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Ringkampf bei der Polizei Nürnberg: Mandant will 3 Gramm Cannabis aufessen - Vorsicht vor Bongbruch!

Eine häufig sehr unterschätzte Gefahr ist der Bongbruch auf Polizeirevieren. Im Amtsdeutsch nennen sich "Bongs" "Glaszylinder, welche zum Rauchen von Rauschgift benutzt werden." 

 

Ich warne meine Mandanten immer eindringlich vor den tückischen Gefahrenquellen, welche auf Polizeirevieren lauern. Die wichtigsten Verhaltensregeln lauten:

 

  1. Wenn Sie mit einer geringen Mengen Cannabis von der Polizei Nürnberg (und anderso) erwischt werden, versuchen Sie auf der Polizeiwache nicht, dieses Cannabis dadurch der Beweisverwertung zu entziehen, dass Sie es aufessen. Wenn man wie hier versucht, 4 Gramm Cannabis hektisch als Schnellmenü zu vernichten, macht das einen sonderbaren Eindruck. "Hatte Hunger" wird da niemanden überzeugen. 
  2. Versuchen Sie nicht, an das beschlagnahmte Cannabis heranzukommen, indem Sie sich mit einem Polizisten einen Ringkampf liefern. Das ist Widerstand gegen Vollstreckungsbeamten und dafür gibt es mehr Ärger, als wegen der geringen Menge Cannabis.
  3. Wenn Sie partout nicht davon ablassen können, sich mit dem Polizisten in seinem Revier eine heiße Sohle aufs Parkett zu legen, dann passen Sie bitte auf: Häufig stehen dort Schränke rum, aus denen zu Dekogründen oder als Blumenvase oder wofür auch immer Bongs rumstehen. Und wenn die runterfallen, steigt die Verletzungsgefahr erheblich.
  4. Wir fassen zusammen: Sind wurden mit ins Revier genommen wegen einer geringen Menge BtM und haben Hunger? Seien Sie freundlich und verweigern die Aussage. Wenn man Sie entlässt, gehen Sie was essen. Ob Döner, Burger oder ein 5 Gänge Menü überlasse ich Ihrer Wahl. Essen Sie keine Drogen im Polizeirevier. Essen Sie überhaupt keine Drogen. Einer meiner Mandanten hat mal in Panik 20 stärkere LSD Trips vor der Beschlagnahme durch Verzehr "gesichert". Danach musste er mit ca. 4 Milligramm LSD im Blut mit zur Wache, wo sich gewisse Wahrnehmungsverzerrungen einstellten, welche die Raumzeit-Kontinuität soweit durcheinander brachten, dass der gute Mann mehrere Tage stationär behandelt werden musste. Einen leichten Knall als Fernwirkung hat der immer noch. Too much is too much. Googlen Sie mal nach "Syd Barrett LSD". Sie werden nicht tätlich gegen Polizisten. Die machen auch nur ihren Job und haben auf solche Nummern verständlicherweise keine Lust. Wenn Sie doch so stark unterzuckert oder unterdopt sind, dass der Cannabisverzehr die einzig denkbare Linderung verspricht und hierzu eine gewisse Körperlichkeit nach Ihre Auffassung unabdingbar ist,  achten Sie wenigstens darauf, dass keine Glaszylinder zu Bruch gehen. Übrigens: Diese "Bongs" werden üblicherweise auch zum Rauchen von Cannabis verwendet. Lassen Sie sich das im Zweifel von den anwesenden Beamten erklären. Gras wird in der Regel geraucht. Oder zu Cookies verarbeitet. Aber nicht im Rohzustand gegessen. Ok? 

 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Thüringer (Mittwoch, 13 Februar 2019 23:22)

    Dass da in den Polizeirevieren auch überall Bongs rumstehen :-) Zu Ansichtszwecken? Genau wie bei mir zuhause. Die Idee, das Beweismittel einfach aufzufuttern, ist allerdings schon eher abgefahren.