
    grundsätzlich solltest du natürlich davon ausgehen, dass für ein kleines Beratungsgespräch auch Honorar anfällt. Zumindest die Frage nach der Höhe ist bestimmt nicht kostenpflichtig ;)

  • #149

    Tolga (Dienstag, 26 März 2019 14:52)

    Nee es könnte auch garnichts nachgewiesen werden die Angelegenheit liegt auch sicher fast 2 Jahre zurück. Allein deswegen hoffe ich das die Führerscheinstelle mir nicht sofort den Führerschein entziehen kann oder darf.
    Mein Anwalt meinte nur es wurde wegen Geringfügigkeit eingestellt.

    Ich glaube auch nicht wirklich das sie mir etwas nachweisen konnten. Ich habe ja die Akte auch gesehen das einzige was über mich drin stand ich hätte über den Verkäufer 3 Gramm zu meiner Adresse bestellt mehr war da nicht drin. Die haben ja auch kein Päckchen abgefangen. Der Dealer wurde hochgenommen und die haben denke ich mal die Kundenliste durchgeguckt, und jeden da drin ne Strafanzeige rausgeschickt.

    Aber um mir das nachweisen zu können müssen die ja die Drogen haben, oder wenigstens die Zahlung über bitcoins nachweisen können? Und das ist nicht der Fall.

    Wenn die Führerscheinstelle etwas davon gehört hat hoffe ich die kommen mir mit einem äG. Weil nach fast 2 Jahren ne MPU zu fordern wäre schon hart ohne Zugabe vom Konsum oder Drogenfund.

    Werde mich dann bei Herr Schüller melden, sinnvoll wäre es doch erst wenn sich die Führerscheinstelle Melden sollte? Dankeschön für die Antworten. :)

  • #150

    Bukem (Mittwoch, 27 März 2019 11:34)

    @Tolga :sofern sich die FSST bei dir melden sollte, wäre das Kind ja schon in den Brunnen gefallen.
    Grundsätzlich spricht immer vieles dafür, bestimmte Fragen vorab zu klären und die dann ja noch vorhandene Zeit für eine evt notwendige Strategieentwicklung zu nutzen.
    Wie so oft hier, muss ich sagen, dass man ohne genaue Kenntnis des Sachverhalts bzw Akten Inhalts eben nur pauschal Ratschläge geben kann.
    Ich will dich nicht dazu drängen, jetzt Kontakt aufzunehmen, aber evt beruhigt dich das, wenn du es tust

  • #151

    Tolga (Mittwoch, 27 März 2019 14:52)

    Ja da muss ich Ihnen recht geben. Wie würde ich denn Herr Schüller erreichen? E-Mail oder Telefon Nummer?

  • #152

    Bukem: (Mittwoch, 27 März 2019 15:59)

    @Tolga: kontakt@strafverteidiger-schueller.de

  • #153

    James (Mittwoch, 27 März 2019 23:04)

    Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Schüller,

    meine Frage ist noch aktuell.

    Eine Relativierung gibt es aber inzwischen. Es wurde 1 Erwerb (n. der Konsum) nachgewiesen, bei 2 Kontaktaufnahmen innerhalb eines Zeitraumes von 2 Wochen.

    Der Dealer sagt allumfassend aus, jedoch bezieht sich nur auf das offensichtliche. Ich schweige und werde im Strafverfahren keine Einlassungen auf einen Konsum machen.

    Der Tenor meiner Frage bleibt jedoch gleich.

    Ich würde mich wirklich sehr darüber freuen, wenn Sie sich meiner Frage noch annehmen würde.

    Vielen Dank und mit besten Gruß

    James :-)

  • #154

    Bukem (Donnerstag, 28 März 2019 10:56)

    @James :das ein wenig gedauert, deine alte Frage rauszusuchen.
    Du hast damals einen Thc Verstoss im Verkehr gehabt und im äG vermutlich auf einen experimentellen Konsum abgestellt?

    Jetzt gibt es ja zum Glück keinen neueren Verkehrsverstoß, ich persönlich würde meinen, dass nun ein verantwortungsvoller, sprich gemäßigter Konsum bei zeitlich richtiger Trennung von wenigstens 72 Stunden zwischen Rauchen und Fahrzeugführen, keine größeren Probleme verursachen sollte.
    Die FSST könnte natürlich ein neues äG anordnen. Wenn du dort aber eben die richtige zeitliche Trennung vorträgst, besteht du das auch. Dazu gehört natürlich auch der von dir praktizierte vollständige Verzicht auf Alkohol beim Thc Konsum und genauso hast du noch nie anderes BtM konsumiert. Klar, sonst wäre ja die FE auch weg und genau das zeigt deinen verantwortungsvollen Umgang.
    In dem Strafverfahren machst du bitte einfach weiter keinerlei Angaben, das ist ja auch klar.

    So, das ist jetzt aber nur meine Aushilfspraktikantensicht. Vielleicht solltest du, wenn du verständlicherweise an rechtssicheren Informationen interessiert bist, einfach Herrn Schüller direkt anmailen.
    Dann ist das zwar vermutlich auch als Mail ein überschaubares Beratungsmandat, aber du weißt, woran du bist. Ist ja für den Erhalt deiner FE nicht ganz unwesentlich.
    Mailadresse steht oben

  • #155

    James (Donnerstag, 28 März 2019 20:58)

    Hallo Bukem, auch wenn es eine "aushilfsprakikantensicht" ist, bin ich dankbar für deine Antwort. Du scheinst dich mit dem Thema auch nicht erst seit gestern auseinander zu setzen und ich bin froh, dass es Menschen wie dich gibt, die sich, auch wenn es einen selbst nicht betrifft, mit den Problemstellung Anderer auseinandersetzen.

    2014 wurde nur Urin und Blut von der Begutachtungsstelle bestellt, gegen großzügige Spende. Mein Konsumverhalten wurde nicht erfragt.

    Mir war damals nicht bewusst, wie mein Körper das aktive THC abbaut. Die Situation war mir mehr als peinlich und ich hab im Nachgang auch was das Thema angeht mein Verhalten im Umgang mit dem Straßenverkehr geändert.

    Für mich steht noch ein bisschen die Frage nach dem "gelegentlichen Konsum" im Raum. Wenn ich sage, dass ich gelegentlich konsumiere und von meinem Handy regelmäßig bestellt worden ist kann dies mir nicht dann auch so ausgelegt werden, dass wenn die Gelegenheit da ist, ich dann auch konsumiere?

    Auch wenn ich zb oft Gras (kein Hasch) an andere "überlasse" und nur alle paar Wochen (unregelmäßig und Situationsabhängig) konsumiere?

    Einen schönen Abend und ein schönes Wochenende

    James

  • #156

    Felix (Donnerstag, 28 März 2019 22:20)

    Mein Fall Spiegelt ziemlich ähnlich wieder was sie als Beispiel geben. Bei mir wurden bei einer Taschenkontrolle im Club ca. 0,1g speed und 2 xtc pillen sichergestellt. Zur strafmilderung sagte ich aus "das mitführen der geringen Menge Eigenverbrauch war ein Fehler". Habe ich mit dem Wort Eigenverbrauch nun zugegeben das ich Konsumiert habe? Meines Erachtens nicht, da es wie sie sagen ja zukünftiger eigengebrauch gewesen sein kann. Aus diesen Grund sollte ich doch eigentlich ein äG anstatt einer MPU bzw. Fahrerlaubnisentziehung bekommen.

  • #157

    Bukem: (Freitag, 29 März 2019 11:33)

    @James: Schau hier mal rein: https://www.strafverteidiger-schueller.de/schwerpunkte/fahrerlaubnisrecht/mpu-bestehen-bei-gelegentlichen-cannabiskonsum-und-fehlenden-trennungsverm%C3%B6gen/

    Darum geht es. Wenn das dort für das Bestehen einer MPU reicht, reicht es erst recht für das Bestehen eines äG. Nur weiß ich eben nicht sicher, wie die FSST handeln würde, deshalb ja der Vorschlag mit der direkten Nachfrage bei Herrn Schüller.
    Dir alles Gute

    @Felix: Es ist nur leider häufig so, dass das eigene Erachten des Betroffenen nicht richtig sein muss.
    Du hast hier zwei getrennte Verfahren. Kurz gesagt: im Strafverfahren wirkt das Eingeständnis des BtM Besitzes zum Eigengebrauch strafmildernd, bietet aber leider im Verwaltungsverfahren der FSST die Möglichkeit, die FE direkt zu entziehen oder netterweise nur eine MPU anzuordnen. Wird dort dann BTM außer Cannabis nachgewiesen, wird entzogen.
    Das ganze ist gefährlich und wenn dir die FE aus welchen privaten oder beruflichen Gründen wichtig sein sollte, schreit das nahezu nach sofortiger anwaltlicher Hilfe. Denn nur bei anwaltlicher Vertretung besteht die Möglichkeit, Akteneinsicht zu nehmen und wenigstens etwas "Waffengleichheit" herzustellen. Wer weiß, was Du da im Club vermutlich nicht ganz nüchtern gesagt hast.
    Klar kann man auch BTM besitzen, ohne es bisher genommen zu haben. Aber auch dann kommt die FSST.
    Anders gefragt, käme jetzt egal was für eine Untersuchung, würde bei dir BtM nachgewiesen werden können.
    Wenn du das mit ja beantwortest, bitte asap , wirklich asap zum Anwalt und keine Zeit mehr verlieren.

  • #158

    Lubi (Samstag, 30 März 2019 16:18)

    Hallo Herr Schüller,
    Bei mir wurde eine xtc Pille gefunden als ich zu Fuß unterwegs war. Nun Anordnung eines ärztliches Gutachtens.
    Jetzt stellt sich mir die Frage, ich habe jahrelang täglich gekifft, nach dem finden der xtc Pille bei mir habe ich 4 Monate lang gar nichts genommen dann zu Weihnachten wieder mal ca 6 Wochen lang ca 1-2 joints am Tag geraucht. Kann ich mir aussuchen ob ich ich hast, Blut oder Urintests mache? Da in meinen Haaren bestimmt noch der regelmäßig damalige Konsum zu sehen ist. Ich habe ca 6 cm lange Haare und Bart

    Mit freundlichen Grüßen
    Lubi

  • #159

    Lubi (Samstag, 30 März 2019 16:21)

    Kurzer Nachtrag, mein Rechtsanwalt meinte ich soll zur Not meine Haare blondieren und wieder färben, da in blondierten Haaren nichts mehr nachzuweisen wäre. Stimmt das?

  • #160

    Bukem (Montag, 01 April 2019 10:14)

    @lubi.: 1. Aus verschiedenen berufsrechtlichen Gründen dürfte dir dein Anwalt so etwas sicher nicht raten. 2.ist das völliger Quatsch. Ich nehme an, der Kollege macht eigentlich Miet - und Arbeitsrecht?
    Tschuldige, aber wenn man keine Ahnung von der Materie hat, sollte man keine Verfahren annehmen.
    Durch das Blondieren färbst du die äußere Haarstruktur, durch den BtM Konsum werden die Abbauprodukte innen im Haar abgespeichert. Das bringt also überhaupt rein gar nichts.

    Um dir weiterhelfen zu können, bräuchte ich mehr Infos. Was hast du für Angaben zu einem etwaigen BtM Konsum gemacht? Der Thc Konsum ist bei dem äG sicher kein Problem, solange man sich dauerhaft an die richtige zeitliche Trennung zwischen Konsum und Fahrzeugführen hält und das im ÄG so vorträgt und die Werte dazu passen.
    Jeder andere BtM Konsum auch außerhalb des Straßenverkehrs führt zum Verlust der FE.
    Würde sich denn BtM im Haar nachweisen lassen?
    Es gibt hier verschiedene Ausnahme Tatbestände, die es doch ermöglichen, die FE zu retten. Ich bezweifle aber, dass du da bisher an richtiger anwaltlicher Stelle bist.
    Nunja, Mandatswechsel sind jederzeit möglich und Herr Schüller ist bundesweit tätig.
    Die Kontaktdaten stehen oben

  • #161

    Lubi (Montag, 01 April 2019 16:12)

    Ah ok danke gut zuwiesen. Ja außer thc habe ich vor 3 Woche einmalig Speed konsumiert. Würde es genügen bis zum äG ( voraussichtlich in 3-4 Wochen) meine Haare davor auf 1-2 cm zu schneiden?

  • #162

    Lubi (Montag, 01 April 2019 16:13)

    Zum Konsum und Eigentum der xtc habe ich keine Angaben gemacht

    Mit freundlichen Grüßen

    Lubi

  • #163

    Bambi (Dienstag, 02 April 2019 15:31)

    Mein ärztliches Gutachten wegen Cannabis konsum ist negativ ausgelaufen und wurde als Probierkonsument bewertet. Wird noch etwas auf mich zu kommen ?Ein zweiter test oder sonst was?

  • #164

    Felix Ried (Dienstag, 02 April 2019 15:43)

    @Bukem
    Ich hab bereits mit zwei Anwälten geredet, beide für Straf und Verkehrsrecht. Leider waren beide über die Materie weniger gut informiert als ich und konnten mir nichts erklären was ich nicht schon wusste. Der Führerschein ist mir sehr wichtig. Angenommen die Führerscheinstelle ordnet nun eine Fahrerlaubnisentziehung an. Kann ich dagegen direkt einspruch einlegen und mitteilen das kein Konsum stattgefunden hat? Ein bekannter hat gesagt das er das so gemacht hat und dann stattdessen ein ärztliches Gutachten verlangt wurde.

    Vielen dank an @Bukem für die Beantwortung der vielen fragen hier. Hilft mir bis jetz mehr als die Anwälte mit denen ich geredet habe.

  • #165

    Bukem (Dienstag, 02 April 2019 17:54)

    @Felix :hattest du hier schon mal einfme Frage gestellt bzw, wenn ja, weißt du die Nr noch?
    Ein paar mehr Informationen wären ganz hilfreich für eine möglichst hilfreiche Antwort :)

    @Bambi: das Gutachten ist der FSST bereits weitergeleitet worden? Also, das Schreiben ist von denen?
    Ganz grundsätzlich wäre damit vorerst die Angelegenheit erledigt. Du bist allerdings jetzt mit dem Konsumverhalten aktenkundig.
    Du solltest deshalb in Zukunft ganz ganz dringend darauf achten, sofern Du weiter konsumierst, zeitlich richtig, nämlich ausreichend lange, zwischen Konsum und Fahrzeugführen zu trennen. Bitte idealerweise 72 Stunden kein Auto fahren und das auch durchhalten. Damit vermeidest du neuen Ärger mit der FSST.
    Zusätzlich solltest du dein dope auch nicht mit dir rumtragen, dann vermeidest du Ärger mit der Polizei. Und billiger ist das auch noch

    @lubi : die Beantwortung genau solcher Fragen ist leider berufsrechtlich verboten.
    Kann dir aber vorschlagen, dass du dich mit Fragen das äG betreffend einfach direkt bei Herrn Schüller melden solltest. Dann weißt du, was auf dich zukommt. Und das sollte den Erhalt der FE sichern.
    Daten stehen oben

  • #166

    Felix (Dienstag, 02 April 2019 22:31)

    @Bukem
    Tut mir leid, hatte die Nummer vergessen.
    #156 war die vorherige Frage/Diskussion.

    Hier nochmal meine Antwort auf
    Ihren Beitrag #157. Danke

    Ich hab bereits mit zwei Anwälten geredet, beide für Straf und Verkehrsrecht. Leider waren beide über die Materie weniger gut informiert als ich und konnten mir nichts erklären was ich nicht schon wusste. Der Führerschein ist mir sehr wichtig. Angenommen die Führerscheinstelle ordnet nun eine Fahrerlaubnisentziehung an. Kann ich dagegen direkt einspruch einlegen und mitteilen das kein Konsum stattgefunden hat? Ein bekannter hat gesagt das er das so gemacht hat und dann stattdessen ein ärztliches Gutachten verlangt wurde.

  • #167

    Rechtsanwalt Schüller (Dienstag, 02 April 2019 23:23)

    @Felix: Wenn es nur um den Besitz ging, wird die FSST nicht mehr als ein ärztliches Gutachten anordnen. Es sei denn, es ist nicht nur der Besitz zum Eigenkonsum eingeräumt worden, sondern der Konsum an sich. Aber das haben Sie vermutlich nicht gemacht, korrekt? Wenn der Führerschein wichtig ist, kommt man nicht um die Akteneinsicht herum, alles andere ist fahrlässig. Was Sie da hinsichtlich eines "Einspruchs" fabulieren, ist unrealistisch. Glaube die Story nicht. Wenn der Führerschein sehr wichtig ist, kann ich mich gerne darum kümmern. Man muss genau wissen, was in der Akte steht. Erst dann ist man sicher. Wenn da zB steht, dass Sie konsumiert haben, dann ist der Führerschein weg.





    Das muss man schon explizit einräumen. Mit "Besitz zum Eigenkonsum" räumt man nicht den Konsum ein.

    @Bambi: Wenn Sie als Probierkonsument eingestuft worden sind, ist das Gutachten doch in der Regel positiv...jedenfalls wenn wir über Cannabis reden.

    @Lubi: Wenn das Gutachten noch nicht stattgefunden hat, schreiben Sie mir unverzüglich: kontakt@strafverteidiger-schueller.de. Jedenfalls dann, wenn Ihre Fahrerlaubnis wichtig ist für Sie, würde ich das anregen.

    Mehr kann ich dazu nicht sagen.

    @James: Der Kauf von BtM beweist nicht den Konsum. Hier ist die Anordnung eines Gutachtens naheliegend. Ebenfalls naheliegen sollte die Idee, sich anwaltlich vertreten zu lassen. Habe den Zaunpfahl zum winken ausgemustert, aber hier wäre es vermutlich nicht schlecht, mal genauer zu schauen. Jedenfalls wenn der Führerschein wichtig ist, kann es ggfls sinnvoll sein, parallel Sicherungsmaßnahmen wie Screenings und eine pro aktive Verkehrstherapie einzuleiten.

  • #168

    Rechtsanwalt Schüller (Dienstag, 02 April 2019 23:27)

    @Lubi: Was Ihr Anwalt da mit dem Färben erzählt, ist nicht ganz falsch. Aber er muss Ihnen auch sagen, wann die denn das letzte mal gefärbt worden seien. Und er könnte Ihnen auch erklären, wie man das viel eleganter regelt. Gesetzt den Fall, Sie sind ein Mann.

    Und oft nehmen die Gutachterstellen trotz Färbung Proben...

    Aber probieren kann man das, keine Frage. Ich wüsste eine bessere Methode, aber ich bin nicht Ihr Anwalt :-)

    Und solange Sie bei einem Anwalt sind, pfusche ich den Kollegen nicht ins Handwerk.

  • #169

    Joshi (Mittwoch, 03 April 2019 01:56)

    Hallo.

    Ich wurde 2011 mit jewels 1g THC und Amphetamin erwischt. Musste 350 Euro Strafe Zahlen, zu einer Eintragung im Führungszeugis kam es nicht. Der Polizist sagte mir aber bei der Aussage,welche ich verweigerte, dass er das an die Verkehrsbehörde weiterreichen muss.

    Jetzt habe ich mich das erste mal zum Führerschein angemeldet und heute meine Unterlagen abgegeben zur Beantragung.


    Ich habe etwas Angst das da jetzt was kommt. Wie wahrscheinlich ist das, und womit kann ich rechnen?

    Danke und liebe Grüße

  • #170

    Bukem: (Mittwoch, 03 April 2019 13:26)

    @Joshi: Du solltest davon ausgehen, dass eine Ladung zum ärztlichen Gutachten kommt. Damit soll erforscht werden, ob Du Cannabis oder eben auch andere BtM konsumierst bzw konsumiert hast.
    Cannabis ist in einem gewissen Rahmen ok, solange man dafür Sorge trägt, eben nicht unter THC Einfluß zu fahren. Dazu muss man den Konsum zeitlich vom Fahren trennen können. Das macht man, indem man sicherheitshalber 72 Stunden wartet,bevor man fährt.
    Anderes BTM, egal wann und wo und auch ohne Verkehrsbezug führt zum Verlust der Fahreigung. Wenn du also zB XTC genommen hast und das wird nachgewiesen oder räumst das sogar ein, wird das schwierig mit der Erteilung deiner FE

  • #171

    Joshi (Mittwoch, 03 April 2019 15:44)

    Danke für die schnelle Antwort!!
    Also ich habe jetzt seit Monaten (ca. 4) nichts genommen und davor auch nur sehr sporadisch mal. Ein Nachweis, rein bluttechnisch, sollte also sehr schwer sein bei mir hoffe ich. Ich weiß ja nicht wie das ist mit dem Gespräch beim Psychologen, und ob dieser dann auch statt findet. Kostet mich das nochmal sehr viel extra Geld? Ist ja so alles schon sehr teuer.

  • #172

    Joshi (Mittwoch, 03 April 2019 16:44)

    Nachtrag:

    Im Haar wäre dieser einmalige Konsum dann natürlich noch zu finden.

    Ist es denn typisch für ein Äz. Gutachten eine Haarprobe zu entnehmen?

    Danke und Lg.

  • #173

    Bukem: (Donnerstag, 04 April 2019 13:25)

    @Joshi: Das entscheidet die FSSt, ob Haar oder Urinuntersuchung. Haare sind so gesehen vorteilhafter, weil sie die Informationen deutlich länger beinhalten.

    Schau mal hier rein und meld dich bei weiteren Fragen:

    https://www.strafverteidiger-schueller.de/2014/02/07/wissenswertes-zur-haaranalyse-auf-drogen/

  • #174

    Joshi (Donnerstag, 04 April 2019 17:58)

    Mal wieder dankeschön für diese Hilfe hier!

    Habe mir den Artikel durchgelsen und noch einige andere.
    Es wird wohl dann doch nichts mit dem Führerschein zeitnah. So wie ich das verstanden habe, gibt es auch Haare die stagnieren im Wachstum und ab Abstinenz nicht zeitgleich mit rauswachsen.
    Dh. ich muss noch 1 jahr warten, um dann mit dem Haarschnitt, den ich dann haben werde, wirklich clean zu sein.
    Richtig doof;( aber ist nun mal so.

    Trotzdem großen Lob an Sie und die Möglichkeiten ihrer Seite!!

    lg

  • #175

    Joshi (Donnerstag, 04 April 2019 18:08)

    Nachtrag:
    Zum Glück fehlte mir noch die Meldebestätigung, sodass meine Unterlagen noch nicht von der Fahrschule losgeschickt wurden zur Prüfung.
    Es bestünde zwar noch die geringe Restchance das gar nichts kommt, aber da möchte ich ihnen Glauben schenken und auf Nr. Sicher gehen!

    lg

  • #176

    Bukem: (Freitag, 05 April 2019 10:44)

    @Joshi: Dass Jahr seh ich trotzdem nicht, sollte früher funktionieren

  • #177

    Joshi. (Samstag, 06 April 2019 09:31)

    Ok. dann werde ich mich Ende des Jahres erneut bei der Fahrschule melden. hoffentlich ist dann alles clean.

    Danke und ein schönes Wochenende!

  • #178

    Steven (Dienstag, 09 April 2019 15:44)

    Guten Tag Herr Schüller,

    Folgendes Anliegen.
    Ich würde zu Fuß von der Polizei angetroffen und man fand 0,22 g Kokain. Bei der Vernehmung gab ich zu das es mir gehört und zum Eigenkonsum gedacht ist. Verfahren wurde eingestellt zwecks geringer Menge die als Eigenverbrauch durch geht. War auch betrunken an dem Abend. Keine Blutentnahme oder jegliche andere Test auch kein Alkoholtest. Dann Aufforderung zum ärztliches gutachten seitens der FSS. Es ist nie zum Konsum gekommen. Beide Urinscreenings folglich negativ. Ich konsumiere keine Drogen das wäre zum Tatzeitpunkt das erste mal gewesen. Bei ärztlichen Gutachten gab ich an noch nie Drogen konsumiert zu haben und ich leichte Gedächtnis Lücken habe und nicht wisse wie ich an das Kokain kam, Ich kann nur sicher sagen das ich kein Kokain konsumiert habe. Und das ich vorher mit einem Freund in der Bar sass und übermäßig viel Alkohol getrunken habe, deswegen die leichten Gedächtnis Lücken. Ansonsten steht im Bericht ,keine Auffälligkeiten in allen Bereichen und ich wäre offen und kooperativ gewesen und das ich derzeit augenscheinlich Drogenfrei lebe. Was kann mich seitens der FSS jetzt erwarten? Ich würde mich freuen schnell von Ihnen zu hören da ich das Ergebnis in wenigen Tagen erwarte.
    Vielen Dank im voraus dafür.
    Mit freundlichen Grüßen

  • #179

    Bukem (Mittwoch, 10 April 2019 14:00)

    @Steven:Erklär mal eben genauer? Das Gutachten liegt dir noch nicht vor oder wird es direkt an die FSST geschickt?
    Ich kann jetzt leider nicht sicher prognostizieren, wie die handeln werden, aber wenn es eben keinerlei eingeräumten Konsum gab und dies auch durch die Untersuchungsergebnisse belegt wird, sollte es keinerlei Maßnahmen geben. Ob da sonst psychologisch was unterstellt werden würde, kann man leider abhängig vom Gespräch auch nie ganz ausschließen.
    Der nachgewiesene Kokain Konsum würde regelmäßig zum Verlust der Fahreignung und damit zum Entzug der FE führen

  • #180

    Steven (Mittwoch, 10 April 2019 15:18)

    @ Bukem,
    #179
    Danke für Ihre schnelle Antwort. Das Gutachten habe ich schon erhalten und zur FSST geschickt da es sehr positiv bewertet wurde meines Erachtens nach und deswegen hatte ich keine Bedenken es sofort der FSST zukommen zu lassen. Zum ärztlichen Gutachten:
    Mit keine Auffälligkeiten meinte ich im Bezug zu den körperlichen und geistigen Fähigkeiten, sprich Motorik, Einstiche, augenzittern, Blutdruck etc. Zum Drogenbefund: Alle samt negativ ( getestet wurde auf alles). Zitat des GA:
    Herr X lebt derzeit augenscheinlich Drogenfrei. Zur Fragestellung: Nimmt der Betroffene Betäubungsmittel im Sinne des Btmg ..... ein?
    Antwort: Nein der Betroffene nimmt keine Betäubungsmittel im Sinne des Btmg ein. Ich denke das ist alles sehr positiv für mich. Ich habe eher bedenken um meine Aussage, das die nicht glaubwürdig genug erscheint, kann das zum Nachteil werden. Ich hoffe ich konnte hier alles erläutern damit sie das besser bewerten können. Wenn nicht hoffe ich auf Rückantwort, ihrerseits. Vielen Dank im voraus.
    Mit freundlichen Grüßen Steven

  • #181

    Sebbi (Mittwoch, 10 April 2019 20:49)

    Guten Tag Herr Schüller,

    Ich habe vor Kurzem ein ärtzliches Gutachten durchführen müssen. Das Ergebniss war, dass die 2 Urinscreenings zwar negativ waren, aber der erste Test mit einem Creatin-Wert von 8 mit Verdacht auf Verfälschung angemerkt ist. Zudem hat die liebe Ärtzin noch reingeschrieben, dass es erheblichen Widerspruch von meinem Angaben bzgl. der Anklageschrift gibt. Dies nur weil ich gesagt habe, dass ich bei dem Vorfall vor 3 Jahren (0,5g bei mir gefunden und THC im Blut) keine Ahnung mehr habe, wie es dazu kam und ich nicht bew usst konsumiert habe. Dementgegen hat sie meine Aussage gegenüber eine Polizisten gestellt, dass ich einen Joint geraucht habe. Ich habe gesagt, dass es 3Jahre her ist und ich wie Sie sehen auch 1,9 Promille hatte und deshalb keine Ahnung habe, was ich gesagt bzw. den Abend gemacht habe.
    Nun hat die Ärtztin darauf unter das Gutachten die Empfehlung gesetzt, ein Haarscreening durchzuführen.
    Ist das dann definitiv notwendig oder kann ich mich da gegen wehren?
    Bzw. kann ich nicht einfach einen oder 2 erneute Urinscreenings dafür machen?


    Vielen Dank im Voraus für die Beratung!

    MfG Sebbi

  • #182

    Bukem (Donnerstag, 11 April 2019 09:59)

    @Steven :erläutert hast du das jetzt super. Und das Gutachten klingt auch gut. Trotzdem hat man schon Pferde vor der Apotheke.. sehen, wirklich im Vorfeld sicher sein, wie die FSST handelt, kann man leider nicht. Denn vieles, was dort passiert, ist eben rechtlich unzulässig.
    Deshalb stünde Dir dann ja auch der Rechtsweg offen.
    Du musst jetzt eh abwarten, Meld dich bitte, falls Du Hilfe brauchen solltest.

    @Sebbi :puh, um das bewerten und mit der FSST klären zu können, müsste sich Herr Schüller die Unterlagen und Akte ansehen, was nur bei einem offiziellen Mandat geht.
    Andersrum gefragt, was spräche denn gegen eine Haaruntersuchung?
    Meld dich, wenn dir die die FE wichtig ist

  • #183

    Steven (Donnerstag, 11 April 2019 12:05)

    #182
    Hallo Bukem,
    Danke für dieses klasse Feedback und das sie sich die Zeit dafür genommen haben. Stimmt mich natürlich erstmal positiv. Kann mir gut vorstellen das die gerne mit aller Macht einen die FE entziehen wollen. Ich werde mich definitiv ob bei positiven oder negativen Ausgang melden. Um auch die Infos hier weiter voran zu treiben. Ich wohne in FFM, ist her Schüller auch hier tätig? Dann würde ich mich nämlich bei Ihm melden wenn hier ein negatives Ergebnis raus kommt.

    Vielen Dank nochmal dafür an dieser Stelle.

    Mit freundlichen Grüßen
    Steven

  • #184

    Steven (Freitag, 12 April 2019 10:15)

    #182
    @Bukem
    Hallo Bukem,
    eine Frage hätte ich noch.
    Und zwar bin ich umgezogen und ich muss das ärztliche Gutachten erneut an die jetzt zuständige FSST senden. Meinen Sie es macht einen besseren Eindruck es persönlich vorbei zu bringen um ein anschließendes Gespräch führen zu können, oder kann man da keinen Einfluss darauf nehmen?
    Gruß Steven

  • #185

    Bukem (Freitag, 12 April 2019 14:52)

    @Steven :Herr Schüller ist bundesweit tätig und solche Verfahren werden EG eigentlich nur schriftlich geführt.
    Du solltest dich nie auf irgendwelche Gespräche mit der FSST einlassen, das geht regelmäßig ins Auge und vermutlich wäre auch bei Mutter Theresa oder dem Dalai Lama was für den den Entzug der FE gefunden worden

  • #186

    Rechtsanwalt Schüller (Samstag, 13 April 2019)

    @Steven:

    Wenn der Konsum harter BtM nicht eingeräumt wurde und sich auch nicht aus Blut, Haaren oder dem Urin ergibt, dann sollte das gut ausgehen.

  • #187

    Nico (Sonntag, 14 April 2019 16:10)

    Hallo ich wäre über einen guten Rat sehr dankbar was ich nächste Woche beim ärztlichen Gutachten sagen soll.
    Kurz zu meiner Geschichte :
    - 2012 wegen geringer
    Abbaustoffen harter drogen am Steuer erwischt worden und nach einem Jahr die mpu erfolgreich bestanden
    -2016 eine Hausdurchsuchung gehabt wobei nix gefunden wurde.
    Grund war eine whats App Nachricht wo ein Treffen mit einer Frau zu "6 stück" ausgemacht wurde.Die Frau wurde zu einem späteren Zeitpunkt mit mehreren verschiedene Drogen erwischt Es gab keine weiteren Beweise außer des whats App Verlaufs der Frau mit mir und anderen Personen.Das Gericht war der Ansicht das es sich dabei um was illegales gehandelt hat und verurteile mich zuerst zum Kauf von 6 Amphetamine und dann später vom Landgericht zum Kauf von 6 Ecstasy Tabletten...die ganze Sache ging vor Gericht bis Ende 2018 wo ich dann schlussendlich finanziell erschöpft war und verurteilt wurde zum Erwerb von 6 Ecstasy Tabletten...
    -jetzt ist von der Führerscheinstelle ein Schreiben gekommen das ich innerhalb von 2 Monaten ein ärtzliches Gutachten erbringen soll wo geklärt werden soll was ich mit dem Tabletten gemacht habe.
    Nun zu meinem Problem:
    -es hat sich bei den 6 Stück weder um Amphetamine noch um Ecstasy gehandelt was soll ich dazu bei dem ärztlichen Gespräch sagen ?
    -die ärztliche Begutachtungstelle hat mir mitgeteilt das die füherscheinstelle eine haarprobe möchte aber ich habe nur ca.5mm haare deshalb meint die begutachtungsstelle das man es mit zwei urinproben auch versuchen könnte ,ist das richtig das sich die mit Urin auch zufrieden geben, wenn keine haare abgenommen werden können ?
    Hab beim der Füherscheinstelle um eine fristverlängerung gebeten aber die wurde abgeleht.
    Mein Blut/Urin und meine 5mm Haare sind sauber

  • #188

    Rechtsanwalt Schüller (Sonntag, 14 April 2019 19:55)

    @Nico:

    Ich kann hier keine direkte Ansage machen, was Sie dort sagen sollen.

    Wenn der Konsum harter BtM nicht eingeräumt wird (Cannabis 1-2 x die Woche ohne Alkohol kann man zugeben) und die Analytik das bestätigt, dann geht das gut aus.

    Die Haare darf man offiziell letztmalig vor dem Zugang des Schreibens der Führerscheinstelle geschnitten haben. Haare wachsen mit 1 cm pro Monat.

    Wenn keine Haare da sind, dann bleiben nur Urin und / oder Blut.

    Bei einer strafrechtlichen Vorgeschichte wäre eine Akteneinsicht im Fahrerlaubnisverfahren sinnvoll gewesen.

  • #189

    Nico (Sonntag, 14 April 2019 22:43)

    Vielen Dank für die schnelle Antwort Herr Schüller !
    Ich habe Ihnen diesbezüglich am 1.April 22:31 eine Email geschickt die sie vermutlich nicht erhalten haben.
    Das schreiben von der Führerscheinstelle ist am 13.03 eingegangen und ich hab meine Haare am Hinterkopf heute nochmal genau nachgemessen und die Länge beträgt 0,9 mm.
    Habe auch nichts schriftliches bekommen das eine Haarprobe genommen wird lediglich die Begutachtungsstelle hat es mir telefonisch mitgeteilt das eine Urinproben und eine Haarprobe von der Führerscheinstelle gefordert wird...
    Ist halt wirklich eine schwierige Situation weil mich die Verkehrsphsychologin fragen wird was ich mit den 6 Ecstasy Tabletten gemacht habe und ich soll da die Wahrheit sagen über was gar nicht so vorgefallen ist....
    Der ganze Fall ist nach meiner Meinung nicht ganz sauber abgelaufen...

  • #190

    Steven (Montag, 15 April 2019 08:57)

    #185
    #186
    Hallo Bukem und Herr Schüller,
    Vielen Dank nochmal dafür das Sie sich die Zeit genommen haben für meine Angelegenheit. Finde es absolut klasse wie sie das hier erläutern und für den jeweiligen Sachverhalt Anraten. Das kann man nur positiv sprechen was sie hier so auf die Beine stellen, bezüglich der Tips/ Rat. Werde ein Feedback geben sobald ich das Schreiben der FSST habe.
    Vielen Dank an dieser Stelle.
    MfG Steven

  • #191

    YsoSad (Mittwoch, 17 April 2019 00:46)

    Gibts die Seite überhaupt noch?
    Also bei mir wurde ein ÄG angeordnet weil ich vor genau 10 und einmal vor 11 Jahren mit jeweils 0,9 gramm Gras uns 2,9 Gramm Gras erwischt worden bin. Das erste Screening und das Gespräch mit dem Gutachter habe ich hinter mir. Ich war vorher 46 Tage clean und habe auch sonst nicht viel geraucht. Ich nehme also an (und weil ich vorher noch einen Schnelltest gemacht habe der bei einem 50ng cut off negativ war) das alles gut ist. Jetzt kommt noch der zweite Urin test dann biin ich durch. Aber kann der Arzt mir durch irgendwas noch einen Strick drehen. Ich habe was mein Konsumverhalten aus der Vergangenheit anging komplett die Wahrheit gesagt. Habe nie Alkohol oder andere Drogen genommen. Nur gekifft von 2004 - 2015 fast Täglich danach nur noch 3-4 mal im Monat und im Oktober 2018 beschlossen ganz aufzuhören. Ich habe echt schiss dass ich zuguterletzt eine MPU machen muss...

  • #192

    Bukem (Mittwoch, 17 April 2019 11:56)

    @YsoSad :wieso soll es die Seite nicht geben? Du siehst doch die vielen aktuellen Einträge hier?
    Du kannst das äG auch bestehen, wenn Du einen gelegentlichen Konsum einräumst. Was hast du denn ganz genau im Gespräch gesagt? Es wäre evt ganz gut gewesen, wenn du dich vor dem Gespräch hier gemeldet hättest.
    Es ist völlig, dass du deiner Wahrheitspflicht nachgekommen bist und du gesagt hast, nie anderes BtM oder Thc in Verbindung mit Alkohol zu konsumieren.
    Was deinen Thc Konsum betrifft, ist es sogar ausreichend zu sagen, hey, ich konsumiere, aber ich halt mich sonst an eure Regeln. Ich sorge dafür, dass ich ein zuverlässiger Verkehrsteilnehmer bin. (denn nur das interessiert die FSST).
    Und das erreichst du, indem du zwischen dem Konsum und dem Fahrzeug führen zeitlich richtig trennst, bis deine aktiven Thc Werte unter den 1,0 ng sind. Dazu musst du am besten 72 Stunden warten.
    Du hast ja eben nie einen Verkehrsverstoß mit Cannabis gehabt, deshalb hätte das so schon gereicht.
    Was jetzt genau psychologisch aus Deinem Gespräch rsusgefiltert wird, weiß ich natürlich nicht. Wird das Gutachten dir zugeschickt, also hast Du die nicht von der Schweigepflicht entbunden oder geht das direkt zur FSST?
    Im Bedarfsfall hilft Dir Herr Schüller gerne weiter, wenn man mal Klartext mit der FSST reden muss.
    Meld dich bei Bedarf bzw Interesse

  • #193

    Peter (Donnerstag, 25 April 2019 15:13)

    Ab wann will die Führerscheinstelle eine Haarprobe, oder hängt dies von der Führerscheinstelle selbst ab was sie anordnet ?

  • #194

    Rechtsanwalt Schüller (Donnerstag, 25 April 2019 18:49)

    @Peter:

    Wenn Haare da sind, werden diese auch gerne analysiert. Die Haaranalytik ist aber anfällig für falsch positive Ergebnisse, vgl etwa:

    https://www.uniklinik-freiburg.de/nc/presse/pressemitteilungen/detailansicht/presse/558.html

    Wenn keine Haare da sind, nehmen die Gutachterstellen Urinscreenings. Wenn die Haare geschnitten worden sind, nachdem die Aufforderung zur Begutachtung zugegangen ist und man das so angibt, dann gibt es Probleme. Wenn die Haare vor diesem Zeitpunkt letztmalig geschnitten worden sind, gibt es keine Probleme. Haare wachsen mit circa 1 cm pro Monat.

  • #195

    Steven (Montag, 29 April 2019 09:47)

    @Bukem
    Hallo Bukem und Herr Schüller,
    Wie versprochen wollte ich mich hier nochmal melden bezüglich der Antwort von der FSST.
    In dem Schreiben von der FSST würde mir nun mitgeteilt das auf der Grundlage des ärztlichen Gutachten mir die FE nicht entzogen wird und Sie hoffen das ich den eingeschlafen weg beibehalten und in Zukunft nicht mehr auffällig werde im Bezug auf Drogen. Und das die Angelegenheit Ihrerseits als erledigt gilt.Ich bin so froh das es ein positives Ende gefunden hat und die Sache endlich Abgeschlossen ist. Ich möchte mich hiermit nochmal für die Infos bedanken und die Zeit die sie sich genommen haben. �
    Gruß Steven

  • #196

    Bukem (Montag, 29 April 2019 12:00)

    @Steven :sehr schön. Herr Schüller freut sich über gute online Bewertungen, zb bei Google oder Anwalt.de

  • #197

    Ingo (Dienstag, 30 April 2019 19:39)

    Hallo,
    ich musste meinen Führerschein 2016 abgeben.
    THC und Amp.
    Ich stehe jetzt, und in Zukunft, unter Dauermedikation:
    Cannabis und Attentin (d-Ampfetamin).
    Die zwei, neu definierten, Anforderungen der Behörde sind in dieser Nachricht der Führerscheinstelle dargelegt:

    Auszug aus dem Schreiben der Fss:

    ..........weshalb entsprechende Abstinenznachweise zu fordern sind. Bezüglich andere Medikamente, die Ihnen ärztlich verordnet wurden, sind natürlich keine Abstinenznachweise erforderlich, da hier die Fragestellung eine andere ist.

    In Ihrem Fall sind also zwei unterschiedliche Fragestellungen durch eine MPU zu klären.

    Zum einen, ob Sie weiterhin ohne ärztliche Verordnung Betäubungsmittel konsumieren
    und zum anderen,
    ob Sie trotz der bestehenden Einschränkungen und der damit einhergehenden Medikation ein Kraftfahrzeug sicher führen können.





    Wäre das in etwa die Definition der Erfüllung der Anforderungen ?( als Vorschlag für den Doc) :)

    Fragestellung 1:
    Abstinenznachweis auf Drogen--ausser Amp und Thc ( ärtztlich verordnet)
    12 Monate (am liebsten mit Haarprobe ( 12cm )

    Fragestellung 2 :
    funktionstest Körperliche Einschränkung (verstümmelung) und
    Medikation ( Thc gewöhnt, ärztlich belegt,--- Amp



    Danke,
    Ingo

  • #198

    Bukem (Mittwoch, 01 Mai 2019 22:21)

    @Ingo : ich verstehe jetzt die Frage noch nicht ganz. Meinst du, dass du die Fragen an den Gutachter formulierst oder willst du das nur übersetzt haben?

  • #199

    Ingo (Freitag, 03 Mai 2019 00:56)

    Hallo,
    danke für Dein Interesse.
    Natürlich werde ich mir nicht anmaßen, dem Arzt vorzuschreiben,
    wie er seinen Job zu machen hat.
    Ich habe in den Anforderungen zur Begutachtung gelesen, das
    das Gutachten sich in der Beantwortung der Fragestellung an den Wortlaut
    der Anforderungen orientieren muss.
    Ich sehe mich in der 2. Katerogie:
    Keine Auffälligkeit in der Vergangenheit (30 Jahre Fs).
    Illegale Selbstmedikation. Nach Fs-entzug Schmerztherapie (jetzt 21/2 Jahre).
    Jetzt unter verordneter Medikation.

    Wie muss ich mir den Abstinenznachweis vorstellen ?
    "Locker", wie meine Vorstellung oben ?
    Oder "worst case" mit ETG , Polytox und quantitativer Nachweis der verschriebenen Stoffe ( Cannabis und Attentin )?
    Danke,
    Ingo

  • #200

    Bukem (Freitag, 03 Mai 2019 09:09)

    @Ingo :hier empfiehlt sich vermutlich eine direkte Mail an Herrn Schüller persönlich mit der oben genannten Mail Adresse.
    Ich persönlich würde den von Dir beschriebenen worst case erwarten

  • #201

    Mone (Montag, 06 Mai 2019 08:11)

    Es wird ein medizinisch psychologisches Gutachten verlangt, ohne abstinenznachweis. So steht es mal in der Aufforderung. Darf ich diesen Nachweis verweigern, falls die es sich am Termin vor Ort anders überlegen? Vielen Dank für eine zeitnahe Antwort..

  • #202

    Bukem (Montag, 06 Mai 2019 12:35)

    @mone: du wirst ja trotzdessen medizinisch, also körperlich, untersucht in Form einer Blutuntersuchung bzw Urinsreenings.
    Dass da plötzlich eine Haarprobe entnommen werden sollte, wird nicht passieren und dürfte auch nicht ohne vorherige Ankündigung.

    Wäre denn da irgendwas bei Dir problematisch?

  • #203

    Ken (Dienstag, 07 Mai 2019 12:30)

    Moin Herr Schüler,

    die Führerscheinstelle und mein Anwalt haben schon einen Schriftverkehr gehabt. Wir haben bei der Anordnung zur Haaranalyse eine Einverständniserklärung mit einer Frist bekommen. Wir haben dann gegen die Führerscheinstelle argumentiert, weshalb die Hasranalyse unzulässig ist. Die erste Frist ist am 25.4 dafür abgelaufen. Es gibt aber eine zweite Frist, den 30.5 für die Vorlage des Gutachtens. Ich und mein Anwalt haben beschlossen, vor Gericht zu gehen falls nötig. Aus der Erfahrung heraus eine Frage. Die Führerscheinstelle meldete sich nicht mehr auf das letzte schreiben meines Anwalts am 11.4. Nun ist die Frage die ich privat stelle um eine zweite Meinung zu hören, ob die Führerscheinstelle mir jetzt am 30.5 den Führerschein entziehen möchte und wir vor Gericht gehen müssen oder ob ich damit jetzt durch bin da sie sich nach der ersten Frist nicht gemeldet haben?

  • #204

    Ken (Dienstag, 07 Mai 2019 13:21)

    Ergänzung: Es geht um eine Verurteilung vor 2 Jahren, bei der Handel mit XTC verurteilt wurde.
    Konsum wurde nie zugegeben, nirgends und das Verfahren wurde nur aufgrund dieser Verurteilung eröffnet. Wir haben der Führerscheinstelle erklärt, das Habdeltreiben kein Grund für ein Fahreignubgsverfahren ist, nach einer einmaligen Antwort der FSST ist dann nicht mehr gekommen nach Fristablauf.

  • #205

    P.I (Dienstag, 07 Mai 2019 14:27)

    Im Oktober 2018 wurde ich von der Autobahn Polizei angehalten und auf Verdacht der Kokain konsum wurde ich befragt ob ich einen Urintest zustimme ,(habe dunkle Haare Farbe und Tattoos auf den arm) ich hatte Abend davor marijuhana konsumiert und habe das den Polizisten mitgeteilt , nun war der Test positiv auf THC und mir wurde anschließend in Krankenhaus Blut abgenommen . Ca 3 Monaten später bekam ich post von der Regierungspräsidium karlsruhe ,thc Wert 1,7 ng und 9 ng thc cooh im Blut und 1 Monat Fahrverbot und 600 Euro Strafe, kurze Zeit später teilte die Zulassungsstelle meines Wohnortes mit: entweder verzichte ich auf den Führerschein freiwillig oder ich müsse eine ärztlichen gutachten machen , ich meldete mich sofort für den ärzliches gutachten und habe es positive zu meiner Interesse abgeschlossen also keine Drogen im Urin und es bestehe keine Verdacht für die Zukunft, nun habe ich wieder Post erhalten das ich mich für MPU melden sollte oder freiwillig auf den führerschein verzichte , was soll ich tun , habe jetzt einen Anwalt eingeschaltet und freue mich auf eurer Beratung.

  • #206

    Bukem (Mittwoch, 08 Mai 2019 12:59)

    @ken :Das alles klingt sehr dubios und weshalb die FSST seit Wochen nicht antworten sollte, entzieht sich meiner Kenntnis und Verständnis.
    Grundsätzlich kann auch Herrn Schüller ohne wirklich genaue Fall - und Aktenkenntnis hier nur Vermutungen anstellen, die dir nicht weiter helfen.
    Wenn ich dich recht verstehe, ist eine Frist zur Abgabe der Haaranalyse gesetzt worden. Sollte die Frist nicht eingehalten werden, droht der Entzug der FE. Dagegen ließe sich zwar gerichtlich vorgehen, aber warum solltest du unnötig es soweit kommen lassen?
    Wie sieht es denn aus mit einem etwaigen Konsum? Ist das der Grund?
    Du solltest für die Zweitmeinung Herrn Schüller direkt über die oben genannte Mail Adresse anschreiben. Und zwar schnell.
    Grundsätzlich redet Herr Schüller einem anderen Kollegen schon berufsrechtlich nicht in das Verfahren rein, aber hey, manchmal ist man nicht gut beraten. Ein etwaiger Anwaltswechsel ist jederzeit möglich und Herr Schüller ist bundesweit tätig

    @P.I: verstehe nicht ganz, was du jetzt möchtest. Immerhin hast du doch schon jemanden beauftragt, Herr Schüller bietet zufällig exakt die selben juristischen Dienstleistungen an.
    Hier wird, egal wer, erst einmal Akteneinsicht beantragen müssen, um nähere Informationen zu erhalten.
    Herr Schüller ist bundesweit tätig, die Kontaktdaten stehen oben

  • #207

    Chrisf* (Donnerstag, 09 Mai 2019 18:34)

    Guten Tag Herr Schüller
    Mir wurde ein Ärztliches Gutachten auferlegt, zur Entscheidungsfindung und zur Klärung folgender Fragestellung. Nahm oder nimmt Herr Mustermann Drogen, wenn ja in welchem Zeitraum und welche. Dies kam zustande durch eine Hausdurchsuchung mit Fund von cannabis und chemischen btm.
    gelegentlicher Cannabiskonsum wurde zugegenen aber kein Konsum irgend welcher anderen Btm.
    Nun sitze ich heute beim Gutachter und erzähle ihm von meinem ersten Drogenkonsum, natürlich nur weil er mich danach gefragt hatte und ich dachte, es stehe sowieso in meiner Akte und von meiner ersten Drogenkarriere bis zur mpu, die 12 Jahre zurück liegt und er hält das auch alles so fest. Nun musste ich feststellen, dass die mpu die ich damlas machen musste, gar nicht mehr in meiner Akte stand. Die mpu wurde damals bestanden. Mein konsum hat sich danach auch extrem geändert und beschränkt sich bei mir im moment auf vielleicht 4-5 mal im jahr.
    Musste Urin abgeben das ich aber mit gutem Gewissen tun konnte.
    Nun meine eigentliche Frage:
    Darf und kann mir der Gutachter aus der vergangenen Drogenkarriere die ich ja mit einer mpu büßen musste einen strick drehen?
    Um eine Einschätzung ihrerseits wäre ich ihnen sehr verbunden.

    MFG
    Klaus

  • #208

    Bukem: (Freitag, 10 Mai 2019 12:34)

    @Chrisf: Was genau hast Du denn geantwortet? Und auf was bezog sich die damalige MPU?
    Deine Frage muss ich leider so offen beantworten. Ja, denkbar wäre ein "Strick draus drehen" zumindest. Das wäre insbesondere von deinen Antworten in psychologischer Hinsicht abhängig.
    Dh aber nicht, dass diese Schlussfolgerung des Gutachters richtig wäre oder zwangsläufig so erfolgen müßte.
    Ganz schön viele "es kommt drauf an", wie? Ist leider häufig so.
    Wenn du jedoch vorgetragen hast, nur gelegentlich THC zu konsumieren und diesen Konsum zeitlich ausreichend und sicher von einem Fahrzeugführen im Verkehr trennen zu können, gleichzeitig nie Alkohol in Verbindung mit THC zu konsumieren und auch nie andere BtM zu nehmen, dann sollte es eigentlich keine Probleme geben.
    Hast du die Gutachter von ihrer Schweigepflicht entbunden? Also wird dir das Gutachten zugeschickt oder direkt der FSST?
    Meld dich einfach, falls es Probleme geben sollte

  • #209

    Chrisf* (Freitag, 10 Mai 2019 13:32)

    @Bukem
    Ich hatte dem begutachtenden Arzt, auf seine frage nach erstmaligem Konsumbeginn und Konsumsteigerung und Häufigkeit von der damaligen mpu wahrheitsgemäß berichtet( anfänglicher probierkonsum mit folgender Steigerung bis zum konsum über Monate, ausschließlich Cannabis)
    keine anderen btm und kein mischkonsum.
    Damals wurde ich im Straßenverkehr auffällig.
    Desweggen auch die mpu.
    Dieses mal keine teilnahme am Straßenverkehr wieder nur cannabiskonsum aber ohne wirklich verwertbaren beweis ( ohne positive klinische Befunde)
    Hatte dem Gutachter auch erzählt, das ich mich nicht im berauschten Zustand in ein Kfz setze, da es einfach eine Gefahr für leib und leben anderer und auch meiner selbst ist und ich mir dessen stets bewusst bin.
    Wie gesagt zugegeben wurde seltener konsum 2-3 mal im jahr zu Geburtstag/Silvester, aber auch nicht jedes Jahr.
    Die Gutachtenstelle bei der ich dieses absolvieren muss, schickt Gutachten ausdrücklich nur an den Antragsteller und an keine Behörde.
    Danke schon mal und falls es probleme geben sollte, würde ich mich gerne an sie wenden

    Mfg

  • #210

    Bukem (Sonntag, 12 Mai 2019 12:51)

    @Chrisf :das klingt für mich soweit völlig okay. Klar, melde Dich bei Bedarf.

  • #211

    B.Blair (Freitag, 17 Mai 2019 02:48)

    Guten Abend Herr Schüller,
    Es geht um folgendes: Ich bin gerade dabei die Fahrerlaubnis für den M Führerschein also den 50er zu erwerben. Allerdings habe Ich im letzten Jahr oft harte Drogen Konsumiert also Amphetamin und habe auch 2 Anzeigen desewegen bekommen. (Jeweils wegen 1 Gramm) waren aber 6 Gramm in Wirklichkeit :D. Ebenso wurde bei mir Paranoide Schizophrenie festgestellt als Ich zum Schluss in die Psychatrie eingewiesen wurde. Seitdem Ich entlassen wurde aus der Psychatrie hab Ich kein Amphetamin mehr angefasst und heutzutage rauch ich nur noch gelegentlich mal einen Joint mit meiner Frau. Ebenso bin Ich auch nicht mehr psyschich Krank und Ich bin Welten von dem Mann der Ich noch bis Mitte November letzten Jahres war. Meine Frage jetzt Konkret an sie: Glauben Sie es wird Probleme geben mit der Führerscheinstelle bei der Erteilung der Fahrerlaubnis ?

  • #212

    Bukem: (Freitag, 17 Mai 2019 08:54)

    @B.Blair: Dann müßtest du davon ausgehen, dass die FSST irgendwann vor Erteilung der Fahrerlaubnis nicht nur ein äG, sondern wohl ein MPU von dir verlangen wird.
    Ich kann dir deshalb schon jetzt nur raten, auch den Cannabiskonsum vollständig einzustellen. Gerade auch wg der früheren psychischen Erkrankung, kann es durchaus helfen, auch verkehrstherapeutische Hilfe zum Bestehen der MPU in Anspruch zu nehmen.
    Am besten wendest du dich bitte direkt an Herr Schüller und fragst nach seiner Meinung.

  • #213

    Miles (Freitag, 17 Mai 2019 09:18)

    Meine Anzeige über Besitzes von 1,5 gr Cannabis wurde fallen gelassen. Bzw. konnte denke ich nicht geklärt werden ob mir die 1,5 gr gehören. Habe bereits eine fallen gelassene Anzeige wegen Cannabis, welche jedoch scgon 2 Jahre zurück liegt. Bei dieser hatte ich tatsächlich etwas bei mir am Körper. Jedoch hat sich damals die Führerscheinstelle nicht gemeldet. Ich habe noch nie Urin oder Blut abgegeben welche einen Konsum bestätigen würden.

    Jetzt meine Frage. Muss ich trotz fallen gelassener Anzeige Angst haben zu einem ärztlichen Gutachten vorgeladen zu werde ?

    Wohne im Kreis Stuttgard.

  • #214

    Bukem: (Freitag, 17 Mai 2019 09:39)

    @Miles: Eigentlich darf ohne einen sog Verkehrsbezug in einem solchen Fall kein äG angeordnet werden, aber , hey, die Realität sieht deutlich anders aus.
    Ja, da kommt ein äG, dem du dich lieber beugen solltest.
    Da du aber nicht beim Fahrzeugführen unter THC Einfluss auffällig geworden bist, ist das leicht zu erledigen.
    Du musst lediglich die richtige zeitliche Trennung zwischen Konsum und Fahren darlegen, darfst nie THC und Alkohol zusammen konsumieren, nie, und nie irgendwelche anderen Drogenaußer thc konsumiert haben, egal wann und wo.
    Und richtig zeitlich trennen tust du, indem du mind 72 Stunden nach dem Konsum wartest, bevor du fährst, damit der THC Wert runter gehen kann.

    Isch ja gefährlich unter THC Einfluss das Fahren, und des weischt du ja. Drum machscht das nicht, dann hebt das scho.

  • #215

    Miles (Freitag, 17 Mai 2019 11:23)

    @Bukem

    viel dank schonmal für die schnelle antwort.
    Wann kann ich denn mit der Aufforderung zum äG rechen und wird da ehr ein urin-,blut-, oder Haartest durchgeführt ?

  • #216

    Miles (Freitag, 17 Mai 2019 11:54)

    @Bukem

    Wie sieht das mit dem Abbaustoff, also THC-COOH aus ? Wo wird da der Cut-off-Wert beim äG gesetzt ?

  • #217

    Bukem (Freitag, 17 Mai 2019 12:58)

    @Miles :weiß ich nicht, wann. Oftmals ca drei Monate nach dem Verkehrsverstoß, den du ja eben nicht gehabt hast.
    Im Zweifel Urin oder Haaruntersuchung bei Leuten, wo es wirklich um den Konsum Nachweis geht.
    Weil du ja keinen Verkehrsverstoß gehabt hast, kann es theoretisch auch nur ein Gespräch geben.
    Für dich zur Beruhigung. Du kannst sogar bis zum Eingang der Ladung gemäßigt weiter konsumieren, denn du hast ja eben keinen Verstoss gehabt unter Thc Einfluß.
    Wenn die Ladung kommt, bitte Konsum einstellen.
    Das Gutachten bestehst du mit Hinweis auf die richtige zeitliche Trennung, die musst du halt konsequent durchziehen.
    Thc Cooh Restwerte sind dann klar vorhanden, aber unbeachtlich. Erst wenn diese 150 ng betrügen, wäre es es Gefährlich. Aber mit einem gemäßigten Konsum einmal die Woche kommst du nie hin

  • #218

    Miles (Samstag, 18 Mai 2019 13:17)

    @Bukem

    Vielen Dank

  • #219

    Alex (Montag, 20 Mai 2019 19:47)

    Guten Tag,
    im Februar bekam ich ein Brief, dass ich btm (20 xtc, 2g koks) aus dem darknet bestellt und besessen habe. Meine Adresse kam in einer (sehr langen) Excel Liste vor. Das Verfahren wurde nach $ 170 abs. 2 eingestellt.
    Ich habe gelesen, dass wenn im Ermittlungsverfahren nichts heraus käme, das auch nicht an die Führerscheinstelle gehe. Wie sehen Sie das?
    Lohnt es sich außerdem, bei der Führerscheinstelle nachzufragen? Weil wenn sie davon mitbekommt, würde sie ja in jedem Fall ein ä.G. anordnen.

  • #220

    Bukem (Dienstag, 21 Mai 2019 11:49)

    @Alex : erlangt die FSST von dem Vorgang Kenntnis, wird sie ein äG anordnen, um zu überprüfen, ob du harte BtM, also alles ausser Cannabis, konsumiert hast.
    Deine Frage mit der Weiterleitung an die FSST kann ich im Moment noch nicht beantworten.
    Hast du denn in dem Strafverfahren irgendwelche Angaben gemacht, etwa zum Bestellen der BtM oder zu deinem Konsumverhalten?
    Du solltest keinesfalls selbst Kontakt mit der FSST aufnehmen, du solltest keinesfalls irgendwelche BtM im Moment konsumieren ausser Cannabis, zb einmal die Woche etwa am Freitag, wenn du sicher garantieren kannst, erst frühestens am Montag wieder Auto zu fahren.
    Ich kann dir keine Entwarnung geben, es ist vermutlich sinnvoll, wenn du Herrn Schüller persönlich kontaktierst.
    Mail steht oben

  • #221

    Alex (Dienstag, 21 Mai 2019 12:04)

    @Bukem Angaben wurden keine gemacht. Und Auto Fahren tue ich sehr selten. Mit der Strategie fahre ich momentan auch. Danke für die Antwort :)
    Oben habe ich gelesen, dass beim ä.G. ein Cutoff von 150ng /ml thc cooh zur Bestimmung von regelmäßigem Konsum angesetzt wird. Ich lese oft aber auch etwas von 75ng. Wann wird welcher verwendet?

  • #222

    Bukem (Mittwoch, 22 Mai 2019 12:25)

    @Alex: da kriegen wir was durcheinander.
    Der Wert von 150 ng/ml rechtfertigt die behördliche Einordnung als sog. Dauerkonsument. Rechnet man den bei ca 3-4 tägiger Konsumpause runter, kommt man auf die 75ng. Thc Cooh hat eben etwa eine dreitägige Halbwertszeit.
    Dauerkonsumenten wird per se die Fahreignung abgesprochen, es bedarf bei denen keines Verstoßes mehr mit 1,0 oder mehr ng aktiven Thcs.
    Bei ärztlichen Gutachten kommt es darauf an, ob schon uberhaupt noch etwas nachgewiesen werden kann.
    Schnelltests in Apotheken und viele der verschiedenen polizeilich verwendeten haben einen cutoff von 20 ng

  • #223

    Ton (Sonntag, 26 Mai 2019 20:48)

    Guten Tag Herr Schuller.
    Ich habe eine rechtliche Frage zur Beantragung für Akten Einsicht.Wenn ein Ra Akten Einsicht beantragt muss dann zu erst akteneinsicht erfolgen oder kann die Staatsanwaltschaft schon vorher die Anklage wegen zb. geringfügigkeit einstellen?
    Mir geht es darum ob man so zeit gewinnen kann weil es sich ja dann alles in die Länge zieht.
    Ich hoffe ich konnte die frage verständlich rüber bringen.
    Mfg

  • #224

    Bukem (Montag, 27 Mai 2019 13:28)

    @Tom :grds kann eine Einstellung insbesondere wg fehlendem Tatverdachts auch schon erfolgen, bevor die beantragte Akteneinsicht gewährt worden ist.
    Aufgrund der personellen Überlastung der Justiz halte ich das aber für wenig realistisch und ist mir in meiner Praxis noch nicht begegnet.
    Bei Interesse, Herr Schüller ist bundesweit tätig.

  • #225

    Wagner (Dienstag, 28 Mai 2019 13:27)

    Ich habe bei einer polizeikontrolle gestanden xtc genommen zu haben, gefunden wurden in der wohnung meiner ex und mir lyrica tabletten und ein angerauchter joint. Eine blutentnahme erfolgte nicht. Jetz wurde mit der führerschein entzogen . Grund einnahme harter drogen. Kann ich dagegen vorgehen ?

  • #226

    Ak (Dienstag, 28 Mai 2019 23:00)

    Hallo Herr Schüller,ich wurde vor kurzem beim Rauchen eines joints erwischt,ohne verkehrsbezug. Gefunden wurde zudem ein weiterer stümmel in meiner Zigarettenschachtel. Getestet wurde bei der Kontrolle nicht. Allerdings werde alles an die Führerscheinbehörde weitergereicht. Bisher wurde ich telefonisch von der Polizei kontaktiert (keine Ahnung,wo die meine nr her haben) Fand ich seltsam,da in der Regel ja Post mit einer Vorladung rausgehen. In dem Telefonat wurde ich zum Dealer befragt und nebenbei wurde erwähnt,dass ich als Sozialpädagoge tätig bin,was während der Kontrolle auch keine Rolle spielte,allerdings der Wahrheit entspricht.
    Kann es durch einen so „kleinen“ Vorfall tatsächlich zu einem Berufsverbot kommen? Der Vorfall an sich dürfte ja nicht so „schlimm“ sein,dass er im erweiterten Führungszeugnis auftaucht,oder?
    Muss ich mir Bzgl eines anstehenden äG Sorgen machen? Rauche 1-2 mal in der Woche und achte tatsächlich auf 72std Trennung,was das fahren angeht. Keine harten Drogen,kein Mischkonsum.
    Liebe Grüße:)

  • #227

    Bukem (Mittwoch, 29 Mai 2019 10:22)

    @Wagner : Grundsätzlich rechtfertigt der belegte Konsum von harten BtM, also alles ausser Cannabis, den Verlust der Fahreignung und damit den Entzug der Fahrerlaubnis.
    Natürlich kann man das mit Widerspruch und Klage überprüfen lassen und natürlich gibt es gewisse halbwegs erfolgversprechende Verteidigungsstrategien. Zb, wenn man eine Lebenskrise und einen jetzt erfolgten Verhaltenswandel belegen kann.
    Dazu braucht man aber nicht nur anwaltliche, sondern auch verkehrspsychologische Hilfe.

    Grundsätzlich laufen Rechtsmittelfristen ab. Deshalb bei Interesse sofort per Mail an Herrn Schüller wenden. Er ist bundesweit tätig.

  • #228

    Bukem (Mittwoch, 29 Mai 2019 10:31)

    @Ak :der Teufe steckt da wie so oft im Detail.

    Kann dir da absolut keine Entwarnung geben, sondern muss dich eindringlich warnen und ernsthaft raten, asap mit Herrn Schüller direkt per Mail Kontakt aufzunehmen. Denn das hier übersteigt meine bescheidenen Kenntnisse.

    Was ich weiß, ist :Du kannst tatsächlich dauerhaft als ungeeignet betrachtet werden, etwa bei einer Verurteilung wegen einer BtM-Straftat,Jugendliche zu beschäftigen oder auszubilden.
    Das regelt § 25 JArbSchG. Wer wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz verurteilt wird, der darf nicht mehr mit Jugendlichen arbeiten.

    Das Verbot richtet sich nicht nur an den Arbeitgeber, sondern auch an alle anderen Personen, welche Jugendliche beschäftigen, anweisen, beaufsichtigen oder ausbilden. Für Erzieher, Lehrer oder sonstige pädagogische Berufsbilder stellt § 25 JArbSchG faktisch ein Berufsverbot dar.

    Ob dir das tatsächlich drohen könnte, hängt sicherlich mit dem Ausgang des Strafverfahrens zusammen und das solltest du jetzt keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen.
    Vernehmung am Telefon klingt äußerst ominös.
    Du brauchst jemanden, der Akteneinsicht nimmt und filtert, was eigentlich genau an Beweisen und Aussagen vorliegt.
    Herr Schüller ist bundesweit tätig. Bitte sofort per Mail melden.
    Ich wünsche ernsthaft alles Gute

  • #229

    Muro (Mittwoch, 26 Juni 2019 07:03)

    Sehr geehrter Herr Schüller und Herr Bukem, ich hätte da eine wichtige Frage an Sie die mir schon seid paar Tagen den Kopf zerfrisst. Unzwar hab ich einen Kollegen zu einem anderen Kollegen gefahren bei dem gerade in dem Zeitpunkt eine Hausdurchsuchung stattfand. Ich hatte mein Führerschein erst seid 2 Wochen und hatte 3 Wochen davor das letzte mal THC konsumiert. Als wir nun also ich vor der Haustüre geparkt hatte kamen insgesamt 9 Zivilpolizisten auf das Auto zu gerannt, haben uns rausgezogen und beiden Handschellen angelegt. Sie meinten wir sind vorläufig festgenommen wegen Verdachts auf Drogenbesitz. Nachdem sie im Auto nichts gefunden hatten haben sie mich gefragt ob ich unter Drogen stehe. Ich meinte Nein keine Ahnung wie Sie darauf kommen und was das ganze hier soll. Die haben mich gegen das Auto gedrückt und nochmals gefragt ob ich Kokain zu mir genommen hab ich sagte das ich das nie gemacht hab. Nach paar Minuten fragte er mich ob ich bekifft wäre ich sagte daraufhin wieder Nein ich bin normal habe mein Führerschein neu bekommen. Dann hat der von mir gewollt das ich meine Augen zumachen soll weil er glaub ich schauen wollte ob da irgendwas flattert :). Daraufhin hat er mich gefragt wann ich das letzte mal Gras konsumiert habe, ich Dummkopf habe vor lauter Muffe gesagt das das vielleicht paar Jahre her sind weil die Situation echt ernst wurde also die waren schon jederzeit bereit mich zu schlagen also so kam es mir vor. Dann meinte er er wolle das ich Urin abgebe. Ich habe zweimal gesagt ich will das ganze nicht ich will lieber eine Blutprobe abgeben. Die meinten ich muss ich hätte keine andere Wahl. Ich hatte Null Ahnung was für Rechte ich hatte und habe bei der dritten Aufforderung darauf bestanden es zu machen. Wir gingen in das Haus des Kollegen ins Wc um dort das ganze dann auszuüben. Ich musste mich bücken und in ein Gefäß mein Urin abgeben. Nach zwei Teststreifen meinte er da wär was wegen THC und ich müsse mit zur Wache um Blut abzugeben. Habe das ganze mitgemacht war sehr freundlich unterwegs obwohl ich mir echt gedemütigt vorkam. Lange Rede kurzer Sinn. Habe dort Blut abgegeben und mein Führerschein wurde mir weggenommen daraufhin meinten die ich könne nach 24 Stunden wieder fahren was ich Null verstanden habe da ich ja den Lappen nicht mehr hatte. Viele Kollegen meinten die dürfen das eigentlich nicht und paar meinten das bei Ihnen auch bei so einem Fall also positiv im Urintest auch nicht der Lappen direkt abgenommen wurde. Das ganze ist im April passiert. Vor einer Woche hab ich nun ein Brief bekommen von der Bußgeldbehörde. 1 Monat Sperre mit 650 Euro Geldstrafe. Ich habe 4 Monate frisst um mein Führerschein abzugeben die ich nicht mal habe. THC 2,8 ng/ml THC-OH 1,0 und THC COOH 6,1 also das stand auch noch drin. Auch wenn diese Werte vorallem 2,8 THC für mich nach 3 Wochen kein Konsum unwahrscheinlich ist bin ich bereit das Geld zu zahlen und mein Führerschein die ich nicht mal habe für ein Monat abzugeben. Meine Frage ist jetzt muss ich wegen dem ganzen eine MPU machen oder nicht ? Danke für Ihre Aufmerksamkeit

  • #230

    Bukem (Mittwoch, 26 Juni 2019 10:16)

    @Muro : kleine Zusammenfassung, du bist eben noch unter aktivem Thc Einfluß gefahren. Deshalb jetzt das Bußgeld und 1monatige Fahrverbot.
    Das ist aber nur das kleinere Problem. Sollte in der Akte der Polizei drin stehen, dass du ausgesagt hast, schon vor Jahren Thc konsumiert zu haben, ist deine Fahrerlaubnis in großer Gefahr.
    Du musst unbedingt vollständig aufhören, Cannabis zu konsumieren. Hast du seitdem weiter geraucht?
    Du wirst nämlich kurzfristig zu einem ärztlichen Gutachten geladen. Wird dort Thc Cooh nachgewiesen, droht auch so der Verlust der FE oder davor noch eine Mpu.
    Bitte antworte, damit ich dir eine Strategie erklären kann

  • #231

    Muro (Mittwoch, 26 Juni 2019 15:28)

    Zuerst mal danke für schnelle die schnelle Antwort Herr Bukem. Nein ich mach gar nichts mehr seid dem Konflikt also seid April. Ich geh heute zur Führerscheinstelle um nachzufragen was Sache ist. Ich mein die wollen mein Führerschein für ein Monat haben und ich hab ihn ja nicht mal. Ich hätte 4 Monate Zeit um ihn abzugeben also Frist. Glauben Sie nicht das Sie ihn rausgeben müssen bis dahin ? Ich mein mein THC COOH wert war ja auch ziemlich gering oder nicht?

  • #232

    Muro (Mittwoch, 26 Juni 2019)

    Hallo nochmals war nun bei der Führerscheinstelle. Die haben mir mein Führerschein rausgegeben und meinten das ich in den nächsten paar Tagen einen Brief bekomme wegen ärztliches Gutachten. Glauben Sie das ich in 2 Monaten sauber bin und was erwartet mich dort wie sollte ich vorgehen. Habe extra gefragt wegen Mpu die meinten falls da nichts rauskommen sollte wäre alles in Ordnung und ich dürfte weiterhin mein Führerschein behalten. Danke im Voraus das Sie sich Zeit nehmen.

  • #233

    Rechtsanwalt Schüller (Donnerstag, 27 Juni 2019 10:56)

    @Muro:

    Entweder es wird ein ärztliches Gutachten angeordnet (Konsummusteranalyse, klingt eher unwahrscheinlich wegen Ihrer Aussage mit dem Konsum vor Jahren...aber wenn die FSST das so ankündigt, klingt das gut) oder eben die MPU. Im Falle des ärztlichen Gutachtens das hier beachten:

    https://www.strafverteidiger-schueller.de/schwerpunkte/fahrerlaubnisrecht/%C3%A4rztliches-gutachten-wegen-cannabis-die-6-stunden-regel-und-der-experimentelle-konsum/

    Wenn das Gutachten schief läuft, droht das Begutachtungskarussell:

    https://www.strafverteidiger-schueller.de/2019/06/18/neues-urteil-des-bverwg-zum-cannabiskonsum-mogelpackung-und-gelddruckmaschine-f%C3%BCr-t%C3%BCv-pima-dekra-und-co/

    Ich weise darauf hin, dass es fahrlässig ist, ohne Akteneinsicht ins Gutachten zu gehen. Egal ob ärztliches Gutachten oder MPU. Aus welchem Bundesland kommen Sie bitte?

  • #234

    Muro (Freitag, 28 Juni 2019 07:19)

    Baden Württemberg. Wie gesagt ich habe aufgehört im April und seid dem mach ich nichts mehr. Die Dame bei der Führerscheinstelle meinte ärztliches Gutachten also ich müsse einmal Urin abgeben und wenn da nichts rauskommen würde wäre alles erledigt und ich dürfe mein Führerschein behalten. Ich hab nun ein Mann von der MPU Stelle kennen gelernt der meinte wenn das Brief ankommt soll ich mich bei ihm melden er sagt mir was ich sagen soll falls ein Gespräch auf mich zukomme. Ich bedanke mich nochmals herzlich für Ihre Aufmerksamkeit die Herren. Werde diese Seite weiterempfehlen und falls ich einen Anwalt wegen solche Delikte mal brauchen sollte melde ich mich bei Ihnen Herr Schüller

  • #235

    Rechtsanwalt Schüller (Samstag, 29 Juni 2019 14:44)

    Einen Mann von der MPU Stelle kennen gelernt? Dann hoffe ich mal, dass es nicht die Stelle ist, wo Sie auch das Gutachten machen. Wäre mir neu, dass Gutachterstellen solche Ratschläge erteilen. Dennoch viel Glück.

  • #236

    Matthias (Montag, 01 Juli 2019 12:56)

    Bei einer Hausdurchsuchung wurden Gebrauchsutensilien mit Anhaftungen von Amphetamin bei mir gefunden.
    Nun soll ich ein ärztliches Gutachten beibringen.

    Welche Untersuchung muss ich machen Blut, Urin oder Haar und welche Begutachtungsstelle ist dazu berechtigt, kann ich zum Beispiel auch zum Hausarzt oder Gesundheitsamt gehen?

  • #237

    Rechtsanwalt Schüller (Dienstag, 02 Juli 2019 10:16)

    @Matthias:

    Übliche Begutachtungsstellen sind PIMA, Dekra, AVUS oder TüV. Wobei ich vom TüV nur warnen kann.

    So wie ich die Lage einschätze, sind bei Ihnen einige Fragen offen. Es werden gerne Haare genommen. Das ist gefährlich, nicht zuletzt weil es bei der Haaranalyse oft falsche Ergebnisse gibt. Hausarzt geht nicht. Gesundheitsamt müsste bei der FSST erfragt werden.

    Haare dürfen letztmalig vor dem Zugang des Schreibens mit der Aufforderung zur Begutachtung geschnitten worden sein. Haare wachsen mit 1 cm pro Monat.

    Wenn man den Konsum harter Drogen zugibt, ist der Führerschein weg. Gelegentlicher Konsum von Cannabis (max 1 bis 2 x die Woche) schadet nicht. Wenn man Mischkonsum mit Alkohol zugibt, ist der Führerschein weg...

    Ohne Akteneinsicht in die Führerscheinakte ist das ganze Procedere ein verwaltungsrechtlicher Blindflug und ist dem Grunde nach nicht anzuraten, aber das ist Ihr Risiko,

  • #238

    Matthias (Dienstag, 02 Juli 2019 10:59)

    Ich möchte/werde den gelegentlichen Konsum von Cannabis 2-3 mal im Monat und Amphetamin alle 1-3 Monate zugeben, ist das ratsam?
    Alkohol trinke ich seit sieben Monaten nicht mehr.
    Kann ich die Haaranalyse verweigern und welche der beiden anderen Untersuchungen ist ratsam?
    Ich werde um die Zusendung meiner Führerscheinakte bitten, geht das?

  • #239

    Bukem (Dienstag, 02 Juli 2019 14:31)

    @Matthias, nein, das ist nicht ratsam. Der selbst eingeräumte und durch das äG belegte Konsum von jeder harten Droge führt zum Verlust der Fahreignung und zum Entzug der Fahrerlaubnis.
    Harte Drogen sind ALLES ausser Cannabis.
    Wenn du also regelmäßiger Amphetamine konsumierst, werden die auch im Haar grundsätzlich nachweisbar sein.
    Übrigens wird bei Haaranalysen je nach Labor und Untersuchungsmethode mitunter auch auch andere Körperbehaarung zurückgegriffen.
    Anders formuliert, deine Fahrerlaubnis ist grad in Gefahr wie ein Nadelwald in Mecklenburg-Vorpommern. Das ist wirklich brandgefährlich.
    Schon deshalb wäre hier sofortige anwaltliche Hilfe nicht nur geboten, sondern wohl das einzige, was dich rettet.
    Ob du alleine Akteneinsicht erhältst, weiss ich tatsächlich nicht. Herr Schüller wird mich bestimmt korrigieren, ich glaube schon, aber ob du die vollständige Akte bekommst, bezweifle ich. Aber selbst wenn, was willst du damit anfangen.
    Es gibt eben Gründe, manche Dinge Leuten zu überlassen, die das hauptberuflich machen.
    Blinddarm OPs zb oder eben Fahrerlaubnisrecht.

    Herr Schüller ist bundesweit tätig. Bitte sofort per obiger Mail melden

  • #240

    Rechtsanwalt Schüller (Dienstag, 02 Juli 2019 22:10)

    @Matthias:

    Zu Ihrer Frage, ob es ratsam ist, den gelegentlichen Konsum von harten BtM einzuräumen, schauen wir uns zusammen mal die Nr. 9.1. in der Anlage 4 der FeV an:

    https://www.gesetze-im-internet.de/fev_2010/anlage_4.html

    Sie können natürlich um Zusendung der Akte bitten. Nur man wird Sie Ihnen nicht zusenden.

    Und die Haaranalyse können Sie nicht verweigern. Sie können nur dafür Sorge tragen, dass statt der Haare Urin genommen wird.

    Sie können gerne probieren, sich da durch zu manövrieren. Das ist kein Drama. Mehr als Ratschläge erteilen kann man hier nicht. Wenn Sie der Meinung sind, das selber auf die Kette zu kriegen, drücke ich Ihnen die Daumen, dass Sie Recht haben damit.

  • #241

    Daniel (Mittwoch, 03 Juli 2019 18:11)

    Wurde während dem parken angehalten, habe Blut abgeben müssen was positiv auf THC war obwohl ich 4 Wochen nicht konsumiert habe. War bei der FSS und die meinten ich müsse ein ärztliches Gutachten durchführen. Nun hab ich einen Brief bekommen da drin steht ich solle eine medizinisch-psychisches Gutachten vorlegen und das binnen 3 Monaten. Wurde im Jahr 2014 mit einem Kollegen im Auto angehalten und mit 2 Gramm Gras erwischt (Kollege gefahren und ich hatte kein Führerschein zu der Zeit), die Anzeige wurde fallen gelassen. Dadurch liegt ein gelegentlicher Konsum vor. Kein Plan was ich jetzt machen soll, sollte ich zu einem Anwalt, Kann der mich da rausholen oder muss ich diese Geldmacherei durchmachen? Danke

  • #242

    Rechtsanwalt Schüller (Mittwoch, 03 Juli 2019 21:17)

    @Daniel:

    Das klingt ominös. Wie hoch war denn der THC Wert? Nach 4 Wochen müsste der doch eigentlich unter 1,0 ng/ml gewesen sein. Der THC COOH Wert sollte eigentlich auch nicht mehr so hoch sein.

    Hier fehlen entweder ein paar entscheidende Infos Ihrerseits oder die Behörde baut Mist. Oder beides.

    Wurde 2014 ein ärztliches Gutachten angeordnet gegen Sie oder war die Sache mit dem Strafverfahren erledigt?

    Wie gesagt: Erstmal sagen Sie mir, wie hoch der THC und der THC COOH Wert waren. Und aus welchem Bundesland Sie kommen wäre auch von Interesse. Dann kann ich hoffentlich mehr sagen.

  • #243

    Daniel (Mittwoch, 03 Juli 2019 21:56)

    2,4 THC und 5,8 THC COOH...nein die Anzeige wurde damals fallen gelassen war dafür extra auch bei der FSS und wollt nachfragen ob ich deswegen nun MPU machen muss. Die Dame hat mich ein Moment angeschaut und gemeint das die da wegen 2 Gramm nicht rummachen, ich meinte was wenn jemand anders falls ich einen Antrag schicke anderer Meinung ist. Dann hat die des ganze durchgestrichen und darunter geschrieben keine Rücksprachmaßnahme. Heute hab ich ein Brief bekommen mit der Anordnung Medizinisch psychisches Gutachten in binnnen 3 Monate. Ich fahr Ende dieses Monats für ein Monat ins Urlaub wie soll das ganze funktionieren? Ich hab echt Null Plan was ich dazu sagen soll

  • #244

    Daniel (Mittwoch, 03 Juli 2019 21:58)

    Aus Karlsruhe

  • #245

    Bukem (Freitag, 05 Juli 2019 10:24)

    @Daniel : Wenn Du da "rausgeholt" werden willst, wie Du gesagt hast, bietet sich hier anwaltliche Hilfe an. Und zwar sowohl in fachlicher Sicht als auch was die Kommunikation mit der FSST betrifft. Herr Schüller ist natürlich bundesweit tätig.

  • #246

    Ried (Freitag, 05 Juli 2019 13:33)

    Sehr geehrter Herr Schüller und Herr Bukem,
    ich bräuchte dringend Auskunft zu einem aktuellen Strafbefehl.
    Vor ca. 3 Monaten wurde ich in einem Nachtclub einer Personenkontrolle unterzogen. Hierzu zitiere ich die Ermittlungsakte die ich zur Einsicht beantragt habe.

    "Herr R. konnte gegen 01.50 Uhr durch mich, KOK B. beobachtet werden, wie er eine der vorhandenen Toilettenkabinen aufsuchte.
    Nachdem Herr R. die Kabine betreten hatte, konnte ich ein eindeutiges Rascheln und im Anschluss Schniefgeräusche wahrnehmen. Es war davon auszugehen, dass Herr R. soeben Betäubungsmittel konsumiert hat.
    Als Herr R. die Toilettenanlage verließ veranlasste ich, dass er einer Personenkontrolle unterzogen wurde."
    ...
    Herr R. wurde durch KOM P., durchsucht. Hierbei wurden in seiner Unterhose Ecstasy und Amfetamin gefunden.

    Sichergestellte Gegenstände:
    - 0,ll Gramm Amfetamin inDVT - 2 Ecstasy-Tabletten in Taschentuchverpackung

    Nun stellt sich mir die Frage ob das hören des raschelns und das angebliche Schniefen ein Beweis für den Konsum von BtM sind.
    Ein drogenscreening wurde nicht durchgeführt. Der Konsum wurde nicht zugegeben und ist in der Akte auch nicht weiter genannt.
    Die Führerscheinstelle hat sich bisher noch nicht gemeldet, jedoch mache ich mir große sorgen das bald etwas kommt.
    Ist bei beschriebenem Sachverhalt möglich das die Fahrerlaubnis direkt entzogen wird, oder kann trotzdem mit einem ÄG gerechnet werden?


    mit freundlichen grüßen

    Felix

  • #247

    Bukem (Sonntag, 07 Juli 2019 12:24)

    @Felix :die Sorgen machst du dir zu recht. Der Strafbefehl sagt was genau aus? Oder war das eine Einstellung gg Geldauflage?
    Kurz gesagt, die FSST wird sicher tätig. Mit äG, wenn geklärt werden soll, ob ein Konsum erfolgte. Mit der Mpu netterweise, wenn der Konsum harter BtM feststeht. Da könnte sie auch schon direkt die FE entziehen

    Was da genau bei dir los ist, sollte vorsichtshalber anwaltlich schon jetzt geklärt und begleitet werden. Du solltest vorsorglich schon jetzt dich um Abstinenznachweise und eine verkehrspsychologische Betreuung kümmern, in Absprache mit dem Anwalt. Wie ist es denn? Hast du seitdem weiter konsumiert?

  • #248

    Rechtsanwalt Schüller (Sonntag, 07 Juli 2019 20:11)

    @Daniel:

    Es ist fraglich, ob man da noch den gelegentlichen Konsum heraus argumentiert bekommt. Das ist ohne Akteneinsicht schwer zu sagen. Tendenziell würde ich jetzt tippen, dass die jetzt das mit Dir vorhaben:

    https://www.strafverteidiger-schueller.de/2019/06/18/neues-urteil-des-bverwg-zum-cannabiskonsum-mogelpackung-und-gelddruckmaschine-f%C3%BCr-t%C3%BCv-pima-dekra-und-co/

    Da sind einige Fallstricke zu beachten. Zuerst müsste man halt klären, ob die Anordnung der MPU überhaupt rechtmäßig war, aber das sprengt den Rahmen etwas für eine Ferndiagnose hier im Forum, da ich zu wenig Infos habe.

  • #249

    Rechtsanwalt Schüller (Sonntag, 07 Juli 2019 20:15)

    @Ried:

    Ob die direkt entziehen oder erst mit einem Gutachten aufwarten, kann ich nicht beurteilen. Kommt darauf an, wie der Sachbearbeiter gestrickt ist. Chance 50/50 würde ich aus dem Bauch heraus sagen.

    Wenn der Führerschein wichtig ist, kann das hier ein Ausweg sein:

    https://www.strafverteidiger-schueller.de/2018/01/24/entziehung-des-fs-abgewendet-durch-ausnahmeregelung-bei-33-ng-ml-thc-206-ng-ml-thc-cooh-und-16-9-ng-ml-amphetamin/

    Wenn der Führerschein nicht so wichtig ist: Laufen lassen.

  • #250

    Felix (Montag, 08 Juli 2019 08:55)

    @bukem #247
    Der Strafbefehl sagt aus das ich wegen dem mitführen genannter Substanzen 50 Tagessätze bekomme.
    Seit den Vorfall wurde nicht Konsumiert, ich bin seit 3 Monaten Abstinent und im Ausland, deswegen konnte ich mich bisher nicht um Abstinenz nachweise kümmern. Ich werde mir baldmöglichst einen Anwalt nehmen.

    Angenommen die FE soll direkt entzogen werden . Kann der Anwalt dagegen einsprechen, mir der Begründung das kein Konsum nachgewiesen wurde? Und stattdessen ein ÄG verlangen.
    Was für ein Fachgebiet ist für den Fall nötig? Verkehrsrecht, Verwaltungsrecht oder Strafrecht?

    Vielen dank für die Unterstützung
    Mit freundlichen Grüßen
    Felix

  • #251

    Bukem (Montag, 08 Juli 2019 09:34)

    @Felix: da sprichst du was an. Ehrlich gesagt, jemand, der genau in der Schnittmenge dieser Rechtsgebiete Experte ist.
    Viele Kollegen übersehen immer wieder spezifische Besonderheiten der einzelnen Rechtsgebiete. Etwas, was sich strafmildernd in einem BtM Strafverfahren auswirken kann, führt bei der FSST unweigerlich zum Verlust der Fahreignung.
    Um das abzukürzen:
    Diese Verfahren werden nahezu ausschließlich schriftlich geführt. Es wäre daher egal, ob dein Anwalt in Stuttgart, Rostock oder Bremen säße. Herr Schüller ist bundesweit tätig und ganz ehrlich im Vertrauen, bundesweit führt auch kaum ein Weg an ihm vorbei.
    Und zu deiner inhaltlichen Frage, das wäre zb ein Punkt, den man abarbeiten müsste. Klar.
    Allerdings braucht jeder Anwalt erstmal Akteneinsicht, um sich konkret einen Überblick zu verschaffen

  • #252

    Rechtsanwalt Schüller (Montag, 08 Juli 2019 21:47)

    @Felix:

    Sie können und sollten nicht in mentalen Drehtürmodus alle möglichen Möglichkeiten durchdenken, wie die Sache sich entwickeln kann. Drücken Sie mal auf Pause, guter Mann.

    Wenn der Führerschein wichtig ist und Sie jetzt aus welchen Gründen auch immer noch keinen Anwalt beauftragt haben, dann machen Sie wenigstens Abstinenznachweise (Urin, 6 Monatsprogramm bei AVUS, PIMA, Dekra oder TüV. Oder Moment: Streichen Sie den TüV.

  • #253

    Jörg (Montag, 08 Juli 2019 22:19)

    Guten Tag Herr Schüller,
    Ich absolvierte vor 12 Jahre nach einer Drogenfahrt mit THC und mdma erfolgreich eine MPU und erlangte die FA wieder. Nun wurde im Rahmen einer Hausdurchsuchung geringe Mengen Haschisch und 0,4g Speed inkl. Konsumutelsilien gefunden. Kein Bezug zum Straßenverkehr, keinerlei Aussage gemacht und es erfolge kein Drogentest. Strafbefehl wegen Besitz wurde angenommen - Strafverfahren ist somit abgeschlossen. Nun wird sich die FE melden. (PS das Zeugs war nicht mal meis, habe es auch nicht konsumiert.)

    Der MPU Eintrage müsste nach 10J gelöscht sein, aber ist sie es auch? Soll/muss ich im Äg darauf hinweisen und den damaligen Konsum einräumen? Dürfte ich den gelegentlichen Konusum von THC zugeben (da ich ja vor langer Zeit mit harten Drogen und THC auffällig war, wie gesagt, mit bestandener MPU)?

    Wäre in de Akteneinsicht ersichtlich ob der MPU Eintrag noch besteht oder nicht. kann die Beantragung einer Akteneinsicht mit Anwalt gegen mich verwendet werden?

    Vielen Dank für Ihre tolle Arbeit, Sie helfen so vielen damit!!

  • #254

    Hub (Dienstag, 09 Juli 2019 07:23)

    Hallo Herr Schüller, Hallo Herr Bukem,
    ich wurde vorletztes Wochenende Abends am Rande eines kleinen Stadtfestes in Stuttgart dabei erwischt, wie ich zusammen mit einem Freund eine kleine Tüte geraucht habe. Ich selbst hatte zwei vorgedrehte Joints bei mir (ca. 0,4g pro Tüte) welche mir weggenommen wurden. Ich bin über 30, Berufstätig und habe mir noch nie was zu Schulden kommen lassen.
    Die Polizisten meinten sie werden es auf jeden Falls zur Führerscheinstelle weiterleiten.
    Ich habe keine Angaben zum Konsum gemacht und auch das Protokoll wurde von mir nicht unterschrieben. Nach der Belehrung ich dürfe "ab jetzt 12 Stunden lang kein Auto fahren" habe ich den Polizisten gefragt worauf seine Aussage mit den 12 Std. basiere, etwa auf dem 1ng? Er meinte dann zu mir "sind scheinen ja ein richtiger Experte zu sein".. ich weiß nicht ob das so klug von mir war "Fachwissen" preiszugeben.
    Die Anzeige wird wohl laut deren Aussage anscheinend wg. Geringfügigkeit fallen gelassen werden, allerdings habe ich jetzt schiss vor der Führerscheinstelle oder dass ich ein ärztliches Gutachten erstellen lassen muss.
    Ich meine ich bin ja nicht Auto gefahren also es besteht absolut kein Bezug zum Strassenverkehr.

    Das blöde ist: Ich bin übernächste Woche in Barcelona im Urlaub wo ich eigentlich auch mal einen Cannabis Club aufsuchen wollte (alles schon gebucht). Jetzt habe ich allerdings Angst dort was zu rauchen um keine Probleme zu bekommen und bin seit dem Vorfall abstinent.

    Auch mache ich gerade meinen Motorrad Führerschein und stehe kurz vor der Prüfung (alle Stunden sind schon gemacht auch die Theorie).

    Muss ich wegen 2 kleinen Joints jetzt Angst vor der Führerscheinstelle haben?
    Ich habe schon von Fällen gehört (und auch hier gelesen), wo nie was von der Fsst kam. Gibt es da einen automatismus ab wann man zu einem ärztlichen Gutachter muss?
    Könnte mir ein Regelmäßiger Konsum unterstellt werden nur weil ich zwei Joints dabei hatte anstatt einen Beutel?

    Danke für die Unterstützung und liebe Grüße!
    Hub

  • #255

    Rechtsanwalt Schüller (Dienstag, 09 Juli 2019 09:00)

    @Hub:

    Hier ist strafrechtlich die Einstellung nach § 31 a BtMG zu erwarten. Die FSST könnte sich melden. Nicht sehr wahrscheinlich bei der Menge, aber trotzdem machen die das gerne. Gelegentlicher Konsum ist indes kein Problem. Nicht öfter als 1-2 x die Woche konsumieren, Auto stehen lassen für 72 Stunden danach.

    Die Voraussetzungen für die Anordnung eines Gutachtens lägen nicht vor, aber da die Anordnung eines Gutachtens nicht gesondert angefochten werden kann (erst die Entziehung kann man angreifen), sitzt die FSST am längeren Hebel.

    Aber selbst wenn Sie dies tut: Vorher können Sie im Cannabis Club noch bißchen gepflegt Spaß haben. Wenn die FSST sich irgendwann melden sollte: Konsum einstellen und hier melden. Wie gesagt: Übertreiben Sie es nicht. Wenn das ein Kifferurlaub a la Amsterdam werden sollte: Auto 1 Woche nicht anrühren.

    @Jörg:

    Die Löschfristen betragen 10 plus 5 Jahre, der Eintrag von damals wird noch in der Akte sein.

    Der Besitz von harten BtM wird hier ein ärztliches Gutachten nach sich ziehen. Konsum von Drogen (auch von Cannabis!) einstellen, bis das vom Tisch ist.

    Wenn bei der MPU damals gesagt wurde, dass Sie keine Betäubungsmittel mehr nehmen wollen, also mit Abstinenz argumentiert haben, dann könnte ein Nachweis von diesen Probleme nach sich ziehen (neue MPU, die Sie mangels ausreichender Abstinenznachweise nicht bestehen können, dann nochmals MPU etc...).

  • #256

    Jörg (Dienstag, 09 Juli 2019 21:55)

    Sehr geehrter Herr Schüller,

    vielen Dank für Ihre rasche Antwort!
    Damit ich alles richtig verstehe. Wenn ich im Äg mein Drogenkonsum vor 12 Jahren erkläre und versichere seither nie wieder irgendwas konsumiert zu haben (die Drogen-Screenings sind dabei alle komplett negativ)
    könnte ich mit einem für mich possitiven Ausgang und mit Beibehaltung der Fahrerlaubnis rechnen? Und ja, ich hatte zu jener Zeit mit Abstinenz argumentiert.

    Ich werde Ihre Seite auf jeden Fall weiter empfehlen!

  • #257

    Bukem (Mittwoch, 10 Juli 2019 08:41)

    @Jörg :genau. Das äG erfolgt, um zu erforschen, ob ein etwaiger Konsum heute noch vorliegt.
    Wie Herr Schüller aber schon erwähnt hat, können wg der früheren Abstinenz Angabe heute Probleme eben nicht komplett ausgeschlossen werden.
    Gibt es denn schon einen Termin? Sonst würde ich jetzt schnell anfangen, vorsorglich Abstinenz Nachweise zu beschaffen. Hier sollten Sie aber Herrn Schüller am besten per Mail persönlich zu befragen

  • #258

    Rechtsanwalt Schüller (Mittwoch, 10 Juli 2019 10:19)

    @Jörg:

    Wenn eingeräumt wird, dass ein Dauerkonsum vor 12 Jahren vorlag, kann es sein, dass gesagt wird, dass der seitdem verstrichene Zeitraum nicht ausreicht, um die Eignungsbedenken für erledigt zu erklären. Dann wird eine MPU angeordnet werden. Wenn es irgendwie geht, sollte bei Begutachtungen nicht mit Dauerkonsum argumentiert werden (täglich oder beinahe täglich konsumiert).

    Wenn gesagt würde, dass nach der damaligen MPU niemals wieder Drogen konsumiert wurden, sondern weswegen auch immer nur besessen worden sind, dann haben Sie gute Chancen auf ein positives ärztliches Gutachten. Wegen der damaligen Abstinenzbehauptung würde Ihnen alles andere auch um die Ohren fliegen.

  • #259

    stefan z (Mittwoch, 10 Juli 2019 15:33)

    hallo herr schüller,
    stecke in einer ziemlich mieses situation und bräuchte dringend rat.

    ...wurde am01.07 um ca. 15 uhr mit dem pkw angehalten.
    beim alktest kam 0,05 promille.ich sagte ich habe gegen 14 uhr 1 radler getrunken.
    beim urintest wurde positiv auf speed angezeigt.
    dummerweise sagte ich, ich kann mir dieses ergebnis nicht erklären,es könnte evtl. wegen einem medikament sein das ich um 10 uhr eingenommen habe.(habe tatsächlich um 10 uhr ca. 100mg tilidin eingenommen, was ich vom arzt verschrieben bekomme)
    ...angegeben habe ich aber tramadol genommen zu haben(habs in der aufregung verwechselt).
    meine frage ist jetz,was kommt auf mich zu ?

    der speedkonsum war ca. 40 std. vor der verkehrkontrolle. einmaliger konsum von ca. 0,2 g
    nach meinen recherchen könnte aus aus dem blut verschwunden sein. angenommen es ist nichts im blut. was passiert dann wegen dem tabletten und alk konsum ?
    bin verzweifelt!

    viele grüsse aus bayern

  • #260

    Bukem (Mittwoch, 10 Juli 2019 16:41)

    @Stefan : eine Blutentnahme ist erfolgt und Sie haben das Tilidin in Verbindung mit Alkohol eingenommen?
    Und zusätzlich Amphetamine?
    Es wäre schon nur mit dem Medikament fraglich, ob Sie da ein Fahrzeug führen dürften. Ist ja ein Opiat.
    Hat Ihr Arzt hierzu etwas gesagt? Über das führen sollen, sollten wir gar nicht reden. Versicherungsrechtlich sollten Sie es nicht.
    Wird der Konsum von Amphetamine nachgewiesen, ist die Fahrerlaubnis recht sicher weg.
    Ich kann hier nur dringend raten, sich umgehend kompetente anwaltliche Hilfe zu besorgen. Und zwar jetzt. Hier kommt ein strafrechtliches Verfahren oder eine Verkehrsordnungswidrigkeit in Betracht. Und später die Überprüfung durch die FSST
    Herr Schüller ist bundesweit tätig.

  • #261

    stefan z (Mittwoch, 10 Juli 2019 17:09)

    @bukem
    danke für die schnelle antwort!
    ja eine blutentnahme wurde gemacht.
    um 10 uhr wurde tilidin genommen und um 14 uhr 1 radler getrunken. um 15 uhr war die kontrolle.
    amphe wurde am sa. gegen 22 uhr konsumiert und am montag darauf um 15 uhr war die kontrolle.
    beim urintest wurden die medikamente nicht angezeigt.(denke weil es ein opioid ist und nur opiate angezeigt werden)
    hab mit meinem arzt nie über medikamente im strassenverkehr gesprochen.
    bekomme das medikament seit ca. 1 jahr verschrieben.
    meinen informationen nach ist amphe bis zu 30 std. im blut nachweisbar.
    die verkehrkontrolle war 40 std. nach dem konsum.
    viele grüsse

  • #262

    stefan z (Mittwoch, 10 Juli 2019 20:25)

    @rechtsanwaltschüller
    wie lange wird es ca. brauchen bis sich die fsst meldet ?
    muss ich den führerschein sofort abgeben auch wenn die blutprobe negativ wegen amphetamin ist ?
    danke für die antworten !
    viele grüsse

  • #263

    Bukem (Donnerstag, 11 Juli 2019 10:05)

    @Stefan :für etwaige Maßnahmen der FSST bestehen blöderweise keine Fristen.
    Zu den Fragen grad auch wg des Medikamenten Konsums solltest du direkt Kontakt mit Herrn Schüller aufnehmen

  • #264

    Thore (Montag, 15 Juli 2019 20:09)

    Ich wurde zu Fuß beim rauchen eines Joints erwischt. Polizei fand außerdem noch einen weiteren vorgedrehten. Während des Durchsuchens hatte ich dummerweise ein Bier getrunken. Muss ich mir jetzt Sorgen um meinen Führerschein machen?

  • #265

    Thore (Montag, 15 Juli 2019 20:34)

    Nachtrag: es wurde weder ein alkohol- noch ein thc test gemacht. Und ich besitze kein Auto

  • #266

    Bukem (Dienstag, 16 Juli 2019 07:34)

    @thore :mal abwarten, was der Chef noch dazu sagt. Aus welchen inhaltlichen Gründen auch immer, der nachgewiesene Mischkonsum von Thc und Alkohol führt zur Versagung der Fahrerlaubnis.
    Hier in deinem Fall sollte eigentlich mangels entsprechender Untersuchungen schon der Konsum von beidem nicht aktenkundig sein.
    Aber auf dich wird auch so ein ärztliches Gutachten zukommen. Solltest dich hier auf der Homepage gleich weiter einlesen.
    Gelegentlicher Konsum 1 x die Woche ist bis dahin drin, dann bitte gleich anfangen und zeitlich sicher zwischen Konsum und Fahrzeugführen trennen, bedeutet nie vor Ablauf von mindestens 72 Stunden nach Konsum ein Fahrzeug führen

  • #267

    Thore (Dienstag, 16 Juli 2019 09:03)

    Vielen herzlichen Dank für die schnelle Antwort. Ich habe den Konsum ein paar Tage danach komplett eingestellt und nehme das auch als Anlass um auch in Zukunft nicht mehr zu kiffen. Ich mache gerade ein strenges Entgiftungsprogramm. Sollte zeitlich also funktionieren bis dahin sauber zu sein. Der Polizist hatte mich gefragt was für eine Biermarke ich da trinke, es ist ihm also aufgefallen, dass ich ein bier getrunken habe. Ich hoffe mal, dass er das nirgends notiert hat

  • #268

    Thore (Dienstag, 16 Juli 2019 09:11)

    Ich habe übrigens keine Aussage zu Konsumverhalten gemacht und auch nichts unterschrieben. Könnte es trotzdem sein, dass die FSST von dem Bier erfährt?

  • #269

    Bukem (Dienstag, 16 Juli 2019 11:22)

    @Thore :wie gesagt, wenn es keine Messung gab, wird es auch nicht aktenkundig sein.
    In der Flasche könnte ja zb auch ein alkoholfreies Getränk gewesen sein.
    Ich denke auch, dass zu einer Abstinenz keinerlei Grund besteht, denn es gab eben keinen Verkehrsverstoß. Darum geht es.
    Trotzdem mal sehen, was Herr Schüller sagt

  • #270

    Thore (Freitag, 19 Juli 2019 07:07)

    @Bukem, konnte sich Herr Schüller schon dazu äußern? Wie schätzt er die Lage ein?

  • #271

    Bukem (Freitag, 19 Juli 2019 10:10)

    @thore :das macht er hier. Wenn du es eilig hast, wende dich bitte mit separater Mail an ihn. Daten stehen oben

  • #272

    Thore (Freitag, 19 Juli 2019 17:06)

    @bukem, vielen Dank. Es ist nicht so eilig. Entschuldigen Sie meine Ungeduld

  • #273

    Freya (Sonntag, 21 Juli 2019 09:56)

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    erst einmal vielen Dank für diese Internetseite. Extrem informativ und erleuchtend - wo ist der Spenden-Button?

    Nun zu meinem Fall:

    Bis vor drei Tagen habe ich recht lange täglich Cannabis konsumiert. Die Menge dürfte im schlimmsten Falle bei 0,4 Gramm Cannabis mit in etwa 10-25 % THC betragen haben. Ich habe ADS und Selbsttestungen im Internet schlagen auch eindeutig Richtung Asperger-Autismus aus - mir hilft es, besser zu schlafen und in der Folge auch am Straßenverkehr sicherer teilzunehmen. Am Wochenende hilft es, einfach mal das Kopfgewitter zu reduzieren und Anspannungen zu vermeiden (ich neige sehr zu Muskelverspannung aufgrund des sensorischen Gewitters). Soweit zu meinem Konsum.

    Nun wurde ich vor etwa 2 Wochen relativ kurz hinter der deutsch-niederländischen Grenze in NRW von der Polizei gestoppt.

    Ich gab an, dass ich in den Niederlanden Craft Beer kaufen wollte - aber das, was ich wollte, ausverkauft war. Aussagen zum eigentlichen Alkohol-Konsum habe ich keine getroffen.

    Ich habe dann einer Durchsuchung meines Autos und meiner Person zugestimmt, nachdem ich angegeben hatte, keinen Alkohol und keine BTM konsumiert und bei mir geführt zu haben - obwohl ich eigentlich wusste, dass das nach hinten losgeht, aber ich bin blöderweise bei Kontrollen immer nervös (selbst wenn wirklich nichts ist).

    Es wurden in meinem Rucksack 6 Gramm Cannabis gefunden (THC-Gehalt dieser Sorte laut Internet 20-30 %).

    Ich gab an, es am Wochende von einem Freund erhalten zu haben und dass ich einfach vergessen hätte, es aus dem Rucksack zu entfernen.

    Zum Konsumverhalten habe ich aber keinerlei Aussagen getroffen, und es wurde danach auch nicht gefragt. Es wurde auch kein "Drogentest" durchgeführt, weder Urin, noch Blut, noch Haare.

    Ich habe am Ende schriftlich ausgesagt, 6 Gramm Cannabis mit mir geführt zu haben - zum Konsum habe ich keinerlei Aussagen getroffen.


    Nun kreisen meine Gedanken natürlich um meinen Führerschein bzw. dem Schreckensgespenst MPU.

    Ich bin in Sachen BTM/Alkohol bisher nicht polizeilich in Erscheinung getreten, und abgesehen von weniger als einer Handvoll Knöllchen (nur einmal mit einem einzigen Punkt in Flensburg) in 15 Jahren Autofahren ist nichts gewesen.

    Das von mir zugegebene und schriftlich fixierte Mitführen von 6 Gramm Cannabis ist also das einzige, was die Polizei/Juristerei mir vorwerfen kann.

    Es herrscht Chaos im Internet bzgl. Aussagen, wann die Verkehrsbehörde in Kenntnis gesetzt wird - weshalb ich mir nun Sorgen mache,

    1. *ob* sie in Kenntnis gesetzt wird
    2. wenn ja, *was* die [wahrscheinlichen] Konsequenzen sein können/werden
    3. wie schnell das alles geht

    Laut einem Internetrechner würde ich wohl noch 8 Wochen benötigen, um ins 90%-Perzentil der bestehenden Urin-Probanden zu gelangen. Aber wird bei mir so ein Test überhaupt angeordnet?


    Um eine Antwort wäre ich Ihnen wirklich sehr verbunden.

  • #274

    Bukem (Sonntag, 21 Juli 2019 18:33)

    @Freya :erst mal vorweg. So schlimm ist das alles nicht, wenn du dich künftig richtig verhälst.
    Wegen deiner neurologischen Erkrankung solltest du dich dringend mit Hausarzt und Neurologen zusammen setzen, um Thc über die Kasse verordnet zu bekommen.
    Dann würden auch wg des Themas fahren unter Cannabis Einfluss andere, deutlich mildere Regeln gelten. Dazu auf Nachfrage bei Interesse gern mehr.

    Nun zum eigentlichen Problem. Es gab ja aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen gar keine Untersuchung. Und vielleicht auch nur deshalb eben keinen Verkehrsverstoß mit Fahrzeug führen mit einem Wert von 1,0 oder mehr ng/ml.
    Das wäre sonst nämlich schon eine Ordnungswidrigkeit mit Punkten, Fahrverbot und erheblich Kosten und nebenbei schon die Hälfte für den dauerhaften Entzug deiner Fahrerlaubnis.
    Das gab es alles nicht. Schwein gehabt.
    Was es aber gibt ist ein Strafverfahren wg des BtM Besitzes, was zeitnah gg eine wohl geringe Geldbuße eingestellt wird, abhängig von deinen Einkommensverhältnissen.
    Im Anschluss daran wird sich aber sehr sicher die Führerscheinstelle bei dir melden und mittels eines ärztlichen Gutachtens deine Fahreignung überprüfen wollen.
    Weil es eben keinen Thc Verstoss bei dir gab, ist ein gemäßigter Konsum, etwa ein Mal wöchentlich bis dahin ok, ab Eingang der Ladung aber bitte aufhören.
    Du kannst den 1 mal wöchentlichen Konsum auch ruhig einräumen, wäre eh sichtbar über die Abbauprodukte.
    Wichtig ist, dass du für dich garantieren kannst, den Konsum verlässlich vom Fahrzeug führen zu trennen, damit dein aktiver Thc Wert eben nie die 1,0 ng/ml beim Fahren betragen kann.
    Dazu musst du bitte mindestens 72 Stunden nach dem Konsum warten. Also Freitag rauchen, erst Montag abend oder Dienstag fahren ist ok.
    Gleichzeitig bitte nie Alkohol in Verbindung mit Thc konsumieren und nie niemals anderes BtM.
    Dann bestehst du dein äG easy.
    Bei Rückfragen bitte melden und einen Spendenknopf gibt es nicht.
    Aber Herr Schüller freut sich sehr über wertschätzende Bewertungen auf seinem Anwalt.de Profil

  • #275

    Freya (Sonntag, 21 Juli 2019 22:08)

    Vielen lieben Dank für die schnelle Antwort, Bukem.

    Da habe ich wohl wirklich Glück gehabt.

    Ich denke, ich verzichte erstmal komplett, bis alles geregelt ist - letztlich muss ich das auch, da ich zuhause keinerlei Vorräte habe und in dieser Zeit nicht nochmal erwischt werden möchte.

    Ich werde auch versuchen, einen Arzt zu finden, der für das Thema offen ist. Förderlich für die Verschreibung könnte noch sein, dass ich diagnostizierter Migräniker und Cluster-Kopfschmerzler bin (also Schmerzpatient), wenn ich auch derzeit eine längere Remissionsphase habe; zum Glück - Cluster-Kopfschmerz wünsche ich keinem.

    Was mich aber nun wundert, ist die Möglichkeit der Einräumung eines einmal wöchentlichen Konsums. Man liest doch sehr viel im Internet, dass die Verkehrsbehörde bei nur zweimaligem Konsum das Trennungsvermögen anzweifelt?


    P.S.: Ich habe es noch nicht erwähnt, aber beim Autofahren war ich noch nie zugedröhnt. Wenn ich es als Alkohol-Analogon ausdrücken müsste, bin ich wohl noch nie über 0,2 ‰ in einem Auto gefahren. Am besagten Tag wohl eher 0,05 ‰.

    Straßenverkehrssicherheit ist mir sehr wichtig; jeden Tag beobachte ich etliche Blinkmuffel, Kurvenschneider, Drängler, Raser und auch Schleicher und bin sehr bedacht, selbst mit gutem Beispiel voran zu fahren. Auf der Autobahn habe ich fast mal einen Drängler hinter mir gerettet, als vor mir beinahe ein schlimmer Unfall passiert war (Auto mit fünf Dränglern kracht in Leitplanke, fängt sich aber glücklicherweise wieder) , und ich war der einzige, der genug Sicherheitsabstand zu diesem Unfall gehabt hätte - quasi für den Drängler hinter mir gleich mit.

  • #276

    Bukem (Donnerstag, 25 Juli 2019 13:05)

    @Freya :da ist ein kleiner Denkfehler. Solange es eben keinen Thc Verstoss beim Fahrzeug führen gab, ist der gelegentliche Konsum wirklich sicher und unbedenklich, solange man an das oben gesagte hält

  • #277

    Andre (Sonntag, 28 Juli 2019 23:13)

    Eine weitere Frage hätte ich noch, was kostet ein äG ungefähr ? Bin Student und will wissen was icj da ungefähr zur Seite legen sollte.

    Mit freundlichen Grüßen

  • #278

    Andre (Montag, 29 Juli 2019 00:40)

    Tur mir leid, meine Frage wurde nicht versendet.
    Ich wurde vor ca. 3 Monaten beschuldigt 7gramm Cannabis im Darknet bestellt zu haben ( Bestellung nachgewiesen vom Oktober 2018 ) Durch anwaltliche Hilfe wurde das Verfahren vor einem Monat eingestellt.
    Ich gehe von einem äG aus, oder kann auch nichts kommen ? (Weder besitz noch konsum wurde somit nachhewiesen )
    Ich habe bis vor 2 monaten noch regelmäßig konsumiert, bin jedoch seit ca. 70 Tagen clean.
    Kann ich 1-2 mal wöchentlich konsumieren ohne Gefahr zu laufen das äG nicht zu bestehen ?

    Über eine Rückmeldung würde ich mich freuen.
    Mit freundlichen Grüßen Andre

  • #279

    A. Key (Dienstag, 30 Juli 2019 06:20)

    Ich muss heute Dienstag, 30. Juli, zu einem äG antreten.

    Zu mir:
    Habe letztes Jahr im August/September erfolgreich meine MPU wegen Alkohol & Drogen bestanden.

    Nun zum Vorfall.
    Vorfall war, dass ich am 16. März mit 0,53 Gramm Amphetamin nach einem Clubbesuch erwischt wurde. Habe das Zeug aber auch nicht genommen. Kumpel gab es mir, obwohl ich es nicht wollte. Hatte es dann vollkommen vergessen beim Verlassen den Clubs, dass ich es noch besitze.
    Von harten Drogen lass ich seit der bestandenen MPU eh restlos die Finger. Ich war an dem besagten Tag nur Beifahrer.
    Es wurden keine Tests gemacht o. ä. Nur der Besitz festgestellt.
    Auf falsch Informationen von meinem Anwalt, habe ich eine gewisse Zeit gewartet und es kam nichts von der FSST. Selbst eine geraume Zeit nach dem das Verfahren mit lediglich 200,- Bußgeld abgeglichen wurde.
    Habe dann wieder öfters THC konsumiert. Leider!
    Nun kam vor 5 Wochen doch der Brief ins Haus. Habe dann den Konsum eingestellt. Leider schlagen Selbst-Tests ( THC Tests die ich mir besorgt habe) immer noch an.

    Jetzt mache ich mir Sorgen wegen meinem Test heute.

    Die zuständige Behörde bei der ich den Test mache, rief vor 7 Tagen an um mir nachträglich zu sagen, dass evtl ein Haartest oder 2 Urintests noch folgen werden.

    Die Haare hatte ich vor 2 Wochen komplett entfernt. Kann man mir daraus einen Strick ziehen?

    Ich lebe übrigens in Bayern. Hier ist eh alles bissl strenger als woanders. :(

    Ich lese hier, dass man den Gelegentlichen Konsum von THC zugeben kann, wenn man trennt. Den Konsum kann ich ja auch nicht verleugnen, spätestens wenn das Labotergebnis kommt.

    Mit dem Trennen habe ich es seit der bestanden MPU immer genau genommen. Bin nie innerhalb der 72 Stunden nach dem Konsum gefahren. Ich hatte bis Mai eh kein eigenes Auto.
    Allerdings hatte ich viele Urlaubstage, bevor das Schreiben mit dem Testaufruf kam. was wohl dazu führt dass ich die 50ng COOH wohl überschreite.

    Wie soll mich auf diverse Fragen verhalten? Was wird eigtl gefragt? Und in welchem Zeitraum wird der zweite Urintest gemacht? Gibt es da Chancen dass ich bis dahin sauber bin?

    Ich hoffe, da ihr hier oft sehr schnell antwortet, das ihr mir noch ein paar Tipps geben könnt.

    Ich versuche auch um 8uhr einmal bei euch anzurufen.

    Danke schon mal.

  • #280

    Bukem (Mittwoch, 31 Juli 2019 17:50)

    @Andre ich weiss natürlich nicht, was der Herr Kollege für dich dort eingeräumt hat? Besitz zum Eigenverbrauch etwa?
    Solange du im Verkehr nicht mit 1,0 ng thc oder mehr im Blut ein Fahrzeug geführt hast, ist alles cool.
    Ein äG wird vermutlich kommen, ja. Konsum einmal pro Woche ist ok.
    Wichtig ist, dass du jetzt immer drauf achtest, richtig zeitlich zu trennen. Immer 72 Stunden oder gern länger warten vorm Fahren.
    Meld dich bei Bedarf

    @A key noch aktuell oder schon erledigt?

  • #281

    Andre (Mittwoch, 31 Juli 2019 20:35)

    @Burkem
    Die nette Kollegin plädierte auf unzureichende Beweislage und Unkenntnis über die getätigte Bestellung nach dem Motto "nä weiß ich nichts von und war ich auch nicht" - tut denke ich aber nichts zur Sache dass dort ein äG kommt oder etwa doch ?
    Stelle mich schon mal drauf ein, vielen dank schon einmal

    Mit freundlichen Grüßen

  • #282

    Andre (Mittwoch, 31 Juli 2019 20:35)

    @Bukem meine ich natürlich, nicht Burkem ;)

  • #283

    Sarah (Montag, 12 August 2019 00:09)

    Hallo.
    Ich wurde letztes Jahr im August im Besitz von drei XTC Tabletten erwischt.
    Strafrechtlich wurde zu Protokoll gegeben, dass es sich nicht um meine handelte. Habe dann die Anzeige wegen Verstoß gegen BtmG erhalten.
    Im April meldete sich die Fsst. und wollte ein äG anordnen. Ich hatte die Möglichkeit mich dazu zu äußern. Ich legte eine freiwillige negative Haaranalyse vor die bis Oktober letztes Jahr meine Abstinenz bestätige.
    Der Herr von der Fsst meinte, er prüfe den Fall nochmal und evtl. komme ich um ein äG herum wenn ich im Oktober erneut eine Haaranalyse abgebe und somit insgesamt ein Jahr Abstinenz nachgewiesen habe.
    Nun ist es schon eine Weile her und ich habe nichts mehr von ihm gehört.

    Meine Frage ist nun:
    Soll ich mich nochmals bei ihm melden und nachhaken?
    Falls er sich bis Oktober nicht meldet würde ich die Haaranalyse trotzdem machen damit ich einfach ein Jahr nachweisen kann.
    Kann er denn überhaupt noch ein äG nach einem Jahr belegter Abstinenz fordern?
    Ich bin ab November im Ausland für unbestimmte Zeit und habe die Sorge, dass er sich dann doch nicht mit einem Jahr Abstinenznachweisen zufrieden gibt und ein äG anordnet welches ich nicht beibringen kann, da ich weg bin.

    Was würden Sie mir raten?

    Vielen Dank schon mal im voraus.
    Was würden Sie mir denn raten?

  • #284

    Bukem (Montag, 12 August 2019 11:44)

    @Sarah :weil ja ganz oft zwischen strafrechtlicher Aktenlage und der Wirklichkeit Unterschiede bestehen können, einmal kurz der Hinweis. Sollte ggü der FSST der Konsum anderer Btm als Cannabis eingeräumt oder durch das äG belegt werden, wird die Fahrerlaubnis entzogen.
    Wird ein äG nicht fristgerecht eingereicht, auch.
    Grundsätzlich raten wir immer ab, Sachverhalte mit der FSST selbst zu erörtern. Ähnlich wie bei Anwälten, hat sich zb im medizinischen Bereich auch ein eigener Berufsstand entwickelt, der sich Ärzte nennt. So ähnlich ist das hier auch und dafür gibt es eben sachliche Gründe.
    Ich würde an deiner Stelle direkt an Herrn Schüller um ein entsprechendes Beratungsgespräch bitten. Komplikationen sind halt immer denkbar
    Natürlich kannst du trotzdem einfach nachfragen bei der FSST, hast du ja auch vorher gemacht und am besten schriftlich mitteilen, ab wann und wielang du weg bist.
    Du solltest aber keinesfalls drauf vertrauen, dass die Sache so einfach aus der Welt ist. Für Massnahmen der FSST gibt es keine Fristen.
    Deshalb bitte ausser Cannabis nichts konsumieren.

  • #285

    Sarah (Montag, 12 August 2019 11:53)

    Ein Nachtrag.
    Bin ab November dann auch nicht mehr in Deutschland gemeldet. Bzw habe keinen Wohnsitz hier. Kann mir daraus ein Stick gedreht werden?

  • #286

    Christian (Montag, 12 August 2019 14:58)

    Hallo,

    wurde mit 1.1g mariuhana im Besitz auf der Straße erwischt ohne Konsumiert zu haben. Das Verfahren wurde eingestellt. Die Führerscheinstelle hat sich bei mir gemeldet und ein Urinscreening und FÄG angeordnet.
    Das 1. Urinscreening sollte innerhalb von 2 Tagen passieren, in diesem wurde ich positiv auf THC-Cooh getestet der Wert im Urin lag bei 39 ng/ml.
    Nun meine Frage heißt das schon das mein FS weg ist oder ist das Fachärztliche Gutachten Ausschlaggebend, welches 100% negativ sein wird, das ärztliche gutachten soll bis 7.10 der FS-Stelle vorgelegt werden. Das 1 Urinscreening und die auswahl wo das FÄG gemacht werden soll bis zum 15.08.19 vorlegen.
    Gibt es hoffnung in meinen Fall ? Bitte um Hilfe, war kurz vor dem 1 Test den ich nicht erwartet hatte in Holland, wo es ja legal ist.
    Ich fahre eig kaum mit dem Auto und wenn ich Konsumiert habe lasse ich dss auto 3-4 Wochen stehen, da ich mit dem Zug günstiger und Schneller in der Uni bin.

    MFG

  • #287

    Bukem (Dienstag, 13 August 2019 10:47)

    @Sarah : das kann ohne richtige Kommunikation mit der Behörde leider nicht ausschließen. Wird da einer Ladung zum äG nicht fristgerecht gefolgt, wird im Zweifel die Fahrerlaubnis entzogen

    @Christian: du machst eigentlich alles richtig und es ist grundsätzlich alles halb so wild.
    Es liegt ja eben kein Thc Verstoss beim Fahrzeug führen vor. Das würde dir nämlich ansonsten das Genick brechen.
    Du machst es aber richtig und genau so, wie auch für die Führerscheinstelle unbedenklich ist.
    Du trennst zwischen dem Konsum und dem Fahrzeug führen, damit der aktive Thc Wert sicher unter dem Richtwert von 1,0ng /ml Blut ist.
    Dazu würden übrigens schon sehr sicher vier Tage reichen. Die paar Wochen brauchst du definitiv nicht.
    Solange das so ist und aus Behördensicht verlässlich drauf achtest, ist ein gelegentlicher Konsum, zb einmal die Woche, völlig ok.
    Gleichzeitig darf man allerdings niemals Alkohol in Verbindung, also am selben Abend, mit Thc konsumieren und genauso wenig jemals, auch ohne Verkehrsbezug, andere Drogen genommen haben.
    Trägt man das so vor, besteht man doch sehr sicher das äG.
    Du kannst also selbst in das ÄG gehen. Natürlich steht es dir frei, dich hier anwaltlicher Hilfe zu bedienen. Herr Schüller ist bundesweit tätig.

  • #288

    Christian (Dienstag, 13 August 2019 16:52)

    Hallo und danke für die Antwort,

    habe einen Fehler gemacht und zwar ist bei mir der Wert : delta 9 THC Cabonsäure vom 39ng/ml im URIN beim 1.Screening festgestellt worden.

    Macht das einen Unterschied ??


    Mein Anwalt meinte ich soll den Wert nicht der Führerscheinstelle weiterleiten weil dieser zu hoch wäre...
    Im schreiben steht aber wenn ich das nicht bis zum 15.08 mache entziehen sie mir den Führerschein.
    Bis und nach dem Ärtzlichen Gutachten werde ich nicht mehr konsumieren, ich denke das bisdahin kein THC und abbauprodukte mehr im Körper sind.
    Ich möchte das ÄG auch machen um meine Unschuld zu beweisen. Mein Anwalt sagte mir das die führerscheinstelle gegen das Übermaßgesetzt verstößt.

    was soll ich jetzt tun ?

  • #289

    Bukem (Mittwoch, 14 August 2019 10:43)

    @Christian :das sollte dir eigentlich dein Anwalt, den du ja dafür bezahlst und er vermutlich und hoffentlich deine Akte genau kennt, beantworten. Wir können und dürfen hier aus verschiedenen auch berufsrechtlichen Gründen da nicht einfach reinfunken.
    Wenn du dich aber nicht gut betreut fühlen solltest, dann kann ich dir zumindest vorschlagen, dass du per obiger Kontakt Mail bei Herrn Schüller vorstellig wirst und eine Zweitmeinung erbittest. Das ist dann aber eben auch ein Beratungsmandat

  • #290

    Christian (Mittwoch, 14 August 2019 12:50)

    der anwalt ist ein freund der Familie , er ist nicht im Fall drinne und hat mir nur seine Ansicht erzählt, dafür habe ich auch nichts bezahlt, wollte von Ihm nur ein Rat haben.

    Was ist mit dem delta Cabonsäure wert, ist dieser wirklich zu hoch?

    das ist meine einzige Frage??

    Mfg

  • #291

    Bukem (Donnerstag, 15 August 2019 11:29)

    @Christian :das hängt ausschließlich davon ab, was du für Angaben machst.
    Also es geht um Thc Cooh, das ist das Abbauprodukt des aktiven Thc Wirkstoffs.
    Thc Cooh hat eine ungefähre Halbwertszeit von irgendwas zwischen 3,4- 5,6 Tagen. Thc Cooh dient der Behörde als Nachweis, dass man die letzten Tage, Wochen oder Monate konsumiert hat.
    Du hast zusätzlich in dem ÄG eine Wahrheitspflicht. Wenn Du jetzt wahrheitsgemäß dort angibst, zuletzt zwei Tage vor der Aufforderung zum Screening konsumiert zu haben, ist der Wert m. E. OK.
    Wenn du sagst, ich hab zuletzt zwei Wochen vorher konsumiert, ist er zu hoch. Dann rechnen die das zurück und kommen mindestens auf was mit 150 zum Zeitpunkt des Konsums. Und dann, Kunstgriff der Verwaltung, gilt du als Dauerkonsument und verlierst deine FE auch ohne den Verkehrsverstoß unter Thc Einfluß.

    Klingt kompliziert? Ist es auch. Daher mein erneuter Vorschlag, dies mit Herrn Schüller persönlich zu besprechen.

  • #292

    Freya (Montag, 19 August 2019)

    Hallo nochmal,

    vielen Dank für die bisherige Hilfe.

    Mein Fall in einem Satz (Details gibt es weiter oben):

    Ich bin in NRW mit 6g Cannabis im Auto erwischt worden, es wurden aber keine Tests durchgeführt und es besteht somit keine Trunkenheitsfahrt. Es kam bisher keine Post von der Staatsanwaltschaft oder der FSST.


    Nun meine Fragen, für deren Beantwortung ich wieder sehr dankbar wäre:

    1. Welche Verjährungsfristen gelten strafrechtlich, wenn keine Post eintrifft? Kommt hier die Dreimonatsfrist für Ordnungswidrigkeiten in Betracht?

    2. Wenn keine Post vom Strafrecht kommt, kann dann überhaupt Post von der FSST kommen? Und wie schnell muss die kommen, um nicht zu verjähren?

    3. Welche Verjährungsfristen gelten grundsätzlich für die FSST?



    Ich hoffe die Fragen einigermaßen logisch gestellt zu haben.

  • #293

    Rechtsanwalt Schüller (Montag, 19 August 2019 19:36)

    @Christian:

    Wenn Ihr Anwalt davon fabuliert, dass der THC COOH Wert von 39 ng/ml zu hoch ist und Sie das Gutachten deshalb nicht abgeben soll, hat er keine Ahnung von dem Rechtsgebiet.

    Aber da er ja ein Freund der Familie ist, machen Sie das ruhig mal in Ihrer Naivität.

    Gut, dann passiert das:

    https://www.strafverteidiger-schueller.de/2019/06/18/neues-urteil-des-bverwg-zum-cannabiskonsum-mogelpackung-und-gelddruckmaschine-f%C3%BCr-t%C3%BCv-pima-dekra-und-co/

    Aber darauf hat Ihr Anwalt Sie sicher auch schon hingewiesen. Er hat aber Recht mit dem Übermaßverbot.

    Aber Sie wissen es besser als der Anwalt und wollen treudoof Ihre Unschuld beweisen. Na dann mal los!

    Warum fragen Sie eigentlich einen Juristen, wenn Sie es eh besser wissen? Und warum fragen Sie dann hier? Sie kriegen das sicher auch alleine auf die Kette.

    Wenn Sie innerlich bereit sind, Hilfe anzunehmen, dann melden Sie sich per Mail bei mir. Umsonst wird die Sache aber nicht laufen, das sollten Sie wissen.

    @ Freya:

    Dreimonatsfrist für Delikte nach § 29 BtMG? Ist denn schon Weihnachten?

    Bei Drogenfahren nach § 24 a StVG gilt eine einjährige Verjährung. Aber darum geht es nicht. Die StA wird sich vor der Verjährung bei Ihnen melden.

    Mit Glück kann das noch eingestellt werden nach § 31 a BtMG. Kommt auf die Umstände an.

    Und die verwaltungsrechtlichen Maßnahmen unterliegen keiner Verjährung. Da wird ein ärztliches Gutachten kommen. Welches jedoch recht einfach zu bestehen sein wird. Vorausgesetzt, man verhält sich nicht zu naiv und sagt keine falschen Sachen, sondern die richtigen. Ist wie so oft im Leben.