Rechtsanwalt und Strafverteidiger

 

Björn Schüller

Parkallee 48

28209 Bremen

 

Telefon: 0421 - 40898364

 

Mobil: 0157 - 37042691

 

Fax: 0421 - 167675269

 

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Termine nur nach Vereinbarung!

Rechtsanwalt Björn Schüller aus Bremen

 

Ihr Ansprechpartner rund um das Betäubungsmittelrecht, das Strafrecht und das Verkehrsrecht.

 

"Es gibt keine harten oder weichen Drogen. Es gibt nur harte oder weiche Konsummuster."

 

Wenn Sie Ärger mit Polizei, Staatsanwaltschaft und dem Gericht wegen Betäubungsmitteln haben, stehe ich Ihnen kompetent und ohne Vorurteile zur Seite.  Sie haben eine andere Straftat begangen und brauchen Hilfe? Dann machen Sie von Ihrem Schweigerecht Gebrauch und vereinbaren einen Termin mit mir.

 

Ich vertrete Sie gegenüber allen deutschen Gerichten und Staatsanwaltschaften auf sämtlichen Gebieten des Strafrechts sowie des Ordnungswidrigkeitenrechts und Verwaltungsrechts.

 

Sie haben Probleme mit Ihrer Fahrerlaubnis (Punkte/Alkohol/Drogen)?

 

Verweigern Sie jede Aussage gegenüber der Polizei und melden Sie sich umgehend bei mir!

 

WICHTIG:

 

Zur Vermeidung immer wieder vorkommender schwerer Fehler bei polizeilichen Verkehrskontrollen wegen Drogen und bei Hausdurchsuchungen bitte diese Formulare ausdrucken und für den Ernstfall griffbereit im Auto und in Haus/Wohnung zurecht legen. Die Formulare sind von der Polizei auszufüllen, es geht in erster Linie darum, dass dokumentiert wird, dass Sie die Aussage verweigern und keine "freiwilligen" Fehler machen.

 

 

Drogen im Straßenverkehrsrecht

 

Unterschiedliche Behandlung von Drogen und Alkohol (Verletzung des Gleichheitsgrundsatzes, Art. 3 Abs. I GG?)

 

Die "weiche" Droge Cannabis und die "harten" Drogen (u.a. Amphetamin, MDMA, Speed, Morphin, Heroin, Kokain, Crack, Freebase) - und die Substitutionsmittel Methadon, Polamidon, Buprenorphin, Kodein, Dihydrocodein, Levacetylmethadol und retardierte Morphine

 

 

Strafrecht und Ordnungswidrigkeitenrecht:

 

Der Straftatbestand des § 316 Abs. I StGB (u.a. Nachweis der Fahruntüchtigkeit und der Rechtsfolgen)

 

Der Tatbestand der Ordnungswidrigkeit nach § 24 a Abs.2 StVG (u.a. Rechtsfehler der Bußgeldbehörde, Begriff der "Wirkung", Fragen zu Vorsatz oder Fahrlässigkeit

 

Strafrechtliche Folgen für die Fahrerlaubnis (u.a. Sicherstellung und Beschlagnahme des Führerscheins, Vorläufiger Entzug der Fahrerlaubnis nach  § 111 a StPO, Entzug der Fahrerlaubnis nach § 69 Abs. I StGB, Verkürzung der Maßregel nach § 69 a Abs. 7 StGB, Fahrverbot nach § 44 StGB, Entzug der Fahrerlaubnis wegen Drogendelikten)

 

 

Verwaltungsrechtliche Maßnahmen:

 

Ärztliches Gutachten beim Verdacht auf BtM Konsum

 

Ärztliches Gutachten beim bloßen Besitz von BtM mit und ohne Bezug zur Teilnahme am Straßenverkehr

 

Rechtsgrundlagen für den verwaltungsrechtlichen Entzug der Fahrerlaubnis

 

Fahreignung bei nachgewiesenen Konsum von Cannabis

 

Fahreignung bei nachgewiesenen gelegentlichen Konsum von Cannabis und mangelnden Trennen zwischen Konsum und dem Führen eines KFZ

 

Konsum von Ectasy und Kokain

 

Anordnung einer MPU

 

Anordnung eines ärztlichen Gutachtens

 

Abhängigkeit von BtM

 

Anordnung der sofortigen Vollziehung

 

Wiedererteilung der Fahrerlaubnis (u.a. Probleme mit dem Nachweis der Abstinenzzeit)

 

 

Fahrerlaubnisrecht im weiteren Sinne

 

MPU Bestehen - Hilfe zur Selbsthilfe. PDF-Skript zum Download, alle Anlassgruppen (Drogen, Alkohol, Punkte) - über 100 Seiten Kompaktwissen

 

Haaranalyse kein sicherer Beweis für THC Konsum. Möglichkeit der externen Kontamination mit THC COOH erstmals wissenschaftlich bewiesen - das "Aus" für die Haarproben?

 

 

Alkohol am Steuer - Begleitetes Fahren ab 17 - Beweislast im Fahrerlaubnisrecht - Cannabis und Fahreignung -  Personenbeförderungsschein und Drogen - Das neue Punktesystem - Fahrerlaubnis auf Probe - MPU - Neuerteilung Fahrerlaubnis - Kosten einer MPU - Kursempfehlung nach MPU - Fahrverbot und Entziehung der Fahrerlaubnis - neues Punkte System - Rechtsschutzversicherung und Fahrerlaubnis - EU Führerschein / Fahrerlaubnis - Eignung,  bedingte Eignung, Ungeeignetheit und Befähigung -

Untersuchungsanläße für die MPU - Entzug der Fahrerlaubnis durch den Strafrichter nach § 69 StGB - Eignungszweifel bei Alkoholproblematik - Die richtige Vorbereitung auf die MPU, was ist wichtig? - MPU bestehen bei gelegentlichen Cannabis Konsum und fehlenden Trennungsvermögen - Generelle Hauptfehlerquellen bei der MPU (alle Anlässe) - MPU Verjährungsfrist / Fahrerlaubnis zurück nach 15 Jahren auch ohne Gutachten? - Das Obergutachten im Fahrerlaubnisrecht

 

 

 

- Allgemeines Strafrecht -

 

Delikte gegen das Leben und die körperliche Unversehrtheit

 

Totschlag - Mord - Tötung auf Verlangen - Schwangerschaftsabbruch - Aussetzung - Fahrlässige Tötung - Körperverletzung - Gefährliche Körperverletzung - Schwere Körperverletzung - Körperverletzung mit Todesfolge - Körperverletzung im Amt - Beteiligung an einer Schägerei -

 

 

Eigentums- und Vermögensdelikte

 

Diebstahl - Diebstahl mit Waffen - Bandendiebstahl - Wohnungseinbruchsdiebstahl - Schwerer Bandendiebstahl - Unterschlagung - Betrug - Computerbetrug - Versicherungsmißbrauch - Erschleichen von Leistungen - Untreue - Scheck- und Kreditkartenmissbrauch - Hehlerei - Geldwäsche -

 

 

Raub und raubähnliche Delikte

 

Raub - Schwerer Raub - Räuberische Erpressung - Räuberischer Diebstahl - Raub mit Todesfolge - Räuberischer angriff auf Kraftfahrer - Erpresserischer Menschenraub - Geiselnahme -

 

 

Straßenverkehrsdelikte


Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr - Gefährdung des Straßenverkehrs - Trunkenheit im Verkehr - Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort - Vollrausch - Unterlassene Hilfeleistung -

 

 

Sonstige Delikte

 

Sachbeschädigung - Brandstiftung - Urkundendelikte - Geldfälschung - Freiheitsdelikte - Delikte gegen die Staatsgewalt und die öffentliche Ordnung - Eigennutzdelikte - Aussagedelikte - Begünstigung, Strafvereitelung, Falsche Verdächtigung und Vortäuschen einer Straftat - Beleidigungsdelikte - Indeskretionsdelikte - Korruptionsdelikte -

 

 

- Betäubungsmittel und Recht -

 

 

Grundwissen zu Betäubungsmitteln und Recht

 

Basics Cannabis - Geschichte, Grundbegriffe, Wirkungen, Strafbarkeiten, Cannabis und Grundrechte, Recht auf Rausch, Statistiken uvm - ein Überblick

 

Amphetamine - die wichtigsten Fakten über Speed, Crystal, MDMA, MDA, MDE - Geschichte, Wirkungen und rechtliche Fragen

 

Kokain und Crack: Alles was man wissen muss...Geschichte, Botanik, Wirkungen und rechtliche Fragen

 

Opium Produkte und Opioide: Wissenswertes über Heroin, Codein und Co.

 

Alkylindolgruppe: Über LSD, DMT, Psycolibin, Ayahuasca - Psilos, Lianen, Pappen und mehr

 

Naturdrogen und pflanzliche Gifte: Von Alraune, Stechapfel, Bilsenkraut, Strychnin u.v.m. - Wirkungen und rechtliche Fragen

 

Drogen und Straßenverkehr - eine Zusammenfassung (Grenzwerte, Ordnungswidrigkeiten, Straftaten, Fahrerlaubnisentzug uvm.)

 

Wie verhalten Sie sich richtig, wenn Sie eine Vorladung von der Polizei, der Zollfahndung oder Steuerfahndung erhalten? Hingehen oder absagen?

 

Knastvermeidungsstrategien: Was sollten Sie als Grower, Dealer oder Konsument beachten, wenn Sie nicht ins Gefängnis wollen?

 

Körperliche Untersuchung, Blutprobe, DNA Analyse: Zu den §§ 81 a,e,f,g StPO: Genetische Fingerabdrücke, den Blick in Körperöffnungen und mehr

 

Welche Strafe gibt es wofür?

 

Big Brother is watching you

 

Erklärung der Mengenbegriffe 

 

BtM der Anlage I des BtMG (Cannabis und Co.) 

 

BtM der Anlage II des BtMG 

 

BtM der Anlage III des BtMG 

 

Die "geringe Menge" gängiger Betäubungsmittel wie Cannabis, MDMA, Kokain, Speed und Heroin

 

Die "nicht geringe Menge" gängiger Betäubungsmittel

 

Growerkollektiv als Bande (5 Jahre Mindeststrafe drohen) 

 

Über Waffen und gefährliche Werkzeuge 

 

Der weit ausgelegte Begriff des Handeltreibens 

 

Die Kronzeugenregelung des § 31 BtMG 

 

So erhalte ich bei einer MPU den Führerschein zurück 

 

Betäubungsmittel in der Szenesprache

 

Cannabis zur Schmerzreduzierung und der rechtfertigende Notstand, § 34 StGB

 

Ich bin mit THC im Verkehr auffällig geworden...was hat es mit § 24 a StVG auf sich?

 

Ärztliches Gutachten beim bloßen Besitz von Betäubungsmitteln wie Cannabis - wann ist dieses gerechtfertigt?

 

Nachweiszeit von Cannabis in Blut und Urin - wie lange sind THC und THC-COOH nachweisbar? Wie wirken sich diese Abbauwerte auf die Fahrerlaubnis aus?  Fahrerlaubnisentzug trotz Fahrverbot von einem Monat nach § 24 a StVG - geht das?

 

Ärztliches Gutachten wegen Cannabis am Steuer: Über die 6 Stunden Regel und den damit zusammenhängenden Probierkonsum als Schlüssel zur positiven Begutachtung

 

Die Haaranalyse auf Drogen: Wie schnell wächst das Haar, was lagert sich wielange ein uvm.

 

Wann ist die Argumentation mit einem experimentellen Konsum von Cannabis im Fahrerlaubnisrecht "gerichtsfesst" - also hinreichend glaubhaft?

 

Die Maastricht Studien und die Argumentation im Fahrerlaubnisverfahren: THC Abbau aus wissenschaftlicher Sicht bei Probierkonsum - die 6 Stunden Regel

 

Erhebliche unterschiedliche Werte bei verschiedenen THC-COOH Varianten (frei und gesamt), längere Nachweiszeit von THC durch Rückdiffusion des aktiven THC´s im Fettgewebe also die fahrerlaubnisrechtliche "Diätfalle", der Cannabis-Influence Factor (CIF) und der Kreatininwerte

 

Strafzumessungserwägungen

 

Verminderte Schuldfähigkeit aufgrund BtM-Abhängigkeit oder: Wie breit muss ich sein, um nicht die volle Strafe zu kriegen - reicht schon die Angst vor Entzugserscheinungen?

 

Bei kleineren BtM Delikten: Freiheitsstrafe als letztes Mittel - vorrangig Einstellung oder Geldstrafe

 

Jugendstrafe - Über schädliche Neigungen...wann haben Personen unter 21 Jahren mit Freiheitsstrafen zu rechnen?

 

 

Straftatbestände im Betäubungsmittelrecht


Gesetzliche Grundlagen - Gesetzeszweck - Eigenkonsum - Tötungsdelikte - Handeltreiben - weitere Umsatzdelikte - Sonstiges Inverkehrbringen - Besitz - Grenzüberschreitender Betäubungsmittelverkehr - weitere Straftaten im BtMG - Verschreibung/Substitution - Umgang mit BtM-Imitaten -

 

 

Betäubungsmittel in anderen Rechtsgebieten


Arbeitsrecht - Berufsrecht (Ärzte, Soldaten) - Beamtenrecht - Familienrecht - Gewerberecht - Miet-/Wohungsrecht - Sozialrecht - Sraßenverkehrs- und Ordnungswidrigkeitenstrafrecht - Verkehrsverwaltungsrecht (MPU) - Ausländerrecht - Polizeirecht -

 

 

Straftaten nach dem Gefahrstoffüberwachungsgesetz

 

Strafvorschriften und Stoffe

 

 

Verdeckte Ermittlungsmethoden, Durchsuchung und Beschlagnahme

 

Überwachung der Telekommunikation - Datenerhebung - Akustische Wohnraumüberwachung - Einsatz technischer Mittel außerhalb der Wohnung - Verdeckte Ermittler, Vertrauenspersonen und Lockspitzel - Durchsuchung und Beschlagnahme -

 

 

Rehabilitation


Notwendigkeit einer Behandlung - Unterbringung in einer Entziehungsanstalt - Zurückstellung nach § 35 BtMG - Abbruch der Behandlung und Widerruf der Zurückstellung - Anrechnung - Beendigung der Behandlung - Absehen von Verfolgung -

 

Mengenbegriffe


Geringe Menge - Normale Menge - Nicht geringe Menge (Heroin, Morphin, Kokain, LSD, Cannabisprodukte - Amphetamin - Ectasy u.a.) - Feststellung der Wirkstoffkonzentration - Minderschwere Fälle - Strafschärfung bei normalen Mengen - Nicht geringe Menge und Mittäterschaft -

 

Drogen  und Straßenverkehr:

 
Strafbarkeit des Führens eines Fahrzeugs und Einfluss von BtM - Ordnungswidrigkeiten beim Führen von Kraftfahrzeugen und Einfluss von BTM - Führerschein- und Fahrerlaubnismaßnahmen im Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren - Verwaltungsrechtliche Maßnahmen (MPU) bei Auffälligkeiten mit BtM - Haaranalyse -

 

 

 

Betäubungsmittel, Drogen, Gifte und Grundstoffe von A - Z im Detail

 

Bei vielen Straftaten im Zusammenhang mit Betäubungsmitteln gibt es häufig viel Strafe für relativ wenig Einsatz. Egal ob bei Anbau, Einfuhr, Handeltreiben u.a. - der Grundsatz ist: Das BtM-Recht ist ein denkbar schlechter Spielpatz  für Leute, die nicht schnell als Straftäter gelten wollen. Wer die Finger nicht davon lassen kann, sollte über die Grundzüge des BtMG zwingend Bescheid wissen.

 

Zudem sind Drogen generell mit Vorsicht zu behandeln. Safer Use und ein bedachter Umgang sollten für jeden verpflichtend sein. Niemand muss sich vorschreiben lassen, was er nimmt und was nicht. Trotzdem: Es gibt viel chemischen Müll v.a. im Bereich der synthetischen Drogen und die Langzeitwirkungen sind kaum erforscht. Vieles stiftet mit Sicherheit mehr Schaden als Nutzen ("Crystal" sei hier mal besonders hervorgehoben) und es macht Sinn, um bestimmte Substanzen einen großen Bogen zu machen.

 

 

A      

                                                        

Abstral - Acamprosat - Acamprosat-CalciumAcemannan - Acetyl-alpha-methylfentanyl - Aceton - N-Acetyl-Methoxyl-Tryptamin - Aconitin - AICAR - Alkylindol-Gruppe - Allobarbital - Allylprodin - Alphameprodin - alpha-Metylfentanyl - alpha-Methytryptamin - Alphameprodin - Alprazolam - Alraune - AM 694Amfepramon - Amphetamin (Speed) - Amylnitrit (Poppers) - Anticraving Substanzen (Entwöhnungsmittel) - ArecaidinArecolin - Arsenik - Atropin - Ayahuasca - Aztekensalbei

 

 

B

 

Baeocystin - Banisterin (=Harmin) - BDMPEA (=2-CB) - BenzodiazepineBetelnuss - Bilsenkraut - Blausäure - Brechnuss - Bromazepam - Brucin - Buprenorphin - BupropionButalbital - Butan - Butylnitrit - Butylon - BZP

 

 

C

 

Cafilon - Camazepam - Cannabinol - Cannabis (Indica, Ruderalis, Sativa) - Cannabisöl - Cannabispflanzen - Cannabis Samen - Carbromal - Carfentanyl   -  Cathin - Cathin Hydrochlorid - Cathinon Gruppe -  Cephalo-Teknosal - Chacruna - Chandoo - Chinarindenbaum - Chinin - Chlordiazepodix - Chlorethylen - Chloroform - Chondodendron Tomenttosum - Christuspalme - Chromium Picolinate - 2CI - Cialis - Cineol - cis Tilidin - Clenbuterol - Cliradon - 6-Cl-MDMA - Clobazam - Clomethiazol - Clonazepam - Clonidin - Clonitazen - Clorazepat - Clotiazepam - Cloxazolam - Cocain - D-Cocain - Coca-Paste - Cocastrauch - Cocasamen - Codein - Coffein - Cola - Colabaum - Cola-Nuss - Colchicin - Commiphora Mukul - Concerta - Coniin - Corticotropin - CP 47, 497 - m-CPP - Crack - Cras - Creatine-Monohydrat - Crystal Meth - Cumarin - Curare - Cyanwasserstoff - Cyclobarbital - Cymol - Cytisin

 

 

D

 

Damiana - Damianin - Darbepoietin - Datura - DDT - DEET - Dehydro-Epi-Androstendion - Delorazepam - Delta-6a(10a)-Tetrahydrocannabinol - Delta-6a-Tetrahydrocannabinol - Delta-7-Tetrahydrocannabinol - Delta-8-Tetrahydrocannabinol - Delta-9-Tetrahydrocannabinol - Delta-10-Tetrahydrocannabinol - Desoxy-Methyl-Testosteron - DET - Develin retard - Dexfenfluramin - Dexmethylphenidat - Dextromethadon - Dextromethorphan - Dextromoramid -Dextrorphan - DHB - DHC 60 - DHEA - Diacetylmorphin - Diamorphin - Diäthylbostrol - Diazepam - Dichlor-Dipehnyl-Trichlorethan - Dichlorethan - Diethylaminopropiophenon - Diethylether - Diethylpropion - Diethyltoluamid - Diethyltryptamin - Digitalis - Digitonin - Digitoxigenin - Digitoxin - Dihydrocodein - Dihydrokavain - 2,3-Dimethoxystrychnin - Dimethylbenzol - DMHP - Dioxin - Diphenhydramin - Distickstoffoxid - Disulfiram - DMA - DMT - DOB - DOC - DOET - Dolantin - Dolo-Neurotrat - Doloprolixan - DOM - L-Dopa - Dormicum - Doxepin - Dronabinol - Drostanolon - Drotebanol - Durogesic - DYN-EPO

 

 

E

 

E 605 - Ecgonin - Ecstasy - Ecstasy Light - Eisenhut - Engelstrompete - Ephedra - Ephedrin - Ephedron - Epicatechin - EPO - Epoietin-Delta - Eptadone - Equasym - Erythoxylum Coca - Erytropietin - Esketamin - Essigsäure - Essigsäureanhydrid - Estazolam - Ether - Ethylen - Ethylenchlorid - Ethylloflazepat - Etonitazen - Etoxeridin - Etryptamin

 

 

F

 

Faulbaum - Fencamfamin - Fenetyllin - Fenfluramin - Fentanyl - Fentanyl-Gruppe - Fingerhut - FLEA - Flephedron - Fludiazepam - Flunitrazepam - 4-Fluoramphetamin - Fluoximesteron - Flurazepam - 4-FMA - Formoterol Formula A-P-L - Fortal - p-FPP - Fucus Vesiculosus - Furethidin

 

 

G

 

Gamma-CHC - Gamma-Hexachlorcyclohexan - Gamma-Hydroxy-Butyrat - Garcinia Cambogia - GBL - Gelbwurz - Gelee Royale - Gestrinon - GHB - Giftlattich - Ginseng - Glucocorticoide - Glucocorticosteroide - Goldregen - Gonadotropin - Gotucola - Guarana - Guggulsteron - GW 1516  

 

 

H

 

Halazepam - Halocion - Haloxazolam - Hämoglobin - Harmalin - Harmin - Haschisch - Hawaiian Baby Woodrose - HemAssist - Herbal Ecstasy - Herbzeitlose - Heroin - HES - HGH - Hojas de Maria Pastora - Hopfen - Hordenin - Human-Growth-Hormon - Hydromorphon - Hydroxocobalamin - Hydroxy-Beta-Methyl-Butyrat - Hydroxypethidin - Hyoscyamin - Hypericin - HYQ

 

 

I

 

Iboga - Ibogain - Ibotensäure - IGF-1 - Ignatiusbohne - Ingwer - Insulin - Ipecac-Sirup - Isobutylen - Isobutylnitrit - Isopentylnitrit - Isopren - Isosafrol 

 

 

J

 

Jaborandi - Jetrium - Johanniskraut - JWH-Alkylindole

 

 

K

 

Kaffee - Kakaobaum - Kap-Aloe - Kath - Kavain - Kava-Kava (Rauschpfeffer) - Ketamin - Ketazolam - Ketorolac - Khat - Kokain - Kokain-Hydrochlorid - Kola-Nuss - Kolchizin - Koloquinte - K.O. Tropfen - Kratom - Kreatin - Kroton- Krötensekret

 

 

L

 

Lachgas - Levomethadon - Levomethadon-Hydrochlorid - Levomethorphan - Levorphanol - Librium - Lidocain - Lindan - Liquibol 9100 - Liquid Ectasy - Lobelie - Long R3 - Loprazolam - Lorazepam - Lormetazepam - LSD - Lupanin - Lupine - Lupinidin - Lupulin - Lysergsäure - Lyserg-Säure-Diethylamid  

 

 

M

 

1M-3PP - Maca - Madar D4 - Ma-Huang-Extrakt - Maiapfel - MAL - Mandragonin - Mandragora - Mandrax - Marihuana - Marinol - MDBD - MBZP - MDA - MDE - MDEA - MDMA - Mebroqualon - 4-MEC - Mecloqualon - Medazepam - Medikinet - Meerträubel - MEK - Melatonin - 5-Meo-DIPT - 5-Meo-DMT - Mephedron - Meprobamat - Mescalin - Mesocarb - Mesterolon - Metamizol - Metandienon - Metformin - Methadon - Methadon-Gruppe - Methamphetamin - Methaqualon - Methaqualon-Derivate - Methcathinon - Methedron - 5-Methoxy-DMT -  Methylacetylmorphin - Methylaminorex - 4-Methylamphetamin - Methylenbenzol - 3,4 Methylendioxypyrovaleron - 3-Methyl-Fentanyl - Methylguanidinessigsäure - Methymethaqualon - 4-Methylmethcathinon - Methylon - Methylphenidat - Methylphenobarbital - Methyl-Testosteron - 3-Methylthiofentanyl - Midazolam - MMDA - Modafinil - Mohnstrohkonzentrat - Monoacetylmorphin - Morpheridin - Morphin - Morphinan-Gruppe - Morphium - MPPP - 4-MTA - Muscaridin - Muscazon - Muskatnuss - Mutterkornpilz - Myristicin

 

 

N

 

Nabilon - Nachtschattengewächse - Naloxon - Naltrexon - Nandrolon - Naphyron - Narcetin - Narcotin - Natrium-Bento-Barbital - Nefopam - Nelkenzimtbaum - Nicotin - Nieswurz - Nimetazepam - Nitrazepam - Nitrostigmin - Nordazepam - Norephedrin - Norlevorphanol - Normethadon - D-Norpseudoephedrin - Norspan - Noscapin - Novanox - NPB - Nutzhanf

 

 

O

 

Ololiuqui - Opiate - Opium - Opiumtee - Orlistat Oxandrolon - Oxazepam - Oxazolam - Oxycodon - Oxygesic - Oxymetholon - Oxymorphon 

 

 

P

 

Palfium - Papaver Bracteatum - Papaverin - Papaver Orientale - Papaver Rhoeas - Papaver Somniferum - Paracefan - Passionsblume - PCE - PCP - PCPr - Pemolin - Pentazocin - Pentobarbital - PEPAP - Pethidin - Peyote - Phenacozin - Phendimetrazin - Phenobarbital - Phenomorphan - Phenoperidin - Phentermin - Phenylamin - Phenylephrin - Piminodin - Pinazepam - Piperidin - Pipradrol - PMA - PMEA - PMAA - Poppers - PPMA - PPP - Praxiten - Preludin - Prodin-Gruppe - Properidin - Pseudo-Ectasy - Pseudo-Ephedrin - Psilocin - Psilocybin - Psilos - Pyrazolon

 

 

Q

 

Quartz - Queen Ann´s Lace - Quinolone

 

S

 

Sadebaum - Safrol - Salvia Divinorum - Salvinorin A - San Pedro Kaktus - Schierling - Schlafmohn - Schlangenwurz - Schwarzer Nachtschatten - Schwarzes Bilsenkraut - Schweine-Speed - Scopolamin - Sennes - Sernyl - Serotonin - Sida Cordifolia - Soma - Somatropin - Stanozolol - Stechapfel - Steppenraute - STH - Strychnin - Strychnos - Sufentanyl - Super Chrom II - Super Fat Burners

 

 

T

 

Tabak - Targin - Taurin - Tavor - Tee - TCP - Temazepam - Temgesic - Teonanacatl - Terbutalin - Terristris - Testosteron - Tetracain - Delta 6a THC - Delta 6a (10a) THC - Delta 7 THC - Delta 8 THC - Delta 9 Tetra Hydro Cannabinol - Delta 9 (11) THC - Delta 10 THC - Tetrazepam - TFMPP - THC - THC Carbonsäure COOH - Thebacon - Thebain - Theobromin - THG - Thiofentanyl - Thuja - TMA - Tollkirsche - Tollkraut - Toratex - Tradon - Transtec Pro - Triazolam - Tribulus - Trimepiridin - 2,4,5 Trimethoxyphenylamphetamin - Tropax

 

 

U

 

Upas Baum

 

 

 

V

 

Valium - Veratrin - Versed -  Viagra - Vintylbarbital

 

 

W

 

Wahrsagersalbei - Weidenrinde - Weinraute - Weißer Nieswurz - Weißes Bilsenkraut -  White Willow Bark - Wurmfarn

 

 

X

 

X112T - Xocoatl  

 

 

Y

 

Yaba - Yangonin - Yohimbe - Yohimbin

 

 

Z

 

Zauberpilz - Zolpidem

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Rechtsanwalt

 

Björn Schüller

Parkallee 48

2820 Bremen

 

Telefon: 0421 - 40898364

 

Mobil: 0157 - 37042691

 

Fax: 0421 - 167675269

 

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Bei Problemen (Ermittlungsverfahren, Hausdurchsuchung, Vorladung zur Vernehmung, U-Haft etc.) mit Polizei, Staatsanwaltschaft, Gericht oder der Fahrerlaubnisbehörde (Führerschein und MPU) nehmen Sie bitte Kontakt auf.

 

Wir werden gemeinsam versuchen, die bestmögliche Lösung zu finden - Einstellung, niedrige Strafe, Strafbefehl oder wenigstens noch Bewährung in Strafsachen und (Wieder-) Erhalt der Fahrerlaubnis im Fahrerlaubnisrecht.

 

Ihr Anwalt und Strafverteidiger aus Bremen - ich übernehme Mandante aus dem ganzen Bundesgebiet, den Schwerpunkt bildet aber Norddeutschland (u.a. Aurich, Bremerhaven, Flensburg, Göttingen, Hamburg, Hannover, Hildesheim, Kiel, Leer, Lübeck, Lüneburg, Magdeburg, Meppen, Nordhorn, Oldenburg, Rostock, Rotenburg, Schwerin, Stade, Verden, Wilhelmshaven und Wolfsburg). Das heißt aber nicht, dass Mandanten aus München, Frankfurt am Main bzw. Oder, Stuttgart, Düsseldorf, Leipzig, Nürnberg, Dresden, Wuppertal, Bielefeld, Mannhein, Bonn, Berlin, Wiesbaden, Augsburg, Osnabrück oder Braunschweig weniger gern gesehen sind...


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Kommentare: 326
  • #1

    Steffi (Dienstag, 24 November 2015 08:55)

    Hallo! Mein Sohn,21, wurde angehalten.Alkohol 0,25, Test postiv auf Drogen. Er sagte was von 0;01 THC am Gerät. Führerschein auf Probe hat er nicht, wurde aber von der Polizei so erwähnt. Verkehrsstrafanzeige hat er bekommen.
    Blutprobe würde natürlich auch gemacht.
    Ist es ein Fehler das irrtümlich angekommen wurde er hat den FS auf Probe und welche Konsequenzen hat das für ihn?

  • #2

    Rechtsanwalt Schüller (Dienstag, 24 November 2015 09:36)

    @Steffi: Eine irrtümliche Annahme, man habe eine Fahrerlaubnis auf Probe hat keine negativen Wirkungen. Ihr Sohn sollte umgehend das Rauchen von Cannabis komplett einstellen - bis ausgeschlossen werden kann, dass die Führerscheinstelle noch weitere Maßnahmen wie ein ärztliches Gutachten zur Prüfung des Konsummusters in der Pipeline bereit hält. Und das kann Monate später noch geschehen - mehr kann dazu nicht gesagt werden, ohne Akteneinsicht ist das juristisch grob fehlerhaft. Nur über die Akteneinsicht kann man schnell erkennen, ob Ihr Sohn evtl unkluge Aussagen gemacht hat. Er tut gut daran, jegliche Aussagen zum Konsumzeitpunkt und zum Konsumverhalten generell zu unterlassen.

  • #3

    Steffi (Dienstag, 24 November 2015 10:05)

    Danke für die schnelle Antwort! Sobald ich die Kostenübernahme habe würde ich mich wieder bei Ihnen melden ob sie ihn da anwaltschaftlich vertreten könnten.

  • #4

    Frank91 (Sonntag, 29 November 2015 14:03)

    Guten tag

    Kurz mal nebenbei ich habe gerade auch ein komischen fall am laufen möchte jetzt aber nicht alles hier aufschreiben ich wurde aufjedenfall durch zufall getestet hatte knapp ne woche davor geraucht wurde als einmal konsument abgestempelt und habe ein wert von 9,8nl/m und der andere wert keine angabe weil es schon raus war denk ich mal mit was muss ich jz also rechnen?
    MFG

  • #5

    Rechtsanwalt Schüller (Montag, 30 November 2015 09:22)

    @Frank91...der aktive THC Wert beträgt 9,8 ng - eine Woche nach dem letzten Konsum? Chapeau, das ist amtlich. Und der andere Wert wird in der Regel jedenfalls im Bußgeldverfahren nicht angegeben, das hat nichts damit zu tun, dass angeblich schon alles raus war. Womit Du zu rechnen hast? Ein Monat Fahrverbot, 500 Euro plus Nebengeräusche und 2 Punkte in Flensburg. Wenn es das erste mal war. Zudem droht zumindest ein ärztlichtes Gutachten zur Klärung Deines Konsummusters. Damit treten die häufig erst Monate nach der Rauschfahrt an Dich heran. Also Drogen aus dem Hals lassen. Wenn Du irgendwelchen Aussagen zum Konsumverhalten gemacht hast, v.a. wieviele Stunden der letzte Konsum her ist, braucht es womöglich das ärztliche Gutachten nicht, um die die Fahrerlaubnis zu entziehen. So z.B. wenn Du der Polizei erzählt hast, der letzte Konsum liege eine Woche zurück - was ich persönlich nur sehr schwer glauben kann. Die Behörden nehmen Dir das niemals ab.

  • #6

    Frank91 (Montag, 30 November 2015 13:47)

    Ich glaube sie verwechseln die werte laut den angaben hier ist das doch recht wenig gewesen sonst wäre ich ja nicht als einmal konusument abgestempelt worden ich hab nichts zu meinem konsum gesagt...Was würde sich den in meinem fall lohnen zu sagen?

    Mit freundlichen Grüßen

  • #7

    Rechtsanwalt Schüller (Dienstag, 01 Dezember 2015 09:35)

    Glaube ich nicht...auch ein Einmalkonsument kann 9,8 ng/mL THC im Blut haben, aber eben nicht nach einer Woche. Kommt drauf an, was so gegenüber der Polizei ausgesagt wurde. Klar: Wenn die Aussage verweigert wurde und sich aus den THC COOH Werten nichts hinreichendes über Dein Konsummuster herleiten lässt, dann bist Du ZUNÄCHST nur Probierkonsument. Da die Führerscheinstellen bzw deren Mitarbeiter notorisch mißtrauische Personen sind, werden sie Dir dann mit einem ärztlichen Gutachten auf die Pelle rücken. Vielleicht in zwei Wochen, vielleicht in 9 Monaten. Und wenn sich dann nach Abbaustoffe wie THC COOH bei Dir finden lassen, dann bist Du im Nachhinein eben nicht mehr Probierkonsument, sondern gelegentlicher Konsument und dann ist der Führerschein weg. Was sich lohnen würde zu sagen? Ich kann und werde hier nicht dazu aufrufen, Grimms Märchen zu erzählen. Welche Aussagen sich wie auswirken - v.a. aus dem Blickwinkel der Maastricht Studien, kann man auf meiner Seite doch hinlänglich nachlesen. Was Du draus machst, ist Deine Sache...

  • #8

    Sven (Montag, 14 Dezember 2015 15:27)

    Guten Tag
    Meine Frage wäre :wäre nach einer Blutabnahme mein aktiver unter 1ng kann mein abbauwert mir dann in der hinsicht auf mein führerschein etwas anhaben?danke schon mal im vorraus

  • #9

    Rechtsanwalt Schüller (Montag, 14 Dezember 2015 15:50)

    @Sven: Wenn Dir ein, zwei Stunden nach der Fahrt Blut abgenommen wird und der THC COOH Wert mindestens 150 ng/mL beträgt (oder 75 ng / ml wenige Tage danach)...dann ja. Diese Werte erreicht man aber idR nicht, wenn man etwa nur am Wochenende raucht oder unter der Woche an zwei Tagen nur eher wenig...

  • #10

    Sven (Montag, 14 Dezember 2015 16:07)

    Der lezte joint war 12.5std vor der Kontrolle (ein halber mit nem mitraucher)
    Sonstiger Konsum zwischen 1/2bis 1 am tag ich trinke aber am tag min 4 Liter Wasser
    Grüße

  • #11

    Rechtsanwalt Schüller (Montag, 14 Dezember 2015 16:32)

    @Sven: Dann muss man erstmal abwarten, wie der aktive Wert ist. Ich hoffe, Du hast nichts dazu gesagt, wann Du das letzte mal Cannabis geraucht hast und auch nicht, wie oft Du das generell so machst...

  • #12

    Sven (Dienstag, 15 Dezember 2015 12:47)

    Ja... wie lang wartet man den in der Regel auf seine blutwerte?
    Die Kontrolle ist jezt 2Wochen her...
    Oder gehen die werte jezt erstmal zur Staatsanwaltschaft und zu anderen Behörden bevor ich irgendwas bekomme?
    Grüße

  • #13

    Rechtsanwalt Schüller (Dienstag, 15 Dezember 2015 13:46)

    @Sven: Da gibt es keine feste Regel. Kann in ein, zwei Wochen soweit sein, kann aber auch ein paar Monate dauern. Je nach Auslastung der Behörden und v.a. der analytischen Labore. Aufhören zu rauchen musst Du jetzt so oder so bis die Sache geklärt ist.

  • #14

    Sven (Dienstag, 15 Dezember 2015 19:09)

    Ja okay Konsum wurde seit dem vorfall eingestellt dann bleibt mir wohl nichts anderes übrig wie warten...
    Ach nochmals zu#11 wenns dann schon dumm läuft räumte ich meine lezten konsum und gelegentlich auch gleich ein ja ich weis das war sehr dumm

  • #15

    Nico (Freitag, 18 Dezember 2015 17:07)

    Guten abend
    Hab da doch mal ne frage
    Folgendes mir wurde vor kurzem Blut genommen im verdacht auf thc im Straßen

  • #16

    Nico (Freitag, 18 Dezember 2015 17:13)

    Ups...Verkehr jetzt bekam ich 3wochen später ein Brief die verfahrenseinstellung heißt ja das mein wert unter 1.0ng lag
    Muss ich jezt mit einer mpu rechnen oder wäre die dann nicht rechtens?
    Ich bekam aber auch keinerlei werte zugeschickt...
    Danke schon mal im voraus

  • #17

    Rechtsanwalt Schüller (Freitag, 18 Dezember 2015 17:49)

    @Nico: Wenn das Verfahren eingestellt wurde, ist die Sache mit der MPU vom Tisch. Der Wert dürfte dann unter 1,0 ng gelegen haben und Du hast Glück gehabt. Aber: Wenn THC COOH festgestellt wurde - und davon ist auszugehen, wenn Du zeitnah vorher mal Cannabis geraucht hast - dann solltest weiß die Behörde wenn Du wieder mal erwischt und entsprechende Werte festgestellt werden, dass Du zumindest gelegentlicher Konsument bist. Und wenn der Wert dann 1,0 erreicht, war es das dann vermutlich. Also bitte sauber trennen. Mindestens 2 Tage Pause bevor Du ins Auto steigst...und das ist nur eine grobe Richtschnur. Am besten Auto generell so oft stehen lassen wie möglich...ok? Ist ökologisch und ökonmisch viel besser und Du tust was für Deine Fitness.

  • #18

    Nico (Samstag, 19 Dezember 2015 19:01)

    Ja ok andere frage noch
    Bekommt jezt die führerscheinstelle/Landratsamt post von der Staatsanwaltschaft? Kann die mir jezt noch pinkelabgaben aufgebrumen?

  • #19

    Rechtsanwalt Schüller (Montag, 21 Dezember 2015 09:35)

    @Nico: Damit wir hier nicht aneinander vorbeireden: Welches Verfahren wurde dennn jetzt eingestellt? Ich gehe hier von dem Verfahren nach § 24 a StVG aus, ode rmeinst Du ein anderes?

  • #20

    Nico (Montag, 21 Dezember 2015 11:18)

    Ich schicke ihnen das schreiben per email wenn das okai ist

  • #21

    Nico (Montag, 21 Dezember 2015 12:09)

    Ja es ging um einen 24aStVG

  • #22

    Rechtsanwalt Schüller (Montag, 21 Dezember 2015 13:04)

    Ja, ist in Ordnung....

  • #23

    Dennis (Mittwoch, 23 Dezember 2015 20:07)

    Guten Tag Herr Schüller,

    Ich habe da mal eine Frage und zwar habe ich meinen Führerschein seid November und war vorher dauerkonsument. Seid meinem Führerschein aber habe ich keinen Kontakt mehr zu Marijuhana, dennoch Freunde wie auch rine WG

  • #24

    Dennis (Mittwoch, 23 Dezember 2015 20:15)

    Tut mir leid, beim verbessern den falschen Knopf gedrückt.

    dennoch viele Freunde und eine Wg in der geraucht wird. Nicht in meinem Raum aber in der belüfteten Küche. Ich selbst bin jetzt fast zwei monate Sauber und will es auch bleiben. Mein führungszeugniss ist auch Sauber.

    Nun die Frage: Wenn ich jetzt in eine Verkehrskontrolle gerate und man mich auffordert einen Drogentest zu machen trotz aller verneinung. Was für rechtliche Konzequenzen würden für mich folgen im fall man passiv positiv ist? Und könnte man sie in so einem falle auch Kontaktieren?

    Ich habe kenerlei lust meinen führerschein zu verlieren und werde auch weiterhin keinen kontakt mehr mit marijuhana haben aber möchte auch nicht diese Freunde aufgeben wegen so einer lapalie. Sie sind keine alkoholier nur friedliche Raucher. Jedem seins, in diesem Sinne. Haha.

    Würde mich auf eine Antwort freuen und wünsche im gleichem Atemzug schöne Feiertage.

    Mfg

  • #25

    Maxim (Donnerstag, 31 Dezember 2015 06:59)

    Guten Morgen,
    Zunächst einmal möchte ich sie für ihre unglaubliche Arbeit loben. Es gibt kaum eine Seite im Internet bei der man derart konstruktive Hilfe bekommt. Hut ab! Als ich vor 5 Wochen von der Polizei zur Blutabnahme genötigt wurde (Verdacht auf Drogenfahrt), habe ich viele Stunden damit verbracht wirklich sinnvolle Beiträge zu diesem Thema zu finden. Dann fand ich ihre Seite und war wirklich überrascht dass sowas überhaupt noch existiert. Naja aber jetzt mal zu meinem Fall: Ca. genau 24 Stunden vor der Kontrolle habe ich mit meinem Kumpel einen Joint geraucht. Für gewöhnlich rauche ich 2-4 Joints die Woche, die allerdings relativ schwach ausfallen. Meine Chancen, da noch irgendwie heil rauszukommen habe ich als sehr sehr gering eingeschätzt (Aufgrund der schlechten Erfahrungen die ich im Internet gelesen hab). Heute kam nun ein Brief von der Polizeiinspektion. Im Brief steht: "Mitteilung über Einstellung des Verkehrsordnungswidrigkeitsverfahrens". Im Fließtext wird das ganze dann noch ausführlicher mit Paragraphen wiedergegeben. Im Endeffekt steht da das dass Verfahren eingestellt wurde. Das klang für mich ehrlich gesagt zu schön um wahr zu sein und darum würde ich gerne eine Meinung von ei em Fachmann einholen. Wie genau kann ich dieses Schreiben jetzt deuten?
    MfG
    Maxim

  • #26

    Rechtsanwalt Schüller (Sonntag, 03 Januar 2016 13:58)

    @Dennis: EInfach sauber trennen und nur gelentlich rauchen. Dann sollte das passen. Sauber trennen hört sich easy an, aber als grobe Richtschnur sollten 48 Stunden zwischen dem Rauchen und dem Fahren dienen. Und auf jeden Fall die Aussage zum Konsumverhalten und v.a. dem letzten Konsumzeitpunkt verneinen.

    "Haben Sie Drogen genommen?"
    "Wann haben Sie das letzte mal geraucht?"
    "Alkohol dazu getrunken?"
    "Wie oft rauchen Sie so? Sagen Sie das ruhig, ist nicht schlimm, wir legen ein gutes Wort für Sie ein..."
    "Schon mal andere Sachen genommen außer Cannabis?"

    Die Antwort sollte immer lauten "ich verweigere die Aussage". Finger an die Nase? Muss ich nicht! Linie laufen? Muss ich nicht! Blutabnahme freiwillig? Steht da Idiot auf meiner Stirn?

    Du verstehst, was ich meine. Ab und an rauchen ist nicht verboten, aber wenn Du erwischt wirst, halte unter allen Umständen den Mund. Aus welchem Bundesland kommst Du?

  • #27

    Rechtsanwalt Schüller (Sonntag, 03 Januar 2016 14:03)

    @Maxim:

    Das bedeutet, dass Dein THC Wert unter 1 ng lag. D.h. kein Bußgeld und kein Fahrerlaubnisentzug. Zukünftig bitte nocht strikter trennen. Wenn Du in Zukunft irgendwann mit 1 ng / ml THC erwischst wirst, ist der zumindest gelegentliche Konsum belegt. 48, besser 72 Stunden Pause bitte. Zukünftig bitte nur gelegentlich rauchen, falls Du das nicht eh schon machst. Alles andere kostet Dich früher oder später den Lappen.

    Wenn die Behörde noch irgendwie Stress macht wegen Screening oder ärztlichen Gutachten (=unwahrscheinlich aber möglich, je nach Behördenfreak), dann melde DIch hier nochmal. Schwein gehabt bis dato.

    Und danke für die Blumen wegen der Website :-)

  • #28

    Steffen (Sonntag, 03 Januar 2016 20:47)

    Hallo,
    Ich hatte 2008 ein Fahrt unter Thc, 4,5 aktiv, 125 Thc cooh. 2009 habe ich die darauffolgende mpu mit der Fragestellung (so ungefähr :-))Wird Herr Xx zukünftig nicht (mehr) unter Einfluss von Btm oder deren Nachwirkungen ein Fahrzeug führen, bestanden.
    Zu Silvester habe ich zwei Joints geraucht. In zwei Wochen muss ich wieder Autofahren, angenommen es wären bei einer verkehrskontrolle noch Thc cooh in meinem Blut, womit muss ich rechnen? Ich habe wie gesagt vor Silvester das letzte mal 2008 gekifftt. Oder wird nach zwei Wochen überhaupt noch was nachweisbar sein ihrer Erfahrung nach? Vielen Dank vorab

  • #29

    Dennis (Montag, 04 Januar 2016 00:51)

    @Herr Schüller

    Erstmal ein Frohes neues! Hoffe sie hatten schöne feiertage!

    Vielen dank auch für ihre Verständnissvolle und schnelle Rückantwort!

    Nun nochmal kurz zum Thema.
    Ich komme aus Deutschland - NRW. Um genau zu sein raum Remscheid, Solingen, Wuppertal.

    Zum verneinen nochmal eine frage.
    Dürfte ich das quasi genau so sagen wie sie es wiedergeben?
    Quasi: Verweigere ich alles Im höfflichem ton?

    Also 72 std zu fuß gehen wäre also das beste wenn ich irgentwann mal wieder dazu greifen möchte? :) hält ja fit und wäre die sehr sichere variante wie ich es verstanden habe?

    Bei ernsthaften problemen, unterstellungen, kann man sie auch kontaktieren? Würde in so einem falle nur sie haben wollen den wie Maxim schon sagte,.... Vollsten Respekt für ihre Arbeit und Mühen, wie auch ehrlichen Aussagen! Hut ab! Vielen Dank.

    Mit vielen Grüßen: Dennis






  • #30

    Rechtsanwalt Schüller (Montag, 04 Januar 2016 10:37)

    @Steffen: Es ging bei Deiner MPU um das Trennungsvermögen. In zwei Wochen wird der THC Wert auf null sein, THC COOH ist möglicherweise noch nachweisbar, da dieser aber nicht psychoaktiv wirksam ist, stehst Du nicht unter dem "Einfluss" von Cannabis. Wenn Du tatsächlich angehalten wirst, passiert selbst bei einer Blutabnahme dann nichts mehr. Vorausgesetzt natürlich, Du schweigst bei der Vernehmung. Zwei Wochen zwischen Rauchen und Fahren sprechen für ein gutes Trennungsvermögen, um nicht zu sagen: EIn excellentes :-) Gut so. Nix riskieren und notfalls die Karre halt mal eine Woche stehen lassen. Dann passt das. Auch von den Abbauwerten...

  • #31

    Rechtsanwalt Schüller (Montag, 04 Januar 2016 10:44)

    @Dennis: Freundlich aber bestimmt jede Angabe zur Sache verweigern. Jede. Kannst meine Worte verwenden, aber auch selber kreativ sein ("irgendwie wollte ich gerade was sagen und "schwups" war der Gedanke weg....hm...komm gerade nicht drauf...Paderborn hat gegen Düsseldorf 0 : 0 gespielt, wussten Sie das schon?" Gibt doch viele Möglichkeiten souverän zu bleiben. Am besten einfach "Ich verweigere die Aussage und ich weiß, dass ich nicht verpflichtet bin, irgendwelche Spielchen mitzumachen - klar, wenn SIe einen richterlichen Beschluss holen, der besagt, ich solle mit meinem Finger die Nase berühren oder popeln, dann mache ich das gerne, aber sonst eher nicht, sorry.")

    Ja, 72 Stunden wären die sichere Nummer (jedenfalls höchstwahrscheinlich und nur mit Wahrscheinlichkeiten arbeiten wir hier)...

    Klar können Sie mich dann kontaktieren, aber kommen Sie mir dann nicht mit "ich glaube ich habe mich da verplappert bei der Vernehmung" ...Deal?

  • #32

    Steffen (Montag, 04 Januar 2016 12:22)

    Hallo Herr Schüller,
    Erstmal vielen Dank für Ihre schnelle Antwort!! Der O-Ton der Fragestellung lautete: "Kann Herr Xx trotz der Hinweise auf Drogenmissbrauch ein Kraftfahrzeug der Gruppe 1/2 ( FE-Klasse B,M,L,S) sicher führen? Ist insbesondere nicht (mehr) zu erwarten, dass er ein Kraftfahrzeug unter dem Einfluss von Btm oder anderen psychoaktiven Stoffen oder deren Nachwirkungen führen wird?"

    in der Begutachtung wurde von gelegentlichem Cannabiskonsum, ausreichende Hinweise für regelmäßigen Konsum im Sinne einer Abhängigkeit waren nicht zu entnehmen.

    Normalerweise Stimme ich, wenn ich weiß das ein Urintest negativ wird diesem zu, ich teste es selbst mit 50ng/ml teststreifen, da ich dann weiterfahren kann (ich bin im aussendienst). In letzter Zeit habe ich immer gesagt ich hatte 2008 ne mpu und rauche seit dem nicht mehr, daraufhin haben sie mich ohne irgendwas weiterfahren lassen.

    Sollte ich das weiter so machen und falls sie einen Urintest wollen diesen verweigern, oder ist es egal wenn ein Urintest positiv ist, im Blut aber nichts mehr ist?

    Vielen Dank für die Infos Herr Schüller, hätte ich nur damals einen Anwalt wie sie gehabt...
    Viele Grüße

  • #33

    Rechtsanwalt Schüller (Montag, 04 Januar 2016 13:00)

    @Steffen: Sieht doch alles ganz gut aus. Du hast doch getrennt, so ist es jedenfalls zu erwarten, wenn Du nicht gerade ein medizinisches bist. Den Polizisten kann man natürlich sagen, dass man nichts nimmt. Wegen der MPU oder aus welchen Gründen auch immer. Irgendwelche Maßnahmen, seien es Urintest oder was auch sonst, werden IMMER verweigert. IMMER IMMER IMMER :-) Egal ob bei einer Verkehrskontrolle oder wenn Polizisten vor der Tür stehen und mal kurz fragen, ob Sie was dagegen haben, wenn sie die Bude mal auf den Kopf stellen (weil sie den Hausdurchsuchungsbeschluss ja "so oder so" kriegen). Nicht ins Bockshorn jagen und verunsichern. Cool und höflich bleiben. "Nein" ist das Zauberwort.

  • #34

    Rechtsanwalt Schüller (Montag, 04 Januar 2016 14:03)

    Nicht ins Bockshorn jagen und verunsichern lassen...soll es heißen....nicht auf irgendwelche billigen Tricks reinfallen der Gesetzeshüter

  • #35

    Steffen (Montag, 04 Januar 2016 14:56)

    Vielen Dank Herr Schüller,

    Eine Frage hätte ich noch: angenommen ich verweigere sämtliche Tests und die Beamten bekämen einen Beschluss zur Blutentnahme, dabei würde sich herausstellen, das kein aktives Thc vorhanden ist, könnte ich dann Schadenersatzforderungen wie beispielsweise den Stundensatz der Firma stellen, da ich dann ja 24 Stunden kein Auto fahren darf. Das wäre ja, angenommen ich würde um acht in der früh aufgehalten und dürfte dann ja erst am 8:00 am folgenden Tag Autofahren, ein ganzer Tag also acht Stunden (eine beachtliche Summe). Wie sind hierbei die Chancen?

    Besten Dank

  • #36

    Rechtsanwalt Schüller (Dienstag, 05 Januar 2016 09:42)

    @Steffen....mal im ernst....jetzt ist mal gut :-) Bleib mal locker und überdenk nicht jedes Detail, das ist unnötig. Don´t panic.

  • #37

    Bernd (Dienstag, 05 Januar 2016 15:17)

    Hallo Herr Schüller,

    als erstes möchte ich Ihnen meine Repekt zollen, dafür, dass sie hier der Vielzahl von Klienten Rede und Antwort stehen, und das sogar kostenfrei!

    nun zu meiner Frage, eventuell können Sie mir ja auch mit einer Ihrer begehrten Antworten weiter helfen :)

    sind die THC Metaboliten bei jemandem der 0,5 Gramm Gras pro Tag raucht genau so hoch, wie bei jemandem der 0,2 Gramm pro Tag raucht, bzw. gebe es einen zeitlichen Vorteil des 0,2 Gramm Rauchers beim Abbau?
    Und die zweite Frage wäre, da ja die THC Metaboliten im Blutplasma gespreichrt werden, kann man u.U schneller " sauber " sein, wenn man Blutplasma spendet?

    Die Fragen besziehen sich auf eventuell anstehende Urinkontrollen.

    Vielen Dank schonmal vorab.


  • #38

    Maxim (Mittwoch, 06 Januar 2016 10:24)

    Vielen Dank!
    Ich habe zumindest immer darauf geachtet mindestens 24h zwischen Konsum und Teilnahme am Straßenverkehr zu lassen. In Zukunft werde ich da noch länger warten denn so nen Stress brauch ich nicht nochmal :D
    Wäre bei einer erneuten Kontrolle ein beliebiger Wert ausreichend oder muss der trotzdem noch mindestens 1,0 ng/ml betragen? Tut mir Leid für die blöde Frage ich will nur sichergehen :)

  • #39

    Dennis (Mittwoch, 06 Januar 2016 13:55)

    Tagchen,

    *lach* Das ist ein Deal! Werde ich sicher nicht dank IHRER Infos!!

    Vielen Dank!

  • #40

    Rechtsanwalt Schüller (Mittwoch, 06 Januar 2016 14:39)

    @Bernd: Auf die Sache mit dem Blutspenden muss man erstmal kommen. Da müsste ich einen mir bekannten Toikologen fragen. Über natürlich, wenn der Empfänger der Spende dann in eine Verkehrskontrolle gerät und sich ein bunter Blumenstrauss von Abbaustoffen im Blut findet, obwohl der nie konsumiert hat.

    Was die andere Frage angeht: Ich kann Dir nicht sagen, wie sich 0,5 g oder 0,2 g konkret bei Dir auswirken in Sachen THC COOH. In Sachen aktives THC bist Du im Fall einer Kontrolle wahrscheinlich schnell bei mindestens 1 ng / ml. Und das reicht schon mal für eine OWi nach § 24 a StVG. Die Grenzwertkommission hat ja 3 ng/ml vorgeschlagen, aber ob und wann sich das durchsetzt, bleibt abzuwarten.

    Wenn Du z.B. in NRW wohnst, wird Dir die Behörde schon ab 5 ng THC COOH die Fahrerlaubnis entziehen. Und die hast Du mit Sicherheit. Und die 1,0 ng aktiv vermutlich auch.

    Ab 75 ng THC COOH ist der Lappen auch unabhängig vom Trennungsvermögen nicht mehr zu retten. Ehrlich: Täglicher Konsum von Cannabis und die Sache mit dem Führerschein passen nicht zusammen. Fahr den Konsum runter auf maximal 2 x die Woche. Und danach 48 Stunden das Auto nicht bewegen.

    Das Problem ist nicht Dein Führerschein. Das Problem ist die Versicherung, die Dich für den Fall eines schwereren Unfalls bis zu Deinem Lebensende wegen der THC Nummer in Regress nehmen und alles über der Pfändungsgrenze wegnehmen wird. Einer meiner Mandanten ist in dieser Situation: Mit 2,1 ng THC jemand übergenietet, der Mann ist seitdem Krüppel und 100 % schwerbehindert. 8 Wochen Krankenhaus mit künstlichen Koma und Lohnausfall für den Rest der Zeit die ihm im Berufsleben so verlieben wäre. Das bedeutet: Jeder Dauerkonsument, der am motorisierten Straßenverkehr teilnimmt, spielt auf Grundlage der derzeitigen rechtlichen Situation in unverantwortlicher Weise mit dem eigenen Schicksal. Die Schuldfrage gegenüber anderen Personen mal ganz ausgeblendet. Täglich rauchen und Autofahren gehen null zusammen. Musst Dich für eine Sache entscheiden, sonst kann ein Anwalt Dir im Fall der Fälle nur helfen, die Scherben Deines und eines anderen Lebens zusammenzufegen. Zu retten ist dann praktisch nichts mehr.

  • #41

    Rechtsanwalt Schüller (Mittwoch, 06 Januar 2016 14:45)

    @Maxim...blöde Fragen gibt es nur selten, die gehört nicht dazu...ab 1 ng / ml THC droht direkter Entzug des Führerscheins, da die Behörde dann ja weiß, dass Du zumindest gelegentlicher Konsument bist....

    Besser 48 Stunden Zeit lassen bei moderaten Konsum. Wenn es der Spezialabend mit Eimerrauchen und sehr guten Spacecakes sein muss, dann natürlich besser eher 72 Stunden oder länger. Und wie gesagt, im Fall der Fälle Aussage verweigern. Gerne der Polizei meine Nummer geben und sagen, dass ich mich zur Sache äußern werde....

  • #42

    anonym (Donnerstag, 07 Januar 2016 09:59)

    habe eine frage
    jemand schuldet mir Geld 10 000 euro er hatte von mir Cannabis könne man Jetz einen vertrag machen das er Geld von mir ausgelihen hat mi dem Bestätigung von im mit einer Unterschrift und einen viedio wie er das unterschreib und zugibt das er Geld von mir ausgeliehen hatt ???geht das

  • #43

    Rechtsanwalt Schüller (Donnerstag, 07 Januar 2016 11:55)

    Das wird aber dann lustig für Dich, wenn er den Vertrag dann vor Gericht nicht anerkennt und sagt, das Kohle aus Schulden wegen Gras.

    Mal ehrlich: In dem Buisness geht auch mal Kohle flöten. Und soweit mir bekannt, braucht man im Millieu auch nicht immer einen Vertrag, um an sein Geld zu kommen. Aber lobenswert ist der zivilrechtliche Ansatz allemal (viel besser als jemand gleich die Kniescheibe wegzuschießen, so wie das ein Mandant von mir gerne mal androht). Ich bin aber leider kein Zivilrechtler und möchte auch keiner sein. Insofern bitte ich Dich, diese Frage einem Anwalt für Zivilrecht zu stellen....

  • #44

    Sas (Donnerstag, 07 Januar 2016 12:36)

    Hi ich habe am dienstag ein joint geraucht um 22 uhr wurde mitwoch um 17 uhr kontroliert urin positiv blutabnahme habe ein britischen fuhrerschein Mit was kann ich rechnen ich habe keine angaben gemacht Und Rauche jeden abend ein joint 0.2 g

  • #45

    anonym (Freitag, 08 Januar 2016 11:55)

    na dan wird zeit ein parr Albaner einzustellen wen es keine andere lössung gibt hehe danke nochmals

  • #46

    Rechtsanwalt Schüller (Freitag, 08 Januar 2016 16:06)

    @Anonym: Behalten Sie § 255 StGB im Auge. Bei der alten Geldeintreibernummer mit Androhung von Gewalt oder Tod landen Sie schneller im Bau, als sie gucken können. Lassen Sie das also. Wegen 10.000 Euro sollte keiner in den Bau gehen. Und erst Recht nicht jahrelang.

  • #47

    Marl (Freitag, 08 Januar 2016 18:04)

    Hallo
    Ich bin am Mittwoch dem 6.1zum Donnerstag kontrolliert worden mit blutabnahme
    Habe den letzten am 30.12 geraucht
    Was passiert mir ?

  • #48

    Rechtsanwalt Schüller (Freitag, 08 Januar 2016 18:21)

    @Marl: Aktiver THC Wert sollte unter 1 sein, THC COOH auch im noch akzeptablen Bereich. Wenn Du nichts falsches gesagt hast, sollte das ohne Probleme über die Bühne gehen. Melde Dich hier, wenn Du die Werte weißt.

    @Anonym: Falls ich mich nicht klar ausgedrückt haben sollte: Lassen Sie das.

  • #49

    Marl (Freitag, 08 Januar 2016 18:41)

    Danke Herr Schüller
    nein habe gar nix gesagt ...
    Würde mich nochmal melden wenn der Bescheid da ist ... Sie haben gesagt ein Monat bis die Ergebnisse da sind ...
    So lange ?

  • #50

    Sas (Samstag, 09 Januar 2016 09:02)

    Sie haben mich vergessen 44

  • #51

    Rechtsanwalt Schüller (Samstag, 09 Januar 2016 13:14)

    @Sas: Das kann ich erst sagen, wenn die Ergebnisse der Blutuntersuchung da sind. Vorher ist das nur Rate mal mit mit Rosenthal.

    @Marl: NIchts gesagt ist schon mal sehr gut. Ja, melde Dich, wenn Du die Infos hast. Sollte nich viel bei rumkommen bis nichts...

  • #52

    Sleadge (Samstag, 09 Januar 2016 21:08)

    Sehr geehrter Herr Schüller,
    ich bin schon jetzt sehr begeistert, dass Sie sich so viel Mühe machen. Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.
    Ich habe am 28.12. mein Rucksack mit 4-6g Gras im Zug liegen lassen. Am 4.1. erhielt ich einen Anruf der Polizei einer Nachbarstadt, dass mein Rucksack (von der Bahnpolizei) bei Ihnen abgegeben worden sei und ich ihn abholen soll. Sie können nach ihrer Aussage belegen, dass es meiner ist (ich bin mir da nicht sicher). Von ihnen und mir viel kein Wort bzgl. gefundener Betäubungsmittel. Wir einigten uns darauf, dass sie ihn an die Polizei in meine Heimatstadt senden. Nächste Woche soll ich ihn dort abholen. Ich bin davon überzeugt, dass sie das Gras gefunden haben.
    Ich habe im letzten Jahr regelmäßig geraucht, 1-2g die Woche. Straßenverkehr und Kiffen habe ich gut getrennt. Mit was für Konsequenzen muss ich rechnen? Wie soll ich mich auf dem Revier verhalten?
    Für eine Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar.
    MfG
    Sleadge

  • #53

    Rechtsanwalt Schüller (Sonntag, 10 Januar 2016 14:40)

    @Sleadge:

    Generell kann beim Fund von BtM außerhalb des Verkehrs ein ärztliches Gutachten angeordet werden. Bei Cannabis ist das aber nur rechtmäßig, wenn die gefundene Menge oder andere Hinweise auf einen Dauerkonsum schießen lassen. Das dürfte bei 5 Gramm nicht der Fall sein. Aber wir sind im Bereich des Fahrerlaubnisrecht und da macht jeder Jeck was er will. Für Dich bedeutet das jetzt zwar nicht, dass Du komplett aufhören musst, aber zunächst würde ich mal ein paar Wochen Pause machen, um den THC COOH Wert weit genug runter zu kriegen (Halbwertszeit ca 6-7 Tage, direkter Entzug der FE ab 75 ng/ml THC COOH bei behördlicherseits angeordneter Urinprobe im Rahmen eines äG (also nicht direkter Blutentnahme nach der Rauschfahrt). Aber 1 - 2 Gramm die Woche sind auch nicht die Welt. Was den Rucksack angeht: Den Termin zum Abholen würde ich mir schenken...ob die Polizei es nachweisen kann, dass das Deiner ist, wäre mir jetzt erstmal wumpe. Ich latsche doch nicht zu den Cops, wenn ich weiß, dass ich Gras in dem Teil habe. Damit gestehst Du doch erst Recht ein, dass das Dein Rucksack ist und das Gras auch. Also was soll der Stress. Strafrechtlich läuft das auf eine Einstellung hinaus, im worst case (wenn Du nicht schon mal auffällig geworden bist). Also: Ich sage Dir jetzt, wie ich mich verhalten würde:

    Ich würde den Rucksack Rucksack sein lassen und auf den Termin pfeiffen. Wenn die Polizei Fragen hat wegen dem Gras, dann wird sie sich schon melden. Zum Revier würde ich auf keinen Fall gehen, bevor ich blöde Aussagen mache. Wenn sich die Polizei dann nochmal melden würde und mich zu einer Vernehmung laden würde, würde ich auch nicht hingehen, weil ich weiß, dass man da nicht hingehen muss und auch nicht hingeht. Ich würde dann einen Anwalt einschalten und den das regeln lassen. Und klar, wenn ich kiffen würde, wäre mein Konsummuster für den nächsten Monate auf jeden Fall gemäßigt, ist bei Dir doch der Fall. 1 Gramm pro Woche aufgeteilt auf zwei Abende reichen. Und ich würde immer, aber auch immer das Auto mindestens 48 Stunden stehen lassen, nachdem ich geraucht habe. Würde ich angehalten, würde ich keine Spielchen mitmachen (FInger an Nase...höchstens modifiziert, Finger in Nase ("ach, ich sollte gar nicht popeln? Igitt, sehen Sie sich das mal an, zufällig ein Taschentuch vor Ort") etc. Und ich würde keine, aber auch gar keine Aussage machen. Die Wortkombination "Blutprobe freiwillg?" kriege ich eh logisch nicht entschlüsselt, weiß nicht was die Frage heißen soll.

    Und: Ich würde mich nicht den Sonntag versauen lassen von sowas: Entspann Dich. Wenn Du ich Dir das am Telefon noch mal verklickern soll, schick mir Deine Rufnummer per Mail. Bin ganz brauchbar im runterquatschen :-)

  • #54

    Sleadge (Mittwoch, 13 Januar 2016 19:12)

    Sehr geehrter Herr Schüller,

    vielen lieben Dank für die schnelle und ausführliche Antwort.

    Ich habe mich leider geirrt, es waren wahrscheinlich mehr als sechs Gramm. Gestern war ich bei einer Anwältin, welche mich zukünftig vertreten soll.

    Sie sieht die Angelegenheit wirklich wesentlich ernster. Hier im konservativen Baden Württemberg habe ich jetzt wohl ein ernstes Problem. Sie ist der Meinung, dass ich wahrscheinlich auf 40 - 60 Tagessätze verklagt werde, da es sich um keine geringe Menge handelt. Sie riet mir dringend den Rucksack abzuholen, da die Unterlagen mich identifizieren. Ich soll behaupten es wäre nicht mein Gras... ganz Eventuell werden sie nicht erkennungsdienstlich gegen mich vorgehen, dann hätte ich vielleicht eine kleine Chance

    Naja, ich weiß nicht wie ich die 2000-3000€ meiner Frau verklickern soll... Dreck.

    Dennoch vielen Dank für Ihre Mühe

  • #55

    Rechtsanwalt Schüller (Donnerstag, 14 Januar 2016 09:51)

    @Sleadge: Dann mach, was Deine Anwältin Dir rät. Man muss als Anwalt offenbar nicht immer die gleichen Strategien fahren. Dennoch: Ich versuche stets, den direkten Kontakt meiner Mandanten mit der Polizei auf das absolut unumgängliche Minimum zu reduzieren. Dazu gehört auch, dass ich keine Mandanten zur Polizei schicke, wo so einiges in Vernehmungspsychologie geschultes Personal nur drauf wartet, eine schwache Minute des Betroffenen auszunutzen. Ernsthaft: Da haben schon Leute gesungen, von denen ich es nie erwartet hätte. Jeder direkte Kontakt zwischen der Polizei und möglichen Beschuldigten ist strikt zu unterbinden, da das Risiko unbedachter Aussagen (jedenfalls aus meiner Sicht) viel zu hoch ist. Das ist aber Prinzipienfrage und ich werde jetzt nicht die Arbeit Deiner Anwältin kritisieren, jeder pflegt da seinen eigenen Stil. Viel Glück.

  • #56

    Gonzo (Donnerstag, 14 Januar 2016 17:05)

    Sehr geehrter Herr Schüller,
    ich bin schon jetzt sehr begeistert, dass Sie sich so viel Mühe machen. Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.
    Ich bin am 9.6.2013 auf dem Motorrad mit erhöhter Geschwindigkeit in München geblitzt worden (100 km/h inner Orts bei erlaubten 50 km/h), anschließend wurde ein Drogentest durchgeführt der postiv auf THC ausgefallen ist (1,5ng/ml). Ich hatte am Vorabend ein paar mal an einem Joint gezogen. Nach meiner Errinnerung habe ich dazu entweder gar keine Aussage gemacht oder behauptet dass es das allererste mal in meinem Leben war und es nur mal ausprobieren wollte und es natürlich nun sehr bereue. Wochen später kam meine Strafe, 860€, 4 Punkte und 1 Monat Fahrverbot.
    Dann kam lange Zeit nichts, ich hab mir auch nichts zu Schulden kommen lassen (Es war übrigens meine erste Auffälligkeit mit Drogenüberhaupt, jedoch schon ein paar Punkte wegen erhöhter Geschwindigkeit).
    Exakt an meinem 29. Geburtstag, also am 18.12.2015 bekam ich nun einen Schrieb von der Führerscheinstelle ich soll doch bitte innerhalb der nächsten 3 Monate eine Gutachten vorlegen, um zu beweisen dass kein regelmäßiger Konsum vorliegt und ich zwischen Konsum und Fahrt trennen kann. Das übliche eben. In dem Brief steht, dass der Drogennachweis auf alle gängigen Substanzen getestet wird (Amphetamin, Kokain, Opiate, THC natürlich, sogar LSD und Research Chemicals). Der Drogentest soll einen Haarprobe von 3cm und 2 Urintest umfassen. Die Führerscheinstelle hat mir empfohlen innerhalb von ca. 3 Wochen ihr mitzuteilen zu welcher Begutachtungsstelle ich gehen möchte,
    Ich habe bis zum 25.12.2015 regelmäßig konsumiert, ca. 1-2 Gramm Gras pro Woche, nur pur, also ohne Tabak. Danach nichts mehr. Letzter Konsum von harten Drogen war am 19.12.2015 ca. 300mg Amphetamin, Da ich bis dato dachte dass Passivrauch meine Ergebnisse nicht beeinflussen würden hab ich mich, wenn auch nur sehr wenig, am 31.12.2015 und 6.1.2016 mich dem wissentlich ausgesetzt.
    Da ich inzwischen eher spärliches Haupthaar habe, trage ich seit längerem Zeitraum Glatze.
    Ich bin mir jetzt sehr unsicher wie ich handeln soll. Meine Haare habe ich am 31.12.2015 das letzte mal auf unter einen Milimeter geschnitten.

    Sind meine Haare noch positiv ? Falls ja ab wann kann in so in etwa damit rechnen dass sie negativ sind, sprich wann sollte ich nochmal Nassrasieren damit nur negatives Haar nachwächst ? Ich weiß, es ist nicht möglich hier feste Aussagen zu treffen, ich hoffe sie können mir einen Richtwert nennen.
    Interessanter is vielleicht die Frage ob ich dem Haartest ausweichen kann und stattdessen Urinproben abgeben kann oder ob dass dann also Entzug der Beweise gilt und ich somit schon durchgefallen bin ?

    Ab wann wird mein Urin in etwa negativ bzw. negativ genug sein um die Test zu beginnen ? Is das überhaupt möglich in der 3 Monatsfrist, die, wie ich oft gelesen und gehört hab, absolut fix ist ?

    Ich hoffe sehr, dass ich mich verständlich ausgedrückt hab und würde mich sehr über ihre Hilfe freuen!

    Mit freundlichen Grüßen,

  • #57

    Rechtsanwalt Schüller (Freitag, 15 Januar 2016 10:37)

    @Gonzo:

    Es kommt öfter mal vor, dass die Behörde sich mit der Anordnung eines ärztlichen Gutachtens Zeit lässt. Aus welcher verstaubten Ecke Deine Akte wieder aufgetaucht ist, darüber lässt sich nur mutmaßen.

    Es ist so: Die Behörde will Dir im Nachhin den zumindest gelegentlichen Konsum beweisen. Oder den Dauerkonsum von Cannabis und / oder den von anderen BtM. Sprich: Sie will Dir gerne den Führerschein wegnehmen. Die Anordnung eines äG scheitert hier nicht am Zeitablauf seit der Blutprobe.

    Amphetamin und die Abbauprodukte sind im Blut ca eine Woche nachweisbar. Ist ein Stoff nicht mehr im Blut nachweisbar, wird er auch nicht in die Festplatten auf Deinen Kopf eingespeichert. Ist jedenfalls mein Kenntnisstand und ich hoffe, dass mich jetzt nicht der forensisch-toxokolgische Blitz treffen wird. Für Dich bedeutet das, dass das Haupthaar (auch das spärliche; kenne das :-)) als Speichermedium für Abbauprodukte von Speed ausfällt, wenn man 1 - 2 Wochen (eher letzteres - ggfls eigene Haaranalyse vor dem äG machen lassen!!!) die Nase nicht gleich wie ein Vorwekrstaubsauber in die nächstbeste Line reinhält. Wie das generell mit dem spärlichen Haupthaar und der Glatze aussieht? Hier musst Du oder Dein Anwalt sich mit der Behörde kurzschließen, Kommunikation ist alles und meist lenken die Behörden dann auch ein (gibt ja noch mehr Glatzköpfe)...aber klär das ab, es gibt wie Du bereits erkannt hast, wirklich die Möglichkeit, das Gutachten wegen sowas als negativ zu bewerten. Und das muss nicht sein.

    Weiter stellt sich die Frage, ob bei dem Konsummuster das THC COOH unter Ausschöpfung der maximalen Wartefrist bis zum äG auf null runter sind. Alles andere wäre schlecht, denn dann darf die Behörde im nachhinein von einem zumindest gelegentlichen Konsum ausgehen und die Fahrerlaubnis entziehen. Gefinkelt, die Nummer. Und mit dem Argumentationsmuster "erneuter experimenteller Konsum" kommt man nach 2,5 Jahren (noch) nicht hin. Glaube ich jedenfalls nicht wirklich dran.

    Die ganze Sache birgt für Dich Risiken. 50/50 Nummer würde ich sagen. Ruf bei den Begutachtungsstellen an, und frage, wie lange die für die Gutachten brauchen (3 Wochen kann das dauern!), dann kennst Du Deinen möglichen Abstinenzzeitraum. Über den Daumen gepeilt bleibt Dir als Absitenzzeitraum Zeit bis ca. 15 - 20 Februar (wenn man von 3 Wochen für die Bearbeitung des äG´s ausgeht). Ausgehend von Deiner Aussage, dass Du am 25.12.2015 das letzte mal geraucht hast, sind das also knapp 2 Monate. Das kann bei dem von Dir geschilderten Konsummuster ausreichen, muss aber nicht und das ist die Crux an der Sache. Findet sich noch THC COOH, dann kann man zwar sagen, dass nach der neuen Empfehlung der Grenzwertkommission von 3 ng/ml THC ein Trennungsvermögen vorlag, aber ob sich dieser Vorschlag durchsetzt, ist zweifelhaft, auch wenn die 1er Grenze auf dem Vorschlag derselben Kommission beruht. Man wäre dann also im Klageverfahren - und das ist nunmal ein nicht unwahrscheinliches Szenario....

  • #58

    Rechtsanwalt Schüller (Freitag, 15 Januar 2016 11:56)

    Das bedeutet für Dich, dass man sich überlegen muss, was passiert, wenn die Behörde den zumindest gelegentlichen Konsum von Cannabis im Nachhinein nachweist und Dir die Fahrerlaubnis entziehen will.

    Dazu muss man wissen: Der Entzug der Fahrerlaubnis nach den §§ 11, 13, 14 FeV ist "nur" der Regelfall. Es kann bestimmte Konstellationen geben, wo man davon absehen kann. Diese besonderen Umstände sind im regelmäßig angeordneten Anhörungsverfahren vor dem Entzug der Fahrerlaubnis darzulegen.

    Ein Anwalt wird versuchen, den Entzug der Fahrlaubis (= Verwaltungsakt) mit einer Anfechtungsklage vor dem Verwaltungsgericht zu Fall zu bringen. Problem: Bis zur Hauptverhandlung dauert es schnell mal ein Jahr. Das ist zu lange hin und deshalb wird versucht, im Verfahren des Eilrechtsschutzes mit dem Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung diese Zeit zu überbrücken. Genaugenommen soll mit der eA die sofortige Vollziehung des Entzugs der Fahrerlaubnis aufgehoben werden, mit dem Ziel, während der Zeit bis zur Hauptverhandlung weiter fahren zu dürfen. In diesem Zeitraum kann man dann also Abstinenznachweise durchführen, eine gute MPU Vorbereitung (vorbei an überteuerten selbsternannten "MPU mit Garantie" Scharlatanen bitte) absolvieren und kann dann einigermaßen entspannt das Ergebnis der Verhandlung abwarten, denn eine gute Chance auf eine positive MPU hat man dann ja schon.

    In Fällen wie Deinen kann das besondere öffentliche Interesse an der sofortigen Vollziehung ausnahmsweise dann entfallen, wenn Du zum Zeitpunkt der Entscheidung des Antrags über einstweilige Anordnung durch das Verwaltungsgericht Abstinenznachweise vorlegen kannst UND ein Facharzt, also ein Psychologe oder Psychiater mit entsprechender verkehrsmedizinischer Zusatzqualifikation Dir mittels eines psychologischen/psychiatrischen Gutachtens nachweist, dass Du ihm glaubhaft hast vermitteln können, Dich INTENSIV mit der Problematik des Konsums von Cannabis und dem Führen von Kraftfahrzeugen auseinandergesetzt hast und dies zukünftig trennen wirst. Das Gutachten muss ergeben, dass aus psychiatrischer Sicht deshalb keine Bedenken mehr an der Eignung zum Führen vom Kraftfahrzeugen bestehen.

    Mit so einem Gutachten hätte man zumindest eine gewisse Chance im Eilrechtsverfahren (vgl dazu VGH Bayern, Urteil v. 11.11.2004, SVR 2005, 152 f. oder auch OVG Saarland, Urteil v. 1.6.2006; AZ 1 W 26/06).

    Ein normaler Psychologe ohne Zusatzqualifikation reicht wegen der Gefahr der Gefälligkeitsgutachten ebenso wenig aus wie nur ein Abstinenznachweis...

    Um diesen Psychiater kümmerst Du Dich SOFORT und nicht erst in einer Woche. So bewahrst Du wenigstens die Chance, im Falle des Falles mit einem blauen Auge davon zu kommen. Das ist kein Ass im Ärmel, aber ein guter Bube schon. Lohnt sich also - und selbst wenn das nicht klappt, öffnet es bei der MPU weitere Türen. Ist also keine vergebene Liebesmühe. Soweit erstmal von dieser Seite.

  • #59

    Sleadge (Freitag, 15 Januar 2016 15:58)

    Nochmals vielen Dank. Ich finde es wirklich bewundernswert, dass Sie sich hier die Zeit nehmen. Nur Schade, dass Sie nicht hier in meiner Stadt wohnen. Wenn Sie erlauben, halte ich Sie auf dem Laufenden.

  • #60

    Rechtsanwalt Schüller (Freitag, 15 Januar 2016 17:24)

    @Sleadge: Gerne. Wenn Sie das nächste mal einen Anwalt brauchen: Ich übernehme wie eigentlich alle anderen Verteidiger auch Mandate aus dem ganzen Bundesgbebiet. Über 90 % meiner Mandanten habe ich nie zu Gesicht bekommen...schade eigentlich.

  • #61

    Alex (Montag, 18 Januar 2016 10:14)

    Erstmal Lob und Anerkennung für ihre Arbeit.

    Vielleicht können sie mir ja auch helfen.

    Am 03.11.2016 war ich bei einer Verkehrskontrolle leider zu ehrlich, da ich das letzte mal ca. 36 Std. vorher geraucht hatte und ein reines Gewissen hatte, dieses habe ich auch leider zugegeben.
    Ergebnis THC-09 1,01 NG, THC-COOH 26 NG.
    Leider habe ich im Jahre 2009, meinen Führerschein wegen Alkohol im Strassenverkehr abgegeben.
    Bußgeldbescheid 1300,- und 3 Monate Fahrverbot.

    Ca. 2 Wochen vorher habe ich einen Termin beim Psychologen gemacht und am 02.12.2016 wurde bei mir ADHS diagnostiziert und ich bekomme mittlerweile Methylphenidat um die Krankheit zu kontrollieren.
    Das Kiffen war eine Art "1-wöchiger Selbstversuch" da man mittlerweile sehr viel darüber hört und liest das THC bei ADHS hilft. (Das macht es auch! besser als Methylphenidat und der Rebound ist nicht vorhanden) und ich habe mich immer daran gehalten min. 24 Std. kein Fahrzeug zu bewegen.

    Ich muss 2-3 mal im Monat mit einem Transporter Ware aus dem Zentrallager (110km entfernt) abholen und min. einmal wöchentlich den Großhandel für Einkäufe aufsuchen muss, ansonsten wäre meine Arbeitsstätte auch mit Bus und Bahn (Fahrzeit 2,25Std/ Auto 0,45Std) erreichbar


    Wie weit habe ich eine realistische Möglichkeit, den Bußgeldbescheid/ eine mögliche MPU anzufechten?
    Bin ich "beruflich auf den Führerschein angewiesen"?

    Danke schonmal vorab für ihre Hilfe.

    MfG Alex

  • #62

    Rechtsanwalt Schüller (Montag, 18 Januar 2016 11:08)

    Hallo Alex,

    was den aktiven THC Wert angeht würde ich versuchen, den neuen empfohlenen Wert der Grenzwertkommission (3 ng/ml THC) ins Feld zu führen. Sofort solltest Du einen Termin bei einem Psychiater mit verkehrsmedizinischer Zusatzqualifikation besorgen, mit dem Ziel, dass dieser Dir binnen möglichst kurzer Zeit (d.h. bis zur Entscheidung des Gerichts über eine einstweilige Anordnung) zu attestieren, dass Du in Zukunft trennen wirst.

    Die Aussage mit den 36 Stunden war wenig sinnvoll. Um die ganze Angelegenheit genauer beurteilen zu können, muss ich die Akte sehen. Letztlich verhält es sich so: Der Erhalt der Fahrerlaubnis ist wichtiger als das einmonatige Fahrverbot.

    Gerne helfe ich Dir dabei, wenigstens die Fahrerlaubnis zu retten. Schreib mir bei Interesse bitte eine Mail. Kannst auch einen anderen Anwalt für Verkehrsrecht einschalten, handeln solltest Du aber schnell.

  • #63

    Alex (Montag, 18 Januar 2016 11:43)

    Guten tag
    Zu meinem Fall
    Ich rutsche mitte November in eine Verkehrskontrolle mit dem ganz normalen prozetere urinkontrolle und blutabnahme
    Vor weinachten bekam ich dann die Einstellung des Verfahrens zugeschickt
    Jezt bekam ich lezten Mittwoch ein schreiben der Führerscheinstelle mit der Information meiner Werte 0,4ng thc und 20ng Thc-cooh und den Aufruf zu einem äG und 2 screenings die abgegeben sein sollen bis zum 16.april
    Meine Fragen wären
    Wird mir mir nur urin bei den screenings entnommen. ?(es sind bzw waren keine anderen Drogen im Spiel) oder werden noch Haare bzw Blut abgenommen?
    Wann kann ich mit dem ersten screening rechen?
    Reichen 3 bis 4 wochen Abstinenz das mein urin wieder sauber ist. ?
    Danke schon mal im voraus
    Grüße

  • #64

    Rechtsanwalt Schüller (Donnerstag, 21 Januar 2016 13:00)

    @Alex: Nach richtiger Auffassung (vgl Albrecht, SVR 2005, 81 ff (85) und Wehowsky, Zeitschrift Blutalkohol 2006, 125 ff) rechtfertigt das nachgewiesene Führen eines KFZ mit einem Wert unter 1 ng/ml THC nicht die Anordnung eines ärztlichen Gutachtens, jedenfalls nach meiner Leseart. Aber herrschende Meinung dürfte wohl sein, dass wegen des Zusammenhangs mit einer Fahrt die Anordnung eines ärztlichen Gutachtens keinen rechtlichen Bedenken begegnet.

    Wenn in der Aufforderung nur von Screenings die Rede ist, geht es vermutlich nur um Urin...sollte aber in der Aufforderung drin stehen. Bei den Screenings ist auch nicht erforderlich, dass gar nichts mehr nachgewiesen werden kann. Gelegentlicher Konsum von Cannabis ist ja erlaubt, solange Du trennst (das ist der Fall, wenn der Wert wie bei Dir unter 1,0 ng/ml THC liegt). THC COOH darf drin sein im Urin, aber bitte auf keinen Fall mehr als 75 ng/ml THC COOH. Ab dieser Grenze wirst Du als Dauerkonsument eingestuft und dann war es das mit dem Lappen. Wenn Du meinen Tipp hören willst: Stell den Konsum von Cannabis komplett ein bis die Screenings gelaufen sind. Es ist zwar höchst unwahrscheinlich, dass der THC COOH Wert wegen einer Tüte am WE in solche Höhen schnellt, aber bei ein paar Tagen hintereinander kann das schnell mal sein. Wenn man bei dem ärztlichen Gutachten sagt, dass man sich auch mal gerne ein Bier zur Tüte gönnt oder öfter als 3 - 4 mal die Woche raucht, ist man ebenso raus wie beim eingeräumten Konsum anderer Betäubungsmittel wie Kokain oder Heroin, LSD, MDMA usw...

  • #65

    Alex (Freitag, 22 Januar 2016 14:27)

    Danke für die info konsum ist seit 12.1 eingestellt
    Ich spüle auch seit mehrern Tagen mit 2 Litern Tee+5-6liter Wasser
    Habe auch heute schon einen urintest gemacht dwn ich mir bei der Apotheke geholt habe cutoff 50ng der war noch positiv ich hoffe das der wert in der nächsten Woche noch sinkt
    Haben sie noch tipps zum den Prozess zu beschleunigen außer sauna und sport?!
    Grüße aus bw

  • #66

    sanchez (Freitag, 22 Januar 2016)

    Hallo.Ich soll eine mpu und haaranalyse wegen eines vor ca. 13 jahren gefällten urteils abgeben.mir wurde allerdings trotz mehrmaliger nachfrage kein nachweiszeitraum genannt.ich habe keine bedenken bezüglich der haarprobe.jedoch nur ca. 1,5 cm langes kopfhaar.ich will dieses jahr endlich den führerschein machen(gleiche situation wie bei "marius")und jetzt weiß ich nicht ob ich warten muß oder man druck machen kann, weil tüv-nord sagt das sie nur kopfhaar analysieren.ich bin mehrere jahre abstinent von cannabis, weshalb es quasi keine rückstände geben dürfte und diesbezüglich auch kein positiver wert festgestellt werden kann. Und wenn nichts vorgegeben wird;originalzitat führerscheinstelle:"Da halten wir uns raus!", ist die frage, wie ich da vorankomme.beim tüv hat man heute einfach am telefon aufgelegt, weil die mitarbeiter mit der beantwortung der frage anscheinend überfordert sind.

  • #67

    sanchez (Samstag, 23 Januar 2016 21:14)

    Um das mal etwas einfacher zu formulieren.Ist der Tüv verpflichtet, weniger Kopfhaar bzw. Haare aus anderen Bereichen o. Fingernägel zu analysieren oder darf der Tüv darauf bestehen nur min. 6 cm langes Kopfhaar zu entnehmen, obwohl die Behörde es in meinem Fall gar nicht fordert?Ich brauche den Führerschein aus beruflichen Gründen, weshalb abwarten in puncto Haarwuchs für mich keine gute option ist.

  • #68

    Rechtsanwalt Schüller (Montag, 25 Januar 2016 15:38)

    @Alex: Weitere Tipps habe ich nicht. Bitte daran denken, dass das Urin am Tag der Untersuchung nicht zu verwässert ist - sprich wegen der ganzen Wasserzufuhr der Kreatininwert im Keller ist, dann läufst Du Gefahr, dass die Probe nicht verwertbar ist. Und das ist im Zweifel rechtlich gesehen Dein Problem.

    Gibt auch Leute, die sich Fake-Pimmel mit Fake Urin besorgen, etwa hier: http://shop.cleanu.de/ . Das mag für den einen oder anderen Freund des gepflegten Deliriums noch ganz witzig anzusehen sein, was der Captain Mittelstrahl da so unter´s Volk bringt...klar ist aber auch: Die weitaus meisten Urinkontrollen beim ärztlichen Gutachten finden unter eher strengen Sichtkontakt statt. Gerne wird dann auch mal dazu aufgefordert, sich der Kleidung zu entledigen, wenn entsprechende Verdachtsmomente vorliegen. Und wenn man bei einer Begutachtung mit einem Fake Pimmel auftaucht und das dann auch noch rauskommt, dann darf man davon ausgehen, dass der entsprechende Aktenvermerk nicht unbedingt positiv sein wird. Und ehrlich: Glaubt hier wirklich irgendjemand, die Polizei sei so dämlich, um im Regelfall auf so eine Nummer reinzufallen? Allein schon der Gedanke, dass manche Kiffer Ihre Paras nur in den Griff kriegen, wenn sie mit einem Plastikpimmel durch die Gegend fahren, spricht doch vom logischen Standpunkt dafür, ihre Tauglichkeit in Sachen Straßenverkehr eher kritisch zu betrachten.

    Achte darauf, nicht spontan abzunehmen vor dem äG. Weiter vernünftig essen, sonst droht eine Rückdiffusion von aktiven THC aus dem Fettgewebe ins Blut...

  • #69

    sanchez (Montag, 25 Januar 2016 19:25)

    Ich habe natürlich das Infomaterial, welches hier zur Verfügung gestellt wurde gelesen.Nicht das Sie denken das ich dafür zu faul gewesen bin.Trotzdem weiß ich bis heute noch nicht, ob der Tüv jemand wegschicken darf, obwohl keine exakte Angabe seitens der Behörde zur Haarlänge bzw. den Zeitraum gemacht wurde, selbst nachdem ich heute nochmal angerufen habe.

  • #70

    Tyler (Dienstag, 26 Januar 2016 20:11)

    Guten Tag Herr Schüller,
    ich hoffe Sie können mir Klarheit verschaffen:
    Vor 3 1/2 Monaten wurde ich als Beifahrer angehalten (da das Fahrzeug Unfallspuren aufwies) es wurde u.A gefragt ob jemand Drogen besitzt oder konsumiert hat, alle verneinten dies, bis auf einen Mitfahrer der den Beamten eine Karte mit Spuren von Amphetamin aushändigte. Diese Karte wurde sich angesehen und dem Mitfahrer direkt wieder zurückgegeben! Daraufhin durften wir auch schon weiterfahren, keine Drogentests o.Ä. Kann ich jetzt im nachhinein noch zu einem Drogentest gebeten werden? (Bin noch nie mit Btm's auffällig geworden)
    Vielen Dank im Voraus.
    Beste Grüße!

  • #71

    sanchez (Mittwoch, 27 Januar 2016 13:56)

    Hat sich erledigt.Trotzdem danke, für die allgemeinen Informationen zu dem Thema.

  • #72

    Alex (Mittwoch, 27 Januar 2016 21:05)

    Guten abend hab da noch nochmal ne frage wenn ich dann beim ärzlichen Gespräch bin, und gefragt werde wann ich das lezte mal konsumiert habe wäre dann die Antwort seit der Verkehrskontrolle angerbacht oder ist es besser zu sagen erst seit dem ich zu den screenings aufgerufen wurde?zwischen kontrolle(ende November) und brief vom Landratsamt(12.1) wurde gelegtlich geraucht da ja meine werte die ich im Artikel#63 mitteilte zu einer kompletten Einstellung des Ordnungswidrigkeitsverfahren führten...
    Kennen sie noch bestimmte fragen die in einem äG vorkommen bzw beliebte antworten
    Dankeschön im voraus

  • #73

    Rechtsanwalt Schüller (Donnerstag, 28 Januar 2016 11:17)

    @Tyler: Das erscheint nicht sonderlich wahrscheinlich. Es ist nach Auffassung des BVerwG (vom 05.07.2001) unzulässig, auf einen bloßen Verdacht hin, praktisch "ins blaue hinein" eine ärztliche Untersuchung anzuordnen. Aber trotzdem: Ein moderaten Konsum von Cannabis und anderen BtM versteht sich von selbst. Nicht öfter als zweimal die Woche rauchen. 48 - 72 Stunden danach steht das Auto.

    Wenn es denn ohne andere BtM nicht geht und Du zB auf eine Nase Koks nicht verzichten kannst: Checke die Abbauwerte hier: http://www.anwalt.de/rechtstipps/nachweiszeiten-der-haeufigsten-drogen-in-urin-und-blut-serum-cannabis-kokain-mdma-speed-uvm_069048.html

    Die dort angegeben Werte verdoppelst Du um einen Sicherheitspuffer von 100 %. Erst dann setzt Du Dich wieder ins Fahrzeug. Wenn Du in eine Kontrolle kommst, ist Schweigen das Gebot der Stunde. Lass Dich nicht vollquatschen. Mund halten, darauf verweisen, dass ein neunmal kluger Anwalt Dir im Netz dazu geraten hat und der sich auf Wunsch gerne schriftlich dazu äußern wird....

  • #74

    Rechtsanwalt Schüller (Donnerstag, 28 Januar 2016 11:35)

    @Alex: Es ist sinnvoller, wenn Du sagst, dass Du Dir seit der Verkehrskontrolle eine Auszeit gönnst. Kommt in der Regel besser, obwohl auch die Aussage, dass Du 1 - max 2 mal die Woche rauchst, keine schädlichen Wirkungen nach sich zieht....

  • #75

    Ratsuchender (Freitag, 29 Januar 2016 18:26)

    Guten Abend,

    ich wurde im Oktober mit einer geringen Menge Cannabis erwischt, die jedoch nicht gering genug war um eine Einstellung des Verfahrens zu erreichen. In der anschließenden Befragung durch die Polizisten habe ich so ziemlich alles falsch gemacht, was man falsch machen kann und den täglichen Konsum zugegeben. Bei der Akteneinsicht durch einen Anwalt (der jedoch kein Experte auf dem Gebiet ist) erhielt ich nun weitere Informationen zu meinem Fall. In der Ermittlungsakte befinden sich keine Einträge zu gegebenen Konsumangaben. Lediglich der Eigenkonsum des aufgefundenen Cannabisses wird eingeräumt. Es war auch kein Gedächtnisprotokoll o.ä. der Polizei zu finden. Desweiteren ist eine Anmerkung enthalten, dass die Ermittlungsakte der Polizei zur Kenntnissnahme geschickt wurde.

    Nun meine Frage: Ist davon auszugehen, dass die Polizei in einem angefügten Schreiben der Führerscheinstelle Auskunft über meine Konsumgewohnheiten macht oder müsste so etwas aus der Akteneinsicht des Strafverfahrens hervorgehen? Für eine (hoffentlich positive) Antwort wäre ich dankbar, da dies den Unterschied zwischen sofortigen Entzug mit anschließender MPU oder eben einem äG machen würde. Bundesland ist übrigens Bayern.

    Viele Grüße,
    Ratsuchender

  • #76

    Ratssuchender (Freitag, 29 Januar 2016 18:30)

    Anmerkung:

    Desweiteren ist eine Anmerkung enthalten, dass die Ermittlungsakte der Führerscheinstelle zur Kenntnissnahme geschickt wurde. (So müsste der Satz richtig lauten)

  • #77

    Ratsuchender (Freitag, 29 Januar 2016)

    Anmerkung #2:

    Zwischen Delikt und Aktenübersendung sind ca. 2 Monate vergangen. Also der Bericht wurde nicht direkt im Anschluss nach der Tat geschrieben.

  • #78

    Rechtsanwalt Schüller (Samstag, 30 Januar 2016 12:31)

    @Ratsuchender....wenn bei Dir nur eine geringe Menge gefunden wurde, sehe ich das Problem nicht - v.a. wenn in der Ermittlungsakte keine Angaben über das Konsumverhalten stehen...ein ärztliches Gutachten wegen eines Fundes einer kleiner Mengen Cannabis ohne Bezug zum Straßenverkehr ist meines Erachtens rechtswidrig, kann aber natürlich trotzdem passieren. Für einen sofortigen Entzug des Führerscheins dürfte es hier nicht reichen, aber das kann man schlecht sagen, ohne die Akten gesehen zu haben....die FSST erhält Kenntnis, davon kann man auch ausgehen. Aber ich sehe jetzt keine zu große Probleme bis auf das drohende ärztliche Gutachten...

  • #79

    Sepp (Dienstag, 02 Februar 2016 15:24)

    Hallo Herr Schüller,

    danke dass ich mich an Sie wenden kann. Ich bin im März 2015 in eine Drogenkontrolle geraten und wurde positiv auf thc getestet. Folge waren 2 Punkte und ein Monat Fahrverbot. Mit zwei negativen Urinproben konnte ich das Schlimmste abwenden und alle Verfahren wurden eingestellt. Meine Frage: was würde geschehen wenn ich erneut zu einer Blutentnahme müsste und der Wert unter 1ng läge ? Wird der "Wiederholungstäter" stärker bestraft ? Und wie lange ist für die Polizei sichtbar, dass ich etwas mit dem BTMG zu tun hatte ? Danke im Voraus für Ihre Antwort.

  • #80

    Rechtsanwalt Schüller (Donnerstag, 04 Februar 2016 15:15)

    Wiederholungstäter kriegen längeres Fahrverbot (3 Monate) und dürfen auch mehr zahlen, 1000 bzw 1500 Euro, wenn man Wiederholungs-wiederholungstäter ist. Und jeweils 3 Punkte gibt es obendrauf. WENN man mindestens 1,0 ng/ml THC im Blut hatte. Und wenn Sie im Nachhinein mit einem Wert unter 1,0 ng/ml aktives THC aber mit einem dann vermutlich nachweisbaren THC COOH Wert über 0 erwischt werden, könnte die Behörde im Nachhinein auf die Idee kommen, dass Sie doch gelegentlicher Konsument sind und die damalige Annahme mit dem Experimentierkonsum wohl eine Fehlannahme war...

  • #81

    Ulf (Freitag, 05 Februar 2016)

    Guten morgen
    Ich hätte da ein Anliegen da ich in nächster Zeit zum äG muss zwecks thc am Steuer aktives thc unter 1ng...
    Zu meiner frage klar ist mischkonsum alc.
    Und thc beim äG zu verneinen im schreiben der fss steht auch nur was von urinabgaben aber meine frage wäre darf ich bis zum äG weiter alc. trinken?ohne das es Probleme gibt?

  • #82

    Sepp (Freitag, 05 Februar 2016 20:09)

    vielen Dank für die Antwort. Wenn ich das richtig verstanden habe laufe ich also auch bei bescheidenem Konsum (1-2 leichte Joints, 2-3 mal im Monat u Auto 2 Tage stehen lassen) Gefahr den Führerschein zu verlieren, da ich bereits auffällig war ? Das ist schade, denn ich bin kein Freund von Alkohol aber habe gerne mal "entspannt" den Freitag Abend genossen. Hoffentlich tut sich da in den nächsten Jahren etwas in Deutschland. Hochachtung für Ihre ehrenamtliche Arbeit hier.

  • #83

    Falko Dammbruch (Freitag, 05 Februar 2016 22:27)

    @Ärztliches Gutachten wegen einem Wert unter 1,0 ng/ml THC? Dafür dürfe es an einer rechtlichen Grundlage fehlen. Wozu denn? Du hast getrennt und was will man Dir denn nachweisen? Den folgenlosen gelegentlichen Konsum (Trennungsvermögen besteht doch...)? Klar, Du kannst weiter trinken, darst nur nicht sagen, dass Du jemals auch nur eine Tüte geraucht und dazu ein Bier getrunken hast. Und logisch sollte auch sein, dass Du niemals auch nur einmal eine andere Droge wie Kokain oder MDMA zu Dir genommen hast. Ernsthaft: Die Anordnung des äG dürfte rechtswidrig sein...

    @Sepp: So sieht es aus. Wenn Du jetzt nochmal mit THC COOH im Blut erwischt wirst, könnte das eine enge Kiste werden...allerdings muss ich zugeben, dass mir diese Konstellation noch nicht in der Praxis unter gekommen ist...aber die Folge scheint mir logisch, da wie gesagt auch das ärztlichen Gutachten nur den Zweck hat, im Nachhinein den zumindest gelegentlichen Konsum zu beweisen....bei einer zeitlich nachfolgenden Auffälligkeit nur mit THC COOH dürfte das Ergebnis dasselbe sein, da das Verteidigungslinie ja immer "Probierkonsum" ist....

  • #84

    Marko (Montag, 08 Februar 2016 20:40)

    Ich musste aufgrund einer Btmg Auffälligkeit im Straßenverkehr eine Haaranalyse machen. Jetzt habe ich das Ergebnis bekommen und das war positiv auf Kokain. Allerdings hab ich mir dahingehend nichts vorzuwerfen. Und auch im Befund steht das der Konsum an sich nicht nachgewiesen werden kann, wohl aber der Kontakt. Ich habe mich daraufhin mit dem Labor in Verbindung gesetzt, um zu erfragen was das genau bedeuten soll. Die Ärztin oder Laborantin sagte mir das die gefundenen Mengen sehr gering gewesen sein, sogar unter dem vorgeschriebenen Richtwert. Des Weiteren fehlen auch die Abbauprodukte die durch aktiven Konsum entstehen würden. Sie sagte das das auf eine Kontamination von außen hindeutet und aktiver Konsum ausgeschlossen sei. So weit, so gut.

    Das Problem ist das der TÜV diesen Befund dennoch nicht als Abstinenznachweis akzeptiert.
    Gibt es die Möglichkeit das rechtlich anzurechnen und vor allem macht das Sinn?

    Ich habe wirklich mein ganzes Leben geändert, angefangen beim Verhalten, bis zu einem völlig anderen Freundeskreis und ich hatte keinerlei Kontakt zu Drogen!

  • #85

    Ulf (Mittwoch, 10 Februar 2016 14:41)

    Nochmals gute Tag
    Hinsichtlich zu meinem Beitrag #81
    Meine Werte standen damals bei
    Aktives thc0,4ne
    Tooc 22,3ng
    Jezt kam der Aufruf zum äG
    Noch zur Info ich komme aus BaWü
    Ich las jezt schon öfters das gerade in BaWü gelegentlicher Konsum mit Trennungsvermögen auch sehr kritisch angesehen wird bzw zu einer mpu führen kann
    Ist da was dran oder hab ich beim äG nichts zu befürchten. ?
    Grüße und danke für jegliche Antwort

  • #86

    Rechtsanwalt Schüller (Mittwoch, 10 Februar 2016 15:01)

    @Ulf: Ob die Anordnung eines äG´s hier überhaupt rechtmäßig ist lassen wir mal dahin gestellt, denn jedenfalls der VGH Baden Baden-Württemberg erklärte die Anordnung eines ärztlichen Gutachtens selbst dann für rechtmäßig, wenn der Konsum außerhalb des Kraftverkehrs stattfand und nur ein einmaliger Konsum nachgewiesen oder zugegeben wurde. Auch hier gilt, dass man keine Panik haben muss. Gelegentlicher Konsum ist erlaubt, solange man trennen kann und keinen Alkohol dazu getrunken hat und niemals im Leben andere Betäubungsmittel ausprobiert hat. Bei diesen Werten ist auch die Einlassung "Probierkonsum" vertretbar, aber nicht notwendig. Wenn ich in der Situation gefragt werden würde, wann ich denn geraucht hätte, würde ich so ca. 6 - 8 Stunden vorher sagen. Und natürlich hätte ich nur wenig geraucht. Kann sein, dass der Arzt was davon erzählt, dass der THC COOH Wert einen Verdacht auf einen täglichen Konsum begründet oder versucht, Dich anderweitig aus der Ruhe zu bringen. Bleib ruhig und lass Dich durch solche billigen wie beliebten Psychotricks nicht aus der Ruhe bringen...wird schon gut gehen...

  • #87

    Ulf (Mittwoch, 10 Februar 2016 18:03)

    Okay danke für diese Infos.
    Das nächste Problem ist der Beamte der damals die Kontrolle durchführte fragte mich wie oft ich konsumiere ich erzählte ihm in der Aufregung das ich hin und wieder (gelegentlich) konsumiere auf die Frage wann ich das letzte mal geraucht habe erzähle ich ihm am lezten abend gegen 20.00
    Der fss schrieb er in seinem Bericht das ich angeblich eigentlich jeden Tag konsumieren würde das ärgert mich...
    Das ich am Vorabend konsumiert habe wissen die jezt bei der fss und der Arzt bei der Untersuchung bestimmt auch hinsichtlich zu diesem Detail werd ich ihm sagen das ich am Vorabend 3-4mal an einem Joint gezogen habe oder was meinen sie?
    Wenn ich zu meinem Konsummuster befragt werde wird es am Besten sein zu sagen das der Beamten mich falsch verstaden hatte in der Aufregung und das ich ehrlich nur hin und wieder etwas rauche(2-4) im Monat vllt manchaml auch weniger...
    In dem Schreiben der fss steht auch das ich mit der Vorlage eines Ausweises in die Unterlagen Einsicht nehmen kann die dem Untersuchungsauftag beigefügt werden.?lohnt sich das?
    Und zu guter lezt kennen sie noch typische Fragen bei einem äG bzw die perfekten Antworten?
    Klar Alkoholkonsum wird wie harte Drogen werden verneint. ..
    Danke schon mal im voraus



  • #88

    Rechtsanwalt Schüller (Mittwoch, 10 Februar 2016 20:31)

    @Ulf: Was die FSST weiß, kann man nur nach Akteneinsicht genau sagen. Gelegentlicher Konsum kann eingeräumt werden. Täglicher Konsum nicht. Typische Fragen? Da gibt es keinen festen Katalog, aber man kann sich denken was kommt...Wie kam es zu dem Konsum? Wie oft rauchen Sie? Trinken Sie Alkohol? Wieviel? Auch wenn Sie Cannabis rauchen? Schon mal andere BtM genommen? Nein? Glaube ich nicht. Sind Sie sich sicher? Wirklich nur einmal geraucht? Sie wissen doch, dass das sehr unwahrscheinlich ist, also jetzt sagen Sie mal die Wahrheit...so kann das kommen, wenn der Prüfer mal etwas Ihr Widerstandsfähigkeit checken will...also nicht aus der Ruhe bringen lassen.

  • #89

    Enduro (Freitag, 12 Februar 2016 02:15)

    Guten Tag Herr Schüller,

    ich bin vor einigen Tagen in eine unangenehme Vehrkehrskontrolle geraten: Ich wurde von einem Polizeifahrzeug (nicht zivil) wenige Kilometer hinter der holländischen Grenze an einer Tankstelle rausgezogen gegen 22 Uhr. Das übliche Prozedere und die Fragerei ging dann los. Ich hatte ca. 1,5 Gramm Cannabis im Fahrzeug liegen, die Beamten haben es bei der Durchsuchung natürlich gefunden. Ich habe bewusst Aussagen zu Konsumverhalten, Erwerb usw. verweigert. Nach dem Fund hab ich fest damit gerechnet einen Drogentest machen zu müssen. Doch das passierte nicht. Nach einigem Warten drückten die mir meine Papiere wieder in die Hand und meinten gute Weiterfahrt und irgendwann kommt Post von der Staatsanwalltschaft. Ein Test wäre bei mir garantiert angeschlagen!

    Meine Frage jetzt: Kommt da noch ne Überprüfungsmassnahme auf mich zu? Ich hab natürlich den Konsum sofort eingestellt und hoffe das alles möglich schnell aus dem Körper ist. Der Strafbefehl ist mir schon fast egal der da kommen wird (bin Ersttäter), es geht mir nur um die FE. Vielen Dank schonmal!!!

  • #90

    Rechtsanwalt Schüller (Freitag, 12 Februar 2016 09:21)

    @Enduro:

    Auch hier sind sich die Gerichte eher uneinig.

    Folgt man der Auffassung des Bundesverfassungsgerichts (AZ 1 BvR 2428/95), dann ist die Anordnung eines ärztlichen Gutachtens wegen Besitzes von Cannabis in kleinen Mengen nur dann rechtmäßig, wenn es einen "Bezug zum Straßenverkehr" gab. Dazu reicht es, wenn das Cannabis im Fahrzeug gefunden wurde - wobei dann schon wieder Unterschiede bestehen hinsichtlich des Fundortes im Auto. Wenn man dem BVerfG jedoch strikt folgt, dann sind neben dem Auffinden im Auto auch konkrete Verdachtsmomente dafür erforderlich, dass während der Fahrt konsumiert wurde bzw. zeitnah vorher ein Konsum stattfand. Trotz BVerfG: Hier gibt es x Meinungen, das OVG NRW lässt den Fund von etwa 4 Gramm Cannabis im Auto ausreichen für die Anordnung eines ärztlichen Gutachtens (abgedruckt ist die Entscheidung in DAR 2003, 283f). Eigentlich rechne ich nicht mit einem äG in diesem Fall. Aber im Fahrerlaubnisrecht gibt es diese rechtliche Klarheit eben nicht. Das bedeutet, dass Du jetzt erstmal bißchen moderater konsumieren solltest, kein täglicher Konsum, keine Konsumepisoden a la eine Woche Bongdauerziehen in Amsterdam...

  • #91

    Enduro (Freitag, 12 Februar 2016 15:03)

    Danke für die sehr fundierte Antwort. Kann es denn sein, dass man kurzfristig überprüft wird, so nach dem Motto: Sie haben ab heute 8 Tage Zeit um irgendwelche Nachweise zu bringen? Es vergeht doch in der Regel einige Zeit (langsame Verwaltung) bis was kommen könnte? Ich hab seit dem Vorfall richtig Paranoia. Ach und würden Sie mich bei weiteren bösen Überraschungen anwaltlich zu vertreten? RVS ohne SB vorhanden.

  • #92

    Rechtsanwalt Schüller (Freitag, 12 Februar 2016 18:38)

    Klar kann das passieren. Paras braucht man deswegen aber nicht zu haben. Strikt zwischen Konsum und Führen von KFZ trennen, dann bist Du auf der sicheren Seite, jedenfalls einigermaßen. Wenn Du wegen der Kifferei Paranoia hast, ist es eh Zeit, bißchen runterzufahren. 8 Tage ist die Vorlauffrist, korrekt. Bei moderaten Konsum sollten wegen der Halbwertszeit von THC COOH (ca eine Woche) keine großen Probleme auftauchen, wenn Du tatsächlich zum äG musst. Vertrete Dich dann gerne...das ist ja irgendwie auch mein Job :-)

  • #93

    Enduro (Freitag, 12 Februar 2016 20:50)

    Nochmals Vielen Dank für die Auskunft. Nein, ich hab den Konsum ganz eingestellt, hab da gar kein Bock mehr drauf. Ich danke Gott auf Knien, dass ich bei der Kontrolle keinen Test machen musste - ich wäre sofort am Arsch gewesen...Das ist ja auch schon ne Woche her, also wurde auch schon was abgebaut. Nach Daldrup halbiert sich der Abbauwert ja ca. alle 6 Tage. Ich habe bisher regelmässig konsumiert, so 1-2 Gramm in der Woche. Und Sie haben natürlich Recht: Das sind astreine Kiffer-Paranoia. Wenn was kommen, sollte dann ruf ich Sie an.

  • #94

    Sven (Montag, 15 Februar 2016 20:51)

    Hallo Herr Schüller. Erstmal danke für ihre Arbeit. Hut ab. Ich würde gerne telefonisch mit ihnen über mein Problem spechen. Wenn sie mal Zeit hätten wäre ich sehr dankbar.

  • #95

    Rechtsanwalt Schüller (Montag, 15 Februar 2016 22:42)

    @Sven: Das können wir gerne machen, aber wie schon hier und da angedeutet - ich betreibe das nicht nur aus reinen Hobbygründen...schick mir mal Deine Nummer an die Mail und schreib mir wann Du Zeit hast zu sprechen...in der Regel nehme ich immer Akteneinsicht, bevor ich irgendwelchen belastbaren Statements rausgebe...

  • #96

    Sven (Dienstag, 16 Februar 2016 00:03)

    Danke. email ist geschrieben.

  • #97

    Nathan (Mittwoch, 17 Februar 2016 15:30)



    Ich wurde bei einer routine Kontrolle am 13.12.2015 in Berlin rausgezogen und habe Urinprobe und Blutprobe abgegeben.
    THC 1.5 ng/ml
    THC COOH 10ng/ml
    Laut meinen eigenen Angaben soll ich regelmässig rauchen.
    Das habe ich nie so gesagt und die niedrigen Abbauwerte belegen dies.
    Es ist das erste mal ,dass ich mit der Polizei zu tun habe.

    Vorbereitung zum Entzug der Fahrerlaubnis kam letzte Woche.
    Ein Bekannter von mir ist Richter und hat mir eine Stellungnahme vorbereitet, die ich mit einem negativen Urintest an die Dame vom Landesamt schicken möchte und in der ich weitere Tests bei Amtsärzten anbiete.
    Geraucht ja, aber regelmäßiger Konsument auf gar keinen Fall.
    Missverständniss, große Aufregung, suggestive Fragen von seiten der Beamten, ich bin selbstständig und auf meinen Führerschein angewiesen, Unverhältnismäßigkeit der Strafe, akzeptiere Bußgeld, ein großes MEA CULPA.
    Das ist in etwa der Ton den Schreibens. Alles von einem Richter verfasst also rechtlich einwandfrei.
    Habe seit dem auch nichts konsumiert.

    Er meint mit etwas Glück könnte sie davon absehen und den Entzug nicht durchführen.
    Stimmt das?

  • #98

    Nathan (Mittwoch, 17 Februar 2016 15:41)

    Danke im Voraus :)

  • #99

    Rechtsanwalt Schüller (Donnerstag, 18 Februar 2016 01:14)

    @Nathan...wenn Dein Bekannter Richter ist, sollte er es eigentlich mindestens so gut wissen wie ich, oder?

    Ob das rechtlich einwandfrei ist qua Richterverfasser kann ich nicht sagen...hoffe es für Dich....prüfe das gerne mal gegen, aber nur wenn ich die Akte zu sehen kriege und zwar unverzüglich. Die Werte sind sehr niedrig und mit Probierkonsum erklärbar. Was Du zu Protokoll gegeben hast, dürfte da eher von Interesse sein. Aber wie gesagt: Du bist doch rechtlich offenbar in einwandfreien Händen, dann ist doch alles im Lack....

  • #100

    Nathan (Donnerstag, 18 Februar 2016 02:58)

    Danke für die rasche Antwort.
    Akte habe ich noch nicht. Ist wie gesagt erst der Bescheid zur Vorbereitung des Entzugs.
    Zu Protokoll habe ich gar nichts gegeben, also ich habe nichts unterschrieben, wenn man das damit meint.
    Ich hatte keine Ahnung wie das mit THC Werten ist, und ich dachte es gibt nur einen und je nachdem wie hoch der ist würde sich die Strafe richten.Ich war unfassbar aufgeregt und konnte kaum klar denken.
    Als der Beamte dann sehr freundlich sagte: "Wenn sie in letzter Zeit öfter geraucht haben könnte der Urintest jetzt positiv anschlagen, auch wenn sie heute nichts geraucht haben und somit nicht unter Einfluss gefahren sind." , da habe ich dummerweise gesagt ja, das habe ich, Ich weiss, dumm, ist mir peinlich, aber was soll man machen. Hinterher ist man immer schlauer.


    Um die Stellungnahme selber mache ich mir keine Sorgen, ich weiss viele schreiben auf eigene Faust eine und machen alles schlimmer.
    Der Richter meinte nur das schreiben sei rechtlich einwandfrei und die richtigen Passagen hat er wage gelassen, mangels Akteneinsicht, aber er sei eben kein Experte auf dem Gebiet,die von der Verwaltung seien eh eine Sache für sich aber es ist einen Versuch wert( Mit dem negativen Urintest im Anhang)

    Da wollte ich nochmal auf Nummer sicher gehen.

    Vielen Dank nochmal und danke auch, dass Sie so schnell geantwortet habe und sich überhaupt Zeit dafür nehmen.








  • #101

    Sepp (Montag, 22 Februar 2016 18:09)

    Guten Abend Herr Schüller,
    Folgendes da ich bei einer Konrolle gelegtlichen Konsum einräumte und Glück hatte da mein Wert unter 1ng war darf ich morgen zum äG.
    Bin jetzt seit 6 Wochen clean.
    Zu meinem ehemaligen Konsumuster :
    0,5bis zu 1 schwachen joint am Tag.
    Am Wochenende auch mal 4 Joints aber immer geringe Mischungen 0,1 bis 0,2 Gramm pro Joint.
    Es wurde in lezter Zeit Sport getrieben viel getrunken und 3 Saunabesuche wurden auch absolviert.
    Mit Sport habe ich dann vor 1 Woche aufgehört zwecks rückdiffusion von activem thc!
    Was sagt den ihre Ehrung hab ich gute Chancen mit meinem Urin?
    Grüße und Danke im Voraus

  • #102

    Steffi (Montag, 22 Februar 2016 20:37)

    hab endlich die Werte.
    4,8 ng/ml thc, 2,6 ng/ml 11 Hydrox-thc, 131 ng/ml thc carbonsäure, 38,9 ng/ml amphetamin.
    Das hat jetzt von November an gedauert. Die Führerstelle die Absicht nach § 3 StVG i.v § 46 Abs.1 FeV die Fahrerlaubnis zu entziehen. Wohl für ein Jahr wegen Abstinenz. Ist das so korrekt?

  • #103

    Hans (Montag, 29 Februar 2016 19:08)

    Hallo Herr Schüller,
    Ich bin 17 Jahre alt und wohne in Bayern. Ich wurde vor ca. einem halben Jahr mit 30g Cannabis bei einer Hausdurchsuchung erwischt. Die vor Gericht unter Eigenkonsum durchgingen. Ich vor kurzem bei der örtlichen Führerscheinstelle um nachzufragen wie das bei mir abläuft. Der zuständige Mitarbeiter teilte mir mit das ich, wie ich mir schon gedacht habe ein äG abliefern muss "da das ja nicht wenig ist", seiner Aussage nach. Nun zu meiner Frage ist das äG in meinem Fall irgendwie anfechtbar?
    Da ich ja noch nie Im Staßenverkehr unterwegs war und keine Beweise zu einem Konsum vorliegen. Macht es Sinn das anzufechten ode rmuss ich mich damit abfinden?

    Vielen Dank!

  • #104

    Rechtsanwalt Schüller (Montag, 29 Februar 2016)

    Ein ärztliches Gutachten wegen des Besitzes von Cannabis ist nur dann gerechtfertigt, wenn belastbare Indizien für einen Dauerkonsum vorliegen. Das soll beim Fund von Cannabis dann der Fall sein, wenn es sich um eine kleine Menge handelt. Wie diese definiert ist, darüber besteht wie üblich keine Einigkeit...es kommt auch hier auf die Umstände an. Wenn die 30 Gramm etwa der Vorrat für ein Jahr war, wird man wohl kaum auf einen täglichen Konsum schließen können. Man kann im Fahrerlaubnisrecht bei solchen Sachen wirklich keine klare Aussage treffen. Ich würde sagen, dass auf jeden Fall eine brauchbare Chance besteht, hiergegen anzugehen. Wenn ich rechtlich nicht damit durchkomme, die Fahrerlaubnisbehörde argumentativ umzubiegen, kann ich Dich wenigstens so auf das ärztliche Gutachten einstellen, dass Du weißt, was dort von Dir verlangt wird und was nicht. Ist also so oder so nicht aus dem Fenster geworfen die Kohle. Melde Dich mal per Mail und hinterlasse ein Rufnummer, wenn ich die Sache übernehmen soll.

  • #105

    Hans (Montag, 29 Februar 2016 20:30)

    Viele Dank für die schnelle Auskunft!
    Ich werde mich demnächst melden

  • #106

    MarcAurel (Montag, 29 Februar 2016 22:53)

    Guten Abend Herr Schüller!

    auch von mir erstmal großen Respekt, vielen Dank für Ihre Tätigkeit und die hier angebotene Hilfe! Herausragend im themenbezogenen Wirrwarr des Internets!
    Zu meinem Fall: Ich wurde am 06.02.2016 im Rahmen einer Kontrolle mit Schwerpunkt Alkohol und Drogen um ca. 7 Uhr herausgewunken. Es folgte eine Augenkontrolle mit einer nicht gewünschten Pupillen(-un)tätigkeit, danach Bitte um Pinkeltest, dem ich in Folge von Unkenntnis der Sachlage nachgekommen bin > positiv auf THC, danach Fahrt zur Wache incl. Blutentnahme...

    Konsumverhalten: Am Wochenende 1-bis max. 2 Joints in Gesellschaft (i.d.R. homegrown), in der Woche vor der Kontrolle (Freitag bis Mittwoch ein leichter pro Tag und am direkt vorher liegenden Freitag, bis ca. 10 Std. vor der Kontrolle ein geteilter...

    Konstitution: 1.92m bei etwas über 100kg

    Vorwurf der Ordnungswidrigkeit gem. §24a StVO.
    Am 29.02.16 Post des Polizeipräsidiums: Bußgeldverfahren eingestellt.

    Ich komme aus NRW. Hab ich weitere Folgen seitens der Führersteinstelle zu befürchten? Vom Konsum hab ich seit dem Vorfall gänzlich abgesehen...

    Mit bestem Dank im Voraus freue ich mich auf eine Einschätzung Ihrerseits!

    Beste Grüße!

  • #107

    Rechtsanwalt Schüller (Mittwoch, 02 März 2016 11:14)

    @Marc Aurel (Sie tragen ja kaum auf mit dem Namen, echt bescheiden :-)):

    Wenn die OWi eingestellt wurde, wird auch die Fahrerlaubnis nicht in Gefahr sein, denn die Voraussetzung für § 24 a StVG ist ein THC Gehalt im Blut von mindestens 1,0 ng/ml THC. Die wurde offenbar nicht erreicht. Da dieser Wert auch eine Voraussetzung zum Entzug der Fahrerlaubnis ist, dürfte nichts mehr nachkommen. Werden Sie jetzt allerdings irgendwann nochmal mit 1,0 ng/ml erwischt, steht auch der gelegentliche Konsum fest und es wird eng in Sachen Fahrerlaubnis. Also schön das Trennungsvermögen im Auge behalten...

  • #108

    MarcAurel (Mittwoch, 02 März 2016 13:29)

    Ja, Understatement sieht anders aus, aber warum nicht mal -in aller Bescheidenheit- auf den Putz hauen...;-)

    Vielen herzlich Dank schonmal für Ihre Antwort.

    Ich muss leider nochmal nachfragen, da ich noch etwas verunsichert bin.

    Ich habe, ich glaube auch auf dieser Seite, Berichte gelesen habe, dass der passive THC COOH für die FSST eine Rolle spielen könnte bei Überschreiten gewisser Grenzwerte und diese evtl. ein ärztliches Gutachten anfordert, auch wenn der aktive Wert (wie wohl in meinem Fall gegeben) unter 1 liegt.
    Ist es überhaupt realistisch, einen Passivwert erreicht zu haben, der die FSST stutzig macht, wenn der Aktivwert unter 1 liegt? Mir hat man gar keine Werte mitgeteilt.

    Hat die FSST denn mit Sicherheit Kenntnis vom ganzen Sachverhalt, wenn das Bußgeldverfahren eingestellt wurde oder wird sie in jedem Fall bei der Verfahrenseröffnung in Kenntnis gesetzt wenn §24 a i.V.m THC im Raum steht?

    Ich habe Konsum und Fahren nun auf jeden Fall deutlich mehr im Auge. Ich bin seitdem ohnehin abstinent geblieben, möchte aber nicht das Risiko eingehen, dass mir der Passivwert einen Streich spielt, falls ich doch mal dem Grünen frönen möchte und die FSST mich auf dem falschen Fuß erwischend zum Gesundheitsinspektor schickt....

    Sorry, dass ich schon wieder Ihre Zeit raube. Ich hoffe zum letzten Mal!

    Herzlichsten Dank noch mal und alles Gute für Sie und Ihre tolle Arbeit!

    Beste Grüße aus dem Ruhrgebiet ;-)

  • #109

    Markus (Mittwoch, 02 März 2016 14:04)


    Guten Tag Herr Schüller
    Erstmal Find ich es super was sie hier sie hier leisten*Daumen hoch*

    Ich habe folgenden Bericht oder Auszug aus dem Internet gefischt.


    Das fehlende Trennungvermögen im Sinne von Nr. 9.2.2 der Anlage 4 zur Fahrerlaubnis-Verordnung ist gegeben, wenn eine THC-Konzentration von mindestens 0,1 ng/ml festgestellt wird (VGH Mannheim, Beschluss vom 27.03.2006 - 10 S 2519/05, NJW 2006, 2135 f).

    Verstehe ich das Richtig wenn das Verfahren gegen mich eingestellt wurde da ich untet 1ng erwischt wurde. z.B 0,4ng Thc.
    Dann noch zu einem äG geboten werde da die Fss mein Konsumverhalten klären möchte.
    Dort wird dann gelegentlicher Konsum eingeräumt und dem Arzt wird erzählt das man das Auto nach einem Konsum immer 48Std stehen lässt.
    Meine Frage wäre:
    Könnte die Fss dann laut diesem Auszug das Trennungsvermögen durch eine Mpu klären lassen?

    Wäre für jede Antwort dankbar

    Grüße

  • #110

    Rechtsanwalt Schüller (Mittwoch, 02 März 2016 16:10)

    @Marc Aurel:

    "Hat die FSST denn mit Sicherheit Kenntnis vom ganzen Sachverhalt, wenn das Bußgeldverfahren eingestellt wurde oder wird sie in jedem Fall bei der Verfahrenseröffnung in Kenntnis gesetzt wenn §24 a i.V.m THC im Raum steht?"

    Es wird darüber gestritten, ob es seitens der Strafverfolgungsbehörden erlaubt ist, dass der FSST mitzuteilen...in der Regel machen die aber Mitteilung. Wäre sehr spannend zu wissen, ob hierin ein Verstoß gegen § 49 a Abs. 2 OWiG gesehen werden kann, denn nach meiner Auffassung dürfen solch geringen Erkenntnisse nicht mitgeteilt werden...soweit mir bekannt gibt es auch noch keine entsprechenden Entscheidung und Du kannst da zur Rechtsfortbildung beitragen :-)


    Klar kann ein THC COOH Wert auch Anlass für entsprechende Maßnahmen wie dem FS Entzug sein, wenn er z.B. mindestens 150 ng/ml THC COOH beträgt, da dann der regelmäßige Konsum feststeht. Aber eine solche Konstellation ist mir so noch nicht untergekommen...aber die Frage, ob dass der FSST mitgeteilt wurde, wäre schon interessant zu wissen, weil sich das wie gesagt zukünftig sehr nachteilig auswirken kann...

    Im Grunde ist es so: Die FSST kann auch bei einem Nachweis von unter 1,0 ng/ml THC zum Gutachten laden, das gibt § 14 FeV her. In NRW wird ja immer noch damit argumentiert, dass ab 10 ng/ml THC COOH der zumindest gelegentliche Konsum feststünde. Der ist bei Trennungsvermögen aber nicht verboten. Also muss man sich fragen, welches Ziel die Anordnung eines äG´s in Deinem Fall haben sollte? Wenn dann nochmal ein entsprechender THC COOH Wert unter gemessen wird, der für sich nur für einen gelegentlichen Konsum spricht, was hilft es der Behörde dann? Das fehlende Trennungsvermögen als zweite Voraussetzung für den Entzug des "Lappens" liegt ja dann eben nicht vor...aber vorsicht: Gewiefte Behördenmitarbeiter haben sich da eine etwas linke Nummer ausgedacht: Wenn die Aufforderung zum äG kommen sollte, sollte bis zu diesem nicht mehr geraucht werden, sonst wird versucht, einen Kontrollverlust zu konstuieren, damit sind die Behörden bei manchen Gerichten schon durchgekommen. Weitestgehend also Entwarnung,aber Augen auf und hier melden, wenn doch noch ein äG gefordert wird....

  • #111

    Rechtsanwalt Schüller (Mittwoch, 02 März 2016 16:38)

    @Markus: Gute Frage :-) Also, kurz und knapp: Nach § 14 Abs.I S.4 FeV KANN die Fahrerlaubnisbehörde eine MPU anordnen, wenn die betreffende Person gelegentlich Cannabis konsumiert (so zB wenn der THC COOH Wert dafür spricht) und "weitere Tatsachen" vorliegen, die Zweifel an der Fahreignung begründen. Ist der gelegentliche Konsum hingegen nicht bewiesen (oder nur vermutet / unterstellt) kommt § 14 Abs.I S.4 FeV nicht zur Anwendung bzw. sollte es nicht :-) Jetzt kommt wahrscheinlich reflexartig die Frage, was unter diesen ominösen "weiteren Tatsachen" verstanden werden soll. Da hat die Rspr mal wieder den einen oder anderen Fall entwickelt, da man dem Gesetz eben nicht alles entnehmen kann.

    Es soll ausreichen, wenn ein junger Erwachsener (z.B. 18 Jahre) eingeräumt hat, schon seit 4 Jahren zu kiffen. Weiterhin gilt:

    Punkte in Flensburg (-)

    Positiver Schnelltest (Urin- oder Wischtest) (-)

    Vorverturteilungen nach dem BtMG wegen Einfuhr und Handeltreiben (-)

    Fehlendes Trennungsvermögen: MPU auch ohne Nachweis des gelegentlichen Konsums möglich, wenn eine Persönlichkeitsstörung und / oder zusätzlich der Gebrauch von Alkohol vorliegt (jedenfalls sehen das das VG Oldenburg (SVR 2004, 398)) und das VG Augsburg (BA 2005, 261 ff) so.

    Und wenn ich jetzt was von Marc Aurel lese, kriege ich hier so langsam Zweifel :-)

    Die Anordnung eines ärztlichen Gutachtens wäre prinzipiell denkbar, aber in der Regel brotlose Kunst der FSST, vgl Beitrag #110. Obwohl sich das System ja selbst erhalten muss...insofern kann da immer mit Überraschungen gerechnet werden...also nach Möglichkeit jetzt nicht zwingend täglich rauchen...auch wenn beim äG 8 Tage Vorlaufzeit sind und der THC COOH Wert dann meist wieder in der neutralen Zone liegen, weniger ist mehr.

  • #112

    Markus (Mittwoch, 02 März 2016 22:04)

    Alles klar danke!
    Dann sehen ich ziemlich schwarz in Hinsicht auf das, das ich meine FE nach meinem äG behalten darf )-:
    Nochmals spreche ich ein riesen Lob aus was Sie hier in ihrer Freizeit leisten.

  • #113

    MarcAurel (Mittwoch, 02 März 2016 23:01)

    Besten Dank Herr Schüller!

    Ich lass auf jeden Fall von mir hören, falls noch was nettes in Form einer Einladung von Seiten der FSST kommt...Zur Rechtsfortbildung beizutragen darf ich mir nicht entgehen lassen;-)

    Wünsche eine angenehme Restwoche!

  • #114

    Rechtsanwalt Schüller (Donnerstag, 03 März 2016 09:19)

    @Markus: Ich verstehe Deinen Pessimismus in der Sache nicht so ganz...erklär mir mal, weshalb Du Bedenken hast...

  • #115

    Markus (Donnerstag, 03 März 2016 10:35)

    Beitrag 16.02.2016, 12:55
    Beitrag #18


    Neuling
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    Beigetreten: 02.02.2016
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    Guten Tag
    Erstmal zu meiner Person:
    Ich bin 23 Jahre alt und komme aus BaWü.

    Zu meinem Fall:
    Im November 2015 kam ich in eine Verkehrskontrolle, bei mir wurden dummerweise 2 Joints in meiner Seitentasche meiner Hose gefunden. (Ja ich weis sehr fahrlässiges Handel)
    Weiter ging es mit mit Urinprobe die ich dummerweise mitmachte die auch positiv anschlug.
    Auf die Frage wann ich das letzte mal konsumiert habe antwortet ich dummerweise"lezten Abend zog ich paar mal an einem Joint".
    Also ging es im Anschluss zur Wache dort wurde mir dann Blut entnommen.
    Zu meinem Konsum gab ich natürlich auchwieder dummerweise an das Ich gelegentlich konsumiere.
    Zum Schluss bekam Ich wieder meinen FS und meinen Ausweis und eine Freundin durfte dann mit meinem Auto weiterfahren.
    Der Arzt auf der Wache machte mit mir auch noch paar Tests der meinte dann aber bei mir seien keine Ausfallerscheinungen zu erkennen.

    Mitte Dezember bekam ich dann die Einstellungen jeglicher Verfahren gegen mich.
    Heist genau das Verfahren zwecks:
    Einer Trunkenheitsfahrt und den gegen den Besitz der 2 Joints.

    Anfang Januar bekam ich Post von meiner Fss Anordnung zum äG.
    Mit meinen Werten:
    Actives Thc0,4
    Thooc 22,3

    Die Fss begründete das Gutachten mit der Klärung meines Konsumverhaltens und warscheinlich damit das der Beamte in seinem Bericht erwähnte das ich angab fast täglich zu konsumieren würde was ich nicht tat.
    Jezt hab ich mir ein Institut ausgesucht und das Schreiben wieder zurückgeschickt.

    Meine Fragen wären:

    Kann ich beim äG gelegentlichen zugeben also 1-3 im Monat?

    Wie ist die Rechtslage in BaWü führt mein Fall trotz Trennungsvermögen zu einer Mpu?

    Jezt war ich lezte Woche beim äG räumte gelegentlichen Konsum ein 0-2mal im Monat da es auch Montate gibt in denen nichts geraucht wird.
    Alkoholkonaum veneinte ich und den Konsum anderer Drogen auch.

  • #116

    Markus (Donnerstag, 03 März 2016 13:32)

    Entschuldigen sie das Durcheinander den Text habe ich aus einem anderem Forum in dem ich auch schon probiert habe mich zu erkundigen.
    Aber dort habe ich keine aussagekräftigen Antworten bekommen. ...
    Was ist den ihre Meinung zu meinem Stand?

  • #117

    Rechtsanwalt Schüller (Donnerstag, 03 März 2016 14:17)

    @Markus:

    Die Behörde kann bei solchen Werten eine MPU anordnen, häufig unterlässt sie es aber. Vorgelagert ist die Frage, ob die Polizei die Info überhaupt an die FSST weitergeben durfte. In der Praxis kommt es aber regelmäßig auch vor, dass die Polizei die Daten weiterleitet, selbst wenn nur THC COOH gefunden wurde. Bei diesen Werten musst Du Dir aber keine großen Sorgen machen. Stell aber bitte den Konsum solange ein, bis das äG gelaufen ist, manche Schlaumeier neigen bei zwischenzeitlichen Konsum dazu, mit einem Kontrollverlust zu argumentieren, weil Du trotz anstehenden äG´s weiter geraucht hast...was bei gelegentlichen Konsum ja gerade erlaubt ist. Trennungsvermögen hast Du bewiesen, auch die Angabe, 1 - 3 mal im Monat zu rauchen, begegnet keinen Bedenken, selbst 2 - 3 mal die Woche müssten die noch hinnehmen. Darauf achten, dass kein Mischkonsum mit Alkohol eingeräumt wird. Die Angabe, früher auch schon einmal harte Drogen getestet (aber nicht für gut befunden zu haben) führt zum Entzug der Fahrerlaubnis. Insofern ist die Anordnung eines äG´s eigentlich wenig zielführend für die Behörde, wenn die Betroffenen sich wie Du vorher schlau machen. Aber das machen halt nicht alle und nachher gibt es dann lange Gesichter....

  • #118

    Markus (Donnerstag, 03 März 2016 15:35)

    Alles klar dann bin ich mal beruhigt.
    Ja ich war schon vor dem ersten mal Pinkeln gehn 6Wochen sauber.
    Auf die Frage wie es mit meinem Konsum weiter gehen soll, meinte ich zum Arzt da ich seit der Kontrolle sauber bin möchte ich mit Canabis nichts mehr zu tun haben da mir meine FE zu wichtig sei und ich diese nicht mehr aufs Spiel setzen möchte.
    Dabei hoffe ich das diese Aussagen auch zu einem positiven äG beiträgt.

    Viele Grüße aus dem noch einfäldigem BaWü und herzlichen Dank für die Infos

  • #119

    Janis (Donnerstag, 03 März 2016 17:17)

    Guten Tag Herr Schüller,

    ich muss am DIenstag zur MPU zwecks Canabis am Steuer und spekuliere darauf das ein 6 Monatiger Abstinenznachweis via Haaranalyse direkt vor Ort ausreicht. Nun hab ich mal nachgemessen und bin ein wenig verunsichert. Ich habe ca 10cm lange Haare welche bei langsamen Wachstum über ca 12 Monate Aufschluss geben könnte. Und bei einem Zeitraum von 8-12 Wochen der Ablagerung in den Haaren nun meine Fragen:

    Gibt es MPU Institute die mehr als 6 cm Haare analysieren lassen?
    Am Telefon sagte man mir das man höchstens 6cm vor Ort verwertet.
    Könnten sie auch sagen: Wir messen die Haarlänge und nehmen dann vom oberen Ende 6 cm? Sprich im schlechtesten Fall Monat 12-6?

    Wenn ich heute zum Fiseur gehe und mir die Haare nochmal schneiden lasse auf sagen wir mal ca 8 cm, fällt das dann bei der Analyse negativ auf? Weil frisch geschnitten?

    Viele Fragen auf einmal ich hoffe sie können mir noch kurzfristig helfen.
    Mit freundlichen Grüßen Janis

  • #120

    Christian (Dienstag, 08 März 2016 12:39)

    Hallo Herr Schüller,
    im Oktober 2015 bin ich in eine Polizeikontrolle geraten. Am 27. Januar 2016 bekam ich ein Schreiben von der Bußgeldstelle, aus dem hervorgeht, dass bei mir ein THC-Wert von 6,9 ng/ml festgestellt wurde. Nach Rücksprache mit der Bußgeldstelle erfuhr ich, dass ich für die Dauer von 4 Wochen den Führerschein abgeben muss. Am 03. März 2016 erhielt ich ein Schreiben vom Ordnungsamt, aus dem hervorgeht, dass der THC-COOH-Wert 100 ng/ml, der THC-Wert 6,9 ng/ml und der 11 OH-Tetrahydrocannabinol-Wert 4,2 ng/ml betrug. Jetzt soll ich innerhalb von zwei Wochen meine Fahrerlaubnis für die Dauer von einem Jahr abgegben. Ich bin 19 Jahre alt und befinde mich im letzten Ausbildungsjahr zum Landwirt. Im Juli 2016 werde ich meine Gesellenprüfung ablegen. Ich bin auf den Führerschein beruflich angewiesen. Meine berufliche Zukunft ist gefährdet, ich weiß dass ich eine Dummheit gemacht habe. Welche Möglichkeiten habe ich noch?

    Vielen Dank für Ihre Bemühungen.

    Mit freundlichen Grüßen Christian

  • #121

    Rechtsanwalt Schüller (Montag, 14 März 2016 18:29)

    @Christian:

    Das Ding ist mit guter Argumentation vielleicht noch zu retten, gibt einige Stimmen in der Wissenschaft, die behaupten, dass auch ein einmaliger Konsum von Cannabis zu einem solchen THC COOH Wert führen kann. Wird aber ne knappe Nummer, das sage ich Dir gleich. 90 ng/ml THC COOH und 3,4 aktiv habe ich kürzlich noch vom Entzug der FE zur Anordnung eines ärztlichen Gutachens hinbiegen können. Melde Dich sofort, wenn ich Dir helfen soll, spätestens morgen also...da ist noch was drin...

  • #122

    Rafael (Dienstag, 15 März 2016 21:56)

    Sehr geehrter Herr Schüller,
    Ich bin Anfang Januar in eine Verkehrskontrolle geraten.(In Bayern). Der Beamte verlangte sofort einen Alkohltest, welcher negativ war. Anschließend durchsuchte er mein Auto ebenfalls ohne Érfolg. Da ich in seinen Augen ziemlich mitgenommen aussah musste ich mehrere Koordinationstests machen bei denen ich bis auf ein leichtes Augenliedflattern sehr gut abschnitt, Trotzdem bestand er auf einen Urintest, diesen verweigerte ich jedoch. Daraufhin rief der Beamte einen Kollegen, der mit seinen Worten " Spezialist beim erkennen von Drogenkonsum ist" zur hilfe. Als der Polizist ankam musste ich die Koordinationstests wiederholen, wieder war ein flattern der Augenlieder festzustellen. Darufhin bedrängten mich die 4 Beamten zu einem Urintest welchen ich weiterhin verneinte. Einem Bluttest auf der Wache habe ich dann jedoch zugestimmt in der Hoffnung dass mein Wert, nach 15 Stunden nach letztem Konsum, unter 1 ng/l liegt. Einen Konsum von Cannabis habe ich durchgehend verneint. Ende letzter Woche kam dann ein Anruf vom oben beschriebenen, überehrgeizigen Polizisten mit der Mitteilung dass mein Wert über 1 ng/l ist. Auf die genauen Ergebnisse warte ich noch immer. Daher meine Frage, was könnte, außer 1 Monat Fahrverbot und 500 Euro Geldstrafe, hinsichtilich meines Führerscheins auf mich zukommen?
    Vielen Dank ich Vorraus
    mfg Rafael

  • #123

    Bukem (Mittwoch, 16 März 2016 13:02)

    @Rafael: sehr komisch klingendes polizeiliches Vorgehen. Hattest Du da evt jemanden dabei,der als Zeuge in Betracht käme? Eine spannende Frage ist aber: Warum hast du der Abgabe der Probe dann doch zugestimmt?
    Ich nehm an, Du meinst den aktiven THC-Wert dazu? Lies doch sonst hier in Ruhe nach: http://www.strafverteidiger-schueller.de/schwerpunkte/drogen-und-verhaltens-know-how/nachweiszeiten-von-cannabis-thc-im-urin-und-blut/

    Kurz gesagt, Du musst jetzt wirklich aufpassen, Dein Wert spricht für wenigstens gelegentlichen Konsum, die Fahrerlaubnisbehörde hat auch Zugriff auf etwaige polizeiliche Vernehmungsprotokolle. Der gelegentliche Konsum muss Dir natürlich "sattelfest" nachgewiesen werden. Dafür wird sicherlich einiges unternommen werden, Du wirst sicher mit der "Beibringung eines ärztlichen Gutachtens" rechnen müssen. Immerhin hast Du aber vernünftige Perspektiven, Deine Fahrerlaubnis zu behalten.
    Wenn Du da Hilfe oder weiteren Rat benötigst, melde Dich einfach

  • #124

    Rechtsanwalt Schüller (Mittwoch, 16 März 2016 14:58)

    @Rafael:

    Aus dem THC Wert allein lässt sich hier kein Rückschluss auf das Konsummuster führen, schieb mal den THC COOH Wert rüber, soweit bekannt. Was Dir sonst noch so blühen kann, ist erst zu sagen, wenn zumindest dieser Wert vorliegt. Da Du ja kein Trennungsvermögen bewiesen hast (aktiver Wert über 1,0 ng/ml THC), ist ein ärztliches Gutachten für Dich auf jeden Fall gebucht. Ob es stattdessen gleich zu einem Entzug der Fahrerlaubnis mit MPU kommt oder statt des äG eine MPU ohne FS Entzug angeordnet wird, ist eine Frage der Umstände. Klar ist: Du musst sofort den Konsum komplett eintstellen. Das äG wird definitiv kommen, auch wenn Du in drei-vier Monaten noch nichts von der FSST gehört hast...die melden sich. Wie allen anderen Leuten hier sage ich auch Dir, dass es äußerst sinnvoll ist, jetzt schon einen Anwalt einzuschalten, um etwaige falsche Akteninhalte noch korrigieren zu können. Warte also nicht ab, bis die Behörde die Entscheidung gefällt hat. Ab welchen THC COOH der gelegentliche Konsum anzunehmen ist, ist höchst strittig, manche Behörden meinen schon ab 5 ng/ml THC COOH. Hier MUSS man rechtzeitig intervenieren und darauf hinweisen, dass das wissenschaftlich unhaltbar ist. Tagesgeschäft ist das hier. Dann gibt es oft keine Entziehung, sondern nur ein äG oder halt ne MPU. Aber der Lappen bleibt bei Dir. Und allein das ist das Ziel. Wenn ich helfen soll, schick mir eine Mail mit Deinen Kontaktdaten.

  • #125

    Rafael (Mittwoch, 16 März 2016 15:45)

    @ Herr Schüler,
    Vielen Dank für die Antwort, ich melde mich bei Ihnen sobald ich die Werte hab.
    Mfg

  • #126

    Rechtsanwalt Schüller (Mittwoch, 16 März 2016 16:00)

    Das können Sie gerne machen. Aber dann verstreicht Zeit, die wir unter Umständen hätten zum Vortrag nutzen können. Wenn bekannt ist, dass der Wert 1,0 oder mehr beträgt, sollte jetzt in die Akte geschaut haben. Wenn Sie die Werte wissen, werden diese der FSST uU auch schon vorliegen und dann ist schnell unangenehme Post im Briefkasten. Den Zeitraum davor (=jetzt) kann man nutzen, um die Sachen noch im eigenen Sinne außergerichtlich zu beeinflußen. Ich rate dazu, ist aber natürlich Ihre Sache, wie Sie verfahren.

  • #127

    Marco (Freitag, 18 März 2016 22:19)

    Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Schüller,

    ich habe am 13.3 das letze mal Cannabis geraucht.

    Ich habe davor ca alle 3 Tage 0,5 Gramm zu mir genommen.

    Kann ich nun bedenkenlos ins Auto steigen?

    Vielen Dank im Voraus!

    Beste Grüße aus München

  • #128

    Bukem (Montag, 21 März 2016 16:46)

    @Marco: Hach, so völlig bedenkenlos sollte man natürlich nie, schon wegen Verkehrssicherheit, Klimaerwärmung und Spritpreisen, ins Auto steigen. Wenn Du Dich fragst, ob Du noch unter einem nachweisbaren und relevanten,also aktiven THC-Einfluss gefahren bist, dann: Nein, bist Du nicht. Ich kenn jetzt Deine Vorgeschichte nicht, klar könntest Du mit bestimmten amtlichen Voreintragungen bei einer Polizeikontrolle Dich einer besonders gründlichen Behandlung erfreuen, die aber nichts belegen würde außer dass Du irgendwann mal vorher konsumiert hast..spricht absolut für Dich, dass Du Konsum und Verkehrsteilnahme so ausdrücklich trennst.

  • #129

    Rechtsanwalt Schüller (Dienstag, 22 März 2016 07:01)

    @Marco: Es spricht auf jeden Fall einiges dafür, dass der aktive THC COOH Wert unter 1,0 ist. Wenn Du in eine Kontrolle kommen solltest: Keine Aussage zu Konsummustern und zur Frage, wann Du das letzte mal geraucht hast. NIcht freiwillig in die Blutentnahme einstimmen. Auch keine blöden Spiele mitmachen (30 Sek. Test etc). Man soll mindestens 2-3 Tage vergehen lassen zwischen Rauchen und Fahren, so pi mal Daumen klappt das meistens. 5 Tage sollten in 99 % der Fälle ausreichen und Bukem hat Recht: Du scheinst einigermaßen verantwortlich zu sein - cool!

    @Bukem: Thx for support :-)

  • #130

    Markus (Freitag, 01 April 2016 16:31)

    Guten Herr Schüller
    Ich hab vor kurzem schon mal gepostet bzgl.äG.#115
    Ich muss bis zum 12.4.2016 ein äG meiner Führerscheinstelle zukommen lassen.
    Es werden 2Urinproben abgegeben und meine erste war laut Ärztin sauber ich war ja auch schon mehrere Wochen abstinent.
    Jezt war ich am 23.3.2016 das zweite mal beim screening und bekam jezt Post mein Kreatinwert war zu niedrig er lag bei 17ng....solllte bei 20ng liegen)-:
    Jezt hab ich mit der Dame von der Begutachtungsstelle telefoniert und sie sagte das ich nochmals einen neuen Termin bekomme, aber das ich mein Gutachten nicht bis zur gesezten Frist abegenen könne(12.4.2016).
    Im Schreiben der Fss steht das wenn ich das Gutachten nicht bis zur gesezten Frist abgebe wird wegen Nichteignung meine Pappe entzogen.
    Meine Frage wäre wird mir die jezt gleich entnommen oder hab ich noch Spielraum.?
    Oder wad meinen sie zi meinem Stand?
    Viele grüße und Danke im voraus

  • #131

    Rechtsanwalt Schüller (Freitag, 01 April 2016 22:54)

    @Markus:

    Das sollte sich doch wohl mit der FSST klären lassen, eine Fristverlängerung sollte da wohl drin sein, meine Herren, Du wirst den Führerschein doch jetzt nicht wegen solch formalen Gründen verlieren wollen. Allerdings ist es jetzt vielleicht langsam mal sinnvoll, dass sich jemand um diese Sache kümmert. Außerdem ist die Rechtmäßigkeit der Anordnung von ärztlichen Gutachten bei nachgewiesenen Trennungsvermögen und keinerlei Hinweisen auf Dauerkonsum stark hinterfragenswürdig. Du hast Dich doch an die Spielregeln gehalten und die Behörde spielt jetzt die formale Karte? Da könnte man einen Strahl kotzen, wenn man das hört. Lass sich jemand kümmern um diesen Mist! Ansonsten sorge dafür, dass Begutachtungsstelle und FSST sich auf Dein Geheiß hin absprechen, so dass alles transparent ist.

  • #132

    Markus (Samstag, 02 April 2016 14:47)

    Danke für die rasche Antwort (-:
    Ich könnte auch wie sie es so schön sagen das einen Strahl kotzen...
    Weil ich vor der Urinabgabe morgens 2Kaffee trank und max 2Gläser Sprudel...wolle die einem das Trinken verbieten bzw ich weis nicht was ich falsch gemacht habe...
    Ich werde am Montag bei der Fss anrufen und um Fristverlängerung bitten.
    Falls die Behörden wenn sie da nicht drauf eingehen weiß ich auch nicht weiter...
    Ich finde die ganze Aktion bei meinen genannten werten eine riesen Frechheit und Ungerechtigkeit....
    Danke für ihre Unterstützung

  • #133

    Rechtsanwalt Schüller (Dienstag, 05 April 2016 09:06)

    @Markus....wenn die Behörde die Frist nicht verlängern will, solltest Du tatsächlich so langsam mal ins Schwingen kommen und Dir überlegen, ob Du nicht doch lieber professionelle Hilfe in Anspruch nehmen solltest. Sprich: Einen Anwalt konsultieren. Lass mal hören, ob die Behörde eingelenkt hat....mal ehrlich: Warum suchst Du eine Lösung auf den letzten Drücker?

  • #134

    Markus (Dienstag, 05 April 2016 11:53)

    So Ich habe gestern bei meiner Fss angerufen und sagte daß es nicht hinhaut auf den 12.4.2016 das äG einzureichen.War heute morgen aber gleich nochmal beim Pinkeln.
    Die Damen bei der Fss meinte es sei okay och soll das Gutachten einfach ihr zukommen lassen so bald ich es habe.Und es sei nicht so tragisch das es nicht hinhaut.
    Also jezt hoff ich nur das Ich ohne eine MPU durch diese Geschichte komme....Grüße

  • #135

    Markus (Dienstag, 05 April 2016 12:43)

    Und ob man das ne Lösung auf den lezten Drücker nennen kann weis ich nicht es ist ja nur so knapp geworden da die zweite Urinabge dummerweise zu verdünnt war.
    Ein Anwalt den ich am Anfang der Geschichte(Anfang Janur) kontaktierte meinte ich soll mich bei ihm melden sobald ich das äG habe.
    Da ich aber keinen Rechtsschutz habe hat mich das Gespräch mit ihm (eine gute Stunde) 160€ gekostet.
    Die kosten des äGs belaufen sich bisher mit den 3 screenings auf 730€.
    Langsam ist mein Kontingent ausgeschöpft)-:da ich nebenher gerade auch ein Haus saniere.
    Daher bin ich sehr froh und ihnen unendlich Dankbar das sie mich hier in ihrer Freizeit so kompetent beraten.
    Meinen sie die nichtwertbare Urinabgabe könnte mir am Ende noch das Genick brechen auch wenn die Dame der Fss gesagt hat das es nicht tragisch ist das das Gutachten nicht bis zur gesetzen Frist eingegangen ist.
    Grüße

  • #136

    Tom (Dienstag, 05 April 2016 17:36)

    ?

  • #137

    Niclas (Dienstag, 05 April 2016 17:49)

    Guten Tag,
    Ich habe eine Frage und zwar muss ich in 4 wochen zum Dopingtests der Nada Urintest( kiffen in der wettkampfphase nicht verboten nur darf am wettkampftag kein wert der höher als 150ng festgestellt werden). Ich lese überall das man nach 48 std faustregel wieder auto fahren darf das heisst ja dann das man unter 75ng ist nach 48 std oder??wie lang dauert es dann bis man unter 150 ng ist ?? Ich habe seit einem jahr täglich 1-4 joints geraucht. Mir ist klar das man es sehr lange nachweisen kann aber nicht so einen hohen Wert oder oder hab ich einen denkfehler??

    Mfg

  • #138

    Bukem (Dienstag, 05 April 2016 18:17)

    @Tom: Tschuldige, bist Du bzw Deine Antwort hier liegen geblieben?. Weisst Du noch das Datum? Oder was meinst Du mit dem ?

    @ Niclas: Bist Du Dir mit den Regularien sicher? Fliegen ja immer wieder Sportler wg Cannabis im Doping-Sinn auf? Mit Werten von 75 oder mehr ng giltst Du probemlos als regelmäßiger bzw auch dauerhafter Konsument, je nachdem, an wen Du wo gerätst. Die Forschung und auch die Gerichte sind da überhaupt nicht einheitlich, nur in der Hinsicht, dass man regelmäßigen Konsum länger nachweisen kann. Mach aus den 48 Stunden, die Du genannt hast, vorsichtshalber mehr draus, gern 72 oder mehr, wenn Du Dich hinters Steuer setzen möchtest. Was Deinen THC-Abbau betrifft: Als ganz grobe Faustregel nehmen die meisten in der Forschung eine Halbwertszeit von THC-COOH zwischen 6 bis 8 Tagen an, das führt ca zu dem Ergebnis, dass zB bei völligem Konsumstopp und der THC-COOH Halbwertszeit von sechs Tagen nach drei Tagen ein Wert von 100ng/ml auf 75 ng/ml sinken könnte. Bei 150 ng/ml würde nach ca einer Woche ein Wert von 75 ng/ml erreicht werden können. Erstaunlich, dass Du bei dem Konsum keinen Arschtritt vom Trainer kriegst, am besten senkst Du einfach Deinen Konsum

  • #139

    Niclas (Dienstag, 05 April 2016 18:30)

    @bukem thx für die Antwort bei den regularien bin ich mir sicher steht so auf der nada seite der wert wurde 2013 von 75ng auf 150 ng angehoben.also kann mir nichts passieren wenn ich jetzt den Konsum ganz einstelle? Wenn der trainer das wüsste wäre er sicher nicht happy aber da ich immer meine Leistung bringe ist das ok
    Mfg

  • #140

    Bukem (Dienstag, 05 April 2016 18:36)

    @ Niclas, Jau, ich denke schon. Viel Erfolg

  • #141

    mvocal (Donnerstag, 07 April 2016 04:21)

    .....auch das noch. vorladung vom polizeipräsidium ffm wegen bestellung von 3x mda pulver im winter 2014. bisher nie auffällig gewesen. kok hat auf dem formular ausweisdokument und führerschein angekreuzt und am telefon angedeutet, dass das verfahren wohl eingestellt wird. ist mit einem von der führerscheinstelle angeordneten drogenscreening zu rechnen?

  • #142

    Rechtsanwalt Schüller (Donnerstag, 07 April 2016 09:17)

    @mvocal:

    Also...hier kommt es natürlich auch darauf an, wieviel Pulver bestellt wurde...handelt es sich noch um eine kleine Menge (nicht zu verwechseln mit der geringen Menge, die kleine Menge wird von den Gericht unterschiedlich interpretiert), so kann dies die Annahme begründen, dass eine betroffene Person die BtM (hier MDA) selber konsumiert, wenn die denn Eigenverbrauch NICHT AUSDRÜCKLICH im Strafverfahren bestreitet (Achtung: Bei Vorliegen einer -auch in der Summe- geringen Menge MDA im Sinne des BtMG fallen die Einstellungsmöglichkeiten des § 29 Abs. 5 und § 31 a BtMG flach!). Wenn im Strafverfahren nicht explizit der intendierte Eigenkonsum bestritten wird, liegen für die Fahrerlaubnisbehörde hinreichende obektive Tatsachen für den Verdacht der Einnahme von BtM vor und die Anordnung zur Beibringung eines ärztlichen Gutachtens gemäß § 14 Abs. 1 S. 2 FeV dürfte keinen rechtlichen Bedenken begegnen. Das gilt jedenfalls dann, wenn die Bestellung im Internet (Crimenetwork oder wo hast Du das Zeug her? Oder standest Du auf einer von Shiny Flakes Liste gestanden?) Dir auch einwandfrei nachgewiesen werden kann. Deine IP Adresse war doch wohl kaum Deine echte IP, oder? Und nur weil Dein Name auf der Liste auftaucht, musst Du das nicht zwingend dort bestellt haben.

    Nunja. Kommt häufiger mal vor, dass die angebliche Sicherheit des Darknet oder anderer Seiten aus dem offenen Netz sich als Trugschluß erweist. Klar ist: Bei der Polizei arbeiten ein paar Leute mit ziemlich viel KnowHow. Und die sind heiß. Wenn man die IP Adressen der Verkäufer nicht bekommt oder diese nach Tackatuckaland und durch Feuerland und zurückführen, macht man es sich viel einfacher und undigital: Man bestellt einfach und schaut, wo die Post herkommt. Dann kann man in der Regel schon die Stadt oder die Gegend rausfinden, von wo das Zeug versendet wird. Und diese Info gepaart mit der Bequemlichkeit mancher Händler macht es der Polizei leicht.

    Für Dich gilt: Straf- und Fahrerlaubnisverfahren müssen in Sachen Verteidigungsstrategie aufeinander abgestimmt werden und Du wärst ein Narr, wenn Du das selber machen würdest. Also...wenn Du Hilfe brauchst, weißt Du ja, wo Du Dich melden kannst...

  • #143

    mvocal (Donnerstag, 07 April 2016 11:17)

    ... ich sitze und lebe in ffm. betreuen sie hier auch mandanten?

  • #144

    Tom (Freitag, 08 April 2016)

    Guten Abend Herr Schuller .

    Erstmal zoll ich Ihnen Respekt dafür , das sie sich soviel Zeit für uns nehmen .

    Mein Problem ist , das ich am 04.10.2015 angefangen habe jedes Wochenende Gras zu rauchen (0,6g) . Das ging bis zum 14.02.2016 , wo ich den Konsum komplett eingestellt habe .
    Leider habe ich die letzten 3 Samstage wieder etwas geraucht (0,6g) , habe aber bis jetzt keinen Joint mehr angerührt .
    Mir schlottern aber die Knie , wenn ich ins Auto steige und fahre , deswegen ist meine Frage , ab wann ich bedenklos wieder fahren kann ?

    Ich komme aus NRW .

  • #145

    Rechtsanwalt Schüller (Freitag, 08 April 2016 09:32)

    @mvocal: Ich übernehme Mandate aus dem ganzen Bundesgebiet, es ist sogar die große Mehrheit, die von ausserhalb kommt (seltsamerweise überproportional viele Leute aus Bayern). Die Verfahren werden ohnehin weitgehend im Schriftwege geführt, deshalb geht das. Ansonsten wäre ich kaum zuhause :-) Also: Sie können sich gerne melden, einfach eine Mail senden mit Rückrufnummer, ich melde mich dann.

    @Tom: Danke sehr. 3 Tage Pause zwischen Rauchen und Kiffen. Volle 72 Stunden, dann ist in der Regel der aktive THC Wert unter 1 und bei dem Konsumverhalten ist auch der THC COOH Wert vermutlich eher unbedenklich. Wichtig: Im Falle einer Kontrolle keine Aussagen machen, keine Spiele mitmachen, nicht freiwillig in die Blutkontrolle ein einstimmen. Cool bleiben und sagen: Bevor ich was sage, möchte ich meinen Anwalt sprechen, dann stehe ich gerne Rede und Antwort.

    "Entschuldigen Sie, aber ich mache keine Aussage. Auch stimme ich keine Blutkontrolle zu, ich mache auch nicht das Finger an die Nase Spiel mit und ich werde nicht ins Röhrchen pusten oder Sie anhauchen oder mir mit einer Maglite mit 1000 Lux in die Augen strahlen lassen. Und wenn Sie irgendwelche Sachen sehen wie rote Augen etc, so möchte ich dies von einem Arzt dokumentiert haben, natürlich nur, wenn ein richterlicher Beschluss vorliegt. Oder Gefahr im Verzug. Wenn letzteres der Fall ist, sagen Sie mir, warum das der Fall ist und dokumentieren Sie es ordentlich. Unterschreiben werde ich freilich nichts. Sind wir fertig? Ja? Dann fahre ich jetzt mal nachhause, es war mir ein Vergnügen. Nein? Alle Infos, auf die Sie ein Anrecht haben, stehen im Perso und im Fahrzeugschein. Sie haben gemerkt, dass ich deutlich sprechen kann und jetzt sage ich Ihnen "Ich verweigere die Aussage. Wenn Sie mich mitnehmen wollen: Gerne. Aber reden werde ich nicht mit Ihnen, denn dazu bin ich nicht verpflichtet."

  • #146

    Olaf (Freitag, 08 April 2016 19:05)

    Hallo Herr Schueller,

    ich wurde vor 12,5 jahren mit 1,99 promille blutalkoholkonzentration aus dem verkehr gezogen, gott sei dank! nun habe ich die neuerteilung der FE beantragt. zurzeit habe ich nachweise über totale abstinenz von 9 monaten, kontrollprogramm läuft weiter. heute bekam ich post von der führerscheinstelle. mpu muss stattfinden was auch in ordnung ist. ABER: ich wurde in dem schreiben darauf aufmerksam gemacht daß trotzt positiven gutachtens eine theoretische und praktische prüfung (ohne pflichtausbildung) für jede von mir beantragte FE klasse durch einen sachverständigen erforderlich ist. Meine frage: ist das so richtig? ich habe von einer eu verordnung/reform aus dem jahre 2005/2006 gehört die besagt, daß alle delikte vor dieser zeit zwar mpu relevant sind aber der führerschein NICHT neu gemacht werden muss. ich bin gerade total verzweifelt und finde im netz keine klare antwort. was meinen Sie? danke im vorraus! Olaf

  • #147

    Michael (Freitag, 08 April 2016 21:16)

    Guten Abend Herr Schuller.
    Vor gut einem Monat zog mich die Polizei am Donnerstag Mittag während der Fahrt mit dem geschäftsauto aus dem Verkehr.(Baden-Württemberg) Nachdem ein Urin test positiv war, räumte ich ein am Samstag einen joint geraucht zu haben.(um ehrlich zu sein war es eher am Mittwoch Abend)
    Andere Aussagen habe ich verweigert.
    Auf der Wache wurde der Urin genau ausgewertet und mir wurde gesagt, dass der Wert von 50(wasauchimmer) um 300 überschritten wurde. Dann wurde Blut abgenommen,mein Führerschein für 24 Stunden einbehalten und es hieß ich bekomme Post von der Staatsanwaltschaft und der Führerschein stelle.
    Heute bekam ich einen Brief von der Staatsanwaltschaft in dem steht, dass das Verfahren wegen Besitzes von Btm gemäß §170 Abs. 2 StPO eingestellt wurde.
    Bin nun etwas verwirrt. Bei mir wurde nichts gefunden, also war ich definitiv nicht im bestiz von Btm.
    Warum ein Verfahren wegen dem Besitz?
    Wird noch ein Brief wegen verstoß von Btm im Straßenverkehr kommen? Und der von der Führerscheinstelle kommt sicherlich auch noch oder?
    Der Polizist meinte, dass ich nicht auffällig gefahren bin und auch keinen bekifften Eindruck mache und er deswegen meint, dass ich nur 500€ strafe und 1Monatigen Führerschein Entzug rechnen muss.
    Bin seitdem Abstinent, aber diese Ungewissheit ist das schlimmste.
    Vielen Dank im voraus, falls Sie Zeit finden mir zu antworten.

  • #148

    Christina H. (Sonntag, 10 April 2016 16:23)

    Sehr geehrter Herr Schüller,

    wie sollte man sich verhalten, wenn der Antrag auf Neuerteilung wegen aufgestauter Asylanträge, nicht bearbeitet wird und man Mehrkosten von 250 Euro für eine erneute Haaranalyse bezahlen muss?

    Antrag wurde im November '15 gestellt.

    Vg

  • #149

    Bukem (Montag, 11 April 2016 10:59)

    @Olaf: Ja, das steht so im Gesetz, § 17 II FeV mit den Regeln für die Neuerteilung einer FE, der besagt: "Die Fahrerlaubnisbehörde ordnet eine Fahrerlaubnisprüfung an, wenn Tatsachen vorliegen, die die Annahme rechtfertigen, dass der Bewerber die nach § 16 Absatz 1 und § 17 Absatz 1 erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten nicht mehr besitzt." Ob bei Dir jetzt solche Tatsachen vorliegen, kann ich nicht beurteilen. Regelmäßig wird seitens der Behörde auf die mangelnde Fahrpraxis hingewiesen und dschon deshalb die neue Prüfung verlangt. Mir sind jetzt nur Urteile bekannt, wo ein Bewerber nur die Praxisprüfung für seine Klasse nachholen musste, weil er ein paar Jahre zuvor in einer anderen Klasse zumindest die Theorieprüfung schon absolviert hatte und dann hier diese nochmal vermeiden konnte,

  • #150

    Bukem (Montag, 11 April 2016 11:29)

    @Christina: Ich bin mir zunächst sehr sicher, dass in der Verkehrsbehörde keine Ayslverfahren bearbeitet werden. In Bremen zB ist die Verwaltung schon immer überfordert, weil chronisch unterbesetzt. Man hat natürlich einen Anspruch auf möglichst zeitnahe Bearbeitung seiner Anträge, manchmal dauert dies behördenübergreifend, grad wenn es nach Eingangsdatum geht. Es gibt verschiedene dienstrechtliche Möglichkeiten wie eine Dienstaufsichtsbeschwerde und irgendwann andere Maßnahmen wie eine sog. Untätigkeitsklage, um etwas Schwung in Dein Antragsverfahren zu bekommen. Von außen kann man da ohne weitere Aktenkenntnis wenig zu sagen. Dir unverschuldet entstandene Mehrkosten oder Aufwendungen, die aus reiner Trötelei verursacht worden sein sollten, müßten Dir grds erstattet werden, auch hier ohne tiefere Detailkenntnis Deiner Akte.

  • #151

    Rechtsanwalt Schüller (Montag, 11 April 2016 16:35)

    @Michael: Strafverfahren wegen Besitzes ist nach Konsum normal. Wenn man sich dazu nicht äußert, wird es eingestellt (wenn nichts gefunden wurde, logo).

    Auf der Polizeiwache fand mit Sicherheit keine direkte Analyse der Blutwerte statt. Und diese Werte muss ich neben der Akte genau kennen. Klar ist: Wenn es ein einmonatiges Fahrverbot gibt, gibt es auch IMMER weitere Maßnahmen der Fahrerlaubnisbehörde. Ob das nun ein ärztliches Gutachten ist zur Klärung Deines Konsummusters oder direkt der Entzug des Führerscheins, das kommt auf die Umstände an. Deine Aussage mit "am Samstag geraucht" muss da nicht unbedingt klug gewesen sein. Man sollte wie in allen diesen Fällen sofort in die Akte schauen um vor abschließenden Maßnahmen der FSST noch eingreifen zu können. Heißt: Den Zeitraum jetzt nutzen um zu agieren und nicht nur auf Verhalten der Behörde reagieren. Aufgehört zu kiffen hast Du hoffentlich, alles andere wäre nicht gut. Ein ärztliches Gutachten droht Dir mindestens, wenn der aktive THC Wert 1,0 erreicht. Wie schwer zu erraten ist, bearbeite ich fast ausschließlich Drogenmandate bundesweit. Helfe Dir auch gerne...aber wenn das effektiv sein soll, musst Du Dich zeitnah melden...

  • #152

    Micha 71 (Dienstag, 19 April 2016 18:48)

    Sehr geehrter Herr Schüller
    Ich bitte Sie mir diese Frage zu beantworten: Ist es überhaupt möglich mit diesen Werten
    21,0 ng/ml Tetrahydrocannabinol
    54,0 ng/ml Thc Carbonsäure
    6,7 ng/ml 11-Hydroxy Thc
    auf einen Probier , Einmal bzw. Experimentier Konsum zu schliessen?
    Ich komme aus Berlin
    Vielen Dank im voraus

  • #153

    Bukem (Mittwoch, 20 April 2016 11:50)

    Ganz wichtig ist zunächst, dass Du komplett Deinen Konsum einstellst und hoffentlich damit schon begonnen hast.
    Die Behörde muss Dir ja hinreichend sicher beweisen, dass Du eben über den 1,0ng gelegen hast (check) und wenigstens gelegentlich konsumierst. (Du hast hoffentlich keine Angaben zum Konsumverhalten gemacht, denn sonst ist die geschichte hier schon vorbei). Natürlich kann man auch hier noch einen experimentellen Konsum unter Berücksichtigung der Sechs-Stunden-Regel
    http://www.strafverteidiger-schueller.de/schwerpunkte/fahrerlaubnisrecht/%C3%A4rztliches-gutachten-wegen-cannabis-die-6-stunden-regel-und-der-experimentelle-konsum/

    vortragen. Hier wäre wohl anwaltliche Hilfe unumgänglich, denn ohne Anwalt keine Akteneinsicht und damit keine Waffengleichheit.

  • #154

    Rechtsanwalt Schüller (Mittwoch, 20 April 2016 13:14)

    @Micha: Bukem hat Recht...ein experimenteller Konsum liesse sich bei diesen Werten glaubhaft darstellen. Es gibt aber auch Fahrerlaubnisbehörden (gerade in NRW), die das anders sehen, dann muss man diese vorgerichtlich oder gerichtlich vom Gegenteil überzeugen. Die anwaltiche Hilfe ist durchaus anzuraten, ist halt die sicherere Nummer und Akteneinsicht ist einfach zwingend erforderlich - denn wenn da Aussagen von Dir stehen, die vielleicht so gar nicht getätigt wurden, kann das Bestreiten dieser Aussagen das Gutachten negativ werden lassen. Oder es sind falsche Werte von anderen Personen genannt etc.pp. - kommt alles vor.

  • #155

    NoName (Donnerstag, 21 April 2016 14:38)

    Ich wäre Ihnen sehr dankbar wenn Sie das arrangieren könnten bezüglich den Namen. Dumm von mir. Danke für Ihre schnelle Hilfe. Ich habe noch eine kurze Frage. Wäre es ratsam erstmal den Befund abzuwarten und dann erst den Anwalt einzuschalten? Vielleicht ist ja der Wert unter den geforderten 1.0

    Danke schon mal in Voraus!

  • #156

    heinz (Freitag, 29 April 2016 19:40)

    Guten Abend.Ich habe ein problem mit dem Amt.Es wird ein Abstinenznachweis gefordert und eine MPU.Da kein aktenkundiger Konsum vorliegt, ist die Frage, ob die Anordnung rechtens ist.Es geht um 2 Fälle, bei denen nur der Besitz "ermittelt" werden konnte.Das erste mal verurteilt wegen Behauptungen (vor 13 Jahren) und ein anderes mal ein Fund im Jahre 2009.Ich bin Fahranfänger und frei von Drogen.

  • #157

    Rechtsanwalt Schüller (Sonntag, 01 Mai 2016 16:16)

    @Heinz: Klingt erstmal zumindest stark hinterfragenswürdig...natürlich spielt auch die Menge eine Rolle und das, was im Strafverfahren zur Verteidigung gesagt wurde. Schreib mal was dazu. Dann gebe ich morgen noch genauer Info...

  • #158

    Bukem (Montag, 02 Mai 2016 13:21)

    @Heinz: Doppelt hält dann wohl besser ;)

  • #159

    heinz (Dienstag, 03 Mai 2016 20:23)

    Wie ist das gemeint@bukem?Zu den beiden Fällen.Ich war damals grad 18 und da wurden einige Leute angeklagt wegen Btm.Da erzählt doch so ein idiot, nachdem die polizei gegen mich ermittelte(wegen des Verdachts auf unerlaubten Besitz und Weitergabe), dass ich ihm was verkauft hätte.Warum weiß ich bis heute nicht.Ich ging nicht gegen das Urteil vor und 1 Jahr später kam dann die Anordnung zur Mpu.Dann wurde ich im Jahre 2009 angehalten und man fand eine geringe Menge von der ich mich distanzierte.Bußgeld, Verfahren eingestellt.Ich erwähnte allerdings vor Gericht, dass ich geringfüge Mengen konsumiert habe.So war das natürlich nicht ganz richtg mit dem angegebenen "nicht konsum".Jetzt wo ich den Führerschein brauche, wird die Verjährungsfrist und das mit dem Fund von 2009 angegeben, welches nach Meinung ein Screening und eine Mpu rechtfertigen soll.Da wenn überhaupt nur geringfügiger Konsum vorlag und eher das Delikt von 2009 zur Debatte steht, stellt sich mir die Frage, ob das seine Berechtigung hat.Ein Urteil des OVG Berlin aus dem Jahre 2004 besagt nämlich das Gegenteil.Die Mengen um die es ging waren laut Anklage rund 10 gr. und 2009 fand man ca. 13 gr..Mfg heinz.

  • #160

    heinz (Dienstag, 03 Mai 2016 20:55)

    Also in meinem Fall.Das Urteil habe ich ebenfalls mit angegeben, weil die Forderungen gegen das GG verstießen.Nun war ich auch so blöd und bin zur Mpu gegangen.Ohne Abstinenznachweis.Den wollte das Institv vor Ort machen.Dazu kam es nicht.Negativ.Obwohl sonst bis auf das idiotische Gespräch, mit einem total genervten Psychologen, der auch später in der Begründung Dinge falsch darstellte, alles ok war.Natürlich gebe ich dieses "Gutachten" nicht ab.Dummerweise fand ich auch das Urteil erst vor ein paar Tagen.Jetzt habe ich eine Fristverlängerung.Die reicht mir nicht aus, weil ich nun mal lange nicht mehr konsumiere und ich keine Zeit und kein Geld habe für solch kostspielige Maßnahmen.Haare sind auch momentan zu kurz für nen Test.

  • #161

    heinz (Dienstag, 03 Mai 2016 21:34)

    Noch kurz zu dem Urteil aus Berlin.Dort heisst es, das weder ein Abstinenznachweis noch eine Mpu gerechtfertigt seien, weil die Angabe von häufigerem Konsum und das Fehlen des Konsums in Verbindung mit dem Strassenverkehr und man deshalb nicht auf einen regelmäßigen Konsum schließen könne, es nicht zulassen.

  • #162

    Beule (Mittwoch, 04 Mai 2016 23:26)

    Hallo Herr Schüller
    Ich hab meinen Führerschein aufgrund positivem Bluttest(1,4ng) einen Monat verloren. Ich sollte eine urinkontrolle absolviere. ( 3 Proben in 3 Monaten) dort habe ich mich auch angemeldet jedoch versäumt den TÜV davon zu unterrichten. Aufgrund dessen wurde mir mein Führerschein nochmals entzogen.
    Nach einem Gespräch mit meinem zuständigen Beamten konnte ich mich mit ihm darauf einigen,das ich nach dem erfolgreichen absolvieren der urinkontrolle meinen Lappen wieder bekommen.. Soweit so gut. Nun habe ich meine drei Kontrollen absolviert und war sehr überrascht das meine letzte Probe Positiv ausgefallen ist(11ng/ml), obwohl ich eigl keine drogen mehr konsumiere. Nach einer Weile Grübeln kam ich darauf das ich einem passiv Konsum ausgesetzt war, was ich nicht angegeben hab. Kann das der Grund sein warum meine Probe positiv war? Und wie soll ich mich jetzt gegenüber der FS verhalten? Besteht die Chance das ich meine letzte Probe wiederholen kann?..

  • #163

    Monika (Donnerstag, 05 Mai 2016 14:23)

    Hallo sehr geehrter Herr Rechtsanwalt
    Vor 8 Monaten wurde ich mit 1.6 thc in Bayern erwischt. Strafe bezahlt. Verfahren eingestellt. Bußgeldbescheid 6 Monate her. Kommt da noch was von fuehrerscheinstelle? Bin noch nie aufgefallen allerdings noch in der probezeit. Richtet sich die fuehrerscheinstelle nach den neuen werten von daldrup? Vielen Dank für Ihre Hilfe.

  • #164

    Rechtsanwalt Schüller (Freitag, 06 Mai 2016 10:56)

    @Beule: Die Argumentation mit Passivkonsum ist natürlich immer möglich, aber man muss auch bedenken, dass hier natürlich besonders kritisch hingeschaut wird. Auch ist es möglich, einen Passivkonsum als bewussten Konsum zu interpretieren, gerade wenn man vorträgt, man habe sich etwa in einem kleinen verräucherten Raum aufgehalten. Da gibt es einige Unwägbarkeiten. War die Probe positiv auf THC oder THC COOH?

    Bei Lichte betrachtet kann man sagen, dass der Nachweis auch nur von Metaboliten die Sache tricky werden lässt. Bei welcher Gelegenheit könntest Du denn mit Cannabisrauch in Kontakt gekommen sein? Und in welcher Räumlichkeit. Zu der Sache mit dem Passivkonsum gibt es ein paar interessante Studien. Man müsste schauen, ob diese mit Deinem Vortrag übereinstimmen....ob man die Probe wiederholen kann? Dickes Fragezeichen! Kommt auf das Argumentationsgeschick gegenüber der FSST an.

    @Monika:

    Ja, die werden noch mit einem ärztlichen Gutachten um die Ecke kommen. Und wenn dann Metaboliten gefunden werden, war es das mit dem Führerschein. Wenn Du wissen willst, wie weit die Behörde so ist, musst Du Akteneinsicht nehmen lassen. Dann sieht man, ob und was da im Busch ist. Raus bist Du jedenfalls noch nicht.

  • #165

    heinz (Freitag, 06 Mai 2016 12:35)

    Moin!Ich hoffe mein text mit Schreibfehlern war verständlich.Im Grunde ist mir nach meinen Recherchen klar, dass die Behörde nicht von regelmäßigen Konsum ausgehen kann, weil dazu mind. eine Aussage von mir dazu hätte getätigt werden müssen, in der von mehr als gelegentlichen Konsum die Rede ist.100% sicher bin ich mir aber immer noch nicht.heinz

  • #166

    Bukem (Freitag, 06 Mai 2016 14:06)

    @Heinz: Das doppelt hält besser bezog sich darauf, dass Du dieselbe Frage bereits in einer Themenseite hier gestellt hattest und ich dann anstatt einer neuerlichen Wiederholung "doppelt hält besser" schrieb. Weil das hier manchmal sehr unübersichtlich ist, aus verschiedenen Unterseiten evt wichtige Teilinformationen zusammen zu suchen (und nebenbei auch zeitlich ineffektiv): Kannst Du das, was Du jetzt noch wissen möchtest ( bin mir da nicht sicher, weil Du die letzten drei Einträge keine Fragen gestellt, sondern erzählt hast) nochmal kurz zusammenfassen? Dann geht das mit einer hoffentlich hilfreichen Antwort wesentlich besser ;) Thanks

  • #167

    heinz (Freitag, 06 Mai 2016 14:41)

    Dacht ich mir auch schon;.Ich schrieb ausführlicher, um es so gut wie möglich zu erklären.Die Frage ist also: Ist die Sache aufgrund der Rechtslage anfechtbar? .

  • #168

    heinz (Freitag, 06 Mai 2016 17:18)

    Um es noch zu vereinfachen: gelegentlichen, geringen Konsum und Besitz einer geringen Menge im Jahre 2003 angegeben;6 jahre nach dem Urteil Bußgeld wegen Fund einer Menge unter 15 gr.

  • #169

    Monika (Freitag, 06 Mai 2016 18:32)

    Sehr geehrter Herr schueller
    Vielen Dank für die Antwort. Habe seit September 15 nicht mehr konsumiert. Wird die fuehrerscheinstelle nicht auf mich aufmerksam wenn ich Akteneinsicht beantrage? Evtl. Melden die sich garnicht mehr. Fahrverbot von 4 Wochen ist seit Januar erledigt. Wohne in München. Vielen Dank

  • #170

    Rechtsanwalt Schüller (Sonntag, 08 Mai 2016 12:26)

    @Monika: Ich sagte ja bereits, dass hier nur die Akteneinsicht Klarheit verschafft und die Gefahr, schlafende Hunde zu wecken, ist gering. "Evtl. melden sie sich gar nicht mehr". Das können Sie gerne so sehen, jeder hat ja so seine eigene Realität? Warum fragen Sie dann aber hier nach einer Einschätzung? Das "Vergessen" der Anordnung eines ärztlichen Gutachtens ist der absolute Ausnahmefall. Kann ich mir bei der FSST München nicht feststellen. Aber wie gesagt: Entweder kümmern Sie sich um die Akte oder Sie machen es nach Ihrem Bauchgefühl, ist ja Ihre Baustelle, nicht meine.

  • #171

    Beule (Sonntag, 08 Mai 2016 20:55)

    Hallo Herr Schüller Vielen Dank für ihre Antwort!!!
    Da steht LC/MS-Bestätigungsanalyse auf cannabinoide positiv 11ng/ml THC-Carbonsäure (BG:5 ng/ml )
    Das die Wette überhaupt so hoch ausgefallen sind hat mich sehr überrascht.. Ich war am Wochenende (Samstag auf Sonntag) bei einem Bekannten auf einer Party zu Hause( Wohnzimmer) wo neben Zigaretten auch der ein oder andere Joint konsumiert wurde. Am Dienstag darauf musste ich zur urinkontrolle. Da ich in keinster Weise davon ausgegangen bin das ich nach 3 einen Wert im Urin haben würde habe ich auch nicht angegeben das ein passivkonsum stattgefunden hat.
    Bei der FSST werde ich den Sachverhalt darlegen und kann nur sagen das ich schön blöd wär meine dritte Probe aufs Spiel zu setzten, da ich auf meinen FS für Arbeit und privat angewiesen bin, da ich ländlich wohne und für alle Strecken die ich zurück legen muss ist ein FS mehr als nur von Vorteil für mich. Und meine Werte Belegen auch das ich auf keinen Fall ein dauerkonsument bin. Ich weiß zwar nicht wie der Grenzwert für thc carbonsäure in Hessen (Kassel) ist aber ich weiß das ich in NRW gerade so in die Gruppe der gelegenheits Konsumenten fallen würde.

  • #172

    Walter (Dienstag, 10 Mai 2016 01:44)

    Guten Abend Herr Schüller
    Habe da eine frage zu meiner Situation.
    Und zwar wurde ich am 13.03.2015 in einem geparkten Auto als Beifahrer mit 2.0 Gramm Kräutermischung erwischt. EIne urin und Blutprobe wurde an dem Tag nicht durchgeführt.

    Dann im September kam ein Brief
    Vom Landratsamt mit der Aufforderung eines Ärztlichen Gutachtens mit 2 Urinscreenings. Ab diesem Zeitpunkt habe ich mein Konsum von Kräutermischungen UND Cannabis eingestellt.
    Habe mich dann dieser aufforderung gestellt, mich angemeldet dann hatte ich am 02.02.2016 ein Gespräch mit der leitenden Ärtztin, in diesem Gespräch gab ich an das ich gelegentlich Cannabis konsumiere und wenn ich konsumiere fahre ich 5 tage kein Kraftfahrzeug mehr. Alkohol auch gelegentlich.

    Am 07.04.2016 wurden dann bei dem ersten Screening Canabinoide/THC-COOH positiv getestet(im Urin).
    Der wert lag bei 9.8 ng/ml was ich mir nicht ausmalen kann
    da ich schon im Spetember 2015 mein konsum komplett eingestellt habe ohne Rückfälle, gut ich bin nicht gerade der sportlichste aber 6 Monate abstinenz und trotzdem noch was im Urin ist für mich selbst nicht vorstellbar aber es ist nunmal so.

    (kurz zu meinem Konsummuster, ich bin 23 und rauche Cannabis seit ich 16 bin. kräutermischungen seit ich 22 bin und das sehr selten. Zurzeit GARNIX seit Sep.2015.)

    So und jz (09.05.2016)habe ich ein Brief vom Straßenverkehrsamt bekommen, in diesem brief werde ich aufgefordert eine Medizin-Psychologische Untersuchung durchführen zu lassen. Diese MPU habe ich schon einmal im Jahr 2013 gemacht mit erfolg, wegen eines anderen falles (auch BTM).

    Nun zu meiner Frage: sehen sie hier chancen dagegen vorzugehen, weil ich ja nicht am Straßenverkehr teilgenommen habe sondern lediglich als Beifaher in dem Auto eines Kumpels saß.
    Wohnsitz Baden Württemberg.

    ich bedanke im vorraus






  • #173

    Bukem (Mittwoch, 11 Mai 2016 12:20)

    @Walter: Puh, das ist immer schwierig, da was Verbindliches ohne Kenntnis Deiner gesamten Akte zu sagen. Die Anordnung des äG kann, muss aber nicht, bei bestimmten Vorausetzungen rechtmäßig sein, das Gutachten mag mitunter auch fehlerhaft sein, gegen die Anordnung der MPU bestehen grds keine eigenen Rechtsmittel, wohl aber gegen die später evt erfolgende Entziehung der FE, wo dann da mitgeprüft wird, ob die Anordnung der MPU rechtmäßig war. Es mag sich anwaltliche Hilfe durchaus für Dich lohnen. Meld Dich doch vorsichtshalber unter obiger Mail mit Rückrufnummer beim Chef.

  • #174

    heinz (Mittwoch, 11 Mai 2016 21:20)

    Habe die anderen Antworten gelesen.Also bestehen auch bei mir wahrscheinlich grundsätzlich keine rechtsmittel.Bei mir ist es ja Neuerteilung.Dann versuche ich dem klarzumachen, dass die Anordnung gegen Art. 2 Abs. 1 des GG. verstößt.Vielleicht kann man mir noch sagen, ob sich aufgrund des Rechtsverstoßes seitens der Behörde ein Verfahren lohnt.Mfg Heinz

  • #175

    Alex (Mittwoch, 11 Mai 2016 22:40)

    Hallo Herr Schüller hab seit den 11.01.2016 aufgehört zu kiffen hab aber stark konsumiert hab am 05.04.2016 beim Hausarzt ein Urin Test gemacht der positiv war 22 ng thc cooh meinen Sie bin ich heute 11.05.2016 sauber danke im Voraus

  • #176

    Bukem (Donnerstag, 12 Mai 2016 14:03)

    @Alex: Hab Dir auf der Nachweiszeitenseite geantwortet.

    @Heinz: So ist eben die rechtliche Lage, ich glaube, Dein Hinweis auf Art 2 I GG interessiert da die Behörde nicht und geht in der Sache wohl auch fehl

  • #177

    BaCa (Donnerstag, 12 Mai 2016 20:42)

    Guten Abend Herr Schüller,

    Erstmal danke im Voraus!

    Zu meinem Anliegen.
    Letzte Woche habe ich bei der FS-Stelle meinen Antrag abgegeben. Daraufhin wurde ich montags dort hin gebeten, dort wurde mir gesagt ich solle bis heute ein Drogenscreening ableisten ( Urin+Blutkontrolle). Konsum sofort eingestellt. ( letzter Konsum Sonntags)

    Also in den Becher gepinkelt und natürlich ein positiver Wert (27,4ng) im Urin. Für weitere 150€ eine Spritze in den Arm bekommen und es wurde Blut abgenommen.

    Soweit das bisher Geschehene. Zu meiner Vorgeschichte: wurde Anfang Juli 2013 (16 Jahre alt) in einer Personenkontrolle mit einem (lt. Cop 2,21g) Joint aufgegriffen. Wurde natürlich mit Papier, Tabak etc gemessen. Musste daraufhin mit den Eltern zum Jugendamt, dort wurde dann ein einmaliges Screening angeordnet. Auch damals direkt den Konsum eingestellt und auch einen negativen Test abgeben. Schrieb mit der Einstellung des Verfahrens erhalten.

    Jetzt meine Frage: Gibt es auch hier diese besagten Grenzwert die ich im Netz überall finde. Der behandelnde Arzt ( zu meiner Verwunderung war er echt nett und hatte das Gefühl er wollte mir helfen ) sagte, dass ich bei diesem Wert wohl nur mit einem ä.G rechnen sollte keine MPU auf mich zu kommt.

    Können Sie mir einen Rat geben was jetzt auf mich zu kommt. Weitere Tests, gar kein Lappen bis 25, oder eben nur dieses ä.G ?

    Da ich erst Azubi bin musste ich bereits bei den heutigen 150€ kämpfen. Da ich in Zukunft meinen Fs für meine Ausbildung brauche, bin ich doch extrem verunsichert.

    Es muss doch eine Möglichkeit geben, dass mir eine cker Mann mit Brille ( wahrscheinlich AFD Wähler) mir meine berufliche Zukunft nicht verbaut.

    Bis zum heutigen Tage wurde mir ja nicht mal der Konsum nachgewiesen, lediglich der Besitz.

    Zusammengefasst:
    - gibt es auch hier Grenzwerte
    - wenn ja wie hoch etc.
    - welche Konsequenzen wird der positive Urin-Test auf den Bluttest haben
    - ist eine MPU zu erwarten oder ä.G
    - gibt es Möglichkeiten zum Einspruch einlegen.

    Abgabe Frist ist der 30.05.2016, spiele mit dem Gedanken bis dahin ein eigenes Screening zu erstellen was wohl negativ ausfallen wird bis dahin. Bringt das Chancen bzw. zumindest Zeit?

    MFG
    BaCa

    Ps: Hut ab für das Flüchtlingsprogramm von Ihnen. Helfe bei Deutschkursen hier und weiß wo dieses staatliche Interesse wirklich gebraucht wird!

  • #178

    Rechtsanwalt Schüller (Freitag, 13 Mai 2016 09:36)

    Moin BaCa....ich würde erstmal die Rechtmäßigkeit der Anordnung des Screenings stark in Zweifel stellen...bei der geringen Menge Gras, die da gefunden wurde.

    Der bei Dir gemessene Wert war THC COOH, korrekt?

  • #179

    BaCa (Freitag, 13 Mai 2016 10:03)

    Hallo Herr Schüller,

    Genau, war nur das Stoffwechselprodukt.

    Lg

  • #180

    Beule (Freitag, 13 Mai 2016)

    Hallo Herr Schüller Vielen Dank für ihre Antwort!!!
    Da steht LC/MS-Bestätigungsanalyse auf cannabinoide positiv 11ng/ml THC-Carbonsäure (BG:5 ng/ml )
    Das die Wette überhaupt so hoch ausgefallen sind hat mich sehr überrascht.. Ich war am Wochenende (Samstag auf Sonntag) bei einem Bekannten auf einer Party zu Hause( Wohnzimmer) wo neben Zigaretten auch der ein oder andere Joint konsumiert wurde. Am Dienstag darauf musste ich zur urinkontrolle. Da ich in keinster Weise davon ausgegangen bin das ich nach 3 einen Wert im Urin haben würde habe ich auch nicht angegeben das ein passivkonsum stattgefunden hat.
    Bei der FSST werde ich den Sachverhalt darlegen und kann nur sagen das ich schön blöd wär meine dritte Probe aufs Spiel zu setzten, da ich auf meinen FS für Arbeit und privat angewiesen bin, da ich ländlich wohne und für alle Strecken die ich zurück legen muss ist ein FS mehr als nur von Vorteil für mich. Und meine Werte Belegen auch das ich auf keinen Fall ein dauerkonsument bin. Ich weiß zwar nicht wie der Grenzwert für thc carbonsäure in Hessen (Kassel) ist aber ich weiß das ich in NRW gerade so in die Gruppe der gelegenheits Konsumenten fallen würde.

  • #181

    Mandel (Montag, 16 Mai 2016 11:22)

    Hallo Herr Schüller,
    Es wurde mir ein fahreignungs Test inklusive 2er urinkontrollen aufgetragen.

    Die erste Probe war negativ.
    Jetzt will der TÜV Süd plötzlich eine Haaranalyse.
    Ist allerdings in dem schreiben vom Landratsamt nicht angekreuzt.
    Und in dem Brief vom TÜV musste ich ja was unterschreiben, da ist auch nie die rede von einer Haaranalyse!
    Im Gegenteil da stehen sogar die Preise die einmal den fahreignungstest+ 1. Urin beinhaltet. Und dann die einzelne 2. Utinprobe.
    Die Haaranalyse würde nämlich jetzt mehr kosten.
    Bitte um Hilfe!
    Ist das rechtens?

  • #182

    Mandel (Montag, 16 Mai 2016 11:33)

    Allerdings steht auf dem Landratsamtbrief wortwörtlich:
    Nimmt bzw nahm die " " btm?
    Weiß ja nicht ob dass dann direkt auf eine haaranalse schließen lässt?
    Mfg

  • #183

    heinz (Montag, 16 Mai 2016 13:18)

    @bukem.frohe pfingsten!ich hab mir auch noch mal die FeV durchgelesen.absolut rechtswidrig.selbst bei bei zweimaligem vorgeworfenen besitz, kann nicht auf regelmäßigen konsum und fehlendes trennungsvermögen geschlossen werden, die einen abstinenznachweis oder mpu rechtfertigen würden, falls konsum nachgewiesen wurde.so urteilten auch die meisten richter.tja.schaun mer mol;mfg

  • #184

    heinz (Dienstag, 17 Mai 2016 20:53)

    So hab ich es auch hier auf der seite zum thema besitz von btm gelesen.komisch nur, das richter anders urteilen, als es in der fev geschrieben steht bzw. die behörde die urteile nicht anerkennt.in meinem fall nach fev wohl nur "abstinenz-nachweis".trotzdem anordnung zur mpu.einfach nur schlimm in diesem land.

  • #185

    Mandel (Mittwoch, 18 Mai 2016 11:29)

    ? Herr schneller?

  • #186

    Bukem (Mittwoch, 18 Mai 2016 12:11)

    @Heinz: Ich kann das nicht beurteilen, weil Du immer wieder über einen längeren Zeitraum zwar lang geschriebene Nachrichten, aber mit meist nur wenig juristischem Inhalt schreibst. Bitte nicht missverstehen ;)Du hast aber bestimmt da insoweit recht, als die Rechtsprechung zu bestimmten Fragen und Themen wie hinreichenden Verdacht auf Besitz oder Konsum von BtM und den daraus resultierenden Folgen tatsächlich nicht einheitlich ist, weil es zb zum Teil noch keine höchstrichterliche, vereinheitlichende Rechtsprechung dazu gibt. Ist so. Aber daraus sowas wie "einfach nur schlimm in diesem Land" ableiten zu wollen, finde ich recht verstörend und empfehle da gerne einen längeren Aufenthalt in China, Mexiko und Russland. Dann findet man plötzlich ganz vieles hier wieder richtig gut.

    @Mandel: Ja, Du gehst hier schon nicht verloren, grade ,wenn Du an einem Feiertag diesen wundervollen, übrigens kostenlosen Service in Anspruch nehmen möchtest, kann es tatsächlich mal zu gewissen Wartezeiten kommen. Danke für Dein Verständnis. Mir würde es grade helfen, wenn Du Deinen Sachverhalt nochmal neu fasst. Wann ist was passiert, was zu der UK Anordnung geführt hat? Was hast Du uU der Polizei ggü eingeräumt? Ansonsten kann ich Dir vorläufig leider nur mitteilen, dass ohne erfolgte Akteneinsicht Dein Fall nicht nachvollziehbar erscheint..LG

  • #187

    heinz (Mittwoch, 18 Mai 2016 21:08)

    Witzig. hatte mir schon gedacht, dass das so rüberkommt.immer wenn man sagt, das es in deutschland manchmal nur verrückt ist, wird das so gewertet, als ob man alles negativ sieht.ich weiss natürlich wie das in china ist, wo doch ein jugendlicher wegen konsum zu 2 jahren gefängnis glaube ich verurteilt wurde. Da ist man in deutschland natürlich weitaus besser dran, was das anbelangt.ja die anordnung war, wie ich jetzt eindeutig weiss, zu 100% rechtswidrig.und das schon 13 jahren.diese info hab ich auch von eurer internetseite.also, danke dafür.mfg heinz

  • #188

    Rechtsanwalt Schüller (Donnerstag, 19 Mai 2016 13:46)

    @Heinz:

    Ich fahre auf die "Hier ist alles voll daneben" Nummer exakt null komma null ab. Sie haben ein Problem mit der Fahrerlaubnis. Ich kann Lösungen anbieten, diese wiederzukriegen. Dazu muss man sich selbst hinterfragen können - mich interessiert nicht, wie es anderswo ist und ich weiß, dass das hier ein recht angenehmer Platz zum Leben ist. Dies ist aber nicht der Ort für allgemeine Diskussionen. Wenn Sie Interesse haben, dass ich Ihnen helfe (oder ein anderer Kollege), dann melden Sie sich halt. Oder Sie lassen es bleiben und schimpfen weiter auf die äußeren Umstände. Diese können Sie nur schwerlich ändern, sich selber aber sehr wohl. Und genau das macht die Sache manchmal kompliziert, denn dafür muss man aus der Komfortzone raus. Wenn Sie bereit sind, sich zu bewegen anstatt hier irgendwie irgendwas nicht zielführendes zu fabulieren, wissen Sie, wie Sie mich erreichen.

  • #189

    heinz (Donnerstag, 19 Mai 2016 17:58)

    Sie haben mich völlig falsch verstanden.trotzdem danke für die bereitgestellten informationen.

  • #190

    Thanky (Freitag, 20 Mai 2016 20:04)

    Schönen abend habe mal eine frage bezüglich cannabis Konsum! Bin gelegenheitsraucher d.h soviel wie alle 2 wochen mal einen joint .. Wenn ich heute einen rauchen würde wielange würde es dauern bis es wieder aus meinen urin draußen ist ?

    Mfg. Thanky

  • #191

    Tim (Sonntag, 22 Mai 2016 21:14)

    Hallo Hr.Schueller ,

    Wielange ist thc genau denn im urin nachweisbar ? Wenn man ca. jede woche einen raucht?

    Und wann brauche ich keine angst mehr zu haben auto zu fahren wenn ich jetzt aufhören würde???

    Bedanke mich jetzt weil schon mal für eine Antwort!

    Lg

  • #192

    Bukem (Montag, 23 Mai 2016 11:24)

    @Thanky: Ich verstehe Dich so, dass Du wissen willst, ab wann Du wieder bedenkenlos fahren kannst: Urintests sind gerichtlich eh nicht verwertbar und nur eine Art Vortest, ob man sich die Mühe und Kosten einer Blutentnahme antun sollte. Damit Dein aktiver THC-Wert, denn nichts anderes interessiert, unter 1,0 ng THC ist, warte mindestens 24 Stunden, noch sicherer sind 48 Stunden nach Deinem Konsum. Hast Du das gemacht, hast Du richtig getrennt zwischen Konsum und dem Führen eines Fahrzeugs im Straßenverkehr und hast nichts weiter zu befürchten. Du hast nach dem Konsum noch wochenlang THC-COOH im Blut, Urin Haar usw. Das ist aber nicht schlimm, denn der THC-Konsum ist nicht verboten. Du musst nur auf die richtige Trennung achten. Probleme kommen dann, wenn Du nicht richtig trennst. Der Entzug der FE droht bei Verstoß mit mehr als 1,0 ng aktivem THC und dem Beleg des mindestens gelegentlichen Konsums oder Konsum in Verbindung mit Alk oder anderem BtM Deshalb nie , nie, nie Angaben zum Konsumverhalten machen

    @Tim: weil Du die gleiche Frage stellst, verweis ich Dich gerne auf die genau darüber stehende Antwort.

  • #193

    Thanky (Montag, 23 Mai 2016 17:52)

    @Bukem

    Erstmal danke für die schnelle antwort !

    Falls es mal zu einer Kontrolle kommen sollte , dürfen die lieben denn einen test machen und was passiert wenn ich diesen verweigeren würde?

    Und nochmal kurz zurrück zu der anderen frage d.h also wenn man 24-48 std nicht gemacht hat und der wert unter 1,0 n.g liegt habe ich rein gar nichts zu befürchten? Könnte direkt weiter fahren oder wie ist das? Weil ich mir unsicher bin da ich mal was von einen bußgeld von 500€ gelesen habe und 2pkt und evtl noch die MPU ???

    Bin noch in der probezeit und brauche meinen Führerschein auch beruflich bedingt !

    Mfg.

  • #194

    Dieter aus Schleswig Holstein (Montag, 23 Mai 2016)

    Thc 1ng/ml, thc-oh cä 0,7 ng/ml und thc-cooh cä 11ng habe jetzt von der Verkehrsüberwachung 500€ Geldbuße, ein Monat Fahrverbot und 2 Punkte erhalten hatte vor neun Jahren eine BTm-Straftat begangen und was macht jetzt die Fss? Und kann man gegen einer eventuellen Entscheidung zur mpu was machen?

  • #195

    Dieter aus Schleswig Holstein (Montag, 23 Mai 2016 19:49)

    Nachträglich zum Thema : Damals hatte ich keinen Führerschein, den habe ich erst seit cä 5,5 Jahren erneut

  • #196

    Dieter aus Schleswig Holstein (Montag, 23 Mai 2016 19:50)

    Nach erfolgreicher MPU

  • #197

    Dieter aus Schleswig Holstein (Montag, 23 Mai 2016 20:06)

    Würden Sie empfehlen mir jetzt schon ein ärztliches Gutachten für die Trennung zwischen Konsum und fahren zu machen? Danke vorab

  • #198

    Rechtsanwalt Schüller (Dienstag, 24 Mai 2016 10:55)

    Guten Tag,

    da Sie aus Schleswig Holstein kommen und das dortige OVG eher zu den Hardlinern unter den Gericht zählt, gehe ich davon aus, dass der Entzug der Fahrerlaubnis zu befürchten steht. Argumentativer Aufhänger ist dann: Es ist unwahrscheinlich, gleich beim ersten Konsum auch noch in eine Kontrolle zu geraten - der gelegentliche Konsum wird damit also vermutet. Ich versuche in zwei anderen Verfahren mit Hilfe von 2 Professoren für Wahrscheinlichkeitstheorie diese Argumentation zu Fall zu bringen. Alles weitere kann man schwerlich ohne Akteneinsicht beurteilen. Ein ärztliches Gutachten freiwillig? Interessanter Ansatz, dürfte aber wegen der genannten Argumentationsmuster in S-H wenig zielführend sein. Ein verkehrstherapeutischer Nachweis der wieder gewonnenen Fähigkeit zum Trennen wäre bis zu einer Entscheidung im Eilrechtsverfahren klasse....alles weitere kann man wie gesagt nur beurteilen, wenn man den Sachverhalt genau kennt. Klar ist: Sie sollten Ihre Zeit jetzt gut nutzen. Wenn Sie weitere Fragen haben, schreiben Sie mir eine Mail.

  • #199

    Bukem (Dienstag, 24 Mai 2016 10:57)

    @Dieter:Da war er schneller

  • #200

    Thanky (Dienstag, 24 Mai 2016 13:19)

    Leider wurde meine frage überlesen ^^

  • #201

    Basti90 (Dienstag, 24 Mai 2016 13:22)

    Guten Tag!
    Ich wurde vor drei Monaten von der Polizei angehalten, kurz bevor ich was geraucht hatte. Ich habe keine weiteren Angaben gemacht. Einer Blutprobe habe ich zugestimmt. Jetzt kamen die Ergebnisse: der THC Wert lag bei 27ng/ml und der THC-COOH bei 97ng/ml. Könnte ich mich gegen einen Führerscheinentzug hier noch wehren oder sind die Werte zu hoch?
    Vielen Dank

  • #202

    Bukem (Dienstag, 24 Mai 2016 13:42)

    @Thanky: Nein, hier wird grundsätzlich nichts überlesen, aber Du siehst ja , was hier alles los ist. Du verstehst bestimmt, dass es dann auch mal zu Wartezeiten kommen kann? Zumal es sich hier um kostemlosen Service handelt? Auch die Polizei hat Regeln zu befolgen, eine Blutentnahme kann richterlich gegen Deinen Willen angeordnet werden, wenn bestimmte Verdachtsvoraussetzungen vorliegen. Wird die Entnahme ohne richterliche Anordnung entnommen ( wird gern auf den Dörfern gemacht), ist die Entnahme rechtswidrig und nicht verwertbar, zusätzlich liegt eine Körperverletzung als Amtsträger vor.

    Liegt Dein aktiver THC-Wert unter 1,0 ng, hast Du nichts zu befürchten, ist wirklich so. Probleme würden dann auftreten, wenn Dein passiver THC-COOH-Wert über 150 ng/l wäre, dazu müsstest Du wirklich mehrfach täglicher Dauerkonsument sein, dann droht FE-Entzug auch so. Ist gut, dass Du grade auch in der Probezeit Dir da Gedanken machst. Behalt die richtige zeitliche Trennung weiterhin bei.

  • #203

    Bukem (Dienstag, 24 Mai 2016 13:54)

    @BastI90: Zunächst gut, dass Du keine Angaben gemacht hast, auch weiterhinnicht zu Konsum, Alkohol und anderem BtM, denn dann ist Deine FE im Zweifelsfalls verloren. Die Werte führen zu einem Cannabis-Verstoss mit Bussgeld, Punkte und einem Monat Fahrverbot. Schon deshalb war es mäßig clever, dass Du Dich ans Steuer gesetzt hast. Sei froh, dass Du keinen Unfall gebaut hast. Ernsthaft, Du versaust Dir damit nicht nur Dein, sondern vor allem auch das Leben anderer Leute. Ich hoffe, ernsthaft, dass Du daraus lernst. Ist weder cool noch lustig, sondern eigentlich nur schlicht zum Kopfschütteln ( höflich ausgedrückt). Die gute Nachricht: Das ist nur die Hälfte dessen, was zu Deinem FE-Verlust führt: Mathematisch ausgedrückt: Cannabisverstoss mit mehr als 1,0 ng THC + Beweis des zumindest gelegentlichen Konsums= Entzug der FE
    Du musst jetzt alles tun, um der Behörde diesen Nachweis nicht gelingen zu lassen. Konsumstopp hoffentlich seitdem? Du musst mit einem äG rechnen, üblicherweise meldet sich die Behörde dazu erst mehrere Monate "nach" der Sache, weil dann auch bei starken Rauchern die THC-COOh-Werte auf Null sein müssten, wenn mal ( je nach Aktenlage) eben nur einmal bei der erfolgten Blutuntersuchung konsumiert hat.

  • #204

    Basti90 (Dienstag, 24 Mai 2016 14:12)

    Vielen Dank für die schnelle Antwort. Ja, du hast recht. Ich hab seitdem nicht mehr geraucht. Also reicht es, wenn ich denen sage, dass es an dem Abend eine einmalige Sache war und dass die mich gerne testen können, oder wie? Ich also kein gelegentlicher Konsument bin. Machen die so ein äG von sich aus oder muss ich es beantragen?
    Vielen Dank!

  • #205

    Bukem (Dienstag, 24 Mai 2016 14:18)

    @Basti90: So gesehen war es gar nicht taktisch unklug, dass Du so kurz vor der Fahrt geraucht hast. Du machst erstmal gar nichts, die Fahrerlaubnisbehörde meldet sich schon alleine bei Dir ;). Solange rauchst Du auch nichts und machst keinen anderen Qutasch mit BtM. In der Zwischenzeit kanst Du gerne die hier auf der homepage gelisteten Fachbeiträge zu dem äG und der sechs Stunden Regel lesen und Dich damit vertraut machen. Wenn die Ladung zum äG kommt, kannst Du Dich gerne beim Chef melden wg weiterer Beratung. Viel Erfolg

  • #206

    Dieter aus Schleswig Holstein (Dienstag, 24 Mai 2016 16:09)

    Danke erstmal für die Antwort. Würden Sie mir empfehlen mich bei der Führerscheinstelle selbst zu melden? Und was meinten Sie mit der Zeit gut nutzen?

  • #207

    Dieter aus Schleswig Holstein (Dienstag, 24 Mai 2016 16:28)

    Auf dem Befund steht unter thc-oh und thc-cooh nicht Paragraph 24a Steg ist das gut?

  • #208

    Dieter aus Schleswig Holstein (Dienstag, 24 Mai 2016 16:29)

    Stvg

  • #209

    Rechtsanwalt Schüller (Dienstag, 24 Mai 2016 17:38)

    @Dieter: Damit meinte ich, dass Du Dir jetzt einen Anwalt nehmen solltest. Ich bin kein Fan davon, wenn Betroffene direkt Kontakt mit der Behörde aufnehmen wegen der Fehler, die sich dort irreversibel einschleichen können. Wird schließlich alles aktenkundig, aber das bleibt letztlich Ihre Entscheidung. Klar ist, dass sich häufig die Dinge außergerichtlich noch drehen lassen.

  • #210

    Andreas Bayern (Donnerstag, 26 Mai 2016 03:07)

    Hallo Hr. Schüller
    Vielen Dank für Ihren Einsatz.
    Ich würde Ende September 2011 gegen 15:45 Uhr, meinen Pkw führend, in München angehalten und nach positivem Urintest zur Blutuntersuchung geführt.
    Von Anfang bis Ende naiv, habe ich auch Angaben zu vergangenem Kosum gemacht. Zum Konsumzeitpunkt habe ich angegeben, dass ich am Abend zuvor geraucht habe. Richtig war, dass ich gegen 10 Uhr am Vormittag einen Joint rauchte. Ich war damals 29 und gab auf dem Weg zum KH (Blutebnahme) an, dass ich mit 16 schon einmal geraucht habe :/ Das Ergebnis der Blutuntersuchung viel mit 9,8/66ng aus. Den Führerschein habe ich am 31.01.12 im Landratsamt abgegeben. Aus meinen Unterlagen geht hervor, dass ich als "zumindest gelegentlicher Konsument" einzustufen bin. Ich möchte jetzt gerne meine FE wiedererlangen. Meine Frage ist, ob ich eine realistische Chance habe, mit weniger als 12 Monaten Nachweiszeit zur MPU zu kommen. Haar hab ich nicht, was eh nichts brächte, da ich erst seit 2 Monaten nicht mehr rauche. Ich hoffe insgeheim, dass ich meine Abstinenznachweise auf 6 Monate reduzieren kann. Ich bin ertmalig in Erscheinung getreten, ohne Alkohol oder sonstige Btm. Gibt es eine realistische Chance, nach nur 6 Monaten Nachweiszeit zur MPU zu gehen?
    Grüße

  • #211

    Bukem (Donnerstag, 26 Mai 2016 12:16)

    @Andreas Bayern: Das ist natürlich sehr bescheiden gelaufen und Du hast durch Deine Einlassungen natürlich erheblich zu beigetragen, aber hey, aus Fehlern lernt man ja ;)
    Dannbist Du jetzt aktenkundiger Gelegenheitskonsument. Die Frage, die sich jetzt stellt, ist jene hier: Was möchtest Du der Behörde ggü vortragen? Wenn Du sagst, Du hast und wirst seitdem Vorfall damals 2011 nie wieder konsumiert, wirst Du um die Abstinenznachweise nicht umhin kommen. Im Zweifel beträgt der Zeitraum 12 Monate, ob und inwieweit da ein evt Ermessenspielraum besteht, den auf 6 Monate zu verkürzen, ist mir nicht so recht geläufig. Soweit ich es aber bisher verstanden habe, entfällt der Abstinenznachweis dann, wenn Du vorträgen solltest, auch weiterhin dann und wann konsumieren zu wollen, aber eben auf die richtige zeitliche Trennung zwischen Konsum und Verkehrsteilnahme zu achten. Frag hierzu am besten per obiger Mail bei Hr Schüller nach, er kann Dir sicherlich auch wichtige Tipps für die Vorbereitung einer erfolgreichen MPU geben. Viel Glück

  • #212

    TODI (Freitag, 27 Mai 2016 19:00)

    Hallo Ra´Schüller habe Ihnen leider im alten Forum geschrieben, glaube Nr. 1004. Können Sie mir trotzdem Auskunft geben? MfG

  • #213

    Marc (Sonntag, 29 Mai 2016 20:05)

    Guten Abend!
    Ich rauche Marihuana 1 Woche lang durchgehend Täglich 2-3 Joints und versuche dann eine Woche Pause vor antritt der nächsten Autofahrt zu machen!
    Ist eine Woche Pause vor der nächsten Autofahrt ausreichend, oder gar zu wenig um sicher einen BLUT-Test bei der Polizei zu bestehen ?
    Vielen Dank im Voraus
    Marc

  • #214

    Bukem (Montag, 30 Mai 2016 10:09)

    @TODI: Ich kann Deine Frage so jetzt nicht wiederfinden, weil sie ab Nr. 1000 nicht mehr angezeigt werden, magst Du sie hier noch mal wiederholen? Vielen Dank

    @Marc: Eine Woche ist bestimmt schon mehr als ausreichend. Auch bei starkem Konsum sollte spätestens nach 72 Stunden Dein aktiver THC-Wert unter den maßgeblichen 1,0 ng sein. Im Urin, Haar und Blut sind THC-Abbauprodukte natürlich noch wesentlich länger nachweisbar, das ist aber dann unbedenklich. Ich finde das aber sehr cool,dass Du auf die ausreichende Trennung zwischen Konsum und dem Führen eines Fahrzeugs achtest. Herschauen Leute, so gehts.

  • #215

    Bukem: (Montag, 30 Mai 2016 10:36)

    @TODI: So, hab ihn noch gefunden, das ist sehr schwer, Dir da was zu sagen, was mir da grundsätzlich zu schaffen macht, außer dass zb zeitliche Datenangaben fehlen, ist folgendes: Euer schon tätiger Anwalt hat bereits Akteneinsicht erhalten? Was soll denn bedeuten, er hat sich schlau gemacht? Es gibt schon einen Grund, in solchen Fällen zu jemandem zu gehen, der sich in der Materie wirklich auskennt und nicht sich nicht erst Schlau machen oder einlesen muss, grad wenn es hier um die wirtschaftliche Existenz Deines Mannes geht. Ich finde es auch nicht sonderlich kollegial Eurem Anwalt gegenüber, hier evt von seiner ( hoffentlich existenten ) Taktik abweichende oder widersprüchliche Hinweise zu geben. So ein Anwalt-Mandantenverhältniss sollte eben auch von gegenseitigem Vertrauen geprägt sein, auch deshalb verstehe ich nicht, wieso Du hier überhaupt fragen musst. Das sollte Euch der Kollege selbst erzählen können, dafür bezahlt ihr ihn ja. Das ist ja ganz grundsätzlich keine Geheimwissenschaft, aber schon etwas für Spezialisten. Ihr solltet euch dann überlegen, von wem ihr Euch vertreten lasst. Sicher gibt es zb Möglichkeiten, etwa die Richtigkeit der Probe anzugreifen,es gibt auch vorläufigen Rechtsschutz. Ich hätte da aber zuerst Bedenken an der Richtigkeit der Schilderung Deines Mannes. Das muss alles intensiv besprochen und erörtert werden. Wenn Ihr Euch also dazu durchringen mögt, meldet Euch per Mail bei Hr Schüller mit RückrufNr.

  • #216

    Mandel (Montag, 30 Mai 2016 13:09)

    Hallo Herr Schüller also es ist wie folgt:
    Ich habe eine Anzeige bekommen wegen btm
    Die fallen gelassen wurde.
    Dann bekam ich vom Landratsamt einen Brief ich solle eine fahreignungstest inclusive 2er Urinkontrollen machen.
    Hab dann den fahreignungstest gemacht und auch eine negative Urinkontrolle abgegeben und nun heißt es die Ärztin möchte ein Haarscreening statt einer 2. Urinkontrolle weil es in ihrem Ermessen liegt sagt sie.
    Dann hat sie noch geschrieben dass in dem schreiben von diesem TÜV drin steht "in der Regel 2 urinscreenings"
    Das stimmt allerdings nicht da steht 3 mal wortwörtlich Urinprobe und zweite Urinprobe.
    Im weiter steht in diesem schreiben vom TÜV auch der Preis vom ersten mal : fahreignungstest + 1 Urinprobe 508.50€
    2 urinprobe 123,-
    Da steht auch nix dass es abweichen kann.
    Die Haaranalyse würde nämlich 199,- kosten.
    Ich hoffe sie können mir helfen.
    Mfg

  • #217

    TODI (Montag, 30 Mai 2016 13:25)

    Hallo Bukem
    Vielen Dank für die Auskunft, erstmal entschuldigung,dass ich mich melde, mein Mann ist schon ein selbstständiger Mensch, aber die Zeit läuft und es gibt viel zu regeln, wir rechnen natürlich mit dem schlimmsten. Dadurch schreibe ich. Ich denke wir werden den Rat annehmen und uns per mail bei Ihnen melden. werde dann auch im Anhang das Gedächnisprotokoll mitschicken und die Werte bzw das Schreiben der Verkehrsbehörde. Wir leben auf einer Insel in SH und haben dadurch sehr eingeschränkt, wenn man mal schnell handeln will den passenden Anwalt zufinden. Haben RA Schüller erst später entdeckt. Natürlich fehlen einpaar Angabe die mein Mann bestimmt vertrauensvoll mit RA Schüller besprechen kann. Der Anwalt von HIER meinte heute keine Chance.Also hier werden wir keine Hilfe mehr bekommen außer Rechnung. Uns gehts darum eventuell den FE + Mpu dahin abzuwenden, dass vielleicht eine ständige Abstinenz nachgewiesen wird. Es ist also nicht so das mein Mann nicht einsichtig ist. Aber wir haben wirklich eine kleine Firma die fällt und steht mit meinem Mann. Ich müßte eventuell den Job kündigen um unsere Existenz bzw. alles darum herum aufzufangen. Auch für den Rest der Familie eine Katastrophe. Aber geht warscheinlich vielen so. Achso Rechtschutzversichert sind wir. Vielleicht können Sie sich kurz nochmal melden. Mfg

  • #218

    Bukem (Montag, 30 Mai 2016 13:52)

    @TODI: Grundsätzlich meldet Ihr Euch am besten über die oben aufgeführte Kontakt-Email-Adresse und hinterlasst eine RückrufNr. Ob eine RSVersicherung wirklich eintrittspflichtig ist, vermag ich nicht zu beurteilen, aber auch falls nicht, besteht schon aus Kulanzgründen die Möglichkeit, dass die bei "angenehmen" Versicherungskunden sich beteiligen. Muss man evt in der Leistungsabteilung mal höflich nachfragen.

    @Mandel: Ich bin nicht sicher, ob Deine finanzielle Vermutung richtig ist, da ja nicht die Ärztin, sondern ein zu beauftragendes Labor die Untersuchung vornehmen würde. Sprich doch einfach mit Ärztin, das sollte zu regeln sein. Vielleicht hast Du ja vor wg der Sommerhitze, Dir wie immer im Sommer, die Haare zu schneiden? Dann bliebe eh nur die Urinprobe, wenn die Haare zu kurz sind. Das solltest Du allerdings vorher besprechen, bevor Du Fakten schaffst

  • #219

    Marc (Dienstag, 31 Mai 2016 11:18)

    @Bukem
    Vielen Dank für die rasche Antwort!

  • #220

    Marc (Dienstag, 31 Mai 2016 11:56)

    @Bukem
    Somit kann also nur der aktive Wert, der aber nur im Blut nachgewiesen werden kann mir quasi den Führerschein entziehen wenn dieser über 1ng/ml liegt, was aber schon meist nach 72std nicht mehr der Fall sein sollte. Richtig? Und der passive thc cooh Wert (über mehrere Wochen nachweisbar), Urintest der Polizei kann nur Angaben zum Konsumverhalten machen. Ebenfalls richtig ?
    Nochmals vielen Dank für die tole Arbeit!
    Gruß
    Marc

  • #221

    Andreas Bayern (Donnerstag, 02 Juni 2016 13:33)

    @Bukem
    Vielen Dank für die Antwort.

  • #222

    Dinho (Montag, 06 Juni 2016 17:14)

    Hallo Herr Schüller,

    aufgrund ihrer tollen Arbeit hier dachte ich, ich frage sie auch mal um Rat.

    Folgender Sachverhalt: wurde vor ca.
    2 Monaten ohne Verkehrstechnischen Zusammenhang mit einer sehr minimalen Menge Cannabis (0,2g) von unseren Grünen Freunden erwischt (leider weiß ich erst seit dem was Polizei darf und was sie NICHT darf), aber das ist ein anderes Thema, shit Happens. Angaben zum Konsum o.ä. habe ich nicht gemacht. Habe zwar noch keinen Brief o.ä. erhalten, aber der BTM Eintrag ist nun vorhanden - habe seitdem meinen Konsum extrem runtergefahren und rauche seitdem wirklich nur noch ab und zu am WE, wenn ich weiß dass ich am nächsten Tag das Auto stehen lassen kann.
    Meine Frage: bei einer künftigen Kontrolle (bei welcher es aufgrund des Eintrags ja sehr wahrscheinlich zu einem Drogentests kommen würde) würde ich auf jeden Fall sämtliche Urin- oder sonstige Spielchen verweigern. Was passiert, wenn bei einem möglichen Bluttest das aktive THC unter 1,0 liegt, jedoch noch Abbauwerte finden lassen? Hab ich dann von Polizei oder FE stelle noch irgendwas zu befürchten? Bzw. muss ich bei einem Wert unter 1,0 den Bluttest bezahlen oder die Cop's?

    Vielen Dank im Voraus und sonnige Grüße

  • #223

    Bukem (Dienstag, 07 Juni 2016 15:15)

    @Dihno: So, danke für das positive feedback. Du wirst auch langfristig save sein, wenn Du ziwschen Konsum, der ja an sich nichtverboten ist, und dem Führen eines Fahrzeugs zeitlich ausreichend trennst, warte lieber 48 als 24 Stunden, um da sicher zu sein. Nach § 14 I bzw II FeV kann die Führerscheinstelle u.a. deshalb ärztliche Gutachten bei Verdacht des Konsums oder Besitz von Cannabis und sogar eine MPU anordnen, wenn der gelegentliche Konsum von Cannabis erwiesen und weitere Eignungsmängel befürchtet werden. ( Wir haben hierzu auf der homepage extra Artikel geschrieben, weil allein die Rechtsprechung und auch Forschung wirklich uneinheitlich ist ) Das kann also im worst case angeordnet werden, jedoch ist davon Deine FE nicht bedroht, solange kein Cannabisverstoss mit mehr als 1,0 ng beim Führen eines Fahrzeugs vorliegt. Eine Blutuntersuchung mit THC-COOH-Werten ist deshalb auch unschädlich, kann aber u.U trozdessen ein äG usw nachsichziehen..Was die Kostentragung betrifft: Hier gilt das Verursacherprinzip: Die Seite, die im Unrecht ist, trägt die Kosten. In dem Fall von zB 0,7ng aktiven THC also die Staatskasse. Deshalb wollen die vorab auch per Urintest und etwaigen Einlassungen des Betroffenen das Risiko der Kostentragung senken..

  • #224

    Jimmy (Donnerstag, 09 Juni 2016 20:00)

    Guten Tag Herr Schüller,

    ich hab vor in einigen Wochen mit dem PKW zu einem Festival in Niedersachen zu fahren. Da dort bekanntlich vermehrt Drogenkontrollen stattfinden habe ich mich nun auf Ihrer Website etwas informiert.
    Ich rauche recht regelmäßig 2-3 mal pro Woche. Nun spiele ich mit dem Gedanken den Konsum einzustellen. Was würden Sie mir im Falle einer Kontrolle raten? Den Urintest ablehnen? Oder lieber machen, wenn ich ab jetzt nicht mehr rauche? Dürfte ich weiterfahren, wenn ich den Urintest ablehne - die Ergebnisse einer möglichen Blutuntersuchung liegen ja vermutlich nicht sofort vor, oder?

    Im Netz bin ich auch auf die Produkte von Clean Urin aufmerksam geworden. Was würde passieren, wenn eine Manipulation der Urinprobe mittels künstlichem Urin auffliegt?

    Beste Grüße!

  • #225

    Bukem (Freitag, 10 Juni 2016 11:23)

    @Jimmy: Berechtigte Sorge, Du musst keiner UK zustimmen, der Blutentnahme nur bei richterlicher Anordnung müsstest du Folge leisten. Hier oben auf der Seite sind pdfs als Formulare für eine Verkehrskontrolle, druck dir die aus und leg sie ins Auto. Die UK soll nur das Kostenrisiko einer nicht erfolgreichen Blutentnahme reduzieren. Sprich nicht mit denen ausser über Datenangaben, Michts zu Konsumverhalten, auch nicht in Verbindung mit Alk oder anderem Btm. Das sind nicht deinen Freunde, auch wenn sie so tun.
    Grds ist dein aktiver THC-Wert spä 48 Stunden nach Konsum unter 1,0 ng, bei hardcorekiffern nach 72 Stunden, nur darum gehts. THC-COOH ist zwar noch wochen und monatelang nachweisbar, aber unbeachtlich. Clean urin lass mal lieber sein. Trenn lieber richtig zeitlich zwischen Konsum und Fahren, dann ist alles cool.

  • #226

    Maria (Montag, 13 Juni 2016 23:14)

    Hallo,
    Meine Frage:

    Ich wurde vor ca 4 Jahren bei einer Drogenkontrolle auf THC getestet (Blut ) Musste meinen Schein für 24 h abgeben und nach 3 Monaten kam der Bußgeldbescheid 2ng Aktiver THC wert also 1 Monat Fahrverbot und 500€ . Von der Führerscheinstelle kam NIE was! Wohl verdammt Glück gehabt. Nun meine Frage: Ich trenne seit dem und fahre ohne aktiven Wert ,Kann der COOH wert bei erneuter Kontrolle mir zum Verhängnis werden? Da ich schon mal auffällig war?

    LG Maria

  • #227

    Bukem (Dienstag, 14 Juni 2016 11:58)

    @Maria: Die Seite mit den Nachweiszeiten ist leider bei 1000 Kommentaren voll, schön, dass Du es hier noch mal fragst. Ich hätte sonst nicht antworten können ;)

    Erstmal sehr cool, dass Du auf die richtige Trennung achtest. So gehts ohne Probleme. Zu Deiner Frage: Nein, solange Du ausreichend trennst, und das machst Du dann, wenn Dein aktiver THC-Wert unter 1,0 ng ist, dann ist alles gut. Der Konsum an sich ist ja erlaubt. Die THC-COOH-Werte sind ja Abbauwerte und sagen nur, dass Du irgendwann die letzten Tage, Wochen oder Monate konsumiert hast. (Nachweisbar ist alles, solange man genau genug guckt). Die Einschränkung hier ist diese: Sollte Dein THC-COOH-Wert über 150 ng/l sein, würdest Du als Dauerkonsument gelten und auch ohne aktiven Wertverstoß würde Deine FE entzogen werden. Hab ich aber noch nicht selbst erlebt. Grundsätzlich kommst Du auch nur als Hardcorekonsument mit hardcoredauerkonsum auf diese Werte. Entspannt mal konsumieren, dann einen. besser zwei Tagen trennen, dann fahren, geht easy.

  • #228

    DarfErDas (Dienstag, 14 Juni 2016 20:05)

    Sehr geehrter Herr Schüller, tolle Dienste, die sie hier verrichten! Einfach Top!

    Zu meiner Frage:
    Vor 2 Wochen täglich und 6 Monate lang 2-3 Joints konsumiert. Mir ist die Trennung zwischen Urin und Bluttest nicht ganz ersichtlich (selbst nach etlichen Kommentaren). Der Urin-Wert sollte demnach nahezu bei null sein, heißt es ich soll im Falle eines Falles einem Urintest zustimmen?

    Wie lange bleibt es im Blut, aus den Kommentaren konnte ich 3 Monate rauslesen, heißt das ich darf jetzt auch nicht "gelegentlich" konsumieren (1x die Woche), bis alles aus dem Blut ist?

    Danke!

  • #229

    baris (Dienstag, 14 Juni 2016 23:35)

    guten Abend

    ich schildere kurz mein Problem wurde vor 1 Monat von der Polizei angehalten soeicheprobe genommen war positiv danach zu Wache blutabnahme jetzt kam der Brief da steht drin Ergebnis thc Cooh 1,2 ug/l Serum was kann mir passieren wird nein Führerschein weg genommen werde ich von der Führerscheinstelle ein Brief bekommen muss ich äg oder Mpu machen ich wäre sehr dankbar wenn du mir die Fragen beantworten könntest Dankeschön jetzt schon mal

  • #230

    baris (Dienstag, 14 Juni 2016 23:42)

    hab noch was vergessen sry ich bin eigentlich nicht Cannabis Raucher wie kommt die 1,2 thc Cooh verstehe ich nicht das erste und letzt mal wo ich gekifft habe war auf mein Geburtstag Feier da habe ich paar mal gezogen wäre sehr nett wenn du die Frage beantworten könntest

  • #231

    Bukem (Mittwoch, 15 Juni 2016 13:21)

    @Darferdas: Der Urintest ist eine Art Schnelltest, um zu überprüfen, ob sich eine Blutuntersuchung lohnen würde. Der Urintest selbst hat keine gerichtliche Verwertbarkeit und soll nur helfen, dass Kostenrisiko für die Staatskasse zu minimieren, da bei einem Blut-Test unter einem Wert aktiv von 1,0 ng die Staatskasse die Kosten tragen müßte. Grds egal, wie lang und wieviel du rauchst: Nach max 72 Stunden bei Starkkonsumenten ist der aktive THC-Wert unter 1,0ng/l. Das ist das Entscheidende. Dann kannst du auch wieder bedenkenlos fahren. Der THC-COOH-Wert ist nur das Abbauprodukt, das noch Monate in Blut, Urin, Haar, Körperfett usw nachweisbar ist. Da genaue Zeiten zu benennen, ist nicht möglich, weil bei jedem der Stoffwechsel unterschiedlich arbeitet, aber darauf kommt es auch nicht an.

    @Baris: Wichtig ist nicht der THC-COOh-Wert (solange er unter 150 ist ), sondern der aktive THC-Wert. Ist der unter 1,0 ng ist alles gut. Wie hoch war der? Sollte der Konsum da länger her gewesen sein, danach klingt dein mit 1,2 ng sehr geringer THC-COOH-Wert, ist alles ok und dir droht kein Ärger. Hast Du denn irgendwelche Angaben zu Deinem Konsumverhalten gemacht?

  • #232

    baris (Mittwoch, 15 Juni 2016 14:05)

    da stand nur thc Cooh wert kein aktives hmm ja ich habe gesagt habe vor 6 Jahren mal 1 bis 2 mal gekiffft bin eher kein Kiffer

  • #233

    Bukem (Mittwoch, 15 Juni 2016 14:22)

    @Baris: War trotzdem nicht gut, Angaben zum Konsum zu machen. Kann schlimmstenfalls sein, dass die Führerscheinstelle wg Deiner eigenen Angaben Dein KOnsumverhalten per ärztlichem Gutachten überprüfen will. Deine Fahrerlaubnis ist davon aber nicht bedroht. Falls Du jemals wieder rauchen solltest, warte bitte 24, besser 48 Stunden, dann trennst Du richtig zwischen Konsum und Fahren und bist sicher8 (und der Rest auch )

  • #234

    baris (Mittwoch, 15 Juni 2016 14:52)

    danke bukem also ich habe das gesagt wo die mich angehalten hmm ja und jetzt der Brief an mit dem Wert da war auch ein Blatt mit wieso wann mit welchen Geld nehmen sie Drogen oder meinst du mit Angaben diesen Blatt wo wir auf der Wache waren habe die sowas auch nicht aufgeschrieben bzw gefragt hmm also muss ich äg. achten auch mit dem 1,2 niedrigen Wert

  • #235

    baris (Mittwoch, 15 Juni 2016 14:58)

    und wie lange kann es Dauer bis die Führerscheinstelle sich meldet

  • #236

    Nino (Mittwoch, 15 Juni 2016 18:33)

    Hallo, ich war in einen schweren autounfall verwickelt. Für alle fahrer wurde Blut- und Urinproben angeordnet und durchgeführt.
    Ich würde mich realistisch schon als dauerkonsument einschätzen, aber habe mein rauchverhalten in den letzten 2 wochen etwas reduziert.
    Das letzte mal geraucht habe ich ca 60stunden vor dem unfall. Innerhalb der letzten zwei Wochen habe ich mein Körpergewicht von 78,5 auf 73kg gesenkt (Ernährungsumstellung). In den zwei wochen würde ich mein konsum auf 1g pro tag schätzen(aber nicht immer alleine sondern auch in gesellschaft) bis auf die letzten 60std wo nichts konsumiert wurde. diesen zwei wochen ging ein ähnliches Konsummuster voraus(10tage konsum in gesellschaft, 4tage pause).
    Besteht eine Chance dass mein aktiver thc wert unter 1ng liegt? Wie lange dauert es erfahrungsgemäss bis diese Tests ausgewertet UND ich informiert werde? Lässt sich etwas über meinen thc-cooh wert erahnen? Vielen dank.

  • #237

    dennis.k (Donnerstag, 16 Juni 2016 10:13)

    Hallo,

    Ich habe bereits 2 erfolgreiche MPU hinter mir erste im Jahr 2005 2te im Jahr 2008. Führerschein wurde erst entzogen 2007 dann Neuerteilung 2008.
    Alle male wegen THC

    So wenn Ich jetzt Regelmäßig Rauche 1 Monat lang und 1 Woche nach dem letzten Konsum Später wieder Fahre ist sehr wahrscheinlich noch Abbauprodukte Vorhanden aber kein Aktives THC.

    Was habe Ich zu befürchten bei einer erneuten Blutkontrolle wenn nur Abbauprodukte gefunden werden und 0ng THC?

    Danke für Ihre Mühe

  • #238

    Bukem (Donnerstag, 16 Juni 2016 13:03)

    @Baris: Wenn, dann ca nach Ablauf von drei Monaten, da dann auch bei potieniellen Dauerkiffern die THC Abbauwerte auf Null sein müßten, finden die dann was, hat man immer gleich den Nachweis wenigstens gelegentlichen Konsums

  • #239

    Bukem (Donnerstag, 16 Juni 2016 14:40)

    @Nino: DAS ist genau der Grund, warum man trennen sollte. Ich kann für Dich und die anderen nur hoffen, dass wenigtens niemand verletzt worden ist. Brauch mehr Details. Wann war der Unfall, wann die Blutentnahme und wann hattest Du da wie konsumiert?
    Grds sollte auch bei starkem und dauerhaftem Konsum der THC-Wert ca nach 72 Stunden unter den 1,0 ng liegen. Ich kann nur hoffen, dass Du jetzt wenigstens jetzt pausierst.. Was die THC-COOh Werte betrifft, grade durch Ernährungsumstellungen kann es zu längeren und erhöhten Ausschüttungen kommen.


    @ DennisK: Wenn Dein aktiver THC-Wert unter 1,0 ng ist, ist alles cool. Konsum an sich ist ja erlaubt. Und solange auch verkehrsrechtlich unbedenklich, als Du unter den 1,0 ng bleibst, dann sind THC-COOH Abbauwerte egal, solange die nicht über 150 sind ( das passiert aber nur stärksten Konsumenten). Wenn Du wirklich einen Monat rauchst, mach vorsichtshalber 48-72 Stunden Pause, dann ist dein aktiver THC-Wert unter den 1,0 ng. Das ist das, was wir mit richtiger Trennung zwischen Konsum und Verkehrsteilnahme meinen.

  • #240

    Dennis.K (Donnerstag, 16 Juni 2016 14:46)

    Danke für die Info

    Mir geht es nicht um Ordnungswidrigkeit mir geht es darum ob die Führerscheinstelle was machen kann zb.
    MPU, ÄG....

    Da Ich bereits im Jahr 2008 eine erfolgreiche MPU hatte mit angaben das Ich nun Abstinenz leben werde.

    Was ist das Problem was die Führerscheinstelle machen kann?

    Gelte Ich als Wiederholungstäter oder Probierkonsum oder Einzeltäter?

    mfg

  • #241

    Dennis.k (Donnerstag, 16 Juni 2016 20:23)

    Bitte beachten ich hatte bereits 2 mpu s. Wegen thc meines wissen nach hat es doch andere konsiquenzen oder da ich abstinenz bewiesen habe deswegen meine frage

  • #242

    steffen k (Freitag, 17 Juni 2016 13:44)

    habe paar fragen mein Couseng wurde angehalten Urintest war positiv dann zur Wache blutabnahme der Brief kam jetzt an aktives thc steht nicht drauf
    thc Cooh liegt bei 1,3 ng

    was wird die Führerscheinstelle alles machen

    nach meiner wissen liegt ein gelegentlich Konsum zwischen 5 bis 75 und regelmäßiger Konsum ab 75

    und was ist der Wert von 0 bis 5 ?

    und kann die Führerscheinstelle ein äg verlangen weil der hat dem Konsum ja gut getrennt

    danke jetzt schonmal für die Antworten

  • #243

    Bukem (Freitag, 17 Juni 2016)

    @Dennis K: Versteh schon ;) Grundsätzlich bist du auch weiterhin auf der sicheren Seite, wenn du weiter ausreichend trennst, drum habe ich das geschrieben. Konsum ist ja an sich nicht verboten, und dann auch verkehrrechtlich unbedenklich. Du musst jetzt natürlich erst recht darauf aufpassen, eben nicht mit einem aktiven Wert über 1,0 ng zu fahren. Du würdest dann unter Wiederholungstäter laufen, vorher nicht. Allerdings könnte es sein, dass die Behörde nach einer Kontrolle und etwaigen Rest THC-COOH-Werten grade in deinem Fall mehr über dein jetziges Konsumverhalten rausfinden will und ein äG anordnen würde. Ich würed mir da nicht zuviel Gedanken machen, was sein könnte, immerhin rauchst du ja freiwillig wieder, wenn dir das zu viel Stress ist, lass es einfach oder fahr Rad. Achte auf Dein Trennverhalten, dann ists gut .

  • #244

    Bukem (Freitag, 17 Juni 2016 14:17)

    @Steffen: Was hat denn Dein Cosin ggü der Polizei für Angaben gemacht? Grds kann die Führerscheinstelle bein Verdacht auf Cannabiskonsum ein ärztliches Gutachten anfordern, wenn sie mehr über das Konsumverhalten des Betroffenen herausfinden möchte. Sag doch deinem Cousin , er soll weiterhin auf die richtige Trennung achten, wirkliche Probleme fangen erst an, wenn er mit mehr als 1,0 ng aktivem THC angehalten wird

  • #245

    steffen k (Freitag, 17 Juni 2016 14:29)

    bukem was meinst du mit Angaben mündlich oder schriftlich der hat zu gegeben das er mal gekifft hat aber ob die Polizei das vermerkt hat weiß er nicht es war auch dumm von im ein Angabe zu machen aber der hat gesagt das der viele am diesen Tag viele Tabletten genommen hat Ibuprofen der hatte Übels Zahnschmerzen

  • #246

    steffen (Freitag, 17 Juni 2016 14:32)

    aber er hat doch sauber getrennt wieso wollen die Führerscheinstelle ein äg ?

  • #247

    Bukem (Freitag, 17 Juni 2016 15:34)

    @Steffen: Weil es so im Gesetz steht, § 14 FeV. Ich hab auch nicht gesagt, dass die eins wollen, sondern bei Verdachtslage auf Konsum anfordern können. Den Konsum hat er nun ja bereits eingeräumt und, da kannst Du sicher sein, natürlich vermerken die das.

    Für einen Entzug der FE reicht schon: Verstoss mit mehr als 1,0 ng aktivem THC-Wert + Nachweis des wenigstens gelegentlichen Konsums. Deshalb jetzt erst recht sauber trennen!

  • #248

    steffen (Freitag, 17 Juni 2016 16:14)

    ok blödes Gesetz was ich nicht verstehe aber ok und wie lange kann es dauern das die sich melden ?

  • #249

    Bukem (Freitag, 17 Juni 2016 16:27)

    @Steffen: Gute Frage, in anderen Fällen bei nachgewiesenen THC-Verstössen mit mehr als 1,0 ng üblicherweise ca 3 Monate, da dann auch letzte THC Abbauprodukte ausgeschieden wären, wenn man behauptet, nur damals konsumiert zu haben. Finden die dann immer noch THC-COOh hat man gleich belegt, wenigstens gelegentlich, also mehr als einmal, konsumiert zu haben.

  • #250

    steffen (Freitag, 17 Juni 2016 18:07)

    hab die Antwort nicht verstanden also kann man nicht wissen wann sie sich melden ?

  • #251

    Maria (Freitag, 17 Juni 2016 18:09)

    Hallo Herr Schüller, eine tolle Seite haben Sie hier.
    Bei meinem Sohn (18 Jahre) wurden 3,7 ng/ml THC und 70ng/ml THC-COOH vor drei Monaten bei einer Kontrolle (3 Wochen nach Führerscheinerwerb) festgestellt. Laut Polizeiakte gab er an, acht Stunden vorher konsumiert zu haben. Gestriger Bußgeldbescheid: 1 Monat Fahrverbot, 2 Punkte und 500,00 Euro Geldbuße. Heute kam Brief von bayerischer Führerscheinstelle mit Aufforderung den Führerschein binnen zwei Wochen abzugeben, ansonsten werde Verfahren zum Entzug eingeleitet, da wegen obiger drei Faktoren gelegentlicher Konsum vorliege. Frage: Kann Anwalt bei diesen Werten, Entzug noch zu verhindern? Wird dann Gerichtstermin notwendig?

  • #252

    Angie99 (Freitag, 17 Juni 2016 19:30)

    Mein Sohn ist in eine Verkehrskontrolle geraten mit meinem Auto. Urin und Speichelprobe waren nicht direkt positiv .(THC)Der Polizist wollte ihn fahren lassen. die Polizistin nicht. Sie nahmen ihn mit zur Blutentnahme. Wollte nun einen Anwalt einschalten für ihn Er kifft wohl ab und zu ,war aber nicht bekifft und für mich auch nicht ersichtlich.Habe nur Verkehrsrechtschutz was sage ich da.? Kommt sie dafür auf. ich weiss garnicht was ich da sagen soll? Bin fix und fertig.

  • #253

    Angie99 (Sonntag, 19 Juni 2016 10:27)

    Mal eine Frage ?? Wird auf dieser Seite nicht mehr geantwortet oder gibt es eine neue Seite?? Hatte da mal etwas gelesen.

  • #254

    Bukem (Sonntag, 19 Juni 2016 14:38)

    @Steffen, steht da doch, meist ca drei Monate.

    @Maria: Gute Frage, um da halbwegs realistische Bewertungen vornehmen zu können, sollte per Anwalt Akteneinsicht genommen werden. Und zwar möglichst umgehend. Herr Schüller ist bundesweit tätig. Erreichbar ist er unter den obigen Kontaktdaten. Ist natürlich wenig schlau gewesen, sich unmittelbar nach Führerscheinerwerb und in Kenntnis der Probezeit usw bedröhnt ans Steuer zu setzen. Hätte er sechs und nicht acht Stunden gesagt, wäre die Lage eine andere. Natürlich bestehen da gewisse Erfolgsaussichten, den gelegentlichen Konsum zu zerstreuen. Ich bin jetzt nicht ganz sicher, ob wir uns richtig verstehen. Die FE soll ja gar nicht entzogen werden, sondern nur für die Dauer des Fahrverbots abgegeben werden. Zusätzlich kommt eine Nachschulung und Verlängerung der Probezeit. Als quasi erzieherische Maßnahme. Oder ist noch mehr vorgefallen? In der Probezeit kann bei drfeimaligen besonders krassen Verstößen, sog A-Verstößen, die FE auch entzogen werden. Ich möchte dringend anraten, sich bei Herrn Schüller zu melden. Viel Erfolg in der Sache.

    @Angie99: Es gibt demnächst ein neues übersichtlicheres Forum, das stimmt. Auch da sitzen wir aber nicht 24 Stunden siebenmal die Woche am Stück vorm Rechner , um diesen kostenlosen Service anzubieten. Insbesondere bei Fragen abends am WE kann es dann durchaus etwas dauern, vielen Dank für das freundliche Verständnis
    Was ich nicht verstehe? Weshalb soll nun ein Anwalt eingeschaltet werden? Ihr Sohn ist btm-rechtlich gar nicht aufgefallen. Sofern er nicht unter aktivem Einfluss von THC ( mit mehr als 1,0 ng ) gefahren ist, sondern sich nur alte Abbauwerte dargestellt haben, ist das nun unbedenklich und nicht verboten. Die Blutentnahme ist richterlich angeordnet worden? Soll dagegen vorgegangen werden? Oder droht ihm anderer Ärger? Ob eine Rechtsschutzversicherung dafür aufkäme, weiss ich nicht, da jede Versicherung andere Versicherungsvertragbedingungen nutzt. Am besten, Sie rufen bei Ihrer RSV in der Leistungsabteilung, nicht bei dem stets freundlichen Makler vor Ort an, nach meiner Erfahrung übernehmen Versicherungen auch auf dem Kulanzweg häufiger bei angenehmen Kunden etwaige Kosten, auch wenn eigentlich eine Übernahme nicht vereinbart wurde.

  • #255

    Nunez (Freitag, 24 Juni 2016 12:38)

    Hallo Herr/ Frau Buckem,

    ich wurde ende letzten Jahres beim Erwerb von Marihuana erwischt. Ich hatte lediglich für 10 € was erworben, habe keine weiteren Angaben über die Häufigkeit von Erwerb oder Konsum getätigt. Wie ich aber von der Fahrerlaubnisbehörde mitgeteilt bekommen habe, soll ich angeblich gesagt haben, dass ich es zum Eigenkonsum besessen habe. Ich wurde aufgefordert, ein ärztliches Gutachten erstellen zu lassen. Diese Frist habe ich verstreichen
    lassen, da es zu dem Zeitpunkt wenig Sinn gemacht hätte, da ich zu diesem Zeitpunkt regelmäßig konsumiert habe und desweiteren wurde zusätzlich an meiner Fahrtauglichkeit gezweifelt, weil ich einmal straffällig geworden bin und ich bei der damaligen Verhandlung angab, das ich an Depressionen ( war in Therapie aber wegen Spielsucht) leide. Dies wurde als Begründung angeführt. Mir wurde daraufhin im April diesen Jahres die Fahrerlaubnis entzogen. Nun habe ich die Fahrerlaubnis neu beantragt, da ich einen tollen Job im Außendienst angeboten bekommen habe der im September beginnt.

    Ich erhielt am letztem Wochenende ein Schreiben von der Fahrerlaubnisbehörde, dass ich ein ärztliches Gutachten erstellen muss in dem folgen Fragen geklärt werden müssen.

    - Kann Herr N. trotz des Vorliegens einer Gesundheitsstörung oder Krankheit ein KFZ im Straßenverkehr sicher führen?

    - Ist das Konsumverhalten als einmalige , gelegentliche oder regelmäßige Einnahme v. Cannabis zu bezeichnen?

    - Welche Auflagen oder Beschränkungen werden ggf. erforderlich.

    Ich konsumiere nun seit über 6 Wochen nichts mehr(auch nichts anderes und bin im Straßenverkehr nie auffällig geworden und auch sonst polizeilich nicht mit Drogen in Verbindung gebracht worden. Mir ist der Job so wichtig ist, habe deshalb bammel, wenn der Arzt eine Haaranalyse machen möchte und mir dadurch noch ein weiterer Strick gedreht wird.

    Ich weiß nicht genau, welche Angaben wie ich beim ärztlichen Gutachten machen soll. War heute auch bei einem Arzt um mal anzuhorchen wie das ganze vonstatten geht. Der meinte einfach, dass ich einen Drogenscreening mitbringen soll, am besten durch eine Haaranalyse oder auch Blut /Urinprobe über den Hausarzt. Habe für Dienstag einen weiteren Termin mit einem anderen Arzt vereinbart, um mal zu sehen was der so sagt.

    Können Sie mir raten, ob ich jeglichen Konsum abstreiten soll, da es im Blutserum und im Urin nichts nachzuweisen gibt.

    oder ich mich wie ich mich am besten Verhalten soll. Bin hier etwas ratlos!

    Vielen lieben Dank !!!

  • #256

    Rechtsanwalt Schüller (Sonntag, 26 Juni 2016 13:42)

    @Nunez: Hier muss stark in Zweifel gezogen werden, ob die Anordnung eines äG wegen einer solch geringen Menge Cannabis und offenbar fehlenden Zusatztatsachen (schon mehrfach aufgefallen, falsche Aussagen etc) fehlen. Nur zum Spaß darf das äG nämlich nicht angeordnet werden, insbesondere dann nicht, wenn kein Zusammenhang mit dem Führen vom Kraftfahrzeuge bestand. Da muss die Behörde mal etwas sensibilisiert werden...kommt öfter vor sowas...kann die Sache gerne übernehmen, brauche dann aber das Aufforderungsschreiben der FE Behörde zum äG...

  • #257

    Nunez (Sonntag, 26 Juni 2016 18:24)

    @Rechtsanwalt Schüller
    (Sonntag, 26 Juni 2016 13:42)

    Hallo Herr Schüller,

    wie ich Angab geht es mir auch darum, dass ich spätestens zum 01.09 meinen Führerschein wieder bekomme. Können Sie dagegen vorgehen, wenn es sich noch nicht um ein Verwaltungsakt handelt und zum anderen wie würde es weitergehen, wenn die sich querstellen. Bin dankbar für Ihre Hilfe und auch gewillt, Ihnen das Schreiben zukommen zu lassen und Sie damit zu beauftragen. Was würde mich das kosten, wenn Sie dies übernehmen würden.

    Viele Grüße

  • #258

    Lukas (Sonntag, 26 Juni 2016 22:46)

    Hallo Herr Schüller,

    ersteinmal vielen Dank das Sie den Leuten hier fachkompetente Auskunft geben. Ich wurde vor 5 Tagen zu Fuß mit ca. 0,7g Cannabis erwischt. Die Polizisten haben mir keine Fragen zu meinem Konsumverhalten gestellt und nichts in Richtung Führerschein erwähnt, lediglich das ich in 3 Wochen einen Brief von der Staatsanwaltschaft bekomme. Hatte vor diesem Ereignis noch nie polizeilich etwas mit BTM zu tun. Ich habe seit diesem Tag den Konsum eingestellt, habe davor jedoch täglich geraucht (oftmals auch mehr als
    einen).

    Muss ich damit rechnen das die Führerscheinstelle sich bei mir meldet?

    Falls ja, werde ich direkt auf irgendetwas getestet?

    Muss ich von jetzt an komplett abstinent leben um meinen Führerschein zu behalten, da sich höchstwahrscheinlich ein dickes THC-COOH Polster aufgebaut hat?

    Wie lange wird es bei bis dahin täglichem oft mehrmaligem Konsum dauern bis sich dieses Polster auf ein Niveau gesenkt hat bei dem ich nichtmehr als regelmäßiger Konsument gelte?

  • #259

    RA Schüller (Montag, 27 Juni 2016)

    @Nunez: Schreiben Sie mir bitte ein Mail mit Ihrer Telefonnummer, ich melde mich dann.

    @Lukas: Konsum muss nicht eingestellt werden, aber täglich geht nicht (generell ist das Mist). 2 x die Woche maximal. Keine anderen Drogen. KEINE. Ärztliches Gutachten nicht sonderlich wahrscheinlich, aber bei den Behörden weiß man nie. Ich würde jetzt erstmal mit dem Rauchen aufhören. Gönn DIr mal ein bißchen unvernebelte Sicht, Deine Birne wird es DIr danken...

  • #260

    Bukem (Montag, 27 Juni 2016 19:37)

    @Lukas: Ja, Du wirst damit rechnen müssen, dass die Führerscheinstelle sich meldet. Auch wenn es sich hier um eine Kleinstmenge handelt, wird oftmals ein äG angefordert auch wenn das wohl nicht zwangsläufig rechtmäßig wäre, deshalb wäre es klug, bis auf weiteres den Konsum einzustellen oder wenigstens deutlich zu reduzieren.. Dein aktiver THC Wert ist nach spätestens 72 Stunden nach Konsumende unter den relevanten 1,0 ng. Dein THC COOH wird noch Monate nachweisbar sein.

  • #261

    Oldman (Donnerstag, 30 Juni 2016 15:52)

    Hallo Herr Schuller,

    könnten Sie mir bitte beantworten was es mit mit der 5 Nanogramm Grenze in NRW auf sich hat. Ein Dauerkonsument(20 Jahre Dauerkonsum) ist jetzt 7 Wochen clean und will auch nicht mehr konsumieren. Laut Ihren Antworten liegt die Grenze ja bei 150 ng, oder habe ich da etwas mißverstanden.Er kann doch jetzt an für sich gefahrlos in eine Kontrolle geraten, bis auf die auf Sache mit der Ausschüttung von Thc durch Diäten und Sport. Ab wann kann er gefahrlos Auto fahren wenn man Diäten berücksichtigt? Ich frage für einen Freund. Eine wirklich sehr gute Seite betreiben Sie hier. Vielen Dank im Voraus!!

    Mit freundlichen Grüßen
    Oldman

  • #262

    Oldman (Donnerstag, 30 Juni 2016 16:05)

    Meinte natürlich Herr Schüler :—)

  • #263

    Oldman (Donnerstag, 30 Juni 2016 16:14)

    Schüller... Dämliche Worterkennung...

  • #264

    Bukem: (Donnerstag, 30 Juni 2016 20:13)

    @ Oldman: THC lässt sich infolge seines Abbaus nur für eine sehr kurze Zeit im Blut nachweisen (meist nur 4 bis 6 Stunden). Das Abbauprodukt - THCCOOH - lässt sich bedeutend längere Zeit im Blut feststellen. Deswegen wird auf diesen Metaboliten zum Nachweis des Konsums von Cannabis regelmäßig zurückgegriffen. Bei THC-COOH-Werten von 5-75ng/ml Blutserum geht die Rechtsprechung von mindestens gelegentlichem Konsum aus.
    Wichtig ist, dass der Verkehrsteilnehmer nicht mit mehr als 1,0 ng THC angehalten wird. Das liegt hier ja unproblematisch vor, auch Dauerkonsumenten, die täglich mehrfach und viel rauchen, sind nach 72 Stunden ziemlich sicher sauber. THC-COOH ist eben viel länger nachweisbar, es mag durchaus bis zu drei Monaten dauern, bis eben nichts mehr nachgewiesen werden kann. Genaue Prognosen sind nicht seriös, da jeder anders im Stoffwechsel funktioniert. Kritisch sind da die 150 ng THC COOH, um das zu klären gibt es zb Tests in der Apotheke. Nach sieben Wochen wird da er bestimmt noch "was " finden, aber keine Ahnung wie viel. ;)

  • #265

    Laura (Freitag, 01 Juli 2016 09:06)

    Hallo ich melde mich zurück habe mein äG heute bekommen, urintest und haaranalyse war negativ.



    Frau XXX nimmkt keine Betäubungsmittel im Sinne des BtMG oder anderen psychoaktiv wikenden Stoffe ein, die die Fahreignung nach Anlage 4FeV in Frage stellen.

    In dem äG geht jedoch hervor das ich harte Drogen konsumiert habe ( 2 extasy Tabletten und Amphetamin) also durch meine eigene Aussage

    Im äG wird geschrieben :
    Zusammenfassend lässt sich festellen, dass in der Vergangenheit von einem Probierkonsum höher potenter Drogen auszugehen ist, aus den Angaben zur Vorgeschichte und dem erhobenen Befund ergeben sich keine Hinweise für eine fortgeschrittene Drogenproblematik.

    Jetzt zu meiner Frage kann es sein das mein Führerschein trotzdem entzogen wird wenn ich das äG abgebe weil ich ja einen harten Drogenkonsum zugegeben habe ( war 2014)

    Und ein urintest und eine HA Analyse mit 6 Monaten Abstinenz.

    Bin für jede Antwort dankba

  • #266

    Bukem (Freitag, 01 Juli 2016 12:44)

    @Laura: am besten liest Du bitte zunächst folgenden Artikel durch, kurze Antwort: vermutlich leider ja..

    http://www.strafverteidiger-schueller.de/schwerpunkte/drogen-im-stra%C3%9Fenverkehrsrecht/fahreigung-f%C3%BChrerschein-amphetamin-mdma-speed-morphin-heroin-kokain-crack-freebase-substitutionsmittel-methadon-polamidon-buprenorphin-kodein-dihydrocodein-levacetylmethadol-retardierte-morphine/

    Dann kurz durchatmen und dringend überlegen, ob Du nicht asap anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen solltest. Ich habe Deinen früheren Post nicht wiedergefunden, deshalb bin ich nicht ganz im Bilde, was Deine Vorgeschichte betrifft.

    Du erreichst uns unter : sekretariat@strafverteidiger-schueller.de am besten mit Kontaktdaten usw.

  • #267

    Laura (Freitag, 01 Juli 2016 13:01)

    Danke für deine Antwort Bukem,

    ich habe den Artikel gerade durchgelesen.
    Also das bedeutet da ich harte Dorgen Konsumiert habe auch wenn im äG steht das es nur ein Probierkonsum war und ich einen nachweis habe das ich ein halbes Jahr nichts konsumiert habe und die Gutachterin sagt es besteht keine Gefahr, kann es passieren das ich eine MPU machen muss ?

    Was kann ein Anwalt da tun, ich war bei einem wo es noch nicht um meinen Führerschein ging sondern um die Strafe, und der hat mich nur arm gemacht und nicht weitergeholfen.

    Falls es zu einem MPU kommt, würde der Nachweis der HA mitzählen ??

    Ich habe Herr Schüller bereits eine email geschrieben, leider noch keine Antwort.

    Danke

  • #268

    Sandra (Freitag, 01 Juli 2016 13:40)

    Ich suche verlässliche Informationen über die Substanz Ibogain. Seit wann unterliegt es dem BtmG? Und wann wurde es hinzugefügt? ggf. wissen Sie auch unter welcher Begründung? Der Eintrag zu Ibogain in Wikipedia scheint ja somit nicht mehr aktuell zu sein da hier zu lesen ist, dass die Substanz nicht unter das BtmG fällt.

    Freundliche Grüße

  • #269

    Bukem (Freitag, 01 Juli 2016 16:10)

    @Sandra: Ich bin leider Pharmazeutiker und würde vorschlagen, dass einfach mal in Ruhe zu googeln. es ist hier in der BtM Liste aufgeführt, mehr weiss ich persönlich nicht

    @Laura: Habe die Mail auch erhalten, hierzu wird Herr Schüller Dir aber erst abwesenheitsbedingt in der nächsten Woche antworten können. Ein hier kundiger Anwalt kann Dir ganz einfach gesagt wesentlich besser bei dem Erhalt Deiner jetzigen oder aber im worst case bei der Erlangung Deiner neuen Fahrerlaubnis helfen. So siehts leider aus.

  • #270

    Alex (Dienstag, 05 Juli 2016 09:51)

    Guten Morgen Herr Schüller
    Spitze was hier so auf der Homepage geleistet wird.
    Ich hätte da auch eine Frage, ich wurde vor ca 3 Wochen geblizt Geschwindigkeitsüberschreitung von 10km/h also nicht der Rede wert.
    Aber ich hatte das Mobiltelefon am Ohr.
    Jetzt bekam ich heute den Anhörungsbogen da es mit einem Geschäftsauto geschah.
    Fazit 1 Punkt und 60€.
    Jezt

  • #271

    Alex (Dienstag, 05 Juli 2016 10:02)

    Ups...zu meiner Sorge ich war vor einem 3/4jahr auffällig mit thc im Straßenverkehr alle Verfahren wurden eingestellt da ich sauber getrennt hatte (aktives thc unter 1ng) Fazit äG mit gelegentlichem Konsum bestanden. Die Fss hat sich damit dann auch zufrieden gegeben.
    Punkte habe ich einen in Flensburg war letztes Jahr auch mal 25 km/h zu schnell.
    Wird sich die Fss jezt nochmals mit irgendwelchen Auflagen bei mir melden oder werden thc Delikte und Geschwindigkeitsüberschreitungen sepertat bearbeitet. ?
    Ich hoffe meine Sorgen sind unnötig.
    Mfg Alex

  • #272

    Bukem (Dienstag, 05 Juli 2016 11:28)

    @Alex: Ich wüsste nicht, weswegen. Nein, das halte ich zusammen für unproblematisch

  • #273

    Markus (Dienstag, 05 Juli 2016 23:41)

    Guten Abend,
    Ich bin völlig in Panik.
    Hatte bis jetzt nichts mit Drogen am Hut und habe es nun ausprobiert! Letztes Wochenende mit meinem Kumpel habe ich einen geraucht. Danach bin ich das darauffolgende Wochenende mit meiner Freundin in Amsterdam gewesen und wir haben dort am Freitag einen und am Samstag einen geraucht. Jetzt würde ich am Dienstag von der Polizei aufgehalten mit nachfolgendem bluttest. Habe jetzt riesige Panik davor das ich meinen Führerschein verlieren werde. Können Sie mir BITTE helfen? Es wäre wirklich wichtig!

  • #274

    Bukem (Mittwoch, 06 Juli 2016 10:38)

    @Markus: Erst mal ganz ruhig, wird schon. Soweit ich Dich verstanden habe, hast Du am Sa zuletzt konsumiert und am Di war die Kontrolle, wir reden also über mindestens 60 Stunden oder mehr? Es kommt hier vor allem daruf an, dass Dein aktiver THC-Wert unter dem Schwellenwert von 1,0 ng sein sollte. Drüber ist ne Ordnungswidrigkeit mit Bussgeld, Fahrverbot von 1 Monat und Punkten, drunter ist grds unbdenklich. Konsum an sich ist ja erlaubt, hier kommt es drauf an, richtig und ausreichend zwischen Konsum und dem Führen eines Fahrzeugs zu trennen. Richtig getrennt hast, wenn der Wert unter 1,0 ng ist. Üblicherweise bei normalem Konsumverhalten sollte das bereits nach 48 Stunden der Fall sein. Ich denke also, Du kannst Dich entspannen. Hast Du denn irgendwelche Angaben zu Deinem Konsumverhalten gemacht? Zb wie oft, in Verbindung mit Alkohol, anderem Btm ?

  • #275

    Markus (Mittwoch, 06 Juli 2016 11:24)

    Danke für die schnelle Antwort!
    Ich hatte genau am Samstag am 18:00 Uhr was geraucht und am Dienstag um 19:30 Uhr wurde mir das Blut abgenommen! Es wurden fragen gestellt über Alkohol und wann ich das letzte mal was getrunken habe. Dazu habe ich lediglich gesagt das ich es nicht mehr weis und letztens lediglich ein alkoholfreies Holsten getrunken habe. Andere btm habe ich natürlich verneint weil es auch nur der Wahrheit entspricht.
    Ich werde das auf jeden Fall nie wieder machen.
    Denken Sie das der Abbau von thc in meinem Blut so groß sein wird das ich von der FSS post bekomme?
    Hatte ja sonst nie mit sowas zu tun.

  • #276

    Markus (Mittwoch, 06 Juli 2016 11:26)

    Entschuldigung für die Frage, aber was halten sie für normales Konsumverhalten"?

  • #277

    Bukem (Mittwoch, 06 Juli 2016 12:05)

    @Markus: Mit "normal" meine ich das ganz umgangssprachlich, man könnte das auch als gelegentlichen Konsum beschreiben. Es gibt eben auch starke Konsumenten, die täglich mehr-oder vielfach rauchen, dort sind etwaige Werte und Abbauzeiten eben wesentlich stärker ausgeprägt.
    Die Angabe von gemeinsamen Cannabis und Alkoholkonsum würde nämlich zur Verneinung der Fahreignung und dem Entzug der FE führen, deshalb die Frage. Dein beschriebenes Rauchverhalten ist wirklich nur gelegentlich ( wozu die Polizei schon den zweimaligen Konsum zählt), deshalb wird der THC-Wert ziemlich sicher unter den maßgeblichen 1,0 ng sein. Es mag dann aber sein, dass sich im Anschluss ca drei Monate später die Behörde meldet und ein ärztliches Gutachten verlangt, das ist aber dann unproblematisch.

  • #278

    Markus (Mittwoch, 06 Juli 2016 12:22)

    Herzlichen Dann für Ihre Antwort.
    Ich werde jetzt mal aufhören mir selbst Panik zu machen und hoffe das alles so kommen wird wie sie beschreiben.
    wissen sie was ich zu beachten habe bei der ärztlichen Untersuchung?

  • #279

    Bukem (Mittwoch, 06 Juli 2016 12:36)

    @ Markus: Na klar ;)
    Herr Schüller hat hier auf seiner homepage detailiert beschriebene Artikel auch zum äG mit dem notwendigen know-how und Tipps und Erfahrungen aus der Praxis. Viel Erfolg

  • #280

    Markus (Mittwoch, 06 Juli 2016 18:26)

    Ich habe leider immernoch große Bedenken das mein Führerschein weg ist. 72 Stunden nach meinem Konsum sollten sich ausreichen oder? Gibt es die Möglichkeit kurz mit Ihnen zu sprechen?

  • #281

    Thorsten webber (Mittwoch, 06 Juli 2016 18:32)

    Hallo herr schüller
    Ich bin dauerkonsument und habe in ein pasr wochen eine urindopingprobe von der nada bei der ei wert von 150ng/ml nicht übeschritten werden darf. Wie schnell dauert es bis sich der wert reduziert .wenn man ja laut faustregel nach ein pasr tagen wieder auto fahren darf dann muss der wert ja logischereweise unter diesem wert sein???
    Stimmt das so oder denk ich falsch

  • #282

    RA Schüller (Mittwoch, 06 Juli 2016 21:08)

    @Markus: Bleiben Sie mal bitte ruhig, bitte. Ich kümmere mich ggfls gerne um Ihren Fall, wenn Sie relativ schnell den Akteninhalt kennen wollen, kontaktieren Sie mich bitte per Mail. Sie stellen bis auf weiteres den Konsum komplett ein. Sollte der aktive Wert tatsächlich kritisch sein und / oder der Akte unschlaue DInge zu entnehmen sein, so ist es natürlich sinnvoll, die Chance jetzt zu ergreifen, korrigierend einzugreifen und nicht erst die Entziehung der Fahrerlaubnis abzuwarten. Außerdem gibt es jetzt noch andere Möglichkeiten, die man für alle Eventualtiäten ausschöpfen kann. Manche Mandanten mögen es, wenn Sie wissen, dass Sie für den Fall der Fälle gut gewappnet sind, auch wenn dieser dann evtl gar nicht eintritt....

  • #283

    Rechtsanwalt Schüller (Mittwoch, 06 Juli 2016 21:15)

    @Thorsten: THC COOH hat eine Halbwertszeit von ca einer Woche. Aus 300 werden dann 150 usw.

    Wenn Sie erst in ein paar Wochen getestet werden und Sie jetzt mal bißchen auf die Bongbremse treten, dürfte das kein Problem sein. Soll ich Ihren Namen evtl mal löschen?

  • #284

    Thosten webber (Donnerstag, 07 Juli 2016 10:11)

    @herr schüller
    Da ich ja dauerkonsument bin werden die ja sicher was feststellen aber es wird dann niedriger als 150 sein richtig??
    Was ist eine zahl was man sagen kann was man als dauerkonsument hat 300 oder 450 oder was denken sie wie hoch der wert ist den ich ungefähr habe gibts da auch ne faustregel

  • #285

    Thorsten webber (Donnerstag, 07 Juli 2016 10:15)

    @ herr schüller
    Namen brauchen soe nicht löschen da ich ausserhalb der wettkampfphase bin un es laut nada nur am wettkampftag verboten ist kann mir ja dann eh nix passieren wenn ich beim test unter dem wert bin

  • #286

    Twiztid (Samstag, 09 Juli 2016 13:36)

    Hallo Herr Schüller,

    Erst einmal ein großes Lob an Ihr Engagement. Zu meinem Bedauern bin ich nach 15 Jahren das erste mal in eine Verkehrskontrolle geraten. Ich war etwas nervös und wurde gefragt ob ich mal Marihuana konsumiert hätte, da ich ja Tabakraucher wäre. Ich sagte, dass ich mal auf auf einer Klassenfahrt an einem Joint gezogen hatte. Großer Fehler, ich weiss... Ich bin über 30 Jahre alt, also dachte ich das dies nicht so wichtig wäre, da es ja sehr sehr lange her war. So wurde der typische "Hampeltest" gemacht. Danach wurde mir ein Urintest angeboten, den ich erst verneinte. Nach langem hin und her und unter Drohung eines Bluttests auf der Wache durch Anordnung eines Richters habe ich eingewilligt. Ich war so unter Druck, dass es ewig dauerte bis ich pinkeln konnte. Fast eine Std. Test positiv. Vor der Belehrung fragte man mich wann ich das letzte mal geraucht habe. Die Kontrolle war am Wochentag gegen elf Uhr mittags. Habe Sa geantwortet. DANACH sagte man mir, dass alles was ich jetzt sage gegen mich verwendet werden kann. Ein Polizist saß plötzlich im Auto und durchsuchte meine Tasche. Danach wurde ich durchsucht. Habe dann jegliche Aussage verweigert. Ein Beifahrer war anwesend.Dann Ab zur Wache. Im Auto fragte mich der Polizist noch ob ich öfter rauche. Habe dazu nichts weiter gesagt. Auf der Wache war kein Richter zu erreichen. Also Gefahr in Verzug. Der Arzt kam wenig später und testete mich nochmal auf mein Reaktionsvermögen. Nichts feststellbar. Danach wurde mir Blut abgenommen und ich durfte 24 Std. kein Auto mehr fahren.

    Ich hatte die letzten Wochen nur noch am Wochenende geraucht. 0,5 bis 1g in etwa. Letzter Konsum war Sonntag. Hatte ca. 60 Std. Abstinenz.

    Schon krass wie hoch der aktive Wert nun ist. Damit habe ich nicht gerechnet.

    Meine Werte sind 3ng Aktiv und 13,4 Passiv.

    1 Monat Fahrverbot ist mir sicher. Werde ich jetzt zu einer MPU aufgefordert oder nur ein ÄG?

    Habe jeglichen Konsum eingestellt. Werde auch sicherlich nie wieder etwas damit zu tun haben. Der Psychische Druck ist schon enorm. Das Warten etc.
    Habe daraus gelernt und werde alle Konsequenzen tragen. Manchmal braucht es halt nen Arschtritt damit man sich ändert.

    Vielen Dank schonmal für die Antwort.

  • #287

    Bukem (Samstag, 09 Juli 2016 16:50)

    @Twiztid: Mooment! Um es mit Loriot zu sagen. Also, ohne sich aufdrängen zu wollen, wenn Du möchtest, melde Dich bitte entweder direkt bei Herrn Schüller unter

    kontakt@strafverteidiger-schueller.de

    oder unter

    sekretariat@strafverteidiger-schueller.de

    Ohne jetzt ohne erfolgte Akteneinsicht zu viel in der Sache versprechen zu wollen, was später nicht gehalten werden kann. Damit Du diese Rechtsfolgen eines THC-Verstoßes erdulden müsstest, müsste Deine Blutuntersuchung verwertbar sein. Das wäre sie nur, wenn sie rechtmäßig entnommen worden ist. Ohne richterliche Anordnung ist das überaus fraglich. Grad auf den Dörfern wird das meist anders gehandhabt, ändert dann aber nichts daran, dass das widerrechtlich wäre bzw sein könnte. Es gibt bei jedem Amtsgericht genau hierfür einen richterlichen Notdienst 24 h 7 Tage die Woche. Ein Anruf und 1 Fax und die Anordnung wäre da. Es mag also sehr gut sein, dass Du hier heil rauskommen kannst ( nicht musst). Eine anwaltliche Bearbeitung kann sich also durchaus lohnen. Wenn Du magst, meld Dich mit RückrufNr, dann kann Dir Herr Schüller eine vorläufige Einschätzung geben

  • #288

    Ralf möhler (Mittwoch, 13 Juli 2016 20:00)

    Guten Abend
    Wie hoch kann der thc cooh wert bei regelmäßigen konsum sein

  • #289

    Rechtsanwalt Schüller (Donnerstag, 14 Juli 2016 09:00)

    @Ralf: Das kann man leider so einfach nicht sagen. Kommt auf diverse Faktoren an. EIn Typ mit 120 KG Lebensgewicht, der sich regelmäßig eine Tüte mit 0,2 Gramm genehmigt, wird einen anderen Wert haben als das 60 KG Fliegengewicht, dass 4 Gramm am Tag durch die Bong knallt um nachzuschauen, wie es bei der internationalen Raumstation so angeht. Der höchste Wert, den ein sehr regelmäßig konsumierender Mandant von mir mal hatte, war 463 ng/ml THC COOH. Und das ist schon recht sportlich.

  • #290

    Rechtsanwalt Schüller (Donnerstag, 14 Juli 2016 09:03)

    ...häufig erreichen aber auch regelmäßige Konsumenten nicht die Bereiche, die für einen Nachweis eines regelmäßigen Konsums erforderlich sein sollen...sprich 75 bzw 150 ng/ml. Aber der Nachweis des gelegentlichen Konsums reicht ja schon, wenn der aktive Wert mindestens eins ist. Und wann dieser gelegentliche Konsum vorliegen soll, darüber streiten sich die Geister...zwischen 10 und 100 wird da alles vertreten...

  • #291

    Erkelenzer (Donnerstag, 14 Juli 2016 16:11)

    ich glaube, ich benötige Ihre Hilfe!
    Am 18.02.2016 wurde ich von der Polizei angehalten und mir wurde der Konsum von Cannabis durch Urintest nachgewiesen. Ich wurde mit zur Polizei genommen und mir wurde Blut abgenommen. Zur Aussage gab ich an, ich hätte am 13.02.2016 (somit 5 Tage vorher) 2-3 Joint konsumiert. Jetzt kam aber noch ein Schreiben von der Kreisverwaltung, ich hätte 1,6 ng/l (ja l, nicht ml) nachgewiesen bekommen und müsste deshalb meinen Führerschein dauerhaft abgeben.
    Ich bin noch nie in Erscheinung getreten, das war das erste Mal. Mich wundert die Angabe von 1,6 ng/l. Ist da nicht irgendwas schiefgelaufen?
    Vielleicht auch noch wichtig: Ich leide an ADHS und habe vom 12. Lebensjahr an Ritalin/Medikinet eingenommen (ich bin jetzt 27). Da diese Medis extreme Nebenwirkungen haben, habe ich für mich Ende letzten Jahres beschlossen, diese Medis nicht mehr zu nehmen und stattdessen das gesundheitlich ungefährliche Cannabis für mich auszutesten. Leider habe ich diesen Selbstversuch ohne ärztliche Begleitung durchgeführt. Gibt es vielleicht diesbezüglich eine Chance, den Führerschein zu behalten? Evtl. mit einem ärztlichen Gutachten oder regelmäßigen Urinkontrollen? Ich rauche jetzt schon einige Wochen nicht mehr und packe das Zeug definitiv auch nicht mehr an. Ich habe eine Frist bis zum 1.8. um mich zu äußern.
    Ich hoffe, mir kann jemand helfen.
    Vielen Dank im Voraus

  • #292

    Bukem (Donnerstag, 14 Juli 2016 16:31)

    @Erkelenzer: Vorläufig gesagt: Die Angabe Liter und nicht ml dürfte schlicht ein Druckfehler sein, auch deswegen solltest Du über anwaltliche Vertrtung nachdenken, wer weiss, ob nicht tatsächlich das Untersuchungsergebnis falsch und damit die Anordnungen rechtswidrig sind.
    Am besten meldest Du Dich unter

    sekretariat@strafverteidiger-schueller.de

    mit RückrufNr und einer detailierten Beschreibung, wann Du vor der Untersuchung konsumiert hattest, was Du ausgesagt hast usw.
    Evt hast Du durch Deine Aussage, 5 Tage vorher bereits konsumiert zu haben und jetzt dem Wert ( etwaige Fehler mal aussen vor gelassen) bereits alles getan, was zum Entzug der FE reichen kann, nämlich. Cannabis verstoß mit mehr als 1,0 ng/ml und dem Nachweis des wenigstens gelegentlichen Konsums. DEshalb kann ich Dir grad mehr dazu vorläufig nicht sagen, aber Herr Schüller kann Dir entweder bei Erhalt oder im worst case der schnellen Wiedererlangung der FE helfen.

  • #293

    Carl Nabis (Donnerstag, 14 Juli 2016 18:20)

    Hallo ! Erstmal heftigen Respekt an Sie für diese Seite hier ! Unglaublich das Sie hier den Leuten unentgeltlich Rede und Antwort stehen ! Das ist in der heutigen Zeit alles andere als normal ! Schonmal danke hierfür ! So, jetzt zu meiner Frage : Normalerweise ist es so das ich mir freitags mal so 1-1,5g Gras gönne um ein bisschen runter zu kommen....versuche halt so richtig zu trennen da ich montags wieder mit dem Auto zur Arbeit muss. Ist das , was das Trennungsvermögen angeht , soweit in Ordnung nach Ihrer Ansicht ?
    Und noch eine andere Frage : Hatte jetzt 2 Wochen Urlaub und hab da so gut wie jeden Tag 1 - 1,5 g geraucht.Wollte Freitag wieder zum letzten mal rauchen und dann wieder montags zur Arbeit . Ist das ok was das Trennungsvermögen angeht oder sollte ich da länger Pause machen , auch was den THC-COOH-Wert betrifft ( wie hoch kann der denn nach den 2 Wochen sein??)? Brauche meinen Führerschein und will deswegen immer sauber trennen ! Nebenbei gesagt hab ich noch PsoriasisArthritis und behandele mich deswegen auch schon gern deswegen mal selbst weil es wirklich gut wirkt( besser als alle spritzen und so die ich bekommen habe, aber wie gesagt nur freitags oder im Urlaub !! ) ! Zu meiner Person , ich bin 190cm gross und wiege immer so zwischen 88 und 91 Kilo !
    Ich würde mich echt freuen wenn Sie mir da ein bisschen den Kopf frei machen könnten ;-)

    Danke schonmal im Vorraus !

  • #294

    Carl Nabis (Donnerstag, 14 Juli 2016 18:54)

    Ach ja, es kommt auch schon mal vor das ich 2 , 3 , 4 Wochen am Stück gar nicht rauche , das sollte noch erwähnt werden ;-) !!!!!

  • #295

    Bukem (Freitag, 15 Juli 2016 12:40)

    @ Carl Nabis: Das hört sich alles sehr schmooth und entspannt an. Genau so trennst Du richtig. Aktives THC ist bei halbwegs "normalem" Konsum nach 24- spätestens nach 48 Stunden unter den relevanten 1,0 ng. Also von Freitag Nacht auf Montag passt. Deine THC-COOH-Werte sind sicherlich nachweisbar, klar, da ist aber nur wichtig, dass Du eben ohne Cannabisverstoss, also unter 1,0 ng aktiv bleibst, und unter 150 ng THC COOH. dazu müsstest Du allerdings wirklich Dauerkonsument über einen längeren Zeitraum sein. Kopf frei von meiner Seite. Weitermachen.

  • #296

    Carl Nabis (Freitag, 15 Juli 2016 14:42)

    DANKE !!!! Kopf wieder ein bisschen freier ! ;-))

  • #297

    Burak (Montag, 18 Juli 2016 01:55)

    Hallo erstmal,
    ich bin 20 jahre und komme aus Köln mir wurde bei einer Verkehrskontrolle um 11 Uhr mittags blutabgenommen, da der Urin test positiv ausfiel wurde mir Blut abgenommen
    Rauche (rauchte)regelmäßig geringe Mengen gras und hatte um Vortag Zuletzt um 20 Uhr geraucht. Habe keine Aussage gegeben. Kann ich mit einer ÄG rechnen dann wäre ich eig zufrieden. Und wie lange würde es dauern bis Post kommt
    Danke im Voraus!!

  • #298

    Bukem (Montag, 18 Juli 2016 14:21)

    @Burak: Das kann sicherlich einige Wochen oder auch mehr dauern..Was genau passieren wird, hängt erst mal vom THC-Wert ab, ob Du unter den wichtigen 1,0 ng bist, wird sich zeigen, bei ca 14 Stunden spricht aber vieles dafür, also warts ab..Wichtig ist aber jetzt auch, dass Du jetzt nicht mehr konsumierst, wirklich wichtig, nicht weiter rauchen. Denn auch, wenn Du unter den 1,0 bleibst, wird sich die Fahrerlaubnis grade in deinem Fall, weil Du nichts weiter gesagt hast, zum Konsumverhalten garantiert ca drei Monate später zum äG melden. Also Augen auf und viel Glück. Meld dich sonst wieder

  • #299

    Burak (Montag, 18 Juli 2016 18:47)

    Vielen Dank, und wirklich super dass sie sowas leisten!
    Ich hätt da noch eine Frage und zwar bei einem Kollegen trotz 15 std her eine MPU angeordnet.
    Was passiert wenn der wert über 1,0 ist und ab welchem wert ist das mit dem Konsumverhalten und ist dies in meinem Fall als regelmäßiger Kiffer leicht die Grenze zu überschreiten

  • #300

    Bukem (Dienstag, 19 Juli 2016 11:57)

    @Burak: Das Ding funktioniert anders. Also, es gibt zwei wichtige Werte: der aktive THC Wert zeigt an, dass Du grad "unter Einfluss" bist, dafür ist der Richtwert hier in Deu 1,0 ng. Drüber bedeutet mindestens einen Monat Fahrverbot, Punkte und Bussgeld, im Wiederholungsfall jeweils mehr. Der aktive Wert baut sich schnell ab, auch bei stärkesten Kiffern ist der spätestens nach 72 Stunden unter den 1,0. bei durchschnittlichen Konsumenten irgendwie zwischen 6 bis 24 Stunden unter 1,0. Wir empfehlen sicherheitshalber lieber mehr als 24 Stunden, bevor man sich wieder ans Steuer setzen sollte.
    Der andere wichtige Wert ist das THC-COOH, das ist das Abbauprodukt in deinem Körper, das ist auch noch drei Monate oder noch länger nachweisbar, zb im Haar, im Urin, im Blut, im Körperfett usw. Das verarbeitet die Leber fröhlich weiter bis es alle ist. Das dauert bei jedem unterschiedlich, deshalb kann man da keine wirklichen Prognosen abgeben. Die Höhe des THC COOH dient als Nachweis für das Konsumverhalten, dh, je mehr Du über einen längeren Zeitraum konsumiert hast, desto länger und höher ist der Wert. Klar soweit?
    Rauchst Du deshalb mal alle paar Wochen ein Tütchen, ist dein aktiver THC Wert nach max 24 Stunden wieder cool und Dein THC-COOh Wert ist gering und baut sich vergleichsweise schnell ab.
    Für den Entzug der Fahrerlaubnis reicht es schon aus, dass Du mit mehr als 1,0 ng aktivem THC erwischt worden bist und dir mindestens ein gelegentlicher Konsum ( für die Cops gleich mehr als einmal!) nachgewiesen wird. Um zu ermitteln, ob jemand gelegentlich konsumiert hat, dient der THC-COOH Wert oder man gibt bei der Kontrolle dumme Antworten wie zb , ja ich rauch ja nur alle paar Wochen.
    Ich nehme an, ungefähr so ists deinem Kumpel ergangen. Ob man da was retten kann, weiss ich nicht, muss man sich genauer angucken.

  • #301

    Burak (Dienstag, 19 Juli 2016 15:40)

    Danke! Ich bin 1,70 groß und wiege 60kg
    Hatte den Tag davor ganzen Tag das auto abgestellt, habe nachmittags (14 Uhr) alleine ein joint geraucht und später 2gr zu viert geteilt, wie gesagt das letzte joint war so gegen 21 Uhr. Bin nachhause gegangen geschlafen und ohne etwas zu essen trinken um 9 Uhr morgens los gefahren bis die mir Blut abgezapft haben war es 11 Uhr. Ich habe wirklich sehr sehr angst

  • #302

    Bukem (Dienstag, 19 Juli 2016 16:11)

    @Burak: Du wirst das abwarten müssen. Wenn Du später Hilfe brauchen solltest, meld Dich

  • #303

    Lukas (Mittwoch, 20 Juli 2016 17:36)

    Hallo Herr Schüller,

    wurde mit ~0,8g Cannabis zu Fuß neulich erwischt (lebe in BW) und besitze einen Führerschein (jedoch nicht mehr in der Probezeit falls das relevant ist). War mein erstes mal das ich etwas mit BMTG zu tun habe. Habe keine Aussage zu Konsum oder ähnlichem gemacht.
    Nun habe ich eine Vorladung als Beschuldigter von der Polizei erhalten. Ich weiß das ich jegliche Aussage verweigern sollte und möchte möglichst nicht zu diesem Termin erscheinen um versehentlich belastende Aussagen zu vermeiden.
    Wie soll ich nun vorgehen? Rufe ich auf dem Präsidium an und sage dem Ermittler das ich jegliche Aussage verweigere, oder sollte ich einfach überhaupt nicht auf das Schreiben reagieren?

    Vielen dank im vorraus!

  • #304

    She (Donnerstag, 21 Juli 2016 14:38)

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    mein Freund ist am Dienstag das erste mal von der Polizei auf Drogen getestet worden. Sie haben ihn direkt mit zur Blutprobe genommen, weil er zugegeben hat am Wochenende einen Joint geraucht zu haben. :-(
    Zu seinem Konsumverhalten: Er raucht höchstens am Wochenende mal eine Tüte oder zwei. Aber auch nicht regelmäßig. Unter der Woche gar nicht. Er hat letzten Sonntag Abend einen Joint geraucht und wurde Dienstag Nachmittag angehalten.
    Wir wohnen auf dem Land. Ohne Führerschein ist man hier aufgeschmissen und er würde nicht mehr zur Arbeit kommen können.
    Auf was muss er sich ungefähr einstellen. Ich weiß das es nach Werten geht, aber als was für ein Konsument gilt er und kann man dem Verlust des Führerscheins irgendwie umgehen?

    Liebe Grüße She

  • #305

    Bukem (Donnerstag, 21 Juli 2016 15:06)

    @Lukas: Erst mal wg nicht getätigter Angaben zum Konsum gut gemacht. Mehr als Deine persönlichen Daten dürfen die auch gar nicht wissen, also am besten auch keine Angaben zu Einkommen usw. Das rächt sich sonst schnell bei der Berechnung von Geldstrafen bei der Tagessatzhöhe.
    Du befindest Dich hier in der kleinen, aber klassischen Zwickmühle. Strafrechtlich ist das nicht unbedingt gut, wenn Du weiter keine Angaben zum Konsumverhalten machst, da BtM Sachen eine Strafmilderung oder Absehen von Strafe vorsehen, wenn eingeräumt wird, dass das BtM für den Eigenverbrauch war.
    Das rächt sich aber dann führerscheinrechtlich, da die FSS dann von einem gewissen Konsumverhalten ausgehen kann, was mit entsprechendem Pech und aktivem THC Wert über 1,0 ng schon für den Entzug der FE reichen könnte. Also, ruf da ruhig an und sag, du sagst nix oder lass es bleiben, macht keinen Unterschied. Vermutlich gibts ne kleine Geldstrafe oder Einstellung gg Zahlung einer Geldauflage. Allerdings wird sich später vermutlich die FSS melden und ein äG fordern. Das muss nicht rechtmäßig sein, passiert aber häufig. Ob ich dir deshalb raten soll, die nä Monate nicht mehr zu konsumieren, glaub ich nicht mangels THC Verstoss beim Fahrzeugführen, aber übertreibs nicht

    @She: Also, erst mal ganz ruhig, sieht gar nicht so schlimm aus. Der Ärger beginnt tatsächlich dann, wenn man ein Fahrzeug mit mehr als 1,0 ng aktivem THC führt. ->Bussgeld, Fahrverbot, Punkte. Kommt dann noch der Beleg ( Beweis per Untersuchung oder Zugeben des Betroffenen) dazu, dass man mindestens gelegentlich konsumiert ( alles, was mehr als einmal ist) reicht das schon für den Entzug der FE. Die Angaben von Deinem Freund waren deshalb alles andere als klug und Du sollst ihn deshalb für die nächsten Jahre bei jeder Gelegenheit damit tüchtig aufziehen, damit ihm das nie wieder passiert.
    Trotzdem glaube ich sehr, dass er (wenn Deine Zeitangaben wirklich stimmen) sehr wahrscheinlich unter 1,0 ng THC sein wird. Wenn da wirklich ca 40 Studen zwischen lagen, hat er vermutlich ausreichend getrennt zwischen Konsum und Verkehrsteilnahme und dann ist das so auch rechtlich ok. Es mag aber sein, dass sich die Führerscheinstelle meldet und ein ärztliches Gutachten verlangt, deshalb soll er bitte bitte den Konsum nicht übertreiben und vor allem ab jetzt für immer erst recht drauf achten, dass er zeitlich richtig weiter trennt! Die wissen jetzt vom gelegentlichen Konsum. Was nur noch fehlt zum Entzug der FE ist ein Verstoß mit mehr als 1,0 ng! Nicht vergessen.
    PS Zieh ihn bitte richtig auf ;)

  • #306

    She (Donnerstag, 21 Juli 2016 15:24)

    Ich kann ihn erst aufziehen wenn das Ganze auch glimpflich ausgeht.
    Die Zeitangaben stimmen. Geraucht ca. 22 Uhr am Sonntag und erwischt am Dienstag gegen 15.20 Uhr.
    Davor die Woche hat er Freitag und Samstag Abend einen geraucht.
    Die Polizei schreibt laut Zeitung eine Strafanzeige. Ich hab keine Ahnung. :-(
    Ich hoffe die lassen sich nicht so viel Zeit mit dem Ergebnis, ich sterbe tausend Tode, muss vor ihm aber die Gefasste sein. Ist doch scheiße.

  • #307

    Mario H. (Donnerstag, 21 Juli 2016)

    Hallo!
    Ich bin Anfang Februar im Rahmen als Früherer eines KfZ in einer Polizeikontrolle mit 3,8g Cannabis (Gras) und sichtlich berauscht zur Blutentnahmen mit auf das Revier genommen worden. Ergebnis 16ng/ml Hydroxy. 46ng/ml COOH.
    Zwischenzeitlich habe ich einen Bußgeldbescheid (rd.1.000€) mit einem Monat Fahrverbot erhalten. Bezahlt und FS aktuell abgegeben. Heute erhielt ich eine Aufforderung zu ÄU. Habe ich eine Chance meinen FS zu behalten, da ein Gutachten zur Feststellung des Konsumverhaltens angefordert wird? Auf einmaligen Konsum zu plädieren scheint mir aussichtslos bei der Sachlage. Ist es ratsam damaligen gelegentlichen Konsum zuzugeben? Welchen Umfang wird die vrsl ÄU haben? (Haar, Blut, und/oder Urin) Wie oft wird für eine ÄU ein Test gemacht? (Stets einmalig oder mehrmals?)

  • #308

    Bukem (Donnerstag, 21 Juli 2016 17:14)

    @She: Das die Wartezeit nervt, glaube ich sofort. Also, umdas mit den Fakten zu untermauern. Oftmals ist bei halbwegs gemäßigtem Konsum der aktive THC Wert schon nach sechs Stunden unter 1,0 ng. Wir empfehlen hier sicherheitshalber mehr, 24 Stunden ist schon wirklich gut. Bei deinem Freund warens 40. Ich kanns Dir halt nicht versprechen, aber ich glaub wirklich, dass er drunter ist. Warum Zeitung? Eine etwaige Strafanzeige benötigt eine Tatbestandsverwirklichung, das sollte hier schon deshalb scheitern

    @Mario H: Also, unverfrorene, weil gute Anwälte tragen auch hier einen experimentelle Konsum vor. Deine Bussgeldhöhe riecht aber nach Wiederholungsfall, mag das sein? Grds hast Du immer eine Chance, Deinen FE zu behalten. Das hängt aber von vielen Faktoren ab, zb unbedarfte Angaben ggü der Polizei zu Konsum, Alkohol und BtM. Hast Du Deinen Konsum seitdem denn eingestellt? Hier auf unsere Seite findest Du auch ein Extrakapitel zum Bestehen eines äG bei gelegentlichem Konsum.
    Viel Spass bei der Lektüre, wenn Du dann Fragen hast oder Hilfe oder Rat brauchst, meld Dich

  • #309

    Lukas (Donnerstag, 21 Juli 2016 17:18)

    Hallo bukem,

    danke für deine Antwort. Bist du dir nicht sicher das das Verfahren eh zu 100% wegen geringfügigkeit eingestellt wird? Ich meine es war nichtmal ein Gramm und in BW liegt die geringe Menge bei 6 Gramm. Ebenso war das das erste mal das ich etwas mit BTM und Polizei zu tun hatte.

  • #310

    She (Donnerstag, 21 Juli 2016 17:24)

    @Bukem
    Die Zeitung hat berichtet das mehrere Fahrer hier im Umkreis am Dienstag raus gezogen wurden und auf Drogen getestet. Bei meinem Freund stand runter das eine Strafanzeige gestellt wurde.
    Ich habe die Zeitung angeschrieben und gefragt wie sie darauf kommen, weil mein Freund nicht mit bei der Wache war etc. Die meinten dann das die Polizei ihnen die Info gegeben hat das eine Strafanzeige geschrieben wird und er dabei nicht anwesend sein muss.

  • #311

    Mario H. (Freitag, 22 Juli 2016 11:29)

    Hello again =) Und Danke erstmal!!
    Nein, war kein Wiederholungsfall zu diesem Dilemma. Im Bußgeldbescheid wurde sich bzgl des erhöhten Bußgeldes auf §17OWiG i.V.m. §3BKatV wegen einer Voreintragung im Fahreignungsregister berufen (Ein Punkt wegen überhöhter Geschwindigkeit).
    Seitdem habe ich meinen Konsum bis auf einen Rückfall vor einer Wochen eingestellt (Eine Tüte mit einem Kumpel geraucht).
    Ich habe bei der Polizei Angaben zu einem gelegentlichen Konsum gemacht :(
    Mich verwundert es nach intensivem Studium Ihrer Seite, dass ich nicht direkt den FS entzogen bekomme, sondern "nur" zu einem äG aufgefordert werde.
    Habe ich richtig verstanden, dass meine FE weg ist, sobald ich einen höheren Wert als 0,0 ng/ml haben werde?
    Das Extrakapitel zum Bestehen des äG bei gelegentlichem Konsum habe ich nicht gefunden. Nur zum Bestehen einer MPU bei gelegentlichem Konsum.
    Also zur Sicherheit: Ich wurde nur zu einem äG aufgefordert, nicht zu einer MPU. Die Formulierung im Schreiben war "..Daher bestehen Bedenken an Ihrer Fahreignung"

  • #312

    Bukem (Freitag, 22 Juli 2016 15:30)

    @She: Was? Dein Freund ist da genannt worden? In der Zeitung? Ich bezweifle sehr, dass das rechtmäßig wäre. Sollte er über 1,0 ng aktivem THC sein, wäre das eine Oedrungswidrigkeit und keine Verkehrsstraftat. Wenn ihr das Ergebnis habt und evt Hilfe braucht, meldet Euch, glaube aber, dass es dazu gar nicht erst kommt. Schönes WE!

    @Mario H.: wenn Du ein äG als quasi kleine MPU betrachtest, kannst Du sicherlich da nur gute Tipps rausziehen. Stichwort 6 Stunden Frist, richtige Trennung zwischen Konsum und Teilnahme, grds nie in Verbindung mit Alk und noch nie irgendwas anderes im BtM-Bereich.
    Den Teil mit den Werten hast du falsch verstanden, nie wieder mehr als 1,0 ng am Steuer, sonst ja, kann es das gewesen sein.

  • #313

    She (Freitag, 22 Juli 2016 15:53)

    @Bukem

    Nicht namentlich. Aber da wir wirklich in nem klitzekleinen Ort wohnen weiß jetzt natürlich jeder Arsch (tschuldigung) Bescheid. Vor allem gibt es mittlerweile 2 Berichte in denen das drin steht, zwei verschiedene Zeitungen, beide falsche und dazu noch unterschiedliche Angaben drin. Das soll mal einer verstehen.
    Ich hoffe auch das es garnicht so weit kommt. Hab auch noch ne Frage: Und zwar ist er von einer Polizistin und einem Azubi angehalten worden. Müssen das nicht normalerweise zwei voll ausgebildete Polizisten sein?
    Ich danke dir auf jeden Fall schon mal für deine Antwort Bukem. Bin so durch, ich hab mich noch gar nicht bedankt. :-(
    Dir auch ein schönes Wochenende.

  • #314

    Bukem (Freitag, 22 Juli 2016 16:22)

    @She: Alles gut ;) Um Dir den Unrechtsgehalt als kleinen Diskussionsbeitrag zu verdeutlichen: Sollte der Wert unter 1,0 ng sein (der Konsum an sich ist straflos), wäre es so, als sei dein Freund mit 0,4 Promille nach zwei Bier angehalten worden. Das sich da aufm Dorf die Hälfte den Mund fusselig redet, kenn ich gut, allerdings finden die es auch völlig ok, mit 2,5 Promille Auto zu fahren.Gebt da nix drauf.
    Nein, wäre mir zumindest nicht bekannt, warum oder ob das zwei Wachtmeister sein müßten. Hat er denn eigentlich in die Blutprobe eingewilligt? Falls nicht und die nicht richterlich angeordnet worden ist, ist eh sehr fraglich, ob die verwertbar wäre. Abwarten.

  • #315

    She (Freitag, 22 Juli 2016 16:47)

    @Bukem

    Weil er zugegeben hat am Sonntag einen geraucht zu haben, haben sie ihm gesagt das er entweder freiwillig mit geht oder sie einen richterlichen Beschluss einfordern werden.
    Gewusst wie, würde ich sagen.

  • #316

    Bukem (Freitag, 22 Juli 2016 17:05)

    @ She: ja, mag sein, aber es kommt drauf an, ob er schriftlich der Entnahme zugestimmt hat

  • #317

    She (Freitag, 22 Juli 2016 20:41)

    Ja hat er. Hab ihn gerade gefragt.

  • #318

    Burak (Samstag, 23 Juli 2016 11:47)

    Hallo nochmal
    Ich hab was von einer Sperre für Neuerteilung gehört.
    Ich war bei einer MPU stelle falls der wert über 1,0 ng liegen sollte, die meinten dann mit einer haaranalyse könnte ich dann in 2 Monaten zum MPU test, doch was hat das mit der Sperre aufsicht?

  • #319

    Bukem: (Samstag, 23 Juli 2016 16:28)

    Da hast Du nichts mit zu tun, glaub mir, das betrifft den Entzug der Fahrerlaubnis durch ein Verfahren im Strafprozess.
    Entzieht ein Gericht einem Straftäter die Fahrerlaubnis, weil es davon ausgeht, dass er charakterlich nicht geeignet ist, als Fahrzeugführer am Straßenverkehr teilzunehmen, so setzt es gleichzeitig eine die Führerscheinbehörde verpflichtende Sperrzeit zwischen 6 Monaten und 5 Jahren - in besonderen Fällen sogar lebenslang - fest, innerhalb derer dem Betroffenen eine neue Fahrerlaubnis nicht wieder erteilt werden darf.

    Es handelt sich hierbei um eine zusätzliche auf einer gerichtlichen Prognose beruhende Maßregel der Sicherung und Besserung.

    Nach dem Ablauf der Sperrfrist ist aber die Fahreignung des Betroffenen nicht automatisch wiederhergestellt; vielmehr muss die FSST dann in eigener Verantwortung prüfen, ob die erforderliche Fahreignung als Voraussetzung für die Wiedererteilung der Fahrerlaubnis wiedererlangt wurde oder nicht.

  • #320

    Burak (Samstag, 23 Juli 2016 20:27)

    Alsoooo werden die mir kein Sperrfrist setzen, MPU und danach hab ich wieder die Fahrerlaubnis?
    Und ich weiß ich stell viele fragen, aber falls ich oder Kollegen von mir (ich kenne viele, die Probleme haben :D) einen Anwalt brauchen, weiß ich wohin mit denen :)

  • #321

    Bukem (Sonntag, 24 Juli 2016 13:26)

    @Burak: Easy, dafür machen wir das ja hier, also klar ist das auch Aquise. Herr Schüller ist bundesweit tätig, klar, gern.
    Ob überhaupt wass "passiert" hängt einfach vom aktiven THC wert ab, das wirst Du jetzt abwarten müssen. Denk einfach dran, dass, auch wenn Du unter den 1,0 ng bleibst, es sehr wohl drei Monate nach dem Vorfall ne Ladung zum äG geben kann.

  • #322

    Burak (Sonntag, 24 Juli 2016 16:08)

    Undddd die letzte aller letzte Frage
    Darf das Rathaus in der Stadt wo ich wohne mein Führerschein an die Fsstelle weiterleiten?

  • #323

    Bukem (Montag, 25 Juli 2016 11:30)

    @Burak: Was meinste denn damit? Du meinst vermutlich,ob die FSST von anderen Behörden/Polizei Mitteilung erhält, ob was verkehrsrechtlich wichtiges vorgefallen ist? Ja,klar. Das ist ja u.a. gesetzlicher Auftrag der FSST.
    Wenn Du einfach mal in Ruhe nachlesen willst, hier auf der homepage ist alles voll mit systematisch geordneten Artikel zu all solchen FRagen. Guck doch einfach rein, wir freuen uns über Besucherzahlen.

  • #324

    Mario H. (Montag, 25 Juli 2016 15:22)

    Also soll ich beim äG eingestehen, dass ich gelegentlich konsumiere?? Dachte, dann bin ich die FE erstmal los und darf eine MPU machen. Geht es nicht bei dem äG darum mir nachzuweisen, dass ich zumindest gelegentlich (oder regelmäßig) konsumiere, damit mir die FE entzogen werden kann?

  • #325

    Bukem: (Montag, 25 Juli 2016 15:54)

    @Mario H.: Du hast doch bereits ggü der Polizei den gelegentlichen Konsum eingeräumt? Damit ist der bereits aktenkundig. Du hast im äG eine unbedingte Wahrheitspflicht, verstösst Du gegen diese, wars das mit der FE. Ich kann und werde Dir hier nicht Tipps geben, wie Du die Wahrheitspflicht umgehen kannst. Ich würde Dir aber vorschlagen, Du lässt Dich bei Herrn Schüller da entsprechend beraten, dann bist Du fit und machst Dich nicht verrückt. Schick doch bei Interesse eine Mail an obiger Kontaktmail, am besten mit RückrufNr.

  • #326

    Mario H (Montag, 25 Juli 2016 17:23)

    Hallo Buken, Danke erstmal für die schnelle Antwort.
    Ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr, was ich genau ausgesagt habe. Deshalb habe ich über einen allg. Verkehrs-RW die Akte zum Bußgeldverfahren angefordert. Ich werde mich in den nächsten Tagen bei Herrn Schüller melden, denke auch ein spezialisierter Profi kann da besser beraten.
    Hätte ich eindeutig Konsum zugegeben, dann würde doch jetzt nicht der Umweg über ein äG gegangen, sondern man hätte direkt die MPU angeordnet. Habe ich das richtig geschlussfolgert?