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Landkreis Lüneburg kurios: Fehlendes Trennungsvermögen bei 0,8 ng/ml THC - MPU angeordnet

Und täglich grüßt das Murmeltier...in deutschen Land werden gerne weiterhin fleissig Meilen an den Voraussetzungen vorbei Screenings, ärztliche Gutachten oder gleich MPU´s angeordnet, wie es den Fahrerlaubnisbehörden gerade so gefällt.

 

Entweder die Mitarbeiter dort sind zu einfach gestrickt, um zu checken, dass fehlendes Trennungsvermögen erst ab 1,0 ng/ml THC vorliegt (statt wie hier bei 0,8 ng/ml...da nutzt auch kein albernes Formulieren wie "der Nachweis von THC in Ihrem Blut DEUTET auf eine unzureichende Trennung zwischen Konsum und Fahren"). Oder die machen das absichtlich (Übersetzung aus dem Beamtendeutsch: "Textbausteine wurden verwechselt, sorry wegen dem Stress.")

 

Man denkt sich da immer "so blöd kann doch niemand sein". Und offenbar ist das doch schwierig mit den Zahlen. Ist 0,8 nun weniger oder mehr als 1,0? Ohohoh. Wenn man schon an dieser (zugegebenermaßen nicht ganz einfachen aber schaffbaren!) Aufgabe scheitert, dann lässt das tief blicken.

 

Nunja. Scheint ja Trend zu sein. Nochmals deshalb mein Hinweis: Die Behörden machen das, weil sie wissen, dass auch die Ergebnisse rechtswidrig angeordneter Gutachten nach der Rspr. des BVerwG verwertbar sind, wenn sie denn vorgelegt werden.

 

Anders kann man das nicht erklären. Und von der Variante "mathematisch auf Höhe Forest Gump" will ich mal zu Gunsten der Mitarbeiterin der Fahrerlaubnisbehörde Lüneburg nicht ausgehen.

 

Mathematik ist eben nicht jedermanns Sache. Dafür kann die Beamtin aber klasse und schnell mit der Entziehung der Fahrerlaubnisentziehung drohen. Klar: So sorgt man immer für genug Arbeit auf dem eigenen Schreibtisch und verschafft der eigenen beruflichen Existenz eine Legitimation.

 

Denn egal wie es ausgeht: Verbieten kann man solche Umtriebe nicht...da herrscht ein wenig Narrenfreiheit.

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