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Udopea und kein Ende...neuer Mandant aus Ostdeutschland mit Hausdurchsuchung

Als ich vorhin ins Büro kam, klingelte das Telefon, Anruf aus Magdeburg. Der Mandant hat gerade die Polizei zuhause. Hausdurchsuchung wegen Bestellung bei Udopea. Die Details, vor allem vermutlich mal wieder den zusammen gesponnenen Durchsuchungsbeschluss kann man hier in Kürze lesen...


Offenbar werden jetzt langsam aber sicher bundesweit die Kundendaten verwertet. Das war zu erwarten. Ich gehe davon aus, dass vermutlich noch hunderte Durchsuchung in den nächsten Monaten folgen werden. Step by Step.

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Kommentare: 2
  • #1

    Patrick Höfner (Donnerstag, 18 Dezember 2014 14:37)

    Sehr geehrter Herr Schüller gestern am 17.12. stand wegen dem selben Grund die Damen und Herren der Polizei vor meiner Tür. Würde mich freuen mehr Details über Rechtslage "Durchsuchungsbeschluss" bei ihnen lesen zu können würde nartürlich auch meinen fall bei bedarf schildern.mfG

  • #2

    strafverteidiger-schuelle (Donnerstag, 18 Dezember 2014 15:50)

    Hallo,

    sobald dieser Beschluss hier vorliegt, wird er anonymisiert hier eingestellt. Der Mandant hatte offenbar eine NDL mit 600 Watt bestellt und etwas Kleinkram, Dünger etc.

    Da kommt dann eben schnell die Polizei. Ich war mir nicht so sicher, wie weit die ganze Sache jetzt ausermittelt wird, es sieht aber so aus, als könnte sich praktisch jeder Kunde, der bei Udopea und Euphoria und den anderen betroffenen Shops irgendwas bestellt hat, was nach der "kriminalistischen Erfahrung" mit dem Anbau von Cannabis zu tun hat (dafür reicht die Bestellung im Growshop) auf eine Hausdurchsuchung einstellen. Und zwar nicht vielleicht sondern sehr wahrscheinlich. Ich weiß von einigen Kollegen, dass gerade viele Wohnungen hochgenommen werden, die mit den genannten Growshops in Verbindung stehen. Die Betroffenen Personen sollten nicht denken, dass es irgendwas gutes zu bedeuten hat, dass die Freunde und Helfer noch nicht zu Besuch waren.

    Rein objektiv betrachtet ist die Annahme, dass auch einige Grower unter den Kunden von Growshops sind, nicht ganz von der Hand zu weisen. Und wenn man dann breitflächig alle Kunden durchsucht, gibt es da statistisch betrachtet vermutlich eine hohe Trefferquote. Das weiß die Polizei. Und sie weiß auch, dass Anträge auf Durchsuchungsbeschlüsse beim Amtsgericht oft auch dann durchgehen, wenn die Inhalte einen an die Gebrüder Grimm oder eher den Baron Münchhausen erinnern.

    Die Informationen aus den Dateien wurden und werden offenbar an die unterschiedlichen Bundesländer und deren BtM-Dezernate zur fleißigen Bearbeitung abgegeben, was die Herren und Damen nun offenbar fleißig umsetzen. Nicht weniger als eine bundesweite Aktion, um den Growern mal ordentlich was auf den Deckel zu geben und Recht und Ordnung wieder herzustellen.

    Wenn Sie noch direkte Fragen zu Ihrem Fall haben, nehmen Sie bitte Kontakt mit mir auf, würde das offen gesagt ungern hier mit Ihnen besprechen :-) Man weiß ja nie so ganz, was die findigen Polizisten so treiben, wenn sie sich nicht gerade in zivil in Growshops oder Legalisierungstreffen rumtreiben.