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Haaranalyse kein eindeutiger Beweis für Cannabis Konsum! THC COOH  Übertragung durch Körperkontakt entdeckt - sensationelle Studie des Uniklinikums Freiburg!

Was für ein Morgen - erst um halb acht zu einer Hausdurchsuchung gerufen worden und dann lese ich diese absolute Krachernachricht in der Überschrift der TAZ:

 

"THC-Nachweis in Haaren unsicher - Rausch im Dienst der Wissenaft

Eine Haaranalyse liefert keinen Beweis für den Konsum von Cannabis. Das haben Forscher der Universität Freiburg herausgefunden."

 

Freiburger Forscher rund um den forensischen Toxikologen  Prof. Dr. Volker Auwärter haben herausgefunden, dass sich THC-COOH in den Haaren in nennenswerten Mengen auch durch Körperkontakt mit Personen einlagern kann, die Cannabis geraucht haben.

 

Die entsprechende Studie ist hier nachzulesen.

 

Das wurde bisher immer, aber auch  immer von Gerichten und Behörden bestritten, die Verursachung von THC COOH Werten in den Haaren durch externe Kontamination. Und jetzt diese Arbeit aus Freiburg. Das bedeutet, dass man viele Haaranalysen künftig anzweifeln wird und muss ob ihrer Richtigkeit. Jedenfalls dann, wenn die Werte sich nicht in statosspährischen Höhen bewegen.

 

Es bedeutet nichts anderes, als dass sich im Haar gemessene THC COOH Werte dadurch erklären lassen, dass einem von einem Kiffer oder einer Kifferin die Haare gestreichelt wurden. Bis heute wäre das mit dem Argument "Schutzbehauptung" abgetan worden, aber so leicht geht das jetzt nicht mehr.

 

Ich habe zu Herrn Professor Dr. Auwärter bereits Korrespendenz geführt, er wird mir und meinen Mandanten zukünftig als Sachverständiger zur Seite zu stehen.


Ich ziehe jedenfalls den Hut vor dem Forscherteam um Herrn Auwärter. Klasse Arbeit. Und ein tolle Überraschung für die Fahrerlaubnisbehörden, wo jetzt vermutlich einiges auf den Prüfstand muss.

 

Hier noch der Pressetext:

 

"Einlagerung des Cannabis-Hauptwirkstoffs THC findet nicht über Blutkreislauf statt /Abbauprodukte von THC können über Schweiß und Hauttalg bei Körperkontakt auf andere Personen übertragen werden /Freiburger Forscher publizieren in Scientific Reports


Bisher galt es als gesichert, dass zumindest der Nachweis spezifischer Abbauprodukte des Cannabis-Hauptwirkstoffs THC im Haar einen Konsum zweifelsfrei beweise. Forscher am Institut für Rechtsmedizin des Universitätsklinikums Freiburg um den Toxikologen Prof. Dr. Volker Auwärter zeigten nun durch experimentelle Arbeiten, dass dieser Schluss so nicht zulässig ist. Die Ergebnisse der Arbeit sind im renommierten Fachmagazin Scientific Reports der Nature Publishing Group erschienen.


In der Freiburger Studie wurde nun gezeigt, dass eine Einlagerung von THC, das unter anderem für Abstinenzkontrollen im Rahmen von Fahreignungsüberprüfungen im Haar gemessen wird, bei Einnahme von THC nicht über den Blutkreislauf stattfindet. Auch ein Abbauprodukt von THC, das in Zweifelsfällen bisher zum eindeutigen Nachweis eines Konsums herangezogen wurde, kann über Schweiß und Sebum eines Konsumenten auf andere Personen übertragen werden. Um den experimentellen Beweis hierfür zu erbringen, führten zwei der Autoren einen einmonatigen Selbstversuch mit regelmäßiger Einnahme von Dronabinol (halbsynthetisch hergestelltem THC) und umfangreiche Messungen durch.


„Die neuen Erkenntnisse sind insbesondere bei Analysen von Kinderhaarproben im Rahmen von Sorgerechtsfragen von Bedeutung, da eine Cannabinoid-Übertragung bei engem Körperkontakt besonders wahrscheinlich ist und zu völlig falschen Rückschlüssen führen kann“, sagt Prof. Auwärter. In Ländern, in denen bei Arbeitnehmern oder Bewerbern Drogenkontrollen durchgeführt werden, könne die Folge einer Fehlinterpretation der Ergebnisse einer Haaranalyse zum Verlust des Arbeitsplatzes oder zum Ausschluss vom Bewerbungsverfahren führen, so der Experte.


Bereits in früheren Studien konnten die Freiburger Forscher nachweisen, dass es zu einer von außen herbeigeführten THC-Kontamination der Haare durch Cannabisrauch von anderen Personen kommen kann, die auch nach zahlreichen Haarwäschen erhalten bleibt. Außerdem werden bereits durch das bloße Hantieren mit Cannabis relevante Mengen Cannabinoide auf das Haar übertragen.


Titel der Originalarbeit: Finding cannabinoids in hair does not prove cannabis consumption(...)"

 

 

 

Bei Fragen zu dem Thema Fahrerlaubnis und Cannabis freue ich mich auf Ihren Anruf.

 

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